Ausgabe 
4.1.1891 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

betrag bezahlen. Insbesondere seien auch die Vorstände der Ortsviehkassen aus dem Lande aus die ihren Mitgliedern ge­botene Gelegenheit, sich gegen geringe Gebühr vor Verlusten zu schützen, aufmerksam gemacht. Im Interesse des gesummten Metzgergewerbes wie der Landwirthe und Viehverkäuser ist allerdings zu wünschen, daß sämmtliche Metzger Gießens dem Schlachwiehversicherungsverein sich anschließen möchten.

In dem auf der Mäusburg 12 Hierselbst befindlichen Panorama ist für diese Woche wieder eine prachtvolle und hoch interessante Abtheilung, Savoyen und die Be­steigung des Montblanc, ausgestellt. Wir machen aus diese Ausstellung besonders aufmerksam, denn sie entrollt uns eine große Anzahl naturgetreuer Bilder, führt uns im Geiste durch Tunnels, über Gletscher, an Eisthürmen vorbei über gefährliche Passagen nach der Spitze des Montblanc. Die von hier aus wie beim Abstieg sich bietenden Bilder lassen es erklärlich erscheinen, warum alljährlich kühne Berg­steiger unter Mühen und Kosten (die Mitnahme eines Führers kostet circa 300 Mark) den Montblanc besteigen. Es sollte deshalb Niemand diese Gelegenheit unbenutzt vorübergehen lassen, einen Gang ins Panorama zu machen, der dort em­pfangene Eindruck wird ein unvergeßlicher sein.

w. Theater. Daß L' Arronges bekanntes Volksstück Mein Leopold" auch heute noch nicht seine Wirkung aus das Publikum eingebüßt hat und unter das alte Eisen ge­worfen werden darf, zeigt auch der lebhafte Beifall, den die Vorstellung am Neujahrstage fand. Das Stück entbehrt zwar desjenigen energischen dramatischen Zuges, der die augenblicklich im Mittelpunkte des Interesses stehenden mo­dernen Bühnendichtungen auszeichnet,- aber es enthält eine ganze Reihe poetisch schöner und in ihrer einfachen Wahrheit ergreifender Scenen ernsteren Charakters, neben denen wiederum originell erfundene komische Episoden hergehen. Das Ganze umrahmt eine graziöse Musik, die wesentlich zu dem schönen Eindruck, den das Stück im Ganzen macht, beiträgt. Die Darstellung am Donnerstag reiht sich den besten desNeuen Theaters" an. Ausgezeichnet spielten vor Allen Herr Reiners alsWeigelt" und dann Herr Winolt alsStake". Die komischen Scenen gelangen dem ersteren so gut, wie man das von ihm gewohnt ist, und in den ernsteren wirkte sein ergreifendes Spiel um so mehr, als Herr Reiners in Par­tien der Art nur selten bislang aufgetreten ist. Herr Winolt charakterisirte seinen Stake namentlich im zweite Acte ganz trefflich, im letzten hatte er zu sehr unter dem Einfluß einer heftigen Erkältung zu leiden. Sehr erheiternd war Herrn Biebrachs Spiel in der Rolle desMehlmaier", vielleicht sogar ein klein wenig zu heiter. Herr Schreiner machte seine Sache im ersten Acte ganz leidlich, jedoch in den folgen­den Acten befriedigte er in Folge mangelhafter Beherrschung seiner winzigen Rolle keineswegs. Ganz treffend dagegen, wenn auch das Eine und das Andere in Maske und im Spiel sich etwas zu stark ausgetragen ausnahm, repräsentirte Herr Rupp denFälscher". Recht gewandt und charakteristisch war auch Herrn G o u l l o n s Spiel in der Rolle desLeopold". Von den Damen war Frau Anni Reiners (Minna) aller­liebst, ebenso ließ auch Fräulein Elisabeth Bischoss (Clara) nichts zu wünschen übrig. Fräulein Elsa Rein­hold stand im Anfänge unter der Einwirkung einer gewissen Befangenheit, spielte sodann aber mit Gewandtheit und Wärme. Aus ihre Gesangspartien wird sie in Zukunft ein noch sorg­fältigeres Studium verwenden müssen. Zu kalt kam uns Fräulein Antonie Roland vor; die übrigen kleinen Rollen waren gut besetzt.

Theater. Wir machen an dieser Stelle noch einmal ganz besonders auf die Sonntag stattfindende Vorstellung des allenthalben bekannten StückesHasemanns Töchter" auf­merksam. Es ist unnöthig, ein Wort der Empfehlung über das fidele Volksstück zu sagen.

Denjenigen Landwirthen, welche Schlachtvieh nach Marburg zu bringen beabsichtigen, sei unter Hinweis aus die in vorliegender Nummer abgedruckte Bekanntmachung der Marburger Schlachthaus-Verwaltung mitgetheilt, daß in dem dortigen Jnnungs-Schlachthause eine Schlachtvieh-Verfichernng eingerichtet wurde. Gegen Entrichtung von 2 Mk. für Ochsen und Bullen, 1 Mk. 50 Pf. für Kühe, 1 Mk. für Stiere wird bei Beanstandung des Fleisches im Falle des Vorhanden­seins einer Viehkrankheit der volle Kaufpreis der Schlacht- thiere ohne jeden Abzug aus der Kaffe ersetzt. Ebenso wird den Vieh-Verkäufern die Benützung der seit längerer Zeit be­stehenden Schweine-Versicherungskaffe empfohlen. Die Ver­sicherungsgebühr per Schwein beträgt 50 Pf.

E. Hungen, 2. Januar. Die hiesigen Mitglieder des mitteldeutschen Bauernvereins haben in ihrer letz­ten Versammlung den Beschluß gefaßt, vom 1. Januar 1891 ab ein Handelsbureau zu errichten und bitten alle Mitglieder des mitteldeutschen Bauernvereins der Umgegend, dies ge­meinnützige Unternehmen recht zahlreich zu unterstützen, be­sonders da keinerlei Kosten damit verbunden sind. Die Verkäufer können unter Angabe des Alters, der Rasse, der Farbe, ob trächtig, zugfest rc., des ungefähren Preises und bei Fettvieh des ungefähren Gewichtes ihr Vieh beim Vor­sitzenden anmelden, welcher auch Denjenigen Auskunft ertheilt, welche Vieh zu kaufen beabsichtigen.

* Hungen, 2. Januar. In der Sylvesternacht gerieten Besucher einer hiesigen Wirthschaft in Streit. Ein hier beschäftigter Arbeiter griff sogleich zum Messer und stach einen Anderen, welcher abwehren wollte, durch die Hand.

* Hungen, 2. Januar. Die Horloff ist zu­gefroren, wodurch die Mühlenbesitzer genöthigt sind, den Mühlenbetrieb ruhen zu lassen.

Altenschlirf, 29. December. Bei der heutigen Wahl eines Beigeordneten für die hiesige Gemeinde wurde der seit­herige Beigeordnete Andreas Eichenauer wieder ein­stimmig gewählt.

8 Bermuthshain, 2. Januar. Angeregt durch verschie­dene, in der Umgegend gehaltene landwirthschaftliche Vor­

träge, speciell über den Nutzen der Stallsütterung, hat sich am 31. December hier eine Ortsbürger-Versammlung mit dieser Frage der Fütterungsarten beschäftigt. Eine Einigung über die allgemeine Einführung der besonders empfohlenen Stallfütterung wurde indeß nicht erzielt.

§ Gelegentlich einer Metzelsuppe in Holzmühl gab es unter' ben Betheiligten eine Schlägerei, bei welcher auch das Messer gebraucht wurde. Mehrere der Verletzten mußten ärztliche Hülfe in Anspruch nehmen.

Friedberg, 2. Januar. Im Monat November haben 276 Wanderer in der hiesigen Herberge übernachtet, von welchen 173 die Verpflegung auf Kosten der Kreiskasse erhalten haben. An Arbeitsverdienst wurden 9 Mk 06 Pf. eingenommen. Die Einnahme vom Betrieb der Anstalt betrug 377 Mk. 86 Pf., die Ausgabe 472 Mk. 86 Pf. Es wurden demnach 94 Mk. 89 Pf. mehr ausgegeben als eingenommen.

Kleine Mittheilungeu aus dem Großherzogthum. Von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog wurde den nachbenannten Arbeitern in Offenbach in Anerkennung ihrer langjährigen treuen (42 bis 64jährigen) Arbeitsleistung in ein und der­selben Arbeitsstelle die silberne Medaille für Verdienste ver­liehen : Lorenz Bachmann, Peter Mangelmann, Andreas Spahn, Adolf Hartwig, Sebastian Kunz, Johannes Nagel. Der Commandat der freiw. Feuerwehr zu Darmstadt, Justus, feierte am 29. v. Mts. sein 25jähriges Jubiläum als Brand- direcror. Die Heizer I. Hunhorn und Ph. Röhrig in Pfungstadt erhielten von dem Vorstand des Dampskessel- Ueberwachungsvereins in Anerkennung ihrer 25jährigen Dienst­leistung eine Ehrengabe von je 50 Mk. nebst einem Diplom. In das Mainzer Rochusspital wurde am Neujahrs^age ein Mädchen aus einem Nachbarort gebracht, welchem in der Neujahrsnacht ins Gesicht geschossen worden war. Ebenso hatte sich in Harheim ein Bursche den Daumen abgeschossen. Vom Militärgericht in Mainz wurde ein Unteroffizier des 88. Regiments, welchem 32 Fälle von Mißhandlung Untergebener nachgewiesen wurden, zu 2 Jahren Festung verurtheilt. In Erbes-Büdesheim brannte am 30. December die Erbach'sche Wirthschaft sammt vielen Vor- räthen nieder.

Vermischtes.

* Worms, 1. Januar. Der Eisgang auf dem Rhein ist jetzt so stark und so dicht, daß das eine Dampfboot der Hessischen Ludwigsbahn, das jetzt allein noch den Personen­verkehr unterhält und die Fuhrwerke auf einer sogenannten Nähe trajectirt, sich nur mit der größten Mühe Bahn brechen kann. An der Windung, wo der neue Hasen angelegt wird, ist der Rhein eine weite Strecke hin zugefroren. Alle Kähne der Fischer sind aufs Trockene geschafft worden. Der Eis­gang ist in der Nähe des linken Users viel stärker als in der des rechten. Das Trajectboot Nr. 1 der Hessischen Ludwigsbahn konnte nicht mehr in den Winterhafen einlaufen, da in Folge des niedrigen Wasserstandes die Verbindung unterbrochen ist. Das Trajectboot der Hessischen Ludwigs­bahn hat am rechten Rheinufer an einer geschützten Stelle angelegt.

* Worms, 29. December. Der Ausschuß des land- wirthschastlichen Vereins der Provinz Rheinhessen beschloß in seiner heutigen Sitzung nach längerer Debatte auf den An­trag des Landtagsabgeordneten Römer hin, der Staatsregie­rung die Errichtung einer landwirthschaftlichen Winterschule in Alzey unter der Voraussetzung zu empfehlen, daß seitens der Stadt Alzey die nöthigen Locali- täten gestellt werden und von Kreis- oder anderen Verbänden ein jährlicher Zuschuß von 2500 Mk. geleistet wird.

* Vom Main, 1. Januar. Die diesjährigen H o l z p r e i f e sind nahezu unerschwinglich. In einzelnen Gemeinden wurden neuerdings sogar 16 Mk. per Doppel-Raistnrneter Tannenholz erzielt. Selbst die ältesten Bewohner vermögen sich solch enormer Preise nicht zu entsinnen. Das Maineis hat sich bei Groß-Steinheim und Seligenstadt auf weite Strecken gestellt. Die Schneegänse zeigen sich.gegenwärtig in großen Schaaren längs des Mainstroms, finden aber in unseren Nimroden eifrige Verfolger.

* Mainz, 2. Januar. Eine theilweise Arbeits­einstellung hat heute in einigen hiesigen Möbelfabriken stattgefunden. Der Grund davon ist der Beschluß des Fabrikantenverbandes, von heute an die Arbeitszeit von 91/2 Stunden auf 10 Stunden zu erhöhen und eine Lohn- reduction von 5pCt. eintreten zu lassen. Eine vollständige Arbeitseinstellung ist bis jetzt nur in den Fabriken der Firmen Kimbel und Fürst eingetreten, doch ist nach einer in einer allgemeinen Versammlung der Schreinergehülsen gestern ge­faßten Resolution der Strike bei allen Firmen zu erwarten, welche an dem Beschluß des Fabrikantenverbandes festhalten. Es verdient erwähnt zu werden, daß gerade die angesehensten Möbelfabriken hier dem Beschlüsse des Fabrikantenverbands nicht beigetreten sind. Von der bekannten Großviehhandlung von Simon & Heister hier wurde heute nach Aushebung der Sperre seit 13 Jahren die erste Sendung öster­reichischer Ochsen auf den Mainzer Viehhof gebracht. Obwohl sich der Preis nicht billiger als für das inländische Vieh stellte, sand die aus 22 Stück bestehende Sendung rasche Abnahme.

* + Kassel, 2. Januar. Die grimmige Kälte der vergangenen Nacht wir hatten hier in Kassel 1415° 9?. hat leider bereits ein Menschen leben zum Opfer gefordert. Ein Aufseher der Strafanstalt hinter Wehl­heiden fand heute Morgen dicht an dem nach Schloß Schönfeld führenden Wege einen Mann erfroren im Felde liegen. Bei näherer Untersuchung stellte es sich heraus, daß der Entseelte ein Handwerksmann aus unsererVorstadt" Wehlheiden war. Der Unglückliche, ein Mann in den besten Jahren, hat ver- muthlich das Neujahrsfest etwas zu stark gefeiert, hat sich auf dem Wege nach seiner Wohnung verlaufen, aus Müdig­keit auf einen am Wege liegenden Strohhaufen gesetzt, um

sich auszuruheu, ist cingeschlasen und zum ewigen Schlummer" erstarrt. Einem jungen Handwerksburschen von 19 Jahren, welcher den gräßlichen Leichtsinn begangen hatte, in einem bei Bettenhausen stehenden Strohschober in freiem Felde zu über­nachten, erfroren Hände und Füße. Ins Krankenhaus gebracht, mußte ihm ein Fuß amputirt werden.

Literatur mhö Kttnft

Prosit Neujahr!" ruft in höchst origineller Weise Heft 12 der »Jllrrstrirten Wett" (herausgegeben von Professor Joseph Kürschner, redigirt von Wilhem Wetter, Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt) seinen Lesern zu und läßt dem stimmungsvollen Festgruße eine Reihe von Bildern folgen, ebenso hübsch und warm empfunden wie dieser. Aus der reichen Auswahl einiges heraus­greifend, nennen wir das lieblicheRast auf der Flucht nach Aegypten", die reizende WaldidylleAm Syloesterabend", das schöne Reiterbild Kaiser Franz Joseph I.",die heiligen drei Könige" im Schwarz­wald, denUntergang des Servent" und das meisterhaft ausgeführte Bärenjagd in Rußland". Textlich finden wir die Fortsetzung des trefflichen RomansUnter dem Bundschuh" und dm Schluß von Wer war cs?", der endlich den Leser aus langer, banger Spannung erlöst.Die Rächer ihres Vaters" ist eine hochinteressante Episode aus der französischen Eriminalgeschichte, der ArtikelMarionetten" ebenso unterhaltend wie belehrend.Wie kann ich ein Stück Zucker unter'Wasser bringen, ohne daß es schmilzt?" dies überraschende Kunststück wird in Wort und Bild erläutert und zwergfellerschütternd am Schluß die Historie erzählt:Wie Freund Hein auf seinen Fahrten zu Dr. Koch kam und wie es ihm dafelbst erging." Wie immer, ist für Küche, Haus und Hof noch manch Nützliches beigefügt, dessen Werth die Frauen am meisten zu schätzen wissen; was auch den Vorzug erklärt, den diese derJllustrirten Welt" vor allen anderen Familienjournalen geben. Wer drum für sich und die Seinen eine durchaus gemüth- und geistvolle Lectüre zu erwerben wünscht, der kaufe sichJllustrirte Welt", deren Hefte trotz des reichen Inhalts nutz 30 H kosten.

Man hat sich daran gewöhnt, in jedem Zeituttgs Catalog- den die Annoncen-Expedttion Rudolf Mosfe seit nunmehr vter- undzwanzig Jahren regelmäßig beim Jahreswechsel ihren Kunden auf den Neujahrstisch legt, irgend einen wesentlichen Fortschritt zu finden. Wie vor zwei Jahren mit dem Cataloge zum ersten Male ein vollständiger Tages-Notiz-Kalender vereinigt wurde, eine Ein­richtung, die ungethetltesten Beifall fand, so hat in dem soeben er­schienenen 1891er Insertions-Kalende, das Vorwort eine wesentliche inhaltliche Bereicherung gefunden. Dieser einleitende Theil, der dem Geschästsmanne werthvolle Winke gibt,wie man zweckmäßig annon- clrt", bringt diesmal in sauberen Entwürfen einige Vorschläge zur wirkungsvollen Ausstattung der Anzeigen. Wir sehen eine Anzahl geschmackvoll ausgeführter Illustrationen vor uns, welche den Text von Annoncen einzelner Branchen zu begleiten bestimmt sind. Dann wieder werden uns Im ausfallenden Arrangement Rahmen und Ein­fassungen zu Anzeigen mit der Angabe ihrer specicllen Verwendung vorgeführt. Wir finden hier Mittel und Wege angegeben, nicht blos größere Inserate effictvoll zu gestalten, sondern auch kleinere An­zeigen, bte keinen großen Kostenaufwand vertragen, so zu arrangiren, daß sie ins Auge fallen.

Außer dieser neuen und für jeden Interessenten werthvollen Bereicherung des Insertions-Kalenders finden wir wieder in dem­selben die altbewährten Einrichtungen, die Jedermann eine schnelle und zuverlässige Drientkung über die Zeitungsverhältnisse des Jn- und Auslandes gestatten. Auch der auf gutem Schreibpapier ge­druckte Notrzkalender für jeden Tag des Jahres ist wieder vorhanden. Im Uebrigen zeichnet sich das Buch durch eine außerordentlich ge­schmackvolle typographische Ausstattung, sowie durch feinen eleganten Leinwand-Einband aus, der demselben auch äußerlich ein schmuckes neues Gewand verleiht.

Verkehr, Land- r»nd VEswrr:

Sietzen, 3. Januar. Marktbericht. Auf dem heurigem Wochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. .£ 0,800,95, Hühnereier 1 St. 78, 2 St. H, Enteneier 1 St.--H, 2 St.

Käse pr. St. 57 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen vr. Liter 18 4b

Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Pcar 0,4u0,50, Hühner pr.

Stück 0,801 00, Hahnen pr. St- 0,751,00, Enten pr. Stück JL 1,401,80, Ochfenfleisch pr. Pfd- 7074 H, Kuh- und Rindfleisch 60-64 Schweinefleisch 60-70 Hammelfleisch 6268 Kalb­fleisch 60 64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 5,< 00,00, Weißkraut pr. St. 37 Zwiebeln per Rentner «X 6,000,00, Milch per Liter 12-18 H. Gänse pr. Pfd. 50-64

Arr-Mg arrs Siattöesambrejiftmi der Stadt SteLerr.

Aufgebote.

December: 27. Hermann Philipp Eise, Schneider dahier, mit Maria Friederike Hecker hierfelbst. 31. Johann Christian Hsischel- mann, Schuhmacher zu Gedern, mit Katharine Oberheim daselbst. 31. Johann Georg Geitze, Zimmermann zu Marburg, mit Anna Catharine Weinbach von Heskem.

Eheschließungen.

December: 27. Dr. Karl Nicol. Würger, Regierungs-Asseffor zu Mainz, mit Charlotte Johanna Babette Noll von hier. 27. Friedrich Emil Appel, Tapezier dahier, mit Emilie Henriette Philippine Simon Hierselbst. 31. Karl Albert, Pfarroerwalter zu Hopfmannsfeid, mit Maria Hermine Möser von hier. 31. Georg Philipp Schmidt, Tag- löhner dahier, mit Katharine Hen iette Schermuly hier selbst. 31. Heinrich Arnold, Glasermeister dahier, mit Elisabeth Kath- Welker hierfelbst. Januar: 2. Philipp Werner, Tagiöhner dahier, mit Maria Elisabethe Erb hierfelbst. 2. Heinrich Böcher, Dienst- knecht dahier, mit Anna Elifabethe Fischer hierfelbst. 3. Franz Xaver Andres, Postaushilfsbote dahier, mit Anna Marie Aßmuth hierfelbst.

Geborene.

December: 24. Dem Feldwebel Heinrich Adolph ein Sohv^ Karl. 25. Dem Heizer bei der Main-Wefer-Bc>hn Friedrich Kreiling eine Tochter. 25. Dem Zeichenlebrer Georg Gerhard eine Tochter. 25. Dem Schuhmacher Wilhelm Schmidt IV. ein Sohn, Heim ich. 26. Dem Schneider Heinrich Heinze eine Tochter, Martda Lina Elisadetha Gertrude Katharina. 27. Dem Schlosser Gerhard Schepers eine Tochter. 28. Dem Telegraphen-Ver walter Georg Manefeid eine Tochter. 28. Dem Schuhmacher Heinrich Fuchs eine Tochter. 30. Dem Schneider Jacob Morgenthaler eine Tochter, Katharine. Helene Elise.

Gestorbene.

December: 27. Anton Karl Joseph Kreuter, 1 Jahr alt, Sohn von Schlosser Ludwig Kreuter dahier. 27. Carotine Leib, geb. Zimmer, 74 Jabre alt, Wittwe von Schneidermeister Georg Leib dahier. 28. Friedrich Ludwig Georg Konrad Schmidt, 8 Monate alt, Sohn von Metzgelmeister Franz Schmidt dahier. 28. RoberL Büttner, IV« Jahre alt, Sohn von Schneider Johann Büttner dahier.. 30. Karl Amend, 6 Jahre alt, Sohn von Hilfsführer Heinrich Amenv dahier. 30. Luise Koch, geb. Kitzing, 66 Jahre alt, Eb<frau von Steuerouf eher i. P. August Koch dahier. 31. Justina Elsa Karolina Dina Bei tha Hofmann, 7 Monate alt, Tochter von Hrlssbrcmser Johann Hofmann dahier. 31. Karoline Anna Schmidt, 1 Jahr alt,. Tochter von Bahnarbeiter Ludwig Schmidt VI. dahier. Januar: 2». Marie Küchel, 5>/r Jahr^alt, Tochter von Fabrikant Hermann Küchel, zu Butzbach.