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2000, 1500 Mk., oder auch auf das viel bewunderte prächtige Holbein-Frühstücks-Service erwerben will, der säume nicht länger mit der Anschaffung eines Looses. Das Gewinn- Verhältnis ist bekanntlich das denkbar günstigste, bei 200 000 Loosen ä 1 Mk. für 140000 Mk. Gewinne. Weiteren Kreisen dürfte es noch unbekannt sein, daß neuerdings auch die gesammte deutsche Schriftstellerschaft dem Reichswaisen­hause ihre warme Sympathie bezeigt hat. Fast alle nur irgendwie hervorragenden Autoren haben ihm nämlich ihre Werke mit zum Theil sehr hübschen Widmungen gestiftet. Die so zusammengekommene Bibliothek, deren Werth durch die Autographen natürlich ein sehr beträchtlicher ist, denkt man als Ganzes zu verkaufen und den Erlös der Anstalt direct zukommen zu lassen. Auch die deutsche Tageöpresse hat in neuerer Zeit ihr Interesse an der Anstalt wieder in mannigfaltigster und wärmster Weise bethätigt. So ist durch die LiebeSbethätigung der verschiedensten Kreise die financielle Sicherstellung des verdienstvollen Werkes wohl mit Sicherheit zu erwarten.

* Die Zuhälterfrage, mit der man sich seit der Heinze'schen Strafsache in Berlin ernst beschäftigt, ist nun auch in Paris eine brennende geworden. Polizei-Schätzungen, so wird der Voss. Ztg. geschrieben, geben die Zahl der Männer, die in Paris ausschließlich von der Ausbeutung der Prostituirten leben, auf 55,000 an. Aus ihren Reihen gehen die Ein­brecher, Raubmörder, Falschspieler und Urheber nächtlicher Ucberfälle hervor. Sie sind es, welche die äußeren Boulevards um den Wallgraben so gefährlich machen wie ein indisches Dschungel, wo es von Tigern wimmelt. Der Versuch ist

seit sechs Jahren oft gemacht worden, die Zuhälter vor Ge­richt zu stellen, aber immer mit demselben Erfolge: sie wurden freigesprochen. Es gilt nun, eine Fassung zu finden, welche die Bedenken des Richters beschwichtigt und der Straflosigkeit der Ritter mit den Seidenmützen (caaquettes ajrois ponts") ein Ende machte. Der Justizminister soll bereits eine Verordnung ausgearbeitet haben, die nun zur Verhandlung kommen wird.

Verkehr, Land- nnd Volksrvirthschaft.

« November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochernnarkt kostete: Butter pr. Pfd. x 1,05-1,15, Hühnereier St. 78 2 St. -A, Enteneier 1 St.--2 St. A

gRfe pr. St. 48H, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen vr. Liter 25 3' Un vr. Ater 23 H I^en pr- Paar x 0,40-0,60, Hühner pr. ^7^ö'N^00-ßabnen pr.St JL 0 50- 0,75, Enten vr. Stück ^?^/isch vr. Vfd 7076 A, Kuh- und Rindfleisch Schweinefleisch 60-70 Hammelfleisch 50-74 A, Kalb, Kartoffeln vr. 100 Kilo X 6,50-8.50, Weißkraut * 4'5°-5-50' Mi-» Per

Nniverfitäts - No^richten.

. h Reval in russtscher Sprache erscheinende, zur Ver-

tretung der russificatorischen Maßnahmen der Regierung begründete Zeitung Kolywant macht nach glaubwürdigen Quellen" Mtttheilunaen über den Fortgang der Russifictrung der Universität Dorpat. °le' wie es scheint, schon sehr bald aus der Reihe derdeutschen" ? rolrb6 Estrichen werden müffen und jetzt bereits ^-^ Ä^^o^rloren hat, durch unmittelbaren Bezug des größten ^rtra i.e auf der Höhe der modernen

Wissmschaft sich zu erhalten, indem die neu eintretenden Professoren verpflichtet werden, sich des Russischen als Lebrsprache zu bedienen Die Kolywanj schreibt. Nicht nur in der juristischen FacLät werden in russischer Sprache gehalten; in der medicinischen ^dienenfich zwei Profestoren dieser Sprache, in der htstorisch philologischen sechs und zwar liest einer dieser letzteren, der Profesior der russischen Sprache und Literatur, für die Studenten ?Uer Facultaten, für welche der Besuch seiner Vorlesungen obligatorisch ist. eo sind sammtliche Hörer gezwungen, sich mit der russischen Sprache vertraut zu machen. Eine zahlreiche Gruppe von Univer­sitätslehrern kommt den Absichten der Regierung bereitwillig entgegen- viele von ihnen erlernen eifrig die russische Sprache und jetzt bereits N .etwa 35 der.Universttätsprofessoren des Russischen vollkommen mächtig. Wenn letzt noch der Zustrom russtscher Studenten nach Dorpat nicht besonders groß ist, so erklärt sich das damit, daß es

tm wetten russischen Reiche nicht genügend bekannt geworden ist, daß 1° ^o^ut" lurMischen Facu'tät gegenwärtig die Vorlesungen bereits ausschließlich in russischer Sprache gehaltm werden; nur die D0-r dem Zähre 1888 Jmmatriculirtm haben noch, falls sie eS wünschen, bis zum Sommer deS JahreS 1892 das Recht, da« Ab- f,rng,re^m%Jn J'HW* Sprache zu machen." Wie das Blatt ferner mittbellt, wurden dieneuen Ordnungen", welche sowohl die « Universität betreffen, bald für sammtliche

K m26?ibe?,bnfci,^ und von Beginn des nächsten Lehrjahres SntSmnrf(>nUMn Ä^A^bs°!ophische Facultät diesen Ordnungen tin- .Daß dieKolywanj" für die Ueberführuna der SrtihiÄ m rXnAftUf.a» En eine der altrussifchen Universitätsstädte platbirt, ist längst bekannt.

Briefkasten.

Y~ Auch den kaufmännischen Rechtsbestimmungen Theilen die Aufhebung des Dienstverhältnisses nur des Kalenderquartals nach oorhergegangener sechs - m5.7^lrcher Kündigung erfolgen, falls über die Dauer des Vertrags nichts Anderes vereinbart ist. Die Redactlon.

Vergebung von Arbeit,

betreffend Erdauffüllung.

Die Anfuhr von 4000 cbm Erde auf den Kirchenbauplatz an der Südanlage dahier soll durch Submission alsbald vergeben werden.

Angebote wolle man bis zum Samstag den 7. ds. Mts. einschl., in der Wohnung des mitunterzeichneten C. Schwan sen., Seltersweg 64, abgeben, woselbst auch die Bedingungen einzusehen sind.

Gießen, am 3. November 1891.

Der evangelische Kirchenvorstand:

____________Dr. Naumann. C. Schwan sen._________9774

Der Voranschlag der Gemeinde Grüningen für 1892/93 liegt vom 3. November d. I. an acht Tage lang zur Einsicht und Ent­gegennahme etwaiger Einwendungen auf hiesiger Bürgermeisterei offen.

Grüningen, am 2. November 1891.

Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen.

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Ettingshausen, den 3. November 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshansen.

Görnert.

werden die zum Nachlaß des Herrn Stationscassier Schaumann gehörigen Mobilien im Stationsgebäude des hiesigen Bahnhoses meist­bietend versteigert.

Donnerstag Nachmittag von 2 Uhr an kommt zum Ausgebot:

Vertreter des Direclors) sämmtlich zu Lollar.

Halter und Kaffenführer), 3) Ludwig Geißler HI. (Stell-

Großherzogliche Bürgermeisterei Inheiden.

____________ Reitz.

Bekanntmachung.

Laut Statut vom 5. September 1891 hat sich unter der Firmaland- wirthschastlicher Consumverein, ein­getragene Genoffenschaft mit unbe­schränkter Haftpflicht" ein Verein zu Lollar gebildet, dessen Eintrag im Genossenschaftsregister des unter­zeichneten Gerichts erfolgt ist. Gegen­stand dgz Unternehmens ist: gemein» schafft-^er Einkauf von Verbrauchs- floffen und Gegenständen des land- wirthschaftlichen Betriebs, sowie ge­meinschaftlicher Verkauf landwirth- schaftlicher Erzeugnisse. Willenser­klärung und Zeichnung für die Ge­nossenschaft muß durch zwei Vor­standsmitglieder erfolgen. Die Zeich­nung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Ge­nossenschaft ihre Namensunterschrift beifügen. Die von der Genossenschaft ausgehenden Bekanntmachungen er­folgen unter der Firma der letzteren, gezeichnet von zwei Vorstandsmit- gliedern; die von dem Aufsichtsrath ausgehenden, unter Benennung des­selben, von dem Präsidenten unter­zeichnet. Die Bekanntmachungen sind in demGießener Anzeiger" aufzu­nehmen. Die dermaligen Mitglieder des Vorstandes sind:

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Der Voranschlag der Gemeinde Ettingshausen für 1892/93 liegt vom 5. d. M. acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei- Bureau zu Jedermanns Einsicht offen.

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Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Inheiden für 1892/93 liegt vom 5. bis 13. November d. I. auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Betheiligten offen.

Inheiden, den 2. November 1891.

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,®*e 2lufuhr an das Haus erfolgt von dem Gaswerk aus bei Abnahme von mindestens 5 Centner und werden für dieselbe 5 Pfq f(jr de« Centner berechnet; von Herrn Emil Pistor werden auch genngere Mengen als 5 Centner zugeschickt. a B

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