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befriedigender Weise gelöst. Nach demVorwärts" brachten die socialdemokratischen Stadtverordneten bei der Stadt­verordnetenversammlung einen Antrag ein, mit dem Magistrat Maßregeln zu berathen, um dem Noth stand in Berlin entgegenzutreten. DieKreuzztg." erfährt aus Petersburg, die Beschränkung der Pserdeausfuhr gelte als bevorstehend.

Danzig, 31. August. Katholikentag. Auch Goßler ist anwesend. Präsident Graf Rechberg erklärte in der Er­öffnungsrede, das Centrum halte fest an Kaiser und Kanzler, sowie an den den Frieden garantirenden Allianzen. (Leb­hafter Beifall.) Schorlemer-Alst sprach über die sociale Frage. Die Lösung sei nur durch die Religion und die Kirchensreiheit möglich. Porsch verlangte ein Condominat des Staats und der Kirche über die Schule.

Straßburg, 31. August. Im Vororte Königshosen ist das Stationsgebäude, zugleich Getreidemagazin der Firma Moses Frank, mit Getreide im Werthe von 10,000 Mark, gestern vollständig abgebrannt. Ueber die Entstehung des Feuers ist nichts bekannt.

Wien, 31. August. Bei der feierlichen Eröffnung des Saarenmarktes, welcher massenhaft von Deutschland be­sucht ist, begrüßten die Regierungs- und Gemeindevertreter die versammelten Theilnehmer wärmstens und versicherten die Sympathie und Unterstützung der Institution seitens der Be­hörden. Die Eröffnungsrede des Präsidenten Raschauer be­tonte die gebesserte handelspolitische Lage und drückte die Hoffnung aus, daß im nächsten Jahre der mitteleuropäische Handelsverkehr sreigegeben werde. Die durch den Vice­präsidenten Wyngart - Berlin erstattete ziffernmäßige Dar­stellung der heurigen Ernte rief Sensation hervor, namentlich überraschte das günstige Weizenresultat Oesterreich-Ungarns, Preußens, Sachsens, Frankreichs und der Schweiz, sowie der außerordentlich große Weizen- und Maisertrag Amerikas, andererseits blieb der ganz unerwartet kommende Mißwachs Belgiens und die russische Weizenernte mit Ausnahme Podo- liens noch hinter den pessimistischen Schätzungen zurück. Die Roggenernte aller Staaten bleibt hinter mittel, günstig ist die Ernte von Gerste und Hafer, welche überwiegend über Mittel- Resultate liefern.

Wien, 1. September. Auf der Strecke Linz-Pusterthal zwischen den Stationen Thal und Linz fand ein großer Bergrutsch statt, der das Bett der Drau zu verlegen droht. Colossale Erdmassen sind in BeweLung. Die Wohnungen sind nur gefährdet, falls die Drau gestaut wird.

Krakau, 1. September. Aus Veranlassung des polnischen Rechtsraths wird in Teschen eine große Versammlung schlesischer Polen stattfinden, um die internationalen Wünsche der Bevölkerung zum Ausdruck zu bringen. In den Westgalizischen Raphta-Gruben der Galizisch-Hannoverischen Gesellschaft in Potok bei Krosno sand eine Gas-Explosion statt. Meilenweit wurde die erdbebenartige Erschütterung bemerkt. Niemand wurde verletzt.

Zürich, 31.August. Gestern Abend stieß im Bahnhofe Zürich der Genfer Schnellzug auf einen leerstehenden Rangir- zug. Die Maschine und mehrere Waggons wurden zer­trümmert. Als Ursache wird falsches Bahnsrei - Signal angegeben. Mehrere im Schnellzuge befindliche Personen wurden verletzt.

Rom, 31. August. Die Nachrichten aus Mailand über den Strike der Arbeiter der metallurgischen Anstalt Elvetica" lauten ernster. Der gestrigen Versammlung wohnten ungefähr 2000 Arbeiter bei. Es wurden viele Reden, besonders gegen die Stückarbeit, gehalten. Die Poli­zei ließ den Rednern vollständige Redefreiheit. Es wurde befchlossen, wenn binnen drei Tagen kein Einvernehmen er­zielt ist, die Bäcker und Arbeiter der electrischen Beleuchtung auszusordern, die Arbeit einzustellen, damit die Stadt ohne Brod und Licht bleibe. Die Agitation wegen der Arbeits- Einstellung beginnt heute früh.

Rewyork, 31. August. Nach Meldung aus V a l p a r a i s o wurde der Herausgeber des balmacedistischen Organs,Journal Comerico", Lawvin, wegen Verbreitung einer gegen die Con- greßregierung gerichteten Schmähschrift erschossen.

Rewyork, 31. August. Im hiesigen Auswärtigen Amt wird trotz der entgegengesetzten Meldungen angenommen, Santiago sei noch im Besitze Balmacedas, da der nord­amerikanische Gesandte in Chile die Uebergabe noch nicht ge­meldet habe, was schon geschehen sei, wenn dies wirklich der Fall wäre. DerWorl d" wird aus Valparaiso ge­meldet, die Insurgenten verdankten ihre Erfolge hauptsächlich dem strategischen Talente Körners, welcher als Jnstructeur in der Kriegskunst von Deutschland nach Chile berufen wurde, aber Balmaceda verlassen hat, um sich den Congreßtruppen anzuschließen.

Die diesjährigen Kaisermanöver.

Die diesjährigen Kaisermanöver umfassen bekanntlich zwei Armeecorps, das elfte (Provinz Hessen-Nassau) und das vierte (Provinz Sachsen) und werden hauptsächlich, mit Aus­nahme der in Cassel stattfindenden Kaiserparade des elften Armeecorps, in Thüringen in dem Gelände zwischen Erfurt, Langensalza, Mühlhausen und Heiligenstadt vor sich gehen. Dort werden zwei Armeecorps in einer Stärke von etwa 52,000 Mann und 354 Geschützen unter den Augen des obersten Kriegsherrn und vieler berufener Heerführer gegen­einander austreten. Innerhalb beider Armeecorps wird eine Dreitheilung stattfinden und zwar dergestalt, daß dem schon in gewöhnlichen Zeiten aus drei Divisionen 21., 22. und 25. bestehenden 11. Armeecorps, das 4. Armeecorps gleichfalls in einer Stärke von drei Divisionen 7. und 8. und Reservedivision gegenübertreten und nachher mit dem ersteren gemeinsam gegen ein zusammengestelltes Armee­corps fechten wird. Man will an der Ausstellung einer Reservedivision prüfen, wie sich diese ganz wie im Mobil­

machungsfalle wenige Tage vor Beginn der Uebungen gebil­dete Truppe, die ausschließlich aus Reserve- und Landwehr­mannschaften ersten Aufgebots bestehen wird, in Bezug aus militärische Anforderungen und Ertragung von Strapazen bewähren wird. Ein weiteres characteristisches Gepräge werden die Kaisermanöver durch die große Kavalleriemasse, welche zu ihnen herangezogen wird, erhalten. Nicht weniger wie 18 Cavallerie-Regimenter mit 85 Escadrons und circa 8000 Pferden werden sich in dem Gelände westlich und nord­westlich Erfurts tummeln. Die 18 Regimenter kommen der­gestalt zur Verwendung, daß je drei Regimenter jedem Armee­corps zugetheilt, während aus den übrigen zwölf Regimentern zwei Cavalleriedivisionen A uni) B formtet sind. Von diesen Reitermassen wird besonders an den beiden ersten Tagen der Operationen- dem 15. und 16. September der Aufklärungsdienst in großem Maßstabe zur Uebung kommen. Die Operationen der drei Hauptmanövertage dem 17., 18. und 19. September werden streng kriegs­mäßig und nach ganz allgemeinen Dispositionen gehalten sein. Die Zeiteinteilung ist folgende: Samstag, 12. September, Parade des 11. Armeecorps bei Niederzwehren. Sonntag, 13. September: Feldgottesdienst von Deputationen der Truppentheile des 11. Armeecorps auf dem Bowlinggreen in Cassel. Montag, 14. September: Parade des 4. Armee­corps bei Gamftedt südwestlich von Erfurt. Dienstag den 15. September: Corpsmanöver des 4. Armeecorps in zwei Parteien nordwestlich von Erfurt. Mittwoch, 16. September: Kriegsmarsch des 4. Armeecorps in der Richtung aus Cassel, wohin schon am Tage vorher die Cavallerie-Division A. auf­klärend vorgegangen. Das 11. Armeecorps führt während dieser Tage also am 14., 15. und 16. September von Cassel heranrückend gleichfalls Kriegsmärsche in der Rich­tung aus Erfurt aus, die ihm beigegebene Cavallerie- Division B. zur Aufsuchung des Feindes an der Tete. Donnerstag den 17. und Freitag den 18. September: Manöver des 4. und 11. Armeecorps gegeneinander in dem Gelände bei Langensalza und Mühlhausen i. Th. Samstag den 19. September: Manöver der zu einer Armee formirten 4. und 11. Armeecorps gegen ein zusammengestelltes Armee­corps. Am 17. und 18. September wird es aller Wahr­scheinlichkeit nach zwischen den beiden Armeecorps in der Nähe von Langensalza, bezw. Mühlhausen zu großartigen ( Gefechten kommen, doch ist die Gegend, in welcher der Zu- . sammenstoß an den einzelnen Tagen stattfinden wird, um so ungewisser, als sämmtliche Truppen in den Nächten biwakiren und die Leitung dadurch von vorher bestimmten Quartieren und derartigen Friedensrücksichten ganz unabhängig ist. Der erste Tag führt meist nur zu einer Entwickelung der Avant­garden, während der Hauptzusammenstoß in entwickelter Front erst am zweiten Tage erfolgt. Interessant ist bei Be- trachtung der diesjährigen Kaisermanöver beider Armeecorps die Tha'tsache, daß an Soldaten, nach Heimathsländern ge­ordnet, eine so große Anzahl verschiedenerLandsleute" zu­sammengeführt werden, wie wohl nie bei anderen Armee­corps. Die Armeecorps recrutiren sich aus den preußischen Provinzen Sachsen und Hessen-Nassau, sowie einem Theile der Rheinprovinz, aus Elsaß-Lothringen, aus den Groß- herzogthümern Hessen und Sachsen-Weimar-Eisenach, aus den Herzogtümern S.-Altenburg, S.-Coburg-Gotha, S.-Meiningen- Hildburghausen, Anhalt-Dessau, aus den Fürstentümern Waldeck, den beiden Reuß, Schwarzburg - Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen. Von Rhein und Nahe, von Main und Neckar, von der Lahn, von der Fulda und Weser, der Leine, der Elbe, der Saale, der Unstrut und wie die Flüsse alle heißen mögen, geben sich Deutschlands Söhne in Waffen ein Stelldichein auf Thüringens gesegneten Fluren zum Kaiser-Manöver.

Locales unb Lroviirzrelles.

Gießen, 1. September.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 3. September 18 91, Nach­mittags 4 Uhr: 1. Mittheilungen. 2. Gesuch des Condirors H. Hettler um Ertheilung der Concession zum Wirthschasts- betrieb. 3. Die Einfriedigung an dem Garten des Christoph Spies, Diezstraße. 4. Desgleichen des Kohlenhändlers Unverzagt, Schottstraße. 5. Desgl. des Heinrich Gröninger, Steinstraße. 6. Desgl. des Locomotivführers Dotzenrod, Schillerstraße. 7. Desgl. des Hermann Katz, Schillerstraße. 8. Desgl. des Karl Zwesch, Schillerstraße. 9. Gesuch des L. Scharmann um Erlaubniß zur Vornahme von Bauver­änderungen. 10. Das hiesige Leichen- und Bestattungswesen. 11. Die Friedhofsordnung. 12. Erlaß eines Polizeiregle- wents, die Bezeichnung der Fuhrwerke betr. 13. Gesuch des W. Gail um Genehmigung zur Anlage eines Anschlußgeleises. 14. Verbesserung eines Stücks Wieseckböschung hinter dem Noll'schen Garten. 15. Ausbau der Straße auf der Nord­anlage. 16. Herstellungen in der Dienstwohnung des Octroi- erhebers Vix. 17. Das Feuerlöschwesen, hier die Anschaffung von Gürtelzeug. 18. Uebersicht über die wirklichen Einnahmen und Ausgaben der Vorschule des Gymnasiums für 1890/91. 19. Die Rechnung der Plock'schen Stiftung für 1890/91. 20. Desgl. Voranschlag. 21. Desgl. der Armenkasse. 22. Desgl. Voranschlag. 23. Decretur von Kostenrechnungen.

Unglück. Ein allgemeines Bedauern erregender Unglücksfall ereignete sich gestern Abend auf Oswalds Garten. Der Steigerzug der dort übenden Gießener Freiw. Feuerwehr nahm Uebungen am Steigerthurm vor und wollten die oben befindlichen Steiger fich eben, nachdem die Selbstrettung durch tzerablafien am Seil geübt worden war, mittelst Rettungs> sackes herablafien. Nachdem der Hauptmann der Feuerwehr, Schlachtausverwalter Möhl, die oben befindlichen Leute über die bei Gebrauch des Rettungssackes zu beachtenden Ver­haltungsmaßregeln instruirt, schickte er sich an, selbst in den Sack zu steigen. Der dabei stehende Steiger W i l h e l m L ö b e r, ein junger Mann von ca. 22 Jahren, erbat fich, weil schon

geübter Feuerwehrmann, die Erlaubniß, als erster hiuuntergleiten: zu dürfen, in Folge deffen der Hauptmann davon abstand. Kaum war 256er, vorschriftsmäßig Kopf nach unten, in den Sack gelangt, als dieser riß. Löber stürzte durch den in Höhe des obersten Stockes befindlichen Riß in die Tiefe nnd brach das Genick, so daß der Tod augenblicklich eintrat. Da es schon mehrfach bei Uebungen vorgekommen, daß Rettungssäcke durch die am Gurte getragenen Beile der Steigermannschaften Riste er­hielten, hatte Hauptmann Mohl vorfichtshalber dem Löber das Beil abzulegen befohlen. Der Rettungssack ist erst seit dem Jahre 1886 in Gebrauch und ist es um so unerklärlicher, wie derselbe einen so verhängnißvollen Riß erhalten konnte. Löber war ein seiner freiwillig übernommenen Pflicht stets eifrig obliegender Feuerwehrmann, beim Corps ein beliebter Kamerad; sein Eifer im Dienste aufopferungsfreudiger Nächstenliebe kostete ihm das Leben. Ehre seinem Andenken!

Ausdauer beim Radfahren zeigte am vergangenen Sonntag ein hiesiger elfjähriger Junge. Derselbe fuhr von Gießen bis Dillenburg und von da zurück bis Wetzlar, eine Strecke von über 75 Kilometer. Die Strecke von Gießen bis Ehringshausen wurde zurückgelegt, ohne vom Rad zu steigen.

Ernennung. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 15. August den seitherigen? Oberlehrer an dem Gymnasium zu Mitau in Kurland Arthur Frederking zum Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz, mit Wirkung vom 16. September d. I. an, zu ernennen.

Schloß Romrod, 30. August. Se. Königliche Hoheit der Großherzog besuchten heute Vormittag mit den hier an­wesenden Herrschaften den Gottesdienst in der Pfarrkirche, welcher von dem Pfarrverwalter Lindenschmitt abgehalten wurde. Zur heutigen Tafel war Se. Hoheit Lieutenant Prinz Albert von Schleswig-Holstein erschienen.

Schloß Romrod, 31. August. Se. Königliche Hoheit der Großherzog nebst Prinzessin en und Gefolge fuhren heute früh aus der Straße Alsfeld-Lauterbach über Wallenrod nach Reuters, woselbst Allerhöchstdieselben zu Pferde stiegen, um der Gefechtsübung der 50. Infanterie-Brigade beizu­wohnen- es operirte aus der Straße Lauterbach-Reuters das Regiment Nr. 118 gegen das Regiment Nr. 117 bei Brauer- schwend; nach der Uebung werden die Herrschaften wieder hierher zurückkehren. Heute Abend sind der Stab des Infanterie-Regiments Nr. 118, sowie die Offiziere der 12. Compagnie desselben und der 2. Escadron des Garde- Dragoner-Regiments, die hier in Romrod im Quartier liegen, zur Tafel befohlen. D. Ztg.

+ Lich, 31. August. Gestern wurde das Sedansest unter einer sehr starken Betheiligung auf dem herrlich gelegenen Hardtberge dahier abgehalten. Der Festzug, gebildet aus den mit Bretzeln beschenkten Schülern Der Volksschule, sowie denjenigen der Präparanden-Anstalt, ferner den verschiedenen Vereinen mit einem Musikcorps an der Spitze, bewegte sich um 3 Uhr nach dem Festplatze. Hier angelangt hielt nach Absingung des LiedesDeutschland, Deutschland über Alles" Lehrer Wagner die Festrede, welcher die beiden Kaiseraus­sprücheWelche Wendung durch Gottes Fügung" undDer Schlachttag von Sedan ist zugleich auch der Geburtstag des wiedererstandenen deutschen Reiches" zu Grunde lagen und welche mit einem begeistert aufgenommenen Hoch aus Kaiser und Großherzog schloß. Dem sich nunmehr entwickelten munteren Treiben bei Spiel, Gesang, Musik und Tanz konnte erst durch die hereinbrechende Nacht ein Ende gesetzt werden. Ein schöneres und besuchteres Sedansest als dieses letztere ist nach allgemeinem Urtheil in Lich noch nicht gefeiert worden.

Grünberg, 31. August. Die Herb st Übungen der Truppen, welche in unserer nächsten Umgebung abgehalten wurden, veranschaulichten ein recht lebhaftes Kriegsbitd, wozu viel das eigene Abkochen mit Selbstverpslegung und kriegs­mäßiger Einquartierung, besonders aber die nächtliche Alar- mirung, beitrug. Leider wurde aber die Ernte von vielen Grundstücken ganz und von vielen theilweise vernichtet. Bereits sind von Grobherzoglicher Bürgermeisterei die Grundbesitzer ausgesordert, bis zum 1. September ihre Schäden mit Be­zeichnung der Grundstücke und Angabe der Entschädigungs­summe anzumelden. Grundstücke, welche vor dem Eintreffen der Einschätzungscommission abgeerntet werden sollen, sind vorher anzugeben.

-dt. Neu»Ulrichstein, 1. September. Monatsbericht der Arbeiter - Colonie pro August 1891. Ende August 1891 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 50 Mann. Dieselben Verth eilen« sich aus das Groß- herzogthum Hessen 9. Königreich Preußen: Provinz Branden­burg 1, Provinz Hannover 1, Provinz Hessen - Kassel 3, Provinz Hessen-Nassau 7, Provinz Rheinlande 5, Provinz Sachsen 1, Provinz Schlesien 2, Provinz Westfalen 1, Pro­vinz Pommern 1. Königreich Bayern 5, Königreich Württem­berg 2; Königreich Sachsen 1. Großherzogthum Baden 3, Großherzogthum Mecklenburg 1. Thüringische Staaten 5, Reichslande 1. Ausland: Kaiserreich Oesterreich: Wien 1.. Hiervon waren: Arbeiter 13, Bäcker 2, Dachdecker 1, Färber 2, Former 1, Glaser 1, Goldarbeiter 1, Handschuh­macher 1, Kaufleute 3, Kellner 1, Krankenwärter 1, Kupferschmied 1, Metzger 1, Schlosser 3, Schneider 6r Schuhmacher 3, Schmied 1, Schreiber 3, Heizer 1, Strumpf­wirker 1, Tüncher 2, Weber 1. Im Monat August wurden entlassen 18 Mann, und zwar durch eigenes Bemühen 1, aus eigenen Wunsch 16, entlausen 1. Verpflegungstage im August 1891 : 1675. Gearbeitet wurde an 1416 Tagen, hierunter 321 Tage für fremde Rechnung. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 1754 Mann, dagegen abgegangen im Ganzen 1704; bleibt Be­stand 50 Mann.

nn. Darmstadt, 31. August. Bei der im Frühjahr d. I» stattgesundenen sogen. Bauaufseherprüsung für Hessen i hatten sich 35 Candidaten betheiligt. Nach dem vor einigen