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Kranzspenden und der Oberst, die Majore, die Feldwebel und Unteroffiziere deS Regiments schritten hinter dem Leichenwagen her, der die sterbliche Hülle der Entschlafenen nach dem Fried- Hofe führte, wo die Militärcapelle dann an der Gruft einen Thoral spielte.

* Gleiwitz, 11. April. Auf demKarolinenschacht" wüthet ein verheerender Brand. Zwanzig betäubte und schwer verletzte Bergleute und ein tvdter Bergmann wurden aus der brennenden Grube an die Oberfläche befördert, auch die Pferde in der Grube sind vernichtet.

* Kriegsbeute aus Ostafrika. Der DampferZanzibar" der Rhederei O'Swald brachte aus Ostafrika fünf Kanonen, Munition, Speere, Bogen, vergiftete Pfeile, einen großen Theil der Beute des Majors v. Wißmann aus den Kämpfen in Ostafrika. Die Sachen sollen nach Kiel gebracht und im Marinemuseum ausgestellt werden.

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Die Welt wird schöner mit jedem Tag, Man weiß nicht, was noch werden mag, Das Blühen will nicht enden.

Es blüht das fernste, tiefste Thal, Nun, armes Herz, vergiß die Qual; Nun muß sich alles, alles wenden."

Das zweite Bild von Lauffer:Ehrimhild an Siegfrieds Bahre" ist dem Nibelungenlied entnommen, und zeigt uns, wie die Königin bei den blutenden Wunden des Gemahls bie vernichtende Anklage auf den Mörder, den grimmen Hagen, schleudert. Ein sehr anmuthiges Bild istDer Urlauber" von Defregger; da lauschen sie alle bis auf den Kleinsten herab den Erzählungen des bewunderten Soldaten in seiner schmucken Uniform. Es folgt ein Landschaftsbild von WexDie Jungfrau" mit erhabener Alpenscenerie und einem mit künstlerischer Feinheit behandeltem Vordergrund und das Bild von GrütznerAuerbachs Keller", das die bekannte Scene aus GoethesFaust" mit den lustigen Studentengruppen in stimmungs­voller Weise behandelt

Das vierte Heft von ^Unsere Zeit*, (Leipzig, tf. A. Brockhaus) bringt den Schluß der Novelle Adalbert Schroeters: ^Source Bonnevic. deren Fragepunkt sich gleich im ersten Abschnitt

klar herausstellt; die vom Dichter gefundene Lösung dürfte Zu­stimmung erlangen. Der zweite AufsatzMusikalische Seelenmessen" vom Bachbiographen Philipp Spitta würdigt das Ende Februar in Leipzig zur ersten Aufführung gelangte Requiem Heinrichs von Herzogenberg als ein hoch d achtenswerthes Tonwerk und weist ihm den unter den deutschen musikalischen Messen der letzten Jahrzehnte ihm gebührenden Rang zu; der schönen Studie aus der Feder eines solchen Sachkenners ist dauernde Bedeutung zuzusprechen. E. F. Bätsch gibt mit einleitenden und abschließenden Erläuterungen die große im October v. I. in Boston gehaltene Rede von Karl Schurz über das amerikanische Cartelwesen wieder, die sich zu einem geschicht­lichen Ueberblick über die Tarifpolttik der Vereinigten Staaten ge­staltet. Aus Anlaß der Pariser Kammerverhandlungen über Sardous Thermidor" beleuchtet H. S. im ArtikelDie Pariser Schreckenszeit und ihre Lobredner" die Ansichten, die in Frankreich über die Revo­lution zur Herrschaft gelangt sind. Aus allseitige Aufmerksamkeit darf der Aufsatz von I. Lmpra rechnen:Die Verbilligung der Eisenbahnfahrt und tbre Folgen". Das ganze Gewicht des Artikels liegt in dem zweiten Theile des Titels. Dem Verfasser ist zu danken, daß er mit aller Entschiedenheit für die Beibehaltung der vierten Klasse nicht der vier Klassen eintritt und die weiteste Ver­breitung dieses äußerst lehrreichen und practischen Aussatzes ist sehr wünschenswerth. N. von Engelnstedt berichtet, wie in der englischen Presse die Frage:Welchen Werth haben Gibraltar und Malta für Großbritannien?" erörtert und der Wunsch geltend gemacht wird, Gibraltar gegen die Balearen auszutauschen. Endlich unterzieht Gustav Portig die neue abgeschlossene monumentale Egger'sche Rauch- Biographie auf der Folie anderer Urtheile über den großen Bildhauer einer kritischen Betrachtung.

Ein reizendes Büchlein hat soeben die Kunst- und Handels- qärtnerei von I. C. Schmidt in Erfurt herausgegeben. Es betitelt sich »DaS Gärtchen der Kinder" und gibt in einer leicht ver­ständlichen, sich dtrect an bte Kleinen wendenden, frischen und auf­munternden Sprache Alles wieder, was zur Einrichtung, Instand­haltung und Besorgung eines Gärtchens dient. Der Inhalt ist sehr practisch ausgedacht und selbst große Leute brauchen es nicht zu ver­schmähen, darnach zu arbeiten. Vor allen Dingen sollte das Büch­lein, das nur 75 Psg. kostet, in keinem Hause fehlen, dem ein Gartenplätzcken und Kinder von 7 bis 15 Jahren angehören. Es bildet eine Quelle von Freude und Belehrung und erfüllt seinen Zweck vollkommen.

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Limburg, 15. April Fruchtmarkt. Rother Weizen 2010, weißer Wetzen JL 20.-, Korn JL 15.10, Gerste JL 11.25, Hafer ,* 865 Erbsen, Kartoffeln

Arantfrrrt, 15. April Marktpreise. Heu pro 100 Ko. JL 5 607.20, Stroh .A 4.805 60, Kartoffeln JL bis, Butter per Pfd. JL 1.--1.20, Eier per St. 67 H,

Roggenbrot) 4 Pfd. 60 H, do. feines 62 gemischtes 6 Pfd. 94 H.

Bei dem große» Bedarf an Gaatgetreide in diesem Frühjahr möchten iu-r unser» Lesern als eine günstige Bezugsquelle die renommirte u -* seit 50 Jahren bestehende Getreide- n«d Futtermtttelhar hlung der Firma Hachfeld L Zieler, Hildes­heim, Prov» Hannover, aufgeben, noch dabet bemerkend, daß der Sommer wetzen und Hafer aus dem alten Btsthum Hildesheim sich seit Jahren einer besonderen Beliebtheit erfreut, da der Ackerbau in dortiger Gegend bekanntlich in höchster Cultur steht.

Klanenfett Ledergeschirr. Eins der besten Fette um Ledergeschirr geschmeidig zu erhalten, ist das Klauenfett. Um dasselbe zu gewinnen, werden die Klauen und Schienbeinknochen vom Rinde zerschlagen und mit Waffer tüchtig ausgekocht. DaS so erhaltene ölartige Fett wird in gut zu verschließenden Flaschm auf bewahrt.

Ratten zu vertreiben. Das Vertreiben der Ratten ist ost leichter als das Vergiften, denn das Gift lernen die Schädlinge bald kennen und gehen nicht daran, während in die Löcher gelegte Vertreibungsmittel ihnen dauernd lästig werden. Sehr gute Erfolge hat man in dieser Richtung gehabt mit einem Pulver, welches mau gewinnt durch Zerreiben getrockneter Blätter der Hundszunge (Cy- nogtossum officinale). Dasselbe wird von den Ratten sehr stark gemieden, so daß sie dort, wo man es in ihre Behausungen streut, bald auswandern.

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ImLeipziger Tageblatt", 8. Beilage, Nr. 81, Sette 1835, ist zu lesen: ^DaS Neue »latt* (Verlag von A. H. Payne in Leipzig, Preis vierteljährlich JL 1,60) hat seit dem Herbst des vorigen Jahres einen so bedeutenden Aufschwung genommen, daß es nun eine der besttllustrirten und bestausgestatteten Erscheinungen der zeit­genössischen Literatur für Famllie und Gesellschaft geworden ist. Mit immer gleichmäßig ersichtlichem Verständnttz für die gesteigerten Anfor­derungen der Gegenwart hat es die Redaction bis jetzt durch sorg­fältigste Auswahl, Vielseitigkeit und Mannigfaltigkeit des gesammten Inhalts treu und würdig auf seiner hohen Stufe zu erhalten gewußt und in jeder Nummer Beweise ihrer streng sittlichen Haltung wie ihres steten ungekünstelten Eingehens auf das Zartgefühl der Leser gegeben. Das erhellt unter Anderem aus der pietätvollen Berück­sichtigung der hohen christlichen Festzeiten, wie dies z. B. aus der Darbietung des herrlichen, meisterlich reproducttten Passionsbildes zur Öfter fei er hervorgeht. Deßbalb hat auch dasNeue Blatt" in der letzten Zeit einen außerordentlich verstärkten Beifall in allen Kreisen gefunden es sei daher auch hier der Aufmerksamkeit aller Freunde eines wahrhaft vorzüglich illustrirten Blattes empfohlen. Für Gießen und Umgegend ist es durch Fehsenfelds Univ.- Buchhandlung in Gießen, Seltersweg 53, zu beziehen.

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Sd)iffsmodtrid>teit.

Der PostdampferBelgenland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 13. April wohlbehalten in Philadelphia angekommen.

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Gottesdienst der israelitischen Religionvgesellschast.

Freitag Abend 630 Uhr, Samstag Vormittag 800 Uhr, Samstag Nachmittag 380 Uhr, Samstag Abend 7^ Uhr.

HM Volksbücher