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der der be­

stellten Anträgen dem ständigen Ausschuß überwiesen, der am 24. März zusammcntreten wird. In dem Bettsedern- und Matratzen-Reinigungsgeschäft von Gundlacher Hierselbst gerieth gestern der 17jährige Lehrling Bernhard Becker mit der rechten Hand in die Maschine. Die Hand wurde vollständig zerfleischt und mußte im Hospital amputirt werden. Der junge Mensch wurde ohnmächtig von der Unfallstätte weg­getragen.

Bei Gebrüder Stamm (Markt- und Schulstraßen- Ecke I. und II. Stock) findet man die größte Auswahl der schönsten Herren- und Knabenkleider.

Neueste Stoffe zur Anfertigung nach Maaß'. [421

Gottesdienst der israelitischen Religion,gesellschast.

Freitag Abend 5-» Uhr, Samötag vormittag 8b° Uhr, SamSta,.

Nachmittag 3°* Uhr, Samstag Abend G5» Uhr.

31. in Bleichenbach Vtehmarkt.

31, in Gedern Vieh-, 1. Aprll Krämermarkt.

31. in Laubach Vieh- und Krämermartt.

Aus dem Kreise Alsfeld, 4. März. Im Frühjahre des vorigen Jahres war es in vielen Dörfern, u. A. auch in Ruppertenrod, allgemein Sitte geworden, junge Hühner aus Werschetz in Ungarn zu beziehen. Dieselben wurden für einen billigen Preis offerirt: 4 bis 5 Stück zu 6 Mark porto- und steuerfrei sammt Käfig. Man sah fast keinen Tag die Post kommen, ohne solche Hühnersendungen mitzubringen. Die Erwartungen, welche die Käufer auf diese importirten Hühner gesetzt, sind aber sehr getäuscht worden. Zum ersten entwickelten sich die ungarischen Hühner nicht so vollkommen, wie die hiesigen oder die italienischen, zum andern, und das soll doch die Hauptsache sein, sind es sehr schlechte Leghühner. Man ist deshalb von dieser Liebhaberei völlig geheilt und es wird ihm heurigen Frühjahr selten einem einfallen, wieder Hühner aus Ungarn zu beziehen. Auch in unserem Kreise hatte man wie in anderen gehofft, daß mit dem Ende des Winters auch die leidige Maul- und Klauenseuche verschwunden sei. Dem ist jedoch nicht so; wieder von Neuem bricht die Seuche aus. Sollte sie wieder au Verbreitung gewinnen, so erwächst den Betreffenden, wenn sie ihres Viehes zur bald beginnenden Frühjahrsausstellung bedürftig sind, ein großer Schaden. Es ist wirklich eigenthümlich, daß diese zur Plage gewordene Seuche trotz der besten Gegenmaßregeln so lange sich behauptet. Gegenwärtig ist dieselbe wieder frisch ausgebrochen unter dem Rindvieh eines Landwirths zu Leusel und unter dem Viehbestand aus der Colonie zu Neu- Ulrichstein. Großh. Kreisamt hat sofort die Sperre der ver­seuchten Gehöfte angeordnet.

-ck. Vom Vogelsberg, 4. März. Der März scheint uns bis heute Alles andere bringen zu wollen, als den Lenz. War der Februar sonnig klar, so beginnt der Frühlingsmonat mit kaltem, trübem Wetter und stürmischen Schneeschlossen. Hier oben im Vogelsberg ist allerdings der alte Schnee noch lange nicht verschwunden. Die Bauernregel:Märzenschnee thut Frucht und Weinstock weh" hat Heuer keine Geltung- denn die Vegetation ist noch so weit zurück, daß ihr März- schnee nicht schaden kann, wenn sie anders nicht, schon Schaden genommen hat. Der läßt sich nun gegenwärtig noch nicht feststellen, nur vom Raps (Wintersamen) können wir sagen, daß ihn der Winter meist zu Grunde gerichtet hat.

Locales and provinzielles.

Gießen, 5. März.

lieber ein Concert Wilhelmjs in Berlin am 28. Februar 1890 berichtet dieNeue Preuß. (Kreuz-) Ztg." vom 1. März 1890 :Professor Augu st Wilhelms, der berühmte Geiger, gab gestern Abend im Saale der Sing- Akademie ein Concert, nachdem wohl nahezu sechs Jahre seit seinem letzten Austreten in Berlin verflossen waren. Dem Ruse, wie ihn ein Künstler von der Art Wilhelmjs mit Recht genießt, angemessen, hatte sich der Concertsaal mit einer vornehmen musikverständigen Gesellschaft gefüllt. Mit Beethovens Violin-Concert, einer der herrlichsten Eingebungen dieses auf unerreichter Höhe thronenden Tondichters, begann der Concertgeber die Reihe seiner Vorträge und bot damit eine Leistung, wie man ihr nur zu selten im Musikleben be­gegnet und wie sie neben derjenigen Joachims denn auch er gewährt mit dem Vortrage des Beethoven'schen Eoncertes stets Ausgezeichnetes dem jungen Nachwuchs als ein Muster vorleuchten und ihn anfeuern sollte, in Ausübung der Kunst solchen Vorbildern möglichst nahe zu rücken. Schwierig­keiten scheinen für Wilhelmj nicht vorhanden zu sein- wer, wie er, die selbst entworfene fesselnde Kadenz am Schlüsse des ersten Satzes, in welcher die höchsten Anforderungen an virtuose Technik des Spielers gestellt werden, in so glänzen­der Art auszusühren vermag, wer so herrliche Töne seinem Instrumente zu entlocken und mit so warmem, jeder Ziererei barem, dafür aber mit männlicher Kraft getränktem Empfin­den eine Tonschöpfung, §wie die Beethoven'sche, nachzudichten versteht, dem darf man wohl getrost nachrühmen, daß er mit seinem Vortrage etwas Vollendetes gegeben hat. Der rau­schende, lang anhaltende Beifall der enthusiasmirten Hörer war in dieser Unmittelbarkeit der rechte Lohn. Nach solchem Kunstgenuß wurde es schwer, noch für die folgenden Pro­gramm-Nummern die rechte Theilnahme zu finden, wenn es auch als selbstverständlich gelten kann, daß der ausgezeichnete Violinist auch in der Wiedergabe kleinerer Compositionen auf der Höhe seiner Kunst stand und auch im Kleinen große Be­weise seiner Meisterschaft beibrachte.

Krankenträger anwesend.

Berlin, 4. März. In der heutigen Sitzung der Medi- cinischen Gesellschaft betonte Professor Liebreich, daß fern Mittel kein Spezificum gegen Tuberkulose sei, sondern auf entzündliche Vorgänge verschiedener Art einwirken solle, hob hervor, daß keine dauernden üblen Folgezustände aus Verwendung des Mittels sich ergeben.

Berlin, 4. März. Das Aeltesten-Collegium Berliner Kaufmannschaft sprach sich für Betheiligung an

Weltausstellung in Chicago 1893 aus und schloß, den Handelsminister zu bitten, einen Reichscommissar zu ernennen und auf Erleichterungen bezüglich der Frachten u. s. w. hinzuwirken.

Berlin, 4. März. DerReichsanzeiger" publicirt das Gesetz, betreffend die Vereinigung Helgolands mit

VerHttischtes.

= Frankfurt a. M., 4. März. Der BezirkSersenbahnrath Frankfurt a. M. beschäftigte sich in einer gestern stattgehabten außerordentlichen Sitzung mit den ministeriellen Vorschlägen zur Herbeiführung eines einheitlichen Personentarissystems. Sämmtliche Mitglieder waren anwesend. Nach langer Debatte, an der Theil nahmen Regierungsrath Dr. Sombart, Stadtrath Kochhann-Berlin, Dr. v. Canstein-Berlin, Geh. Rath Goldmann-Darmstadt, Generalsecretär Dittmar-Mainz und andere, wurde die Ministerialvorlage jammt den dazu ge-

Preußen.

Hamburg, 4. März. In der heutigen Versammlung der Heizer und Trimmer wurde mit großer Majorität beschlossen, den Strike aufzugeben und solche Ausständige, die nicht alsbald Arbeit finden, noch vierzehn Tage lang zu unterstützen.

Belfort, 4. März. Die Frage der Niederlegung der Wälle, welche mehrere Jahre ruhte, hat ihre theil- weise Lösung dadurch erfahren, daß der Kriegsminister das Geniecorps nunmehr angewiesen hat, unverzüglich mit der Niederlegung zu beginnen.

Lissabon, 4. März. Die Cortes wurden heute in ge­meinsamer Sitzung beider Kammern im Sitzungssaale der Deputirtenkammer unter dem Vorsitze des Präsidenten der Pairskammer eröffnet. Nach Verlesung des Einberusungs- decrets wurde die Sitzung aufgehoben.

Petersburg, 4. März. Die sranzöstsche Militär- Kommission besuchte am Montag Kronstadt und besichtigte verschiedene Marine-Institute, Werkstätten und die Hasen­anlagen. Die Gäste wurden zu einem Frühstück in dem Marineclub ausgesordert.

Odessa, 4. März. Die Schifffahrt stockt wieder wegen des Frostes. Der Verkehr auf den südöstlichen Eisen­bahnen ist insolge erneuerter Schneewehen schwierig.

Nofario, 4. März. Die Nitratgesellschast erhielt eie vom 26. Februar datirtes Telegramm ihres Agenten in Jquique (Chile), welches besagt, daß Jquique sich seit dem 16. Februar in den Händen der Opposition, d. h. der Con- greßpartei, befinde- die Regierungstruppen hätten die Stadt am 19. Februar erfolglos angegriffen. Fünf Häusergevierte feiet, insbesondere in Folge des Bombardements, abgebrannt- saft alle Werkstätten hätten wegen Mangels an Lebensmitteln die Nitratproduction eingestellt.

Washington, 4. März. Der Senat beschloß mit ent­scheidender Majorität, die Brüffeler Convention, betreffend die Unterdrückung des Sclavenhandels, abzulehnen, da man besürchtet, daß durch compromittirende Verbindungen private Handelsuuternehmungen geschädigt werden könnten.

Washington, 4. März. Der Congreß nahm den Gesetz- entwurs an, betreffend den Schutz des Urheberrechts,

u. A. folgende Märkte statt:

Den 9. in Echzell Vieh- und Krämermarkt.

Den 9. in Langsdorfs Vieh- und Krämermarkt.

Den 10. in Gedern Vieh-, 11. Krämermarkt.

Den 17. in Ortenberg Vieh-, 18. Krämermarkt.

17. in Schotten Vieh-, 18. Kramermarkt.

18. in Friedberg Vieh- und Krämermarkt.

18. Frankfurter Ostermesse, 21 Tage.

19. tn Grünberg Vieh- und Krämermartt.

24. und 25. in Gießen Vieh- und Krämermartt.

Gloria-Seide 120 cm breit

für Staub- u. Regenmäntel, Blousen rc. v. Mk. 4«85 p. Met. (ca i 40 Bersch- Disp.) versendet meter- u. stückweise porto- u. zollfrei das Fabrik-Depot G. Henneberg (K. u. K. Hofl.) Zürich, Muster umgehend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz- 2020

Neueste Nachrichten.

WolffS telegraphisches Torrespondenz-Burcau.

Berlin, 4. März. DemReichsanzeiger" zufolge ergaben die polizeilichen Erhebungen über den Umfang der Arbeitslosigkeit in Berlin während des Winters ins- gesammt 20000 als die höchste Ziffer der Arbeitslosen. Diese waren überwiegend Bauhandwerker oder Arbeiter, deren Beschäftigung mit der Bauthätigkeit zusammenhängt. Die Zahl ist etwa um ein Drittel höher als in der entsprechen­den Jahreszeit früherer Jahre. Der Grund liege vorzugs­weise in den diesjährigen Witterungsverhältnissen, dann in dem starken Zuzug fremder Arbeiter, endlich in vermehrter Arbeitslosigkeit, verbunden mit Mangel an Vertrauen seitens der Arbeitgeber gegenüber den Arbeitern insolge des vor­jährigen Strikes. Sonach liege allerdings eine bedauerliche Zunahme der Arbeitslosen vor, jedoch kein außergewöhnlicher Nothstand, die Zahl der Arbeitslosen sei vielmehr in den socialdemokratischen Versammlungen und Zeitungen ungemessen übertrieben worden.

Berlin, 4. März. Zu der heute Abend stattgehabten Seneralprüsung der Genossenschaft der freiwilligen Krankenträger in der Philharmonie erschien die Kaiserin; fie wurde vom Kriegsminister und vom Cultusminister em- psangen. Der Vorsitzende, Wichern-Hamburg, hielt die Be- grüßungsrede. Darauf erfolgte der Rundgang zur Besich­tigung der ausgestellten Geräthschaften. Nachdem ein drei­maliges Hoch auf die Kaiserin ausgebracht war, verabschiedete sie sich. Die Professoren Esmarch und Bramann, General­stabsarzt Coller, Fürst Pleß, höhere Militärs und Sanitäts- »sfiziere rc. wohnten der Prüfung bei. Es waren sechshundert

Literatur und KuitfL

Sterrrbttdchen. Gezeichnet von F. Bornhak. 3*dtc Auflage. Preis elegant gebunden 2 Mk., brofcbirt 1.50 Mk. Zu beziehen durch jede Buchhandlung, sowie vom Verleger H. L. v. Lraut- vetter, Berlin, Körnerstr. 15.

In höchst anmuthiger Weise wird uns in Sternbildchen ein Kranz reizender Phantasieblüthen geboten. In schlichter Form, um­woben vom Hauche der Poesie erzählt der Verfasser kleine Lebens­geschichten von Hoch und Niedrig, die im Hause, auf der Straße, in der Haide und auf dem Waffer unter dem lichten Sternen­himmel sich zugetragen haben. Der Grundton des Büchleins ist wohl dazu angethan, den Blick zum Himmel, das Vertrauen auf die göttliche Allmacht zu festigen und wachzurufen.

Dieses Buch kamt daher als Festgabe für Confirmanden bestens empfohlen werden.

.Moderne Kernst". Jlluftrirte Zeitschrift mit Knnst- beilagen in Meisterholzschnitten. (Berlin W. Verlag von Rich. Bong.) Don diesem trefflichen, vornehmen Blatte liegen unS zwei weitere Hefte (XII und XIII) vor, welche dem Streben der Redaction und des Verlages, ihren Abonnenten durch eigenartige Leistnnaen eine Ueberraschung zu bereiten, das beste Zeugniß ausstellen. Der Text ist mit gewohnter Umsicht ausgewählt; eine ausführliche Ab­handlung über Casatis Afrikawerk zeigt, daß kein Gebiet, welches Interesse bietet, vernachlässigt wird. Wir können ein Abonnement auf diese Prachtzeitschrift aufs Wärmste empfehlen. Der Preis des Heftes beträgt nur 60 Pfg.

Die bekannte illuftrirte FamilienzeitschriftUnitttfttHl* ist mit dem Erscheinen des 14. Heftes in den zweiten Baud des 7. Jahrganges eingetreten. Die Zeitschrift bat sich so vorzüglich ein geführt, daß sie heute nicht blos in Deutschland, sondern auch in Oesterreich und Nordamerika sich in allen jenen Kreisen Fremnde erworben hat, in denen für künstlerische Bilder und werlhvolle literarische Beiträge Verständniß herrscht. Den gediegenen Leistungen gegenüber ist der Preis von 50 Pfg. für das Heft ein außerordentlich niedriger zu nennen.

Llmbura, 4. März. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 17.10, weißer Weizen JL 16.60, Korn JL 13 20, Gerste JL 10.60, Hafer JL 7.45, Erbsen JL, Kartoffeln X

In Oberhessen und Umgegend finden im Monat März

Llngesandt.

»teste«, 5. März.

Was doch im Gießener Schlachthause nicht Alles vorkommen kann. Aus dem Jnseratentheil der heutigen Nummer ist ersichtlich, daß auf der Freibankkoschere- prima Ochsenfteisch" verkauft wird. Wie dies möglich, mögen nachstehende Zeilen ergeben. Gestern schlachtete ein hiesiger Ochsenmetzger einen Ochsen; dec dienstthuende Fleischbeschauer, wie auch der streng orthodoxe Schächter der Jsr. Religionsgesellschaft erklärten denselben für bankfähig; eS wurde Befundschein ausgestellt und die nach israelitischem RituS vor­geschriebenen Zeichen angelegt. Die kleinen Knötchen an den Lungen­spitzen erkannten beide oben angeführte Personen nicht als tuberkulös und schnitt der Fleifchbeschauer dieselben ab. Doch das wachsame Auge der Schlachthauspolizet schläft nie. Das Telephon wurde in Bewegung gesetzt; nach kurzer Zeit erschien der Kreisveterinärarzt im Schlachthause, reoidirte den Abzugscanal, fand die Knötchen und erklärte den Ochsen für nicht ladenrein. Der ausgestellte Befund- fchein war ungilttg, die bereits abgefahrenen Gegenstände, wie Ein­geweide u. dgl. mußten ins Schlachthaus zurückoerbracht werden. Es ist dies das zehnte Schlachtthier in zwei Monaten, das im hiesigen Schlachthause auf die Freibank bezw. Wasen verwiesen wird. Machtlos stehen die hiesigen Metzger dem Allen gegenüber. P.

aushLuften, «ährend man die Arbeiter an der Geltendmachung der ihnen gesetzlich zustehenden Rechte hinderte; daS hat damals die Ar­beiterbewegung hauptsächlich in Fluß gebracht. ES ist nöthig, daß »der diese Dinge Licht verbreitet werde, wie es zugeht, daß das Ausland billiger bedient wird, als das Jnla»d.

Abg. v. Kardors f (Rchsp.) Der Antrag Richter kann, wenn er angenommen und von der Regierung ausgeführt wird, nicht seinen Zweck erreichen, denn die Verhältnisse, unter denen die Preise gestellt werden, bleiben dabei unberücksichtigt. Die Solidarität der Jnte- reffen der Industriellen und der Landwirthe, namentlich des Bauern­standes, wird im Lande immer mehr anerkannt.

Abg. Richter (dfr.) Wenn das der Fall ist, warum weichm Sie denn der statistischen Erhebung aus? Aber Sie fürchten sehr wohl, daß Ihre Stellung erschüttert ist, daß es mit der schutzzdllne- rischen Herrlichkeit vorüber ift. t

Der Antrag Richter wird der Budgetcommission zur Vorbe- rathung überwiesen.

Nachträglich ruft der Präsident den Abg. v. Stumm zur Ordnung, weil derselbe gesagt hatte, die Herren links verlangten stets einen anständigen Ton von der Regierung und von der osfictosen Presse, während sie selber weder hier noch in der Presse einen an­ständigen Ton anschlagen.

Das Ordinarium des Eisenbahn-Etats wird genehmigt.

Hieraus vertagt sich das Haus.

Nächste Sitzung Donnerstag 1 Uhr. Fortsetzung der Berathung des Eisenbahn-Etats und Marine-Etat.

Schluß 51/* Uhr.

Verkehr, Land- und volkswirthschast.

Wie heilt man durch Hasensratz beschädigte BLumer Ist der Baum ringsherum stark benagt, so ist er nicht mehr iu retten, ift dieses nur theilwetse geschehen, so schneide man die Wund­stelle gut aus, mache die Schnittfläche nach oben und unten spitz zulaufend und bestreiche die Wundsielle mit Baumwachs oder einem Gemenge von Kuhdünger und Lehm. Bei jungen Bäumen, die stark benagt find, kann dadurch noch etwas gerettet werden, daß man.den Stamm unterhalb der verletzten Stelle abschneidet und mit einer starkwüchsigen Sorte unter die Rinde pfropft.

Don der Großh. Bürgermeisterei Lindheim werden wir ersucht, den edlen Gebern auf diesem Wege den herzlichsten Dank abzustatten für die milden Beit, äge, (45 JL. 80 die sie durch unsere Vermittelung den infolge des Brandes der Lindheimer Ge­meindescheuer Beschädigten zukommen ließen. nr z , Die Expedition desGießener Anzeiger-.

mit den Bestimmungen, wonach Jedermann zwei Exemplare eines irn Auslande geschriebenen Buches unter Zahlung des Zolles einführen könne, daß Zeitungen und Zeitschriften zu- zulaffen seien, wenn sie keinen Inhalt haben, dessen Nach­ahmung untersagt ist. Die Vorlage wird nunmehr dem Präsi­denten zur Unterzeichnung überreicht.

Berlin, 5. März. Den Morgenblättern zufolge betonte der Kaiser beim gestrigen Diner des Ministers Boetticher die Nothwendigkeit, die Marinesorderungen zu bewilligen, um neben der Stärkung der Flotte, welche berufen sei, die Ost- und Nordsee zu beherrschen und den Nordofisee-Canal zu schützen, den Privatschiffsbau zu fördern.

In der gestrigen Sitzung der Medicinischen Gesellschaft wurde die erfolgreiche Behandlung von Lupus mit Liebreichs Mittel constatirt.