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Nr. 102 Drittes Blatt. Sonntag den 3. Mai
1891
Der
Kietze»« Jl*|dg« erscheint täglich, ritt LaSnahme bei Montags.
Die Gießener iV««itte»ttLi1er .»erben dem Anzeiger '»üchmtlich dreimal beigelegt.
Meßmer Anzeiger
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Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren.
Bekanntmachung,
die Verminderung der Herbstzeitlose betreffend.
Nachstehende von Großh. Kreisamt Gießen in Nr. 92 _be§ Gießener Anzeigers erlassene Bekanntmachung in obigem Betreff bringen wir hierdurch zur Kenntniß der Wiesenbesitzer .in dec Gemarkung Gießen.
Gießen, den 23. April 1891.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth.
«»nahm« eon Anzeigen zu der Nachmittag! für den folgend« Dag erscheinenden Nummer bi! vorm. 10 Uhr.
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chratisöeikage: Gießener Aamilienölätter.
___WJ-WL"^ 'I... - L'mn.JUl I ■IIIW Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm«» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" mtgeg«
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AnrtRcho» Thoil.
Bekanntmachung,
die Abhaltung von öffentlichen Faselschauen betreffend.
Bei der heute zu Grünberg abgehaltenen öffentlichen 'Faselschau sind die nachstehend verzeichneten Thiere für taug* Tich befunden worden, als Gemeindezuchtstiere verwendet zu werden. Dieselben sind, mit Ausnahme des zu frühe weggebrachten Fasels unter 6, an einem Horn mit dem Brand* stempel K C Grünberg (Kör*Commisfion Grünberg) gezeichnet.
Gießen, den 30. April 1891.
Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.
Bekanntmachung,
Ordn.-Nr.
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Maul- und Klauenseuche zu Annerod und Trohe betreffend.
Den Großherzogl. Bürgermeistereien zu Annerod und Trohe ist, nachdem die in diesen Orten ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche länger als einen Monat erloschen ist, die Genehmigung zur Ausstellung von Gesundheitsscheinen gemäß der bezüglich der Maul- und Klauenseuche geltenden Bestimmungen ertheilt worden.
Gießen, den 30. April 1891.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Gagern.
Bekanntmachung,
die Verminderung der Herbstzeitlose betreffend.
Da wir in den vergangenen Jahren die Wahrnehmung gemacht haben, daß auf einem großen Theile der Wiesen des Kreises nichts zur Vertilgung der der Wiesencultur und Fütterung des Viehs so höchst nachtheiligen Herbstzeitlose geschehen ist, ordnen wir hiermit aus Grund des Art. 24 der Wiesenpolizeiordnung die Reinigung der Wiesen von dieser schädlichen Pflanze bis zum 15. Mai d. I. bei Meidung der gesetzlichen Strafe an.
Ein seit langen Jahren erprobtes Mittel zur gründlichen Vertilgung der genannten Pflanze bietet das Ausziehen mit dem ganzen Schafte bei feuchtem Boden. Geschieht das Ausziehen mit Achtsamkeit, d. h. ohne den Schaft abzubrechen, so bedarf es im nächsten Jahre nur noch einer Wiederholung dieser Arbeit, um das Wiedererscheinen der Pflanze gänzlich zu unterdrücken. Die ausgerupsten Pflanzen sind dabei sorgfältig zu entfernen.
Gießen, den 20. April 1891.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Gagern.
Bekanntmachung.
Durch Neueinrichtung der Unteroffizier-Vorschulen Jülich und Wohlau können durch den entstehenden Mehrbedarf Freiwillige zum 1. October d. Js. eingestellt werden.
Auch können junge Leute, welche im October d. Js. das 16. Lebensjahr überschritten haben, noch zur Einstellung gelangen; dieselben würden bei guter Führung und Brauchbarkeit nur ein Jahr aus der Unteroffizier-Vorschule zuzubringen haben.
Nähere Auskunft wird von dem unterzeichneten Com- mando, sowie dem Hauptmeldeamt Gießen, dem Meldeamt Alsfeld und der Bezirkscompagnie Schotten ertheilt bezw. Anmeldungen entgegengenommen.
Gießen, den 18. April 1891.
Großherzogliches Bezirks-Commando Gießen.
I. V.:
Wolter,
Second-Lieutenant und Bezirks-Adjutant.
Derrtsctze» Reich.
Berlin, 1. Mai. Das Kaiserpaar traf gestern Abend von seinem Ausfluge nach Weimar und Eisenach wieder in Berlin ein. Am Vormittag des genannten Tages war auch die Kaiserin Friedrich in Begleitung der Prinzessin Margarethe, von Homburg kommend, in der Reichshauptstadt eingetroffen, um der Eröffnung der internationalen Kunstausstellung beizuwohnen. Dieselbe fand am Freitag Mittags 12 Uhr statt und wohnten dem feierlichen Acte das Kaiserpaar, die Kaiserin Friedrich und die anderen zur Zeit in Berlin anwesenden Mitglieder der königlichen Familie bei. Am Nachmittag erfolgte die Uebersiedelung der kaiserlichen Familie aus dem Berliner Residenzschlosse nach dem Neuen Palais bei Potsdam zum Sommeraufenthalte.
— Die am 30. April in Geestemünde-Lehe statt- gesundene Stichwahl zum Reichstage zwischen Fürst Bismarck und dem Socialdemokraten Schmalfeldt hat, soweit sich die bezüglichen Meldungen übersehen lassen, den Sieg Bismarcks mit etwa 4000 Stimmen Mehrheit ergeben. Es scheint, daß die weitaus meisten Freisinnigen und welfischen Wähler des Wahlkreises bei der Stichwahl zu Hause geblieben sind^ während der Rest vorwiegend für den socialdemokratischen Candidaten stimmte, der Verlauf des engeren Entscheidungskampfes würde demnach den hierüber gehegten Erwartungen vollständig entsprechen. Heber die Annahme des ihm nunmehr unbestritten zugefallenen Reichstagsmandats für Geestemünde- Lehe liegt zwar seitens des Fürsten Bismarck bis jetzt noch keine officielle Erklärung vor, aber es kann als selbstverständlich betrachtet werden, daß der Gewählte annimmt. Ob Fürst Bismarck noch in der gegenwärtigen Session im Reichstage erscheinen wird, ist indessen höchst zweifelhaft, da die Session ja bereits binnen 14 Tagen geschlossen werden soll. Auch dürfte der Fürst später sein Reichstagsmandat nur dann ausüben, wenn im Parlamente besonders wichtige Fragen zur Verhandlung stehen.
— Concert erster Solisten des Hamburger Stadttheaters. Die Herren Leopold Laudon, Mathieu Lorent und Fritz Weidmann, sämmtlich erste Sänger der berühmten Hamburger Oper, sowie Herr W. Lorent aus Cöln geben im Juni in Gießen ein großes Concert.
— Ueber die künftigen Dienstag und Mittwoch in „Steins Saalbau" gastirenden Leipziger Concertsänger schreibt der „Franks. Gen.-Anz.": „Mit dem Frühling und mit all' den kleinen Sängern, die er uns bringt, haben auch die Sangesbrüder aus „Klein-Paris" ihren Einzug in unsere Stadt gehalten und in der „Alten Harmonie" ihr Nest Pardon, ihr Podium ausgeschlagen. Zugvögel sind's, die von Stadt zu Stadt wandern und mit ihren frischen Liedern das Publikum in Schaaren anlocken. Was die Leipziger, die übrigens ebenso gut „berlinern" wie „sächseln", zum Besten geben, ist alles Lobes werth. Flott und exact vorgetragene Quartettgesänge, originelle Couplets, komische Scenen wechseln in bunter Reihe, und wer bei dem Duett „Lauter und Trauter", das von den Herren Ohaus und Zimmermann mit köstlichem Humor ausgeführt wurde, nicht bis zu Thränen lacht, der hat das Lachen überhaupt verlernt. Von den anderen Mitgliedern der Gesellschaft erntete Herr Krause mit seinen Liedervorträgen und als „Weaner Fiaker" stürmischen Beifall, während Herr Chaston durch fast unheimliche Gelenkigkeit geradezu in die Augen „sprang". Alles in Allem, wer einige Stunden der Kurzweil sucht, der findet sie in stets neuer Harmonie in der „Alten", so lange die Leipziger Sänger unter der Leitung des Herrn Raimund Hanke dort ihre Weisen in baare Münze wechseln." (Siehe Inserat.) .
— Der hessische Landeslehrerverein war bei der Regierung dahin vorstellig geworden, dieselbe möge die Unterstützung erkrankter Schulverwalter wenigstens zum Theil auf Staatskosten übernehmen und etwa 4000 Mk. vorsehen, damit bei andauernder Krankheit ein Schulverwalter per Monat 30 bis 35 Mk. Staatsunterstützung erhalte. Die Regierung sowie der Finanzausschuß der Zweiten Kammer sprachen sich wegen der weitgehenden Consequenzen der Gewährung einer solchen Unterstützung um so mehr dagegen aus, als die Schulamtsaspiranten in allen Zweigen des öffentlichen Dienstes insofern im Vortheil seien, als ihnen in Krankheitsfällen aus den" Provinzialschulfonds Unterstützungen gewährt werden können.
I Staufenberg, 1. Mai. Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr wurde in der Lahn bei Friedelhausen die Leiche des 50 Jahre alten Johannes Kahl aus Hassenhausen ge- ländet. Vermutlich liegt Selbstmord vor.
Friedberg, 1. Mai. Der Kammmacher H. Böhmer dahier hat heute, nachdem er vor 25 Jahren in das Geschäft des hiesigen Kammsabrikanten Mai in Arbeit getreten war, sein Jubiläum gefeiert. In Anerkennung seiner bewährten Treue und Anhänglichkeit hat der ev. Arbeiterverein demselben ein von Hofmaler Hieronimus künstlerisch hergestelltes Diplom mit einer Ehrengabe überreicht.
—ck. Vom Vogelsberg, 1. Mai. Mit einem starken Sturme hat sich der April verabschiedet, ein paffendes Finale zur beendeten rauhen Jahreszeit. In der That, jetzt erst ist der Lenz gegangen gekommen „aus leisen Sohlen über Nacht",- denn die verflossene Walpurgisnacht war die erste warme Nacht in diesem Frühling, das Thermometer ging nicht unter 10° R. hinab. Wie mit einem Zauberschlag hat sich hier aber auch die Natur verwandelt. Man hat das Gras wirklich seit gestern wachsen gesehen, so üppig ist es durch diese einzige warme Nacht emporgeschossen. Die Blüthen- knospen der Obstbäume sind am Aufbrechen. Höchste Zeit isb es für diese auch, da sie schon sehr lange im vorausgehenden Stadium sich befunden, was, wenn eben zu lange währt, nicht gut ist. Pfingsten dürfte diesmal mehr wie je das „liebliche" Fest werden, denn gerade an ihm werden die Obstbäume in vollem Blüthenschmuck prangen. Auch die Winter> saat, welcher der Winter so übel mitgespielt, erholt sich besser als man anfänglich doch geglaubt. Es müssen ja allerdings ganze Aecker umgepflügt werden, es stehen dafür aber auch wieder andere gar nicht übel in der Saat. Hauptsache ist es jetzt, daß die Witterung endlich einmal warm bleibt, und dafür scheint uns der Ruf hes Kukuks, den wir vorgestern zum ersten Mal in unseren Waldungen vernahmen, zu bürgen - denn der Kukuk stellt sich doch erfahrungsgemäß erst mit dem Eintritt der warmen Jahreszeit bei uns ein.
totale» ««d provinjiclle».
Gießen, 2. Mai.
— Von Romrod kommend, passirte heute Morgen 8 Uhr Se. König!. Hoheit der Großherzog die hiesige Station.
— Kleine Mittheilungen aus dem Großherzogthum Hessen. Der Kreistag des Kreises Offenbach hat die Errichtung zweier Kreis-Krankenhäuser für die Landgemeinden, event im Anschluß daran für die Unterbringung von Siechen aus Kreiskosten beschlossen. — Im Laufe dieses Jahres sollen.


