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1891

Freitag den 2. Oktober

Nr. 229

Kichener Anzeiger

Keneral-Wnzeiger

Amts* tmb Anzeigeblatt für den Kwb Gieren.

chralisöeikage: Gießener Kmnikienßkätter

****

Aintlichrr Theil

als

Betr.: wie oben.

1.

feine Tafel-

7.

seine Tafel-

8.

seine Tasel-

einer Sorte, feine Tasel-

« malen Saftigen zu der Re^mittagl für de» Graden Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr.

Großherzog empfingen heute u. A. Kaul vom Insanterie^Regiment Nr. 68, rath Heyligenstaedt aus Gießen, Schenck aus Salzhausen, den Vorsteher anstatt zu Lich, Weitert.

den Hauptmann den Commerzien- den Forstmeister der Präparanden-

1 Centner schöner Wirthsckaftsbirnen 5 Kilo (brutto) in Körbchen verpackte äpsel einer Sorte.

5 Kilo (brutto) in Kistchen verpackte äpsel einer Sorte.

5 Kilo (brutto) in Körbchen verpackte birnen einer Sorte.

scheint täglich, «2 Äasnah«« de» IRoniag».

Mkßmer gtewifitelfitiM uwtati dem Lnzriz« .»^ch«ittich dreimal

9. 5 Kilo (brutto) in Kistchen verpackte birnen einer Sorte.

10. Feine, reingehaltene Apfelweine.

30 Centner (eine zweispännige Wagenladung) schönes gebrochenes Tafelobst einer Sorte.

1 Centner schöner gebrochener Tafeläpsel einer Sorte.

1 Centner schöner gebrochener Taselbirnen einer Sorte.

1 Centner schöner Wirthschaftsäpsel einer Sorte.

Horloff, Utphe

der Maurermeister Friedrich Falk von Hungen mit der Vornahme der Feuervisitation betraut und Feuervisitatoren verpflichtet worden sind.

Gießen, den 29. September 1891.

Grobherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

Alle Änffoncen-ButeanF de» In- und LuMtMvc» neuntes Anzeigen für den(Siebener Anzeiger- entgeys^

Berlin, 30. September. Der Kaiser gedenkt von den Jagden in Ostpreußen an diesem Samstag nach dem Neuen Palais bei Potsdam zurückzukehren, woselbst inzwischen die Kaiserin mit den drei ältesten kaiserlichen Prinzen nach Be­endigung des Aufenthaltes in Wilhelmshöhe bereits wieder eingetroffen ist. Das Befinden der Majestäten ist das denk­bar beste.

Die ministeriellen Friedensreden von Osna­brück und Bapaume haben nicht nur in den zunächst be­teiligten Ländern, in Deutschland und Frankreich, lebhafte Genugtuung erregt und sympathische Zustimmung gesunden, sondern sie werden auch von der öffentlichen Meinung des gesammten übrigen Europas in der günstigsten Weise beur- theilt. Im Allgemeinen gehen die Urtheile über diese Kund­gebungen der Herren v. Caprivi und Nibot dahin, daß sie den Abschluß der jüngsten unruhigen Epoche in der euro­päischen Politik bedeuten und bestimmt sind, die allgemeine Lage im Sinne der ferneren Friedenserhaltung vollständig zu klären. Auch hebt man allseitig die Gleichzeitigkeit der Friedensäuberungen des deutschen Reichskanzlers und des

französischen Ministers des Auswärtigen hervor und findet in diesem Umstande ebenfalls ein beruhigendes Anzeichen. Bemerkt wird übrigens noch, daß gerade in diesen Tagen auch Herr v. Bo etlicher, der deutsche Staatssecretär des Innern, aus einer Reise durch die Rheinprovinz sich dahin geäußert hat, daß der Friede, abgesehen von den stets mög­lichen Zufälligkeiten, zu keiner Zeit so verbürgt gewesen sei, wie gegenwärtig. Hoffentlich eröffnen diese bestimmten Ver­sicherungen so hervorragender Staatsmänner endlich eine neue längere Periode der Beruhigung für Europa und verleihen zugleich Handel und Wandel, die vielfach nicht zum wenigsten wegen der Kriegsbesorgnisse der jüngsten Zeit darniederliegen, einen frischen und nachhaltigen Aufschwung.

Heuefte Nachrichten.

WolstS telegraphische» Lorrespondenz-Burcau.

Berlin, 30. September. Einem Privattelegramm der Nat.-Ztg." zufolge verließ Wißmann Deutsch-Afrika nicht, um nach Deutschland zu gehen, sondern um Ersatz für die Schutztruppe in Egypten anzuwerben.

Berlin, 30. September. DerReichsanzeiger" dementirt die Meldung, von deutscher Seite sei der d e utsch - serbisch'e Handelsvertrag gekündigt. Eine solche Kündigung sei nicht erfolgt, könne auch derzeit nicht in Frage kommen, da der Vertrag bis zum 25. Juni 1893 lause.

Potsdam, 30. September. Die Kaiserin in Begleitung der Mutter und Schwester, der Herzogin Adelheid, der Prinzessin Feodore und der drei ältesten Prinzen ist um 6% Uhr Nachmittags in Wildpark eingetroffen und begab sich nach dem Neuen Palais.

Wien, 30. September. Das statistische Jnstitur nahm heute die Berichte Levaffeurs-Paris über die Thätigkeit des Comitös für Elementarunterrichtsstatistik, Bodios-Rom über das Comite für Verbesserung der Criminalstatistik bei­fällig entgegen. Foeldes-Budapest besprach die Statistik über rückfällige Verbrecher in Ungarn. Mittags waren infolge einer Einladung des Bürgermeisters die Mitglieder im Rath­haufe zu einem glänzenden Dejeuner versammelt, an dem auch der Unterrichtsminister theilnahm. In Vertretung des Kaisers empfing heute Abend Erzherzog Karl Ludwig in der Hofburg die Mitglieder des internationalen statistischen Instituts. Anwesend waren bei dem Empsange Kalnoky, der Kriegsminister Bauer, mehrere Minister und Sectionsches Pasetti. Nach der Vorstellung der Mitglieder des Congresses unterhielt sich der Erzherzog längere Zeit mit den ausländischen Vertretern.

Mailand, 30. September. Aus der im Bau begriffenen Eisenbahnlinie Ovada-Asti stürzte gestern ein Theil des Tunnels von Panicata ein, wodurch der Eingang versperrt und 22 im Tunnel befindliche Arbeiter verschüttet wurden. Bisher sind zwei todt, einer schwer verletzt zuTage gesördert. Durch eine kleine Oeffnung gelang es, den Ver­schütteten Lust und Lebensmittel zuzusühren. Deshalb besteht die Hoffnung, die noch Eingeschlossenen zu retten.

Brüssel, 30. September. Boulanger tödtete sich heute Morgen aus dem Grabe der Madame Bonnemain.

Brüssel, 30. September. Vier Arbeiter aus dem Fried- Hose Jxelles sahen Boulanger um IP/2 Uhr dort ein­treten. Um 1274 Uhr erfolgte die Detonation- Boulanger wurde auf dem Grabe der Madame Bonnemain, den Re­volver in der Faust und einen Schuß in der Schläfe aus­gefunden.

Brüssel, 30. September. Heber den Selbstmord Boulangers wird noch mitgetheilt: Der General kam um 9V2 Uhr auf dem Friedhöfe an und zwar ohne Begleitung. Bald nach ihm traf sein Freund Dutems, der von den Nichten des Generals, denen dessen verändertes Wesen bet seinem Fortgänge ausgefallen war, diesem nachgesandt worden war. Die beiden Männer hatten eine einstündige Unterredung auf dem Friedhose. Hieraus veranlaßte der General seinen Freund zum Fortgehen und erschoß sich kurz daraus. Er war in sitzender Stellung, das Haupt an dem Grabmonument der Madame Bonnemain gelehnt, das erst kürzlich fertig geworden und aus welches der General die Worte:Marguerite ä bientet hatte setzen lassen. Boulanger hatte seiner achtzig­jährigen Mutter, die bei ihm wohnte, vorher geschrieben, er unternehme eine längere Reise, sie möge sich nicht ängstigen. Boulanger hatte an diesem Tage von der Friedhofsverwaltung die Bewilligung erlangt, ein zweites Compartiment des Grabes der Madame Bonnemain für sich zu reserviren. Kürzlich händigte er feinem Notar zwei Testamente ein, von denen eines politischen Inhaltes war. Es verlautet, er erkläre darin fein fortdauerndes Vertrauen in seine Partei - die einzige Ursache seines Todes sei, daß er den Verlust der Madame

Gießen, den 29. September 1891.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grostherzoglichon Bürgermeistereien der vorgenannten Gemeinden.

Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie in ortsüblicher Weise zur Kenntniß bringen lassen.

v. Gagern.

4.

5.

6.

Bekanntmachung,

die Ernennung der Feuervisitatoren betreffend.

Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß an Stelle des verstorbenen Bezirksbauaufsehers Heineck von Hungen und des auf sein Nachfuchen von seinem Amte als Feuervisitator entbundenen Gg. Dietrich von Langd

I. für die Orte:

Langd, Rabertshausen, Rodheim, Steinheim, Villingen der Maurermeister Adam Graf von Villingen,

II. für die Orte:

Bettenhausen, Birklar, Langsdorf, Muschenheim, Nonnenroth, Röthges

der Maurermeister Philipp Bender von Langsdorf, III. für die Orte:

Bellersheim, Hungen, Inheiden, Obbornhofen, Trais-

Programm

für die vom 15. bis 23. Oetober d. I. in Gießen ftattfindende Obstausstellung.

Die Obstausstellung wird in Steins Garten in Gießen abgehalten und soll einesteils ein Bild von dem oberhessischen Obstbau geben, anderntheils aber belehrend sowohl für die Aussteller wie für die Besucher der Aus­stellung wirken. Das nachfolgende Prämiirungs-Programm, das erstmals im August 1891 in Nr. 5 desRathgebers für Obst- und Gartenbau" zur Veröffentlichung kam, wurde in folgender Weife sestgestellt.

I.Obst für Handelszwecke und Obstverwerthung.

Nur für Producenten und Gemeinden Oberhessens.

2.

3.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 30. September. Seine Königliche Hoheit der

Bttrtrijälyriger JWoHarmeetsytdSi 2 Mark 20 Pf». ** vrinqerlohu.

Durch tue Post bezog« 2 Mack 50 Pfg.

Siebaction, ExpedW« und Druckerei:

Ach«tstr«he

Fernsprecher 61.

Betr.: Die Ausstellung der Gemeindevoranschläge für 1892/93, hier die Beiträge zur land- und forstwirthschaftlichen Berufsgenoflenschaft.

Gießen, den 29. September 1891.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

ck« die Grotzh. Bürgermeistereien de- Kreises.

Einer Benachrichtigung des Vorstandes der land- und forstwirthschaftlichen Berufsgenoffenschaft zufolge werden als Beitrag zu derselben für 1892/93 und folgende Jahre voraussichtlich zwei Pfennige von der Mark Grund- steuercapital zur Erhebung gelangen.

Wir beauftragen Sie daher, in den jetzt aufzustellenden Gemeindevoranschlägen für 1892/93 unter den Rubriken 59 und 101a vorsorglich 2 Pfennige als Beitrag von der Mark Grundsteuercapital in Ansatz zu bringen, bezw. den sich hiernach vom Gesammtgrundsteuercapital berechnenden Betrag zu wahren.

v. Gagern.

Bonnemain nicht ertragen könne. Er bitte die Freunde, sein unternommenes politisches Werk sortzusetzen.

Paris, 30. September. Die Nachricht des Selbst­mordes Boulangers machte aus die Bevölkerung keinen tieferen Eindruck.

Marseille, 30. September. Der von Hamburg kommende französische DampserEbro" begegnete am Cap La Hogue dem Wrack des deutschen SeglersEmilie Hessen- müH er", dem Rheder Hubert aus Buxtehude gehörig. Anscheinend ist der Segler von einem Schnelldampfer über­rannt worden.

Depeschen be8Bureau Herold-.

Berlin, 30. September. DemTagebl." wird aus Budapest gemeldet, dort tauche wieder das Gerücht auf, Erzherzog Karl Ludwig wolle auf die Thronfolge zu Gunsten feines Sohnes Franz Ferdinand verzichten. Die staatsrechtliche Regelung sei bereits sestgestellt.

Köln, 30. September. DerKöln. Ztg." wird aus Petersburg gemeldet: Während die russischen Blätter die friedliche Osnabrücker Rede Caprivis freundlich besprechen und hervorheben, daß noch nie eine solch russenfeindliche Stimmung die Deutschen beherrscht habe, wie in der letzten Zeit, macht gleichzeitig der Rücktritt der deutschen Bankiers von der neuesten Anleihe sehr großes Aussehen. Es heißt, man habe in Petersburg das Anerbieten der deutschen Bankiers nicht ablehnen wollen und durch Annahme von Zeichnungen in Berlin auf bessere Beziehungen zu Deutschland gehofft. Als jedoch gleich nach Unterzeichnung des Contracts die Bank­häuser Mendelssohn und Warschauer erklärten, sie würden selbst ihren Theil an der Anleihe übernehmen, ohne die An­leihe zur Einzeichnung aufzulegen, verlor eine solche Betheili- gung Deutschlands in den Augen der Russen jede Bedeutung und wurde den betreffenden Bankhäusern ihre Betheiligung als unerwünscht bezeichnet.

Köln, 30. September. Nach derKöln. Volksztg." beschloß die heutige außerordentliche Generalversammlung des westfälischen Cokes-Syndicats einstimmig, eine zehn- procentige Einschränkung der Production, vor­läufig für den Monat October, eintreten zu lassen.

Rom, 1. October. Der Papst empfing gestern trotz des Abrathens der Aerzte, den zweiten französischen Pilgerzug.

Rom, 1. October. Von den beim Tunneleinsturz auf der Bahnlinie Ovada-Asti verschütteten 21 Arbeitern wurden 17 gerettet, 4 sind todt.

Rom, 30. September. Der Papst ließ dem Minister Nicotera für Aufrechterhaltung der Ordnung auf dem Peters- platz bei der gestrigen Messe danken.

Newyork, 30. September. Aus der Eriebahn stieß ein Lastzug mit einem Personenzug zusammen. Vier Personen, darunter der Maschinensührer, sind todt, 30 verwundet.

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e bleibt \ Abend, schlossen Ihof.

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wir hierdurch der Mineral- Selter» von W dagegen nicht mehr !ertvaltitt>gen

>8 Uhr: sfest lkllWcktS Bier im Glas.

a Comite. heute ab 56 31 8612

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