kaffe Friedberg" gebildet, welcher bezweckt, den Hinterbliebenen > seiner Mitglieder alsbald nach dem Ableben der letzteren durch Auszahlung einer Geldsumme helfend zur Seite zu stehen. Nach dem Grundsatz „Viel Wenig geben ein Viel" ist der Beitrag so niedrig als nur möglich bemessen, so daß es selbst älteren Personen noch ermöglicht ist, ohne besondere Opfer der Kasse als Mitglied anzugehören, wie es überhaupt jedem Minderbemittelten sehr erleichtert ist, seinen Hinterbliebenen einen Betrag, welcher zur Bestreitung der nach einem Todesfall unvermeidlichen Kosten hinlänglich ausreicht, zu sichern.
Vermischte«.
* Darmstadt, 6. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 2. Juni den Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Oppenheim Or. Ludwig Lehr zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Darmstadt zu ernennen.
*H. Breslau, 7. Juni. Heute Vormittag brach in dem Stalle der ersten Schwadron des hier garnisonirenden Kürassierregiments, während sich die Mannschaften in der Kirche befanden, Feuer aus. Die Pferde wurden theils losgekoppelt, theils rissen sie sich selbst los und stürmten, 270 an der Zahl, in die Stadt. Anfangs in Reih und Glied dahinsausend, als trügen sie die Reiter auf ihren Rücken, zerstreuten sie sich bald in die Straßen. Sechzehn von ihnen stürzten, brachen die Beine und mußten auf dem Platze ge- tödtet werden, die übrigen wurden allmählich eingefangen. Es ist ein Wunder, daß bei dem starken Verkehr, der auf den Straßen herrschte, kein Menschenleben zu beklagen ist, während die Zahl der Unfälle ziemlich groß sein soll. Die rasenden Thiere rannten Laternen um und zertrümmerten mit
den Schlägen ihrer Hufen kleinere Wagen. Ein Pferd rannte I in eine enrgegenkommende Droschke, zerbrach öie Deichsel und zerriß das Geschirr,- ein anderes hob sich auf die Hinterbeine und durchschlug mit den Vorderhufen das Dach einer vor ihm herfahrenden besetzten Droschke, ohne daß jedoch die Insassen Schaden genommen hätten. Die Untersuchung, wen die Schuld am Durchgehen der Pferde trifft, da das Feuer durchaus nicht so bedeutend war, um eine so große Verwirrung zu entschuldigen, ist im Gange.
Universität» • Nachrichten.
— Wie verlautet, hat sich die Besuchsziffer der Universität Basel nach Angabe des eben erschienenen amtlichen Personalverzeichnisses wieder auf der Höhe der letzten Semester gehalten; eS sind in diesem Sommer 390 Studenten immatriculirt gegen 388 im letzten Winter und 376 im vorigen Sommer. Der Schweiz selbst gehörm 315 Studenten an; unter den 75 Ausländern sind 57 Angehörige des deutschen Reiches (15 Theologen, 13 Medictner und 29 Philosophen), 5 Oesterreicher, 3 Franzosen, 4 Rusim und selbstverständlich auch ein Japaner.
verkehr, Land- unb Volkrrvirthschaft.
Gieße«, 9. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0,95, Hühnereier 1 St. 5-6, 2 St. — H, Enteneier 1 St. 6-7 H, 2 St. — A, Käse pr. St. 7—9 A, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 16 A. Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar X 0,80—1,00, Hühner pr. Stück X 1,50-1.80, Hahnen pr. St. X 1,50-2,30, Enten pr. Stück X 2,00-2,30, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 A, Kuh- und Rindfleisch 60-64 A, Schweinefleisch 56-64 A, Hammelfleisch 50-76 Kalbfleisch 48-56 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,00-7,00, Weißkraut vr. St. 3—7 A, Zwiebeln per Centner X 7,50—0,00, Milch per Liter 12-18 A, Kirschen per Pfd. 50 A-
AlSfew, 6. Juni. Auf dem heutigen Fruchtmarkt wurden verkauft: 100 Kilo Weizen zu 23.50 X, Korn 21.50 X, Hafer 15.62 X
Lingedandt.
— «ießerr, 8. Juni.
Wie aus dem Referat über die Stadtverordneten-Versammlung vom 4. Juni ersichtlich, ist man über die künftige Benennung der so oft die Versammlung beschäftigt habenden sogen. Wodestratze nicht schlüssig. Einsender dieses glaubt daher, ohne den Herren Stadt- verordneten, denen das Ausfindigmachen eines passenden Namens anS Herz gelegt wurde, vorgreifen zu wollen, mit einigen Vorschlägen nicht hinter dem Berge halten zu sollen. Nachdem unsere Schoor zum größten Theile den neuen Anlagen hat weichen müffen und nur noch in dm altm Bäumm der Ostanlage Ueberbleibsel aufweift, würde sich vielleicht, nm der früheren Schoor das Andmken zu sichern, die Straße „Schoorstraße" oder „Schoorweg" benennen lassen. — „Eckstraße" ließe sich vielleicht in Rücksicht auf den der Straße eigmthümlichen rechten Winkel auch Horm. — „Ost st raße" bleibt wohl am bcstm einer mit der Ostanlage später gleich laufmdm Straße betbehalten. — Ihre Abzweigung von dm Neum Bäum würde die Straße vielleicht auch des Namens „Neubaustratze" würdig erscheinen laffm. — Schliehlich würde der Umstand, datz die Straße an der Süddeutschen Bank beginnt und nach der Gewerbebank führt (womit allerdings nicht gesagt sein soll, daß sie nur von solchen begangen wird, denen es an Kleingeld mangelt) am bestm in den Namen „Bankstraße" oder „Kass en weg" zum Ausdruck kommm.
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Temperatur der Lahn und Luft
gemessen am 9. Juni, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13% Luft 14 Grad Reaumur.
L. Ehr. Rübsamen Wwe.
Bekanntmachung.
Der Dünger aus der großen Grube im Schlachthause soll Samstag den 13. d. M., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 6. Juni 1891.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
5324 Gnauth._________
Bekanntmachung.
Die Grasernte von den Blösen und Schneisen des Gießener Stadtwaldes soll Samstag den 18« diefes Monats, Vormittag-11 Uhr im Saale des alten Rathhauses verweigert werden.
Gießen, den 8. Juni 1891.
Großh- Bürgermeisterei Gießen. _________Gnauth.______5368
Heuqras- Versteigerung bei der Stadl Gießen
Montag den 15. und Diens» tag den 16. Juni d I. jedes- mal von Vormittags 9 Uhr, soll das Heugras von den städtischen Wiesen versteigert werden und zwar:
Montag den 15. Juni: von den Wiesen vor der Neustadt, am Neuenwegerthor, am Fürstenbrunnen, Wieseckthal und im Heegstrauch-
Dienstag den 16. Juni: von den Ochsenwiesen, den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch; Nachmittags 2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; Nachmittags 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten-Buseck. Die Zusammenkunft ist Montag den 15. Juni am Neuftädterthor und Dienstag den 16. Juni in den Ochsen- wiefen.
Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 8. Juni 1891.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. ________ Gnauth.______5350 Gras-u. Holzversteigerung.
Mittwoch den 1*7. Juni I. Js. soll von Vorm. 9 Uhr an
die diesjährige Grasnutzung auf den Grüfl. Solms-Laubach schen Wiesen hei Arnsburg und Colnhauseu (ca. 130 Mg.) und auf den Schneisen,
von Rachm. 1 Uhr an im Distrtct Nußgarten r
1,6 rm Birken-Prügelholz,
1,9 „ Eichen-Schälprügelholz,
11 Eichen-Schälreiserprügelh., 110 „ Eichen-Reiserholz
öffentlich versteigert werden.
Zusammenkunft auf dm Gottesacker- thalwiesen bei Arnsburg. [5227
Arnsburg, den 6. Juni 1891.
Grast. Revierverwaltung.
Bekanntmachung.
Vom 17. bezw. 18. bis 27. laufenden Monats werden 159 Unteroffiziere und Gemeine des Landwehrstandes zu einer Uebung eingezogen, welche in hiesiger Stadt ohne Verpflegung einquartiert werden sollen.
Diejenigen Einwohner unserer Stadt, welche gesonnen sind, Einquartierung gegen die pro Mann und Tag festgesetzte Vergütung von 40 H zu übernehmen, werden hiermit aufgesordert, ihre hierauf bezüglichen Anmeldungen bis spätestens Mittwoch den 16. dr M. auf unserem Bureau zu machen.
Gießen, den 5. Juni 1891.
Großherzogliche Bür .meisteret Gießen.
Gnauth.5318
Holzversteigerung
in -em Feldheimer Walde.
Montag de« 15. Juni l. Js. sollen in dem Distr. Hinterwald öffentlich versteigert werden:
50 rm Eichenschälprügelholz,
20 „ Eichenschälreiserprügelholz (Baumstützen),
265 „ Eichenreiserholz, 60 „ Nadelholz-Reiserholz.
Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr bei Nr. 261. [5361
Arnsburg, den 8. Juni 1891. ______Gräfliche Revierverwaltung.
Verdingung.
Zur Regelung des Mains bei Kostheim soll die Lieferung von 15,20 cbm Treppentritten und Wangen aus Basaltlava im Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Die Bedingungen liegen in unseren Diensträumen zur Einsicht aus und können gegen Einsendung von 60 Pfennigen von uns bezogen werden.
Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis längstens Mittwoch den 17. Juni, Vormittags 10 Uhr, an uns einzureichen.
Mainz, den 6. Juni 1891.
Großh. Wasserbauamt Mainz.
Im roth-______5360
Mittwoch den 10. Juni, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Adler" dahier gegen Baarzahlung:
Sophas, Commoden, Glas- und Kleiderschränke, vollst Betten, 1 Regulator, Spiegel, Bilder, 1 Nähmaschine, 1 Secretär, 1 Waschtisch, 1 Pianino (noch neu), 4 Wtrthstische, 15 Wiener Stühle, 1 kupf. Kessel, 1 Kuh, 6 Stallhasen, 1 Ziegenlamm, 1 Quant- Mist u. a.
Und nach dieser Versteigerung ein gr. Quantum Backsteine.
«eitzler, 5345 Gr- Gerichtsvollzieher.
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Von heute Nachmittag 4 Uhr ab: Ochfenfleisch, nicht ladenrein, per Pfund 50 Pf.
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Damit die zum weiteren Ausbau der Stadtfernsprecheinrichtung in Gießen erforderlichen Vorberettungsarbeiten rechtzeitig in Angriff genommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen bezw. Geschäftsräume rc. im Laufe dieses Jahres mit der genannten Stadtfern- sprecheinrichtvng verbinden wollen, ersucht, ihre Anmeldungen recht bald, spätestens bis zum 1. Juli d. Js. an das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden. Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse für den zweiten Bauabschnitt des laufenden Jahres in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüsse können erst im nächstjährigen ersten Bauabschnitt zur Ausführung gelangen.
Darmstadt, 4. Juni 1891.
Der Kaiserliche Ober-Postdirector: Clavel.
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