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Wir lasse» unS keine 40 Millionen schenke«! Der Präsident ruft wegen Unterbrechung deS Redners den Abg. Singer zur Ordnung.

Abg. Menzer (conf.): Die Vorlage wird dazu dienen, den Branntwein für diejenigen ländlichen Arbeiter zu verbilligen, die ihn nöthig gebrauchen. ES wird den Socialdemokraten nicht gelingen, die Kleinbauern aufzuhetzen gegen die Großgrundbesitzer. An dem System der bestehenden Steuern und Zölle wird durch die Vorlage »ichts geändert. Wir halten fest an der bisherigen Höhe des Wetn- zolleS und des Tadakzolles. (Der Präsident bittet den Redner nicht von der Sache abzufchwetfen.) Ich glaubte, die Ctgarrette gehöre zum Cognac. (Der Präsident bezeichnet diese Aeußerung als ungehörig.)

Abg. Dr. Höf f el (Reichßp.) spricht für Erleichterung der kleinen Brennereien, namentlich vom Standpunkte der Verhältnisse in den Reichslanden und bittet, den Haustrunk freizulaffen. Das vorliegende Gesetz bringe eine Erleichterung, doch müsse noch weiter gegangen werden. Der ländliche Arbeiter könne den Branntwein nicht ent­behren. In den Reichslanden seien zahlreiche kleine Brennereien vorhanden, die für den Branntwein-Export ohne Bedeutung.

Abg. Broemel (bfr.): Es ist der Cardinalfehler der gegen­wärtigen Wirthschaftspolttik, daß ihre Vertreter der Allgemeinheit zu dienen glauben, während sie nur die Interessen kleiner Kreise von Interessenten vertreten. Man hätte uns doch eine Liste der Brennereien vorlegen sollen, mit dem Nachweise über die 41 Mtlltonen-Ltebes- ßabe; es würde sich dann zeigen, daß die kleinen Brennereien sehr wenig davon haben. Während man früher die Branntweinsteuer damit begründete, daß dem Branntweingenusse entgegengewirkt werden solle, will man nun dem Branntweingenusse Vorschub leisten. Besser wäre es, die Nahrungsmittel zu verbilligen. (Sehr richtig!) Dem Volke wird freies Brod und freies Fletsch wichtiger erscheinen, als freier Branntwein. Erfreulich sei die Zollermäßigung auf Rum und Cognac, da diese Getränk« in wetten Kreisen der Bevölkerung un­entbehrlich sind und wohlthatig wirken.

Die Debatte wird geschlossen.

Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen wird die Vorlage an eine Commission von 21 Mitgliedern zur Vorderathung über­wiesen.

Nächste Sitzung Montag 1 Uhr. Wahlprüfungen.

Schluß 51/* Uhr.

Neueste Nachrichten.

WolffS telegraphisches Correspondenz-Burcau.

Paris, 8. Februar. Wie dasEcho de Paris" meldet, Härte General Saussier das Kriegsministerium im Hinblick aus das rauchlose Pulver ersucht, in Betreff der Cam­pagne-Uniform der Infanterie-Offiziere endgiltige Verfügung zu treffen. Wie verlaute, würden die Infanterie-Offiziere graublaue Capotmäntel erhalten und diese bereits während der Manöver tragen.

Rouen, 8. Februar. Im hiesigen Theater fand gestern Abend die Aufführung von R. WagnersLohengrin" statt. Alle hervorragenden Persönlichkeiten von Rouen und die Mehrzahl der musikalischen Kritiker von der Pariser Presse wohnten der Vorstellung bei, die einen großen, lebhaft zum Ausdruck gelangten Erfolg hatte. Der Abend verlief ohne jeden störenden Zwischenfall.

Paris, 8. Februar. Wie die Morgenblätter hervorheben, galt der glänzende Erfolg, welchen die Lohengrin-Vorstellung gestern in Rouen davongetragen, mehr dem Werke, als der Darstellung, die ziemlich mangelhaft gewesen sei.

Rom, 8. Februar. Die gestrigen Meldungen über die Zusammensetzung des neuen Cabinets werden definitiv bestätigt. Außerdem wird in parlamentarischen Kreisen ver­sichert, Branca würde das Arbeitsministerium und interimistisch Post und Telegraphen, der Senator Ferraris die Justiz, Rudini außer dem Präsidium und dem Auswärtigen auch interimistisch die Marine übernehmen. Der Name des Unterrichtsministers steht noch nicht fest. Das Cabinet werde sich heute Nachmittag definitiv constituiren und voraussichtlich noch heute den Eid leisten.

Petersburg, 8. Februar. DieNowoje Wremja" sagt: Der Sturz Crispis, der Rücktritt des Grafen Waldersee von der Stellung als Ches des Generalstabes und die Ankunft des Erzherzogs Franz Ferdinand in Petersburg dürften zu­sammengenommen als beste Gewähr für einen langen Frieden gelten. Wenngleich das Zusammentreffen dieser Ereignisse ein zufälliges sein könnte, so entbehren sie wohl kaum eines inneren Zusammenhangs.

Newyork, 8. Februar. (Telegramm des Bureau Reuter.) Baron Hirsch telegraphirte an die Administration der Hirsch- schen Stiftung zur Unterstützung der jüdischen Einwan­derung in Amerika, er habe derselben 12 Millionen Francs zur Verfügung gestellt und die Administration ermächtigt, falls die Zinsen dieser Summe nicht ausreichcn sollten, um alle Zwecke der Stiftung zu erfüllen, einen Theil des Capi- tals mit zu verwenden,- er werde letzteres dann wieder er­gänzen.

Washington, 8. Februar. Der Caucus der demokrati­schen Mitglieder der Repräfentantenkammer hat eine Resolution angenommen, in welcher d>e Vorlage des Senats betreffs der Silberprägung, welche kürzlich einem Comite der Kam­mer überwiesen wurde,. wichtig erklärt wird. Das Comitä solle ohne Verzug darüber Bericht erstatten.

Darmstadt, 9. Februar. Die zweite Kammer tritt am 17. Februar zur Berathung des Staatsbudgets und sonstiger Gesetze aus mehrere Wochen bestimmt zusammen.

Locale» unfc Krovlnzislier.

Gießen, 9. Februar.

Fräulein Natalie Köhler wird nun bestimmt am kommenden Sonntag Abend ihren Antigone-Vortrag abhalten- zweimal war sie durch Widerwärtigkeiten, die zu begleichen nicht in ihrer Macht lagen, gezwungen, abzusehen. Jetzt ist es ihr gelungen, für die so wichtige musikalische Be- g'eitung zwei Partner zu gewinnen, die in uneigennütziger Weise ihre Mitwirkung zusagten. Die drei Künstler haben bereits ihre Vorbereitungen vollendet und können wir mit voller Ueberzeugung einen großen Kunstgenuß versprechen. Wir wissen sehr gut, daß es nicht leicht ist, nachdem Prinz Carneval bereits sein Scepter niedergelegt hat, sofort für die ernste Kunst Betheiligung zu finden, trotzdem zweifeln wir keineswegs an einem glücklichen Ausgang, noch niemals haben

wir vergeblich an das Herz unserer Mitbürger appellirt und hoffen auch heute der schwergeprüften Künstlerin ein volles Haus- wo Gold für rauschende Genüsse geströmt, wird wohl ein Scherflein für die edle und ernste Kunst noch vor­handen sein.

w. Theater. Wenn man bedenkt, wie viel gegenwärtig dem Publikum an Vergnügungen und Zerstreuungen aller Art geboten wird, und daß erst am Donnerstag die Auf­führung mehrerer Lustspiele en miniature von Setten des Theatervereins eine zahlreiche Zuhörerschaft angelockt hatte, so kann man die Theilnahme, die die Benefizvorstellung für Fräulein Elisabeth Bischofs gefunden hat, dreist als eine erfreulich große bezeichnen. Galt es doch auch, einem der begabtesten und sympathischsten Mitglieder des Neuen Theaters den Dank für eine, wie Kenner der Verhältnisse wissen, nahezu aufreibenden Thätigkeit abzustatten. Einiger­maßen wird der herzliche Ausdruck dieser Absicht, die sich namentlich auch in der reichen Blumenspende an Frl. Bischoff äußerte, diese die mannigfachen unangenehmen Erfahrungen, die gerade die jüngeren energisch vorwärts strebenden Mit­glieder unseres Theaters doppelt schwer bedrücken, leichter hinzunehmen veranlassen. Die Darstellung der Claire in OhnetsH üttenb e sitz er" durch Frl. Bischoff blieb hinter unseren Erwartungen in keinem Punkte zurück. Eine sorgsam durchdachte und fein ausgearbeitete Characteristik des stolzen und doch weichen Mädchens bereinigt sich mit über­zeugender Wahrheit und temperamentvoller Innigkeit des Spieles in dem Maße, daß Fräulein Bischoff die Claire in der That zu ihren besten Rollen zählen darf. Des Weiteren möchten wir nur noch der warmen und treffenden Darstellung des Derblay durch Herrn Bie brach besonders gedenken, der ein sehr eindrucksvolles und wohlgelungenes Bild des interessanten Characrers zu geben wußte. Von den übrigen Mitwirkenden waren Frau Anni Reiners (Susanne) und Herr Goullon (Octave) von guter Wirkung- dagegen befriedigten namentlich die Herren Winolt, Schreiner, welch letzterer wieder einmal die Ruhe die erste Pflicht des Schauspielers sein ließ, und Fräulein Roland nicht voll­kommen.

Theater. Nach dem ersten Auftreten Fräulein Thesfa Klinkhammers im Newyorker Amberg-Theater schrieb dieNewyorker Staats-Zeitung" wie folgt:Thesfa Klink­hammer hat ihr Gastspiel unter glückverheißenden Auspizien eröffnet. Die sogenanntenstars gegenüber oft den Mund viel zu voll nehmende Reclame hat einmal in diesem Falle ausnahmsweise nicht übertrieben. Die gestrige Leistung des Fräulein Klinkhammer zeugte von einem originellen gott­begnadeten liebenswürdigen und unerkünstelten Talent. Schon die anmuthige, jugendliche Erscheinung, das interessante Ge­sichtchen, welches durch ein Paar große sprechende Augen einen pikanten reizvollen Ausdruck erhält, fesselte das Pub­likum, dem ein so junger und doch schon amerikareifer weib­licherStar als ein sehr seltener Vogel erschien, von vorn­herein. Und mit dieser Erscheinung, welcher ein gewisser, frischer, resoluter Zug eigen ist, scheint die ganze künstlerische Individualität des Gastes in vollem Einklänge zu Stehen. Originelle, sich an keinerlei berühmte Muster anlehnende Auf­fassung der Rolle geht mit einer bedeutenden schauspielerischen Intelligenz und einer sicheren Beherrschnng aller technischen Ausdrucksmittel Hand in Hand, so daß man einen im hohen Grade befriedigenden Eindruck, wie ihn nur eine hervorragende künstlerische Individualität hervorbringt, gewann. Das Pub­likum, von der temperamentvollen, reizenden Darstellung der Gästin sofort hingerissen, spendete derselben allgemeinen stürmischen und herzlichen Beifall.

Am 1. April d. I. tritt für daS Großherzogthum Hessen daS neue Gesetz, die Landes-Fenerlöschordnung betr., in Kraft - zur Vermeidung von Weiterungen ist es nothwen- dig, aus die damit für die Gemeinden entstehenden Verpflich­tungen aufmerksam zu machen- danach ist u. a. ein vollstän­diges Verzeichniß aller in der Gemeinde vorhandenen Lösch- und Rettungsgeräthe aufzustellen und sind die letzteren, falls nicht vollständig vorhanden, von dem Gemeinderathe zu completiren. Das betr. Verzeichniß wird dem Kreisamte eingehändigt- ebenso die Angaben über das zum Löschen eines Brandes vorhandene Wasser. Die Gemeinderäthe haben vor Inkrafttreten des Gesetzes zu beschließen, ob eine Pflicht­feuerwehr einzurichten ist, oder ob der Lösch- und Rettungs­dienst einer freiwilligen Feuerwehr, falls sich eine solche bildet, übertragen werden kann. Dem Kreisamt sind ferner Vor­schläge zu machen über die Zahl der Steigermaimschaft, Spritzenmannschaft und Ordnungsmannschaft, ebenso über die Ausrüstung der Feuerwehr. Vor dem 1. April ist eine Grundliste der pflichtigen Mannschaften aufzustellen- die Liste ist dem Kreisamt vorzulegen. Dasselbe hat zu geschehen betreffs eines Verzeichnisses der Nachbargemeinden, welche bet Brandsällen in der Gemeinde zur Hilfeleistung beizuziehen wären, und der Gemeinden, welchen die Gemeinde selbst in solchen Fällen zur Hilfe zu eilen hätte.

Friedberg, 6. Februar. Der hiesige Ortsgewerb- verein, der im Jahre 1841 gegründet wurde, begeht Ende Februar seinen 50jährigen Stiftungstag, den er in entspre­chender Weise zu feiern gedenkt.

E. Nidda, 6. Februar. DasNiddaer Anzeigebl." ent- hält folgende Notiz, die wir etablirungslustigen Bäckern mit­theilen wollen: Die Klagen über allzuviel Concurrenz sind in der Geschäftswelt allgemein und meist auch berechtigt. Andererseits wird an manchen Orten der Mangel der einen ober anderen Geschäftsbranche sehr vermißt. So ist z. B. in Stockheim keine einzige Bäckerei. Stockheim hat über 600 Ein­wohner, verschiedene Eisenbahnbeamte haben daselbst ihren Sitz, die Zuckerfabrik ist in nächster Nähe. Ein tüchtiger Bäcker mit etwas Capital fände daselbst ein reichliches Aus­kommen.

t Uuterwiddersheiw, 8. Februar. In dem unweit unseres Ortes gelegenen Steinbruche ereignete sich vergangenen

Donnerstag ein bedauernswerther Unglücksfall. Während mehrere Arbeiter dortselbst mit Steinbrechen beschäftigt waren, war der hiesige Bewohner Johs. Sann, welcher dort gleich­falls arbeitete, an einer anderen Stelle oben auf de« Stein- bruche mit Wegräumen von Schutt und Erde beschäftigt. Als die mit Steinbrechen beschäftigten Leute genannten Sann nach einiger Zeit nicht mehr sahen, suchten sie nach demselben und fanden ihn zu ihrem Schrecken unten im Steinbruche tobt liegen. Der Bcdauernswerthe war bei seiner Arbeit jedenfalls ansgeglitten und dann die beträchtliche Höhe herab- gestürzt, wo er auf der Stelle tobt blieb. Allgemein bedauert man den verunglückten in den vierziger Jahren stehenden Mann, wie auch die zahlreiche Theilnahme der hiesigen Ein­wohner an seinem heutigen Begräbnisse bewies. Ein merk­würdiger Zufall ist es, daß an demselben Tage, wo dieses geschah, vor 25 Jahren gleichfalls ein in diesem Steinbruche beschäftigter Mann verunglückte, indem derselbe von Stein­geröll verschüttet, tobt herausgearbeitet wurde.

§ Vaitshain b. Grebenhain, 7. Februar. Kürzlich hat sich hier rin landwirthschaftlicher Consumverein gebildet mit dem Sitz in Vaitshain. Der Verein hat sich dem Verband der hessischen landwirthschaftlichen Genossenschaften in Darm­stadt angeschlossen.

Kleine Mitlheilungeu aus dem Großherzogthum Hefte«. In Mainz wurde am Samstag 10 in den dortigen Leder­werken, norm Mayer, Michel u. Deninger, beschäftigten Arbeitern im Auftrage Seiner Königlichen Hoheit des Groß­herzogs das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür Verdienste" überreicht. Von der Firma erhielt jeder der be­treffenden Arbeiter, die sämmtlich über 50 Jahre in dem Werke beschäfligt sind, ein Sparkassebuch. Die Zahl der Katholiken in Mainz beträgt nach der letzten amtlichen Zählung 39,841. Der Lehrerrath der Technischen Hochschule zu Darmstadt hat das CorpsRhenania" bis zum Schluffe des Sommersemesters 1891 suspendirt, weil dasselbe nach dem die Suspension verkündenden Anschläge am schwarzen Brett der Hochschule in einer an das Ministerium des Innern und ber Justiz gerichteten Beschwerde gegen den jetzigen Direetor der Anstalt, Professor Landsberg, die den Doeenten schuldige Achtung verletzt habe.

Vermischtes.

* Darmstadt, 5. Febr. Postpersonalnachrichten. Angestellt wurden der Postassistent Allmann bei dem Post­amt IH in Mainz, der Postanwärter Haupt als Postasfistent bei dem Postamte in Castel (Rhein). Versetzt wurden der Postmeister Greßer von Call nach Butzbach, der Postassistent Hoffmann von Oberhausen (Rheinland) nach Mainz. Ge­storben ist der Ober-Posteommiffarius a. D. Berchelmann in Darmstadt.

Eine Erkältung kommt oft über Hackt. Man halte daher immer geeignete Heilmittel in Bereitschaft und füge seiner Haus-Apotheke auch eine Schachtel Pastillen der Kaiser-Friedrich-Quelle bei. Dieselben sind in allen Apotheken, Mineralwasserhandlungen etc. zu haben. 628

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Im Publikum ist vielfach die Ansicht verbreitet, daß für die a« die PoftbehSrde« gerichteten Schreibe« Porto nicht zu zahl« sei. Den Odelpofibirecioren und den Postanstalten gehen daher häufig aus den Kreisen des Publikums Schreiben und Eingaben zu, welche unfranktrt in die Briefkästen gelegt worden find, für welche die Ab­sender dann nachträglich das höhere Porto für unftankirte Briefe z« zahlen haben. Es wird daher im allgemeinen Interesse daraus auf­merksam gemacht, daß auch für alle an die Postbehörde gerichtete« Sendungen, welche in die Postbriefkasten gelegt werden, daS volle Porto zu entrichten ist. Wer diese Ausgaben ersparen will, muß die betreffenden Sendungen tm Bureau der Postdtrectionen oder toi Amtszimmer der Postanstalten abgeben.

Butzbach, 7. Febuar. Wochen markt. Butter kostete per Pfund 0,850,90, Käst per Pfund 4546 Eier pro Stück 8

Srünberg, 7. Februar. Fruchtpreise. Weizen 19.00, Korn X 17.50, Gerste X 16., Hafer X 14.70, Erbsen «X 18. Linsen 24., Lein, Wicken., Samen., KartoffelnO..

Zyra«kf«rt, 7. Februar. Marktpreise. Heu pro 100 Ko. X 5 20-680, Stroh X 4.40-4 ri), Kartoffeln X 4.50 bis 7.50, Butter per Pfd. X 0.901.10, Eier per St- 6-10 Roggenbrod 4 Pfd- 45 X do feines 48 H, gemischtes 6 Pfd- 86 X

Der PoftdampferWaesland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 7. Februar wohlbehalten in Rew- york angekommen.

Bitte.

Wie wir unseren Lesern vor einiger Zeit mittheilte«, wurde durch Frevlerhand im Herbste vorigen Jahres die Gemeindescheuer zu Lindheim augezüudet. In der Scheuer lagerten die leider unversicherten Wintervorräthe an Futter, Stroh, Kartoffeln usw. von acht armen Familien, die durch den Verlust ihrer Habe in größte Noth gerathen sind. Hier thut Hilfe noth. Es ergeht deshalb an alle edlen Menschen­freunde die Bitte, den Beschädigten durch milde Gaben den erlittenen Verlust einigermaßen verschmerzen zu Helsen. Die unterzeichnete Expedition ist gern bereit, Gaben entgegen­zunehmen und darüber zu quittiren.

Expedition desGießener Anzeiger".