w. Theater. Zu guter Stunde ist nunmehr auch ein Drama modern-französischer Richtung im Neuen Theater zur Aufführung gelangt und so die schönste Gelegenheit zum Vergleiche der Producte dieser Art mit den Werken unserer zeitgenössischen Dramatiker auch für diejenigen geboten, die Sardou und seine Schule seither nicht kannten, aber Repräsentanten der modernen Bühne bei uns wie die „Ehre" und „Sodoms Ende" kennen gelernt hatten. Auch ein blöder Hödur gewahrt, wie sehr dieser Vergleich zu Ungunsten Sardous aussallen muff. Wie unendlich viel oberflächlicher und flacher sind die Menschen und ihre Handlungen in seinen Dramen aufgefaßt, als z. B. in den Sudermann'schen Stücken. Eine eingehendere Characterzeichnung ist kaum versucht- alle die austreten, sind Salonmenschen, bei denen nur hier der eine, dort der andere Zug etwas schärfer hervortritt- bei der Gräfin Rosars macht sich dieser eine Zug, hier die Leidenschaftlichkeit und Rachsucht, wenigstens so stark geltend, daß er als der Grundzug einer Individualität angesehen werden könnte - indessen ist eine wirkliche, innerlich begriffene und scharf umrissene Persönlichkeit, die consequent handelt, wie sie nach ihrem Character handeln muß, einzig und allein „Fernande". Ueber die zweite Hauptperson in Sardous Drama, die kaum von der Bühne einmal wegkommt und fortgesetzt die längsten Reden hält, über Andre, erfahren wir dagegen nicht viel mehr, als daß er früher einigermaßen geludert hat und trotz seiner Vergangenheit noch so viel kritiklose Romantik und Schwärmerei besitzt, um sich bis zum Heirathen in ein Mädchen zu verlieben, das er bis unmittelbar vor der Hochzeit nach eigener Aussage nie länger als höchstens zehn Minuten gesprochen hat. Was die Redeweise der Sardou'schen Figuren anbetrifft, so klingt sie im Gegensatz zu der kernigen, für jede einzelne Person besonders characterisirten und darum wirkungsvollen Art der Suder- mann'schen Menschen zu sprechen, wie eine hohle, conventionelle, ewig gleichmäßige Declamation. Die Handlung des Dramas endlich ist in ihren Elementen zweifellos originell und geistreich erfunden, aber ihre Durchführung stützt sich immerzu auf willkürliche und darum unglaubliche Zufälligkeiten oder gar aus widersinnige Handlungen entscheidender Personen. Eine kurze Analyse des Inhalts wird das Gesagte bestätigen. Madame Senechal und ihre Tochter Fernande sind durch die bitterste Roth gezwungen, ein zweifelhaftes Hotel garni zu unterhalten, in dem auch Fernande ihre Reinheit einbüßt und einen Fehltritt thut. Aus diesem Schmutz zieht sie die Gräfin Rosars, aber zu ihrem eigenen Verderben. Denn Andre, ihr Geliebter, trifft jetzt zufällig auf Fernande und wird zum ersten Mal von wahrer Liebe zu dem Mädchen, dessen Vergangenheit er nicht kennt, entflammt. Sobald die Gräfin Rosars davon erfährt, zeigt sie sich als eine in der That recht sonderbare Idealistin. Sie denkt gar nicht daran, ihre Nebenbuhlerin irgendwie zu beseitigen und sich ihren Geliebten zu erhalten, sondern will für seine Untreue dadurch Rache nehmen, daß sie ihn erst recht mit Fernande zusammenbringt und ihm dann deren Vergangenheit ausdeckt. Fernande selber aber möchte nach heftigem Seelenkampse ihren Bräutigam, den sie aufs Aeußerste liebt, über ihre Verirrung aufklären, um ihn nicht zu betrügen. Die Gräfin weiß ihr jedoch den betreffenden Brief, in dem das geschehen soll, abzulisten und Andre vorzuenthalten. In demAugenblicke, wo Fernande aus dem Munde Andres ihr Verdammungsurtheil erwartet, ist dieser darum nichts weniger als gewillt, die Verlobung rückgängig zu machen. (ES ist ein ebenso glücklicher wie merkwürdiger Zufall, daß Fernande auch nicht mit einer Silbe ihren Brief erwähnt und so eine Klärung herbeiführt und daß sie, die eben noch überzeugt war, daß ihr nie verziehen werden könne, sich jetzt nach einigen gleichgültigen Worten vollkommen beruhigt.) Jenen unterschlagenen Brief gedenkt die Gräfin Rosare dem jungen Eheherrn als aygenehme Ueberraschung nach seiner Rückkehr aus der Kirche zu überreichen, wird daran aber durch Pomerol verhindert, der ihr den Brief entringt. Dieser Biedermann scheint den Ibsen nicht gründlich gelesen zu haben - denn obwohl er den morschen Grund des Betruges, auf dem sein Freund das Gebäude seines Lebensglückes errichtet, genau kennt und sich bei einiger Klugheit jagen muß, daß die Gräfin über kurz oder lang eine Entdeckung herbeiführen werde, auch wenn zwischen dem Ehepaar selber, wie es doch zu erwarten wäre, keine Aussprache über die Vergangenheit mehr stattfinden würde, schweigt er sich complet aus, behält den Brief und thut nicht einmal das Mindeste gegen die Jntriguen der Rosars. So kommt es, daß diese eines schönen Tages dem jungen Ehemann Alles enthüllt. Dieser ist in Heller Verzweiflung. Aber der brave Pomerol überzeugt ihn in einer- längeren Rede, die seinem guten Herzen mehr Ehre macht, als seiner advokatorischen Beredtsamkeit, daß Andres Hauptschmerz, die Furcht vor dem Klatsch der Demimonde, unbe- rechtigr ist. „Und wenn ich ihr auch in dieser Hinsicht verzeihen wollte," flicht bei dieser paffenden Gelegenheit Andre so nebenbei ein, „würde nicht doch wegen ihres Betruges ewig ein Schatten auf unser Verhältniß fallen?" Glücklicher Weise hat Pomerol de» berühmten Bries gerade bei sich und überzeugt seinen Freund durch diesen von der Wahrhaftigkeit seiner Gattin, die zur Erhöhung des Effectes zufällig in das Zimmer tritt. Unter allgemeiner Freude der Guten und ebenso allgemeiner Verabscheuung der Gräfin Rosars fällt der Vorhang. Ueber die Aufführung das nächste Mal.
— Wir theilen heute im Jnseratentheile unserer Zeitung einen Ausruf zum Eintritt in den in Berlin constituirten deut- jchen „Verein zur Abwehr des Antisemitismus" mit. Derselbe ist von nahezu 500 Christen unterzeichnet, Männern von bekannten Namen, aus verschiedenen Parteien und Berufskreisen. Wie uns mitgetheilt wird, sind in den letzten Tagen aus vielen anderen Orten Deutschlands noch zahlreiche Unterzeichnungen angemeldet, der Vorstand glaubt jedoch, die Veröffentlichung dieser erste» Liste nicht länger hinausschieben zu sollen, da eine baldige Organisation des Vereins erwünscht erschien.
Brockensammlung der Anstalt Bethel.
Eo. Joh. 6, D. 12.
Seit einiger Zeit haben wir in unserer Colonie Bethel, in welcher gegen 1000 epileptische Kranke, aber auch viele Krüppel, Lahme, Blinde, Irre, Verlassene, Wittwen und Waisen, Alles in Allem über 2000 Personen in über 100 Häusern verpflegt »erden, eine Brockensammlung errichtet, welche Kranken den Segen der Arbeit und unseren Haushaltungen mancherlei Erleichterungen oder doch unserer Kaffe einen kleinen Gewinn verschaffen soll. Unter Brocken verstehen wir: Eigorrenabschnttte, Cigarrenktstchen, Staniolkapsel», Stahlfedern, altes Papier, Zeitungen, Hefte, Acten, Kleidungsstücke, Zeuzreste, Lumpen, abgetragene Schuhe und Handschuhe, Hüte, Strümpfe, Schirme, alte Lampen, Eisen und jedes andere Metall, Glas und Flaschen, aber auch abgestempelte Marken und jegliche Art von werthvolleren Gegenständen, die im Hause unnütz umherliegen, z. B- Sammlungen von Steinen, Pflanzen, Münzen. — An die Brockensammlung schließt sich auch ein Antiquariat an, — die Sammlung und Verwerthung jener alten Bücher und Schriften aller Art, welche so häufig, eine Last für die Haushaltungen, unbenutzt in den Ecken umherltegen. — Es gibt viele liebe Wohlthäter, die zwar nicht baares Geld senden, aber doch mit einer solchen Sammlung sich und den Kranken eine Freude bereiten können. Um die Wohlthat nicht illusorisch zu machen, wird herzlich gebeten, die Sachen a:et zu senden unter der Adresse: Anstalt Bethel, Brockm- ung, Poststatton Gadderbaum, Eisenbahnstation Bielefeld.
Der Dorstand der Anstatt Bethel.
v. Bodelschwingh, Pastor.
OerrnWe*.
* Darmstadt, 30. Januar. Die Erbschafts- und Schenkungssteuer betrug im Rechnungsjahre 1889—90 im Großherzogthum Hessen 475,119 Mk. Hiervon entfielen aus die Erbschaftssteuer 472,831 Mk. und auf die Schenkungssteuer 2,288 Mk.
* Offenbach, 30. Januar. Unsere Stadtverordneten haben in einer gestern Abend abgehaltenen Sitzung die Errichtung eines Sicherheitshafens beschlossen, da ein solcher bei Weitersührung der Maincanalisirung von Frankfurt bis Offenbach als eine unbedingte Nothwendigkeit erkannt wurde. Der Hafen wird jedenfalls unterhalb der neuen Brücke in den Nordring gelegt werden.
* Berlin, 28. Januar. Die statistischen Ermittelungen, welche der Kaninchenzüchterverein zur Zeit anstellt, um über den Consnm von Kaninchenfleisch in Berlin zuverlässige Angaben zu erhalten, versprechen sehr interessante und überraschende Resultate. Ein einziger der städtischen Ver- kaussvermittler, Herr Sandmann, hat im vorigen Jahre über 10000 Stück Kaninchen aus den Berliner Markt zum Verkauf gebracht.
* Die „Bromb. Ztg." bringt folgende Mittheilung: Ein curioser Herr ist der Dorfschulze einer Gemeinde im Kreise Schwetz. Derselbe hat allen Ernstes ein Gesuch an die vorgesetzte Behörde des Inhalts gerichtet, mit seiner Gemeinde eine Ausnahme zu machen und dieselbe von den Verpflichtungen des Altersversicherungs- und Jnvaliditätsgesetzes zu entbinden, da die gejammten Gemeindebewohner erklärt hätten, aus die Wohlthaten des betreffenden Gesetzes Verzicht leisten zu wollen.
Verkehr, £anfc< und Volkswrrryjchaft.
Siehe«, 31. Januar. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0,90, Hühnereier 1 St. 7-9, 2 St. - 4, Enteneier 1 St.--4, 2 St. - 4,
Käse pr. St. 5—8 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen vr. Liter 30 4, Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar 0,60—0,70, Hühner pr. Stück vM 1,20—1.50, Hahnen pr. St. 1,40—1,70, Enten pr. Stück JL 2,00-2,20, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70—74 4, Kuh- und Rindfleisch 60-64 4, Schweinefleisch 60-70 4, HammAleisch 62—68 4, Kalbfleisch 60-64 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 6,00-0,00, Weißkraut pr. St- 3—7 4, Zwiebeln per Centner <X 6,00—0,00, Milch per Liter 12-18 4- Gänse pr. Pfd. 60- 4.
623] Wenn alle andern Pastillen ihre Wirkung versagt haben, mache man vertrauensvoll einen Versuch mit den Pastillen der „Kaiser-Friedrich-Quelle“. Dieselben sind in allen Apotheken, Mineralwasserhandlungen etc. au haben.
Friedberg, 30. Januar. Heute Vormittag i/r^O Uhr- brach in einem Hause in der Metzgergasse Feuer aus, das zum Glücke gleich bemerkt und mit Hilfe der Nachbarn auch glücklich gelöscht wurde.
Bad Nauheim, 30. Januar. Einem raffinirten Betrüge wäre beinahe Korbwaarenhändler F. R. dahier zum Opfer- gefallen. Er erhielt dieser Tage einen Bries seines in Berlin weilenden Sohnes, worin dieser um Geldsendung „postlagernd" bat. Die Handschrift schien R. aber nicht ganz zu stimmen und deßhalb war er mißtrauisch. Auf Anrathen des Vorstehers des hiesigen Postamts gab R. nun einen früheren Brief seines Sohnes, den letzten Brief und eine Photographie seines Sohnes her, welche Gegenstände mit der Einzahlung nach Berlin gingen. Zwei Tage darauf brachte die „Voss. Ztg." unter den Localnachrichten bereits die Notiz, daß ein früherer Hausknecht aus dem Hotel Sprengel dahier, der gegenwärtig in Berlin sich aufhält, bei dem Versuche, eine Postanweisung, aus den Namen R. lautend, auszuschwindeln, am Postschalter verhaftet worden sei.
Vom Vogelsberg, 30. Januar. In den meisten Orten unseres Gebirges hat man den Geburtstag Sr. Maj. des Kaisers Wilhelm II. festlich begangen. Die Krieaer- und Gesangvereine versammelten sich am Abend in ihren Vereinslocaten. Begeisterung weckende Ansprachen, die Bedeutung des Tages klarlegend, im Wechsel mit frisch vorgetragenen Vaterlandsliedern legten beredtes Zeugniß ab von der Liebe unseres Volkes zu Kaiser und Reich.
-ck. Aus dem Ohmthal, 30. Januar. Die Bande des strengen Winters scheint mchl nur vorübergehend gebrochen zu sein - denn die linde Witterung behauptet sich. Von großem Nutzen war der gestrige sonnenhelle warme Tag, der erste der Art in diesem Winter, für die Bien en. Ihnen that ein Reinigungsausflug nach der anhaltenden Kälte sehr noth. Bekanntlich entledigen sich die Bienen in normalem Zustand ihrer Exkremente im Stocke nicht, sondern warten auf den erlösenden Ausflug. Dauert aber dieser zu lange oder können sie ihn gar nicht ausführen, so nehmen die Völker leicht Schaden. Man hatte in Jmkerkreisen schlimme Befürchtungen für die Bienen während der strengen Kälte gehegt, sie haben sich glücklicher Weise nicht bestätigt. Die Bienen haben bis jetzt gut überwintert. Es ist das umsomehr mit Freuden zu begrüßen, als die Bienenzucht ohnehin durch vorausgehende schlechte Bienenjahre nennenswertheu Schaden erlitten hat.
A Ehringshausen, 30. Januar. Seltene Gäste statteten an einem Abend dieser Woche unserem Ort einen Besuch ab, nämlich drei Wildschweine. Leider begegnete ihnen auf ihrem Wege kein Jäger. Die Leute des Dorfes eilten mit Prügeln und Heugabeln herzu und nahmen die Verfolgung der Wildschweine auf, ohne allerdings derselben habhaft zu werden.
— Kleine Mittheilungeu aus dem Großherzogthum Heffeu. In Dudenhofen (Amtsgssrichtsbezirk Seligenstadt) erhängte sich am 28. Januar die 16jährige Tochter eines Landwirths in der Scheuer. Während der Aufnahme des Thatbestandes durch die Amtsgerichtsbehörde hatte sich ein 57 Jahre alter lediger Landwirth genau über die Einzelheiten dieses Selbstmordes informirt, ging nach seiner Wohnung und erhängte sich ebenfalls. — Die städtische Armenpflege in Mainz verursachte im abgelaufenen Jahre einen Kostenaufwand von 594,000 Mk., zu der die Stadt 115,000 Mk. zuschoß. Das Gesammtvermögen der Armenkasse beläuft sich auf 5,466,682 M. 64 Pfg.
Auszug aus den StanfcesamtsrsgifNwi der Stadt Siebe«.
Aufgebote.
Januar: 24. Johann Hillgärtner, Heizer zu Mülheim a. Rh., mit Katharine Luise Bierau daselbst. 26. Emil Georg Ludwig Dietrich Hermann Wettering, Metzger zu Burg, mit Wilhelmine Koch zu Burg. 27. Philipp August Feuerbach, Lehrer dahier, mit Anna Susanna Carolina Müller zu Alsfeld. 28. Feist Stern, Handelsmann zu Romrod, mit Sara Sommer zu Gießen. 29. Jshs. Dechert, Dtenstknecht dahier, mit Helena Göbel zu TreiS a. Lda. 30. Johann Heinrich Schneider, Bürstenmacher dahier, mit Margarethe Schäfer hterselbst, 30. Karl Georg Martin Christian Friedrich Gustav Pipp, Kaufmann dahier, mit Minna Ida Ernst zu Leipzig- Lindenau.
Gheschttetzrrrrgen.
Januar: 24. Julius Gustav Louis Reich, herrschaftlicher Diener zu Eisenach, mit Marie Luise Huhn von hier.
Geborene.
Januar: 20. Dem Schneider Johannes Welter eine Tochter, Frieda Margarethe Auguste Katharine. 22. Dem Locomottvheizer Christian Marx eine Tochter, Wilhelmine Georgine Mathilde. 22. Dem Metallgießer Ludwig Schmidt ein Sohn. 23. Dem Schmied Ernst Döll ein Sohn, Konrad. 24. Dem Decoratisnsmaler und Lackirer Philipp Eise eine Tochter, Marie Emilie Christine Henriette. 25. Dem Wirth Friedrich Schieß ein Sohn, Willy. 26. Dem Müller Carl Sier ein Sohn. 27. Dem Fußgendarm Georg Seng ein Sohn, Karl Bernhard.
Gestorbene.
Januar: 23. Alfred Momma, 12 Jahre alt, Sohu von Maschinenfabrtkant Wilhelm Momma zu Bahnhof Wetzlar. 24. Carl Fuchs, 2Vi Jahr alt, Sohn von Gerbermeister Carl Fuchs zu Dillenburg. 24. Marie Kath. Emilie Stumpf, 1 Jahr alt, Tochter von Bautechniker Konrad Stumpf dahier. 25. Wllhelmine May, 21 Jahre alt, ledig, von Klein-Linden. 26. Marie Belloff, geb. Belloff, 71 Jahre alt, Wtttwe von Ackersmann Jost Belloff dahier. 27. Magdalene Sauer, geb. Lang, 32 Jahre alt, Ehefrau von Bäcker Emil Sauer dahier. 27. Ludwig Balser, 24 Jahre alt, ledig, von Rödgen. 28. Servatius Schaf, 68 Jahre alt, von Waldernbach. 28. Jacod Köhler, 86 Jabre alt, Privatmann dahier. 29. Wilhelm Karl Schweineberg, 10 Jahre alt, dahier, Sohn von Stations-Assistent Wilhelm Schweineberg. 30. August Römer, 21 Jahre alt, Spengler von Treis a. d. Lda. 30. Christoph Horn, 85 Jahre alt, HoSpttalU dahier.
Ax-MS <Mt» den Kirchenbüchern de» «ta»t etefi#*.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Den 24. Januar. Julius Gustav Louis Reich, herrschaftlicher Diener zu Eisenach, und Marie Luise Huhn, Tochter des verstorbenen SeilermetsterS Nikolaus Huhn zu Gießen.
Setarrtte.
Dm 25. Januar. Dem Schreiner Philipp Haun eine Tochter, Henriette Ltsette, geboren dm 7. December.
Denselben. Dem Schriftsetzer Otto Ettel eine Tochter, Lina Mathilde, geboren den 10. December.
Denselben. Dem Tapezier Johann Anacker eine Tochter, Karoline Ernestine Johanna Julie Alma Emilie, geboren den 13. December.
Denselbm. Dem Taglöhner Philipp Werner ein Sohn, Heinrich Konrad, geboren dm 14. December.
Denselben. Dem Schriftsetzer Hermann Heinrich Theodor Stolting eine Tochter, Anna Elisabeth Bertha, geboren dm 20. November.
Den 30. Januar. Dem Postassistent Christian Heinrich Pitzer eine Tochter, Bertha Elisabeth Emilie, geborm den 12. Januar.
Beerdigte.
Dm 28. Januar. Margarethe Belloff, geb. Belloff, Wtttwe des Ackersmanns Jost Belloff, alt 71 Jahre, starb den 26. Januar.
Den 29. Januar. Margarethe Sauer, geb. Lang, Ehefrau des Bäckers Emil Sauer, alt 31 Jahre, starb den 27. Januar.
Den 30. Januar. Jakob Köhler, Privatmann, alt 86 Jahre, starb den 28. Januar. __
Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgase». Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Parasfinkerzen.
Monat Januar 1891: 14*/z Kerzen.
Buchner.
Brovpreise
vom 1. bi» 15. Februar 1891.
Bei den Bäckern.
1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod
2 , (4 Pfd.) Weißbrod 1 , (2 Pfd.) Schwarzbrot) 1. Sorte ........
2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrot) 1. Sorte
1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrot) 2. Sorte
2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrot) 2. Sorte
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Siehr«, dm 31. Jamrar 1891. Srohh. Polizeiamt Siehe«.
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