Bekanntmachung,
die öffentliche Faselschau zu Hungen betreffend.
Wir bringen zur öffentliche« Kenntniß, daß in Verbindung mit der am 21. September l. I. stattfindenden Viehpreis- vertheilung Vormittags 9 Uhr auf dem Viehmarktplatz zu Hungen eine öffentliche Faselschau durch die Körcommission abgehalten werden wird.
Gießen, den 3. September 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.
Gießen, den 5. September 1891.
Betr.: Die Herbstübungen der Großh. heff. 25. Division im Jahre 1891.
Das Großhrrzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzogl. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Zwecks baldiger Liquidirung der Servis- und Fourage- vergütungen beauftragen wir Sie, die noch in Ihrem Besitze befindlichen Quartierbescheinigungen und Fourage- guittungen umgehend hierher einzusenden. .
Wir bemerken dabei noch, daß die Bescheinigungen über die verabreichte, von den Truppentheilen sofort bezahlte Marschverpflegung nicht einzusenden, sondern mit Einnahme-Anweisung versehen, an den Gemeinde-Einnehmer abzugeben sind.
v. Gagern.
Deutsches Xeich.
Berlin, 6. September. Die Kaiserbegegnung von Schwarzenau anläßlich der großen österreichischen Herbstmanöver ist wieder beendigt und wird der deutsche Kaiser zunächst als Gast des Prinzregenten von Bayern in München weilen. Schwerlich sind von der jüngsten Zusammenkunft Kaiser Wilhelms und Kaiser Franz Josephs besonders hervortretende politische Nachwirkungen zu erwarten und auch der Umstand, daß Herr v. Caprivi und Gras Kalnoky, wie schon in Rohnstock nun auch in Schwarzenau der Begegnung ihrer erlauchten Souveraine beigewohnt haben, kann wohl kaum in einem solchen Sinne gedeutet werden. Aber dessen ungeachtet besitzt auch der Kaisertag von Schwarzenau seine klare Bedeutung, das Ereigniß characrerisirt sich als ein neuerliches Kennzeichen des unerschütterlichen Bundesverhält- niffes zwischen den beiden mitteleuropäischen Kaisermächten, das durch gewaltige kriegstüchtige Heere gesichert wird. Der starke Waffenbund Deutschlands mit Oesterreich-Ungarn hat soeben durch die Gegenwart Kaiser Wilhelms, dann auch des Königs Albert von Sachsen, des siegreichen Feldherrn aus großer Zeit, bei den Kaisermanövern der österreichischen Armee eine neue kräftige Illustration erfahren, und in diestr Richtung muß die eigentliche Bedeutung der Monarchenzusammenkunft von Schwarzenau gesucht werden. — Den Kaisermanövern in Oesterreich folgen nunmehr die Kaisermanöver in Bayern. Bei jenen hat sich der Kaiser Wilhelm eingehend davon überzeugen können, welche Stufe militairischer Leistungsfähigkeit die Soldaten seines ersten Verbündeten, des Kaisers von Oesterreich, erreicht, welchen Grad der Kriegsbereitschaft das tapfere österreichische Heer auszuweisen vermag und es wird versichert, daß Kaiser Wilhelm hiervon nur die besten Eindrücke empfangen habe. In den Tagen des 9., 10. und 11. September wird dem erlauchten Monarchen nun Gelegenheit werden, sich auch von der Tüchtigkeit und Leistungsfähigkeit des bayerischen Heeres und somit eines wichtigen Gliedes der deutschen Gesammtarmee überzeugen zu können. Zum ersten Male soll der Schirmherr des Reiches vor den Fronten bayerischer Truppen erscheinen, um dieselben nicht nur in der Parade zu sehen, Indern sie auch im Feldmanöver zu beobachten. Dies aber bedeutet nicht blos einen rein militairischen Vorgang, sondern zugleich ein politisches Ereigniß, von dem ein noch engerer Anschluß des nächst Preußen größten Bundesstaates an das deutsche Reich und weiter eine Verdichtung der so freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Höfen von Berlin und München zu erwarten steht.
Berlin, 5. September. Der „Reichsanzeiger" theilt mit, daß dem Anträge zahlreicher Jnteressentengruppen wegen kostenfreier Abstempelung neuer italienischer Rententitel bei Umtausch gegen alte gestempelte nach Lage der Gesetzgebung, die eine kostenfreie Abstempelung nur bei inländischen Papieren der Art gestatte, nicht entsprochen werden konnte.
Kiel, 5. September. Vergangene Nacht hat bei Friedrichs- ort ein Gesechtsmanöv er von Torpedo booten gegen die Minensperre stattgesunden, welchem I. K. H. der Prinz und die Prinzessin Heinrich auf der „Irene" beiwohnten. Die Minenübung hat mit heute Mittag ihr Ende erreicht und ist infolge dessen den Schiffen die Passage im Kieler Hafen ohne Lootsen wieder sreigegeben worden.
Anrland.
Basel, 5. September. In Andeer (Canton Graubünden) bei Rongellen aus der Via mala stürzten hundert Cubikmeter Felsblöcke herab. Die Splügenstraße ist für Fuhrwerke gesperrt; Passanten müssen über das Trümmerfeld steigen. Eine Anzahl Arbeiter ist mit dem Sprengen der Felsblöcke beschäftigt.
Göpsritz, 5. September. Die beiden Kaiser, der König von Sachsen und Prinz Georg von Sachsen trafen mit ihrem Gefolge bereits Vormittags 8 Uhr aus dem Manöver- s e l d e ein und beobachteten von dem höchstgelegenen Punkte desselben, der Baderhöhe aus, den Anmarsch der beiden Flügel. Die Centren der beiden gegeneinander operirenden Armeecorps stießen in unmittelbarer Nähe der Kaiser aufeinander. Dieselben begaben sich alsdann zu den südlichen Flügeln der Armeecorps. Kaiser Wilhelm verfolgte längere Zeit gemeinsam
mit dem Erzherzog Albrecht den Verlaus des Kampfes. Das Wetter war Anfangs sehr heiß, daraus stellte sich strichweiser Regen ein.
Schwarzenau, 5. September. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm, welcher den Manövern mit großem Interesse und sichtlicher Befriedigung gefolgt war und alle Strapazen mit größter Leichtigkeit überwunden hatte, besprach zeitweilig den Gang des Manövers mit dem Generaladjutanten v. Wittich und dem Ches des Generalstabs, Generallieutenant v. Schliessen. Der Eindruck des Feuerkampfes mit dem rauchschwachen Pulver war ein sehr gewaltiger. Um 1 Uhr Nachmittag trafen Se. Majestät der Kaiser Wilhelm und der König von Sachsen wieder hier ein, eine halbe Stunde später Kaiser Franz Joseph. Der Reichskanzler General v. Caprivi und Graf Kalnoky kehrten um V/2 Uhr nach Maires zurück.
Hven, 5. September. Heute Vormittag trafen der Kaiser von Rußland, die Könige von Dänemark und von Griechenland, der Großfürst-Thronsolger, der Kronprinz von Dänemark mit seinen Söhnen Prinzen Christian und Karl, sowie die Prinzen Wilhelm und Johann von Schleswig- Holstein-Sonderburg-Glücksburg an Bord des „Danebrog" hier ein, um der Einladung des Königs Oskar zur Hasenjagd zu entsprechen. Um 12 Uhr fand ein Dejeuner statt, sodann erfolgte der Ausbruch zur Jagd. Um 4 Uhr war die Jagd beendet. Der König von Schweden gab sodann um 5 Uhr an Bord der Königlichen Jacht ein Dejeuner dinatoire.
Petersburg, 5. September. Einer heutigen Bekanntmachung zufolge ergreift die orthodoxe Geistlichkeit die Initiative zur Veranstaltung von Sammlungen für die Noth- lei d e n d e n in den von der Mißernte heimgesuchtenrussischen Gouvernements. Der heilige Synode verordnet, Büchsensammlungen in den orthodoxen Kirchen zu bewerkstelligen, die Nothleidenden seitens der reicheren Klöster und Kirchen durch Geld und Speise zu unterstützen und in den Gouvernements und Kreisstädten Comites zur Annahme und Vertheilung freiwilliger Gaben einzusetzen. Außerdem ist specielle Anordnung getroffen wegen Sammlung von Spenden für die Lehrer und Schüler der der orthodoxen Geistlichkeit unterstehenden Kirchenpfarr- und Leseschulen in den von der Mißernte heimgesuchten Gouvernements.
Ne«efte Nachrichten.
WolsiS lelcgrspküchrS Lorrespondenz-Dur.au.
Mannheim, 6. September. Heute früh entgleisten bei dem Neckarau-Uebergang die Locomotive und 7 Wagen eines von Heidelberg kommenden Güterzuges. Ein Bremser wurde schwer verletzt,- der materielle Schaden ist ziemlich erheblich.
Paris, 6. September. Der König Alexander von Serbien hat sich heute Nachmittag nach Bar für Aube begeben, um den dort stattfindenden Truppenmanövern beizuwohnen.
Newyork, 6. September. Nach einer Meldung des „Newyork Herald" aus Valparaiso haben die Truppen der Congreßpartei die Städte Coquimbo und Serana eingenommen. Ruhestörungen haben bei Besetzung dieser Städte nicht stattgefunden.
Kopenhagen, 6. September. Die kaiserlich russischen Herrschaften, sowie die übrigen Mitglieder der königlichen Familie trafen heute Vormittag hier etn und wohnten dem Gottesdienste bei. Nach demselben nahmen die russischen Herrschaften und die Mitglieder der griechischen Königssamilie das Dejeuner auf dem „Polarstern" ein. Die Prinzessin von Wales dejeunirte mit den übrigen Mitgliedern des dänischen Königshauses auf dem „Osborne". Nach dem Dejeuner begaben sich die Herrschaften zu Schiff nach Helsingoer und von dort mittelst Sonderzuges nach Fredensborg. Anläßlich des morgigen Geburtstages der Königin von Dänemark findet große Cour und Galadiner statt. An letzterem werden auch die Minister und die Hofchargen theilnehmen.
Localcr un6 provinzielles.
Gießen, 7. September.
— Sitzung Großherzogl. Handelskammer vom 14. August 1891. Anwesend waren die Herren: Scheel, Gail, Homberger, Kraatz, Wortmann. Seitens der Butzbacher Farbenfabrik war der Kammer eine an den Bundesrath gerichtete Petition einer Reihe deutscher Fabrikanten und Farbengrubenbesitzer um Einführung eines Schutzzolles auf rohe und gemahlene Erdfarben zur Unterstützung übersandt worden. Die Kammer hat dieses Ersuchen getreu ihrer sreihändlerischen Tendenz abgelehnt. — Mit Rücksicht auf den § 105 b des Arbeiterschutzgesetzes, wonach die^Festsetzung der Stunden, während welcher im Handelsgewerbe die Beschäftigung an Sonn- und F e st t a g e n stattfinden darf, durch die Polizeibehörde erfolgt, hat die Kammer nach vorhergehender Einholung der Wünsche der Interessenten eine Eingabe an Großh. Polizeiamt gerichtet und in derselben beantragt: Die Stunden, während welcher im Handelsgewerbe an Sonn- und Festtagen die Beschäftigung stattfinden darf, für die Manufacturwaaren- branche mit Landkundschaft auf die Zeit von 11 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nachmittags und für alle übrigen Branchen auf die Zeit von V,8 bis ^10 Uhr Vormittags und 11 Uhr Vormittags bis 2 Uhr Nachmittags festzusetzen. — Von Seiten der hiesigen Fleischer-Innung wird eine localgesetzliche Regelung der Sonntagsruhe wie folgt beantragt: Das Offenhalten der Geschäfte soll in der Zeit vom 1. October bis 31. März Vormittags von 7 bis 9 Uhr, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr und vom 1. April bis 30. September Vormittags von 6 bis 9 Uhr und Nachmittags von 6 bis 8 Uhr stattfinden.
— Einbrüche. Heute Nacht wurde in einer Restauration der Liebigstraße eingebrochen und verschiedene Eß- und Trinkwaaren entwendet; an Geld fiel den Einbrechern der Inhalt der Sammelkasse für Schiffbrüchige in die Hände/ wogegen die erbrochene Wirthschaftskasse bereits vom Besitzer
vorsorglich entleert worden war. — Außerdem wurde im Hause des Herrn Oberst, Frankfurterstraße, eingebroche«,- die Thäter wurden jedoch gestört, bevor sie ihr Vorhaben ausführen konnten.
— Postpersoualuachricht. Der Postinspector S ch ö n h a l s ist zum Postrath bei der Kaiserlichen Ober-Postdirection in Darmstadt ernannt worden.
— Die Großh. Ceutralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbevereiu zu Darmstadt nimmt seit einigen Jahrzehnten naturgemäß an Umfang ihrer Aufgaben und Arbeiten zu, die Zahl ihrer Mitarbeiter mußte sich vermehren. Zu den ihr unterstellten Handwerkerschulen, die sich erfreulicher Weise immer noch vermehren, gesellten sich sogen, erweiterte Schulen dieser Art mit Tagesunterricht, die Kunstgewerbeschulen in einigen Städten und die stetig wachsende Landes- baugewerkschule. Weit über 6000 Schüler und 200 Lehrer kommen dabei in Betracht. Die entsprechende Heranbildung dieser Lehrer, die Beschaffung des geeigneten Lehrmaterials, die fortgesetzte Verbindung mit allen diesen Schulen (fast 100) und deren regelmäßige sachkundige Revision fordert schon viel von den zwei Mitgliedern Großh. Centralstelle für die Gewerbe. Dazu braucht es steten Verkehr mit den 58 Gewerbevereinen, deren Tausende von Mitgliedern von Großh. Centralstelle meist mehr erwarten müssen, als die Zutheilung des wöchentlich erscheinenden „Gewerbeblattes". Und alle diese, an stete literarische Mitarbeit nothwendig sordernde Thätigkeit soll von zwei Mitgliedern Großh. Centralstelle auf die Dauer mit Erfolg gethan, wovon der Vorsitzende diese Funktionen, nur „im gering remunerirten Nebenamt" versieht. Was in früheren, kleineren Verhältnissen auf diesem Gebiete durch dazu ebenso befähigte als fleißige Kräfte zu erreichen war, ist es heute nicht mehr, wo andererseits so Vieles thätig ist, unseren tüchtigen Handwerkerstand zu fchädigen. Deshalb erscheint uns ein jetzt von dem Abgeordneten Schröder bei der zweiten Kammer der Stände eingebrachter Antrag zeitgemäß, der dahin geht: „Die Kammer wolle an Großh. Staatsregierung das Ersuchen richten, den Ständen eine Vorlage zu machen, welche die Besetzung der Stelle des Vorsitzenden Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbeverein mit einer diese Geschäfte ausschließlich — also damit nicht bloß im Nebenamt stehend — versehenden und demgemäß bezahlten geeigneten Kraft zum Gegenstand hat.
— Gerichtliches. Gestattet ein Gläubiger wegen seiner in Beitreibung befindlichen Forderung eine Frist von bestimmter Dauer, ohne in der betreffenden Fristbescheinigung bestimmt zu haben, daß nach Ablaus der Frist mit der Zwangsvollstreckung sortzusahren sei, so hat nach gesetzlicher Vorschrift die Zwangsvollstreckung zu beruhen und kann erst wieder ihren Fortgang nehmen, wenn der Gläubiger bei dem Gerichtsvollzieher anruft. Es empfiehlt sich daher für den Gläubiger, bei Fristgestattungen in der Fristbescheinigung zu bemerken, daß nach Ablauf der Frist das Verfahren fortzusetzen feier erspart sich dadurch den Anruf, die Sache geht von Amtswegen weiter. In Folge Unkenntniß dieser neuen Bestimmung, die übrigens schon seit Juni 1890 besteht, sollen zahlreiche Executionen beruhen, worüber die Schuldner gewiß nicht murren werden.
— Landwirthschaftliches. Der diesjährige Weizen und Roggen ist bekanntlich in unserer Gegend größtenteils ausgewintert. Es werden demnach von diesen Fruchtgattungen wenig oder gar nichts in die Scheuern verbracht. Trotzdem haben die Landwirthe, welche sich auf mehrere Jahre in der Feuerversicherung versichert haben, die Prämien für diese Fruchtarten, auch wenn sie diese nicht eingefahren haben, zu zahlen, erhalten auch im Falle eines Brandschadens nur für die seither versicherte Sommersrucht Schadenersatz, wenn nicht vorher bei dem betreffenden Versicherungs-Agenten eine Abänderung veranlaßt worden ist. Bei diesen ist die schriftliche Angabe, daß man den versicherten Weizen u. s. w. für dieses Jahr in Wegfall und statt dessen so viel Sommerfrucht mehr zur Versicherung bringen wolle, meistens genügend. Also dieses den Landwirthen zur Beachtung!
— In den Zeitungen lieft man eben öfter Gesuche von Mostobst. In den meisten Fällen bekommt man keine hohen Preise für dasselbe, da die Händler natürlich soviel als nur irgend möglich verdienen wollen. Wir machen die Obstzüchter der Provinz darauf aufmerksam, daß sie sich mit viel größerem Nutzen an die Geschäftsstelle des Oberhessischen Obstbauvereins in Friedberg wenden können. Namentlich könnten.die Bürgermeister, Pfarrer und Lehrer in den einzelnen Orten hier viel dazu thun, daß auf diese Art der Obstbauverein unentbehrlich wird, eine immer größere Verbreitung finden und so wieder naturgemäß immer mehr nutzen und seiner Ausgabe noch mehr wie seither gerecht werden kann.
— Diejenigen Mannschaften, welche beim Aushebungsgeschäft im Jahre 1886 der Erfatzreferve überwiesen worden sind und nicht geübt haben, treten am 1. October d. I. zum Landsturm ersten Aufgebots über und haben ihre Ersatz- reservepäffe bis zum genannten Zeitpunkt dem Bezirksfeldwebel des Aufenthaltsortes zwecks Eintragung des Ueberführungs- vermerks einzusenden. Wir machen die betreffenden Mannschaften hierdurch auf diese Bestimmungen aufmerksam.
Langen, 4. September. Das „L. W." schreibt: Vor etwa einem halben Jahrhundert entlieh ein junger Mensch bei einem Lehrjungen einen Gulden. Letzterer dachte bald nicht mehr an ein Zurückempfangen und verschmerzte das Geld. Der Entlehner ging später nach Amerika und ließ nichts mehr von sich hören. Vor einigen Tagen kam ein Brief, welcher nicht nur den geliehenen Gulden, sondern auch die genau ausgerechneten Zinsen enthielt. Der Entlehner war nach Calisornien gegangen und hatte sich dort Vermögen erworben. Zufällig brachte er in Erfahrung, daß der Freund, welcher ihm s. Z. aus der Noth geholfen, noch lebe, und erachtete er es für seine Pflicht, das Capital nebst Zinsen, endlich abzutragen.


