Muchers im Reiche und speciell der muckerischen Ausbeutung des Bauernthums. Am günstigsten sei Sachsen daran, da dort eine »eise Gesetzgebung leit Menschenalter Vorsorge gegen eine Zerschlagung des bäuerlichen Grundbefitzes getroffen. Auch Mecklenburg und Braunschweig würden von der jüdischen wucherischen Ausbeutung Verschont. Wucherer und Jude seien identisch. Man schneide den Krebsschaden aus, sonst wird der ganze Körper vergiftet.
Abg. Rickert (dfr.): Mit dem Vorredner zu discutiren werde man ihm nicht zumuthen. Es sei ein Zeichen großer Geduld, daß -as Haus so lange die Verunglimpfung eines gleichberechtigten Theils unserer Mitbürger angehört habe. Die Judenemancipation sei eine christlich-germanische That. Wenn sich unter ben Wucherern so viele Juden befanden, so sei das eine Folge der früheren Gesetzgebung, welche sie geradezu auf den Wucher verwies, um sie dann wieder auspressen zu können. Die sogen. Güterausschlachtung halte er für fein unehrliches Gewerbe; die Zertheilung großer Güter wirke im Gegentheil sehr segensreich. Alle Parteien müßten sich gegen den Antisemitismus verbünden; halte die Rechte sich davon zurück, so werde die Linke mit diesem Auswuchs allein fertig werden.
Abg. Dr. Schier (conf.) befürwortet Berücksichtigung der Petition.
Abg. Stadthagen (Soc.) wird gleichfalls für Berücksichtigung stimmen. Aber es dürfe nicht nur gegen den Judenwucher, sondern es müsse gegen jeden Wucher vorgegangen werden. Auch die Zuckerprämien und Getreidezölle seien Wucher.
Abg. Münch (dfr.): Wenn einem Geldgeber häufig gegebene Versprechungen und selbst das Ehrenwort gebrochen werde, so werde er vorsichtig und suche sich durch höhere Zinsen zu decken. Er habe ba auch schmutzige Papiere, Ehrenscheine, die ausgestellt, aber nicht eingelöst worden und die Herr Liebermann einsehen könne. (Abg. Liebermann von Sonnenberg: Lüge!)
Schluß der Debatte wird beantragt. Abg. Böckel bezweifelt die Beschlußfähigkeit des Hauses.
Morgen 2 Uhr: Branntweinsteuernovelle.
Neueste Nachrichten.
WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureaa.
Berlin, 30. April. Die Reichstags-Commission Mr das Telegraphengesetz erledigte heute die zwecke Lesung und nahm zu § 1 den Antrag Hammacher an, wonach das Recht, für den allgemeinen Vermittelungsverkehr bestimmte Telegraphenanlagen zu errichten und zu betreiben, ausschließlich dem Reiche zusteht, sowie auch zu § 2 einen Antrag desselben Abgeordneten, wonach die Ausübung des im § 1 bezeichneten Rechts nicht nur Gemeinden, sondern auch Privatpersonen verliehen werden kann. Der übrige Theil wurde nach der Vorlage genehmigt.
Berlin, 30. April. Das Abgeordnetenhaus genehmigte nach wenig erheblicher Debatte den Etat der Berg-, Hütten- und Salinen-Verwaltung und begann die Berathung des Justizetats. Im Laufe der Debatte über den letzteren sand eine lebhafte Auseinandersetzung zwischen dem Abgeordneten Stöcker und dem Abgeordneten Munckel statt über den Proceß Stöcker mit Witte und den Proceß Bäcker. Der Präsident beendete diese Auseinandersetzung, indem er die Debatte schloß. Nächste Sitzung morgen 11 Uhr. Fortsetzung der Berathung und kleinere Etats.
Geestemünde, 30. April. In der heutigen Reichstags- stichwahl berechnet sich das Resultat aus 58 Wahlbezirken mit 7231 Stimmen für Bismarck und 4763 für Schmal- feldt. — Aus 59 Wahlbezirken zählte man später für Bismarck 7406, für den Socialdemokraten Schmalseldt 4791 Stimmen.
Bochum, 30. April. In sämmtlichen Zechen von der „Hibernia" ist alles angefahren. Der Ausstand ist entschieden im Abnehmen.
Esten, 30. April. Die Zahl der Strikenden verminderte sich heute Morgen aus drei Tausend. Die ganze Belegschaft von „Eintracht-Tiefbau", von wo der Strike ausging, meldete sich laut der „Rh.-Westf. Ztg." zur Wiederanfahrt. Auch auf den Rheinischen Stahlwerken bei Meiderich und aus dem „Phönix" ist der Gesammtbetrieb in voller Thätigkeit.
Eisenach, 30. April. Das kaiserliche Paar, die großherzoglichen und erbgroßherzoglichen Herrschaften trafen um ^12 Uhr hier ein. Sie wurden von den Behörden und von den Ehrendamen mit Blumensträußen empfangen. Die Schulen, Vereine und Innungen bildeten Spalier. Unter Jubelrufen und Glockengeläute fuhren die Gäste zur Wartburg.
„Was soll das heißen?" fragte der Vicomte, halb erschrocken einen Schritt zurücktretend.
„Das sollen Sie gleich hören," erwiderte sie muthwillig. „Setzen Sie sich noch einmal hier nieder und leihen jetzt Sie mir ein geduldiges Ohr — auch ich habe Ihnen ein Ge- ständniß zu machen. — Meine Milchschwester," fuhr sie fort, nachdem der Vicomte gehorcht und wieder neben ihr Platz genommen hatte, „meine Milchschwester, eine mir liebe Freundin, lebt hier in Paris in der Rue St. Etienne und genießt "ben Ruf einer ersten Tanzmeisterin. Bitte, lassen Sie mich .zu Ende reden! — Meine Eltern sind sehr nachsichtig und gestatten mir öfter, sie zu besuchen. So war ich auch kürzlich eines Morgens bei ihr- bald nachdem ich gekommen war, wurde sie geschäftlich abgerufen- ich setzte mich an das Clavier und überflog inzwischen ein paar neue Musikstücke, als Adriennes Diener Ihre Karte hineinbrachte, der Sie selbst auf dem Fuße folgten. Sie können sich denken, wie ich bei einem Blick auf Ihren Namen neugierig war, Ihre nähere Bekanntschaft zu machen - und in der Laune momentanen Ueber- uiuths begrüßte ich Sie als Mademoiselle Gervaux — das Ucbrige wissen Sie."
Mit immer steigendem Interesse hatte der Vicomte ihren Worten gelauscht, kaum mehr vermochte er sich in ferner Freude, in seinem Entzücken zu beherrschen, und als sie jetzt schwieg, zog er, ganz vergessend, wo er sich besand, die Geliebte innig an sich und drückte einen zärtlichen Kuß auf ihre Lippen.
„Jetzt sind wir quitt!" rief er strahlenden Auges, „ich gelobe, mich in keine Tanzmeisterin wieder verlieben zu wollen, dafür fordere ich aber auch, daß meine Braut nicht wieder die Rolle von Modemoiselle Gervaux spielt und jungen heißblütigen Schülern das Herz stiehlt l"
München, 30. April. Gegenüber umgehenden Gerüchten wird authentisch mitgetheilt: König Otto zog sich ein oberflächliches Hautgeschwür zu, das baldigst geheilt sein dürfte. Das Befinden des Königs ist unverändert und gibt zu irgendwelcher Besorgniß keinerlei Anlaß.
Weimar, 30. April. Das Kaiserpaar, die Großherzoglichen und Erbgroßherzoglichen Herrschaften sind bei prächtigem Wetter eben auf die Wartburg gefahren. Auf der Fahrt nach dem Bahnhofe wurden sie lebhaft von der zahlreichen Menge begrüßt.
Wien, 30. April. Zu Ehren der Delegirten zu den Vertrags-Verhandlungen Oesterreichs und Deutschlands sand gestern bei Szögyenyi eine Abschiedssoiree statt, welcher auch der deutsche Botschafter, die Gesandten Bayerns, Sachsens und Württembergs und die an den Verhandlungen beseitigte« Minister beiwohnten.
Wien, 30. April. Das „Fremdenblatt" meldet in seinem volkswirthschaftlichen Theile: Nach Abschluß der Verhandlungen über den deutsch-österreichischen Handelsvertrag würde alsbald eine Zollconferenz zusammentreten, um die Instructionen für die Mitte Mai beginnenden Verhandlungen mit der Schweiz auszuarbeiten.
Paris, 30. April. Aus dem gestrigen, von 500 Personen besuchten Jahresbanket der Syndicats - Kammern wies Floquet in feiner Rede auf die für den 1. Mai erwarteten Kundgebungen hin und führte aus, die Republik dürfe keinesfalls mit der Gewaltthätigkeit pactiren. Die sociale Frage sei eine eifrigst zu studirende Lebensfrage. Er hoffe, aus dem Socialismus werde sich eine Politik entwickeln, welche alle Bürger vereinige. Bezüglich der Zollfrage werde der Handelsminister die Landesinteressen zu vertheidigen wissen, nöthigensalls werde das allgemeine Stimmrecht den Weg weisen. Die Rede wurde beifälligst aufgenommen.
Paris, 30. April. Das Generalcomite für die beabsichtigte Ar beiter kundgebung hielt gestern Abend eine letzte Sitzung ab und beschäftigte sich mit einigen Detailfragen. Das Bureau stellte den Delegirten der verschiedenen socialistischen Gruppen Plakate zu, welche in der nächsten Nacht angeschlagen werden sollen. Darin werden die Arbeiter, die Arbeiterinnen und die Angestellten zu einer Kundgebung behufs Herabsetzung der Arbeitszeit und Feststellung eines Minimalgehaltes ausgefordert. Das Comitv nahm sodann einen Antrag an, der die öffentlichen Gewalten ersucht, sich mit den socialen Forderungen zu beschäftigen.
Paris, 30. April. Der Secretär der Arbeiter- Sy ndicats-Kammer zeigte dem Arbeitsminister an, daß er mit der Delegation morgen im Arbeitsministerium erscheinen werde. Der Minister ließ erwidern, Prades werde einen unnützen Weg machen, denn er, der Minister, werde ihn nicht empfangen. Prades möge, wenn er dem Arbeitsminister Mittheilungen zu machen habe, eine Audienz für einen späteren Tag nachsuchen.
Paris, 30. April. Constans empfing gestern Vormittag die Deputiren Ledien und Basly, welche die friedlichen Absichten der Grubenarbeiter von Pas - de - Calais für den 1. Mai versicherten.
Paris, 30. April. Im Ministerrctthe äußerte sich Constans über die Maßregeln, die der Minister gegen etwaige revolutionäre Kundgebungen am 1. Mai getroffen hat. Die in Paris verfammelten Truppen seien zahlreicher als die bet der alljährlichen Revue in Longcharnps zusammengezogenen. Verkehrsstörungen würden nirgends geduldet werden. Floquet, der Kammerpräsident, halte die Absendung von Truppen zum Schutze der Kammer für überflüssig, und die Arbeitergruppen würden aus der Kammerquästur zur Ueberreichung ihrer Petitionen zugelassen werden, falls die Deputationen nicht stärker als 5 Mitglieder seien. — Laut Meldungen aus zahlreichen mittleren Provinzialstädten veranstalten die Arbeiter dort morgen Festmahle und Ballfestlichkeiten. Obwohl an den meisten Orten keine Störung der Ordnung vorausge- sehen wird, traf die Regierung doch ihre Maßnahmen. Nach den großen Arbeitercentren ohne Garnison oder mit nur schwacher Besatzung wurden Truppen entsendet. Der Prä- fect von Marseille kündigte in einer Unterredung mit den Arbeiterdelegirten an, er werde keinerlei Kundgebungen zulassen. Die Delegirten erklärten, sie würden dennoch eine Kundgebung veranstalten, weil sie diesbezüglich gebunden seien.
Cherbourg, 30. April. Die Königin Victoria traf gestern Abend hier ein und wurde vom Admiral Lesper, dem Präfecten und dem englischen Consul empfangen. Die Königin begab sich alsbald an Bord der „Victoria und Albert", wo sie übernachtete. Prinz Battenber g, welcher die Königin bis Noisy begleitete, reifte später nach Darmstadt ab.
Brüssel, 30. April. Das gestern hier versammelte Syndicat der Kohlen grübe nbesitzer, an dem 40 Notabilitäten der Industrie theilnahmen, beschloß, keine Erhöhung der Kohlenpreise eintreten zu lassen, da dieselbe leicht als Provocation zum Strike angesehen werden könnte.
Brüssel, 30. April. Das Counts des nationalen belgischen Bergarbeiterbundes, welches Nachmittags im Volkshause zu einer Solidaritätskundgebung für die deutschen Bergarbeiter versammelt war, sprach sich aus politischen Gründen und wegen der Plackereien durch die Arbeitgeber, sowie wegen Verminderung der Löhne für den Strike der belgischen Arbeiter aus. Später hielt der Generalrath der Arbeiterpartei eine Sitzung, worin nach langer Berathung eine Tagesordnung angenommen wurde, welche den Bergarbeitern vorn Ausstande abräth, weil durch Eintreten in den Bergarbeiterstrike am Vorabend des allgemeinen Strikes die ganze Arbeiterpartei geschwächt werde.
Charleroi, 30. April. Der Bürgermeister gestattete die morgige öffentliche Kundgebung und verbot lediglich das Mitführen der rothen Fahnen. Allerorts, wo Kund- gebungen ftattfinben, verbürgten die Arbeiterführer die Ordnung. Trotzdem werden seitens der Behörden energische Maßnahmen getroffen.
Charleroi, 30. April. Zwei Schwadronen Lanciert sind von Brügge heute Abend hier eingetroffen. Bis jetzt ist es hier und in der Umgegend vollkommen ruhig.
Lüttich, 30. April. Die gejammte Bürger gar de itt zur Aufrechterhaltung der Ordnung ein beruf en- ebenso wird die gesammte Polizei und Gendarmerie aufgeboten. Dev Bürgermeister untersagte von 6 Uhr Abends ab alle Kundgebungen und Versammlungen.
La Louviore, 30. April. Die Bergarbeiterbc= toegung nimmt im Gebiete des Centre zu. Mehrere Ar- beitersührer wurden verhaftet.
Mons, 30. April. Die Bergarbeiter in Quaregnon und Flenu sind geneigt, die Arbeit niederzulegen. An mehreren Orten des Borinage forderten die Arbeiterführer zum Ausstand auf.
Rom, 30. April. Die Abendblätter äußern die Ansicht, die Maifeier werde hier und in den Provinzen friedlich verlaufen. Die Kaufleute beschlossen, ihre Läden offen zu halten.
Bukarest, 30. April. Bei den letzten Stichwahlen des zweiten Wahlkörpers wurden 12 Regierungsfreundliche und 5 Oppositionelle gewählt.
Locale» nn- provinzielles.
Gießen, 1. Mai.
H. Nun spiel ich luftig die Schalmei: Der Mai ist da, der liebe Mai!
Ja, er ist endlich da. Mit Sonnenschein und Vogelsang hat er seinen Einzug gehalten und des Dichters Wort wahr gemacht: es muß doch Frühling werden. Ueberall regt sich junges kräftiges Leben und fast über Nacht ist's grün geworden. Die Anlagen unserer Stadt prangen im ersten zarten Grün des Frühlings und in den Gärte« treiben Johannistraube und Stachelbeere reiche Blüthe«. Auch des Menschen Herz blüht von Neuem auf in der Hoffnung und Liebe. Das konnte gestern Abend ein kurzer Gang durch die Straßen der Stadt lehren, den« wohl selten erging sich eine so große Anzahl zärtlicher Pärchen in der milden Abendlust. Die Universität hat mit dem ersten Mai eigentlich erst ihr Sommersemester begonnen. Mit welcher Freude dic Studenten in dasselbe eintreten, beweist der frische fröhliche Gesang, mit dem Punkt 12 Uhr auf fast alle« Kneipen der wunderschöne Monat empfangen wurde. Ueberall schallte es aus kräftigen Burschenkehlen: „Der Mai ist gekommen" und noch lange tönte der Widerhall in den Straßen nach. Möge der Mai uns halten, was er verspricht, und uns entschädigen für die langen Monate des strengen Winters.
— Mit dem langersehnten und endlich erfolgten Eintritt der bessere« Witterung beginnt auch die hiesige Rudergesellschaft ihre sportliche Thätigkeit. Nächsten Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, wird die diesjährige Ruderfaison ihren Anfang nehmen und werden die Mitglieder sich in dem neuen Boothaus zum geselligen Zusammensein vereinigen. Die Zusammenstellung der Mannschaften hat bereits begonnen und dürsten namentlich die Junioren berufen sein, auf den diesjährigen Regatten die rothweißen Farben zu zeigen und zu vertheidigen.
— In der gestern in Darmstadt abgehaltenen Sitzung des Hessischen Eisenbahnrathes wurden zunächst die Fahrplan- Entwürse der Main-Neckar-, Hessischen Ludwigs- und Ober- hessischen Eisenbahnen beralhen. Dem Wunsche der Mainzer Vertreter um Anschluß an den Berliner Blitzzug ab Frankfurt: und Mainz soll entsprochen werden. Dem Ersuchen des Vertreters von Hanau, die Oberhessische Bahn möge für Anschluß des 438 Uhr Nachmittags in Gelnhausen abgehenden an den nur 9 Minuten später aus Fulda-Wächtersbach in Gelnhausen eintreffenden Zuges sorgen, trat Herr Director Altvater mit dem Bemerken entgegen, daß dies an den preußischen Bahne« liege. Der Antrag des Herr« Oberbürgermeister Gnauth, de« Hamburg-Franksurter Blitzzug in Bad-Nauheim halte« zu lasse«, gelangte nicht zur Annahme. Nachdem die Oberhessischen Bahnen die Ermäßigung der Arbeitersahrkartc« gemäß dem Vorgehen der Preußischen Bahnen eingeführt, beschloß die Versammlung, „die Großh. Regierung zu ersuche«, daß auch die hessischen Bahne« die preußische« Arbeitersahrpreise von 1 Psennig pro Kilometer einführen."
— Ernannt. Der provisorische Gymnasiallehrer Dr. August Baur wurde zum Lehrer am Gymnasium in Büdingen ernannt.
Grünberg, 29. April. Aus der Gefahr des Ertrinkens wurde heute Mittag ein kleiner Junge errettet. Derselbe war bei dem Versuche, in den an die „Hösentränke" stoßenden Gärten die Mauer der ersteren zu übersteigen, in s Wasser gefallen, konnte sich aber glücklicher Weise noch so lange an einem Zaune festhalten, bis ihn die in der Nähe weilende Adoptivtochter des Herrn Will). Kurtz, Fräulein Dorettchen Kurtz, aus seiner gefährliche« Lage befreite.
-dt. Neu - Ulrichstein. 1. Mai. Monatsbericht der Ar beiter-Colo nie pro April 1891. Ende April 1891 sind in der Colonie stellen-, refp. arbeitslos 53 Man«. Dieselbe« vertheile« sich auf das Groß- herzogthum Hesse« 17. Königreich Preußen: Provinz Brandenburg 1, Provinz Hannover 1 , Provinz Hessen - Kassel 5, Provinz Hesse« - Nassau 5 , _ Provinz Pommern 1, Provinz Rheinlande 4, Provinz Sachsen 3, Provinz Schlesien 2, Provinz Westfalen 2, Schleswig-Holstein 1. Königreich Bayern 3- Königreich Württemberg 4- Königreich Sachse« 2. Groß- herzogthum Baden 1. Ausland: Kaiserreich Oesterreich 1.
Hiervon waren: Arbeiter 20, Anstreicher 1, Bäcker 3r Brauer 1, Buchbinder 1, Buchdrucker 2, Former 3, Glaser 1, Holzbildhauer 1, Kaufleute 4, Kellner 1, Maschinenschlosser lr Maurer 3, Metalldrücker 1, Schneider 4, Schuhmacher 4Z Schreiber 1, Zimmermann 1.
Im Monat April wurde« entlasse« 51, und zwar hi Arbeit durch die Colouie 1 , durch eigenes Bemühe« 1. in die Familie zurück 1, auf eigene« Wunsch 48.


