Ausgabe 
17.5.1891 Erstes Blatt
 
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diejenige der Erfindungen bezeichnet. Weit würde es de« Rahmen unserer Ausführung überspringen, wollten wir all' die Errungenschaften unseres Jahrhunderts aus allen Gebieten der Cultur nur auszählen, aber aus eine sei dock im Be­sonderen hingewiesen, auf die Bewältigung einer geheimniß- vollen gewaltigen Naturkrast, der Electricität, zum Besten und zum Dienste des Menschen, der damit immer mehr zur freien Entfaltung seiner eigenen Kräfte gelangt. Was aus diesem Gebiete geradezu Wunderbares geleistet worden ist, davon wird die große electrische Ausstellung zu Frankfurt a. M. den redendsten Beweis erbringen.Ein Jahrhundert nur trennt uns von der Zeit, da die bewundernde und dankbare Mitwelt dem Bilde Franklins die stolze Inschrift widmete: Dem Himmel entriß er den Blitz, den Tyrannen das Scepter", und schon ist die electrische Kraft, deren verderbenbringenden Strahl der große Sohn Amerikas nur zu brechen wußte, zur segenspendenden Quelle für eine bald unübersehbar große Zahl von Menschen gemacht. Nicht lange mehr wird es dauern, bis jeder Fluß und Bach, jeder rauschende Wasser­fall auf Geheiß des Menschen das wunderbare Licht erzeugt, das wir selbst noch in der Kindheit nur als flammenden, rodtbringenden Blitz kannten, das aber jetzt mild und glän­zend, so oft wir es wollen, uns die dunkeln Nächte erhellt und sobald nur die Technik noch einiger Schwierigkeiten Herr wird selbst dem kleinsten und ärmsten Dörflein zu­gänglich gemacht werden kann. Und wie viele andere Segnungen, welche unser Leben verschönern und diese Erde schmücken, verdanken wir dem natürlichen Menschengeist!

Und doch dieser selbe Menschengeist in all seiner staunenden Größe kann die Menschheit nicht wirklich glücklich machen ohne denGeist der Wahrheit", ohne das Licht von oben. Das sehen wir ja alltäglich vor unseren Augen in dem Haß Der Unzufriedenen, in der Hetze der Unduldsamkeit, in der Selbstsucht mit dem Eigennutz, in der Jagd nach dem Glück, r>as die Welt im Reichthum und Genuß zu finden meint. Nein, den beglückenden Gottessrieden, der das Herz zufrieden fein läßt mit dem ihm zubeschiedenen Theil, der die guten und bösen Tage, Freud' und Leid, verklärt und der die be­seligende Hoffnung eines besseren Lebens als Leitstern auf der Lebensbahn glänzen und strahlen läßt, den kann der natürliche Geist des Menschen niemals gewähren, sondern nur allein der Geist, der dort zu Jerusalem über die Jünger aus­gegossen wurde. O, daß dieser Geist der Wahrheit auch an diesem Pfingstfest wieder Einzug hielt in recht viele Herzen, dann würde dieses schöne Pfingstfest nicht allein das Früh­lingsfest der Natur, sondern auch das des Geistes, wie es seine christliche Bestimmung ist, in Wahrheit sein. In diesem Sinne unseren lieben LesernGesegnete P s i n g st e n!"

Deutsches Reich.

nn. Darmstadt, 15. Mai. Kaiserin Friedrich traf heute Morgen, von Homburg kommend, um 11Uhr25Min. mif dem hiesigen Bahnhof ein. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, die Prinzessinnen Heinrich und Alix, außerdem der preußische und der englische Gesandte am hiesigen Hofe, waren zu ihrem Empfang am Bahnhof anwesend. Der Empfang war der denkbar herzlichste. Den Großherzog, sowie die Prinzessinnen küßte die Kaiserin wiederholt auf die Wangen und den anwesenden Gesandten und deren Gemahlinnen reichte die Kaiserin die Hand zum Kusse. Das Aussehen der hohen Frau ist ein vortreffliches. Bon dem zahlreich an- rvesenden Publikum wurde die Kaiserin ehrerbietigst begrüßt. 5 Uhr 10 Min. Abends kehrte die Kaiserin wieder nach Homburg zurück und wurde vom Großherzog, sowie den Prinzessinnen zur Bahn begleitet. Der Großherzog sowie die Prinzessin Heinrich von Preußen und die Prinzessin Alix werden sich morgen früh 10 Uhr 45 Min. zur Eröffnung der Electrischen Ausstellung nach Frankfurt begeben.

Berlin, 15. Mai. Der Kaiser richtete sofort, nachdem ihm die Meldung über die Annahme des Einkommensteuer­gesetzes im Herrenhause zugegangen war, eine längere Depesche an den Finanzminister Dr. Miquel. In derselben beglück­wünscht der Monarch Herrn Dr. Miquel in warmer Weise Zu der erfolgreichen Erledigung dieses ersten Abschnittes der Steuerreform und knüpft hieran den Ausdruck der Hoffnung, baß dieser Erfolg eine gute Vorbedeutung für die erfolgreiche Weiterführung der Steuerreform in Staat und Gemeinde sein möge.

Der neuerrichtete deutsche Colonialrath wird am 1. Juni zum ersten Male zusammentreten. Ihm gehören 20 Mitglieder an, Männer, welche die Verhältnisse in unseren Colonien in Ost- und Westafrika, in Neuguinea und den Südsee-Jnseln gründlich kennen. E§ läßt sich darum erwarten, baß die neue Körperschaft eine ersprießliche Thätigkeit ent­falten und die deutsche Colonialpolitik günstig beeinflussen wird.

Mecklenburger Grundbesitzer scheinen mit dem Gedanken umzugehen, dem Mangel an ländlichen Arbeitern durch Einführung von Chinesen abzuhelsen. Wenigstens Zeigt in den Mecklenburger Nachrichten ein Herr C. Knaudt in Alt-Voorstorf bei Kirch-Mulsow an:Diejenigen Herren, welche zum Frühjahr 1892 gewillt sind, chinesische Arbeiter zu engagiren, werden gebeten, ihren Bedarf, das heißt Anzahl der männlichen Arbeiter, bei mir anzumelden. Die Kosten bei zehnjährigem Contract werden bei genügender Betheiligung 200 Mk. pro Kopf betragen."

Berlin, 14. Mai. Betreffs der Getreidetarife und der Usancen des Getreidehandels richtete der Minister für Handel und Gewerbe unter dem 16. Februar d. I. an das Aeltestencollegium der hiesigen Kaufmannschaft ein Rescript, in welchem das letztere beauftragt wurde, die Frage einer eingehenden Prüfung zu unterziehen:

a) welche Wirkung die bereits früher in den einzelnen Bezirks-Eisenbahnräthen und im Landes-Eisenbahnrath be­handelte Einführung ermäßigter Frachtsätze für Getreide von

den östlichen preußischen Provinzen nach West- und Mittel­deutschland zur Folge haben würde,

b) ob es nicht möglich ist, wenigstens für Weizen, Roggen und Hafer eine einheitliche Handelsqualität für Deutschland herzustellen, die den Bedürsniffen des Consums und der Mühlenindustrie genügt und von der einheimischen Landwirthschast hergestellt werden könnte.

In seiner vom 16. April bahrten Antwort führt das Aeltestencollegium aus, es könne von der Ermäßigung der Bahntarife eine sehr gesteigerte Zufuhr des östlichen Getreides nach West- und Mitteldeutschland nicht erwarten, sich auch, wenn eine solche Wirkung einträte, keinen Gewinn für die Landwirthschast daraus versprechen. Auch aus die zweite Frage lautet die Antwort des Collegiums verneinend.

Ausland.

Buenos Ayres, 14. Mai. Der Senat lehnte die von der Kammer genehmigte Vorlage betreffend die Einleitung einer Enquete über die Lage der Banken ab.

Neueste tlacbricbtcn.

WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureau.

Berlin, 15. Mai. Als der Kaiser heute Nachmittag in einer russischen Troika von Potsdam nach Westend zum Blumencorso fuhr, scheuten die Pferde vor einer vorbei- marschirenden Truppenabtheilung und rannten gegen einen Baum, so daß die Deichsel beschädigt wurde. Der Kaiser blieb unversehrt, verließ mit dem Adjutanten den Wagen und setzte nach kurzer Zeit die Fahrt in einem anderen Wagen fort. Er traf gegen 4 Uhr in Westend ein und betheiligte sich dort, ebenso wie die Kaiserin, aber jedes für sich, in sechsspännigem Wagen an dem Blumencorso. Das Kaiser­paar mit den Prinzen nahm sehr lebhaft am Blumenwersen Theil. Bei der Ankunft und Abfahrt wurde der Kaiser vom Publikum laut begrüßt.

Berlin, 15. Mai. Der Discont der Reichsbank ist heute auf 4 p Ct., der Lombardzinsfuß für Darlehen gegen aus­schließliche Verpfandung von Schuldverschreibungen des Reichs oder eines deutschen Staates auf 41/2p Ct., gegen Verpfändung sonstiger Effecten und Maaren auf 5 p Ct. erhöht worden.

Potsdam, 15. Mai. Se. Majestät der Kaiser besichtigte heute Vormittag von 9 bis 12 Uhr auf dem Bornstedter Felde das Lehrinfanteriebataillon, die Unteroffizierschule und das Garde-Jägerbataillon. Nach dem Schulexercieren fand ein Gefecht im Feuer statt, zu welchem auch das Leib- Garde-Husarenregiment zugezogen wurde.

Karlsruhe, 15. Mai. Die Prinzessin Elisabeth von Baden ist heute früh gestorben.

Wien, 15. Mall DiePolitische Correspondenz" meldet aus Athen: Athener Regierungskreise versichern, daß die Be­richte auswärtiger Blätter über die Vorgänge auf Korfu vielfach übertrieben und entstellt seien.

Wien, 15. Mai. Beim Empfange der zum 40jährigen Jnhaberjubiläum des Kaisers Franz Josef ein getroffenen Deputation von Offizieren des 13. bayerischen Infanterie- Regiments trug der Kaiser bereits die bayerische Dienst­auszeichnung des Kreuzes für vierzigjährigen Dienst. Der Kaiser nahm das ihm überreichte Album mit Darstellungen aus der Geschichte seines bayerischen Regiments entgegen.

Prag, 15. Mai. Nach Eröffnung der böhmischen Landesausstellung hielt Erzherzog Carl Ludwig in An­wesenheit der Erzherzoginnen Cercle, dann folgte ein Rund­gang durch die wichtigsten Ausstellungsräume. Nachmittags war Empfang beim erzherzoglichen Paare, welches sodann den Statthalter, den Oberstlandmarschall und den Fürst-Erzbischof besuchte.

Lemberg, 15. Mai. In dem Marktflecken Zlotypotok wurden heute 48 Wohnhäuser und viele Wirthschaftsgebäude durch eine Feuersbrunst zerstört.

Kronstadt in Siebenbürgen, 15. Mai. Hier wurde heute ein Erdbeben in der Richtung von Norden nach Süden wahrgenommen.

Paris, 15. Mai. Bei dem anläßlich der Errettung des Großsürsten-Thronfolgers in der hiesigen russischen Kirche abgehaltenen Gottesdienst war Carnot durch den Oberst Lichtenstein, und Ribot durch den Grafen d'Ormesson ver­treten. Nach Meldungen aus Fourmies ist die Ruhe nicht weiter gestört worden- man hofft, daß in den nächsten Tagen die Arbeit wieder vollständig ausgenommen werde.

Brüssel, 15. Mai. Der Strike in den Gaswerken scheint beigelegt zu sein.

Brüssel, 15. Mai. Die Arbeiter der großen Gas­anstalt, welche die ganze Stadt mit Gas versieht, haben einen Ausstand begonnen. Eine Abtheilung Grenadiere hält die Anstalt besetzt. Heute Abend wird die Stadt noch mit Gas erleuchtet werden können.

Lüttich, 15. Mai. Der Strike in der hiesigen Um­gebung ist als beendigt zu betrachten. Heute striken nur noch 300 Mann. Auch in den Kohlenwerken der anderen Be­zirke ist eine wesentliche Besserung bemerkbar und man hofft, daß der Strike am Dienstag beendigt sein wird. Unter dem Thor der Werkstatt von Wasmes explodirte vergangene Nacht eine Dynamitpatrone, der Schaden ist unerheblich.

Nom, 15. Mai. Der König ließ sich bei dem russischen Botschafter, Vlangali, durch den Oberceremonienmeister, Grasen Gianotti, nach dem Befinden des Großsürsten-Thron- folgers erkundigen.

Petersburg, 15. Mai. Auf dem Dnjepr üb er fuhr ein Dampfer ein Boot mit 42 Arbeitern, von denen 19 er­tranken.

Petersburg, 15. Mai. Nunmehr steht fest, daß der Ur­heber des Attentats gegen den G r o ß f ü r st e n T h r o n- folger demselben persönlich als Sicherheitswache beigegeben war und daß seine eigenen Kameraden von der japanischen Polizei ihren Genossen niedergeschlagen haben. Prinz Georg von Griechenland parirte mit einem Stocke den zweiten Hieb,

den der Attentäter führen wollte. Die Wunde befindet sich vorn an der rechten Stirnseite.

Stockholm, 15. Mai. Der Reichstag wurde heuten ohne eine Thronrede geschlossen.

Stockholm, 15. Mai. Das internationale Turn- f e st wurde heute in Gegenwart des Königs, des Kronprinzen, der Prinzen Gustav, Eugen und Wilhelm, sowie der Vertre­ter des diplomatischen Corps durch den Kronprinzen als den Präsidenten des Festes eröffnet. Die Leistungen der inlän­dischen und sremden Vertreter wurden mit lebhaftem Beisall ausgenommen.

Lissabon, 15. Mai. Das Cabinet reichte am Freitag seine Entlassung ein.

Athen, 15. Mai. Die königliche Familie ist nach zehn­tägiger Abwesenheit hierher zurückgekehrt. Gestern ist ein Kriegsschiff nach Korfu abgegangen.

And protHnsicttes»

Sitzung Großh. Handelskammer vom 8. Mai 1891, Anwesend waren die Herren Koch, Gail, Heichelheim, Homberger, Katz, Wortmann.

Die Frage des Umbaues des hiesigen Güterbahnhofes beschäftigte die Kammer wiederholt. Da gelegentlich früher stattgehabter Conferenzen der Kammer seitens der Herren Regierungsvertreter die Zusage gemacht worden war, daß für den beabsichtigten Umbau des Güterbahnhofes genügendes Terrain zur Erbauung eines größeren Lagerhauses vorgesehen sei, neuerdings von Mitgliedern der Kammer eingeholte In­formationen dies jedoch zweifelhaft erscheinen lassen, so be­schließt die Kammer, dieser Frage näher zu treten und zu­nächst Großh. Staatsregierung zu ersuchen, ihr das nöthigr Actenmaterial zur Information zur Verfügung stellen zrr wollen.

Die Kaiserliche Ober-Postdirection Darmstadt theilt der Kammer mit, daß von der Herstellung einer Fernsprech-Ver- bindungsanlage Frankfurt a/M.Berlin einstweilen Abstand genommen worden sei, sowie, daß eine solche Verbindung FrankfurtGießen erst dann zum Gegenstände der Erwägung gemacht werden könne, sobald ein allgemeines Bedürfniß dazu nachgewiesen sein werde.

Die Kammer hat beschlossen, bei den Bürgermeistereien der größeren Plätze Oberhessens, sowie unserer Nachbarstadb Wetzlar, namentlich bei den Bürgermeistereien resp. Handels­vertretungen der an der projectirten Telephonlinie Frankfurt Berlin gelegenen Städte Nauheim, Friedberg, Butzbachs Marburg und Kassel anzusragen, ob ihnen die telephonische Verbindung mit Frankfurt erwünscht und sie uns in dieser Angelegenheit zu unterstützen geneigt seien.

Sonderzüge während des Pfingstfestes auf der Linie GießenSiegburgDeutz. Wie aus dem Jnseratentheile er­sichtlich, verkehren auf der obenbezeichneten Linie am Samstag den 16. und Dienstag den 19. Mai Sonderzüge 1. bis 4. Cl­in beiden Richtungen. Die Züge ab Gießen gehen Abends 7 Uhr 5 Min. und treffen um 11 Uhr 50 Min. in Deutz ein, in umgekehrter Richtung gehen die Züge Morgens 11 Uhr 37 Min. in Deutz ab und treffen Nachm. 4 Uhr 33 Min. in Gießen ein.

Friedberg, 14. Mai. Am Sonntag den 10. Mai fand im Gartensaale der Brauerei von G. Steinhäußer die General- Versammlung des Wetterauer Obstbauvereins statt. Dieselbe war von besonderer Bedeutung, da auf derselben die Ausdehnung des innerhalb zwei Jahren in den Kreisen Fried­berg und Gießen auf 1700 Mitglieder angewachfencn Ver­eins auf die ganze Provinz beschlossen werden sollte. Den Beitritt zu dem Provinzialverein hatten bis jetzt beantragt außer den Kreisen Friedberg und Gießen die Kreise Büdingen und Schotten. Als Vertreter Großh. Oberer Landw. Be­hörde war Oeconomierath Müller aus Darmstadt erschienen, der seiner tiefempfundensten Befriedigung Ausdruck gab über das, was hier geschaffen und gearbeitet worden sei. Hier habe man den Weg so vieler Vereine, die nur durch Vorträge belehren wollten, verlassen und sei zu Thaten geschritten. Auch die Einrichtung des Lehrgartens, welche in der denkbar kürzesten Zeit zur Durchführung gelangt wäre, sei klar, über­sichtlich und vollständig gelungen. Er könne den Männern^ welche den Verein gegründet, auf diese Stufe gebracht und- den Garten geschaffen haben, nur Glück wünschen, sie hätten nicht nur ihrem Bezirk und ihrer Provinz, sondern dem ganzen Lande durch ihre uneigennützige Arbeit den größten Dienst erwiesen. Die Großh. Regierung erkenne es an und werde freudigst alle verwendbaren Mittel zur Durchführung der Vereinsbestrebungen zur Verfügung stellen. Diese an­erkennende Stimmung trat noch bei verschiedenen Rednern hervor und es gedachte namentlich Amtmann Dr. Nebel aus Gießen der Thätigkeit des Präsidenten und Vicepräsidenten, Kreisrath Dr. Braden und Graf v. Oriola, sowie deS Ge­schäftsführers des Vereins Dr. v. Peter, dann des Schöpfers des neuen Gartens, C. Reichelt, und des Obstbautechnikers C. Metz, die alle mit Lust und Liebe an dem schönen Werke gearbeitet hätten. Es wurde beschlossen, den Verein in einen Obstbauverein für die Provinz Oberheffen umzuwandeln und das Vereinsvermögen von 650 Mk. dem erweiterten Vereine zur Verfügung zu überlassen. Zur Vorberathung der neuen Statuten wurde eine Commission von drei Mitgliedern, be­stehend aus Gras Oriola-Büdesheim, Amtmann Dr. Nebel- Gießen und Dr. v. Peter-Friedberg gewählt- die Statuten sollen dem neu zu erwählenden Ausschuß des Obstbauvereins für die Provinz Oberhessen vorgelegt werden. Zur Ergänzung des provisorisch roeiterfunctionirenben Vorstandes wurde noch C. Reichelt gewählt, in den Vorstand der Section Friedberg Rentner Gwinner. Möge der Verein im selben Tempo rüstig weiterschreiten, dann wird er überall die freudigste Aufnahme und ein schönes Arbeitsfeld finden.

Das Großh. Ministerium, Abtheilung für Schul­angelegenheiten, hat von der Großh. Kreis-Schul-Commission ein Schreiben empfangen, wonach die seither als zulässig er-