Ausgabe 
9.6.1891
 
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Hamshp ^und K'!ldc«heüm Verausgabung. gelangen. Alles Nähere wirO rechtzeitig veröffentllchl werden.

0. Unter denjenigen Pension irten hessischen St a ats d ien e r n z die vor dem 1. April ds. Js, in den Rubeftand getreten sind, cireulirr gegenwärtig eine Eingabe an die Grotzh. Staatsregiernng, in der die älteren Pensionäre um Gleichstellung mit den nadi dem 1. April ds. Js. mit Berechnung der TheuL,ruugszulage in Ruhestand versetzten Beamten nachsuchcn. Das Herumtragen der Petition bei den in Frage kommenden hiesigen Herren har Herr Zug' führer i. P. Drücket übernommen. Für diejenigen Herren, denen das Schriftstück bis Ende d. Mts. zur Unterzeichnung etwa aus Versehen nicht zukommen sollte, liegt es in der ersten Woche des Juli in der Wohnung des Herrn Gym­nasiallehrers i. P. Dr. Röse, Löberstraße 5, aus.

Diebstahl. Ein seit kurzer Zeit hier wohnhafter, schon wegen Diebstahls bestrafter junger Mensch wurde in der Nackt vom Samstag auf Sonntag von einer Schutzmanns- Patrouille betroffen, als er mit einem gefüllten Sack auf den Schultern über den Bahndamm in der Neustadt von der Stadt her kam. Von der Patrouille angerufen und an­gehalten, warf er den Sack mir Inhalt von sich und ergriff die Flucht, konnte auch nicht eingeholt werden. Der Dieb, welcher einige Zeit bei einem Backer am Asterweg beschäftigt war, hatte dort einen nächtlichen Besuch abgestattet und sich das nöthige Kuchenmehl, sowie das Brod zu seiner dem- nachstigen Hochzeit geholt. Derselbe war gerade im Begriff, seinen Raub bei seiner an der Rodheimerstraße wohnenden Braut zu bergen, als ihm die Schutzleute hindernd in den Weg traten.

Ueberfahren. Nachdem am vergangenen Freitag ein Kind an der Krosdorserstraße von einem Radfahrer überfahren worden, überfuhr ein solcher am Samstag Mittag am Kirchen­platz eine Frau, um sich nach der That schleunigst aus dem Staube zu machen- er wurde jedoch von einem Schutzmanne verfolgt und zur Anzeige gebracht.

Verschüttet. Am Samstag wurde in einer Sand­grube am Sckiffenberger Weg ein Arbeiter von abstürzenden Erdmassen theilweise verschüttet; er trug einige Haut­abschürfungen davon.

Schlagerei. Gestern Abend sollte auf der Bahnhof­straße ein Streit durch die obligaten Hiebe geschlichtet werden. Einer der Betbelligten oder Zuschauer hatte ein Kind auf dem Arme, stellte dasselbe schleunigst auf die Straße und griff nun tapfer in das mit weniger kunstgerechten Waffen meistens Regenschirmen geführte Gefecht ein. Nach­dem die Waagschale des Sieges zum großen Gaudium der Zuschauer eine Zeitlang hin- und hergeschwankt, gingen die Kämpfer unter den üblichen Drohungen ausemander.

§ Crainfeld, 5. Juni. Heute sand die Schlußprüfung des hier stattgefundenen dreiwöchentlichen Wiesenbau- Cursus statt, welcher einige Bürgermeister der Umgegend, sowie Freunde der Landwirrhschaft beiwohnten, auch Herr Kreisrath Dr. Fischer von Lauterbach hatte sein Erscheinen zugesagt, konnte jedoch wegen sonstigen dringenden Verhin­derungen nicht beiwohnen. Es wutden zuerst die ausgeführten Arbeiten der Schüler, sodann die gesammten Wiesen-Anlagen besichtigt, wobei dem Leiter Herrn Kreiswiesenbautechnikcr Kunz, sowie seinen Schülern eine allgemeine lobende Aner­kennung zugesprochen wurde. Dann wurden die Zeugnisse an die Schüler verteilt und nachher erhielt jeder Schüler als Prämie folgende vier praktische Wiesenbaugeräthe: 1) Ein Wiesenbeil, 2) Grabenschippe, 3) eine Sohlenschippe, 4) eine Wasserwaage, zusammen im Werth von circa 15 Mark. Herr Kunz hielt sodann eine Ansprache, worin er de« Schülern dankte für ihr gutes Betragen während den Arbeiten, sowie für ihren eifrigen Willen, den sie dabei kundgethan hatten, er bedauerte ferner, daß unser Kreisrath Herr Dr. Fischer nicht erscheinen konnte und sprach noch der landwirthschaft- lichen Behörde für das Abhalten derartiger (Surfe seinen herzlichsten Dank aus. Leiter wie Schüler waren je gegen­seitig miteinander zufrieden gewesen. Sämmtliche Schüler er­hielten ihren Zeugnissen zufolge die Berechtigung, später Wiesenwürterdienfte zu übernehmen. Der nächste (zweite dies­jährige) Eursus findet im Herbst statt, an welchem Ort in unserem Kreis ist noch unbestimmt.

verini^dtr».

* Hambach (bei Heppenheim), 5. Juni. Die hiesigen beiden Lehrer hatten gestern in Begleitung des Herrn Geist­lichen mit der Schuljugend einen Spaziergang nach Linden­fels unternommen. Ans dem Heimwege müssen sich die Herren im Walde v erirrt' haben, denn sie haben die Kinder den geängstigten Eltern erst gegen 2 Uhr Nachts zurückgebracht.

* Mainz, 7. Juni. Die gerichtliche Feststellung des Thatbejundes und die Erhebungen über die-Ursachen des Gustavsburger Schisfsb rund es haben gestern durch die Gerichtsbehörden von Mainz und Groß-Gerau stattgefunden. (Der Gustavsburger Hasen gehört zum Gerichtsbezirk Groß- Gerau und das Rheinschifffahrtsgericht, das hier mit zu reden hat, hat seinen Sitz in Mainz.) Heber die Veranlassung der dem Brande vorausgegangenen Explosion konnte gerichtlicher­seits nichts festgestellt werden und- ließ sich nur eonstatiren, daß Niemanden irgend ein direetes Verschulden an dem Un­glück beizumessen ist. Die Leiche des verunglückten Matrosen der 27 Jahre alt ist , Völker heitzt und aus Schirstein gebürtig ist wurde, wie schon mitgetheift, in der Hinteren Eajüte vorgefunden und zwar nur an einzelnen Stellen Brandwunden tragend. Es wurde eonstatirt, daß der Tod durch Ersticken eingetreten ist. Aus Anordnung des Gerichts wurde die Leiche in Ginsheim beerdigt. Die mit der Tagesordnung:Die Getreidezölle und die Reichsregierung" auf gestern Abend, von den hiesigen . Socialdemokraten an- beraumte Volksversammlung war sehr zahlreich aus allen Klassen der hiesigen Bevölkerung besucht. Einziger Redner i

war der Rcickstagsabgeordnere Jöst, nach dessen Referat die bekannte Resolution angenommen wurde.

* Frankfurt a. M., 6. Juni. Ein hiesiger christlicher Rentier hctt zur Unterstützung armer russischer jüdischer Aus­wanderer eine Summe von 5000 Mk. gespendet.

* Frankfurt a. M., 7. Juni. Heute Morgen um halb 7 Uhr wurde auf der linken Mainseite, an einer Bade­anstalt hängend, die Leiche einer wohlgekleideten Frau aus dem Main gelandet. Die Frau soll gestern in ihrer Familie Zerwürfnisse gehabt und sich unter dem Borgeben, einen Spaziergang machen zu wollen, entfernt haben.

* Cassel, 4. Juni. Zwei Radfahrer aus Wien trafen gestern Abend um 7 Uhr hier ein, welche die Strecke auf dem Rad von Wien bis Cassel in 5 Tagen zurückgelegt hatten, gewiß eine bedeutende Leistung. Am ersten. Tage gelangten die Herren bis Budweyß (Böhmen), am zweiten bis Meißen (Sachsen), am dritten bis Leipzig, am vierten bis Erfurt und ata fünften Tage bis Cassel.

* Die Afsaire Puttlitz. DerReichs-Anzeiger" schreibt über die in der Presse aufgetauchte Erzählung von der Un­schuld des wegen Mordes Hingerichteten Jägers Puttlitz: Puttlitz ist für überführt erachtet worden, am 18. März 1855 zu Berlin die unverehelichte Schneiderin Dorothea Schorbeck ermordet zu haben. Am 21. Marz verhaftet, hatte er drei Tage darauf vor der Polizeibehörde ein Gestandniß abgelegt und dasselbe am 26. März dem Untersuchungsrichter gegen­über dahin wiederholt, daß er die Storbeck im Verfolg eines zu Thätlichkejten gelangten Wortstreites mit der Hand er­würgt und sie dann aufgehängt habe. Abgesehen von diesem Geständnisse war die Thäterschaft des Puttlitz auch durch andere Beweise dargethan. Da außerdem erwiesen wurde, daß Puttlitz die Getödtete beraubt, daß er ferner den Strick, an welchem er sie aufgeknüpft, mit zur Stelle gebracht und sich bereits mehrere Tage vor der That diesen Strick an­geschafft hatte, so konnte auch darüber kein Zweifel obwalten, daß die That als ein mit Ueberlegung ausgeführter Mord anzusehen war. Davon, daß in den achtziger Jahren ein ehe­maliger Schutzmann Dreyer eingestanden haben soll, den Mord verübt zu haben, ist nichts bekannt geworden. Es ist unwahr, daß die Grabstätte des Puttlitz auf dem Begräbniß- platz der Strafanstalt zu Moabit mit einem Kreuz versehen und daß dieses Kreuz bet der Einebnung des Kirchhofs er­halten worden ist.

* Die mittlere Lebensdauer unserer tzausthiere beträgt nach der A -gäbe eines berühmten Zoologen: Bei den Pferden 8"V> f den Eseln 33, den Hunden 1425, den Schweinen 25, den Kühen 13, den Ochsen 20, den Maul­eseln 18, den Stieren 15, den Schafen und Katzen 10, den Ziegen 8 Jahre. Von den Vögeln betrug dieselbe bei den Tauben 8, den Turteltauben 25, den Gänsen 28, den Papa­geien 30100 Jahre.

* Eine reiche englische Dame, die auf dem Lande wohnt, schrieb an eine Verwandte in London, die ebenfalls reich, Wittwe und dabei noch jung und liebenswürdig ist, sie mochte doch in der Stadt nach einem Hauslehrer für ihre beiden Sohne sich umsehen. Der Erzieher müsse in den meisten Fächern vollständig bewandert und dabei musikalisch sein. Er müsse gut zeichnen, reiten, fechten und schwimmen können, ernst, aber doch sreundlick sein, bescheiden aber nicht schüchtern, klug, aber nicht eingebildet, anspruchslos und doch würdevoll. Außerdem. müsse er aus guter Familie stammen, ein hübsches Gesicht, elegchtte Haltung und sonore Stimme haben, über­haupt verlangt sie, daß er äußerlich und innerlich vollendeter Gentleman wäre. Dafür stände dem Betreffenden eine sehr angenehme und dauernde Stellung in Aussicht. Nach einiger Zeit kam von London folgender Brief an:Liebe Adelaide! Ich habe einest Hauslehrer, wie Du ihn verlangst, gesucht, bis jetzt aber noch nicht gefunden. Doch ich werde mich die Mühe nicht verdrießen lassen, noch ferner zu suchen. Sobald ich ihn gesunden (jabei, werde ich Du kannst Dich darauf ver­lassen ihn heirathen. Deine Eleonore."

* Praktische Geschenke. Infolge trüber Erfahrungen hat sich der Präsident der französischen Republik, Herr Car not, zur strengen Regel gemacht, nur von Körperschaften Geschenke anzunehmen. ' Trotzdem ist die Zahl der Geschenke Legion. Auf der letzten Reise erhielt er u. A. einen eisenbeschlagenen Pyrenäenstock (Mabila), eine Stute (für grau Carnot), ein Paar eisenbeschlagene Holzschuhe, das Modell einer einst von ihm gebauten Brücke, eine Waage und eine Peitsche. Aus früheren Reisen bekam er u. A.: einen Teller Butter, den drei weißgekleidete Mädchen in der wegen ihrer Butter be­rühmten Stad: Jsigny überreichten und eine Weste ans Hundehaar. Einen Werth von einigen Zehntausenden stellen die Spitzen und die Seidenstoffe bar, welche die ^Handels­kammern zu Calais (Spitzen) und Lyon verehrten. Indessen ist Frau Carnot ' nicht fo sehr erbaut darüber. Sie muß nothwendig von jedem Seidenstoff ein Kleid sich machen lasten, was sie zu öjjterem Anlassen zwingt. Das auffallendste Ge­schenk aus den Colonieen besteht aus drei jungen Neger­mädchen, welche etn afrikanischer Häuptling schickte. Carnot ließ dieselben chicht nach Frankreich kommen.

Uttivafttäts«Zlacb richten.

Leipzig zählt 3322Hörer, darunter 80 nicht tmmatriculirte, Halle 1584, darunter 101 nicht immatriculirte, Kiel 619, darunter 14 nicht immatriculirte, Würzburg 1708, Göttingen 850, darunter 19 nickt immatriculirte, Greifswald 849, darunter 15 nicht immatriculirte. Bemerkt wird, daß in Halle die Zahl der Hörer von 1764 in dem letzten Wintersemester aus 1584 zurück­gegangen ist.

Gründers, 6. Juni. Frachtpreise. Weizen JL 24, Korn JL 2130, Gerste X 18., Hafer JL 17., Erbsen , Linsen </&. Wicken X, Lein X, Kartoffeln 7.30.

Strelitz i. M., 6. Juni. Die erst vor Jahresfrist hierher verlegte Bauschule, in der der Eintritt jeden Tag erfolgen kann, Dorkenntnisse und rege Fleißentckickelnng die Studienzeit oft erheb­lich kürzen, wurde im Winter, von 310 und im Schuljahre 1890 von 558 Schülern besucht. Mehrere der Aufgenvmmenen stehen tm Be­

griff, von jener gesetzlichen Bestimmung Gebrauch \u machen, nach der die Absolventen nachträglich, also bis zum 25. Jahre und ohne Kenntniffe in fremden Sprachen aufzuweisen, die Berechtigung -um einjährig-freiwilligen Militärdienst erwerben können. Frühere Fälle führten jedesmal zum Erfolg.

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Schtffsnachrichte«.

Hamburg, 6. Juni. Der Hamburger Doppelschrauben- SchnelldampferColumbia", Capttän Vogelgesang, der Hamburg- Amerikanischen Packeifahrt-Actien-Gesellsckaft, welcher am 30. Mai von Southampton abgegangen, ist am 6. Juni, 4 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Reisedauer von Hamburg bis Newyork 7 Tage 20 Stunden 15 Min. Oceanfahrt von Southampton 6 Tage 17 Stunden 20 Min., von Queenstown aus gerechnet 6 Tage 2 Stunden 20 Min.

Lpielplan der vereinigten frankfurter Ltadttheater.

OperuhauS.

Dienstag den 9. Juni: Der Freischütz. Gewöhnliche Preise.

Mittwoch den 10. Juni: Lohengrin. Große Preise. Außer Abonnement.

Donnerstag den 11. Juni: Die Zauberflöte. (Königin der Nacht: Fräulein Blätterbauer als Gast.) Gewöhnliche Preise.

Freitag den 12. Juni: Cavalleria rusiieana. Vorher: Der Dorfbarbier. Zum Schluß: Puppenfee. Große Preise. Außer Abonnement.

Samstag den 13. Juni: Gastspiel der Frau Ende Andrießen. Tristan und Isolde. (Isolde: Frau Ende-Andrießen.) Große Preise.

Sonntag den 14. Juni: Cavalleria rusticana. Vorher: Silvana (3. Act). Zum Schluß: Puppenfee. Große Preise.

Schauspielhaus.

Dienstag den 9.Juni: Die Kreuzelschreiber. Gewöhnliche Preise.

Mittwoch den 10. Juni: Die Ehre. Gewöhnliche Preise.

Donnerstag den 11. Juni geschlossen.

Freitag den 12. Juni: Im Sonnenschein. Hierauf: Durck den kaufmännischen Verein. Gewöhnliche Preise.

Samstag den 13. Juni: Sodoms Ende. Gewöhnliche Preise.

Sonntag den 14. Juni: Die Journalisten. Gewöhnliche Preise.

Ctivrotur unO KmtfL

Briefe und GeschLftSarrssütze für deutsche Volksschulen von Joh. Oswald, Lehrer in Darmstadt. 1. Heft für Mittelklassen. II. Heft für Oberklassen. Zweite verbesserte und vermehrte Auflage. Preis pro Hest 30 Pfg. Verlag von G. v. Aigner in Darmstadt. 1891. Die Schule soll für das Leben vorbilden, weshalb das aus derselben entlassene Kind in der Lage sein soll, ohne weitere Beihülfe gewöhnlich vorkommende Briefe zu schreiben, zu adressiren rc. und auch die gangbarsten Geschäftsaufsätze anfertigen zu können. Die Ansicht, wonach in Volksschulen nur Stilübungen allgemeiner Art vorkommen sollen, Briese und Geschäftsaufsätze aber in die Fort­bildungsschulen zu verlkgen seien, hat sich nicht bewährt, was hier ausdrücklich betont werden soll. Wohl halten wir da eine fortgesetzte Uebung für natürlich, indeß ist die gute Grundlage in der Volks­schule zu legen. Von diesem Standpunkte aus sind die vorstehenden Hefte 1 und 2 zu beurtheilen. Der Inhalt bewegt sich in concen­trischen Kreisen. Beide Hefte enthalten Belehrungen, Muster und Aufgaben in großer Auswahl, daß der Lehrer nie in Verlegenheit kommt. Den Stil übt man durch Nachahmung guter Muster, die hier vorkommenden sind dem Anscheine nach nicht gemacht, sondern das Ergebniß einer langjährigen Praxis, weshalb beide Hefte voller Lust und Leben sind. Jedes Heft bildet für sich ein Ganzes, nur ist das zweite höher gehalten und gebt noch etwas über die Schule hinaus. Wenn schon die erste Auflage ihrer Brauchbarkeit wegen beifällig aufgenommen wurde, so bedarf das Merkchen in seiner jetzigen Gestalt keiner weiteren Empfehlung es wird für sich selber sprechen.

Brodpreise

vom 7. bis 21. Juni 1891.

Bei de« Bäckern. a

1 Kgr, (2 Pfd.) Weißbrod . .............31

2 (4 ) Weißbrod....... 62

1 m (2 ) Schwarzbrot) 1. Sorte ........,29

2 (4 ) Schwarzbrot) 1. Sorte.........58

1 (2 ) Schwarzbrot) 2. Sorte....... 27

2 (4 ) Schwarzbrot) 2. Sorte.........54

3 (6 ) Schwarzbrod 2. Sorte

bei L. Keil, I. Lein, K- Haas 81

1

2 3 1 2 3

(6 )

(2 , )

(4 , )

(6 , )

Bei den Brodverkäufern.

Weißbrod........

Schwarzbrod 1. Sorte . . .

1. Sorte . . .

1. S»rte

2. Sorte . . .

2. Sorte . . .

2. Sorte . . .

27

54

4

31

62

29

58

Gießen, den 6. Juni 1891.

Grotzh. Polizeiamt Gietzen. Fresenius

Es fteht anßer Zweifel, daß Personen, welche an Krank- Heiden des Magens und Darmes leiden, in Folge dessen zur Ver­dauung unfähig sind, in vorzüglicher Weise ernährt werden können durch Kemmerichs Fleisch-Pepion. Dieses wird aus bestem, von Fett befreitem Fleisch so dargestellt, daß Letzteres bereits in löslicher Form dem Magen zugeführt wird. Der Magen hat alsdann keine Arbeit mehr zu verrichten, aber mit anderen Worten: der Organis­mus kann ernährt werden, ohne die Hilfe der verdauenden Magen- und Darmsäfte in Anspruch zu nehmen. Es bedarf zweifellos nur dieser Aufklärung des Publikums, um dem Kemmerich'schen Fleisch- pepton auch in der Küche den ihm gebührenden Platz anzuweisen.

^er Natur-Medicinal-Ungarwein

von I. Leuchtmann, Wien

zeichnet sich den anderen im Handel vorkommenden Ungarweinen (Tokayer) gegenüber aus:

I. durch seine natürliche ausschließlich edlen Trauben ver­dankende SÜtze, während bet allermeiste als Tokayer verkaufte Wein mit Zucker versüßt, daher a s Medieinalwein wertblos ist.

II. emyält LenchtmannS Süßer Natur Medicinal Ungar­wein laut Gutachten her Autoritäten der Wissenschaft im höchsten Matze alle diejenigen Bestandtheile, die geeignet sind, Kinder und Kranke zu nähren, Schwache zu kräftigen und den ganzen Organismus zu beleben.

Leuchtmanns hochinteressante BroschüreSüße Medstinal- weine und ihre Verfälschungen", sowie die hochehrenden Aner­kennungen von Seiten der Wissenschaft für die oervorragcirden Leistungen zur Forderuna des reellen Wandels mit süßen Natur- Medtciualweinen ffeben Jedermann gratis zur Äersügung.

Niederlage: Carl Schwaabs Delicatessenhandlung in Gießen. ______________________________ 4672

Temperatur der Lahn und Lust

gemessen am 8. Juni, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: AlMr 131/2, Luft 171/2 Grad Reaumur.

L. Ehr. Rübsamen Wwe.