Ausgabe 
3.5.1891 Erstes Blatt
 
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Karlsbad, 1. Mai. Heute war die feierliche Brunnen­weihe. Alle Kurbadeanstalten, Etablissements und Hotels find eröffnet, der Gesundheitszustand in der Stadt ist aus­gezeichnet.

Paris, 1. Mai. In Rodez, Campagnac, Cransac und anderen Orten werden heute ungefähr 2600 Berg­arbeiter die Arbeit einstellen.

Paris, 1. Mai. Der Vormittag ist ruhig verlaufen- in den Werkstätten wird überall gearbeitet. Die Arbeiter- Viertel belebter Centralbezirke bieten nichts Ungewöhnliches. Mittags versammelten sich die Arbeiterdelegirten aus der Provinz und die Sozialisten in Gruppen, um Petitionen an die Kammer zu überreichen. Auch in den Departements herrscht vollkommene Ruhe und wird gearbeitet. Ebenso ist in Havre, in den Bergwerken von Decazeville und in Lyon die Ruhe ungestört, wenngleich unter den Arbeitern eine gewisse Er­regung hervortritt.

Brüssel, 1. Mai. Man glaubt, daß in den Kohlen­gruben von Charleroi am Montag der allgemeine Strike ausbrechen wird. In Morlanwels sand eine Ver­sammlung statt, welche unter Hinweis auf die Haltung der deutschen Bergleute den allgemeinen Ausstand verurtheilte.

Lüttich, 1. Mai. Ein etwa 1200 Mann starker S o - zialistenzug mit Musik und rothen Fahnen bewegte sich heute früh um 8i/2 Uhr von Seraing nach Lüttich. Die Kohlenwerke von Cockerill und Marihaye feiern, ebenso das Eisenwerk. Im Stahlwerk ist etwa die Hälfte des Personals anwesend. In den anderen Theilen der Cockerill'schen Werke ist das Personal vollständig an der Arbeit. Die Kohlenwerke Herstal, Vivegnis, Nottem und Wimort feiern. Die Berg­arbeiter von Herstal und Umgebung veranstalten daselbst eine Kundgebung- sie haben sich den Lüttichern nicht angeschlossen.

Brüssel, l.Mai. Die hervorragendsten Etablisse­ments der Metallbranche, die Hutsabriken, Tischler- und Kunsttischler-Werkstätten Brüssels und der Vorstädte feiern vollständig. Es wird angenommen, daß die Kundgebungen im ganzen Lande und namentlich in Brüssel friedlich verlaufen werden.

Rom, 1. Mai. Die Ruhe ist vollständig ungestört. Der König machte heute Mittag eine Spazierfahrt durch die Arbeiterviertel und wurde von den Arbeitern mit Hoch­rufen begrüßt. Aus den Jndnstriestädten und den Provinzen wird überall vollständige Ruhe gemeldet.

Rom, 1. Mai. Aus Neapel und Ravenna werden Ansammlungen gemeldet, wobei anarchistische Ruse ausgestoßen wurden. Die Polizei mußte die Menge auseinandertreiben. Abends trugen sich hier keine weiteren Ruhestörungen mehr zu. Bei den Verhafteten wurden Kassen mit auffallend viel Geld vorgefunden. Nachrichten aus allen Theilen des Reiches melden völlige Ruhe. Unter den 17 in Florenz Verhafteten befinden sich die Führer der dortigen Anarchisten.

Konstantinopel, 1. Mai. Das SchiffKostroma" von. der russischen freiwilligen Flotte, welches aus Odessa kam und Arbeiter, sibirische Colonisten und einen Courier des Zaren an Bord hatte, wurde am Eingänge des Bosporus sestgehalten, wahrscheinlich weil man vermuthete, daß sich auf dem Schiff Soldaten und Kriegsmaterial befänden. Der Com- mandant von Kavak drohte zu feuern, falls das unter der Handelsflagge fahrende Schiff die Fahrt fortsetzen würde. Er hielt das Schiff bis zum Vormittag des darauffolgenden Tages zurück. Wie verlautet, hat der russische Botschafter Nelidow eine Note an die Pforte gerichtet, worin er 1000 Pfund Schadenersatz, Absetzung des Commandanten und unbedingte Freiheit der Schifffahrt durch die Meerengen für die russische Handelsflagge beansprucht.

Geestemünde, 2. Mai. Reichstags st ich wähl. Ge- sammtergebniß: Bismarck 10,544, Schmalfeldt 5486.

Localer uni* provinzielles.

Gießen, 2. Mai.

Sitzung der Stadtverordneten vom 1. Mai. An­wesend : Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herren Beigeordneten Keller und Langsdorff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Georgi, Grüneberg, Heyligenstaedt, Hom- berger, Jughardt, Keller, Löber, Petri, Dr. Ploch, Scheel, Schiele, Schmall, Schopbach, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels.

Vor Eintritt in die Tagesordnung gab Herr Oberbürger­meister Gnauth in tiefempfundenen Worten den Gefühlen Ausdruck, von welchen durch das Ableben des General- seldmarschalls GrasenMoltke auch die Stadt Gießen erfüllt sei. Die Versammlung ehrte das Andenken des als Feldherr wie als Mensch gleich hochgeachteten und geehrten Generalfeldmarschalls durch Erheben von den Sitzen.

Das Gesuch des Herrn Georg Schlörb um Erlaubniß zum Betriebe einer Wirthschast wird, dem seitherigen Brauche ent­sprechend, Gesuche um Fortsetzung bestehenderWirthschastsbetriebe zu befürworten, befürwortet. Für Trottoirpflasterung in der Goethestraße werden 240 Mk. bewilligt. Aus Vorhalten des Herrn Schopbach, daß das Cementtrottoir in den Neuen Bäuen an verschiedenen Stellen schadhaft sei, soll die Ausbesserung veranlaßt, ferner aus Anfrage des Herrn Schmall Erhebung darüber angestellt werden, inwieweit sich eine Abstellung des Mißstandes herbeiführen läßt, welcher in­folge des Vorhandenseins der Treppentritte auf dem Trottoir der Kaplansgasse (am Brück'schen Haufe) besteht. Nach Dar­legung des Herrn Schmall sind diese Treppentritte nament­lich Abends infolge unzureichender Beleuchtung dieses Straßen- theils mißständig. Die Untersuchung der Blitzab­leiter an den städtischen Gebäuden soll, nachdem Herr Bautechniker Stumpf an einem über bie Anlage und Unter­suchung von Blitzableitern sich erstreckenden Cursus theilge- nommen, durch denselben vorgenommen, die hierzu erforder­lichen Apparate beschafft werden. Dem Einwand des Herrn Löber, daß man diese Arbeiten doch der Privatwerkthätigkeit nicht entziehen solle, hält Herr Oberbürgermeister Gnauth

entgegen, daß es sich nur um städtische Gebäude handle, ; die Theilnahme an dem betr. Cursus von der Stadtverwal­tung aber den hiesigen Gewerbtreibenden empfohlen worden fei (Herr Schloffermeister Haubach hat dieser Empfehlung Folge geleistet), um diese zur Anlage und Untersuchung der Privat­blitzableiter zu befähigen. Das Gesuch des Herrn K. Nau um Erlaubniß zur Benutzung von städtischem Weggelände wird unter Festsetzung einer jährlich von dem Gesuchsteller zu leistenden Abgabe von 1 Mk. genehmigt. Gesuchsteller hat seither fragt. Weggelände zum Aufstellen von Pfählen für feine Wäscherei an der Lahn (hinter den Bahnhöfen) benutzt. Der den Hardtberg entlang in der Richtung nach dem Windhof führende Weg soll auf Vorstellung der Bürger meisterei Heuchelheim chaufsirt werden, wenn die Gemeinde Heuchelheim sich zur Chaufsirung der in ihrer Gemarkung ge­legenen Anschlußstrecke bereit erklärt. Zur Einrichtung von weiteren, infolge Herstellung zweier Sammlungszimmer nöthigen Räume im Schulgebäude der höheren Mädchen­schule werden die auf 245 Mk. veranschlagten Kosten be­willigt. Herr Wilh. Gail beabsichtigt, seine Fabrik mit dem Lager (ehemalige Wollspinnerei am Krofdorser Weg) telephonisch zu verbinden und sucht um die Genehmigung nach, die Drahtleitung den zwischen der Euler'schen Schneid­mühle und der Möser'schen Mühle durch den Eisenbahndamm führenden Wafserzufluß entlang anzulegen. Die Genehmigung wird auf Widerruf ertheilt. Das Gesuch der Frau S. Katzen st ein Wittwe um Erlaubniß zur Bewohnung eines Gartenhäuschens wird nicht genehmigt. Das in Betracht kommende Häuschen, welches früher Backsteinmachern zum Sommeraufenthalt diente, steht zwischen der Frankfurterstraße und den neuen Kliniken, und würde nach Erklärung der Bau­deputation, selbst wenn dessen Bewohnbarkeit weniger, als nach seither gemachten Wahrnehmungen angenommen wurde, in Frage gestellt würde, für die Kliniken mißständig werden. Das Gesuch des Herrn Jul. Buch um Erlaubniß zum Um­bau seines Hauses bezw. um Dispensation von der Bestimm­ung der Bauordnung, nach welcher Höfe an vorhandenen Ge­bäuden bei Um- und Anbauten nicht verkleinert werden dürfen, wird nicht befürwortet. Gesuchsteller, dessen Haus nach vor­liegenden ärztlichen Gutachten den Anforderungen an gesundes Wohnen nicht entspricht, beabsichtigt dasselbe umzubauen und zur Anlage der Treppen und Aborte einen Theil des Hofes zu benutzen, wodurch letzterer räumlich so beengt würde, daß er den einschlägigen baupolizeilichen Bestimmungen nicht mehr entspräche. Behufs Aufnahme des neuerrichteten Hauses in der der Wolkengasse gegenüber angelegten Privatstraße in die Brandkasse ist die Benennung dieser Straße nothwendig geworden. Es wird beschlossen, diese Straße Schanzen­straße zu benennen mit Rücksicht auf die in dieser Gegend früher bestandene Schanze. Von einem Schreiben des Herrn Stadtrechner Laub er, worin derselbe auf 1. Juli sein Amt kündigt, nimmt die Versammlung Kenntniß und be­schließt Annahme der Kündigung. Ob die Stelle ausge­schrieben oder ohne Ausschreiben besetzt werden soll, darüber wird die Finanzdeputation demnächst entscheiden.

Für die Abtretung der Schüler'schen Besitzung find von Seiten bet Stadt dem Curatorium, welches diese Be> fitzung in Händen hat, 90 000 Mk. geboten worden. Die Uebergabe muß jedoch ohne alle Verbindlichkeiten an die Stadt erfolgen. Hoffentlich wird das Curatorium seine Zustimmung ertheilen und dadurch unserer Stadt ein Object erhalten bleiben, wie es gleichschön selten zu finden ist.

Wie in vorhergehenden Jahren, so beabsichtigt auch am diesjährigen Himmelfahrttage der hiesige Turnverein einen größeren Turngang auszuführen und soll sich derselbe diesmal über Krofdorf, durch einen Theil des Hinterlandes nach Marburg erstrecken. Der Abmarsch wird Morgens präcis 6 Uhr von der Lahnbrücke aus erfolgen. Freunden größerer Fußtouren dürfte somit Gelegenheit geboten sein, neben körperlicher Stärkung Naturschönheiten in überraschender Weise zu genießen und ist wohl anzunehmen, daß auch bei diesem Turngang sich eine rege Theilnahme seitens der Mitglieder bethätigen wird.

Die aus Anlatz der Maifeier gestern Abend ab­gehaltene Arbeiter-Versammlung war mittelmäßig besucht. Es nahmen an derselben auch Arbeiter aus einigen Nachbarorten theil.

+ Eichelödorf, 1. Mai. Am Montag den 27. April brach in dem Domanialwalddistrict Altenberg Feuer aus, das jedoch durch zufällige Anwesenheit eines Forstbeamten sehr bald auf feinen Herd beschränkt wurde, nachdem es sich über eine Fläche von etwa 100 qm ausgebreitet hatte. Als Entstehungsurfache wird Unvorsichtigkeit bezeichnet.

LingesMtdt.

Gießen, 2. Mai.

Cas6 Leib. Am Samstag und Sonntag finden hier die Künstler- und Spectalitaten-VorsteUungen der Gesellschaft des welt­berühmten und bekannten Athllten Carl Abs unter Mitwirkung des ebenso allgemein bekannten und beliebten Ortginal-Salonhumortften Oscar Fürst, sowie anderer Specialttäten ersten Ranges statt. Um Jrrthümer zu vermeiden, bemerken wir unseren Lesern, daß diese Vorstellungen mit der Gesellschaft, welche in obigem Local am Donnerstag und Freitag gasttrte, nichts gemein hat und daß Carl Abs sowohl wie Oscar Fürst nur am Samstag und Sonntag aus­treten werden.

Verkehr, Land« un6 Volksw»r»h^chc»f..

Gießen, 2. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. ,* 0,901,00, Hühnereier 1 St. 5-, 2 St. 11 4, Enteneier 1 St. 5-6 4, 2 St. - 4, Käse pr. St. 510 4, Küsematte pr. St. 3 4, Erbsen vr. Liter 28 4, Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar JL. 0,7501,0, Hühner pr. Stück JL 1,001 20, Hahnen pr. St. 1,301,50, Enten pr. Stück JL 2,00-2,30, Ochsenfleisch pr. Pfd. 7074 4, Kuh- und Rindfleisch 6064 4, Schweinefleisch 6070 4, Hammelfleisch 5070 4, Kalb­fleisch 60-00 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 7,50-8,00, Weißkraut pr. St. 37 4, Zwiebeln per Centner X 7,008,00, Mich per Liter 12-18 4. Gänseeier 11-12 4

S Grünberg, 1. Mai. Der gestern dahier abgehaltene sogen. Walp en markt" war recht gut besucht und mit Schweinen außer­ordentlich stark befahren. Aus dem Schweinemarkte zeigte stch ein lebhafter Handel, dessenungeachtet machte sich ein starker Rückschlag in den seitherigen hohen Preisen der Jungschweine sehr bemerkbar. Mancher Verkäufer, der die seitherigen Preise noch gewohnt, wollte denn auch nicht herunter und mußte seine Schweine wieder mit heim nehmen. Ganze Heerden von Ferkeln waren von Händlern aufgetrieben und wurden billig losgeschlagen. Man bezahlte per Paar Ferkel 2530 Mk., 3040 Mk. und die besten bis 50 Mk. Das macht gegen das Vorjahr eine Preisdifferenz von ca. 20 Mk. aus. Der Abschlag der Schweinepreise rührt einmal daher, daß die Nachfrage eine schwache ist, weil, ourch die seitherigen hohen Preise angeregt, fast Jedermann die Schweinezucht selbst betrieben und nun seine Maaren zu Markte bringt, das andere Mal, daß die Ernte­aussichten nicht die besten sind, daß die Setzkartoffeln mangeln und daß endlich der Preis für fette Schweine erheblich herabgegangen ist. Dem Krämermarkte schadete der Sturm, der oft orkanartig blies, ersichtlich. Die Marklbesucher zogen sich hierdurch mehr in die Handelshäuser der Stadt zurück und diese machten um so beffere Geschäfte.

Freiensteinau, 1. Mai. Der heutige Vieh markt war mit Schweinen (ca. 500 Stück), meistens jungen Frühjahrsferkeln, befahren. Mangels Käufer waren die Preise sehr gedrückt. Im All­gemeinen ist ein großer Preisrückschlog für Frühjahrsferkel zu melden; das Paar, welches um Ostern für etwa 50 Mk. verkauft wurde, galt heute nur 35 Mk.

Aufschrift der Postsendungen.

Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen muffen aus denselben Empfänger und Bestimmungs­ort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugt wirv. Dai« find namentlich folgende Punkte zu beachten:

1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichstgenauanzugeben, Huch ist es vsn Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets an der­selben Stelle der Auffchrift, nämlich unten rechts, unmittel­bar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge.

1. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer dec Woh­nung des Empfängers, der Postbezirk (0., N., NO. rc.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Ortsbezeichnung .Berlin" zu vermerkm.

r. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lau­tende Po st orte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeich­nung beizufügen. Weiche Zusätze für die Ortsnamen im Post­verkehr als maßgebend anzusehen sind, ergibt sich aus demBer- zeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Postorte", das zurr Preise von 1U Ps. durch Vermittelung jeder Rcich-s-Postanstalt bezogen ,verden kann.

4. Wenn der im Reichs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, deffenungeachtet aber nicht als all­gemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch des Rähenn zu bezeichne^. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe des SMrtes und bei größeren Staaten des politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestim­mungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen [(Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) rc.j, oder von Gebirgen l(Harz), (Riesengebirge) rc.j. Nicht minder sind zusätzliche Be» zeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), (Lausitz) ic.] für den Zweck geeignet.

6. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenigePost« anstatt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll.

6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Po st gebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffende Land bez. der Landestheil auf der Sendung anzugeben.

Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleu­nigen Ueberkunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und es liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach aenau anrufertigen.

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Monat April 1891: 14 Kerzen.

Buchner.

kirchliche Anzeigen der Stabt «Kietzen.

Katholische Gemeinde.

5. Sonntag nach Ostern, 3. Mai:

Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um */r8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um Vi7 Uhr Austheilung der hl Communion; um V28 Uhr Früh­messe ; um WO Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um V20 Uhr Christenlehre und darauf Andacht.

Christi Himmelfahrt, 7. Mai:

Mittwoch- Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Donnerstag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um ilzl Uhr Austheilung der hl. Communion; um V,8 Uhr Militärgottesdienst mit Predigt; um 8/4IO Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Vs# Uhr Festandacht.

Dienstag und Freitag: Abends 6 Uhr Maiandacht.