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zusammen, wobei zahlreiche Personen verunglückten- von denselben sind 14 tobt.

Depeschen desBureau Herold".

Berlin, 14. August. DieVoss. Ztg." appellirt in einem LeitartikelVideant Consules an die deutsche Regierung, daß endlich unter der Wucht der Thatsachen die Aufhebung der Getreidezölle erfolge.

DerVoss. Ztg." wird aus London gemeldet, daß in den letzten sieben Monaten von 83000 Einwanderern 19000 in England geblieben seien. Die Presse. verlangt erneut Maßregeln gegen die Fremden-Einwanderung.

Bukarest, 14. August. Die Nachrichten über die Ge­sundheit der Königin lauten ungünstig.

Paris, 14. August. Der Begegnung der Commandanten der englischen und französischen Mittelmeergeschwader schreibt man keinen offiziellen Character zu.

LautBulletin des Halles" liefert die diesjährige Ernte einen Fehlertrag. Der Ernteertrag wird auf 35 Mill. Hectoliter geschätzt, vorräthig sind noch 7 Millionen. Es wären demnach zur Deckung des Bedarfs noch 30 Millionen zu importiren.

Locales utt6 provinzielles.

Gießen, 14. August.

Jugendfest. Nachdem feit dem letzten Jugendseste drei Jahre verflossen, konnte Gießen am gestrigen Tage wieder ein solches feiern. Nichts war natürlicher, als daß diesem Feste schon seit Wochen mit Freuden entgegengesehen wurde, und wer Gelegenheit hatte, die Unterhaltung und die Gespräche, sowie die Spiele unserer Jugend zu beobachten, konnte merken, daß der größte Theil jugendlichen Interesses Lem Jugendfeste galt. Aber nicht nur in den Herzen der Kinder klopfte es gewaltig in Erwartung der Dinge, die da kommen sollten, auch die Eltern, besonders die Mütter, waren vollauf beschäftigt, alle das Fest betreffende Fragen in einer ihren Lieblingen günstigen Weise zu lösen. Nachdem bis zum Vorabend des Festes die nöthigen Vorbereitungen innerhalb der Familien getroffen, machte sich eine andere Sorge geltend, diejenige um günstiges Wetter, ohne welches nun einmal ein Fest, bei welchem so zu sagen die Jugend die erste Geige spielt, nicht denkbar ist. Wohl selten wurde dem Himmel solche Aufmerksamkeit geschenkt, wie am gestrigen Vormittag. Jung und Alt richtete den Blick nach oben mir dem Wunsche, daß das drohende Gewölk verschwinden und heiterem Sonnen­schein Platz machen möchte. Gerade günstig waren bip Wetter- aussichten nicht, benn den seit Wochen fast täglich eintretenden Niederschlägen folgte noch am frühen Morgen ein heftiger Regenguß, der die ganze Festesfreude zu Wasser machen zu wollen schien. Zur Freude aller großen und kleinen Kinder hielt indeß das Wetter an, und wenn die Sonne auch keine Lust verspürte, ihre Strahlen herabzusenden, so blieb wenigstens der gefürchtete Regen aus. Die Feststimmung der Kinder hob sich, nachdem schon vom frühen Morgen an das seit Wochen übende Knabentrommlercorps einen regelrechten Weckruf aus­geführt hatte. Nach Schluß des Vormittagsunterrichts, in welchem wohl an das Lernvermögen der Kinder in Anbetracht der kommenden Dinge keine allzugroßen Ansprüche gestellt wurden, nahm die Kinderwelt das Interesse der Einwohner­schaft im Allgemeinen, der Eltern im Besonderen in An­spruch- die Sammelplätze vor den Schulen füllten sich mit festlich gekleideten Kindern und als endlich um Mittag die einzelnen Klaffen unter Führung ihrer Lehrer nach den Auf­stellungsplätzen abmarschirten, wuchs mit der Zahl der Fest- theilnehmer auch die Aussicht auf beständiges Wetter. Hatte es das Wetter verschmäht, einen Strich durch die Feststimmung zu machen, so ging auch, Dank der Umsicht des Festcomites, der Lehrer und Lehrerinnen, der Festordner und Festord­nerinnen die Ausstellung des Zuges so glatt von Statten, daß sich derselbe Punkt 1 Uhr nach dem Philosophenwalde in Bewegung setzen konnte. Drei Musikcorps nebst dem un­ermüdlich trommelnden Knabencorps waren in dem langen Zuge vertheilt. Nach Ankunft im Philosophenwalde und Ab­singen des LiedesTretet in die Runde", hielt Herr Ober­lehrer Fuhr die das Jugendfest trefflich characterisirende, die gesammte Theilnehmerschaft, Eltern und Kinder gleich er­hebende Festrede. Das am Schluffe derselben ausgebrachte Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Kgl. Hoheit den Großherzog sand tausendstimmigen Widerhall. Den hierauf folgenden Spielen lag die Kinderschaar in ihren einzelnen Abtheilungen mit sichtlichem Vergnügen ob und wenn bei der die Spiele schließenden Preisvertheilung auch nicht alle Wünsche in Erfüllung gingen, die wochenlang vorher gehegt wurden, so waren es wieder die schwer zu verbessernden Launen des Glückes, die auf der anderen Seite desto größere Freude anrichteten. Nützlich und werthvoll, den Alters­klassen angepaßt, waren die zur Vertheilung gekommenen Geschenke. Hoffentlich tragen sie dazu bei, in den Kindern den von ihren Lehrern geweckten Sinn für alles Schöne und Gute zu erhalten. Bei der Beliebtheit, welche sich die Jugendfeste seither zu erhalten vermochten, war es natür­lich , daß neben der großen Jugendschaar auch die Er­wachsenen wieder zahlreich an dem Feste theilnahmen. Die nach dem Walde strömende und sich dort vergnügende Schaar ließ es fast zweifelhaft erscheinen, daß außer Kranken, Alten und Gebrechlichen noch Jemand in der Stadt sich aufhalten konnte. Lange, nachdem die Kinder wieder in ge­ordnetem Zuge nach der Stadt marschirt waren, herrschte noch Fröhlichkeit unter dem Blätterdache unseres Philosophen­waldes. Mögen alle, Jung und Alt, denen es vergönnt war, unser vaterstädtisches Fest mitzufeiern, nach dessen schönem Verlause eingedenk sein des Dankes gegen Diejenigen, die es einleiteten, durchsührten und zum gelungenen Abschlüsse brachten.

Uebermorgen (Sonntag) feiert der Turnverein in Verbindung mit der. Einweihung seiner Turnhalle sein 45. Stiftungsfest. Im Hinblick daraus, daß der Turnverein mit zu den ältesten Vereinen Gießens gehört und Angehörige

aller Bevölkerungsschichten zu seinen Mitgliedern zählt, glauben wir nicht fehl zu gehen, wenn wir an die Einwohner Gießens die Bittte richten, zu Ehren des Turnvereins die Häuser mit Fahnen zu schmücken.

Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht: am 8. August den Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Dr. Jakob. Nover zum Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms, den Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Dr. Joseph Kieffer zum Lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim, den Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms Friedrich Scholl zum Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz und den Lehrer 'an dem Gymnasium zu Bensheim Dr. Georg Ihm zum Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz, sämmtlich mit Wirkung vom 16. September l. I. an, zu ernennen.

K. Nieder Weisel, 13. August. Der gestern Abend um 11 Uhr von Friedberg kommende Güterzug mußte in der Nähe der Haltestelle Ostheim seine Fahrt aus eine Stunde unterbrechen, da die Maschine desect geworden war. Eine dem Metzger Fischer von Butzbach entlaufene Kuh, welche derselbe von Pohlgöns nach Butzbach transportirte, hattp die Störung verursacht. Die Kuh wurde schrecklich verstümmelt, Beine, Hörner und Schwanz fand man auf den Schienen, die Eingeweide wurden ihr von den Puffern der Maschine heraus­gerissen und schließlich kam die Kuh unter die Maschine, wo­durch letztere beschädigt wurde.

Mainz, 13. August. In der Silberwaarenfabrik des Herrn Rückert hier gewahrt man seit dieser Woche diverse Silbergewinne, als: einen Silberkasten, enthaltend sämmtliche Tischgeräthe für 12 Personen, ferner silbernen Tafelaufsatz und sonstige schöne gediegene Gegenstände, bestimmt für die am 20. d. Mts. stattfindende Ziehung erster Klaffe Großh. Gewerbeverein-Lotterie. Wie man uns mittheilt, sind auch Silberbarren bestimmt, die zum Bankwerthe wieder zurück­genommen werden.

Vermischtes.

* Braunfels, 12. August. Wiederum wird eine neue Kneipp'sch e Kuranstalt ins Leben gerufen und zwar in dem durch seine landschaftlichen Reize weitbekannten Braunfels a. d. Lahn (Station der Bahnlinie Coblenz-Gießen). Es geschieht dieses durch die Initiative Seiner Durchlaucht des Prinzen Albrecht zu Solms-Braunfels, der die heilsamen Erfolge der Kur an sich erfahren und bei vielen Schwerkranken auffallende Heilerfolge beobachtet hat, damit auch in seiner Heimath der leidenden Menschheit durch Einführung dieser rationellen und heilsamen Behandlungsweise Hülfe gebracht werden möge. Da es Vielen nicht möglich ist, die Kur in Wörrishofen zu gebrauchen oder aber so lange dort zu bleiben, wie es zur gründlichen Heilung chronischer Leiden meistens nöthig ist und erfahrungsmäßig eine Fortsetzung der Kur zu Hause ohne einen tüchtigen Gießer schwer auszuführen ist, so dürste die Kuranstalt in Braunfels namentlich allen Denen willkommen sein, die in dem westlichen Theile Deutschlands wohnen. Es finden hier Kranke Gelegenheit, bei dem in Wörrishofen ausgebildeten und vom Pfarrer Kneipp geprüften Bademeister Schenk die Kur zu gebrauchen und regelrecht fortzusetzen und zwar nach Wunsch unter Leitung eines hiesigen sehr erfahrenen und mit der Heilmethode vertrauten Arztes. Braunfels ist als klimatischer Kurort weit und breit bekannt und bietet alle Vorzüge eines solchen, insonderheit ozonreiche Berg- und Waldluft und herrliche Spaziergänge, auch ist in dem renommirten Schloßhotel, das unmittelbar an den fürstlichen Park anschließt und wo die Badeanstalt mit Blitzguß sich befindet, für eine vorzügliche Unterkunft während des Sommers und auch des Winters gesorgt. Die Anstalt soll für alle Kranke mit Ausnahme von Geisteskranken und Hautkranken offen sein und schon im Monat September eröffnet werden. Sr. Durchl. dem Prinzen Albrecht zu Solms-Braunfels aber gebührt für dieses hochedle Unter­nehmen der beste Dank.

TT Kaffel, 13. August. Achter deutscher Tischler­tag. In den Tagen vom 16. bis 18. August findet hier in Kassel der achte deutsche Tischlertag statt. Die Tages­ordnung ist sehr umfangreich und weist eine Reihe für das Handwerk und den Verband wichtiger Fragen auf. U. A. sind außer Geschäftsbericht, Kassenbericht, Vorstandswahl rc. folgende Punkte angesetzt: A. Die gleichmäßige Organisation bei den Bundesinnungen durch: 1) Schaffung möglichst ein­heitlicher Prüfungsordnungen für Lehrlinge- Antrag der Innung Stendal:Der Tischlertag wolle für die Einführung einheitlicher Prüfungsordnungen für Lehrlinge eintreten." 2) Errichtung von Unterrichtscursen für Tischlerlehrlinge und Gesellen, unter Zugrundelegung eines Leitfadens für die Fachschulcurse, sei es, daß diese selbstständig von den Innungen unterhalten oder daß sie in die städtischen Fortbildungsschulen eingefügt werden- 3) Handhabung der Verbandspapiere (Lehr­verträge, Lehrlings-Pflichtenbücher, Lehrbriefe). B. Die Pflege des Gesellenwesens bei den Bundes-Innungen durch: 1) Organisation von Arbeitsnachweisen mit Gewährung von Gesellen-Reiseunterstützungen unter Durchführung einheitlicher Gesellen-Entlassungsscheine, 2) Unterhaltung von Schieds­gerichten unter Hinzuziehung von Vertretern der Gesellschaften, 3) Errichtung von Jnnungskrankenkaffen für Gesellen und Lehrlinge, unter freiwilligem Zutritt der Meister. C. Ist die gesetzliche Zulassung von Verbands-Kranken- und Sterbe­kassen für Gesellen und Lehrlinge rc. eine Nothwendigkeit für die Befestigung der Organisation der deutschen Jnnungs- verbände? D. Der Stand der Frage der Ausdehnung der Unfallversicherungspflicht auf das gesammte deutsche Handwerk. E. Was kann vom Tischler-Jnnungsverbande aus zur Pflege des Genossenschaftswesens mit beschränkter Haftpflicht ge­schehen? F. Die Frage der Sicherung der Forderungen von Handwerksmeistern bei Bauten. G. Berathung der Frage des Submissionswesens (Antrag der Innung zu Hildes­heim.)

* Ueber die deutschen Schulen in Kamerun macht der Lehrer Th. Christaller im Deutschen Colonialblatt folgende Mittheilungen: Die Schule in Bonamandone wird von 72 Schülern besucht, die sich in vier Klassen theilen. Die erste und zweite Klasse hat Vormittags je 2^ Stunden, die dritte und vierte Nachmittags je D/2 Stunden Unterricht. Die unterste (vierte) Klasse zählt 40 Schüler, denen die Druck­buchstaben auf Papptäfelchen vorgesührt und die Addition und die Subtraction beigebracht werden. Unter den 24 Schülern der zweiten Klasse befinden sich vier Mädchen- in dieser Klaffe beginnt bereits der Unterricht in Deutsch, d. h. Wörter werden auswendig gelernt. Den Schülern der dritten Klasse, gegenwärtig 12, wird unter andern nützlichen Kenntnissen auch die der Uhr beigebracht. Die sechs Schüler der ersten Klaffe haben seit 1887 ausgehalten- Lesestoff bietet für sie Calwers Biblische Geschichten". Der Schulbesuch ist ein regelmäßiger, nur in der zweiten Klasse lassen einige zu wünschen übrig- auch sind die Mädchen manchmal durch Arbeiten auf den Feldern verhindert, weshalb sie meist den Knaben etwas nachstehen. Die Schute in Bonebela hat durch den im Februar erfolgten Tod des Lehrers Flad sehr gelitten. Die noch vorhandenen Schüler leisten zwar unter dem eingeborenen Lehrgchülfen Konrad Eleme ganz Be­friedigendes, aber ein Schwarzer gilt eben bei den Eingeborenen nicht viel, wenn er auch etwas leistet, und so verliert sich einer um den andern und geht wieder auf den Handel. Die Schülerzahl der aus zwei Klaffen bestehenden Schule ist des­halb auf 15 bis 12 gesunken. Nunmehr ist Lehrer Betz aus Stuttgart auf der Reise nach Kamerun, um an Flads Stelle zu treten.

Nniverfitäts - Nachrichten.

G. Erlangen, 13. August. Die Jmmatriculation an der König!. Universität Erlangen beginnt im Wintersemester 1891/92 am 15. October. Im Interesse der Studirenden werden wir mit nächstens über die Jmmatriculation an den drei Landes-Universitäten Erlangen, München und Würzburg in einem längeren Artikel sprechen.

Literatur unb Runst.

... Gerade zur rechten Zeit für jede sparsame deutsche Hausfrau gibt zur Vervollständigung seiner Gartenbibliothek der bekannte irr« un^ H^delsgärtner I. C. Schmidt in Erfurt ein hoch­willkommenes Werk heraus, das sich nach eigenen durchprobten Ver- suchen als ein practstcher Führer für die »Obstverwerthurrg im Harrfe" bewahrt. Einsieden und Einmachen aller Früchte, die Be­reitung von Liqueuren, Obstwein, Mus, Geläe, das Dörren rc.» Alles wird in dem hübsch ausgestatteten 75 Pfg.-Heft leicht verständlich

kirchliche Anzeigen öet Stadt Gketzen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Samstag den 15. August:

Nachmittags 2Uhr:Beichte. Pfarrer v 1. Naumann-

12. Sonntag nach Trinitatis, 16. August: Vormittags 73/4 Uhr: Pfarrer vr. Naumann.

Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Schlosser.

Feier des heiligen Abendmahls.

Nach beiden Gottesdiensten Collecte für die innere Mrs fron.

Kinderkirche fällt aus.

, , ?ie Pfarrgeschäfte in der Woche vom 16. bis 22. August besorgt Pfarrer Schlosser. '

Gottesdienst in der Synaaoae.

Samstag den 15. August:

Abends^Uhr 7°° U6r' m°r8£n5 800 Uhr. Nachmittags 4°° Uhr.

Gottesdienst der israelitischen Keliaionsaesellschaft.

Freitag Abend 6«s Uhr, Samstag Vormittag 8 ° Uhr, Samstaa Nachmittag 400 Uhr, Samstag Abend 800 Uhr. 9

Den größten Sieg!

bei den Rennen des

VIII. deutschen Bundesfestes in Breslau

errangen die

m Opel-Fahrräder6*.

Opel-Fahrräder sind zu beziehen durch [7301

Wilhelm Hamel, Gießen.

- Hundert Mark Belohnung. Die Fälle von betrügerischem Mißbrauch mit der MarkeZacherlin" hören leider nicht auf, sich zu ereignen! Die Firma I. Zacher! in Wien sieht sich deshalb genothigt, allerorts bekannt zu geben, daß sie zur Abwehr solchen Unfuges eine Belohnung von 100 Mark an Jedermann baar aus­bezahlt, durch dessen Informationen sie in den Stand gesetzt worden ist, die gerichtliche Verurteilung in einem mit ihrer Marke statt­gehabten Mtßbrauchsfalle herbeizuführen.Zacherltn" dieses anerkannt vorzüglichste Mittel gegen alle Jnsecten darf man ja nicht mit byn gewöhnlichen Jnsectenpulver verwechseln, denn Zacherlin" ist eine ganz eigene Spectalität, welche nirgends und niemals anders existirt als in versiegelten Flaschen mit Schutzmarke und dem NamenszugI. Zacherl". Wer alsoZacherlin" verlangt und dann irgend ein Pulver in Papier-Düten oder Schachteln dafür annimmt,--ist damit sicherlich jedesmal betrogen.

r 1 "iDer Minister des Innern, wie jener Witzbold einstmals seinen Magen bezeichnete, verlangt eine durchaus sorgfältigere und wohlbedachtere Pflege, als in der Regel geglaubt wird. Es wird daher Jeder, dem sein Wohlbefinden und seine Gesundheit am Herzen liegen, in gehöriger Weise dafür sorgen müssen, daß die dem Magen zugeführten Speisen diesem keine Beschwerden bereiten. Der Ver- dauungsproceß stellt aber an den Körper die Anforderung einer Kraftletstung, welche kranke und schwächliche in der Reconvalescenz begriffene Personen nicht leicht erfüllen können. Solchen Personen eine leicht verdauliche und gleichzeitig nahrhafte Speise zu liefern, ist eine Aufgabe, welche das sog. Kemmertch'sche Fletsch-Pepton in all­gemein anerkannter Weise gelöst hat, und kann dasselbe daher nicht oft genug empfohlen werden. 145g

Temperatur der Lahn und Luft gemessen am 14. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 141/,, Lust I6V2 Grad Reaumur.

L. Ehr. Rübsamen Wwe.