Ausgabe 
12.4.1891 Zweites Blatt
 
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Der Bauer stelle Schiff und Geschirr, Wagen und Gespann süchtig in Stand und lasse den lieben Herrgott walten. Hoffen wir, daß wir zu Anfang deS Wonnemonats Mai recht viel Gutes und Schönes zu berichten haben.

Literatur und ICtutft

Alle Freunde gediegener Werke in kostbarer Ausstattung, ganz besonders aber die nach vielen Tausenden zählenden Besitzer der illustrirten Pracht-Ausgaben von Shakespeare, Schiller und Goethe, die von der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart im Laufe der Jahre unter Herbeiztehung erster Künstler herausgegeben worden sind, werden es freudig begrüßen, daß der genannte Verlag in einer gleich kostbaren und elegant ausgestattete« Ausgabe die Werke Wilhelm HauffS vorbereitet. Gerade Hauff ist durch die Anmuth und das fesselnde Interesse seiner Erzählungen ein Liebling aller Kreise des deutschen Publikums, seinLichtenstein", seinePhantasien im Bremer Rathskeller", seinMann im Mond", seine Märchen und Novellen rc. wirken heute noch ganz wie in der Zeit ihres Erscheinens mit voller Frische und erhalten jetzt durch die prächtig ausgeführten Illustra­tionen hervorragender Künstler erhöhten Reiz. Der neue Hauff, auch kunstkritisch sorgfältig behandelt und mit biographischen Erläuter­ungen 2c. versehen, ist berechtigt, in jedem deutschen Hause Eingang zu beanspruchen und sich als werthvoller Besitz von Generation zu Generation fortzuerben. Wir wollen heute nur noch darauf Hin­weisen, daß die Lieferung nur 50 Pfg. kosten wild, und behalten uns näheres Eingehen auf die neue Ausgabe bis zu ihrem Er­scheinen vor. R.

Scbissruactz richten.

Bremen, 9. April. [Perj transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Havel, Capitän Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 31. März von Bremen und am 1. April von Southampton abgegangen war, ist heute 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 9. April. [Per transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer München, Capitän C. Steenken, vom Nord­deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. März von Bremen abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen.

3W Muster franco.

I ZU 4 Mark Stoff für einen vollkommenen großen Herrenanzug in den ver- schiedensten Farben.

I Zu 2 Mark Stoff zu einer Herrenhose für jede Große, in gestreift und car-

| rirt, ivaschächt.

Zu 5 Mark 3 Meter Diagonalstoff für einen Herrenanzug mittlerer Große in Grau, Marengo, Olive und Braun.

Zu 7 Mark 3 Meter Stoff zu einem seinen Anzug in dunkel gestreift oder klein carrirt, modernste Muster, tragbar zu jeder Jahreszeit.

Zu -1 Mark 80 jStoff zu einem vollkommenen Lainenregeiimanrel in heller oder dunkler Farbe, sehr dauerhafte Waare.

Zu 12 Mark 3 Meter kräftigen Burkinstoff für einen soliden praktischen Anzug.

Zu 16 Mark 50 ^fg. Stoff zu einem Festtags-Anzug aus hochfeinem Burkin.

Zu 9 Mark echten wasserdichten Stoff zu einem Anzug oder Paletot in allen Farben.

Zu 24 Mark 31/3 Meter echten, feinen Kammgarnstoff zu einem noblen Pro­menade-Anzu^

| Zu 20 Mark 3 Meter Burkinstoff zu einem Salon-Anzug.|

Wir versenden jedes beliebige Mast franco.

Adresse. Tnchansstellung Augsburg

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-kivre-Tnche von M. 3.50 an.

130 cm. breite Ghaiscn-ikuche von M. 41/2 an.

130140 cm. breite Aeuerwehrluche von Mark 2 an.

180 cm breite

Zrilkardluche von Mark 13 an.

130140 cm. breite Schwarze Tuche von Mark 1.20 an.

5 Meter doppelbreites Pamentuch in alTcn Karöen zu einem Kleide Mark 6.

Aorstgrüne Tuche von Mark 3 an.

130 cm breite.

Seine Kammgarnstoffe von Mark 6Y2 an.

144 cm. breite

Kochseine Hheviot-Knzug- und ^atctotfloffe von Mark 3 bis Mark 14

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Reinwollene schwarze ßachcmire zu Pamenkleidern von Mark 1.50 an.

112 cm. breite

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Wallung Frankfurt a.M.) ist ein Italien. Vermouth-

wein, welcher aus Trauvensaft feinster MoScateller Trauben und Vermouthkraut hergeftellt ist; derselbe befördert den Appetit, ohne zu erhitzen und ist als diätetisches Mittel ganz besonders zu empfehlen- da durch königl. üal. TtaatSeontrole Garantie für absolute Reinheit geboten ist. Ganz besonders wird darauf aufmerksam gemacht, daß dieser italienische Bermouthwein aus sehr gehaltvollem extractreichen und garantirt reinem Wein dargestellt wird, und daher nicht wie be. vielen ähnlichen Fabrikaten, durch Zusätze die geringe Qualität des Weines verdeckt zu werden braucht. Die Ber» kaufsstellen werden durch Annoncen bekannt gegeben. [2616

-- Marke Nr. 30 der Deutsch-

Vermoutn di Torino Italien. Wein-Import, w Ul uiuuiu ux X Ul iuu (Central Ber-

ä r 1.- , V8

Brodpreise

vom 12. bis 26. April 1891.

Bei den Bäckern.

t Kgr. (2 W.) Weißbrob......... 30

2 , (4 ) Weißbrod...... 60

1 (2 ) Schwarzbrod 1. Sorte.........28

2 (4 ) Schwarzbrod 1. Sorte 5tz

1 w (2 ) Schwarzbrod 2. Sorte....... , , 2tT>

2 (4 ) Schwarzbrod 2. Sorte .........52

3 (6 ) Schwarzbrod 2. Sorte

bei K. Haas, I. Lein, L. Keil 78

1

2

1

2

3

1

2

3

Bei den Brodverkäufern. 4

(4

(6

Kgr. (2 Pfd.) , (4 , ) (2 , ) (4 )

Weißbrod..............30

..............60

Schwarzbrod 1. Sorte.........28

,, 1. Sorte.........56

1. Sorte.........

2. Sorte.........26

2. Sorte...... 52

2. Sorte........-

Gießen, den 11. April 1891. Großh. Polizeiamt Gießen,

Fresenius.

Holzversteigerung.

Dien-tag den 14. April werden aus den Districten Brauhofs­berg, Brauhof, Hafenkopf, Schiffen­berg und Tempel versteigert:

2 Eichenstämme von 6066 cm Durchm., 410 rn Länge mit 4,20 fm, 21 Fichtenstämme von 1425 cm Durchm., 716 m Länge mit 5,60 fm, 8 Eschenstämme von 2052 cm Durchm., 58 m Länge mit 4,80 fm, 122 Eschenderbstangen von 713 cm Durchm., 713 m Länge mit 6,09 fm, 896 Fichtenderbstangen von 611 cm Durchm., 913 m Länge mit 43,26 fm. Buchen: 107,4 rm Scheiter, 78 rm Knüppel, 5090 Wellen, 94,6 rm Stöcke. Gschen: 3 rm Scheiter, 3,4 rm Knüppel, 190 Wellen, 4 rm Stöcke, Eichen. 7,4 rm Scheiter, 12 rm Knüppel, 810 Wellen, 8,4 rm Stöcke. Nadel: 23,4 rm Knüppel, 3000 Wellen, 12,3 rm Stöcke- Weich- polz: 9130 Wellen. Das Nadel- Stamm- und Brennholz in Tempel 24, sowie das zerstreut liegende Reisigholz im Rabenpfuhl und Rehhecke wird nicht vorgezeigt, sondern kommt gegen 1 Uhr in Tempel 13a zum Ausgebot; Steig­liebhaber wollen dieses vorher einsehen. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Brauhofsberg b. Bauholznummer 1302.

Nähere Auskunft ertheilt Gr. Forst- wart Schlag zu Baumgarten.

Gießen, den 3. April 1891. Großh. Obersörsterei Schiffenberg. ____________Heyer._______3119

Aufforderung.

Die Rechnungen über Lieferungen und Arbeiten für die Universitäts- Institute aus dem abgelausenen Rechnungsjahre l.April 1890/91 sind, soweit dies noch nicht geschehen, alsbald bei den betreffendenJnstituts- directoren einzureichen.

Gießen, den 4. April 1891. Großherzogl- Univerfitäts- Rentamt. ___________Schmitt. [3177

Montag den 13. April,

Nachmittag- 2 Uhr, werden nackwerzeichnete Möbel und HauS» haltungSfachei, Ludwigstr. 59 III. meistbietend versteigert, nämlich:

1 Sopha, 1 ovaler Tisch, 6 Stühle, 1 Rohrsessel, 3 Tische, 1 Kinderbett­stelle mit Matratze, 1 Büchergestell, 1 Waschtisch, lauter Uüchenschrank mit GlaSaufsatz, 1 Koffer, Reise­tasche, Vorhänge, 1 Nähtischchen, ver­schiedene Haushaltungssachen.

I. A.: [3328

Louis Rothenberger, Gerichtstaxator.

eingetroffen.

A. Kilbinger (8. eentterl 9tad)f.), I

Seltersweg 19. [1422 |

Das Neueste und Eleganteste in Kinder­wagen

Großh. Gymnasium zu Gießen.

Anmeldung neuer Schüler: Montag den 13. April, Vormittags 9 Uhr, im Conferenzzimmer des Gymnasial­gebäudes.

Aufnahmeprüfungen: Montag den 18. April, von 11 Uhr ab:

Nachprüfungen: ,, 8

Beginn des Unterrichts: Dienstag den 14. April, Vorm. 8 Uhr. 3320 Die Direktion.

Höhere unh erweiterfe MHc«sH»>e

fammt Wrschulen ju Gießen.

Montag den 13. April d. I., Vormittags 11 Uhr pünktlich, findet in der Turnhalle der Anstalt die feierliche Einführung des Herrn Director Dn Landmann statt. Die Schülerinnen der höheren und erweiterten Mädchenschule, mit Ausnahme derjenigen der Vorschule, werden hierdurch aufgesordert, sich zur Theilnahme an der Feier an gedachtem Tage Vormittags 10 Uhr in ihren seitherigen Schulzimmern zu versammeln. Aus Einladung der Eltern muß mit Rücksicht auf den beschränkten Raum verzichtet werden.

Dienstag den 14. April d. I., Vormittags 8 Uhr, beginnt das neue Schuljahr.

Die Anmeldung neuer Schülerinnen im Zimmer des Directors im II. Stock erfolgt an diesem Tage:

Vorm. von 911 Uhr für die höhere und erweiterte Mädchenschule, Nachm von 24 Uhr für die beiden Vorschulen.

Für solche Kinder, welche noch keine Schule besucht haben, ist zur Ausnahme erforderlich die Beibringung eines Impfscheines, sowie die genaue Angabe des Geburtstages des Kindes, sowie des Namens und Standes seines Vaters, bei auswärts geborenen Kindern die Vorlegung eines Ge­burtsscheines.

Für Kinder, welche schon eine Schule besucht haben, ist ein Zeugniß über den seitherigen Schulbesuch, sowie wenn sie über 12 Jahre alt sind eine Bescheinigung über die erfolgte zweite Impfung vorzulegen.

Das jährliche Scdulgeld der höheren Mädchenschule beträgt für die Klaffen X, IX und VIII (Vorschule) und VII, VI und V .. 60 «X, für IV und III . . 72, für II und I . . 84 Jl.,

dasjenige der erweiterten Mädchenschule für die Klassen 8, 7 und 6 (Vorschule) . . 32 Mk., für die Klaffen 5, 4, 3, 2 und 1 . . 40 Mk.

Wegen der mit Beginn des Schuljahres erfolgenden Trennung der Vorschulen beider Anstalten ist es weiter erforderlich, daß auch für solche Kinder, welche die Vorschule schon besucht haben, von den Eltern am 14. d. Mts. mündlich oder schriftlich erklärt wird, ob dieselben für die Folge die Vorschule der höheren oder erweiterten Mädchenschule besuchen sollen; dabei soll der beliebige Uebertritt einer Schülerin aus einer Vorschulklasse der einen Schule in die nächste Klaffe der anderen nicht aus­geschloffen sein.

Gießen, den 9. April 1891.

Das Curatorium der höheren und erweiterten Mädchenschule.

3358____________________Gnauth._______________________

Stammholz u Stangenverstergerung

im Butzbacher Stadtwald.

Wegen ungünstiger Witterung konnte die auf den 7. April anberaumte Holz­versteigerung nicht abgehalten werden, dieselbe findet deshalb Dienstag den 14. April, Vormittags 9 Uhr anfangend, statt, und kommen zur Versteigerung:

97 Eichenstämme, 86 Kiefernstamme, 1 Aspenstamm,

4200 Stück Derb- und Reisslängen, 2000 Stück Bohnenstangen.

Butzbach, den 9. April 1891. Großh. Bürgermeisterei.

3375_________________________________________________Joutz.__

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