Ausgabe 
3.3.1891 Zweites Blatt
 
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Desgleichen wurde die Einführung dieser Linie in die Haupt- 'Bahn unter gleichzeitiger Errichtung einer Güteroerladestelle am Rodberg angestredt.

Für letztere Anlage sind seitens der Bewohner deS nördlichen StadttheilS von Gtehen mehrere Petitionen etngereicht. Die Ein­gaben an die preuß. Staatsbahn hatten keinen Erfolg, und für die Lumdathalbahn war, mit Ausnahme einiger Gießener Herren, darunter Herr Dr. Gutfleisch als Befürworter dieses Projectes, ebensowenig Sympathie vorhanden.

Eine dtrecte Linie von Londorf nach dem Nordende der Stadt Gießen wird ca. 6 Kilometer länger als nach Lollar, deren Mehr­kosten, da der Hessische Staat die Eisenbahn bauen und betreiben wird, nicht in's Gewicht fallen.

Wenn auch die Stadt Gießen zunächst den meisten Vorthetl »on der Einführung der Lumdathalbahn haben wird, so spricht für Lollar der Umstand, daß außer den Basaltlava-Steintransporten die Buderus'schen Eisenwerke ihre Eisensteine aus dem oberen Lumda­thal billiger beziehen können.

Jedenfalls dürfte allen Interessen gedient sein, wenn sowohl die Bahn von Londorf nach Lollar, als auch gleichzettig zwischen Treis und Mainzlar abzweigend eine direcie Schienenverbindung mit der Stadt Gießen, über Wieseck führend, hergestellt wird.

Landwirthschaftliche Winke und Rathschläge.

Einige- für Ha«S, Hof und Küche.

A An- Oberheffen, 27. Februar.

In unserem letzten Aussätze machten wir darauf aufmerksam, wie man sich gute «nd billige Kleischnahrnng verschaffen kann. In Bezug auf die Kaninchenzucht rotro noch einmal hervorgehoben, daß man weder theure Stallvorrichtungen noch große oder kostspielige Futtereinrichtungen und -Vorräthe nöthig hat. Die Kaninchenzucht eignet sich daher wie die Ziegenzucht, über die w«r vor einigen Wochen eine Abhandlung brachten besonders für kleinere Leute, denen wir stets in erster Linie mit Rath und That zur Hand gehen wollen. Eine umsichtige, reinliche Hausfrau ist im Stande, mit -Wei Ziegen «nd zwei Paar Lapin- chrer Familie eine vor­treffliche, genügende Menge Milch und ein sehr bedeutendes Fletsch­quantum zu liefern, vorausgesetzt, daß die Frau Lust und Liebe dazu bat, ohne daß ein «ennenswerther Grundbesitz -« diesen Prodnetionen erforderlich ift.

Viele Leute btlüen sich ein, der Geschmack des Kaninchenfleisches fei ein schlechter: beim gewöhnlichen Landslallhasen ist das Fleisch nicht viel wetth. Dasjenige des französischen Kaninchens gibt dem Fleische des Feldhasen wenig heraus.

Wir fahren, nachdem dies noch einmal gebührend heroorgehoben wurde, mit der Besprechung über billtae Beschaffung von Nahrungs­mitteln fort und wenden uns zur Pflanzenkost.

Seit einer Reihe von Jahren Haven sich hte Vegetarianer ent­schiedene Verdienste dadurch erworbkn, daß sie ih-e Mitmenschen aus die Zuträglichkeit «nd die Bortheile der Pstanzennahrnng aufmerksam machten. Treibt man die Sache zu wert, so verfällt man in einen Fehler, wie überhaupt jede Lrache, selbst die beste, durch Uebertreibung in das Gegentheil umschlagen kann. Daß aber eine

richtig ausgeführte Pflanzenkost viel gesünder, dem menschlichen Organismus viel zutiägllcher und wett billiger ist, als schlecht« Aleischnahrrrng, kann sich jede Hausfrau an ihren fünf Fingern yerzäylen.

Vor Allem mögen die Hausfrauen den Hülse«früchte« eine größere Aufmerksamkeit zuwenden. Wo sogenannles hartes, kalk­haltiges Wasser vorherrscht, sind sie schwer weich und gar zu be­kommen. Eine Messe, spitze voll kohlensaures Natron oder ein billiger Dampskochtopf beseitigen die Schwierigkeit. Der Dampf­kochtopf, dessen Preis ganz ungemein billig geworden und dlssen An­wendung durch Anbringung eines kleinen Ueberdruckventtls völlig gefahrlos geworden ist, kann den Hausfrauen nicht genug empfohlen werden. Binnen einer Stunde leistet dieser soviel, wie ein anderer Tops in einem halben Tage. Er ist also zur Zeit der Heu- und Getreideernte, wo man mit der Zett geizen muß, unentbehrlich. Der Dampskochtopf bezwingt die eigensinnigsten Hülsenfrüchte und wenn in diese die reservirten Knochen hineingesteckt werden, gibt es eine vortreffliche, wohlschmeckende, höchst nahrhafte Suppe. Mit einem Stück Kornbrod dazu tauscht man nicht gegen viele andere Speisen.

In neuerer Zeit haben sich die Präparate aus Hafer einen großen Verehrerkrets erworben. Einsender hat seit einer Reihe von Wochen Proben damit gemacht und ist sehr wohl zufrieden mit den Resultaten. Auch diese Zeitung hat das Nahrungsmittel, das zugleich billig ift, mit Recht empfohlen.

Die Versündigungen gegen die Fleisch- und Knochenabfälle finden ihr Seitenstück bet den Gemüseabfüllen. Unsere Bürger- und Bauernfamilten ziehen Gemüse jeder Ait, essen aber wenig davon. Dies ist ein großer Fehler, denn das Gemüse besitzt die besten Eigen­schaften, den menschlichen Körper kräftig und gesund zu erhallen.

Neben den Gemüsen ist das Obst zu nennen. Es besitzt nicht den Gehalt wie Milch, Hülsenfrüchte oder Gemüse, dagegen hat es einen sehr wohlthätigen Einstntz auf das ganze Wohlb»finden des menschlichen Körpers; es befördert die Verdauun», den Stoffwechsel und reinigt das Blut. Man sollte daher viel mehr Obst genießen als es geschieht. Allerdings geht etwas weniger Geld ein, wenn der Bauer etwas mehr Obst für feine Haushaltung zurückbehalt; aber dieser Ausfall ift sehr leicht zu ersparen, wenn man am Wein-, Bier­oder Branntweintrinken etwas abbrechen wollte.

Hier sind wir an einem sehr kttzlichen Punkte angrkommen. Der Deutsche hat eine durstige Kehle und eine trockene Leber, er muß also trinken und zwar tüchtig trinken. Daneben ist der Appetit auch nicht gering, so daß sich das Sprichwort vielfach bewährt: Er ißt nicht wenig, trinkt aber viel. Welche und wieviel Nährstoffe enthalten nun Wein, Bier oder Branntwein? Ganz wenige, erschreckend wenige. Ein Apfel, der drei Pfennige kostet, besitzt doppelt soviele Nähr- und gesundheitsfördernde Stoffe als ein Glas Bier, welches 10 Pfennige kostet. Der freundliche Leser hat gefunden, daß wir hier und da gerne eine Berechnung anstellen. Das wollen wir auch diesmal thun. Wenn ein Bürger- oder Bauersmann mit 25 Jahren täglich drei Gläschen Bier ä 10 Pfg. confumirt (was gar nicht einmal viel ist) und er setzt diese Gewohnheit bis zu seinem 65. Lebens­jahre fort, so vertrinkt er in 40 Jahren 4380 Mk., ohne daß die Zinsen gerechnet werden. Bringt man aber Zinsen und Zinseszinsen in Rechnung, bann schicken 10000 Mk. nichts. Und doch sind drei Gläschen Bier pro Tag noch gar nicht einmal viel.

Die Südländer: Italiener und Franzosen trinken bei Weitem nicht soviel wie wir, obgleich es bei ihnen viel heißer ist, als bet uns. Den Wein vermischen sie zur Hälfte mit Wasser und ihre Kost ist einfacher als die unsrige. Trotzdem leisten sie in vieler Beziehung mehr als wir, ja selbst Strapazen, rauhe Witterung »nd Kälte können sie mitunter viel bester ertragen, als wir Deutsche. Ich erinnere an den Feldzug Napoleons I. nach Rußland 1812 und an den grauenhaften Rückzug, bei welchem die südlichen Regimenter viel weniger Verluste hatten, als die Nordländer. Ohne diel Reiter­regimenter des Königs Murat von Neapel, die alle aus Südländern bestanden und die sich in dem schauerlichen Winter vorzüalich bewährten, wäre Napoleon und seine ganze Suite abgefaßt worden. Nicht weniger merkwürdig sind die Leistungen derjenigen Völker, die ganz von Pflanzenkost leben und doch die größte Ausdauer besitzen. Mit einem Säckchen Datteln lebt ein Araber wochenlang; er kennt keinen anderen Tiunk dazu als klares Qmllwasser. Die Chinesen leben jahrelang von Reis, ohne daß ihnen eine Faser Fleisch zu Gesichte kommt. Ein chinesischer Postläufer legt mit seinem zwei- räderigen, aus Bambusrohr conftrutrtcn leichten Poftkärrnchen Strecken im Trab zurück, die kaum ein Pferd zu bewältigen im Stande wäre und dabei verzehrt er einige Hände voll gekochten Reis und trfnft hier und da einmal Wasser dazwischen.

Es ist Pflicht des Berichterstatters, von Z.it zu Zeit auf Miß­stände und Mängel hinzuwetsen, das Bessere anderer Völker und Länder als Spiegel oorzuführen und zur Nachahmung zu empfehlen. Das Gebiet, das wir deute betraten, ist ein so unendlich Wichtiges, wie es bei dem Bürger-und Bauersmanne gar nicht wichtiger gedacht werden kann. Ein Sprichwort sagt: Eine schlampige Hausfrau kann in ihrer Schürze mehr verthun und verderben, als der Haus­vater mit zwei Pferden auf seinem Wagen einzuf-hrcn im Stande ist. Deshalb wurde in den letzten Aufsätzen auf Schäden, Mängel und Unterlassungen hingewiesen, die Viele kaum entdecken, weil ihr Auge dafür nicht geübt und geschärft ist. Ihr Berichterstatter hofft darum, daß feine Rathschläge und Winke doch manche Hausfrau und manchen Hausvater zum Denken anregen und daß man ihn wie zu Anfang gesagt wurde für keinenDippegucker" taxiren wird.

n<zr£efc>r, £an«. nnO

Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Roheisenprodnetiort des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat Januar 1891 auf 348 355 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 137 685 Tonnen, Bessemerroheisen 30 895 Tonnen, Thomasroheisen 131802 Tonnen und Gießereiroheisen 47 973 Tonnen. Die Production im Tecember 1890 betrug 362 560 Tonnen, int Januar 1890 374 066 Tonnen.

Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei 394 Gebr. Stumm.

BekanrltmachMNg.

Nachdem der Plan über die abgeänderte Fluchtlinie für die Sonnen­straße die höhere Genehmigung erhalten, wird dies in Gemäßheit des Art. 7 der allgemeinen Bauordnung mit dem Ansügen bekannt gemacht, daß der Plan aus dem Stadtbauamt jederzeit eingefehen werden kann.

Gießen, den 25. Februar 1891.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 1759

Bekanntmachung.

Der in der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung sest- gestellte Voranschlag der Stadt Gießen fürs Etatsjahr 1891/92 liegt während 8 Tagen zur Einsicht jedes Betheiligten aus dem Bürgermeisterei- Büreau offen.

Gießen, den 27. Februar 1891.

Grohherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 1758

Holversteigerung

in der fürstlichen Oderförsterei Mch.

SamStag, den 7. März, Vormittag- 9 Uhr, im Distriet GrieSderg:

193 rm Kiefern-Reisholz in Schichthaufen; 3 Fichtenstämme 0,61 fm;

528 Fichten-Derb- und Reisstangen = 6,68 fm. Zusammenkunft beim Teich.

An demselben Tage, Vormittag- 10V2 Uhr, im Distriet Langeberg:

4 rm Buchen-Scheiter, 6 rm Buchen-Knüppel, 1 rm Eichen-Knüppel,

2 rm Buchen-Stöcke, 11 rm Eichen-Stöcke, 150 Buchen-Wellen, 310 Eichen-Wellen, 1350 Nadel-Wellen. Zusammenkunft am Distriet Langeberg nahe Mühlsachsen.

Dienstag, den 10. März, Vormittag- »Va Uhr, im Distriet Münchwald:

28 rm Buchen-Knüppel, 36Vr rm Eichen-Knüppel, 6 rm Buchen- Stöcke, 14V2 rm Eichen-Slöcke, 19 rm Nadel-Stöcke, 620 Buchen- Wellen, 560 Eichen-Wellen, 1710 Kiefern-Wellen, 268 rm Kiesern- Reisholz in Schichthausen.

3 Stück Kiefern Bauholz 0,72 fm; 20 Stück Fichten-Bauholz von 1418 cm Durchmesser bei 1419 m Länge 6,22, fm.

Die Zusammenkunft ift auf dem sog. Schlagweg (.LichBurkhards­felden) im Fürstlichen Walde bei Brennholz Nr. 1.

Lich, am 26. Februar 1891.

1808 Dr. Dieffenbach.

Berstcigcrungs - Anzeige.

Montag den 2. März,

von Morgens 9 Uhr an, läßt Ja c. Hofmann V. zu Heuchelheim erbtheilungshalber in seiner Wohnung versteigern: 1786

2 Kühe, 1 trächtiges Rind, 2 Stück Jungvieh, 4 Schweine zum Einlegen, Heu, Stroh, Gemüse und Kartoffeln, eine gut erhalt. Handdreschmaschine, 2 Wagen und sämmtliche landwirthschaftlichen Geräthe.

Montag den 2. März,

Nachmittag- von 8 Uhr an,

versteigere ich in der Restauration des Herrn Bieker, Rerrstavt 55, im Auf­trag:

1 Sopha, 1 Pendule, 1 Roßhaar­matratze 1 Kleiderschrank «zweith.), 1 Lecretür; ferner 1 Parthie Frauen­kleider und 1 Koffer, 1 Sooha, 1 Kü­chenschrank mit Glasaussatz, 1 voll­ständiges Bett, 1 Eylinderuhr, 1 Wasch­tisch, 2 Nachttische, 2 neue Bettstellen und einiges Hausgeräthe; ferner im Auftrage des Herrn Hermann Mahr: 42 Paar MLvchenhalv- schnhe Nr. 29 34.

-Louis Kothenberger.

1765 Gerichts-Taxator

Holz-Versteigerung. | Holztmsteigerung.

JmDaubringer Gemeindcwald In den Waldungen der Gemeinde

kommt in verschiedenen Districten nachverzeichnetes Holz zur Versteige­rung:

I. Donnerstag den 5. Mär; k° I.

58 Eichen-Stämme bis zu 40 Centi- nieter Durchmesser und 14 Meter Länge mit 20,97 Festmeter.

228 Nadel-Stämme bis zu 50 Centi- meter Durchmesser und 18 Meter Länge mit 69,67 Festmeter.

243 Fichten-Derbstangen mit 15,53 Festmeter.

II. §frcitttö den 6. März t. I.

Scheith. Knüppelh. Stockh. Reish.

Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Buchen 42 15 12 1250

Eichen 2 24 11 900

Nadel 78 168 36 4100

Der Anfang ist jedesmal Mor­gens 9 Uhr am Buchenberg.

Daubringen, am 26. Febr. 1891. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 1781

Am Mittwoch den 4. März d I-., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Bahnhofe zu Wetter, auf den Lagerplätzen, für Eisenbahnzwecke nicht mehr brauchbare Altmaterialien und zwar annähernd:

1) 22600 kg Stahl- und Eisen­schienen,

2) 1 altes Herzstück,

3) 4470 kg Eisenschrott (La­schen, Schrauben, Nägel u. s. w )

öffentlich meistbietend verkaust werden.

Die Bedingungen werden im Ter­min bekannt gemacht.

Wetter, den 25. Februar 1891.

Der Abtheilungs-Baumeister:

F. Kullmann. 1753

Staufenberg, DistrietMark,Mai­strauch und Eichenheege kommen »ach- verzeichnete Holzsortimente zur Ver­steigerung und zwar

Montag den 2. März:

50 Eichen-Stämme von 16 bis 75 Ctm. Durchmesser bis 13 Meter Länge, mit 16,81 Festmeter.

272 Nadel-Stämme von 12 bis 34 Ctm. Durchmesser bis 20 Meter Länge mit 81,81 Festmeter.

6 Buchen-Stämme von 40 bis 75 Ctm. Durchmesser bis 9 Meter Länge, mit 7,38 Festmeter.

2663 Nadel-Derbstangen bis 12 Meter Länge mit 90,78 Festmeter.

3027 Nadel-Reisstangen mit 39,22 Festmeter.

Dienstag den 3. März:

Scheith. Knüppelh. Stockh. Neish.

Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen

Buchen 100 166 75 11000

Eichen 42 41 12 1650

Nadel 169 850

und 50 Haufen Nadel Reiser.

Bemerkt wird, daß sich unter den Eichen-Stämmen 2 mit 4,81 Festmeter Inhalt befinden.

Der jedesmalige Ansang ist Vor­mittags 9 Udr an der Straße nach Hachborn, beim Pflanzgarteu.

Staufenberg, 23. Februar 1891. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg.

__ __ Stephan. 1643

Holzversteigerung.

Montag den 2. und Diens­tag den 3. März d. I., jedes­mal von Vormittag« 9 Uhr an, soll im Alten - Busecker Geweinde- wald in den Districten Eichbusch, Geisberg und Lerchenwald verstei­gert werden:

Holz-Versteigerung.

Dienstag den 10. März d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Muschenheimer Mark- und Gemeindemald nachverzeichnetes Holz versteigert werden:

49 Eichen-Stämme, 15 bis 46 cm Durchm, 3 bis 10 m Länge, 8,26 fm haltend.

4 Kiefern-Stämme, 1,68 fm hal­tend.

2 Birken-Stämme, 0,46 fm haltend.

81 Eichen - Derbstangen, 5,63 fm haltend.

40 rm Kiefern-Nutzknüppel.

86 Buchen-Scheiter.

84 Buchen-Knüppel.

16 Eichen- und Kiefern-Knüppel. 122 Buchen-Reisig.

50 ,, Eichen- und Kiefern-Reisig.

35 Buchen-Stockholz.

14 Eichen- und Kiefern-Stockholz.

Der Anfang ist im Hinterwald am Dachsbau.

Muschenheim, 27. Februar 1891. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim.

Roth. 1809

Holzversteigerung.

Donnerstag den 5. März d. I., von Vormittags 9 Uhr anfangend, kommen in den Waldungen der Ge­meinde Bersrod, Districten Mittel­schlag, Unterrotherdenwald und Wam­berg nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung und zwar:

3 Buchen-Stämme von 29 bis 40 Ctm. Durchmesser mit 3,39 Fstm. Inhalt,

35 Eichen - Stämme von 15 bis 33 Ctm. Durchmesser mit 11,09 Fstm. Inhalt,

38 Nadel-Stämme von 15 bis 32 Ctm. Durchmesser mit 10,43 Fstm. Inhalt,

1229 Nadel-Derbftangen von 7 bis

14 Ctm. Durchmesser mit 57,22 Fstm. Inhalt,

1380 Nadel-Reisstangen von 3 bis

7 Ctm. Durchmesser mit 20,35 Fstm. Inhalt,

10 Rm. Nadel-Scheitholz,

86 Nadel-Knüppelholz,

4 Nadel-Stockholz, 1640 Wellen Nadel-Reisholz, 300 Buchen-Neisholz.

Die Zusammenkunft ist im Ort.

Bersrod, am 27. Februar 1891.i Großh. Bürgermeisterei Bersrod. I

Böcher. 1813)

Die Versteigerung vom 18. ds. Mts der Immobilien der Hch. BeckerS Eheleuten ist von den Erben nicht genehmigt worden. Reflectanten auf die einzelnen Par­zellen wollen sich mit dem Bevoll­mächtigten, Ortv Balzer, Süd­anlage 7, behufs Kaufs birect be­nehmen. [1639

(Korsetten

in eleganten Facons und allen Weiten

Extra-AaconS und SSeitea werden rasch angefertigt. [1586

A Fangmann, Bahnhofstr. 29.

I. Am 2. März: 94,2 Raummeter Eichenknüppel, 700 Wellen Etchenreisholz, 88 Raummeter Nadel-Scheit, 120 -Knüppel,

10 ' -Stock,

4400 Wellen Nadelreisholz.

II. Am 3. März: 3893 Stück Nadelderbstangen mit 45,20 Feftmeter Inhalt, 8930 Stück Nadelreisstangen mit 129,82 Festmeter Inhalt.

Die Zusammenkunft ist jedesmal im District Eichbufch.

Alten-Bufeck am 25. Februar 1891. Großh. Bürgermüfterei Alten-Buseck. Krämer.