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D. Sfg- tt. Eine Unzahl von er regnerische Sommer et entsprießen sie dem rertreten: vom giftigen oder Edelpilz und zum i, Schade nur, daß die emem noch so im Dunkeln, .lesen eine durchaus nicht en Unen unternahmen dankenÄrcrttzen versuche, tnme durch Beschreibung ilättern unter die Kreis- sem Zwecke wurden auch !lrten, aus Papiermache ng gestellt. Es ist dies schwämme zu vermittln. ,ie Permntliuntz Garer aber mangelt, der lasse l ein Kerupilz, findet B ' Da sich dasselbe aus Mich bur» ere AchrM oben, !° empfiehlt eSf4 «Wen. B-!M« Lind-wMH-,«' s-belkrankheit °nurM- weiten M»tt-rk°we »«- Ki» als h-stig «>lrke»d°»

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hältnissen der Leute eingeheud erkundigte und als er vom Gerichts­vollzieher die Mittheilung erhalten hatte, daß die Pfändung einzig und allein durch die schon lange herrschende Arbeits­losigkeit herbeigesührt sei, erlegte er sofort die 31.80 Mk. und verschwand, bevor sich die beglückten Leute infolge der großen Aufregung zum Danke ermannen konnten. Die Rück­gabe der Kuh und der Einzug derselben in ihren Stall glich beinahe einem Triumphzug und hat auch mich tief ergriffen.

Mainz, 11. August. Zu einem hiesigen Specereiwaaren- händler kam ein Vater, welcher seinen Sohn demselben als Lehrling anbot.Wissen Sie", sagte der aufrichtige Laden­besitzer,seitdem ich meine Dutten fertig aus der Fabrik beziehe, brauche ich gar keine Lehrlinge mehr."

Eine merkwürdige Erscheinung ist die Zunahme der Blitzgefahr seit Mitte dieses Jahrhunderts. Eine Zusammen­stellung aus den Acten von 60 Feuerversicherungs-Gesellschaften Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz für den Zeitraum von 1854 bis 1877 ergibt, daß sich die Blitzgefahr in diesen Ländern durchschnittlich um das Zweieinhalbfache erhöht hat. Für Deutschland allein stellt sich sogar eine Verdreifachung der Blitzgefahr in den letzten 30 Jahren heraus. Der durch­schnittliche jährliche Gesammtverlust an Volksvermögen durch Blitzschäden ist für Deutschland auf 68 Millionen Mark zu schätzen.

Vermischtes.

* Hildesheim, 12. August. Am 15. Juni d. I. ließ der Hildesheimer Verein für Brieftaubensport seine Tauben in Gießen auffliegen. Von diesen geflügelten Boten ist eine Anzahl in Folge des unbeständigen Wetters in der Heimath nicht eingetroffen und wird vermuthet, daß die­selben theilweise in Gießener Taubenschlägen eine Unterkunft gesucht haben. Der Verein bittet die Besitzer pon solchen zu­geflogenen Tauben, welche sämmtlich die Vereinsstempel in den Flügelsedern tragen, an Herrn Kaufmann Louis Jmmen- dorff in Hildesheim Nachricht zu geben, und werden ent­standene Kosten gern ersetzt.

*G. Leipzig, 11. August. Vier verschiedene Fach­ausstellungen werden zur Zeit der kommenden Michaelis­messe in den neuen Räumen der dauernden Gewerbe-Aus­stellung abgehalten und zwar je eine vier Tage lang in jeder Meßwoche. Diese Sonderausstellungen bestehen darin, daß an den bestimmten Tagen die Hülfsmaschinen der verschiedenen Gewerbe im Betriebe vorgesührt werden und zwar gelangen in der ersten Meßwoche die Lederbearbeitungs- und Schuh­machermaschinen, in der zweiten die Metallbearbeitungs­maschinen, in der dritten die Holzbearbeitungsmaschinen und in der vierten Meßwoche die Papierbearbeitungs- und Buch­bindereimaschinen zur Vorführung. Den Ausstellern wird durch diese Einrichtung sehr genützt, weil sich zur Zeit der Messe besonders viel kauflustige Interessenten in Leipzig aushalten.

* Innsbruck, 11. August. Bei Urgen in der Nähe von Landeck wurde gestern ein Handwerksbursche von seinen drei Reisegefährten erschlagen und die Leiche in den Inn ge­worfen. Die Thäter wurden noch an demselben Tage in Ried von der Gendarmerie verhaftet.

* Ueber die Verbreitung der Tuberkulose durch den Personenverkehr auf den Eisenbahnen hat der Privatdocent der Hygiene, Dr. W. Prausnitz, interessante Versuche an­gestellt. Nach einem Bericht der WienerPresse" handelte

es sich darum, zu ermitteln, ob wirklich die von Schwind­süchtigen auf ihren Reisen nach den südlichen Curorten längere Zeit hindurch benutzten Eisenbahnwagen mit Tuberkel-Bacillen inficirt werden und dadurch eine Gefahr für diejenigen Reisenden mit sich bringen könnten, welche später dieselben Wagenabtheilungen zur Reise benutzen. Es gehen von Berlin aus nach Meran über München sogenannte Durchgangswagen, welche natürlich mit Vorliebe von Phthisikern benutzt werden. Bei der Fahrt verweilen die Reisenden in diesen Wagen auf der Hinreise nach Meran von Berlin bezw. München 22^ bezw. 10 Stunden, auf der Rückreise 10V2 bezw. 23 Stunden. Diese Wagen werden natürlich auch von Reisenden aus anderen Städten benutzt. Als günstigster Zeitpunkt für die Versuche wurde der November gewählt, in welchem wegen des heranrückenden Winters ganz besonders viele Brustkranke den Süden aufsuchen. Sofort nach Ankunft des Zuges in München wurde in dem betreffenden Durchgangswagen der Teppich ausgehoben und mit sterilisirtem Handfeger der aus dem Boden liegende Staub zusammengesegt, ausgehoben und in sterilisirtem Fließpapier ins Laboratorium gebracht. Aus diese Weise wurde nach und nach der Staub aus je zwei Abtheilungen von fünf Wagen gesammelt. Mit dem Staub wurden daun Meerschweinchen geimpft und diese, soweit sie nicht schon vorher gestorben waren, acht bis zehn Wochen nach der Impfung getödtet. Von den 20 so behandelten Thieren waren nur 5 tuberculös, 12 blieben gesund und 3 starben an anderen Krankheiten. In keinem Falle war die Tuberculose weit vorgeschritten. Die Untersuchung hat also ergeben, daß der Staub der Eisenbahnwagen, in denen man am ehesten ein massenhaftes Vorkommen von Tuberkel- Bacillen hätte vermuthen können, zumeist diesen Jnsections- stoff nicht enthielt. Nur in einem der Wagen, welcher übrigens auch am längsten aus dieser Tour gelaufen, enthielt der Staub fast durchgängig Tuberkel-Bacillen. Aber auch in diesem Wagen kann die Menge der Bacillen nicht erheblich gewesen sein, wie aus dem langsamen Verlauf der Tuberculose trotz der großen zur Impfung verwendeten Staubmenge und aus den Impfungen hervorgeht, daß eins der Thiere gesund blieb. Hiernach scheint die gewöhnliche Art der Reinigung der Wagen zu genügen, welche darin besteht, daß dieselben bei ihrer Ankunft in Meran bezw. Berlin jedes Mal aus­gefegt und naß ausgewischt, die Polster geklopft, die Gesimse abgestäubt und die Fenster geputzt werden.

Schiffsnachrichten.

Hamburg, 8. August. (Hamburg-Amerikanische Packetfahrt- Actien-Gesellschaft.j Der Hamburger Doppelschrauben-Schnelldampfer Fürst Bismarck, Capitän Albers, welcher am 1. August von Sout­hampton aögegangen, ist am 8. August, 7 Uhr Morgens, wohl­behalten in Newyork angekommen. Reisedauer von Hamburg bis Newyork 7 Tage 23 St. 10 Min. Oceansahrt von Southampton 6 Tage 21 Stund. 30 Min., von Queenstown aus gerechnet nur 6 Tage 6 Stund. 30 Min.

Hamburg, 8. August. sHamburg-Amerikanische Packetsahrt- Actien-Gesellschaft.) Das Hamburg - Newyorker Post - Dampfschiff Dania", Capitän Kühlewein, ist am 8. August, 6 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen.

Literatur und

»Wiener Mode", bekanntlich das einzige Modeblatt, welches den schneidernden Hausfrauen durch Gratislieferung von Schnitten nach Maß an die Hand geht, gewinnt täglich an Verbreitung und die Zahl der an die Abonnentinnen gratis expedirten Wiener Schnitte wächst von Monat zu Monat. Laut officieller Constatirung

sind von dem Wiener Blatt an bieten Schnitten nach aufgegebenen Maßen versandt worden: im Januar 4021, Februar 4084, März 4519, Avril 6322, Mai 6332, Juni 7780. Somit hat die Wiener Zeitschrift während sechs Monaten in 33 058 Fällen sparsamen Haus­frauen das Mittel geliefert, bei der Herstellung von Kleidern der Schneiderin zu entrathen.

- Die kritische« Tage de» Jahre» 1892. Di- Bedeutung derkritischen Tage" für alle Kreise des Publikums tritt immer mehr zu Tage. Alle Stände und Alter haben gleiches Jntereffe daran, sich auf fchön Wetter einzurichten, der Landwirth wie der Städter und der Arbeiter wie der Vergnügungsreisende. Es dürfte daher weiten Kreifen wichtig sein, die Termine dieser kritischen Tage kennen zu lernen. Das neueste Heft von »Z«r gute« Stunde* (Berlin, Deutsches Verlagshaus Bong & Co.) bringt bereit« die Daten für das kommende Jahr 1892. Wir machen auf diese inter­essante Publikation ganz besonders aufmerksam.

Verkehr, Land« «nd Volkswlrtt^chcrst.

Limlmrg, 12. August. Fruchtmarkt. Rotber Weizen JL 20.45, weißer Weizen »M 20.30, Korn JL 17 30, Gerste »M 11.30, Hafer 7.50, Erbsen, Kartoffeln.

-d. Schotten, 11. August. Gestern und heute fand dahier der weithin bekannte und von Händlern stark befuchte Sommermarkt statt; derselbe war im Verhältniß zu früheren Jahren stark befahren. Der Handel ging trotz gedrückter Preise flott und wurden 7 beladene Extra-Viehzüae von hier abgelassen. Aufgetrieben waren im Ganzen: 3683 Stück Rindvieh, 1229 Schweine, 102 Pferde und 159 Fohlen; gegen voriges Jahr mehr: 224 Stück Rindvieh, 43 Schweine, 31 Pferde und 27 Fohlen.

Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen.

31. Woche. Vom 2. August bis 8. August 1891.

Einwohnerzahl: 20 611 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsztffer: 37,86 a/oobezw. 22,71 nach Ausschl. der Ortsfremden.

Kinder

Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr t

Darmeatarrh 2 2

Lungenschwindsucht Verunglückung Andere bekannte

5 (1)

5 (1) - -

1(1)

1 (1)

Krankheiten ____

7 (4)

6 (4)

1

Summa;: 15 (6) 12 (6) 3

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach^.Gießen gebrachte Kranke kommen.

Pfarrer, Lehrer, Gutsbesitzer, Beamte rc. rauchen feit Jahren HollLnd. Tabak von B. Becker in Seese« a. Harz 10 Pfd. fco. 8 JC. mit stets gleichem Behagen. [1606

Der Prüfstein einer guten Seife 1« Parfüm, oder ihre bestechende Farbe, sondern ledig und allein nur

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BekEntmachnng.

Wir bringen hiermit zur Kenntniß der Quartiergeber, daß die Ver­gütungen für die in der Zeit vom 5. Juni bis 1. Juli und vom 17. bis 27. Juni stattgefundenen Einquartierungen von heute ab an den ge­wöhnlichen Zahltagen bei der Stadtkasse erhoben werden können. Bis zum 1. kommenden Monats nicht abgeholte Beträge werden den betreffenden Quartierträgern gegen eine Vergütung von 10 H zugestellt.

Gießen, den 12. August 1891.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

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