Landorten seien ausgediente Lazarethgehilfen - viele Geistliche sind bereits als Samariter ausgebildet. Alle diese Kräfte sollen jetzt organisirt werden, um in Unglücksfällen und dann in Krankheitsfällen überhaupt den Mitmenschen auf dem Lande dienstbar zu werden. Dann will man auch an die Ausbildung barmherziger Schwestern aus der Landbevölkerung für diese Herangehen.
— Das übermäßig starke Zuwerfen der Thüren kann wie wir den „N. Hess. Volksbl." entnehmen, als Unfug bestraft werden, wie folgender Fall zeigt: In einem Hause einer bei Darmstadt liegenden Stadt, in welchem sich eine große Zahl kleiner Wohnungen befindet, pflegte ein Miether, namentlich wenn er in etwas fröhlicher Stimmung heimkam, mit den Thüren zu werfen u. s. w. Die Mitbewohner des Hauses beschwerten sich über das Lärmen beim Hauswirth, und als desien Ermahnung nichts fruchtete, wurde der Polizei Anzeige gemacht. In Verbindung mit einer Anklage wegen Sachbeschädigung wurde auch eine Bestrafung verlangt aus Grund des bekannten Unfug-Paragraphen. Gegen das verurtheilende Erkenntniß der Strafkammer legte der Angeklagte Revision ein, welche jedoch vom Reichsgericht zurückgewiesen wurde.
— Wie spart man Kohlen? Zu dieser Frage wird geschrieben: Ein großer Procentsatz von Kohlen geht bekanntlich dadurch verloren, daß die Roste an den Feuerungen ziemlich weit sind und der Kohlengries, sowie zahllose kleine Kohlenstückchen entweder nur halbverbrannt oder ganz unversehrt in den Aschenkasten fallen, wo sie dann mit der Asche selbst meistentheils zum Kehricht geschüttet werden. Wer daher Kohlen sparen will, versäume nicht, den ganzen Abfall, nachdem die Schlacken aus demselben entfernt sind, durch einen Blechseiher zu sieben. Die darin zurückbleibenden Kohlenabsälle, die gleichsam zu Koks verwandelt sind, bilden ein ausgezeichnetes Heizungsmittel, weil sie den Brennstoff noch vollständig besitzen. Damit dieselben etwa nicht wieder unverbrannt durch den Rost fallen können, genügt es, sie etwas anzufeuchten. Selbst die reine Asche, die bei dem Sieben durchsällt, läßt sich nochmals zur Heizung verwenden und bildet im angeseuchteten Zustande ein vorzügliches Brennmaterial, nur darf dieselbe erst dann aufgeschüttet werden, wenn die Feuerung richtig im Stande ist. Die Gluth wird dann sehr intensiv und das Feuer selbst, sowie die Hitze, halten in der Regel länger an, als wenn frische Kohlen hinzukommen. Es wird versichert, daß der Kohlenverbrauch fast nur halb so groß ist, als vorher. Wer sich daher von der Richtigkeit dieser Mittheilung überzeugen will, der lasse sich die Mühe nicht verdrießen und verfahre in gleicher Weise. Die Arbeit, die hierdurch entsteht, lohnt sich doppelt und dreifach.
+ Lich, 9. November. Herr Psarrverwalter Lehr hielt gestern in fast überfülltem Gotteshause seine Abschiedspredigt. Die hiesige Gemeinde verliert diesen allgemein beliebten Geistlichen höchst ungern, weil derselbe mit größtem Ernste seinen Beruf ersaßt und mit seltener Gewissenhaftigkeit und Treue seinen seelsorgerischen Pflichten nachgekommen ist. Ganz besonders werden ihm die Armen und Kranken, sowie auch seine Confirmanden für immer ein treues Andenken bewahren. Möge es Herrn Pfarrverwalter Lehr in seinem neuen Wirkungskreise, in Groß-Umstadt, recht wohl ergehen!
§ Rodheim bei Hungen, 8. November. Hier hat sich gestern der hiesige Schreinermeister N. in seiner Behausung erhängt. Was den im hohen Alter stehenden Mann zu dieser That bewogen hat, ist weiter nicht bekannt.
Friedberg, 7. November. Bei der gestern Abend in der „Windeck" startgefundenen Versammlung sprachen sich die Meister der verschiedensten Gewerbe übereinstimmend dahin aus, daß die neue Einführung des Schulvorstandes, den Unterricht in der Fortbildungsschule von 5—7 Uhr Nachmitlags statlfinden zu lassen, auf die gewerbliche Ausbildung der Lehrlinge sowohl, als auch auf die Interessen der Meister einen überaus störenden und schädigenden Einfluß ausübe. Man beschloß in einer Eingabe an den Schulvorstand die schädliche Wirkung dieser Maßregel zu begründen, und verspricht sich den Erfolg, daß derselbe seinen Beschluß wieder aufhebe und den Unterricht in der früheren Weise stattfinden lasse.
A Mainz, 9. November. Im Verfolg einer Verfügung der preußischen Regierung haben jetzt sämmtliche auf hessischem Gebiete wohnende Beamten der „Nassauischen Staatsbahn" die Aufforderung erhalten, vor den hessischen Verwaltungsbehörden — dem Kreisamte Mainz — den Diensteid abzulegen bezw. den in Preußen geleisteten Eid in Hessen zu wiederholen. Wie früher schon mitgetheilt, fällt für die betreffenden Beamten durch diese Eidesleistung die seither in Folge Zusammentreffens verschiedener Umstände genossene Be« freiung von der Staatssteuer hinweg und werden von dem 1. April kommenden Jahres die in Hessen wohnenden Angestellten der „Nassauischen Staatsbahn" in Hessen zu der Staatssteuer herangezogen. Außer den zahlreichen in Kastel wohnenden Beamten werden die Bahnwärter bis zu der hessischen Landesgrenze aus den Strecken Kastel—Wiesbaden und Kastel—Frankfurt davon betroffen.
Mainz, 9. November. In der Nähe von Rüdesheim wurde gestern auf einem Flosse eine weibliche Leiche gelandet. Als der junge Mann, welcher die Leiche ländete, dieselbe genau besah, erkannte er zu seinem größten Schrecken, daß er — seine eigene Mutter, die vor einigen Tagen er> trunken war, gelandet hatte.
Mainz, 7. November. Die Abschiedsseier für den Provinzialdirector Küchler in der Stadthalle nahm einen glänzenden Verlauf. Ueber 800 Personen aus Stadt und Land waren anwesend. Die Abschiedsrede und Ueberreichung des Ehrenbürgerbriess durch Oberbürgermeister Oechsncr wurde mit großem Beifall ausgenommen, ebenso die Be- grüßnngsreoe vom Beigeordneten Gaßner für den zukünftigen Provinziu . Director, Ministerialrath Rothe.
Rieder-Olm, 7. November. Ein schreckenerregender Un- glückösall ereignete sich gestern im benachbarten Hahn heim.
Metzgermeister T. schlachtete bei einem Landwirth ein Schwein. Als man das Schwein von dem sogenannten Schrämen oder Schracker aufhängen wollte, bestieg T. letzteres, um besser eingreifen zu können. Leider kam hierbei das Geräth in Bewegung, wodurch T. herunter und so unglücklich au die Wand fiel, daß ihm der spitze Fleischhaken derart durch die Nase drang, daß der Unglückliche schwebend an der Wand hängen blieb, bis man ihn mit vieler Mühe aus seiner schrecklichen Lage befreite. Die Verwundungen sollen recht bedenklich sein.
Vom Main, 8. November. Der Preis der geringsorli- gen Kartoffeln ist nunmehr schon bis auf 7 Mark pro Doppelcentner gestiegen. Die Händler vermögen jedoch nicht aus die hohen Preisforderungen der Landwirthe weiter einzugehen, weil sie die Kartoffeln in ihren bisherigen Absatzgebieten Rheinpreußen und Westfalen bei solchen Preisverhältnissen nicht mehr mit Nutzen absetzen können. Die Kartoffelausfuhr aus dem Mainthale mußte unter diesen Umständen einstweilen fast gänzlich eingestellt werden, zumal auch die schon empfindliche Kälte dieselbe ungünstig beeinflußt.
‘ (D. Ztg.)
vermischtes
* Frankfurt a. M., 9. November. Der heutige Polizeibericht meldet: Sonntag früh wurde auf dem 4. Polizei- Revier die Anzeige gemacht, daß ein hiesiger Kellner am Samstag Nachmittag aus seiner Wohnung, Neue Rothhos- straße Nr. 14, mit Frau ausgezogen und ein 9 Monate altes Kind in derselben hilflos zurückgelassen habe. Man fand, nachdem die Zimmerthür ausgebrvchen war, das Kind auf der Erde in einer Tischschublade liegend, in Lumpen eingewickelt, fröstelnd und abgemagert vor. Eine Familie im ersten Stock des Hauses nahm das Kind zunächst an sich; es trank begierig 200 Gramm Milch. Ein herbeigerufener Arzt ordnete bann die Verbringung des Kindes nach dem Kinderhospital in der Theobaldstraße an.
* Frankfurt a. M., 9. November. Der Consum der Zöglinge unseres Zoologischen Gartens an Körnerfrüchten und Sämereien ist ein recht bedeutender, wie aus dem Subscriptions-Ausschreibeu, betreffend die Fu tterlies er- ung für das Jahr 1892, hervorgeht. Der ungefähre Bedarf beträgt danach pro Jahr: 15 000 kg Hafer, 20 000 Futtergerste, 7000 Buchweizen, 12 000 Welsch Korn, 800 Weizen, 200 weiße Hirse, 500 Hanfsamen und 500 kg. Ka- nariensamen.
* Marburg, 9. November. Eine interessante Neuheit aus dem Gebiete der Orthopädie wurde heute Morgen in der hiesigen chirurgischen Klinik vorgezeigt. Es ist dies ein in der hiesigen Fabrik für chirurgische Instrumente von W. Holzhauer (Inhaber: I. Holzhauer), aus Aluminium nngefertigtes künstliches Bein. In ärztlichen und fachmännischen Kreisen sprach man sich sehr befriedigend über dieses Aluminium-Bein aus, welches, inclusive Lederüberzug und Polster nicht mehr als 3 Pfund wiegt.
* Berlin, 7. November. Der Zusammenbruch der Firma Hirschfeld & Wolfs hat im hiesigen Publikum um so größere Erregtheit hervorgerufen, als bei dem Krach gerade sehr viele kleine Privatcapitalien zu Grunde gegangen sind. Auch bekannte Persönlichkeiten sind bei dem Fallissement in Mitleidenschaft gezogen worden, wie denn auch Personen bei Hose, der Cultusminister v. Zedlitzsch-Trützschler zu den Verlustträgern gehören. Vor und in dssm Bankhause in der Friedrichsstraße haben sich gestern und heute sehr erregte ©eenen abgespielt. Zahlreiche Kunden des Bankhauses, denen die Kunde von dem Zusammenbruche des alten, als äußerst solid geltenden Geschäfts wie ein Blitz aus heiterem Himmel gekommen war, hatten sich gestern Vormittag vor dem Hause angesammelt und benahmen sich gegen die völlig unschuldigen Angestellten nicht gerade höflich und geduldig. Eine Frau, die Mündelgelder hinterlegt hatte, brach ohnmächtig, zusammen und mußte unter Beistand fortgeführt werden. Die gerichtliche Versiegelung des Gefchäftslocals ist gestern Nachmittag erfolgt, die von dem Geschäftsinhaber selbst beantragte Concurseröffnung steht unmittelbar bevor. Commerzienrath Anton Wolff, der die ihm anverirauten Depots feit Jahren in gewissenlosester Weise zu eigenem Vortheil verbraucht und dahei selbst die Einlagen seiner nächsten Anverwandten nicht geschont hat, hatte in der Roon- straße 3, am Königsplatz, eine prachtvolle Wohnung inne, und diese sowie ein geradezu unerhörter Aufwand, den er und seine Familie führten — die Angaben schwanken zwischen 180,000 und 400,000 Mark jährlich — verschlangen außer seinen Speculationen die Riesensummen, deren Deckung er eigenmächtig aus den Mitteln Anderer vornahm. Ueber den jetzt sechzigjährigen, in Unehren grau gewordenen Mann cursirten gestern verschiedene unzutreffende Gerüchte, und wenn man von dem Selbstmorde der Beiden — die aber nicht Hand an sich gelegt haben — sprach, so geschah es vielleicht mit der Absicht, ihnen einen guten Rath zu ertheilen, wenn sie mit einigem Anstande aus der unsauberen Affaire loskommeu könnten. Der Commerzienrath sollte auch bettlägerig krank und seine Verhaftung darum hinausgefchoben worden fein. Thatsache ist, daß er wegen betrügerischen Bankerotts in Haft genommen und auch bereits in das Untersuchungsgefängniß überführt wordcn ist. Wir sehen wiederum einem interessanten Prozesse entgegen. Es gibt hier viele Leute, welche auch die Affaire Wolff auf die unter dem System Bismarck herrschende Korruption zurücksühren wollen. Ob sie Recht oder Unrecht haben, nftge dahingestellt bleiben, in den hiesigen Bankierskreisen aber hat der Zusammenbruch der bis hierhin so hochangesehcuen Firma große Bestürzung hervorgerufen, da man befürchtet, daß die im Publikum auSgebrochene Panik die Veranlassung zur Zurückziehung zahlreicher Depots aus Privatbanken werden könne. Da könnte dann noch so mancher unvorhergesehene Krach folgen. Nicht nur Gutzkows Mauasse Vanderstaaten hat erfahren, wie hart es ist, „wönn man den Kaufmann in die
Enge treibt". Heber weitere scandalöse Einzelheiten der vorstehend behandelten Affaire weiß das „B. Tgbl." noch zu berichten: Der Concurs steht in seinen Ursachen in der That vereinzelt da in der Geschichte der finanziellen Zusammenbrüche. Schon beim Ableben des früheren Inhabers der Firma, des Vaters des jetzt fallit gewordenen Commerzien- ralhs Wolff, soll das hinterlassene Vermögen kein erheblicheres gewesen sein. Man suchte aber durch Auszahlung größerer Erbschaftsposten, wie an der Börse erzählt wurde, den Anschein zu wahren, als ob ein sehr großes Vermögen aus die neuen Inhaber der Firma übergegangen sei. Einen Haupt- anstoß zur geschäftlichen Decadenz gab sodann die Betheiligung der Firma an einer Strusberg'schen Gründung: die „Deutsche Stahl- und Industrie-Gesellschaft zu Dortmund", welche niemals zu irgend einer lucratitien Entwickelung gelangt ist. AuS dieser Zeit stammt denn auch die engere Verbindung mit einer hiesigen Firma I. L., mit welcher scharfe Wechselreiterei getrieben wurde. Es sollen norfj' auf die Firma I. L. Accepte in Höhe von 3^4 Millionen Mark lausen. Ein Theil der fremden Depots soll auch durch Vermittelung dieser Firma bei anderen Bankiers lombardirt worden sein, ohne daß freilich das Unrechtmäßige dieser Transactionen der vermittelnden Firma zur Kenntnis; kommen konnte. Die Höhe der fehlenden Depotgelder wird auf 5 Millionen geschätzt. Bekanntlich ist die Börse nicht oder doch nur ganz unerheblich vertreten. Die Opfer, welche das Fallissement in den Reihen des Privatpublikums fordert, erstrecken sich bis in die höchsten Kreise hinein. Die Militär- und Beamtenwelt erleidet zum Theil sehr große Verluste, von denen auch bekannte Bürger unserer Stadls betroffen werden. Es wird gemeldet, daß der Inhaber eines feinen Restaurants Unter den Linden, wo Wolff und seine Familie regelmäßig verkehrten und niemals fortgingen, ohne eine Zeche von 200 bis 300 Mk. gemacht zu haben, einen Verlust von etwa 240,000 Mk. erleidet/ ein anderer Restaurateur, gleichfalls Unter den Linden, verliert 100,000 Mark.
* Bonn, 7. November. Zu dem geplanten Eisen- bahnban Cassel-Köln hat die Stadt Bonn Stellung genommen und die Strecke durch den Stadtbaumeister bereisen lassen. Ein von demselben entworfenes Project befürwortet die Linie über Bonn, um sie dann mit der geplanten Strecke Bonn-Wesseling-Köln zu verschmelzen. Während die bisherige Strecke Köln-Gießcn-Kafsel 308 Kilometer betrug, weist das neue Project, das 45 Kilometer neue und 220 Kilometer vorhandene Bahnen benutzen will, nur 265 Kilometer Länge auf. Es wird betont, daß die Leitung über Bonn dem Kölner Bahnhofe die nöthige Entlastung gewähre.
* Köln, 7. November. Die „Köln. Volksztg." berichtet bezüglich des standrechtlich erschossenen Marinesoldaten, daß derselbe zwei Jahre bei der ersten Matrosendivision diente und auf der Rückfahrt von Dokohama nach Kiel bei einer Meuterei einen Deckoffizier erstochen hatte. Der Erschossene war in Kalk geboren.
verkehr, Land- unö volkswirthschaft.
Sietzen, 10. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Lochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,10—1,20, Hühneräer 1 St. 7—8, 2 Et.--4, Enteneier 1 St--4, 2 St. — 4,
Käse pr. (§t. 5—10 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 25 4, Linsen pr. Liter 29 4, Tauben pr. Paar JL 0,40—0,60, Hühner pr. Stück M 0,90—1 00, Hahnen pr. St X 0,50—0,75, Enten pr. Stück X 1,70—2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—76 4, Kuh- und Rindfleisch 62—66 4, Schweinefleisch 60—70 4, Hammelfleisch 56—74 4, Kalbfleisch 60—64 4, Kartoffeln pr. 100 .Kilo X 7,00-8,50. Weißkraut vr. St- 4-10 H, Hwiebelr ver Eentner X 4,50—5,50, Milch per Liter 12-18 S, Ganse 48-56 4-
Frankfurt a. M., 9. November. Der samstägige Sch w e tne- markt im städtischen Viehhofe war befahren mit 132 fetten Thieren und 174 Ferkeln: am Freitag waren 320 fette Schweine am Markt gestanden. Fette Maare wurde zu den feitherigm Preisen verhandelt. Ferkel stellten sich 50 bis 60 4 das Pfund; eine Parthie wurde von Landwirthen zur Aufzucht gekauft. Fette und junge Thiere wurden ausverkauft.
— In Oberbessen und Umgebung finden im Monat November il A. folgende Märkte statt:
Den 16. in Herborn Krämer , Vieh- und Flachsmarkt.
, Den 17. und 18. in Gießen Vieh- und Krämermarkt.
Den 18. in Alsfeld, Friedberg Vieh- ustd Krämermarkt, Ulrichstein Sckafmarkt.
Den 19. in Marburg Krämer- und Schweinemarkt.
Den 24. in Darmstadt Vtehmarkt.
Den 25. und 26. in Butzbach Vieh- und Krämermarkt.
Den 26. in Biedenkopf Vieh- und Krämermarkt.
Den 30. in Herborn Vieh- und Krämermarkt.
LingesMiöt.
Sieben, 9. November.
Glücklich und dem Wunsche der gefammten Bürgerschaft von Gießen wohl entsprechend ist der Beschluß der letzten Stadtoerord- neten-Versommlunfl zu nennen, wonach der Antrag betr. Errichtung einer Brücke in der Goethestraße zur nochmaligen Berathung an die Baudrvulatton zuruckverwlesen wurde. Es ist auch in der That nickt eifindltch. aus weichen stichhaltigen Gründen die Errichtung des vorgefchlagerien Fußpfades g> rechtfertigt werden soll. Erinnert man sich vielleicht nicht mehr der Ausführungen bei der Durchführung bezw. E> Öffnung der Goethestraße von dem Meister'schen Hause bis zur Südanlage? War es nicht damals gerade der Umstand, den öffentlichen Verkehr von der Mitte der Stadt mit den äußeren Theilen derselben zu erleichtern, der die Stadtverordnetenversammlung bewog, diese Straße zu eröffnen? Wie aber soll dies geschehen? Vielleicht durch einen Fußpfad?
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