Ausgabe 
9.8.1891
 
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finanziellen Verlegenheiten beseitigen zu können, für einen schlechten Spaß".

In vaticanischen Kreisen werden die Behauptungen Crispis, als unterhielte der Vatican Verbindungen mit Frankreich, aus das Entschiedenste bestritten.

Paris, 8. August. Der Erdarbeiter streik nimmt größeren Umfang an, er hat sich bereits auf die Belegschaft weiterer Stollen ausgedehnt.

Kopenhagen, 8. August. Die Decorirung des Präsidenten Carnot mit dem höchsten dänischen Orden, dem Elephanten- orden, wird in Kürze erwartet.

Belgrad, 7. Augnst. DerDnevni List", die Ruß­landreise des Königs besprechend, spricht die Hoff­nung aus auf eine Einigung Serbiens mit Rußland und Schaffung eines großen Slavenreiches, welches alle Slaven- stämme zu umfassen ermögliche.

Sofia, 7. August. Die Untersuchung wegen der ErmordungBeltschewsist beendet. Klage wird erhoben gegen Karawelow, Oraschkow und Mokow.

Lseales ttnfr Provinzielles.

Gießen, 8. August.

Manöver Postsendungen. Anläßlich der bevorstehenden Herbstmanöver erscheint es angebracht, erneut aus die Uner- läßlichkeit einer ordnungsmäßigen Adressirung der an die Offiziere und Mannschaften der manöverirenden Truppen gerichteten Postsendungen aufmerksam zu machen. Auf eine schnelle, unverzögerte Beförderung dieser Sendungen ist nur dann zu rechnen, wenn dieselben eine genaue und recht deutliche Adresse tragen. Zur genauen Ausschrift gehört außer der Angabe des Namens und des Dienstgrades des Cmpsängers die Bezeichnung des Truppentheils Regiment, Bataillon, Compagnie, Escadron, Batterie oder Colonne re. und, was besonders wichtig ist, die Angabe des ständigen Garnisonortes des Empfängers. Nur wenn der letztere auf den Sendungen verzeichnet ist, so vermögen die Postanstalten die Zuführung der Sendungen an den Empfänger ohne Zeit­verlust zu bewirken. Die Adressirung hat demnach im Wesentlichen so zu erfolgen, als ob der Empfänger die Garnison nicht verlassen hätte. Die Angabeim Manöver­terrain" oder die Bezeichnung eines Marschquartieres als Bestimmungsort ist zu vermeiden. Sendungen, welche aus dem Garnisonorte selbst herrühren, sind zweckmäßig gleichfalls mir dem Namen des Garnisonortes zu bezeichnen.

Der frühere Reiseprediger für Schleswig-Holstein, Herr Pastor Palmer, nunmehr in Hamburg, beabsichtigt in seine Hessische Heimath zurückzukehren und zwar auf die Pfarrei Hausen bei Gießen. N. H. B.

Aus J'ägerkreisen wird geschrieben, daß die Aussichten auf eine gute Rebhühnerjagd vielfach vernichtet seien, indem sich herausgestellt hat, daß die brütenden Hennen die Nester theilwerse verlassen haben. Der Grund hiervon sei offenbar in dem Umstande zu suchen, daß sie die Eier vor dem vielen Regen nicht mehr zu schützen vermochten und in Folge dessen das Brüten lieber aufgaben. Die jungen Hasen scheinen weniger durch das Regenwetter gelitten zu haben.

Verdorbene Eier. In den amtlichen Nachrichten des Reichs-Gesundheitsamts wird eine Anzahl gerichtlicher Ent­scheidungen mitgetheilt, in denen der Verkauf verdorbener Eier als Verstoß gegen das Nahrungsmittelgesetz nachgewiesen und aus Strafe gegen die Thäter erkannt worden ist. Auf Grund von ärztlichen Gutachten ist dabei von der Annahme ausgegangen worden, daß der Genuß verdorbener Eier in­folge ihres hohen Gehaltes an Schwefelwasserstoff eine Störung der Blutbildung bewirken und daher gesundheits­schädigende Wirkungen nach sich ziehen kann- dieselben sind im günstigsten Falle Uebelkeit und Erbrechen, können sich aber auch in tiefergehenden Erkrankungen, sogar typhöser Natur, äußern. In mehreren Entscheidungen wird ausgeführt, daß ein Eierhändler verpflichtet sei, sich von dem Zustand seiner Waare genau zu überzeugen,- er sei strafbar, wenn er dies unterlasse.

Einziehung der silbernen Zwanzigpfennigstücke. Die öffentlichen Kassen haben Anweisung erhalten, die vereinnahm­ten kleinen silbernen 20-Pfennigstücke anzuhalten und nicht wieder abzugeben, so daß dieselben bald aus dem Verkehr verschwinden werden.

p[ Lich, 7. August. Wegen der in diesem Jahre infolge der ungünstigen Witterung verspäteten Erntezeit soll das diesjährige Sedanfest ausnahmsweise nicht am 2. Sep­tember, einem Werktage, sondern schon Sonntags vorher ge­feiert werden. Die Liste zur Einzeichnung von freiwilligen Beiträgen zur Bestreitung der Kosten, wie für die Festmusik, für Bretzeln für die Schulkinder re., ist schon in Umgang ge- gesetzt. Es ist sehr zu wünschen, daß auch in diesem Jahre die Beiträge so ausfallen, daß sämmtliche Unkosten gedeckt werden können, damit der in hiesiger Sparkasse verzinslich angelegteSedansond", entstanden aus Ueberschüssen früherer Jahre, nicht angegriffen zu werden braucht, vielmehr für die in vier Jahren stattfindende 25jährige Jubelfeier reservirt bleiben kann.

§ Grebenhain, 6. August. Der hiesige Einwohner- Balt Has ar Ruhl fiel gestern so unglücklich von einem Kirschbaum, daß er bewußtlos liegen blieb, bis ihn Leute fanden und nach Hause trugen. Sofort herbeigerufene ärzt­liche Hilfe constatirte schwere innere und äußere Verletzungen.

Friedberg, 7. August. Zur Warnung für Eltern und Kinder theilt derOb. Anz." Folgendes mit: Dieser Tage spielten in der Nähe der neuen Post zwei achtjährige Knaben rind bewarfen sich gegenseitig mit Kies und Sand. Dabei gerieth der eine an ungelöschten Kalk und warf dem andern eine Handvoll ins Gesicht. Die Folgen davon kann man sich denken,- der arme getroffene kleine Kerl wurde sofort in die Augenklinik nach Gießen gebracht, wo man hofft, das eine Auge, vielleicht beide retten zu können.

Heppenheim a. d. B., 7. August. Im Besitz des Bahn­wärters Schuster befindet sich eine Ziege mit sechs

Hörnern, welche Interessenten in dem Stalle des Gastwirths i Dunstetter am Bahnhof sehen können.

0 Worms, 7. August. Nationalliberales Parteifest. Dem am 30. August für Baden, Hessen, Hessen-Nassau, die Pfalz und Württemberg berechneten national­liberalen Parteifest werden allenthalben die Sympathien der Parteifreunde entgegengebracht. Der Besuch wird voraus­sichtlich sehr stark werden. Haben doch die Parteifreunde in Mannheim allein vor, in einer Zahl von 800 bis 1000 Per­sonen zu kommen und auch aus Heidelberg und Umgegend, sowie aus der Pfalz ist ein sehr starker Besuch in Aussicht ! gestellt. Das Fest wird aus dem in weiten Kreisen bekann- | ten Barbarossaplatze (Kieselswiese) gehalten, wo die Tausende > von Menschen fassenden Wirthschaftshallen für die Feier des l 2. September schon am 30. August fertig gestellt und in Be­trieb gesetzt sein werden.

vermischte-.

** Frankfurt a. M., 7. August. Die Delegirten der Chicagoer Weltausstellung sind gestern Abend hier eingetroffen und im Frankfurter Hofe abgestiegen. Die Ab­ordnung besteht aus den Herren: General Benj. Butter- i worth, Major M. P. Handy, Bundesrichter William Lindsay, A. G. Bullock und Secretär I. W. Shrague. Zweck der Reise ist bekanntlich, den Regierungen und indu­striellen Corporationen Auskunft über die Ausstellung zu geben und entsprechende Vereinbarungen zu treffen. Die Commission hat bereits London, Paris und Berlin besucht. ; lieber ihre Aufnahme in Berlin äußern sich die Delegirten j überaus befriedigt. Der Reichskanzler v. Caprivi hat den- \ selben in einer officiellen Audienz erklärt,daß Deutschland j von Anfang an sich für die amerikanische Weltausstellung leb- ! hast interessirt habe, daß die deutsche Industrie und Wissen- schäft möglichst vollständig in Chicago vertreten sein würden." In Frankfurt bleiben die Delegirten zwei Tage. Heute Vor­mittag machen sie einen vorläufigen Rundgang in der Aus­stellung. Nachmittags werden sie den Palmengarten und andere Sehenswürdigkeiten besuchen. Um 6 Uhr folgen sie der Einladung des Ausstellungsvorstandes zu einem Festessen in der großen Restauration, an welches sich der Besuch des Victoria-Theaters und nach der Vorstellung ein Gang durch den beleuchteten Ausstellungspark reihen wird. Am Sams- j tag Vormittag werden die Delegirten die Besichtigung der ! Ausstellung fortsetzen, dann ein vom Vorsitzenden des Aus­stellungsvorstandes veranstaltetes Luncheon einnehmen und Nachmittags eine Rundfahrt auf dem BooteElectra" machen. Für den Abend ist ein gemüthliches Zusammensein der Dele­girten mit den hier und in der Umgebung wohnenden Ame­rikanern im westlichen Nebensaal der großen Restauration in Aussicht genommen. Am Sonntag früh reisen die Herren nach der Schweiz ab.

* Die schlechten Zeiten üben auch auf das Versicherungs­wesen ihren Einfluß aus. Es ist eine alte Erfahrung auf dem Gebiete der Lebensversicherung, daß jährlich ein erheb­licher Theil der genommenen Versicherungen wieder ausgehoben wird. Im vorigen Jahre hat sich diese Erscheinung in ganz besonders ausgedehntem Maße gezeigt. So erloschen beispiels­weise bei der Berlinischen Lebensversicherungs-Gesellschaft durch Ausscheiden 795 Capttalversicherungen mit mehr als 3 Millionen Mark Capital (während durch den Tod nur 473 Versicherungen mit 2,1 Millionen Capital erloschen), bei der Victoria in Folge unterlassener Prämienzahlung 389 Policen mit 2,166,001 Mark Capital (durch Todesfall nur 272 Policen mit 1,157,211 Mark Capital), bei der Preußischen Lebensversicherungs-Actiengesellschaft 706 Versicherungen mit 2,264,617 Mark durch unterlassene Prämienzahlung und 179 Versicherungen mit 535,473 Mark durch Rückkauf (durch Todesfall nur 332 Policen mit einer Versicherungssumme von 904,723 Mark).

* Bei Gelegenheit des Badischen Kanoniertages in Mannheim wurde folgender, hoffentlich nicht ernst gemeinter Vers eines Festliedes gesungen:

Ach, konnten wir mit Hörnerklang

Jn's freie Feld marschtren;

Der Friede dauert gar zu lang, Wir müssen exercieren.

Drum Wilhelm, mach' uns bald mobil, Das and're ist ein Kinderspiel Für deutsche Artilleristen!

* Paris, 5. August. Letzte Nacht wurden auf der Vin- cennes-Linie im Beisein des Untersuchungsrichters Poncet und mehrerer hohen Beamten der Ostbahn mit dem Zuge 116 D neue Versuche gemacht, welche den unumstößlichen Beweis ergaben, daß der Maschinist Caron, wenn er nur gewollt hätte, das Unglück verhüten konnte. Der Zug 116 D wurde mit einer Geschwindigkeit von 40 Kilometer per Stunde aus Vincennes abgelassen und die Bremsen der vier ersten Wag­gons bei der Biegung, von wo aus man Zug 116 sehen mußte, in Bewegung gesetzt. Der Zug 116 V hielt 200 Meter vor der Unglücksstätte an. Dann fuhr derselbe neuerdings von Vincennes ab und hielt, nachdem nur die Locomotive ge­bremst worden war, etwa 60 Meter vor der rothen Laterne, welche den Zug 116 markirte, inne. Ein dritter Versuch ergab, daß Caron nur den Dampf auszulassen brauchte, um einen Zusammenstoß zu verhindern: der Zug, der unter sol­chen Umständen von Vincennes aus absuhr, glitt bis auf 16 Meter vor die Laterne heran und hätte also keinerlei Unheil anrichten können, wenn Caron nur dieses unzureichende Hilssmittel benutzt hätte.

riniverfitäts > Nachrichten.

Marburg, 7. August. Herr Prof. vr. Löffler in Greifs­wald hat von der hiesigen Universität eine Berufung erhalten.

Aus Magdeburg wird geschrieben: Der hiesige Bürger­schul-Rector Fel sch, ein als eifriger Herbartianer bekannter Schul­mann, ist von der Akademie zu Bern zum Doctor phü. ernannt und gleichzeitig von der philosophischen Facultät dort als Professor der Pädagogik vorgeschlagen worden.

(-.Erlangen, 7. August. Auf der deutschen Ausstellung in London wurden die Universitäts-Mechaniker Reiniger, Gebbert & Schall mit dem Ehrendiplom 1. Klaffe ausgezeichnet.

0. Erlangen, 7. August. Das juristische Examen, welches an der König!. Universität Erlangen abgehalten wurde und heute endigte, haben von 42 Candtdaten 35 bestanden, 7 fielen durch. Zur Herbstprüsung sind 62 Rechtscandidaten angemeldet.

A«SMg ans den Standesatntsregisteri*

der Stadt Gietzeu.

Aufgebote.

August: 4. Gustav Heinrich Katzenbach, Revier-Commisfär za Offenbach, mit Ida Lina Henriette Wolfschmidt zu Schotten. 4. Georg Christian Valentin (genannt Wilhelm) Eidmann, Bureau- Vorsteher dahier, mit Marie Margarethe Philipptne Junker dahier. 5. Otto Ludwig Philipp Rathschlag, Kaufmann zu Gtetzen, mit Luise Stembergh zu Barmen. 6. Heinrich Karl Emil Martin Georg Krämer, Vicefeldwebel zu Darmstadt, mit Anna Henriette Wilhelmine Elisabeth Karoltne Susanne Kitzel zu Gießen.

Eheschließungen.

August: 5. Joseph Güngericy, Privatier dahier, mit Hermine Luise Kämmerer Hierselbst. 5. George Albert Mtelbrecht, Taglöhner dahier, mit Anna Wolf hierselbst. 5. Heinrich Eichenauer, Postillon dahier, mit Elisabethe Lenz hierfelbst. 7. Ottokar Wenzel ZawLzal, Küfer dahier, mit Wilhelmine Dreuth Hierselbst.

Geborene.

Juli: 28. Dem Fabrikarbeiter Eduard Lind ein Sohn, Wilhelm. 29. Dem Taglöhner Ludwig Zehner ein Sohn, Peter Karl Hermann. 29. Dem Gärtner Johannes Lietz ein Sohn, Karl Heinrich Louis. 29. Dem Schneider Heinrich Loos ein Sohn. 30. Dem Kaufmann Christoph Bieker ein Sohn, Adolph Theodor Hermann Franz. 30. Dem Buchbinder Wilhelm Mook eine Tockter, Emilie Amalie. 31. Dem Bleicher Eduard Engeler ein Sohn, Otto Eduard August. 31. Dem Oeconom Wilhelm Ltndenstruth III. ein Sohn. August: 2. Dem Telegraphist Kacl August Koch ein Sohn, Karl August. 3. Dem Former Friedrich August Schmidt eine Tochter, Emma Marie. 6. Dem Schlosser Max Schellwien eine Tochter, Ella.

Gestorbene.

August: 2. Otto Wrlhelm Rühl, 3 Monate alt, Sohn von Posthilfsbote Otto Rübl dahier. 3. Clara Elisabethe Phtlippiue Dörr, geb. Launspack, 83 Jahre alt, dahier, Wittwe von Landmamr Peter Dörr. 3. Frieda Koch, 2 Monate alt, Tochter von Schlosser Friedrich Gustav Koch dahier. 5. Johann Christoph Bauer, 22 Tage alt, Sohn von Geschäftsführer Karl Georg Heinrich Bauer dahier. 5. Wilhelm Magen, 47 Jahre, Postschaffner i. P. dahier. 6. Adolph Köhler, 27 Jahre alt, Kaufmann dahier._____________________

Amszrrg aus den Kirchenbüchern

-er Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 2. August. Peter Haus, Bierbrauer, und Marie KäS^ Tochter des Ackermanns Johannes Käs zu AUei.dmf a. d. Lda.

Den 5. August. Georg Albert Mielbuch' Taglöhner, und Anna Wolf, Tochter des Leinwebers Nikolaus VßeiT von Matches.

Denselben. Josef Güngerich, Privatier, und Herrn ne Kämmerer, Tochter des verstorbenen Bäckermeisters Ernst Ludwig Kämmerer zu. Gtetzen.

Getaufte.

Den 2 August. Dem Diener am chemischen Laboratorium Heinrich Weber eine Tochter, Margarethe Katharina, geboren den 21. Mai.

Denselben. Dem Professor Dr. Adolf Vossius ein Sohn, Adolf Wilhelm Axel, geboren den 2. Mat.

Denselben. Dem Htlfsbremser Georg Dönges eine Tochter, Anna Marte Christine, geboren den 8. Juli.

Denselben. Dem Glaser Friedrich Karl H^ußinger von Grün­berg eine Tochter, Amanda Cäcllte Martha, geboren den 11. Juli.

Denselben. Eine uneheliche Tochter, Ida Karola Marie, geboren den 29. Juni.

Denselben. Eine uneheliche Tochter, Elisabeth, geboren den 29. Juni.

Den 6. August. Dem Restaurateur Gregor Behner eine Tochter, Clara Emma Auguste, geboren den 30. Juli.

Den 7. August. Dem Realgymnasiallehrer i P. und Pfarr- oerwalter zu Selters Franz Schwabe eine Tochter, Mathilde Clara, Karoline, geboren den 3. Juni.

Beerdigte.

Den 5. August. Eleonore Dörr, geb. Launspach, Wittwe des Ackersmanns Peter Dörr von Kesselbach, alt 83 Jahre, starb den 3. August.

Den 7. August. Wilhelm Magen, Postschaffner, alt 47 Jahre, starb den 5. August.

Verkehr, Land- nnd Volkswirtschaft.

Gießen, 8. August. Marktbericht. Auf dem heutiaerr Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. .X 0,951,10, ßübnertier 1 St. -, 2 St. 1113'4, Enteneier 1 St- 6-7 4, 2 St. - 5 Käse pr. St. 58 ,H, Kasematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 T Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar <x 0,701,00, Hühner nr Stück X 1,001 30, Hahnen pr. St X 0,601,00, Enten pr. ©türf X 2,002,30, Ochsenfleisch pr. Pfd. 7076 H, Ktth- und Rindfleisch 6064 H, Schweinefleisch 6070 Hammelfleisch 5074 A Kalb­fleisch 5056 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,008,00, Weißkraut pr. St---Zwiebelr per Centner X 6,507.00, Milch per

Liter 1218 4, Kirschen per Pfd. 15

Gießen, 8. August. Auf dem am 4. und 5. August d. I. dahier abgetraltenen sehr stark befahrenen Vtehmarkt waren auf­getrieben: 1693 Stück Rindvieh und 345 Stück Schweine. Die Preise hielten sich auf gleicher Höhe wie bet dem vorhergehenden Markt. Nächster Markt Dienstag den 18. und Mittwoch den 19. d. M. am letzteren Tage auch Krämermarkt, und findet das Verlesen bet Krämerstände Morgens 7 Uhr statt.

Literatur und Kunft

Das 25. Heft der beliebten reich illustrirten Familien-Zeit- schrift »UniVcrfttm* enthält folgende Beiträge:Die Guillotine" Novelle von K. Th. Schultz;Wald und Klima" von vr. W. Stoß' In böhmischen Bädern: Martenbad" von V. Chtavacct, mit Original- Illustrationen von O. Gerlach;Onkel Martin", Novelle von O. v. Rtesenthal;Gretchen", Novelle von Peschkau;Im Bergwald" von Emil Rittershaus,-Radu Gleoa", Roman aus Rumänien von Marco Brociner; Rundschau, Mtscellen, Räthsel rc. Von den Illustrationen sind als ganz hervorragend zu erwähnen:Verschiedene Lebenswege" von C Zewy;Sommerabend" von Otto Strützel; Auf gute Kameradschaft" (Farbendruck) von Adolf Wald;Die Strickstunde" von Hermann Kaulbach. Der Preis für jedes Heft ist nur 50 Pfg.

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Temperatur der Lahn und Luft

gemessen am 8. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr:

Wasser 11 Vr, Luft 12 Grad Reaumur.

L. Chr. Rübsamen Wwe.