Ausgabe 
13.12.1891 Erstes Blatt
 
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der Ansicht, daß der innere wlrthschaftliche Verkehr tausend Mal wichtiger sei, als der gesammte Export und er habe sich in dieser Meinung auch nicht erschüttern lassen, wmn Herr Bamberger seine Freihandelsreden hielt und den Schutzzoll als ein Product des Kreti­nismus oder schmutzigen Egoismus betrachtete. Redner bestreitet, daß Deutschland bereits Industrie-Staat geworden sei, bei uns walte noch immer der Landwirthschaftsbetrteb vor. Die Handelsunterbllanz an sich ist nicht beweisend; sie wird es erst, wenn mit derselben zu­gleich Nothstande auf verschiedenen Gebieten, Stockungen u. dgl. eintreten. Gegen eine Remonetifirung des Silbers würde ich zu einer weitgehenden Herabsetzung der landwirthschaftlichen Zölle er- bötig sein; ich bestreite aber, daß die Silberwährung nur mit Eng­lands Etnverständntß durchführbar ist; glaube vielmehr, daß es ohne England geht. Die Industrie verkehrt mit Ländern, in denen Gold­währung herrscht, während die Landwirthschaft auf Länder ange­wiesen ist mit schlechter Valuta oder mit Silberwährung, bei denen der Währungsunterschied allein den Zoll aufwiegt. Auf dem be­tretenen Wege werden wir allerdings einer Aufhebung der Getreide­zölle entgegengehen und damit der Verarmung wie in England. (Sobald Rußland eine gute Ernte macht, wird unser Roggenpreis auf 100 Mk. zurückgehen, voraussichtlich noch weiter.) Schon heute werben bei uns große Ackerflächen aufgeforstet, weil sich keine Pächter dazu finden. (Rufe: Wo?) Nun in Oberschlesien überall, nament­lich bei fiscalischem Besitz. Das Interesse an dem Zuckerbaue ist ein großes, aber ich verstehe nicht, wie man es so hoch hat an­schlagen können, daß man die Schweine-Einfuhr gestattete und da­mit die Interessen des kleinen Landmannes schädigte, während man die wohlsituirten Zucker-Fabriken schützt. Dabei ist die gesundheit­liche Beschaffenheit des amerikanischen Fleisches keineswegs immer sicher festgestellt. Zweifelhaft ist nach dem Vertrage, ob die öster­reichische Rübenzucker-Prämie aufgehoben ist ober bestehen bleibt. Solche bunklen Punkte bes Vertrages werben ber Aufklärung in einer Commission bebürfen. Für bie Eisenindustrie hat der Vertrag ab­solut keinen Vortheil, wie mir dies wenigstens von Sachoerstän- bigen aus Oberschlesien versichert worden ist. Deutschland hat gar kein Jntereffe daran, mit Oesterreich und Italien Verträge abzu­schließen, man hätte das lediglich diesen Staaten, die ihrerseits und allein ein Interesse an diesem Vertrage haben, überlassen können. Unklar sind auch die verschiedenen Tarifermäßigungen für Gerste und Hafer. Auf 5 Jahre könnte ich die Verträge bewilligen, auf 12 Jahre nicht, weil nach 4 Jahren der Fehler erkannt und beseitigt werden würde. (Beifall rechts.)

Reichskanzler v. Caprivi: Etwas Besseres anstatt der Ver­träge ist von den Gegnern der Vorlage nicht vorgeschlagen. Daß durch weiteres Warten unsererseits für uns etwas Besseres erreicht wäre, glaube ich nicht; unsere Erfahrungen ergeben das Gegentheil. In Oesterreich haben sich noch im Laufe des letzten Jahres verschie­dene neue Industrien entwickelt, wegen deren wir Concessionen machen mußten, die noch vor einem Jahre nicht nöthig gewesen wären. (Hört, hört!) Die Währungsfrage ist schon seit 20 Jahren in Fluß, aber sie ist zu keinem Abschluß gekommen und hat auch für die nächste Zeit keine Aussicht dazu. Sie dient vielfach als ein nicht immer ganz verständliches Agitationsmittel bet der Agitation unter den Landleuten, ohne daß diese von dem Werth dieses Mittels ge­rade völlig überzeugt sein dürften. Die Schweinezucht bei ihrer Be­deutung für den kleinen Mann unterschätze ich nicht, aber ich fürchte, daß gegenwärtig der kleine Mann infolge anderweiter äußerer Ver­hältnisse nicht im Stande sein werde, sich mit der Schweinezüchtung zu befassen. Die Trichinenuntersuchung ist eine gründliche, die An­stellung der nöthigen Peterinäre in Amerika wird keinen Schwierig­keiten begegnen. Für die Einzelnheiten des Vertrages, die dem Vor­redner Anlaß zu Bedenken gegeben haben, werden die Herren Corn- missare die Entgegnung bei der Specialberathung übernehmen. Es wäre auch nicht richtig gewesen, mit dem Abschlüsse des Vertrages mit Oesterreich noch länger zu warten, denn unsere Ausfuhr nach Oesterreich nehme von Jahr zu Jahr ab. Bezüglich ber Währungs- srage herrscht ja Einoerftändniß, baß sie nur mit Genehmigung Englands gelöst werben kann; einigen wir uns bahin, bie Frage zu vertagen, bis Englands Erklärung vorliegt. Eine Genehmigung ber Verträge auf fünf Jahre würde die Regierung ablehnen. (Beifall.)

Abg. Dr. v. Konierowski (Pole) erklärt das Einverftandnitz seiner politischen Freunde mit den Verträgen und hält die Interessen der heimischen Landwirthschaft für genügend gewahrt.

Abg. Dr. Kropatscheck (cons.): Als Consument könnte man ja mit den möglichst niedrigen Zöllen einverstanden sein; allein man muß auch die Interessen der Producenten und namentlich der Land- wirthschaft berücksichtigen. Die Verträge fordern von der Landwtrth- schaft nur Opfer und bringen Nutzen nur für die Industrie. Mir scheint dem Reichskanzler die Industrie höher zu stehen, als die Landwirthschaft, die erst in den letzten Jahren von den Zöllen Nutzen gehabt hat. Will man die Zölle herabsetzen, so sollte man bet der Industrie anfangen. Schwächt man die Landwirthschaft, so schädigt man auch die ländlichen Arbeiter und treibt sie in die Industrie- Städte. Es ist auch nicht sicher, daß ber Reichskanzler auf dem Wege ber Aushebung ber Zölle weiter gedrängt wird, als er heute wünscht. Die Gründe der auswärtigen Politik, die der Reichekanzler für die Verträge anführt, scheinen nicht stichhaltig; so kurzsichtig in der aus­wärtigen Politik halte ich den Mann, der vor ihm auf diesem Platze stand, nicht, daß er in der bisherigen Zollpolitik eine etwaige Ge­fahr in der auswärtigen Politik nicht hätte erkennen sollen. Redner »ertheidigt sodann die Kreuz-Zeitung gegen die gestrigen Angriffe des Reichskanzlers, der den Vorwurf erhoben habe, die Kreuz-Zeitung sei preußischer als andere Leute und aus dem Aufruf an österrei­chische Abgeordnete dem Blatte einen Vorwurf gemacht hat.

Reichskanzler v. Caprivi hält seine Vorwürfe gegen die Kreuz-Zeitung aufrecht; dieselbe habe noch kürzlich gesagt: der Reichs­kanzler verkröche sich hinter dem König; etwas, was man noch nie einem preußischen Osfizier zu sagen gewagt habe. Den Aufruf in der Kreuz-Zeitung hatte ich vorher, aber ohne die Einleitung in ben Hamburger Nachrichten, gelesen.

Abg. Dr. Simonis (Elsässer) bekämpft bie Ermäßigung ber Weinzölle, bie unseren Weinbau schwer schäbigen unb damit beson­ders die Reichslande treffen würde. Italien sei zu dieser Stunde ganz mit Weinen angefüllt (Heiterkeit), die nur auf die Zollermätzi- gung warten, um bei uns einzudringen.

Bundescommissar Geh. Rath Schraubt: Die Einfuhr der italienischen Weine ist gerade für unseren Weinbau nöthig, da unsere leichten Weine mtt den italienischen Weinen verschnitten werden. Diese Schnittweine wird uns Italien liefern und zwar unter der steueramtlichen Controle ber Reinheit unb einer bestimmten Güte. Diese Einfuhr wirb unseren Weinproducenten zu statten kommen. Frankreich liefert uns keine Schnittweine. Der Traubenzoll mußte gemacht werben, um ben Vertrag nicht scheitern zu laffen, allein diese Vergünstigung für Schnittweine werbe unserer heimischen Wein- probuction zu gute kommen.

Hierauf vertagt sich bas Haus.

Persönlich verwahrt sich ber Abg. Bamberger (bfr.) gegen Angaben bes Abg. v. Kardorff. Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Heute lache ich! (Heiterkeit.)

Nächste Sitzung Samstag 11 Uhr. Fortsetzung ber Be­ratung.

Schluß 6 Uhr.

Neueste Nachrichten.

WolffS telegraphisches Lorrespondeuz-Vurean.

Loudon, 11. December. Auf dem heutigen Dejeuner der Delegirten für die Landresorm-Conserenz hielt Glad­stone eine wichtige Rede, in der er die Notwendigkeit hervorhob, die Lage der ländlichen Bevölkerung zu verbeffern und den Zug derselben nach den Städten zu verhindern. Er sprach sich ferner für die Vermehrung ländlicher Parlaments^

candidaten, ohne denselben Wahlkosten aufzuerlegen, aus und befürwortete eine gerechtere Vertheilung der Communalsteuern und Abänderung des bestehenden Gesetzes, um den Land­arbeitern die Möglichkeit der Vereinigung behuss Erlangung höherer Löhne zu gestatten.

Madrid, 11. December. Dem Vernehmen nach wird der neue Zolltarif vor Ende December veröffentlicht. Die Veröffentlichung wurde um mehrere Monate hinausgeschoben, weil die Regierung hoffte, zu einem Einvernehmen mit Frank­reich zu gelangen, und weil sie beabsichtigte, wenn nöthig, den Tarif zu ermäßigen. Die Zollresorm - Commission ist gestern zusammengetreten, um einige unwesentliche Abände­rungen zu machen.

Belgrad, 11. December. Wegen von Paschic gewünschten Reductionen des Heeresbudgets demissionirten der Kriegsminister und andere seinen Standpunkt unterstützenden Minister. Die Regentschaft lehnte die Annahme der De­missionen vor Zusammentritt der Skuptschina ab.

Washington, 11. December. Senator Stewart brachte im Senat einen Gesetzentwurf ein, welcher die Einwanderung aller chinesischen Arbe.iter, auch derjenigen, die sich schon in den Unionsstaaten aufgehalten haben oder durchreisen wollen, verbietet; ferner einen Gesetzentwurf, welcher freie Prägung von Gold und Silber gestattet.

Depeschen deSBureau Herold".

Berlin, 12. December. Wie dieKreuz-Ztg." meldet, wird dem Reichstag demnächst ein Gesetzentwurf b etr. Spionage zugehen.

Berlin, 12. December. DenPol. Nachr." zufolge wurde eine Revision des Markenschutzgesetzes ein­geleitet.

Berlin, 12. December. DerVoss. Ztg." zufolge ging dem Bundesrath der Handelsvertrag mit der Schweiz zu. Die Beschlußsaffung erfolgt Montag.

Berlin, 11. December. DieRat.-Zeitung" meldet: Nächsten Montag findet eine Sitzung des Dortmunder Kohlenverkauf-Vereins zur Berathung über den Preis und bie, Förderungsverhältnisse statt.

Görlitz, 12. December. Großes Aussehen erregt die Flucht des Procuriften Schulz im Röder'schen Ge­schäft, der Einnahmestelle derOberlausitzerSparkasse, wegen Veruntreuungen und Fälschungen.

Waldenburg, 11.December. Bei dem gestrigen Gruben­unglück, welches durch Entzündung von Kohlenstaub ent­stand, kamen 13 Bergleute ums Leben.

Hamburg, 11. December. Ein mit zehn Arbeitern be­setztes Boot wurde heute Morgen von einem Fahrdampfer umgerannt. Sämmtliche Insassen des Bootes, fielen ins Wasser; sieben Personen konnten gerettet werden, drei ertranken.

Bremerhaveu, 12. December. Die Schiffe sind in Folge des Sturmes an der Ausfahrt verhindert. Drei Dampf­bagger sind auf der Weser gesunken.

Petersburg, 11. December. Das Reichsbankgebäude war gestern infolge einer gewaltigen, in unmittelbarer Nähe ausgebrochenen Feuersbrunst in großer Gefahr, welche indessen glücklich abgewendet wurde. Der durch das Feuer angerichtete Schaden beträgt mehrere hunderttausend Rubel.

Libau, 11. December. Sämmtliche jüdischen An­gestellten der kürzlich verstaatlichten Libau-Romnyer Eisen­bahn wurden aus dem Dienst entlassen.

Localer unb provinzielles.

Gießen, 12. December 1891.

Herr Professor Ruin von der Universität Helsingsors, der Frankreich, die Schweiz und andere Staaten bereiste, um von ihren Schuleinrichtungen Kenntniß zu nehmen, besuchte von Donnerstag bis heute auch das hiesige Gymnasium, dessen Lehrbetrieb, sowie Veranstaltungen zur Ausbildung der Mitglieder des pädagogischen Seminars seine Aufmerksamkeit in hohem Grade fesselten.

Diebstahl. An der Krofdorferstraße (Gemarkung Krofdorf) wurde vor mehreren Tagen einem dort arbeitenden Manne aus Krofdorf der an einem Baume hängende Henkel­korb mit Inhalt entwendet. Die Diebin wurde gestern in der Person einer hiesigen Gemüsehändlerin ermittelt und zur Anzeige gebracht.

Betrug. Ein hiesiger Sattlermeister wurde dadurch beschwindelt, daß ein angeblich in den Kliniken Bediensteter ihm mittheilte, er möchte am anderen Tage in die neuen Kliniken kommen, um dorten Bestellungen entgegenzunehmen. Bei dieser Gelegenheit borgte sich der Fremde, weil es ge­rade regnete, bezw. weil er sich gerade einen Regentag erwählt hatte, einen Regenschirm, um damit auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden. Mit der Bestellung in der Klinik war es natürlich nichts.

Seitens der Großh. Ministerien des Innern und der Justiz sowie der Finanzen ist der Zweiten Kammer der Stände eine Vorlage, betr. die Aufbesserung ber Gehalte derjenigen Wittwen und Waisen von Mitgliedern des Civil- diener-Wittwen-Jnstituts zugegangen, deren Bezüge durch das Gesetz vom 30. Juni 1866, das Civildiener- Wittwen-Jnstitut b^tr., eine Neuregelung nicht erfahren haben. Die beantragte Ausbesserung bezieht sich zunächst nur auf die Dauer der lausenden Finanzperiode.

Rendel, 11. December. Verflossene Woche starb dahier der in weiteren Kreisen bekannte frühere Bürgermeister I. Neuhardt im 94. Jahre.

Heldeuberge«, 11. December. Dekan und geistlicher Rath Brentano hat 3000 Mk. zur Restauration der hie­sigen Kirche verwilligt.

Darmstadt, 11. December. Das am 1. December d. I. mit 600 Mk. verfügbare Stipendium aus der Stiftung des Herrn Commerzienraths Keller und seiner Ehegattin ist durch Beschluß des Lehrerraths der Großh. Technischen

Hochschule den Studirenden Carl Scheuermann aus Darm­stadt und Alfred Nauhaus aus Eisleben zu gleichen Theilen verliehen worden.

vevmisLhtes.

* Bremen, 10. December. Es ist nunmehr zur trau­rigen Gewißheit geworden, daß der Brand der Tonhalle ein Menschenleben vernichtet hat. Heute Vormittag hat die Feuerwehr beim Aufräumen im Concertsaale die verkohlten Ueberrefte des Dienstmädchens gefunden.

W * Kein Käfer. A.:Ihr Stubenmädchen ist wirklich ein netter Käfer." B.:Ach was, Käser! Heute bricht sie eine Tasse, morgen einen Lampencylinder und übermorgen eine Scheibe entzwei; sie ist ein wahrer Zerschmetterung!"

Verkehr, Land« ttnd Volkrwirthschaft.

öitfcttt, 12. December. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,081,15, HÜhneräer 1 St. 79, 2 St. 4, Enteneier 1 St.--4, 2 St. 4,

Käse pr. St. 79 4, Käse matte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 20 4, Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar X 0,600,00, Hühner pr. Stück X 0,851.00, Hahnen pr. St X 0,701,20, Enten pr. Stück X 1,501,70, Ochsenfleisch pr. Pfd 7076 4, .Kuh- und Rindfleisch 6266 4, Schweinefleisch 6070 4, Hammelfleisch 5070 4, Kalb­fleisch 5460 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,50-8,50, Weißkraut pr. St- 4-10 4, Zwiebeln ver Centner X 6,507,50, Milch per Liter 12-18 4, Gänse 48-56 4.

Auszug aus den Stan-esau.Lsregrstevw

der Stadt G*etzeu.

Aufgebote.

December: 7. Friedrich Weber, Schreinermeister dahier, mit Anna Margarethe Heitmann zu Gießen. 7. Daniel Weller, Bahn­arbeiter zu Wieseck, mit Katharine Greif zu Reddehausen. 9. Johan» Konrad Geitz, Sergeant dahier, mit Marie Möbus bterfelbft 9. Johann Philipp Buchtaleck, Landwinh zu Grotzen-Buseck, mit Katharine Margarethe Großhaus zu Kesselbach. 11. Johannes Altensen, Hausbursche dahier, mit Charlotte Münch zu Harbach.

Eheschließungen.

December: 9. Carl Emil Sttasny, Commis dahier, mit Johanna Luise Adolfine Sophie Müller, geb. Böning, Wittwe des Kaufmanns Hermann August Müller Hierselbst.

Geborene.

December: 1. Dem Schreinermeister Hermann Koch eine Tochter, Elisabeth. 4. Dem Hilfsbremser Johannes Stock ein Sohn, Heinrich. 7. Dem Kaufmann Adolf Fischer eine Tochter. 7. Dem Briefträger Adolf Gäbe ein Sohn, Friedrich Martin Heinrich. 8. Dem Loco- motivhelzer Maximilian Johann Sadowski eine Tochter.

Gestorbene.

December: 5. Ludwig Scheid I., 53 Jahre alt, Taglöhner dahier. 6. Hermann August Julius Nauheimer, 12 Jahre alt, Sohn von Weißbindermeister Gottlieb Nauheimer dahier. 9. Charlotte Henriette ©Immer, 6 Jahre alt, Tochter von Weichensteller Carl ©immer dahier.

Auszug aus -en Aivchenbüchern

der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getränte.

Den 9. December. Karl Emil ©tiasny, Commis, und Johanna Luise Adolfine Sophie Müller, geb. Böning, zu Gießen.

Getaufte.

Den 6. December. Dem Kasernenwärter Wilhelm Andreas Schuck ein Sohn, Heinrich Karl Wilhelm, geboren den 11. November.

Denselben. Dem Metallgießer Jodann Georg ©taufe ein Sohn, Heinrich Louis Georg, geboren den 15. November.

Denselben. Dem Kaufmann Louis Benner ein Sohn, Fritz, geboren den 12. October.

Den 8. December. Dem Metzgermeister Heinrich Kiefer ein Sohn, Theodor, geboren den 7. December.

Denselben. Dem Kaufmann Friedrich Habenicht ein Sohn, Friedrich Wilhelm Karl, geboren den 24. Juni.

Den 9. December. Dem Zahlmeister Hermann Piltz eine Tochter, Charlotte, geboren den 9. October.

Beerdigte.

Den 5. December. Ludwig Arnold, Kreisbauaufseher, alt 54 Jahre, starb den 3. December.

Den 6. December. Hieronymus Schneider, Postgehilfe, ©oh« von Gensdarm Georg Schneider, alt 17 Jahre, starb den 4. Decbr.

Den 7. December. Ludwig Scheid, Bahnarbeiter, alt 53 Jahre, starb den 5. December.

Den 8. December. Julius Nauheimer, Sohn von Weißbinder- meister Gottlieb Nauheimer, alt 12 Jahre, starb den 6. December.

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Vertreter in Gießt» : Heinrich Wallach. 8507