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6.5.1891 Erstes Blatt
 
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Aus Starkenburg, 3. Mai. Die Verwendung reiner Kalkmilch zum Bestreichen der ObstbaumstLmme, wie man sie in diesem Frühjahre wieder mehrfach wahrnimmt, macht sich bei der blendenden Farbe bekanntlich unschön und ist auch dem Auge nicht zuträglich. Vermischt man die Flüssigkeit aber mit Ruß, Erde rc., so läßt sich ein Thon herstellen, der der Rindensarbe ziemlich nahe kommt und weniger unschön ins Auge fällt.

Promenaden Concert Mittwoch den 6. Mai. Programm: 1) Lassen: Fest-Ouverture. 2) Harmston: Edelweiß und Alpenrosen. 3) Waldteufel: Frühlingskinder, Walzer. 4) Donizetti: Finale a. Lucia. 5) Krauße: Offizier-Rus, Marsch (neu).

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lichen Facultät in Würzburg ernannt.

Die Studentin Louise Müller aus Sachsen hat dm Hauptpreis der Universität Zürich für die pflanzenphysiologische Preis-Aufgabe erhalten. Die Lösung der Aufgabe wurde von der Facultät als ausgezeichnet und als eine Erweiteruug der Wissenschaft erklärt.

Der Director des königlichen Museums für Völkerkunde, Prof. Dr. Bastian, ist von seiner fast zweijährigen Forschungsreise wohlbehalten wieder nach Berlin zurückgekehrt.

In der theologischen Facultät der Universität Greifswald habilittrte sich als Privatdocent der Ltcenttat der Theologie Dr. phil. Friedr. G. I. Bosse.

In München fand am 25. April die Eröffnung der neuen chirurgischen Klinik statt. Derselben wohnten bet: Prinz Louis Ferdinand, der Cultusminister Dr. Müller, Geh. Rath Bergmann- Berlin, Bruns-Tübingen, Mikulics Heidelberg und viele Aerzte.

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er ein an einen Faden befestigtes Füns-Cent-Stück zu wieder­holten Malen in den Schlund der besagten Maschine warf. Man brachte den hoffnungsvollen Knaben vor den Richter und dieser entschied in seiner Weisheit, daß der Knabe weder Einbruch, Diebstahl, noch Raub begangen, ja sich nicht einmal der Erlangung von Eigenthum unter falschen Vorspiegelungen schuldig gemacht hätte. Er habe ganz genau gethan, was die Inschrift aus dem Automaten vorschrieb, nämlich:einen Nickel in den Schlund zu werfen." Das Wiederherausziehen des Nickels an dem Faden feidurch den Wortlaut des Eontraets nicht verboten". Demzufolge erfolgte die Freisprechung des intelligenten" Knaben und Jung-Amerika verließ triumphie­rend den Gerichtssaal!

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Professor Schanz in Würzburg wurde sür .

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* Trier, 2. Mai. Die Ausstellung des heiligen Rockes noch in diesem Sommer scheint eine beschlossene Sache zu fein. Hochstehende kirchliche Kreise haben sich in diesem Sinne geäußert. Außer dem religiösen Moment fällt für Trier auch daö Materielle bei dieser Frage sehr ins Gewicht. Wird die Reliquie wirklich ausgestellt, so wall­fahrten sicherlich Millionen von Pilgern nach unserer Stadt. Zählte man doch im Jahre 1844 ihrer nicht weniger als 1,050,000.

* Aus Elsaß Lothringen, 3. Mai. Als eine unangenehme Erbschaft aus französischer Zeit hat sich in manchen Theilen Elsaß-Lothringens, namentlich im französischen Sprachgebiet, das Zweikindersystem erhalten. Mehr als zwei Kinder zu bekommen, gilt daselbst förmlich als ein Schandfleck und die Furcht vor dem öffentlichen Urtheil treibt: nicht selten zum Verbrechen. So Hai ein elsaß-lothringisches Schwurgericht dieser Tage eine in glücklicher Ehe und in wohlgeordneten Kamilienverhältniffen lebende Frau zu mehrjähriger Zuchthaus­strafe verurtheilt, weil sie ihr neugeborenes Kind ermordet hatte. Als einzigen Beweggrund gab sie an,sie habe sich vor der Schande gefürchtet, ein viertes Kind zu bekommen."

* Zwei Generalfeldmarschälle. Gelegentlich des fast gleich­zeitigen Ablebens des Grasen Moltke und des Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch von Rußland sei daran erinnert, daß beide russische Generalfeldmarschälle waren, und daß die russische Armee nunmehr nur noch zwei Generalfeldmarschälle zählt, von denen ebenfalls einer ein Deutscher ist. Es sind dies der König von Sachsen und der Großfürst Michael. König Albert erhielt den russischen Marschallstab im Jahre 1871, kurz nachdem er vom Kaiser Wilhelm zum Geueral- iuspecteur der 1. Armee-Jnspeetion und zum preußischen Gene- ralseldmarschall ernannt worden war.

* Amerikanische Rechtsanschanung. Ein Jüngling, dessen Begriffe von Mein und Dein nicht die im Interesse seiner Mitmenschen wünschenswerthe Klarheit besitzen, wurde unlängst m Iowa abgefaßt, als er einen Automaten plünderte, indem

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In Halle ist Professor Kraus, Director des dortigen botanischen Gartens, zum Rector für das Studienjahr 1891/92 gewählt worden.

Der Astronom Dr. Rudolf Lehmann-Filhes, Privatdozent an der Berliner Universität, ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Facultät ernannt worden.

In Philadelphia starb am 30. v. Mts.

Professor Joseph Leidy, 61 Jahre alt. Er hat Handlungen über die vorweltliche Fauna Dakotas

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Der bisherige Privatdozent Dr. Franz Lehmann zu Gottingen- und der Dr. phil. «. Backhaus zu Offenbach find z» außerordentl lichen Profefforen in der philosophischen Facultät der Univerfttk Göttingen ernannt worden. , ,

Profeffor Billroth, der wieder erkrankt ist, beschloß, wie der Voff. Ztg." aus Wien telegraphirt wird, seine Lehrthättgkett ein zustellen. Seinen Lehrstuhl soll sein Lieblingsschüler Profeffor Woelfler (Graz) übervehmm. ,,

Die Privatdocenten Dr. Minkowski, Dr. Pfttzner und Dr. Ulrich inStraßburg sind zu außerordentlichen Profefforen in der medizinischen Facultät der Kaiser Wilhelms-Universität Straßburg ernannt worden.

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Siesten, 5. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. X 1,001,05, Hühnereier 1 St. 5-, 2 6t 11 X Enteneier 1 St. 5-6 4, 2 St. - 4, Käse pr. St. 510 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 28 A, Linsm pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar X 0,7501,0, Hühner pr. Stück X 1,00-120, Hahnen pr. St- X 1,30-1,50, Enten pr. Stück X 2,00-2,30, Ochsenfleisch pr. Psd- 7074 A, Kuh- und Rindfleisch 6064 H, Schweinefleisch 6070 Hammelfleisch 59-76 4k, Kalb­fleisch 5056 Kartoffeln pr. 100 Kilo X 8,000,00, Weißkraut pr. St. 3-7 Zwiebeln per Centner X 7,008.00, Milch per

Liter 1218 H, Gänseeier 1011

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Gefellistkeitsverein Gleiberg.

Generalversammlung

aus Burg Gleiberg am Mittwoch den 13. Mai, Nachm. 5 Uhr Tagesordnung: Wahl des Vorstandes.

Feststellung des Stars.

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