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und 7 der Statuten ergebenst eingeladen.
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Cours oom 26./III. 3./IV
Cours vom 26./III. 3./IV.
Pfandbriefe»
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Die verflossene Woche war eine der stillsten, die an der Börse seit geraumer Zeit zu beobachten waren. Diese Erscheinung ist auffällig, weil der gegenwärtige starke Eouponstermin in der Regel eine Belebung des Geschäftes herbetsührt, und die Börse dieselbe auch mit Bestimmtheit erwartet hat. Die Grunde, warum diese Hoffnungen vorläufig nicht erfüllt luorben sind, liegen nicht ganz klar zu Tage, ich glaube aber, daß die Geschäftslosigkeit nur scheinbar ist, und daß ein großer Theil ber einlausenden Ordres nur nicht zur Börse kommt, weil die Ansichten des Publikums über die Solidität der Anlagen eine vollständige Wandlung erfahren haben, und Pfandbriefe und Siädteanlerhen gegenwärtig — augenscheinlich nicht zum Schaden der Käufer — das Haupicontingent der gängigen Anlagewerthe bilden. E n anderer Grund für die Mißstimmung der Börse mag darin zu suchen sein, oaß die Einzahlungen auf die neurn inneren Anleihen nicht nur einen bedeutenden Theil der fretwerdenden Gelder absorbiren, sondern off-nbar auch Verkäufe in Scrips und anderen Anlagewerthen verursachen. Die fällige Einzahlung auf die gan^e Anlebenssumme ist zwar nur 38 Millionen Mark, ein Betrag, der nicht hinreichen würde, die Haltung des Anlagemarktes zu erklären, es ist aber mit S cherbeit anzunehmen, daß namentlich das Privatpubltkum, wenn irgend angängig, vollzahlen wird und daß dadurch dem Markt wett größere Beträge entzogen werden. Die alten dretprocentigen Anleihen haben sich noch einigermaßen behauptet/ dagegen sanken Sciips in Berlin von 86Ve auf 85%, so daß am Donnerstag die abnorme Differenz von %°/0 zwischen der alten und der neuen Anleihe constatirt werden konnte. Namentlich dtesir Rückgang bot für die Börse eine schmerzliche Ueberralch- ung, denn man hatte kurz zuvor eine neue Belebung des Ultimogeschäftes und eine steigende Besorgung prognosttcirt und nur in dieser Hoffnung war am Samstag vor Ostern der Cours von 86'/g erreicht worden. Für den Rückgang der Italiener sind Rentenverkäufe mehr als die andauernde Krisis verantwortlich zu machen. Die Verkäufe dienen zur Begebung der 145 Millionen, welche zur Deckung der Eisen- bahobedürfnisse des laufenden Jahres bestimmt sind und bieten daher keinen Grund zu Beunruhigungen, zumal man hört, daß der größte Theil bereits begeben ist. Gleichwohl zeigte sich die Börse auch über diesen Rückgang sehr verstimmt und ließ Bahnen und Banken entgelten, daß ihre Hoffnungen getäuscht worden waren. Den elften Anlaß zur Verstimmung gab übrigens nicht die Haltung des ReutenmarkteS, sondern das Ereigniß, welches die Aufmeiksamkett der politischen Welt wieder einmal auf „europäisch Asien" hinlenkie, das Atientat in Sofia. Es ist jedoch auffallend, wie sehr sich mit den Zeiten die Anschauungen, Hoffnungen und Befürchtungen ändern. Vor wenigen Jahren noch hätte ein solches Ereigniß genügt, die Börsen des gesammten Continents in eine Panik zu stürzen, heute geht die Börse mit einer Abschwächung darüber hinweg, die kaum der Pflicht der Höflichkeit genügen kann, und dies im Angesicht einer fortlaufenden Polemik in gewissen Blättern, die jede Truppenbewegung, jede Reise eines Generals innerhalb der russischen Grenzen als Kriegsrüstung deutet. Diese Zuversicht in den Bestand der gegen wär- ttgen politischen Verhältnisse ist überaus erfreulich, sie ist ein Gewinn — nicht nur für das wirthschaftliche Leben allein — der nicht hoch genug geschätzt werden kann.
Der Geldmarkt stellte sich etwas steifer, es verdient aber vielleicht hervorgehoben zu werden, daß der Quartalstermin, dessen große Anforderungen noch durch die erwähnte Einzahlung verstärkt wurden, vorübergegangen ist, ohne den Privat- biecont in merklicher Weise zu beeinflussen, und es ist baher wahrscheinlich, baß ber Rückfluß ber Gelber, ber erfahrungsgemäß erst in einigen Tagen sich fühlbar machen wird, eine weitere Verbilligung ber Zinssätze herbetsührt. Eine günstige Wirkung auf die Rentencourse würbe unzweifelhaft die Folge sein unb damit würbe auch der gegenwärtige Grund ber Verstimmung schwinden.
Die vorwöchentltche Meldung über den Abschluß des deutsch österreichischen Hanbelsoertrags hat sich als versrüht erwiesen, denn derselbe ist heute noch nicht vollzogen, dennoch scheint über das Zustandekommen desselben kein Zweifel mehr zu bestehen. Auch die österreichisch-ungarischen Eonversionsprojicte sind um keinen Schritt weiter gediehen, und die Börse bleibt völlig im Unklaren, ob dieselben vertagt worden oder in heimlicher Vollendung begriffen sind. Bei diesem Mangel jeglicher Anregung bildet b r Maikt der Transportwerlhe noch bas einzige Gebiet, welches ber Speculation einige Bewegungsfreiheit gestattet Hier wirken Drvtdenben- gerüchte, Wochenausweise unb rstaattichungschancen, aber trotzbem konnte man sich auch hier der allgemeinen Mißstimmung des Marktes nicht entziehen und die Course biteben im Allgemeinen rückgängig. Lombarden waren vorübeigehend bevorzugt, weil man die Dtoidenbe neuerdings auf 7 Francs schätzt, Duz>r haben trotz einer Mindereinnahme noch 4 fl. gewonnen. Dagegen sind Buschtaerader 5 fl. schlechter, Nordwest 2, Elbthal 3 fl. niedriger unb Staatsbahn ebenfalls kaum behauptet. Ebenso sind Schweizer Bahnen unter mehrfachen Schwankungen weiter rückgängig, namentlich Goltharb, Norbost unb Union, bie beiden letzteren — wie man sagt — hauptsächlich durch Berliner Verkäufe gedrückt.
Der Bankenmarkt war außerordentlich still. Die Dividenbcntrennung von österreichischen und ungarischen Crebitactien verursachte vorüdergehenb einige Kauflust, bie aber sehr schnell nachließ und auch hier ber allgemeinen Ermattung Raum gab. Behauptet erscheinen nur Hanbelsgesellschaft unb Dresdener; Disconto unb die beiden Crebitactien sinb schwächer.
Der Montanmarkt allein hat Courssteigerurrgen zu verzeichnen unb boch sinb bie Berichte aus ben Bergwerksbistricten keineswegs günstiger. Die Eisenpreise sinb notorisch rückgängig unb die Aussichten für Kohle sinb auch nicht besser geworben, seitdem die Schifffahrtsgesellschaften ihren Bedarf in England und Amerika decken. Ein scharfer Rückgang, der am Freitag Abend einsetzte, wird auch namentlich auf diese Concurrenz ausländischer Kohle zurückgeführt.
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