Einzelbild herunterladen

1. Wagenklasse

M

der beiden

Man

n n rr

2.

3.

4.

Nie Letter der Gesellschaft alles ausbieten, ihren Mitgliedern frohe Stunden zu bereiten.

die

,, rr u

Mtlitärbesörde- rung

Wir wollen diese Stücke durchaus nicht tadeln, im Oe-entheil wir halten sie für sehr sein und der Aufführung aus einem stehenden Theater höchst würdig. Aber der Theater-Verein will doch etwas ganz besonderes bieten, und das sind die genannten Stücke nicht. Für die Entwicklung unserer Lttteratur haben ste gar keine Bedeutung und von dem Geist der Zeit weht darin kein Hauch. W-nn der Thrai-r V-r-inuns stark mach«, will ,um Kamp^ dm jeder Tag von uns fordert," dann muß er auch classlsche Stucke geben und solche, die sich aus die Komps- unserer Tage bestehen.

Dem Vorstand des Theater-Verein« mutz große Ane :-m,ung gezollt werden: Er hat die technischen Schwierigkeiten de« Unter- nehmens glänzend gelöst und uns, was die P C Cr* 7a Leistung anbelangt, ganz Vorzügliches geboten. Wenn er nun auch noch dafür sorgt, daß wir gewaltige dichterische Leiftungoa^ge­nießen können, dann hat er Gießen wirklich zu einemLayn-ruye» gemacht.

Gerichtliche Entscheidungen.

Die drNmal-e N«fforder«us an eine auf öffentliche» Wegen, Straßen oder Plätzen versammelte Menschenmenge fette»« des zuständigen Beamten, sich zu entfernen, hat nach $ 116 Straf- Gesetz-Buch die Bestrafung des sich nicht Entfernenden wegen Auf­laufs zur Folge. In Bezug auf diese Bestimmung hat das Reichs­gericht, HI. Strafsenat, durch Urthetl vom 6. November 1890 ausgesprochen, daß jeder der auf dem Platz Zurückbleibenden, auch wenn er die dreimalige Aufforderung selbst nicht geho.t, sondern nur von der Thalsache, daß die dreimalige Aufforderung erfolgt ist, Kenntniß erhalten hat, wegen Auflaufs zu bestrafen i|t, und daß demnach die Strafe auch den trifft, welcher sich ncd) dn dreimaligen Aufforderung zu der Menschenmenge zugesellt und trotz de. sodann erlangten Kenntntß von dec erfolgten dreimaligen Aufforderung sich von dem Platz nicht entfernt.

1886/7 0,6

10,2

55,3

31,5

Eingesandt.

Gieße«, den 2. Februar 1891.

Nach S 1 der Statuten bezweckt der Gießener Theatell-Verei« die Förderung der .künstlerischen Interessen" Gießens.

Nach dem Eingesandt in Nr. 284 des A." will er nicht Jene spielende, leichtfertige Kunst pflegen, die nur zur Verkürzung 6er Stunden geschaffen, sondern jene, die mit ernster, sinnender Stirn über die Erde wandelt, die den Menschen erhebt in den Mühen des AlltaglebenS, fein Denken verinnerlicht und veredelt, und ihn stark macht zum Kampf, de» jeder Tag von ihm f°rbC®ie steht eS aber mit der Erreichung diese« idealen Ziele«, wenn Scribe:Frauenkampf", Fournier:Schauspielerin", E. Mauthner: Die Mutter vor Gericht", Jordan: .Durch'« Ohr". Claar: .Simson und Delila" aufgeführt werden?

Unüdertroffen in Feinheit u. Milde u. seit zehn Jahren bewährt. Hottänd Tabak 10 Pfd. lose in Beutel frco S Mk. nur bei B. Becker in Geese« a. Harz. ioot>

samsten Hintergrund abgab.

Theater. Wir weisen schon heute kurz aus die am Freitag stattfindende Benefizvorstellung für Frl. Elisabeth Bischoss hin.

__ Am Samstag den 31. v. Mts. wurde eine in hiesiger Klinik Ausgenomme verhaftet, weil sie einem anderen dort- selbst ausgenommenen Frauenzimmer das Portemonnaie mit Inhalt entwendet hatte.

Ein gegenwärtig stellenloses Dienstmädchen, das seiner hiesigen Dienstherrschaft im vorigen Jahre eine goldene Damen­uhr mit Kette und einen goldenen Siegelring entwendet hatte, ist gestern dahier verhaftet worden- die Gegenstände fanden fsch noch im Besitze des Mädchens vor.

Zur Anzeige kam eine Wäschediedi» und ein in einem hiesigen Geschäft befindlicher EommiS. Letzterer fand vor längerer Zeit einen goldenen werthvollen Weinzipfel, den er, trotzdem ihm der Eigenthümer bekannt war, weder ablieserte, nach bei der Polizei Anzeige hiervon machte.

AuS einem soeben erschienenen Bericht über den Be­trieb der preußischen Staatsbahnen in 1889/90 sind die sol- g- nden Mittheilungen von Jntereffe : Die Einnahmen aus dem Oise»dahn.Perso»enverkehr vertheilen sich zu 4,4 v. H. aus die erste, 26,4 v. H. auf die zweite, 42,7 v. H. auf die dritte und 24,0 v. H. auf die vierte Wagenklaffe, während 2,5 v. h. auf die Militärbeförderung entfallen- ganz anders stellt sich das Berhältniß, wenn man die Zahl der Personen bezw. Fahrten nach den einzelnen Wagenklasien betrachtet. ES ent­fielen von sämmtlichen Fahrten aus

Wer für eatarrhalische Affectionen leicht empfäng­lich ist beugt am besten einer Erkältung vor, wenn er bei rauher Witterung eine Pastille in den Mund nimmt. Unter den nölen Pastillen die tagtäglich dem Publikum angeboten werden, behaupten sicherlich diejenigen derKaiser-Friedrich-QueUe^ welche bekanntlich als die stärkste Watron-Lithion-Quelle Deutwh- lands gilt, den ersten Rang. Dieselben werden m allen Apotheken, Mineralwasserhandlungen etc. verkauft. [628

Umgegend VON Gedern.

6t. Neu -Ulrichstein, 1. Februar. Monatsbericht der Arbeiter-Colonic pro Januar 1891. Ende

Buckskins und Kammgarne in allen -ediegeme« Qualitäten zu wirklich biMge« Preise en gro* & en ddtail bet

Gehn. Stamm.

W. Theater. Infolge eines Krankheitsfalles, wie eS aus den mit Recht so beliebten rothen Zetteln hieß, mußte die zuerst für Sonntag angefetzte Posse von Mannstädt vom Repertoir abgefetzt werden und eine Wiederholung deS Jasfv'schenBildes deS Signorelli" stattfinden. Das Publikum war, wie natürlich, mit dem Wechsel keines- weg« unzufrieden, sondern nahm das geistreiche und lute- vessante Schauspiel, hinter dem, nebenbei zu bemerken, das ueueftc Werk JaffösOhne Ideale" ganz erheblich zurück­bleibt, sehr beifällig auf. Die Vorstellung klappte gestern wesentlich besser, als zum ersten Male. Namentlich war Herr Dinolt als Prosessor Gäbe trefflich, wie auch Frl. Elisabeth Bischofs und Herr Goulon ihren Rollen entsprechende Geltung verschafften- Herr Biebrach hatte sich auch dies Mal nicht ganz in den Character feines Oscar hineingelebt. Im Uebrigen verweisen wir auf unsere erste Besprechung. Es ist uns um so lieber, kurz fein zu können, als wir noch einige Worte über die Freitag zur Aufführung gekommeneFernande" von V i c t o r i e n S a r- dou zufügen möchten. Wir hatten bei der Eile, mit der wir die Besprechung absassen mußten, den ergötzlichsten Be­weis für die äußerliche und oberflächliche Schürzung und Lösung des Conflictes vorzubringen ganz vergeßen. Bekannt­lich ist der erste und heftigste Schmerz Andros, als er von de« Fehltritt seiner Gattin hört, die Angst davor, was die böse Welt sagen werde. Sein zweiter Jammer ist sodann «icht derjenige, den deutsche Dichter in ihrer bekannten scrupolösen Gewissenhaftigkeit und Gründlichkeit als den einzig berechtigen aelten laffen würden, nämlich die surchtbarste Erregung über den vermeintlichen Lug und Betrug seiner angebetenen Ge- «ahlin, auch nicht der Schmerz über die innerliche Ent­fremdung und den innerlichen Verlust eines bis dahin über alles verehrten Wesens- nein, sein zweiter Hauptjammer gipfelt darin, daß dec Mann, der seine Frau vor langen Jahren verführt hat noch lebt. Was thut nun der allezeit liebens­würdige und hilfsbereite Sardou, um diesem unhaltbaren, möglicherweise sogar einenScandal" hcrbeisührenden Um­stande abzuhelfen? Ganz einfach. Er führt eine Person in fein Drama ein, die vor Gott und der Welt nichts weiter zu thun hat, als im Duell zufällig gerade in dem kritischen Augenblicke jenen lästigen Herrn zu erschießen. Damit einem aber auch nach dieser Seite keine überflüssige und der Con­stitution höchst schädliche Erregung zugemuthet werde, hat es Sardou weise so eingerichtet, daß der berühmte Advocat Pomerol, dem bis dahin noch nie eine Vertheidigung miß-

Abgeschmackheit ekelhaft wirken, wenn man Den yoycu sittlichen Ernst und die tiefgreifende Innerlichkeit z. B. des vielgeschmähten Sudermann dagegen hält, der freilich gegen den guten Geschmack dadurch auss schwerste sündigt, daß er seine Menschen nicht ausschließlich im Frack und in Salon- Manieren sich bewegen läßt. .

Von den Darstellern hat die Gästin den Vortritt, Fräulein Bertha von Lück-Tenhaesf, die mit dem Aufgebot großer Leidenschaftlichkeit und Energie ein fesselndes und, soweit dies überhaupt möglich ist, auch lebenswahres Bild der Gräfin Rosarü zu zeichnen wußte. Die sympathische Rolle der Fernande lag in den Händen von Frl. Elisabeth Bischoff, die mit Temperament und Feuer spielte und in dem leiden­schaftlichen Ausbruche im dritten Acte eine Leistung bot, wie fie eine gleich treffliche hier bisher noch nicht vollbracht hat. In den folgenden Acten dagegen war ihr Ton erheblich eonventioneller und weniger frisch. Herr Biebrach hatte seine Partie mit außerordentlichem Fleiße einstudirt und spielte recht gewandt und warm. Seine Maske war un- vortheilhaft. Sehr niedlich wurde die ewig eifersüchtige Georgette von Frau An ui Reiners dargestellt. Nur dem Ganzen zu liebe hatte Frl. Ida Unger an ihrem Ehren­abende die kleine Rolle der Madame Senechall übernommen. Allgemein gefielen endlich die lebenden Bilder (Des Mäd­chens Traum"), zu denen die schöne AuSsührung der Musik unter der bewährten Leitung des Herrn Lerch den wirk-

Keine Frage wird wohl den Astronomen so häufig vorgeleitt, al« die:<5inb die Sterne bewohnt? Gibt eS auf dem Monde oder den Planeten Menschen oder wenigstens diesen ähnliche Ge­schöpfe." Der Late hält dies für die wichtigste Frage in der Astro­nomie und er hat auch nicht so ganz unrecht damit, da im Grunde genommen alles Beobachten und Erforschen von fremden HimmttS- körpern den Zweck hat, zu ergründen, ob sich aus diesen Welten Naturzustände befinden, welche ba« Dasein von Vertretern deS vn- nunstreicheS möglich machen, dessen Repräsentant auf unserer Erde der Mensch ist. Der Astronom aber vermeidet gewöhnlich auf dttse Frage eine positive Antwort zu geben, einfach deswegen, well ihm seine Wissenschaft nicht genügende Anhaltspunkte dazu liefert. Auch muß man festhalten, daß eS etwas ganz and eres. ift, ^btt die Be- wohntheit und über die Bewohnbarkeit der Himmelskörper fprechm. WaS hierüber die Astronomen nach mühsamen Forschungen festgestellt haben, da« bringt in leicht faßlicher, allgemein verständlicher ent ungemein fesselnder Darstellung der Artikel von Astertteu«:Die Bewohnbarkeit der Himmelskörper" in dem neuesten 13. HefttdeS so beliebten und gediegenen FamtltenjournalS

(herausgegeben von Pros. Joseph Kürschner, redigrrt von Wilhelm Wetter, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt). Wir können daher allen Wißbegierigen die Lectüre diese« Artikel« nur empfehle».

lungev ist, **------- -- -7

Hilfe in dem zu erwartenden Duellprocesse zusagt. Das also sind die sittlichen Anschauungen, von denen Sar­dou ausgeht, und die in ihrer krassen Äußerlichkeit und ekelhast wirken, wenn man den hohen

SpitlpUm der vereinigten frankfurter Ltadttheater.

Opernha«».

Dienstag den 3. Febuar: Robert der Teufel. GewVH»- liche P^tse^ 4. Februar: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Der arme Jonathan. Außer Abonnement. r

Donnerstag den 5. Februar: Oberon. Gewöhnliche Preise.

Freitag den 6. Februar geschlossen.

Samstag dm 7. Februar: Das eherne Pferd. Gewöhn- Ud)t Sonntag ben 8. Februar, RadbmittagS 3>/. »hr: Prtn.essl» ©olbbaar. ErmLhigt-P»t,e. Außer Abonnemknt. »dends 7 Uhr: Die Entführung au« dem Serail. Hierauf. Im Ballet- saal. Gewöhnliche Preise.

Echa«spielha«».

Dienstag den 3. Februar: Einmalige« @afh"plel de« Herrn Fr. Haase. Sie ist wahnsinnig. Eine Partie Ptqnet. ®en,6a)n|li!too»rbtn4.5ebr«ar: Dt-Sonnr. G-wdhnUch- Pr-tse.

Donnerstag den 5. Februar geschlossen.

Nreitaa den 6 Februar: Die Sonne. Gewöhnliche Preise.

Samstag brn Februar: Zum U«n Male. Das v°t- tbeater iu krotzeburg ober: Tyeatralischer Unsinn. Fast- nackt« Scher» in einem Vorspiel, zwei Acten und vier Bildern, nach einer Älteren Idee Morländeis neu bearbeitet und localistrt von , Adols Stoltze. Gewöhnliche Preise.

Sonntag ben 8. Sebtuat: Zum ersten Male tokberbo t. Das ßoftbcater zu Kratzeburg oder: Theatralischer Unsinn. Anfang 7 Uhr. Gewöhnliche Preise.

Kirchliche Anzeigen der evangelische« Gemeinde.

Bibelstunde heute Montag den 2. Februar, Abend« v Uhr. tu her Kleinkinderschule; JakobuSbrief, Kap. b, Ver« 19 und 20: die blste Hülfe rur Rettung; Übersicht und Abschluß. Pfarrer D r HfUn«stunde am Donnerstag den b. Februar, Abends 6 u-r. i» der Kirche: Missionar Thumm au« Frankfurt a »Wiu

Ausland: Kaiserreich Oesterreich 1.

Hiervon waren: Arbeiter 45, Anstreicher 2, Bäcker 5, Barbier 1, Bergmann 1, Brauer 1, Buchdrucker 1, Feilen­hauer 1, Gärtners, Glasmacher 1 , Glaser 1 , Gürtler 1, Handschuhmacher 1, Kaufleute 5, Kellner 1, Kesselschmiede 1, Kupferschmied 1, Maurer 4, Maschinenbauer 1 , Mafchinen- heizer 1 , Maschinenschlosser 1 , Maler 1, Metzger 2, Mechaniker 2, .Sattler 1, Schirmmacher 1 , Schlosser 5, Schmiede 1, Schneider 6, Schreiber 4, Schuhmacher 5, I Stellmacher 1, Strumpfwirker 1, Tischler 1, Tüncher 2, Ver­golder 1, Weber 1, Ziegler 3, Zimmerleute 1.

Im Monat Januar wurden entlassen 21 und zwar in Arbeit durch die (Kolonie 4, in Arbeit durch eigenes Be­mühen 2, Lin die Familie zurück 1, auf eigenen Wunsch 13, arbeitsunfähig 1.

Verpstegungstage im Januar 1891 3665. Gearbeitet

wurde an 2845 Tagen, hierunter 141 Tage für fremde | Rechnung.

Seit Bestehen der Kolonie sind ausgenommen worden 1641 Mann, dagegen abgegangen 1523; bleibt Bestand 118 Mann.

Kleine Mittheilunge« auö dem Großherzogthum Hessen. Wie aus Bingen berichtet wird, werden die von dem Architecten Meckel in Frankfurt gefertigten Pläne für den Neubau der Rochuscapelle als die besten bezeichnet und zur Ausführung empfohlen. In Klein-Steinheim wurde am 28. Januar ein Kuhhirt von einem Ochsen so wider die Wand gedrückt, daß er an Kopf und Brust schwere Ber- I letzungen davoutrug. An dem Auskommen des Mannes wird gezweiselt. Die Hammelschlächterei in Bischofsheim hat im abgelaufenen Jahre 40060 Hämmel für den Export nach Frankreich geschlachtet und nunmehr biß zum Herbst I ihren Betrieb eingestellt. Die Schlächterei wird nach Berlin verlegt, woselbst günstigere Bezugsquellen wie in Bischofsheim I offen sind. Da die von dem Verband deutscher Schneider und Schneiderinnen, Filiale Mainz angestrebte Errichtung von Werkstätten bei den Fabrikanten und Meistern keine Unterstützung fand, wurde die Errichtung einer Genossen­schafts-Schneiderei beschlossen und wird dieselbe sofort eröffnet I werden. Für ein Bismarck-Denkmal sind im NeichstagS- wahlkreise Mainz-Openheim 7713 Mk. eingegangen.

Verkehr, Land- nnd

Gründer«, 31. Januar. Fruchtpreise. Wetten ^19 00, Korn «X 17.40, Gerste JL 16.-, Hafer 14.50, Erbsen JL ML, Linsen, Lein, Wicken, Samen, KartoffelnO.

otantfuei, 31. Januar. Marktpreise. Heu pr, 100 Ko. ** 510-6 80, Stroh 4.40-5 20, Kartoffeln ^ 450 bis 7.50, Butter per Pfd- JL 5'001.10, ®le.rfP.cra Ä *£' Roggenbrot) 4 Pfd. 45 H, do- feine« 48 gemischtes d Pfd- 86

entnimmt diesen Zahlen, daß die Bcliutzung ersten Wagenklassen in den letzten Jahren eine gleich starke gewesen ist, während die vierte Wagenklasse aus Kosten der dritten Klasse eine Zunahme ausweist. Aus diesen Zahlen geht hervor, daß die Preise der dritten Klasse für die unteren Volksschichten zu hoch sind. Ob das Streben nach möglichst billiger Reise als Zeichen ungünstigerer wirthschaftlicher Ver­hältnisse gelten kann, bleibe dahingestellt. Die Ausnutzung der Wagenplätze ist immer noch eine verhältuißmäßig geringe: sie betrug in der ersten Wagenklaffe im Durchschnitt aller Bahnlinien und des ganzen Jahres nur 9,7 v. H., in der zweiten Klasse 19,7, in der dritten Klasse 23,8 und in der vierten Klasse 33,7 v. H. Dabei ist sie nur in den beiden unteren Klassen in der Zunahme begriffen, in den oberen Klassen sogar in der Abnahme. Es gibt, wie dieMagdeb. Ztg." zutreffend urtheilt, kaum Zahlen, die deutlicher gegen die derzeitige Höhe der Tarise und für die Möglichkeit einer sehr weitgehenden Verbilligung der Fahrpreise sprechen könn­ten. Im Durchschnitt wird also kaum ein Viertel (oder wenn mau selbst die nicht in Rücksicht gezogenen Freikartenbesitzer hinzurechnen würde, die sich aus die oberen Klassen vertheilen) noch lange kein Drittel der Wagenplätze wirklich benutzt, in den beiden obersten Wagenklassen noch viel weniger. Es er­gibt sich daher der unwiderlegliche Schluß, daß bei besserer Ausnützung der Plätze, da die Zugbesörderungskosten doch fast ganz die gleichen bleiben, eine wesentliche Herabsetzung des Preises der einzelnen Fahrkarte durchaus im Bereich der Möglichkeit liegt, daß aber derzeit die hohen Fahrpreise eine viel zu geringe Ausnutzung der Wagenplätze zur Folge haben.

§ Vom Vogelsberg, 31. Januar. Das erste diesjährige Gewitter entstand gestern in unserem Vogelsberg in der

Jauuar 1891 sind in der Colonic stellen-, refp. arbeitslos 118 Manu. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 38, irönigreich Preußen: Brandenburg 5, Provinz Hannover 4, Provinz Hessen-Cassel 11, Provinz Hessen-Nassau 8, Provinz Posen 1 , Provinz Pommern 5, Dt5 oagu.uu, .... ..... ...» .Provinz Ostpr-ub°n 2 Provinz W-stpr-uhen 2, Provinz

bereitwilligst dem Bicomte de Cyvry seine Rheinlande 10, Provinz Sachsen 5, Provinz Schlesien 1, J^r^ - ~ r Das vmz Schleswig-Holstein 1- Königreich Bayern 10- Königreich

Württemberg 2- Großherzogthum Baden 2- Großherzogthum Mecklenburg 2- Großherzogthum ölbenbuig 1 - Herzogthum Lauenburg 1- thüringisch^ Staaten 5- Elsaß-Lothringen 1.

1887/8

1888/9 1889/90

0,5

0,5

0,5

10,0

10,0

10,0

55,4

53,8

52,5

31,9

33,8

35,3

2,2

1,9

1,7