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Bez.-Bauaufseher.
7742
Gerichtsvollzieher.
7794
Unger.
7752
7820] Nr. 41 hat die Bettdecke gewönne«.
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284.—
66.—
151.—
55.50
154.78
140.—
Erdarbeiten Röhrenlegung Fuhrlöhne Maurerarbeiten
Vorder: Durch den kaufmännischen Verein. Gewöhnliche Preise.
Donnerstag den 5. September geschlossen.
Freitag den 4. September: Neu einstudirt: Der Vetter.
Hierauf: Der zerbrochene Krug. Gewöhnliche Preise.
Samstag den 5. September: Neu einstudirt: Der letzte Brief. Gewöhnliche Preise.
Sonntag dm 6.September: Der letzte Brief. Gewöhnliche Preise.
Präsidenten Herrn Dr. Schulze-Berlin eröffnet. Auf Vor- i schlag von Canitz-Berlin wird der Bundesvorsitzende Schmei- del als Vorsitzender und Rechtsanwalt Dr. Volkmar Leipzig als Stellvertreter in das Bureau berufen. Die von der Vorversammlung festgestellte Geschäftsordnung wird debattelos genehmigt, nach längerer Debatte wird beschlossen, daß alle Anwesenden stimmberechtigt sind, sofern sie beabsichtigen, dem zu gründenden Verbände beizutreten. Nach dem § 1 soll der Verband „eine Vereinigung aller Derer sein, die auf dem Standpunkte der naturgemäßen, arzneilosen Heilweise stehen, dieselbe practisch ausüben und das Publikum in dieser Richtung zu belehren befähigt sind". Ein Zusatzantrag, die Verwendung von Arzneimitteln, z. B. Morphium, für die Mitglieder des Verbandes principiell und unter allen Umständen zu untersagen, begegnet lebhaftem Widerspruch insbesondere von Seiten der Herren Dr. Schreiber-Frankfurt und Dr. Schulze-Berlin und wird abgelehnt bezw. durch den Ausdruck „naturgemäße Heilweise" als erledigt betrachtet. Im § 2 betr. „Ziele des Verbandes" (Verbreitung der Principien der Naturheilmethode und fortgesetztes Bestreben, für die Naturheilmethode und die „Naturärzte" diejenigen Rechte vom Staate zu erlangen, auf die sie durch ihre Erfolge Anspruch haben) wird aus Antrag des Herrn Oberstlieutenant a. D.
Künftigen Donnerstag den
3. September d. I., Nachmittags
Großh. Bürgermeisterei Beuern.
Otto. 7800
Versteigerungs-Anzeige.
Freitag den 4. September, Vormittags 9 Uhr, wird ein der Gemeinde Queckborn gehöriger Faselochse auf dem Bürgermeisterei-Bureau öffentlich meistbietend versteigert.
Queckborn, am 31. August 1891. Großh. Bürgermeisterei Queckborn.
Schmidt. 7798
Bekanntmachung.
Zum Neubau einer offenen Wartehalle und einer Fahrkartenausgabe auf dem Haltepunkte Berkersheim sollen die Erd-, Maurer-, Steinhauer-, Zimmer-, Tischler-, Dachdecker-, Anstreicher- und Klempnerarbeiten einschließlich Lieferung aller Materialien öffentlich verdungen werden.
Hierzu ist öffentliche Verhandlung auf Sonnabend den 12. September d. Js., Vormittags 11 Uhr, im Geschäftszimmer des Unterzeichneten anberaumt. Zeichnungen und Bedingungen können vorher bei dem Bahnmeister Weihl in Bockenheim und bei der unterzeichneten Bauinspection eingefehen werden. Angebotsformulare können gegen freie Einsendung Don 1 at. von hier bezogen werden.
Marburg, den 28. August 1891. Königliche Eisenbahn - Bauinspection.
Schwamborn. 7802
Spohr der Ausdruck „Naturärzte" durch „Vertreter der Naturheilkunde" bezw. „und deren Vertreter" ersetzt. Der Jahresbeitrag wird auf 10 Mk. festgesetzt. Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern, welche auf der mindestens alle zwei Jahre stattfindenden Hauptversammlung neu gewählt werden. Weiter wird beschlossen, je nach Bedarf besondere Mittheilungen für die Vereinsmitglieder in Form einer Beilage zum „Naturarzt" herauszugeben und es von der weiteren Entwickelung des Vereins abhängig zu machen, ob die „Mittheilungen" später in eine selbständige Zeitschrift umgewandelt werden können. Nachträglich wird der Ausdruck „Naturärzte" auch aus der Ueberschrift der Satzungen entfernt, und der Verein benennt sich endgiltig „Verein der Vertreter der Naturheilkunde".
* Zwei Offiziere als focialdemokratische Redacteure. Der Redacteur des in Pirna erscheinenden socialdemokratischen „Volksfreunds", Diehl, stand bisher als ehemaliger Offizier im Verbände der bayerischen Armee und besaß auch das Recht, die Offiziers-Uniform tragen zu dürfen. Kürzlich ist ihm, wie die „Neuesten Münchener Nachr." mittheilen, eröffnet worden, daß er seinem Anträge gemäß aus der Categorie der mit dem Rechte zur Führung des Osfizierstitels und der Erlaubniß zum Tragen der Uniform verabschiedeten Offiziere entlassen sei. Der Redacteur der socialdemokratischen „Sächs. Arbeiter-Ztg.", Dr. Gradnauer, war bis vor Kurzem Reserveoffizier.
* Prosessionsmäßige Giftmischerinnen. Im Lause der letzten Jahre sind viele Fälle bekannt geworden, wo Bäuerinnen in Südungarn entweder selbst ihre Männer vergiftet haben, oder dieses Geschäft von einer Klasse von alten Weibern besorgen lassen, welche das Vergiften als ihren Beruf betrachten. Gewöhnlich wurden diese Verbrechen deshalb begangen, weil ein junges Weib seinen alten Mann los werden wollte, um sich mit einem jüngeren Geliebten verheirathen zu können. Neuerdings wird aus Szent-Tamas gemeldet, daß drei alte Weiber aus der Klasse der professionsmäßigen Gist- I mischerinnen, von denen jedes mehr als zehn Bauern auf Anstiften der betreffenden Ehefrauen vergiftet haben soll, in Hast genommen worden sind. Der bevorstehende Prozeß wird sensationelle Enthüllungen in großer Menge bringen.
* Bautzen, 30. August. Der Naturheilkundige Bohl, I welcher mehrere nachexercirende Soldaten durch einen Zuruf I zum Ungehorsam gegen ihre Vorgesetzten aufgefordert hatte, I wurde vom hiesigen Landgericht wegen Vergehens gegen § 112 ' des Strafgesetzbuchs zu 4 Wochen Gefängniß verurtheilt.
Temperatur der Lahn und Lust
gemessen am 1. September, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14, Lust 15 Grad Reaumur.
L. Ehr. Rübsamen Wwe.
Lpielpla« der vereinigten frankfurter Ltaüttheater.
OpeimharrO*
Mittwoch dm 2. September: Cavalleria rueticana. Gasparone. Große Preise. Außer Abonnement.
Donnerstag den 3. September: Loh eng rin. Große Preise.
Freitag den 4. September: Excelsior. Außer Abonnement. Große Preise. , a
Samstag den 5. September: Zur Feier von Meyerbeers hundertjährigem Geburtstag. Erster Abend: Die Hugenotten. Große^Preift. ß September: Zur Feier von Meyerbeers hundertjährigem Geburtstag. Zweiter Abend: Prophet. Große Preise.
Montag den 7. September: Excelsior. Große Preise.
Schauspielhaus»
Mittwoch dm 2. September: Der selige Toupinel.
Vermachtes.
* Womit die Menschen sich betäuben. Seit einiger Zeit sind die französischen Blätter voll von Schaudergeschichten über das in Deutschland herrschende Elend. Jetzt kommt nun gar „Paris", das seine Nachricht in einer der berüchtigten Agenturen aufgelesen haben wird, mit der Entdeckung, daß die deutschen Arbeiter sich, um ihr Elend zu vergessen, nicht nur in Schnaps, sondern sogar in Petroleum berauschen. Letzteres soll — und das kann man begreifen — höchst nach- theilige Folgen auf den Gemüthszustand haben und seine Verehrer auf mehrere Stunden in todtähnliche Erstarrung versenken. Am nächsten Morgen stellt sich dann allgemeine Schwäche ein mit Ohnmachtsansällen, die oft einen tödtlichen Ausgang haben.
* Posen, 29. August. In Chomencire bei Posen sind in einer Familie fünf Kinder infolge des Genusses von giftigen Pilzen gestorben. Die Mutter der Kinder liegt schwer krank darnieder.
* Halle a. b. S., 23. August. Im kleinen Saale des „Prinz Carl" trat heute der erste Deutsche Naturärzte tag zu seiner ersten geschäftlichen Sitzung zusammen, nachdem am Abend vorher die Tagesordnung festgestellt worden war und die Begrüßung der Gäste stattgefunden hatte. Kurz nach 8 Uhr wurden die Verhandlungen durch den Alters-
Donnerstag den 3. Seplbr.,
Nachmittags IV2 Uhr, versteigere ich die Hafererrtte von einem großen Acker am Wtßmarer Weg. Zusammenkunft auf der Lahnbrücke.
Geisler,
M Vergangenen fuhr 6ott Wetzlar, eine «« von Siegen e d°°> Rad ju
Arbeitsversteigerung.
Samstag den 5. September, Nachmittags 4 Uhr, sollen in dem Pfarrhofe zu Londorf mittelst Ausgebots an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden:
1) Weißbinderarbeit, veranschlagt zu 168 au,
2) Maurerarbeit nebst Lieferung von Thonplatten, veranschlagt zu 88 at
Londorf, am 29. August 1891. Im Auftrag des Kirchenvorstandes:
Pflasterarbeiten
Decksteinelieserung
Gießen, am 29. August 1891. Senßfelder,
Grasversteigerung.
Montag den 7, d. Mts., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Grummetgras von den dem Marienftift Lich zustehenden, etwa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder- und Oberbessingen versteigert werden.
Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg.
Lich, 1. September 1891.
Winheim. 7828
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E.Si
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Menliebe tofleti
— Auszeichnung. Laut telegraphisch etnaetroffener Nachricht hat das EomilS der in Halle a. S. zur Zeit versammelten deutschen Naturheilärzte der Firma Franz Kathreiners Nacht., München und Wien, für ihr Fabrikat: »tkaihreinerS «neipps Malzkasfee" die goldene Medaillelverltehen.
Seidenstoffe (schwarze, weißeu.farbige) v. 95 Pfft. bis 18.65 p. Met. — glatt, gestreift und gemustert (ca. 380 verseh- Qual ) u-2500 versch- Farben — versendet roben- u. stückweise porto- u. zollfrei das Fabrik-Depot G. Henneberg (K- u- K- Hoflief.), Zurich. Muster umgeh. Dopp- Briefporto nach d- Schweiz. 477
Arbeitsvergebung
Frcitaa den 4. September, 1 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde Mttags 3 Uhr, sollen in der Ge- gehöriger, im Dienst zu schwer gemeinde Staufenberg nachstehende Ar. wordener fetter Faselochse auf hiesiger beiten öffentlich in den Accord gegeben | Bürgermeisterei mfleigert werben, werden: veranschlagt zu Beuern den 30. August 1891.
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Scl)iffsnacbrichten.
Hamburg, 29. August. Das Hamburg-9tewyorker Post- Dampfschiff „Wieland", Capttan Karlowa, von der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, ist am 29. August. 7 Ufer Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Hansa-Dampfer „Stubbenhuk", Capitan Benöhr, ist am 27. August in Montreal angekommen,
CUeratur und Nnnst
— Die Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart gibt jetzt wieder ein in dem gleichen Formate und der gleichen gediegen künstlerischen Ausstattung wie die Prachtausgaben von Goethe, Schiller usw. erscheinendes monumentales Prachtwerk heraus, die Schriften deS liebenswürdigsten deutschen Erzählers aus der besten Zeit unserer deutschen Literatur, »HausfS Werkes Es wäre überflüssig, über die Bedeutung des leider so früh dahingeschiedenen und doch unsterblich gewordenen Dichters weitere Worte zu machen. Die bisher erschienenen ersten neun Lieferungen sind in jeder Beziehung unüberttefflich. Sie enthalten den sorgsältig reoidirten Text der romantisch-historischen Erzählung „Lichtenstein" und der beiden feinen Novellen „Die Bettlerin vom Pont des Arts" und „Othello". Es ist Alles geschehen, um dem deutschen Volke eine Muster-Ausgabe seines Hauff zu bieten und da der Preis der Lieferung nur 50 Pfg. beträgt, so kann ein Jeder sich diesen kostbaren Besitz verschaffen, und in keinem deutschen Haus und Heim sollte in Zukunft die von der Deutschen Verlags Anstalt in Stuttgart herausgegebene Pracht-Ausgabe von „Hauffs Werken" fehlen.
— Lehrbuch der GabelSbergerschen Stenographie ,De° battenschrift*. Von Dr. R. Tombo. ca. 1.60 Mk. Verfasser der „Correspondenzschrtft".
Unsere Stenographie treibenden Leser wird es interessirm, zu vernehmen, daß dieses früher von F. Schrey herausgegebene, 'jetzt von Dr. R. Tombo, einem der bedeutendsten stenographischen Practtker und Theoretiker verfaßte Buch, welches auf durch 25 Jahre beim Unterricht gemachten Erfahrungen beruht, demnächst vollständig umgearbeitet im Verlage von Hugo Klein in Barmen erscheinen wird. Dasselbe vertritt einen durchaus practischen Standpunkt und dürste nicht verfehlen, in der Lehrmittel-Literatur der Gabelsbergerschen Schule eine beachtenswerthe Stelle etnzunehmen. Wir behalten uns vor, auf dasselbe nach Erscheinen zurückzukommen.
— Eine Bayreuth-Nummer. So oft die Bayreuther Festspiele stattfinden, wendet sich das Interesse der ganzen gebildeten Welt auf das kleine fränkische Städtchen, welches einige Wochen hindurch zum Mittelpunkt des sommerlichen Lebens der Gesellschaft wird. Es war daher ein guter Gedanke, dieses Leben und Treiben in Wort und Bild festzuhalten, wie es von Seiten der »Moderner* Kunsts (Berlin, Rich. Bong) in der soeben zur Ausgabe gelangenden Sommer-Nummer geschehen ist. Auch äußerlich kündigt sich die Special-Nummer durch ein neues Gewand als etwas Besonderes an; der den Einzug des Sommers allegorisch darstellende Titelentwurf von V. Oliva ist ungemein reizvoll und ebenso sein künstlerisch durchgebildet, wie in den Hellen Farbentönen wirksam repro- ducirt. Den Inhalt des Heftes bildet ein ausführlicher Bericht über die Bayreuther Festspiele von F. Beneseld, während Illustrationen von F. Stahl, dem bewährten Schilderer des modernen Lebens, und Porträts der Darsteller den Text schmücken.
Verkehr, Land» rind Volkswirthschaft.
Gieße«, 1. September. Marktbericht. Auf dem heuttgen Wochemnartt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,05—1,10, Hühnereier 1 St. —, 2 St. 11—14 4, Enteneier 1 St.--4, 2 St. — 4,
Käse pr. St. 7—10 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 25 4, Linsen pr. Liter 29 4, Tauben pr. Paar X 0,60—0,80, Hühner pr. Stück X 0,80—1.20, Hahnen pr. St. X 0,50-0,80, Enten pr. Stück X 1,70-2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70—76 4, Kuh- und Rindfleisch 60-64 4, Schweinefleisch 60-70 4, Hammelfleisch 50-744, Kalbfleisch 56—60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 7,00-0,00, Weißkraut pr. St---4, Zwiebeln per Cerstner X 6,50—7,00, Milch per
Liter 12-18 4.
Grummctgras- versteigerung.
Die diesjährige Grummeternte von der Sirchenwiese in Hause«, die über vier Normalmorgen hält und guten Erttag liefert, soll einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden kommenden DouuerStag den 3. September d. I., Abends 7 Uhr, auf dem Rathhause in Hausen. Es wird bemerkt, daß bei der ersten Versteigerung nur 25 X geboten wurden.
Hausen, am 31. August 1891.
7801________Der Ktrchenvorstand.
Das Grummetgras von der cameral-fiscalischen Sorauwiese wird Freitag den 4 Septbr. d. I, Nachmittags 2 Uhr, bei Wirth Schäfer zu Daubringen versteigert.
Treis a/L., den 30. August 1891. Großh. Oberförsterei Treis a/L.
Amendt. 7793
Tagen veröffentlichten Resultat haben 20 derselben die Prüfung 1 bestanden, während 15 sich nochmals einer weiteren Prüfung unterziehen müffen. Zugleich wurde den die Prüfung bestandenen Candidaten von der Großh. Baubehörde die Weisung ertheilt, sich bereit zu halten, um in nächster Zeit im Staatsdienst verwendet zu werden.
Elmshausen, 29. August. Ein „Kirmesspaß" spielte sich am Montag morgen gelegentlich der hiesigen Kirchweihe ab. Ein Gurkenhändler hatte vor dem Gasthaus „zum Hirsch" Halt gemacht. In dem Gastzimmer saßen einige angeheiterte Burschen, mit denen er bald zechte. Nachdem der Händler, ebenfalls in etwas angeheitertem Zustande, den Burschen erklärte: „Macht mit meinen Gurken, was ihr wollt," säumten diese nicht lange, von der Güte dieses Mannes Gebrauch zu machen. Einer setzte sich aus das Pferd und trieb den Wagen an, während die anderen theils aus den Wagen stiegen, theils nebenher gingen und Gurken seilboten. Alles eilte aus die Straße, um den „Kohl" zu sehen, und wer keine Gurken kaufen wollte, mußte dieselben unbedingt doch nehmen. Bis zum Ausgang des Dorfes war der Wagen ausverkauft, ohne einen Pfennig erlöst zu haben. Der Händler, dem jetzt ein Licht über den tollen Spuk aufging, eilte auf die Bürgermeisterei, erhob Anzeige und verlangte von den Burschen 50 Mark. Dieselben stellten nun eine Sammlung an, welche die recht nette Summe von — 58 Pfennigen für den ganzen Wagen voll Gurken ergab.
§ Borsdorf bei Nidda, 30. Aug. Hier stürzte ein Landwirth beim Abladen seiner Frucht so unglücklich von der Scheuer, daß er sofort verstarb.
Der Taufstein.
Im Vogelsberg, im Oberwald hoch droben Erhebt der Taufstein dort sein Felsenhaupt, Nur Sagen sinds, die diesen Riesen loben, Der still sich birgt in Buchen, dicht umlaufet.
Nicht eine Burg, nicht Mauern und Ruinen Erblickst du hier aus längstvergangner Zeit, Viel Felsen, riesengroß, das sind die Zinnen, Sie reden auch von der Vergangenheit.
Der Sage nach verdankt der Berg den Namen Der fernen Zeit, in der, hinausgesandt, Die Helden mit dem Kreuze mutfeig tarnen, Zu künden Gottes Wort von Land zu Land.
Auch feier bei uns, im Land der alten Katten, Auf diesem Berg hat Winfried glaubenskühn Das Volk im stillen heilgen Waldesschatten — Wie noch die Sage geht — geführt zum Kreuze fein.
Ein großer mächtger Stein, tief ausgefeöhlt, Ist stummer Zeuge dieser großen Zeit, Ihn hat zum Taufen Winfried auserwählt, Der Mann, der Thor und Wodan nicht gescheut.
Vom Thurm von Holz, der Taufsteins Gipfel krönt, Blickt sichs so schön in Gottes weite Welt;
Ich schau ein Bild, vom Sonnengold verschönt, Das lange trunken mich gefesselt hält.
Du schöner Berg, so lang verkannt, geschmäht, Ich denke dein, so oft von fern mein Blick Zum Oberwalde schweift, und, efe ein Jahr vergeht, Kehr ich zu deiner Felsenrufe zurück.
Aus der Section Herbstein.


