Wormser
Dombau-Geld-Lotterie
Hauptgewinn 75,000 Mark.
Loose ä 3 Mark (Porto und Liste
10 Pfg.) versenden [2862
Gebrüder Henrich, Wetzlar.
für ihn mit einem „großen Schlemm", also der höchsten Gewinnpartie. Darnach erhob sich Moltke und mit den Zeigefingern übereinander streichend, äußerte er voll scherzhaften Siegesbewußtseins-. „Etsch, Etsch! Wat segt hei nu tau süne Supers?" Dies war eine Lieblingsredensarr von Moltke. Sie bezog sich auf eine bekannte Episode aus der Schlacht bei Leuthen: Friedrich der Große hatte die Mannschaft eines Regiments kurz vor der «Dchlacht gescholten und sie als Säufer bezeichnet. Rach gewonnener Schlacht, als das Regiment mit eroberten Standarten an dem König vorüberzog, hoben die Soldaten ihre Beutestücke in die Höhe und riesen dem König zu: „Wat segt hei nu tau süne Süpers?"
* Unter den verschiedenartigen Kopfbedeckungen der Neuzeit nimmt der Cylind er eine exclusive Stellung ein, denn er ist nicht nur die bevorzugte Kopfbedeckung der vornehmen Welt, sondern wird auch allgemein bei allen festlichen Gelegenheiten getragen. Man hat ihn zwar schon zu wiederholten Malen in den Bann gethan und ganz abschaffen wollen, wie seinen Leidensgefährten in dieser Beziehung, den Frack, mit dem er so oft vereint das starke Geschlecht schmückt, aber allen diesen gegen seine wahlberechtigte Existenz gerichteten Versuchen hat er bis jetzt erfolgreich getrotzt. Er ist nämlich noch gar nicht sehr alt und hat daher wohl auch noch Anspruch auf ein längeres Bestehen. Denn es sind erst hundert Jahre her, daß er sich seines Daseins erfreut. In diesem verhältnißmäßig kurzen Zeitraum hat er sich allerdings schon gar manche Veränderungen in der Form gefallen lassen müssen, und er ist auch heute noch sehr in Bezug auf seine Gestalt der Mode unterworfen. Ebenso dient er der Spottlust häufig als Zielscheibe, wie seine verschiedenen Spitznamen bezeugen, von denen „Angströhre" der bekannteste und am weitesten verbreitete ist. WaS diese gewiß hoch poetische und zugleich so tief empfundene Benennung zu bedeuten hat, darüber giebt den Wißbegierigen ein hübscher Aufsatz „Vom Chlinder" von A. Schroot in dem neuesten, 19. Hefte des beliebten Familien-1 blattes „Jllustrirte Welt" (herausgegeben von Professor Joseph Kürschner, redigirt von Wilhelm Wetter, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) die nöthige Aufklärung. Der amüsant geschriebene Artikel bringt auch sonst noch verschiedene hübsche Anecdoten über diese vielverleumdete männliche Haupteszier, so daß er auch Freunden heiterer Lectüre eine angenehme Unterhaltung bieten wird.__
Landwirthschafttiche Winke und Rathschläge.
△ V«S Oberheffen, Ende April.
Man spottet ost in den Zeitungen über die banale Redensart: Die Sltesten Leute erinnern sich nicht mehr, daß das und das pasfirt sein soll. Vom heurigen Winter, der hoffentlich definitiv abgezogen ist, darf man aber wirklich jene banale Redensart mit Recht aiv wenden, denn so etwas war factisch seit zwei Menschenaltern nicht mehr da.
Dem Einsender liegen Aufzeichnungen vor, welche zu Ansang der zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts beginnen, also nahezu durch 70 ^ahre hindurch reichen. Während dieser Zeit hat es oft harte und lange Winter gegeben. Besonders sei des 1879/80er Winters Erwähnung gethan, an dessen üble Folgen wir im Hinblick auf den gewaltigen Schaden, den die Obstbäume erlitten, noch heute leiden. Die strenge Kälte jenes Winters und vieler anderer wurde jedoch immer von milden Wochen unterbrochen, so daß Mensch und Thier wieder aufathmen konnten.
Anders der 1890/91cr Winter! Er begann, wie auch in dieser Leitung berichtet wurde, am 26. November mit 6 Grad Kälte und dauerte bis zum 25. April, also volle fünf Monate saft ohne jede Ausnahme.
Ungemein interessant ist es, daß dieser frühzeitige lange, strenge, harte Winter von Wetterkundigen bereits im August und September vorigen Jahres sehr bestimmt voraudgesagt wurde. Pflanzen und Thtere brachten so deutliche Vorzeichen, daß Derjenige, welcher Sinn und Verftändniß für solche Dinge besaß, mit einiger Sicherheit urtheilen konnte. Grade diese Zeitung brachte eine ganze Reihe von Mittheilungen, z. B. über das Verhalten der Bienen, über den Wegzug der Vögel, über das Verhalten des Heidekrautes, der Vogelbeere und verschiedenes Andere. , „
Der denkende Landwirth versäume nicht, seine Aufmerksamkeit auch ans solche Punkte rn richten und sich Aufzeichnungen zu machen, sie werden sich lohnen. , . ,
Zur gegenwärtigen Lage übergehend, bemerken wir, daß an manchen Orten, wo der large Winter die Winterfrüchte vernichtet, den Klee sebr geschädigt und die rauhe seitherige Witterung noch nichts wachsen ließ, förmliche Muthlosigkeit eintreten wollte. Dies herrscht da, wo die kleinen Leute Pachtgrundstücke bebauen. Der Verdienst ist gering, Säfrucht und Beftellungskosteu für Winterfrüchte sind verloren; die Preise für H<u, Stroh, Dickwurzel und Kraft- futtermttiel sind rapide gestiegen, nicht einmal Heckenlaub ist vorhanden, um die Ziegen durchzubtingen. .
Was hier gesagt wird, ist richtig, die Lage für die kleinen Leute ist nicht beneidenswerth. Es gilt, mit allen Kräften auszuharren und das hat sich immer bewährt. Grade das abgelaufene Jahr 1890 hat uns gezeigt, daß man nicht zu verzweifeln braucht, selbst wenn Blitzschläge, Sturmwinde und Wolkenbrüche toben.
In Nr. 98 d. Bl. vom 29. April zeigt der Herr q Gornfpom bent mit Recht aus verschiedene Vortheile hin, die das späte Frühjahr mit sich bringt. Zur Beruhigung ängstlicher Gemüther fügen wir noch zwei Punkte von großem Werthe hinzu: Einmal hat daS Ungeziefer, es mag heißen wie es will, gewaltige Einbuße erlitten. Dann: Es sind späte »rühjahre für de« Landwirth bei Weitem die vortheilhaftesten in unseren Breitegraden, wie wir vor zwei Jahren anno 1889 sehr angenehm empfanden. Also muthig den Kops in die Höhe, bange machen gilt nicht.
Das Pflügen, Eggen und Fahren hat nun überall begonnen. Wie werthooll und kostspielig die Zugthiere sind, weiß Jedermann, der einmal kaufen mußte, der große wie der kleine Bauer. Trotzdem wird in der widersinnigsten Weise — freilich aus Unwissenheit — mit diesen Kräften umgegangen und der Bauer schadet sich selbst am meisten. Es mögen daher heute zunächst einige Winke darüber folgen, wie der Baner seine Pferde am richtigsten anspannt, also deren Kräfte verwerthet, in vielen, vielen Fällen aber auch vergeudet.
Vor allen Dingen ist es nothwendig, datz die Pferde nicht a« lange 3«»str»«ge gespannt werde«. Man kann g-trost jede. Wette paaren, daß von zehn Fuhrleuten, die einem draußen auf der Landstraße begegnen, neun gegen obigen Grundsatz verstoßen. Trägheit, Schlendrian, Bequemlichkeit verschlingen auch hier — rote an vielen anderen Punkten, von denen wir schon verschiedene hervor- zuheben Veranlassung hatten — buchstäblich Tausende von Mark; das Plagen, Schinden und Quälen der Zugthiere ist dabei eine Sache für sich. Aber der Gerechte erbarmt sich auch fernes Viehes.
Zu den kurzen Zugsträngen gehört eine verhältnitzmätzig lange Deichsel, denn diese ist leichter zu dirigtren als eine kurze und belästigt die Thtere bei Weitem nicht so sehr als bte kurze. Man hat heutzutage sogenannte „Kraftmesser" erfunden, mit denen läßt sich bis aufs Pfund nachmeffen, wieviel Kraft em Zugthier bet dieser ober jener Anspannungsmethode aufwenden mutz. Aller Dispulaxerei von Superklugen ist hiermit von vornherein die Spitze abgebrochen.
Tie Waage, woran die Pferde gespannt werden sollen, muß mäglichst nahe an die Vorderachse deS Wagens gebracht werden. Dies erklärt sich dadurch, daß die Krast, welche eine Last fortbewegen soll, bann am vortheilhaftesten wirkt, wenn sie ber Last möglichst nahe gebracht wird. Bei langen Zugfträngen pampeln die Pferbe Domen an der Deichsel herum unb schinben sich zwecklos.
Aus dem Vorhergehenben ergibt sich ganz von selbst, daß die Last, welche gefahren werde« soll, «-glichst ans die Vorderräder gebracht werden mutz. Die Wagenleitern müssen also recht nahe an bte Vorderräder unb an bte Zugthiere gebracht werden.
Wir haben schon oft in dieser Zeitung darauf hingewiesen, daß der Ba«er rechne« lerne« mutz, wenn er den veränderten Zeit- verhältnissen Rechnung tragen und unter den schwierigen Verhältnissen doch öornnfommen will. Bet den Arbeiten über Molkerei, Obstbau, über Hauswitthschaft u. dgl. m. veranlaßten wir den freundlichen Leser, nachzurechnen, was er in einer Reihe von Jahren verliert, wenn er sich die Erfahrungen und Entdeckungen der Neuzeit nicht zu Nutzen macht. Auch über das fehlerhafte Anspannen und Verwenden von Zugthieren läßt sich eine lehrreiche Berechnung an- ftellen. Es geht nämlich eine halbe Pserdekrast bei schlechter Anspannung der guten gegenüber tagtäglich verloren. Welchen Werth hat diese halbe Pserdekrast? Um wieoiele Jahre ist ein Gespann früher abgearbeitet, wenn es um diese halbe Pferdekraft täglich härter belastet wird ? Wie viel Geld macht das einem Bauer aus, wenn er dreißig Jahre lang wirtschaftet?
f iter atur unft KHttfL
— DaS Buch vo« der gesunde« und practische« Wohnung. Unter diesem Titel beginnt soeben im Verlage von Ernst Keils Nachfolger in Leipzig ein volksthümliches Buch zu erscheinen, in welchem der durch seine vielfachen populären Schriften wohlbekannte Verfasser, C. Falken horst, sich die Aufgabe stellt, die weitesten Leserkreise darüber zu unterrichten, wie man im Hause gesund wohnen und leben soll. Der Standpunkt, den er einnimmt, ist insofern von sehr practischer Bedeutung, als in dem Buche ber Hauptnachdruck darauf gelegt wird, wie man die bestehenden Wohnungen, welche den Anforderungen der modernen Hygiene nicht überall entsprechen, möglichst gesund und zwar mit möglichst geringen Kosten gestalten soll. Dabei kommt es selbstverständlich darauf an, wie wir innerhalb unserer vier Wände leben. Wie wird am zweckmäßigsten die Lüftung der Zimmer besorgt, wie sollen unsere Kinder zu Hause ihre Schularbeiten machen, damit sie nicht schies und kurzsichtig werden, wie müssen wir ihre Arbeitsplätze einrichten, welche Anforderungen sind an die Beleuchtung im Hause zu stellen, rote vermeiden wir Erkältungen, wie soll unser Schlafzimmer und unser Bett beschaffen fein? Das sind einige ber vielen unb wichtigen Fragen, die in bem Buche erörtert werden.
Im ersten Heft, welches foeben erschienen ist. bespricht der Verfasser „Unsere unsichtbaren Feinde". In einer äußerst klaren Weise wird ber Leser mit den neuesten Errungenschaften ber Bacteriologie vertraut gemacht. Naturgemäß wirb die Desinfection ausführlich besprochen und genau angegeben, was wir gegen die Verbreitung so schlimmer Seuchen wie die Tuberkulose und die Diphtheritis thun können und thun müssen.
Das Buch dürfte namentlich den Hausfrauen zu empfehlen sein, welche ja durch ihre sociale Stellung berufen sind, Wächterinnen der Gesundheit im Hause zu sein. „Das Buch von ber gesunden und practifchm Wohnung" erscheint vollständig in 10 Heften ä 50 Pfg., alle 14 Tage ein Heft. Die meisten Buchhandlungen nehmen Bestellungen entgegen und senden auf Verlangen das erste Heft zur Ansicht.
- Nr. 17, vi. Bd. der vaturwiffenschasttiche« Wochr«- schrist, Redacteur Dr. H. Potonio, Verlag vou Fero. Dümmlers Verlagsbuchhandlung in Berlin, hat folaenben Inhalt: Str Robert S. Ball: Die Gezeiten. — Dr. Richard Fischer: Altes unö Neues «us der Chemie. (Schluß.) — Rassenrnischung im Juventhum. — Wanderungen der Lemminge in Nord-Amerika. — Die russttchen Tiefseeforschungen im schwarzen Meere vom Jahre 1890. — Eine Sturmstatiftik für bas deutsch- Küstengebiet. — Ein neuer Komet. — Der astronomische Eongreß. — Ein stabiler Kalender. — lieber Carbolsäure. — Eire Oxydation von Gold. — Electrische Signaluhr. (Mit Abbild.) — Literatur.
Gartengeräthe u. s. w.
Im Auftrag:
Großh. Gerichtsvollzieher zu Gießen.
4123
Bilder, Nippes und Haushaltungssachen.
Dienstag den S. Mai, Nachmittags 2 Uhr:
1 Garnitur, Sopha, 6 Stühle, Tisch, 1 großer Tisch, 1 Pendule, ovale, runde und andere Tische, Stühle, 1 Ausziehtisch, 1 Spiegelschrank , 1 Nähtisch, 1 Sopha, 1 Regulator, 2 Spiegel, 1 alter- thümliche Commode mit Glasaufsatz, Silbergegenstände, Porzellansachen, Weißzeug, Betten, Waschtische, Nachttische u. s. w.
Mittwoch den 6« Mai, Nachmittags 2 Uhr : Weißzeug, Möbel, Porzellan und Haushaltungssachen.
Freitag Bormittags VVr Uhr beginnend: das Küchenmobiliar und Kücheneinrichtung.
Freitag Nachmittag 2 Vs Uhr beginnend:
sämmtliche übrig gebliebenen Gegenstände, Keller-, Waschküche- und
Die Aufnahme schulpflichtiger Kinder in die Stadtschnlen zu Gießen findet Montag, den 4. Mai d. I.. Morgens von 9—12 Uhr. statt, und zwar werden die Knaben im Schulhause in der Schulstraße, die Mädchen im Schulhause in der Westanlage ausgenommen-
Schulpflichtig sind alle Kinder, welche bis dahin 6 Jahre alt geworden sind. Doch können auf Wunsch der Eltern oder deren Stellvertreter auch solche leiblich und geistig nicht unreife Kinder aufgenommen werden, die bi« zum 30. September d. I. bas sechste Lebensjahr vollenden.
Bei der Aufnahme ist der Impfschein vorzuzeigen, auch sind Name und Stand des Vaters oder deffen Stellvertreters und der Geburtstag des
Kindes genau anzugeben.
Gießen, den 30- April 1891.
Gnauth, Oberbürgermeister.
Ich empfehle mich hiermit im Anfertigen meiner
neu patentirten Eisschränke
«ach amerikanischem System, welche sich durch Eiserspar«itz und große Leistungsfähigkeit vor allen ähnlichen Fabrikaten vortheil- haft auszeichnen. , „ 1308
Innere Einrichtung nach Wunsch und Wedursulh.
Achtungsvoll Heinrich Reger, Schreiner, Lich (Oberhessen).
Miliar-VeiWiw
Montag den 4.» Dienstag den 5., Mittwoch den 6. und Ireitag den 8. Mai, Nachmittags 2 Uhr beginnend, wird die aus fünf Zimmern und einem Salon bestehende Einrichtung im Felfing'schen HauS, Südanlage 16, partere, erbvertheilungs- halber meistbietend versteigert:
Montag den Mai, Nachmittags 2 Uhr, kommt zum Ausgebot: 1 Plüschgarnitur, bestehend aus Sopha, 6 Stühlen, ovaler Tisch und entsprechende Tischdecke, 2 große Teppiche, 1 Trumeau- spiegel, 1 Spiegelschrank, 1 Verticow, 1 Damenschreibtisch, 1 Pendule, 2 Kleiderschränke, 1 Commode, 2 Sessel,
I?erd. Hoffmann, Ortsgerichtsmann.
3M6* Aufträge nimmt Gerichtstaxator Louis Rothenberger, Neuenweg 22, entgegen. 4020
Zur Besichtigung der Einrichtung sind Montag den 4« Mai, von 10 Uhr an, die WohuungSräume geöffnet.
Harmonikas,
Zithern, Violinen, Trommeln, Flöten, sowie alle Instrumente In grösster Auswahl zu Fabrikpreisen In der Instrumentenfabrik und -Handlung [3702 Ernst Challier (Rudolphs Nachf.), Giessen.
4145
Fahr, Haha, Oberlehrer.
Nachstehend benannte Personen:
1) SaSpar Junker, geb. am 12. Januar 1865 zu Queckborn, zuletzt wohnhaft in Gießen, Kellner, evangelisch,
2) Salomon Walldorf, geb. am 0. October 1859 zu Londorf, zuletzt in Gießern Kappenmacher, Israelit, 3) Joy Nickelei, geb. am 13.
September 1854 zu Trais a. d.Lda. zuletzt wohnhaft daselbst, Maurer, evangelisch,
4) Ferdinand Karl Meister, geb. am 31. December 1853 zu Gießen, zuletzt wohnhaft daselbst, Schuhmacher, evangelisch,
jetzt alle mit unbekanntem Aufenthalte abwesend, werden beschuldigt,
zu Nr. 1 als beurlaubter Reservist, zu Nr. 2 als beurlaubter Wehrmann I. Aufgebots
ohne Erlaubniß ausgewandert zu fein, z« Nr. 3 und 4 als Wehrlente II. Aufgebots aurgewandert zu fein, ohne von der bevorstehenden Auswanderung der Mlüärbehörde Anzeige erstattet zu haben — Uebertretung gegen § 360 Rr. 3 des Strafgesetzbuchs.
Dieselben werden auf
Freitag, den 24L Juli 1891, Bormittag- 10 Uhr
vor das Großherzogl. Schöffengericht Gießen zur Hauptverhandlung geladen- Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach $ 472 der Strafprozeßordnung von dem Großh. Bezirks-Commando zu Gießen ausgestellten Erklärung verurteilt werden. 1925
Gießen, den 16. Februar 1891.
Der Großh. Amtsanwalt. Dr Zimmermann.
Versteigerung.
Montag, den H. Mai d. I., Nachmittag- 2 Uhr, versteigere ich gegen Baarzahlung:
1) in der Restauration Bieker, Neustadt SS dahier:
Sopha, ovalen Tisch, Spiegel in Golorahmen, Geräthschrank, Commode, Schrank mit Glasauffatz, Regulator, Nähtisch, großen Zimmerteppich, 4 Rohrsitzstühle, 3 Belten mit Sprungfeder- und dreiteiligen Matratzen, 2 zweithürige Kleiderschränke;
2) unmittelbar hieran anschließend in der Hammstraße 12: Kinderbettstelle, Küchenschrank, Wanduhr, Rohrsessel, Tische, Spiegel, Stühle, Hänge- und Steh-Lampen, Galleriestangen, Waschbütten, Einmachfäffer, Fruchtwaage, Rollseil mit Rolle, Futterbänke und Schweinetröge, Backgeräthschasten, allerlei Küchengeschirr u. dgl. m. Die Gegenstände, insbesondere die ad 1 genannten, sind noch gut erhalten, zum Theil sogar noch neu.
Die Versteigerung findet bestimmt statt.
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