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theater, an dem das Drama seine erste Aufführung erleben sollte, nach Milderung einiger Scenen wieder freigegeben wurde. Der Premiere wohnten indessen einige Geheimräthe Bei, die sich überzeugen mußten, ob die versinnlichende Wirk­ung der Bühne nicht doch noch Manches zu stark ausgetragen erscheinen lasse, lieber jene beanstandeten Scenen und den ,anzen sittlichen Gehalt des Schauspiels ein ander Mal mehr.

Theater. Wir sind ermächtigt, in Bezug aus die am Sonntag aus den Anschlagzetteln erlassene Anzeige, das Gastspiel des Fräulein ThessaKlinkhammer betreffend, zu erklären, daß dies interessante Gastspiel nach eingetrosfenen neueren Abmachungen erst am 1. Februar beginnt. Spielen wird die Künstlerin in den StückenDorf und Stadt", Dora",Francillon" undDie wilde Jagd". Auch ver­weisen wir unsere Leser aus die im Jnseratentheile der heu­tigen Nummer erlassene Abonnements-Einladung.

Zur Zuvaliditäts- und Altersversicherung schreibt die D. Ztg.": Soll ich dem Arbeiter, Dienstboten u. s. w., den ich beschäftige, die auf denselben entfallende Beitrags- Hälfte für seine Versicherung am Lohn abziehen ober soll ich aus den Rückersatz verzichten? Diese Frage werden sich in den nächsten Tagen viele Arbeitgeber vorlegen. In der Presse ist bereits mehrfach daraus hingewiesen worden, daß ein Ver­zicht auf Rückerstattung der Beitragshälfte weder der Absicht des Gesetzes entspricht, noch aus anderen Gründen sich empfiehlt. Bei der Jnvaliditäts- und Altersversicherung han­delt es sich um den Erwerb von Ansprüchen, die der Arbei­ter mitverdienen soll. Seine Mitleistung soll sein Interesse an der Versicherung anregen und das Streben wach erhalten, sich aus eigener Kraft gegen die infolge Alters oder Krank­heit abnehmende oder aufhörende Erwerbsfähigkeit wirth- schastlich sicher zu stellen. Nur die eigene Leistung des Arbei­ters ist im Stande, das Bewußtsein in ihm zu begründen, daß er sich durch Versicherung einen Anspruch auf den Bezug einer Rente selbst verdient. Bei dem Arbeitgeber, dem Dienst- Herrn, wird sich ja vielfach das Gefühl geltend machen, dem fleißigen Dienstboten bei dieser Gelegenheit durch definitive Uebernahme der dem letzteren obliegenden Beitragshälsle eine Wohlthat zu erweisen. Diesem an sich berechtigten Gefühle nachzugeben, kann aber nicht eindringlich genug abgemahnt werden. Will die Dienstherrschaft dem Dienstboten bei die­sem Anlasse eine Wohlthat erweisen, so kann dies entweder dadurch geschehen, daß der Versicherungspflichtige mit seinem Einverständnisse in einer höheren Lohnklasse versichert und ihm aus diese Weise durch freiwillige Mithilfe der Dienstherr­schaft eine höhere Reute gesichert wird oder daß dem pflicht­treuen, längere Zeit im Dienste befindlichen Dienstboten eine die Beitragshälfte ersetzende Lohnerhöhung gegeben wird. Nur das einmüthige Vorgehen der Dienstherrschaften in die­sem Sinne ist im Stande, bei den Dienstboten das Gefühl der Zufriedenheit mit den neuen gesetzlichen Einrichtungen zu erzeugen, während diejenigen, welche den Abzug zu machen unterlassen, nicht nur Schuld daran tragen, daß die Versicher­ten über die der Versicherung zu Grunde liegende Idee im Unklaren bleiben, sondern auch bei denjenigen Versicherten Mißstimmungen Hervorrufen, welchen die Arbeitgeber die ge­setzlichen Abzüge machen. Sie bewirken hierdurch, »hne es zu wollen, daß der Absicht des Gesetzes, den socialen Frieden zu fördern, nicht gedient wird. Bemerkt sei hier noch, daß weibliche Versicherte, welche sich verheirathen, nachdem sie mindestens 5 Beitragsjahre (5 x 47 Wochenbeiträge) geleistet haben, die Hälfte der Beiträge, also Alles, was ihnen am Lohn abgezogen worden ist, von der Versicherungsanstalt zurückerstattet wird, daß dieselben aber auch, wenn sie weniger als 5 Jahresbeiträge geleistet haben, ihre aus der Beitrags­leistung erworbenen Ansprüche durch freiwillige Weiterversiche­rung sich zu erhalten in der Lage sind.

Bad-Nauheim, 3. Januar. Dr. Wilhelm Bode feierte gestern das 25jährige Jubiläum seiner Promotion und gleichzeitig seiner 25jährigen Wirksamkeit als Badearzt am hiesigen Platze. Seine Freunde und Verehrer aus dem Beamten- und Bürgerstande, sowie der Gemeinderath in torpore verfügten sich persönlich zu dem um das Prosperireu unseres Bades hochverdienten Jubilar, um ihre Gratulation zu überbringen.

X Hungen, 5. Januar. In hiesiger Stadt sowie in den umliegenden Ortschaften werden gegenwärtig Unter­schriften gesammelt zu einer Petition an den Reichstag, welche sich für Erhaltung der Getr eid ezö l le ausspricht.

S. Hungen, 4. Januar. Heute sand dahier im Solmser Hof" eine landwirthschaftliche Versammlung statt, in welcher Herr Landwirt hschaftslehrer Leithiger von Alsfeld überBuchführung" rqerirte. Redner besprach die Noth- wcnoigkeit einer Buchführung für den Landwirth, da derselbe in dieser Hinsicht hinter dem Kaufmann und Industriellen zurückstehe. Eine geregelte Buchführung sei für den Land­wirth von großem Nutzen, nicht allein daß dieselbe ihm jeder Zeit eine Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben gestatte, sondern könnte auch, wenn es gelte einen Beweis zu erbringen, beim Gericht, beim Steuercommissariat oder in sonstigen Fällen von Nutzen sein. Auch sei es nothwendig für den Landwirth zu wissen, welcher Zweig der Landwirth- schast, ob Bodenerträge, Viehhaltung u. s. w. ihm speciell am meisten Nutzen bringen, das sich natürlich nur durch eine ordentliche Buchführung constatiren lasse. Wenn auch viele Laudwirthe zur Ausrede machten, zur Buchführung keine Zeit zu haben, so sei dieses doch kein Grund, davon abstehen zu sollen, denn die halbe oder ganze Stunde Zeit, welche man hierzu wöchentlich brauche, könne man sich vorzugsweise des Sonntags nehmen, wenn man nur den guten Willen dazu habe. Eine solche Buchführung müsse freilich einfach und leicht ausführbar sein, aber auch eine möglichst klare Uebersicht gestatten. Redner empfahl hieraus ein von ihm selbst ausgestelltes Handbuch und setzte der Versammlung die Handhabuiig eines solchen auseinander. Am Schlüsse des Vortrags sprach Herr Bürgermeister Bender dahier Herrn

Leithiger für seine lehrreichen Ausführungen den Dank der Versammelten aus, welchem die Versammelten durch Erheben von den Sitzen zustimmten.

)-( Berstadt, 4. Januar. Einuudsünzig Jahre lang hat der hiesige Polizeidiener Aker den Dienst in unserer Ge­meinde bekleidet. Schwäche des Augenlichtes nötigten den in den siebziger Jahren stehenden, jedoch noch sehr rüstigen Mann, seine Entlassung zu erbitten, die demselben auch mit Bewilligung einer Pension ertheilt wurde.

Weickartshain, 4. Januar. In frühester Morgenstunde, gegen 3 Uhr etwa, wurden die Einwohner unseres Ortes durch Sturmläuten und Feuerrufe aus dem Schlafe ge­weckt. Es brannte die Behausung des Johannes Opper in der Obcrgasse. Im Nu hatte sich das Feuer von der Scheuertenne aus über den ganzen Dachstuhl verbreitet. Die Feuerspritze war alsbald in Thätigkeit, an ein Retten der Hosraithe war aber nicht mehr zu denken. Man mußte sich daraus beschränken, die benachbarten Häuser durch eifriges Bespritzen stets naß zu erhalten, um die Verbreitung des Feuers zu verhindern. I. Opper ist Nachtwächter und hatte, nachdem er um 1 Uhr geblasen, noch nichts gemerkt. Er ist nicht versichert. Das Vieh und die meisten Hausgeräthe wurden gerettet.

Kleine Miltheilungeu aus dem Großherzogthum. Der Papst hat demVolksverein für das katholische Deutschland" in Mainz, der sich auch die Bekämpfung der Soeialdemo- kratie zur Ausgabe gestellt, schriftlich sein Lob gespendet und dem Vorstände wie den Mitgliedern seinen päpstlichen Segen verliehen. Ein in Groß-Zimmern wohnhafter Ge­flügelhändler wollte mit einer Last Geflügel bei Klein-Ost- Heim den zugesrorenen Main überschreiten, brach aber ein und verschwand sammt seiner Kraxe unter dem Eise. Am Samstag Nachmittag wurden in Goddelau einem Bremser der Hess. Ludwigsbahn beide Beine abgefahren. In Hornbach i. O. geriet!) ein Mann an einer abschüssigen Stelle guter fein mit Holz beladenes Fuhrwerk und wurde sofort getödtet. In Lampertheim ging einem unbe­rufenen Neujahrsschützen die in der Hosentasche befindliche Pistole los. Der Stopfen durchschlug das Fleisch des Ober­schenkels und richtete das ganze Bein fürchterlich zu. In Offenbach hat sich am Neujahrstage eine 65jährige Obst­händlerin vergiftet. In Mainz fanden am letzten Sams­tag Arbeiterentlassungen in dortigen Baugeschäften statt - die harte Kälte zwang zur Einstellung jeder Arbeit.

vermischtes

* Darmstadt, 4. Januar. Das hessische Baucapital der Main-Neckar-Bahn beträgt jetzt 9 712078 Mk. und wird sich mit Zuziehung der neuen Bauunternehmungen auf nahezu 10 Millionen stellen, während Preußen und Baden etwa 13 Millionen Mark in ihren Strecken der Bahn an­gelegt haben. Der hessische Antheil beträgt demnach ca. 42 pCt. In diesem Verhältniß nimmt Hessen auch an den Reinerträgen der Bahn Theil, der für die nächsten Jahre auf ungefähr 2 Millionen pro Jahr anzuschlagen ist, so daß auf den hessischen Antheil jährlich ungefähr 770000 Mk. entfallen, mithin sich eine Verzinsung von 7,75 pCt. ergibt.

* Caftel, 1. Januar. Hiesige Einwohner wollen an das Kriegsministerium in Berlin eine Eingabe richten, in welcher unter Darlegung der jetzigen unerträglich engen Verhältnisse, die jede Entwickelung Casteis ausschließen, um eine Er­weiterung des Festungsgürtels gebeten wird.

Frankfurt a. M., 5. Januar. Sergeant Müller von der 5. Compagnie erschoß sich gestern auf seinem Zimmer in der Infanterie-Kaserne mittelst eines Revolvers. Die Kugel drang in's Gehirn, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Selbstmörder, welcher die That in Folge Schwermuth vollsührt haben soll, war erst 26 Jahre alt. Der zweite Selbstmörder ist der an Säuferwahn leidende Tagelöhner Köhler aus Oppenheim. Derselbe erhängte sich heute früh im Bürgerhospital. Auf der Localbahn kam gestern Abend ein junger Mann, welcher auf den in Bewegung befindlichen Zug springen wollte, vermuthlich in Folge des Glatteises, zu Fall, kam zwischen die Räder und brach beide Beine. Man hofft, den Aermsten wieder her- zustellen. Wie viele Menschen mögen schon durch dies unselige Aus- und Abschwingen zu Krüppeln geworden sein!

ft Aus Kurheffeu, 5. Januar. Eine gräßliche Blut­that hat sich am Neujahrstage in dem Dorfe Niddwitzhausen im Kreise Eschwege zugetragen. Der dortige Schäfer Käsemann hat seine Frau, die dritte, mit der er verheirathet war, vorsätzlich umgebracht. Das entsetzliche Vorkommniß hat das sonst sp ruhige weltentlegene Dorf natürlich in große Aufregung versetzt. Der Schäfer Käse­mann erschien am Neujahrsabend bei dem dortigen Bürger­meister und erstattete die Anzeige, daß seine Frau plötzlich an einem Schlaganfall gestorben sei. Da die Sache sehr verdächtig war, so wurden nähere Untersuchungen an der Todten vorgenommen, welche die Gewißheit lieferten, daß die noch junge, kräftige Frau eines gewaltthätigen Todes gestorben war. Es stellte sich dann auch weiter heraus, daß der Unmensch seine Frau so lange mißhandelt hatte, bis sie ihren Geist aufgab. Ein alter, schwacher Greis, der sich in der Nähe befand, konnte der Geschlagenen keine Hülse leisten, wagte auch nicht, sich einzumischen, da er hülflos und ge­brechlich ist. Als die furchtbare That im Dorfe ruchbar wurde, rückten einige muthige Bauersleute dem Thäter in's Haus und bemächtigten sich feiner Person, was allerdings keine leichte Ausgabe war. Darauf wurde der gewaltthätige Mensch von 6 Mann so lange bewacht, bis der Gensdarm von Esckwege erschien und Käsemann in das Untersuchungs- gefängniß zu Eschwege abführte.

* Berlin, 2. Januar. Die beiden Restaurationen aus dem städtischen Central-Vieh- und Schlacht- Hos sind für die Zeit vom 1. April 1891 auf die Dauer von sechs Jahren für eine jährliche Pacht von 36 000 Mark

verpachtet worden. Der bisherige Pächter zahlte nur 21000 Mark, während diesmal also das Höchstgebot 15000 Mark mehr betrug.

* Biedenkopf, 31. December. Auf schreckliche Weise ums Leben gekommen ist gestern Abend das Kind eines hiesigen Maurers. Dasselbe stürzte rückwärts in einen Be­hälter mit kochendem Wasser und verbrannte sich derart, daß der Tod nach kurzer Zeit das zur Freude ihrer Elten, heran­gewachsene Mädchen von seinen Leiden erlöste.

.. * Nauborn, 5. Januar. Gestern Abend wurde die 19jährige Wilhelmine F., ein blühendes junges Mädchen, im elterlichen Hause tobt aufgefunden. Die Unglückliche hatte ihrem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht.

* Die Ostermetz-Gewerbe Ausstellung zu Leipzig. Dieselbe wird für die Aussteller besonders nützlich gestaltet, denn es werden während der Meßzeit in der Maschinenhalle der Aus­stellung an bestimmten Tagen practische Vorführungen von Hilfsmaschinen der verschiedenen Gewerbszweige stattfinden und zwar:

am 5., 6. und 7. April: practische Vorführung von Leder- bearbeitungs- und Schuhmacherhilfsmaschinen;

am 12., 13. und 14. April: practische Vorführung von Metall­bearbeitungsmaschinen, sowie Maschinen verschiedener anderer Gewerbe -

am 18., 20. und 21. April: practische Vorführung von Holz- bearbeitungsmafchinen, sowie Maschinen verschiedener anderer Gewerbe -

am 26., 27. und 28. April: praetische Vorführung von Maschinen zur Verarbeitung von Papier, sowie anderer Hilfsmaschinen anderer Gewerbe.

Ferner werden jeden Mittwoch und Freitag in der Muster­küche der Ausstellung Vorführung hauswirthschaftlicher Ma­schinen und Geräthe ins Werk gesetzt. Es ist dies eine Reihe von Sonderausstellungen nach Art der Fachausstellung nur mit dem Unterschied, daß zur Vermeidung einer großen Ccm- currenz unter den Ausstellern die Zahl der letzteren in Bezug auf jede einzelne Maschinengattung beschränkt ift. Diese Ein­richtung hat sich schon zur vorigen Michaelismesse und auch zur Neujahrsmesse als sehr zweckmäßig erwiesen, denn die in Leipzig anwesenden Fabrikanten und Gewerbetreibenden werden durch die practischen Vorführungen in die Lage versetzt, neue Hilfsmaschinen in Thätigkeit kennen zu lernen und anzuschaffen. Bei der beschränkten Zahl Aussteller einzelner Maschinen­gattungen ist baldige Anmeldung zu empfehlen und ertheilt die Leitung der dauernden Gewerbe-Ausstellung zu Leipzig gern über das Nähere weitere Auskünfte.

* Merzig, 4. Januar. Den Wunsch, sich eine St reich- holzschachtcl anzueignen, mußte gestern ein elfjähriger Knabe aus unserer Stadt mit dem Tode bezahlen. Die leere Schachtel lag auf dem Eise der Saar, dicht an dem offenen Wasser, an einer Stelle, deren Betreten verboten war. Der Knabe kam beim Schlittschuhfahren jener Stelle nahe, sah die Schachtel liegen und fuhr hin, um sie aufzuheben. Aber das Eis brach ab und mit einem markerschütternden «schrei stürzte der Knabe in den Strom. Als guter Schwimmer kam er bald wieder zum Vorschein und verbuchte mehrmals, auf das Eis zu gelangen. Aber feine krampfhaften Be­mühungen waren vergeblich und als endlich in einem Nachen die Retter nahten, war es zu spät. Sie konnten nur die Leiche des Unglücklichen ans Ufer bringen.

* Rom, 31. December. Der neuesten Statistik zufolge ist die zahlreichste der hiesigen Frem d en-Co l o nien die deutsche- sie zählt 3015 Seelen. Dann kommen die Eng­länder 2501, die Franzosen mit 1850 usw. Es gibt in Rom 6 englische, 4 französische, 4 deutsche und 3 belgische Banken.

* Beschönigung. MutterWas! Und mit dem Referendar hast du gestern getanzt? Dieser leichtsinnige Mensch besucht schon Bälle, obgleich er Trauer hat?'." Tochter:Ach, Mama, er hat ja aber auch recht traurig getanzt!"

* Schliemanns Testament wurde nach derV. T-" am Dienstag in Athen eröffnet. Seine Sammlung von Alter- thümern aus Hissarlik ist dem ethnologischen Museum in Ber­lin vermacht worden.

* Bremen, 1. Januar. Nach einem vorläufigen Ueber- schlag, der indessen durch schwebende Prozesse noch erheblich beeinflußt werden kann, wird die hier im letzten Sommer abgehaltene Nordwest deutsche Gewerbe- und In­dustrie-Ausstellung ein Deficit von rund 90 000 Mk. ergeben. Die Einnahmen haben rund 1433 000 Mk., die Ausgaben etwa 1 522 000 Mk. betragen.

Garantie für Reinheit und Ursprung

Die Deutsch Italienische Wein-Ämport-SeseUschaft mit 6.entraU23eru>uduim m Aranlsurt a. M., Deien Kellereien in Berlin, Frankfurt a. M., Rtünchen und Hamburg Du fort« laufenden Eontrolle von königi. Italienischen oenotechnifche« Beamten uniei|itUi sind, ivdcbe Den Em- uno Ausgang Der ibanc zu w er wachen und für absolute Reinheit und Ursprung r« garantiren Haden, bittet für Den Bczug reiner Vtmui meine den t$,on)uintnten jede nur denkbare Ga-amte; hat sich doch diese Gesell- schüft in dem zwischen ihr und der königlich ilaHemschtN Regierung abgeschlossenen Vrnrcme bei einer Gonvenlionalstraie von Rmk. 1000 für jeden einzelnen Contraoenftonsiall verpflichtet, ausschließlich nnd allein nur reine italienische Weine zum Vertäu, z« bringen. Dec Gonsument Hai also die GeuntzyeU, unter der (Etikette ber Gesellschaft auch wirklich Weine zu kaufen und besonders Roth- meine, welche thatsLchlich diejenigen Benandtheile und nicht- weiter enthalten, welche stärkend auf den Magen wirken uno der Gesundheit zuträglich sind. Gr läuft also keine Gefahr, unter wohl­klingenden Namen Weine trinken zu müssen, welche nur aus gering» wendigen, deutschen Roth- oder Weißweinen und ausländischen Deck­weinen (rote aus sporadischen Miltheilungen der Tageszeitungen ersichtlich, nicht immer von über allem Zweifel erhabenen Ursprünge) hergestellt sind. Beim Einkaus von Rolhweinen ist also doppelte Von ch', besonders auch da geboten, wo es sich darum handelt. Kranken und schwächlichen Personen mit in der Regel recht difficiten Magen ein Stärkungsmittel zuzusuyrcn. «elvstoer- stälio^ch können sich dnse Vcmetkungen nicht auf jene Weinfiimen beziehen, welche nur anerkannt gute und reine Weine zu entsprechende« Preisen verkaufen.