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empfehlen wir, diese vor dem Weggang des

4312

Verhältniß gestanden hat.

Für die Abmeldung

Versicherungspflichtigen vorzunehmen und hierbei die bis zur Beendigung des ArbeitSverhältniffes noch zu zahlenden Beiträge mitzusenden und, sofern der betr- Versicherte die hiesige Stadt verläßt, die Quittungskarte abholen zu lasten oder den betr. Versicherten zur Abholung der Karte zur Ersparung der späteren Nachsendung zu veranlaffen.

Da die rechtzeitigen An- und Abmeldungen sowohl für einen geordneten Geschäftsbetrieb als auch im Interesse der versicherten Personen unerläßlich find, so müssen wir künftig pünktliche Beachtung der diesbezüglichen Vor­schriften umsomehr erwarten, als wir andernfalls Versäumnisse zur Be­

strafung anzuzeigen genöchigt wären-

Gießen, den 4. Mai 1891.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth.

Bekanntmachung,

die Ausführung des Reichsgesetzes über die Jnvaliditäts - und Alters­versicherung, insbesondere die An- und Abmeldung verstcherungspflichtiger Personen betreffend.

Wir bringen hiermit in Erinnerung, daß die Arbeitgeber verpflichtet find, jede von ihnen nicht blos vorübergehend (unter einer Woche) beschäftigte versicherungspflichtige Person, welche nicht der hiesigen Ortskrankenkasse sder einer Fabrikkrankenkaffe angehört, spätestens am dritten Tage nach Beginn der Beschästigung bei uns anzumelden und spätestens am dritten Tage nach Beendigung des ArbeitSverhältniffes wieder abzumelden

Zuwiderhandlungen gegen die Meldepflicht werden nach § 112 des Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889 mit Geldstrafe bis zu 100 Mk. geahndet.

Die fraglichen Meldungen haben schriftlich auf dem hierfür eingeführten Formular, welches auf dem Bürgermeisterei- und auf dem Polizeiamts- Bureau sowie bei dem Kaffeboten Schwan erhältlich ist, durch den Arbeit­geber zu erfolgen. Wir machen hierbei speciell darauf aufmerksam, daß durch die An- und Abmeldungen bei dem Polizeiamt der obigen Meldepflicht zur Versicherung nicht genügt ist, da die polizelliche Meldepflicht von den An- und Abmeldungen zur Versicherung ganz unabhängig sind.

Der Anmeldung ist die Quittungskarte des Versicherungspflichtigen anzuschlietzen, sofern der letztere schon vorher in versicherungspflichtigem

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Aus der Landrichter Dr. Müller'schen Stiftung zu Darmstadt sind durch die unterzeichnete Behörde zwei Unterstützungslegate von jährlich je 500 Mk. an bedürftige elternlose Studierende der Rechtswissenschaft zu vergeben. Zur Bewerbung um diese Legate mit Nachweis über die Qualification wird hiermit eine Frist von vier Wochen angesetzt.

Darmstadt, den 27. April 1891.

4306 Arnold. Wimmenauer.

Alice-Schule für Lrauenbildung und Erwerb.

Unsere Lehrerin im Kleidermachen war noch einige Wochen auf der Akademie in Frankfurt, um den allerorts bei den Damen so beliebten neuen Schnitt zu erlernen, daher mußte der Anfang des Schneidercursus verzögert werden. Derselbe beginnt nun Montag den 4L Mai und werden die Anmeldungen Freitag den 1. Mai, Vormittags 11 Uhr, im Schul­locale entgegen genommen. [4069] Der Borstand.

Verdingung

der Anlieferung von:

1) 950 Fässern bezw. 2850 Säcken Portland-Cement,

2) 35.640 kg 0,4 m bezw. 0,5 m und 0,6 m weiten gußeisernen Muffen­rohren und

3) 163 lfd. m 0,3 in bezw. 0,4 m und 0,5 m weiten Thon- oder Cement- Rohren,

zur Herstellung von Durchlässen u. Brücken der Eisenbahn-Neubaustrecke von Nieder­walgern nach Weidenhausen. Termin: Freitag den 15. Mai 1891,Vormittags 10 Uhr für die Lieferung unter 1, 11 Uhr für die Lieferung unter 2 und 12 Uhr für die Lieferung unter 3 im Amtszimmer des Abtheilungs - Baumeisters Hentzen in Gladenbach (Regierungs-Bezirk Wies­baden). Zeichnungen, Bedingungen u.s w. können daselbst eingesehen und die Ver­dingungsunterlagen gegen kostenfreie Ein­sendung von 70 Pfennigen für jede der unter 1, 2 und 3 aufgeführten Lieferungen von dort bezogen werden.

Zuschlagsfrist vier Wochen. 4311 Hannover, den 29. April 1891.

Königliche Eisenbahn-Direktion.

Mittwoch den 6 Mai,

Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich imAdler" gegen Baar­zahlung:

l- Sophas, Commoden, Kleiderschränke, Glasschränke, Tische, Stühle, Bilder, Uhren, 2 vollst. Betten, 1 Secretär, 1 Nähmaschine, 1 Ptanino, 2 Hobel­bänke, 1 Stoßkarren, 1 Schleuder­maschine, 1 Pferd, 1 Kuh u. a-

II. Eine Parthie Korbwaarerr, 26 kleine Körbchen, 20 Henkeltaschen, 5 Meffer- körbe u. a, sodann 1 Billarddeckel, 2 Rollen Wachstuch, 1 Bd. Garten­laube (1885), 2 Lhot.-Albums, 2 Bilder 2 Tischdecken, 1 Paar Zugstiefel und 1 Paar Halbschuhe.

Die Versteigerung unter U findet bestimmt statt.

Geißler,

43 i 4 Gerichtsvollzieher.

Reue Häuser

in allerbester Lage der Stadt, rentiren ohne Geschäft nachweislich mit Miethe, für Eigenthümer freie Wohnung, billig mit geringer Anzahlung zu verkaufen durch [4299

Corrrmiffionär Vogt,

Ludwigstraße 22, I.

HochfeinesSauerkraut

empfiehlt [306] «. »,th.

Mimner-Turnverein Gießen.

Himmelfahrttag den 7. Mai 1891: TurnMgsic Amöneburg.

I. Abtheilung: Für die Mitglieder der Männer- riege Abfahrt um 6.42 Morgens mit der Oberhessischen

Bahn nach Burg- und Rieder-Gemünden, von da Fußtour durch das Ohmthal. II. Abthellung: Für die activen Turner und Zöglinge. Abmarsch von hier bestimmt um 4 Uhr Morgens vom Wallthor aus.

Anmeldungen wolle man gefl. morgen Abend in der Turnhalle abgeben, woselbst Näheres mitgetheilt wird. [4298] Der Borstand.

ZnlernMonale ElectrotchnischeAusstellung Frankfurt a.M.

Der Umtausch der Quittungen gegen Original-Antheilscheiue erfolgt vom 6. Mai ab im Stadtbureau gr.Eschenheimerstraße Nr. 35 Parterre, Eingang durch den Thorbogen, in den Stunden von 101 und 46 Uhr.

Nach auswärts können die Antheilscheine nur gegen vorherige Ein­sendung der Quittung nebst 40 Pfennig für Rückporto übersandt werden. Am 6., 7. und 8. Mai findet des Umtausches halber kein Verkauf von Antheilscheinen statt. Vom 9. Mai ab können Original Antheilscheine bis auf Weiteres wieder ä Mk. 10 bezogen werden.

4309] Der Vorstand der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung.

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das Vernähen der Beug- und Strecksehnen der durchschlagenen

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Temperatur in Gießen.

April 1891.

Niederste

Mittlere

Mittel ftüherer Jahre .

3,5 ob.

5,55

6,79

18,0

1,41 Par. Zoll.

der Vater des verwundeten Architecten, richtet an die hiesige» Blätter eine Zuschrift, daß sein jüngster Sohn am Donners­tag Abend aus der Straße von dem am meisten gravirten Offizier ebenfalls angerempelt worden sei, der Provocation aber aus dem Wege gegangen wäre. Aus Anlaß der letzteren Thatsache wird in hiesigen Blättern an das Gouvernement die Aufforderung gerichtet, geeignete Schritte zu thun, daß derartige Ausschreitungen unterbleiben, damit das gute Ein­vernehmen zwischen Militär und Bürgerschaft nicht gestört werde. Wie wir vernehmen, sind ähnliche Schritte bei dem Commando des 11. Armcecorps in Cassel geschehen.

* Frankfurt a. M., 3. Mai. Die Polizei war heute wegen des socialdemokratischen Mai fest es sehr regsam. Auf dem Roßmarkt war das Stehenbleiben von Trupps nicht geduldet, Alles wurde angewiesen, sich fortzubewegen. Bei den Frauen sah man vielfach röche Kleider bezw. rochen Putz. Die Musik, die zum Festzug aufspielen sollte, wurde von Berittenen vor die Stadt dirigirt. Die Manifestanten zogen in Haufen von 8 bis 10 Mann von der Gallusgaffe in den Wald. Die Ruhe wurde nirgeuds gestört. Der Franks. Ztg." wird weiter gemeldet: Das heutige Volks­fest aus Anlaß der Achtstundenbewegung fand unter tben Hohenwartbäumen statt und war von etwa 10000 Personen besucht. Um 4 Uhr wurde nach einem Trompetensignal über die bekannte Resolution betr. den Achtstundentag abgestimmt und diese einstimmig angenommen. Das Halten von Reden war verboten. Seitens verschiedener Arbeitergesangvereine wurden Gesangchöre vorgetragen. Eine Musikcapelle con- certirte. Der Verlauf ist ein gemüthlicher und animirter; immer neue Menschen strömen hinzu.

Der PostdampferRhynland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 1. Mai wohlbehalten in Newyork angekommen.

Vermischtes.

* Mainz, 3. Mai. Die gerichtsärztliche Unter« suchung des bei dem mehrerwähnten Streite mit zwei Offi­zieren verwundeten Architecten hat ergeben, daß dem letzteren in gerader Richtung in den Rücken ein Stich von einer Tiefe von 2 bis 3 Zentimeter beigebracht wurde, welche glücklicher Weise kein edleres Organ verletzte. Die rechte Hand ist unbedeutend verwundet, dagegen die linke sehr bedenklich. Nach der Ansicht der Aerzte wird jedoch hoffentlich die Beweglich­keit derselben erhalten bleiben, wenn auch in sehr beschränktem Maße. Es wird sich ähnlich wie im verflossenen Jahre bei dem durch einen Kameraden verwundeten Hauptmann Salm auch wieder die Tüchtigkeit unserer Spitalärzte erproben, denn

s. Hießeuer Eoneertverei». Das fünfte Concert des Concertvereins bot zunächst einen reichen orchestralen Theil, dessen Spitze Niels W. Gades vierte Symphonie in H-dur stand. Unter den acht rein symphonischen Werken des nordischen Componisten ist diese vierte Symphonie, welche im Jahre 1851 herauskam, nächst derjenigen in C-moll die populärste. Sie zeichnet sich in erster Linie durch ihre abgeklärte und reise Form aus, in Bezug aus welche sie zu den gelungensten Tonschöpsungen neuerer Zeit zählt, und wirkt besonders durch die freundliche Anmuth, die über dem ganzen Werke ausgebreitet liegt, sehr anziehend, wenn sie auch als ein Kind Schuhmann'schen und Beethoven'schen Geistes an originaler Bedeutung der erwähnten C-moll= Symphonie ganz beträchtlich nachsteht. Zwei Stücke voll reizendster Grazie und Schalkhaftigkeit sind die beiden gestern an dritter Stelle zur Anführung gelangten Nummern aus dem Delibes'schen BalletSylvia": 1) Intermezzo und langsamer Walzer- 2) Pizzicati. Den Beschluß des symphonischen Theiles bildete Beethovens große Leonoren- »uverture, in der der Meister den ganzen idealen Gehalt feines Fidelio zu einem selbstständigen großartigen musikalischen Gemälde zusammengefaßt hat. Die Aussührung der genannten Compositionen unter Leitung des Herrn Universitätsmusik­directors Felchner erfolgte mit gewohnter Präcision und Schönheit in technischer Beziehung, wie hinsichtlich der Auf­fassung und gab in treffender Characteriftik von jeder der ^anz verschiedenartigen Compositionen ein klares und sympatisches Bild. Besonders fanden die Delibes'schen Balletstücke leb­haften Beisall. Den gesanglichen Theil hatte Frau Marie Fleisch aus Frankfurt übernommen, die sogleich mit ihrer ersten Nummer gewonnenes Spiel hatte. Die Dame besitzt eine große sonore Altstimme von erheblichem Umfang- auch in der Höhe, und schön ausgeglichenen Registern, eine treffliche Intonation und klare Textaussprache. Mehr noch als diese technischen Borzüge verdient ihre energische und temperamentvolle Auf­fassung hervorgehoben zn^ werden, vermöge deren sie in der leidenschaftlichen Arie ans der St. Saöns'schen Oper Samson und Delila" einen tiefen Eindruck zu machen im Stande war. Von großer Wirkung waren ebenso ihre Lieder­vorträge. Besonders angenehm überraschte die Wiedergabe der bekannten Locwe'schenUhr" durch die Originalität und Innigkeit der Auffassung- ein Gleiches gilt von dem Vortrag des weniger dankbaren Schnberl'schenWiegenliedes". Selbst dem etwas abgesungenen Riedel'schen LiedeNun ist er hinaus" wußte Frau Fleisch neue Seiten abzugewinnen und warmes Leben einzuhauchen. Nach dieser Nummer nahm der Beifall solche Lebhaftigkeit an, daß die Sängerin sich in liebenswürdiger Weise zu einer Zugabe entschloß. Bemerkt sei endlich noch die diskrete und doch characteristische Clavier- begleitung des Herrn Alfred Hertz.

Die am Samstag und Sonntag Abend im Saale

Land- tmfc Volkswir-y-c^ast.

Gründers, 2. Mai. Fruchtpreise. Weizen X 2b Korn X 22., Gerste X 18.80, Hafer X 17.80, Erbsen X 21.50, Linsen X 22 Wicken X 19., Lein X., Kartoffeln X 8.20.

reichen Besuches zu erfreuen, daß sich die Direction entschlossen hat, noch zwei Vorstellungen (heute Montag und morgen Diensrag Abend) folge» zu lassen. Wer Gelegenheit hatte, einer der Vorstellungen beizuwohnen, konnte sich leicht über­zeugen, daß die Künstler der Gesellschaft wirklich Specialitäten ihrer Fächer sind und Leistungen vorführten, wie sie hier wohl noch nicht gesehen worden. Die in Anmuth und Ge­sang gleich vorzügliche Soubrette Fräulein Wilhelma, Herr- Oscar Fürst in seinen humoristischen Vorträgen, Mr. Der­rington in seinen Kunstfahrten auf dem Ein- und Zweirad, sowie in seinen staunenerregenden Künsten aus dem Tele­graphendraht, Herr Carl Abs in seinen Kraftproductionen (u. A. Zerreißen einer eisernen Kette, Zerreißen einer dop­pelten fest aufeinander liegenden Spielkarte u. s. w.) und schließlich Mr. Leoni in seinen allgemeine Heiterkeit hervor- rufenden Bauchrednerkünsten, ernteten wohlverdienten Beifall. Wir müssen davon Abstand nehmen, die einzelnen Leistungen zu beschreiben, um so mehr aber können wir den Besuch der noch bevorstehenden Vorstellungen empsehlen.

Bei dem gestern in Marburg abgehaltenen Str aßen- rennen des Gaues IX (Frankfurt a. M.) errang im 3000-Meter-Rennen Herr Wilh. Hamel vom hiesigen Radfahr- Verein den ersten, im 10000-Meter-Rennen (Hauptsahren) den zweiten Preis, letzteren mit i/5 Secunde hinter dem ersten. Die Preise, ein schöner silberner Becher, sowie goldene und silberne Ehrenzeichen, sind im Laden des Herrn Juwelier Huhn (Schulstraße) ausgestellt.

T Schissenberg, 3. Mai. Nächsten Samstag, d. 9. d. M., Nachmittags 4 Uhr, findet dahier eine Versammlung der Bezirkslehrervereine Lang-Göns und Lich statt. Ueber folgende Themas werden in derselben Vorträge ge­halten : i.Bilder aus der Urgeschichte des Schiffenbergs und Umgegend." Ref. Herr Professor Dr. Buchner-Gießen. 2.Welches sind die wichtigsten Bestrebungen der Bezirks­lehrervereine in der Gegenwart." Ref. Herr Lehrer Wagner- Lich. Auch Nichtlehrer sind in dieser Versammlung willkommen.

des Cafv Leib abgehaltenen Künstler- und Specialitäten- das Vernähen der Beug- und Strecksehnen der durchschlagenen Dorstellungen der Gesellschaft Abs hatten sich eines so zahl- I linken Hand soll bestens gelungen sein. Baurath Heyl,

en.

Litton,

J I. Tckzr°phen- SSornuttaj 11 Uhr u Den dentschchster- llndlungen statt.

Der Vorsts, "spräche die wirch- ! Vertrages hervor r ihre nnemüdliche cher geheimer Lega^ »eutschen Delegirten. er Arbeiter be- :n der PrvgreWen, und ihren Einfluß ines Strikes zu net-- iten Erfolg, ustriellen Ortschaften -zustand verkündet iephondräshe durch­weiche das Abhalten und einer Arbeiter- ^iammenstoß, wobei Nach der Umgebung eine Compagnie In- idere Punkte wurden ti es im Menwerk menftoS jmiftyn wckindieBmaux jen Feuer und ver«

Höchste........4-

Niederschlag an 14 Tagen..... _

im Mittel früherer Jahre an 12 Tagen 1,39

Die Vegetations-Pelspäturig betrug am Ende des Monats 14 Tage gegen den durchschnittlichen Stand in den seitherigen Beob­achtungs-Jahren.

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