Ausgabe 
7.8.1891
 
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6550

Bahnhofstraße 57.

5012

Packctfahrt-Actten-Gesellschaft, tst am 4. August, 8 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommm.

Vorzügl. kohlensaur. Mineralwasser.

Ausgezeichnet begutachtet v. zahlr. Professoren u. Aerzten.

Vortreffliches Tafelwasser bevorzugtes diätetisches Getränk. Besonders geeignet zum Mischen mit Wein und Spirituosen.

Niederlage In Originalgefässen bei Emil Fischbach.

Verkehr, Land- nnd volkswirthschaft.

Frankfurt <u M», 5. August. DerJungschweine-Markt am Bebraer Bahnhof war gestern mit 186 Zuchtthieren befahren. 18 bis 25 Wochen alte Thiere wurden mit 36 bis 60 X, 12 bis 18 Wochen alte mit 20 bis 30 X per Stück bezahlt. Der Markt war gut von Landwirthen besucht und es wurde lebhaft gekauft. Auf der städtischen Freibank im Schlachthof wurden gestern größere Mengen verschiedener Fleischsorten ausgeschnitten. Ochsen­fleisch zu 40 Pfg., Kuhfletsch zu 30 Pfg. und 35 Pfg., Kalbfleisch zu 30 Pfg. und Schweinefleisch zu 40 Pfg. per Pfund.

7100] Ein fast neues

Sicherheits-Zweirad

wegen Abreise billig zu verkaufen

Löwengasse Nr. 9, 2. Stock.

Gottesdienst der israelittschen ReligümsgeseUschast.

Frettag Abend 7< Uhr, Samstag Vormittag 8^ Uhr, Samstag Nachmittag 4°° Uhr, Samstag Abend 8^ Uhr.

SchTffsnerch^ichte«.

Hamburg, 3. August. Das Hamburg-Newyorker Post- DampfschiffRussia", Eapitän Schmidt, von der Hamburg-Amerika­nischen Packetfahrt-Actien.Gesellschast, ist am 2. August, 6 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen.

Hamburg, 4. August. Das Hamburg-NewyorkerPostdampf­schiffMoravia", Eapitän Winkler, von der Hamburg-Amerikanischm

5012] Ich bringe hiermit meine reinen Wem-und Mosel- Weiß- und Rothnlkine, ä Liter v. 7« Pfg. bis Mk. 1,80. in empfehlende Erinnerung. Bei Abnahme von zehn Litern Preis­ermäßigung.

Ph. Bauer II.,

Geschäftsbrief zu schreiben.Wegen der Lappalie, die Sie dem Kunden Schmidt mittheilen sollen, nimmt man doch keinen großen Bogen, sondern einen kleinsten Formats." Sehr wohl, Herr Principal!" antwortet der Commis, zer­reißt den großen Bogen Papier und nimmt einen kleinen.

* Em Professor, welcher einem wissenschaftlichen Con- gresse in London betgewohnt hat, kehrt zu seiner Gattin zu­rück und diese empfängt ihn mit der Frage:Nun, was hast Du mir aus England mitgebracht, lieber Mann?" Der Professor zieht seine Uhr aus der Tasche und entgegnete: Ich habe Dir mitgebracht die genaue Zeitangabe des Obser­vatoriums zu Greenwich: es ist jetzt 5 Uhr 32 Minuten und 47 Secunden."

flehentliche Vergebung.

1400 Ctr. Nußkohlen (mager, ge­siebt und griesfrei), erster Qualität, sollen für das Justizgebäude in Gießen angeliefert werden. Die Preise sind doppelt anzugeben, einmal für die Kohlen, wie sie gesiebt und griesfrei geliefert und zum andern, wenn der sich im Keller ergebende Gries zurück­zunehmen ist.

Angebote mit verschlossenen Proben können bis zum 15, L auf ber Gerichtsschreiberei des Landgerichts zu Gießen (Zimmer Nr. 33) ein­gereicht, daselbst auch die übrigen Bedingungen in Empfang genommen werden.

Gießen, 5. August 1891.

Der Großh. Landgerichts - Secretär: Loewer. ?097

Preisabschlag für Flaschenbier.

Bei Bestellung von mindestens 10 Flaschen liefert frei ins Haus für 17 Pfa. '/. Flasche, für 22 Pfg./i Literflasche hell oder dunkel Gietzener Actienbier; für 18 Pfg. 'k Nasche, für IO Pfg.

Flasche, für 24 Pfg. V, Literflasche la. hell Frankfurter B.cr 6956] Die Flaschenbier-Niederlage Llcherstrafie 3.

7095] Ein IVriähriger Zuchtbulle, reine Vogelsberger Rasse, gekört, dunkel- roth und gut im Sprung verkauft

Karl Hämmerle, Daubringen.

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Nur beste Qualitäten (keine Fabrikardeit). Billigste Preise.

verrutschtes

* Frankfurt, 5. August. Eine Dame ließ sich gestern eine Tasche mit einem Inhalt von angeblich 7000 Mk. in baar und 12 000 Mk. in Effecten von einem Jungen, der sie unterwegs darum ansprach, tragen. Unterwegs verschwand der Träger, wie jetzt ermittelt der 13jährige Waisenknabe Kussel, mit der Tasche in einem Haus am Holzgraben, das einen Ausgang auf die Zeil hat. Der Junge ist heute Morgen am Theaterplatz gesehen worden, es ist aber mcht gelungen, seiner habhaft zu werden.

* Durch die Brutalität eines militärischen L-chunrum- lehrers ist am 31. Juli ein Garde-Ulan ertrunken. Der Ulan Seifert sollte in der Schwimmanstalt in Plötzensee bet Berlin, um welche sich aus der Außenseite eine Ballustrade befindet, die dem Schwimmlehrer als Aufenthaltsort bient, drei Seiten umschwimmen. Der Gefreite Dehn, welcher Capitulant ist und seit vier Jahren bei der genannten Schwadron steht, sungirte als Schwimmlehrer und hatte Seifert an der sogenannten Angel. Als der Schwimmer das Ziel fast erreicht hatte, klammerte er sich an einem dort ein­gerammten Pfahle fest und gab Dehn Zeichen, daß er vor Erschöpfung nicht weiterschwimmen könne. Dehn war hier­über sichtlich empört, nahm die Angel und schlug damit auf die Hände des sich sesthaltenden Soldaten ein. Hierbei löste sich die Leine von der Stange. Seifert ließ vor Schmerz die Hände los und versank dann lautlos in den Fluthen. Richtig ist nun, daß Dehn mit vollem Zeuge sofort dem Untergegangenen nachsprang, doch konnte er ihn nicht mehr erreichen. Ein Offizier zog nunmehr die dort angebrachte Allarmglocke, auf welches Zeichen hin sämmtliche Schwimmer sich in das Wasser stürzten und dasselbe absuchten. Die Leiche wurde erst nach etwa 30 Minuten gefunden, sie hatte sich unter einem Brette, welches die Badeanstalt abschließt, fest­gesetzt. Dehn wurde in Untersuchungshaft abgesührt.

* Ein freies Land. Sehr bezeichnend für die ewigen Befürchtungen der russischen Regierung ist die Thatsache, daß die Postverwaltung Befehl erhielt, selbst offene Briefkarten, welche stenographisch beschrieben sind, zurückzuhalten, bis ihr Inhalt ermittelt werden könne! Desgleichen werden steno­graphierte Zeitungen, alsmöglicherweise staatsgesährlich

la. neue Grünkern für Wiederverkäufer billigst (7113 Benner & Krumm, Gießen.

nicht expedirt.

* Ein boshaftes Bermächtniß. In Lyon, so erzählt derFigaro", starb kürzlich eine reiche alte Dame, die u. A. auch ihren langjährigen Hausarzt mit einem letztwilligen An­denken erfreute. Es war ein kleiner, kunstvoll gearbeiteter Schrank, den die alte Dame dem Arztefür seine auf­opfernden Bemühungen, dank denen sie ein so hohes Alter erreicht hätte", vermachte. Als der angenehm überraschte Jünger Aesculaps das Schränkchen öffnete, fand er darin all die Medicin und Pillen, die er der alten Dame bei Lebzeiten verschrieben hatte, unberührt und in schönster Ord­nung in ihren zierlichen Fläschchen und Schachteln.

* Newyork, 2. August. Am Freitag Abend drangen ungefähr 50 betrunkene italienische Arbeiter, welche an der Norfolk- und Western-Eisenbahn in West- Birginien beschäftigt sind, in das nahe der Bahn gelegene Haus der Familie Brumfield. Der Vater und seine Familie setzten sich zur Wehr, wurden aber bald überwältigt. Die Italiener schnitten daraus allen Dreien die Hälse ab und durchbohrten die Leichen mit Dolchen. Dann ermordeten sie die Mutter und drei kleine Kinder. Schließlich steckten die Unholde das Haus in Brand. Was das Motiv des grausigen Verbrechens betrifft, so nehmen Viele an, daß persönliche Feinde der reichen Familie die Italiener gedungen haben. Die Einwohner der Gegend sind derartig erbittert, daß sie die Mörder zu lynchen entschlossen sind.

*Die Kunst, zu sparen, haben Sie noch immer mcht gelernt, Mayer!" so ruft der Principal seinem Commis zu, der eben einen großen Briefbogen hervorgeholt hat, um einen

Limburg, 5. August. Fruchtmarkt. Rotber Weizen X 20., weißer Weizen X, Korn X 1680, Gerste X Hafer X 7.40, Erbsen, Kartoffeln

In Oberhessen und Umgebung finden im Monat August u. A. folgende Markte statt:

Den 10. in Hungen Vieh- und Krämermarkt, Herbstein, Schotten 2 Tage Pferde- und Viehmarkt, Mainz 14 Tage Meffe, Usingen Vieh- und Krämermarkt.

Den 11. in Weilburg Vieh- und Krämermarkt.

Den 12. in Friedberg Vieh- undKrämermarkt, Schotten.

Den 17. in Echzell Viehmarkt.

Den 18. in Darmstadt Viehmarkt, Gießen Vieh- und Krämermarkt, Ober-Seemen 2 Tage Viehmarkt.

Den 21. in Vilbel 2 Tage Krämermarkt.

Den 24. in Alsfeld Viehmarkt, Lich Vieh- und Krämer- markt, Mainzlar Fohlenmarkt, Freiensteinau Viehmarkt.

Den 26. in Gedern Krämermarkt, Wetzlar Vieh- und Krämermarkt, Frankfurt a. M. 3 Wochen Messe, Gladenbach Vieh- und Krämermarkt. . ,

Den 27. in Butzbach Vieh- und Krämermarkt, Grunberg Vieh- und Krämermarkt.

Den 28. in Rodheim v. d. H. Schweinemarkt.

Den 31. in Langsdorf Vieh- und Krämermarkt.

Zur Drreitung von Aepfelwein. Fast in jeder land- wirthschaflltche, Haushaltung befindet sich neuerdings ein sogen. Kohlhodel, denselben benutzt man zweckmäßig zur Zerkleinerung der zur Aepfelweinbereilung bestimmten Früchte. Dem Zerkleinern folgt ein Zerstampfen und Auspressen, zu dem Zweck macht man sich einen Kasten mit vielen kleinen Lochern und einem starken Deckel, welcher in den Kasten hineingelegt werden kann. In diesen Kasten kommt der Brei und wird mittelst eines Gewichts, das an einem langen Hebel, dessen Unterstützungspunkt auf dem Deckel steht, aufgehängt ist, ausgepreßt. Der Preßrückstand wird dann ausgekocht und aber­mals gepreßt und der so gewonnene Saft dem ersteren zugesetzt, sobald er völlig erkaltet ist. Ist der Saft sehr zuckerarm, so mutz soviel Stärkezucker zugesetzt werden, daß die Menge ca. 12pEt. beträgt. Man darf sich hierbei nicht durch den Geschmack tauschen lassen, Aepfel, die viel Fruchtsäure enthalten, schmecken oft wenig süß, da die Fruchtsäure den Zucker verdeckt, während säurearme Apfel oft weniger Zucker enthalten und doch süß schmecken. Die Gährung läßt man so verlaufen, wie wir es neulich bei der Her­stellung des Kirschweines beschrieben haben. Derjenige Theil, der schon im Winter verbraucht werden soll, wird wärmer gestellt wie der Dauerwein.

Eingesandt.

Gießen, 6. August 1891.

Unsere mit jüngstem Eingesandt erwähnten Listen verfolgten den Zweck, diejenigen hiesigen Geschäftsleute zu ermitteln, welche neben geschäftlichem Interesse auch noch dasjenige für ihre Familien zu schätzen wissen und diesen letzteren den Sonntag Nachmittag durch Geschäftsschluß frei zu erhalten bestrebt sind. Wir gelangten auf Grund dieser Namensunterschriften zu der Erfahrung, daß nicht nur (in einseitiges Hasten und Drängen besteht, sondern unsere Eollegm auch ein Ideal vor Augen haben und das Resultat von 197 Gleich­gesinnten läßt keinen Zweifel mehr darüber bestehen, daß mir einen freien Sonntag Nachmittag haben wollen. Wenn z. B:

von 28 Manufacturisten 20 und

75 Eolonialwaarenhändlern 61 sich für unser Project entschieden haben, so werden die vorgesetzten Behörden, in richtiger Würdigung der Thatsachen, gewiß nicht ermangeln, den gerechten Wünschendes weitaus überwiegenden T heiles der hiesigen Handels- und Gewerbetreibenden zu entsprechen.

Nur insofern kann, wie wir in Erfahrung brachten, von innerer Bitte Abstand genommen werden, als der Hauptgottesdienst frei gehalten werden soll, ein Schluß der Geschäfte also während dieser Reit voraussichtlich stattzufinden hat. Auch hierin werden wir ohne Weiteres (und trotz der früher angeführten Beweise, den Besuch der Kirche stets zu ermöglichen) zustimmen, indem wir unseren Antrag dahin formuliren: _ , _

die vorgeschriebenen fünf Stunden so zu legen, daß uns der Sonntag Nachmittag bleibt"

und dies erreichen wir, wenn wir unsere Verkaufsgeschaste von Morgens 1/28 bis V2IO Uhr öffnen, während des Hauptaottesdlenstes schließen und von Vormittags 11 bis Nachmittags 2 Uhr weiter ^^Wir'handeln im Sinne der uns Zustimmenden für das msprüngliche Project und die wenigen Gegner unftrer Sache werden im Laufe der Zeit belehrt werden, daß dieses Verfahren keinen Nachtheil auch für sie gebracht hat. A- P. L,

rief- und Packetsiegel- Marken

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Vorhandene Stempel können benutzt werden.

Literatur uwt1 ICnnft.

Nr. 44 (2. Jahrgang) der Wochenschrift zur Unterhaltung und Belehrung für junge Mädchen »Da- Harrbmütterchen" Ist erschienen und hat folgenden Inhalt: Hauüwirthschafllicher Theil: Die armen Mädchen. Geselligkeit und Hang zur Einsamkeit. Krcmkev- pflege. Aus den Aufzeichnungen einer Kochschülerin. Alles nicht für eines, eines nicht für alle. Reisen. Practische Winke für die Zu­bereitung der Speisen. Eine Rosenplauderei. Neue Moden. (Schluß.) Handarbeiten. Gesundheitspflege. Küchenzettel und Recepte. Unterhaltender Theil: Die Strandliese. (Fortsetzung.) O lasse keine Nacht im Groll vergehn. Wie der Großvater die Großmutter nahm. (Fortsetzung). Polterabendgedicht. Bunte Ecke. Räthsd. AuSkunfts- ecke. Briefkasten. Anzeigen. Abonnements auf dasHaus­mütterchen" nehmen sämmtliche Postanstalten und Buchhandlungen entgegen. Probenummern werden jederzeit gratis abgegeben von dem Verlage: Emil Kaulfutz, Ueckermünde.

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gemessen am 6. August, Vormittags zwischm 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Luft 13 Grad Reaumur.

L. Ehr. Rübsarnen Wwe.