Ausgabe 
3.9.1891
 
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selben. Der sehr fleißig ausgearbeitete Vortrag rief eine lebhafte Discusflon hervor, doch wurden die aufgestellten Thesen mit einigen Abänderungen angenommen. Das zweite Thema behandelte die Frage:Wie erwirbt und erhält sich der Lehrer die Achtung der Gemeinde?", Referent Herr Roth von Gedern. Die ganz vortrefflichen Ausführungen des Referenten erhielten die einstimmige Annahme der Versammlung. Beiden Referenten sprach der Vorsitzende den wohlverdienten Dank Namens der Versammlung aus. Nach Erstattung der Rechnungsablage mit einer Einnahme von 372,55 Mk. und einer Ausgabe von 177,03 Mk. schloß der Vorsitzende die Versammlung.

Bad-Nauheim, 30. August. Infolge günstiger Entwicke­lung des Bades steigt das Bauterrain fortwährend im Preise. Nächst der Burgallee, also noch nicht einmal in erster Lage, wurden zwei Bauplätze, das Quadratmeter zu 12 Mark, verkauft. Der hessische Morgen würde sich somit aus 30 000 Mark stellen. Wie sorglos es oft auf dem Lande mit der Obhut über kleine Kinder bestellt ist, zeigt ein beklagenswerther Fall aus Rödgen. Ein zweijähriges Kind, das die im Hause beschäftigte Mutter noch kurz vorher auf dem Schoße hatte, entfernte sich unbeaufsichtigt in den Hof und ertrank in der nicht eingefriedigten, nicht allzu tiefen Pfuhlkaute.

Schriesheim, 30. August. Von einem traurigen Geschicke wurde gestern der Jagdaufseher Schmitt von hier ereilt. Während der Rückkehr von einer Hasenjagd sprang nämlich der eine seiner beiden an der Leine geführten Dachshunde an ihn heran und kam dabei an den Hahn des noch geladenen Jagdgewehres. Dasselbe entlud sich und der Schuß traf den Mann so unglücklich, daß derselbe kurz darauf verschied.

Mainz, 31. August. Bei Ankunft des vor einigen Tagen von hier nach Ludwigshafen abgegangenen Zuges fand ein Wagenwärter in einem Coupe zweiter Klaffe ein Porte­monnaie mit der DeviseAndenken an Wien" und mit über 3 00 Mark Inhalt. Bis jetzt hat sich der Eigen- thümer noch nicht gemeldet. In der großen Export- Hammelschlächterei zu Bischofsheim haben heute die Schlachtungen wieder begonnen. Die Geschlinge werden von den ärmeren Leuten der ganzen Umgegend zu billigen Preisen dort gerne gekauft.

vermischtes.

* Burgsolms, 28. August. Am verflossenen Dienstag verunglückte der Hüttenarbeiter Heinrich Dietz V. von hier dadurch, daß er beim Kippen eines Rollwagens ausglitt und mit dem Kopfe auf Eifenplatten aufschlug. Der infolge deffen entstandene Schädelbruch hatte noch an demselben Tage den Tod des Verunglückten zur Folge. Dietz war etwa 44 Jahre alt, verheirathet und hinterläßt eine Wittwe mit fünf Kindern.

Kraftsolms, 27. August. Ein tief bedauerlicher U n- glücksfall hat sich am verflossenen Montag Nachmittag in der bei unserem Orte gelegenen Lehmgrube zugetragen. Der 17jährige Sohn der Wittwe Claudy von hier war daselbst mit Arbeiten beschäftigt, als sich unerwartet eine große Lehm- maffe von einer Wand ablöste und auf den Unglücklichen herabstürzte. Claudy war sofort tobt, der bedauernswerthen Mutter konnte daher nur die Leiche ihres einzigen Kindes überbracht werden.

* Delitzsch, 30. August. Die Enthüllung des Denkmals für Dr. Schulze-Delitzsch, dem Begründer der deutschen Genossenschaften, wird Sonntag den 13. September statt­finden.

* Gumbinnen, 30. August. Nach amtlicher Feststellung find über Eydtkuhuen in der Woche vom 21. bis 27. August 14,260,000 Kilogr. Getreide aus Rußland nach Deutsch­land importirt worden.

Verkehr, Land- unö volkswirthschaft.

Frankfurt a. M., 1. September. Am gestrigen Haupt­markt im städtischen Viehhof hatte ein starker Zutrieb von Hornvieh stattgefunden. An der Zahl 1000 fehlten nur wenige Stucke. Die Preise gingen desbalb herab. Dagegen wurden die Preise von fetten Schweinen um 2 Plg. amtlich höher gesetzt. Von dem Hornvieh waren 119 Oesterreicher, die Mehrzahl waren Dänen.

Literatur Arrnst.

Die Nummern 33 und 34 der »Gartenlaube^ behandeln in Wort und Bild zwei Gegenstände, die zur Zeit viel genannt werden. In Nummer 33 schildert Paul Clemen in einem hübschen Ueberblick die Geschichte und die denkwürdigen Punkte der Stadt Luxemburg, deren eigenartige Schönheit in den betgegebenen Illustra­tionen gut zum Ausdruck gelangt; in Nummer 34 widmet F. Luthmer

; der Fächcrausstcllung in Karlsruhe einen anzicheoden Aufsatz, der durch Abbildungen der verschied nsten FäLerarlen wirksam untciftüfct robb. Zugleich wird in einem längeren Artikel,Mehr Licht!" betitelt, eine nothwendtge Forderung der Gesundbeilspflege kräftig betont. Es handelt sich um den wohlthätigen Einfluß, den die Be­leuchtung d.-tz Körpers und der Wohnung auf die menschliche Gesund-

' heit auLübt. Daß hier noch viel ju bessern ist, dürfte allgemein i anerkannt fein, und der Verfasser dieses Mahnwortes, Dr. Baas in ! Worms, bat daher gut daran pethan, auf die mannigfachen Fehler I h.nzuwetsen, d>e in dieser Beziehung gemacht werden. Möge das ! italienische Sprüchwort, mit dem er schließt, bet uns Deutschen mehr : und mehr beherttgt werden; es lautet:Dove non viene il sole, viene i il medico, deuisch etwa:Schließt Du Licht und Sonne aus, Kommt ! der Doctor Dir ins Haus'."

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| Wöchentliche Meberficht der Todesfälle in Eießen. 34. Woche. Vom 23. August dis 29. August 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (tncl. 1600 Mann Militär).

\ Sterblichkettsztffer: 20,19 dezw. 12,62 nach Ausschl. der Ortsfremden.

Kinder Es starben an; Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr:

Lungenschwindsucht 3 (1) 3 (1)

I Darmcatarrh 1 1

Andere bekannte

; Krankheiten 4 (2) 2 (1) 1 (1)1

Summa: 8 (3) 5 (2) 2 (1) 1

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie j viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von Auswärts > nach Gießen gebrachte Kranke fommen

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