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Mit dieser, durch ihre Wärme sehr wirkungsvollen, mit wahrer Begeisterung ausgenommenen Rede schloß, nachdem die Musik während der Nagelung „Ich hatt' einen Kameraden" intonirt hatte, die erhebende Festhandlung.
Bei der Nagelung wurde der Hammer gebraucht, welchen seiner Zeit Se. Majestät der Kaiser Wilhelm II. in Metz bei Gelegenheit der Grundsteinlegung zum Denkmal für seinen hochseligen Großvater benutzt hatte.
Der „Krieger-Verein Metz" benachrichtigte den „Vete- rauen-Verein Gießen" von dem geschehenen Acte durch folgendes Telegramm: „Fahnennagelung soeben bei Mo'ltkeseier durch Regierungsrath Becker aus Gießen mit hessischem Wahlspruch: „Gott, Ehre, Vaterland!" vollzogen. Kameradschaftlicher Gruß und dreimaliges Hoch dem „Veteranen- Lerein!" Im Lause des Nachmittags traf von Gießen folgende Depesche ein: „Dem „Krieger-Verein Metz" die besten Wünsche zum heutigen Feste! Mit Gott für Kaiser und Vaterland!"
p. Theater. Die gestern zur Aufführung gelangte „Familie Hörner" führt sich offen und ehrlich als „Schwank" ein, verschmäht es also, in erfreulichem Gegensatz zu den übrigen Literaturerzeugnissen ihres Genres, einen Titel für sich in Anspruch zu nehmen, der ihr nicht gebührt und macht dergestalt der Berichterstattung das Geschäft leichter, da diese ja unter solchen Umständen in der angenehmen Lage ist, nicht lange Nachfragen zu müssen, ob diesmal die Etikette „Lustspiel" dem Inhalte auch entspricht, sondern das Gebotene so genießen kann, wie es sich gibt, und darum einem so amüsanten und unterhaltenden Stücke wie der „Familie Hörner" ohne Wenn und Aber das beste Zeugniß ausstellen darf. Die Aufführung erfolgte in der Hauptsache so flott, wie cs die muntere, an ergötzlichen Scenen reiche Handlung verlangt. Vater und Mutter Hörner wurden von Herrn W i n o l t und Frl. Bischoff wirkungsvoll dargestellt, namentlich wußte der erstere in seiner dankbaren Rolle die Lacher durch seine römische Verzweiflung auf seine Seite zu bringen. Herr Biebrach zeigte sich als Fritz Hörner gestern von einer viel vortheilhasteren Seite, als am Sonntag und trug mit seinem belustigenden Spiele wesentlich zu der freundlichen Ausnahme des Schwankes bei. Die Adele spielte Frl. Hermann mit bekannter Gewandheit- sicherlich hätte es ihr gerade in dieser Rolle gut gestanden, wenn sie die ihrem Organe eigene Schärfe vielleicht durch breitere Vocalisation zu mildern gesucht hätte. Als tauber Rechnungsrath Goldschmidt war Herr Reiners wieder vorzüglich, indessen Frl. Ida Unger ihr sonst durchaus anerkennenswerthes und characterillisches Spiel durch eine unpassende Jugendlichkeit der Maske schädigte. Wenig entzückt waren wir von Herrn Georg Fritzschler und Frl. Rellstab. Namentlich der erstere scheint ja eine ganz außerordentliche Mühe zur Bewältigung seiner Rollen auszuwenden und wird sich vielleicht eben darum um so lieber einige Rathschläge geben lassen. Vor allen Dingen muß Herr Fritzschler einseheu lernen, daß er auf der Bühne nicht Worte eines Anderen declamiren wollen darf, sondern so spielen und so sprechen muß, als gäbe ihm die betreffende Situation erst diese und jene Aeußerung ober Gestikulation ein. Unterbrechungen des Partners z. B. dürsen nicht den Eindruck machen, als warte Herr Fritzschler mit einer gewissen Höflichkeit bis sein vis-ä-vis sein Stichwort hübsch und ganz ausgesprochen hätte, und umgekehrt darf man es keinem Redenden schon am Anfänge des Satzes anmerken, daß er sich am Ende unterbrechen zu lassen gedenkt - ebensowenig richtig ist es, wenn man es Herrn Fritzschler schon fünf Minuten ansieht, daß er demnächst einen Witz reißen oder gar nur einen römischen Eindruck machen muß und wenn er, sobald dieser beseligende Moment gekommen ist, dann in einer jede Illusion störenden Weise zeigt, daß er sich der nach den Intentionen des Dichters unbewußten römischen Wirkung seiner Rolle völlig bewußt ist. Hier nehme er sich Herrn Reiners zum Muster, der eben dadurch so unwiderstehlich wirkt, daß er, indem er die römischsten Menschen zeichnet, diese sich selber völlig ernst nehmen läßt. Die Stimme darf ferner im Salongespräch nicht hart und leidenschaftlich erhoben klingen usw. usw. Uebrigens hat Herr Fritzschler schon wesentliche Fortschritte gemacht und wird wohl bei Beobachtung unserer wohlgemeinten Winke schon bald durchaus Zufriedenstellendes leisten. Von den übrigen kleinen Rollen wurde diejenige des Peter Lerche von Herrn Carl Rupp sehr drastisch wiedergegeben.
— Circus Lorch ist mit seinen Elephanten, edlen Reit-, Schul- und Freiheitspferden, sowie Künstlern und Künstlerinnen, durchch^ Specialitäten, bei uns aus Oswalds Garteu ein- getroftw/ und wird in geheiztem Circus seine Vorstellungen Donnerstag Abend beginnen. Das gute Renomme, das der Circus schon seit Jahren besitzt, wird sich auch hier bei bestbesuchten Vorstellungen bewahrheiten.
Grimberg, 26. October. Einer Einladung des Krieger- vereins folgend, hatte sich heute Abend eine große Anzahl hiesiger Einwohner aus allen Ständen zusammengefunden, um, wie überall im Deutschen Reiche, dem großen Schlachteu- deuker an seinem neunzigsten Geburtstage den Zoll der Dankbarkeit und Verehrung freudig zu entrichten, auf den der Mann ein so wohlerworbenes Recht hat, der von sich sagen kann: Ich habe viele mächtige Feinde bekämpft und besiegt, aber ich habe doch auf der ganzen Welt keinen einzigen Feind. Mehrere Redner gaben der patriotischen Stimmung der Versammlung Ausdruck und Musik- und Gesangvorträge trugen zur Verschönerung des Abends bei.
* Interessante Häuserinschristen. Im Anschlüsse an meine Mittheilungen in Nr. 244 d. Bl. vom 19. October l. I. Lasse ich heute folgende Inschriften solgen. Zu Eberstadt bei Lich findet sich:
Wenn Golt das Haus Nicht selbst bewacht Sa ist umsonst d.s Wächters Wacht.
(1692) d. 17. März.
Drei Dinge sind es, die der Landmann sehr fürchtet und wenn er eins davon brauchen muß, ist ihm — nach einem asten Sprüchworte — ein Malheur passirt, nämlich: eine Feuerspritze, einen Arzt und einen Advokaten. Im Hinblick aus die Feuerspritze steht an dem Spritzenhause zu Dors-Gill bei Lich:
Hier steht eine neue Spritz im Haus, Gott geb', daß sie nicht werd' gebraucht, Gott wolle unseren Ort bewahren Und alle anderen Oerter auch, Daß unsere Spritz nicht werd' gebraucht.
Die Verse sind zwar holperig und reimen sich in der Manier des Hans Sachs- aber die Dorf-Giller denken besser als die Ober-Bayern, welche zu dem Feuerheiligen beten: „Heiliger Sanct Florian, schon' unser Haus, zünd' andere an." An dem Schulhause zu Lindheim i. d. W. findet sich eine hübsche Inschrift und oben drüber das Wappen des Dorfes: eine große Linde und zu beiden Seiten je ein Thurm, durch eine. Mauer mit einander verbunden. Daß die gewaltige Linde durch den in der Nacht vom 27. zum 28. August l. I. tobenden Orkan auseinandergerissen wurde, stand in dieser Zeitung. Unter dem Wappen stehen die Worte, die wir in ihrer ursprünglichen Ortographie folgen lassen:
Als man zehlt 1669 Jahr hat ein ehrbarer Naht und Gant- eibher, schatt dieses Haus gedauct, das Gott behüte es vor aller Gefahr.
Das Schulhaus, welches 1877, also nach zwei Jahrhunderten umgebaut wurde (wie eine weitere Inschrift besagt), wurde demnach wenige Jahre nach dem Tode des scheußlichen Amtmanns Geis, der im sog. Teuselsgraben zuletzt den Hals brach und der die Menschen dutzendweise verbrannte, errichtet. — Daß die schöne Sitte, sein Haus durch eine passende Inschrift zu zieren, auch in der neuen Zeit noch nicht erloschen ist, zeigen viele Fälle, von denen einige solgen mögen: In Ruppertsburg bei Laubach stehen über dem Eingangsthor eines neuerbauten Bauernhauses die zwei bekannten Vers- zeilen aus einem berühmten Kirchenliede:
„Wer Gott dem Allerhöchsten traut, Der hat auf einen Fels gebaut."
Eine andere Inschrift aus neuerer Zeit, in Büdingen gefunden, ist deshalb interessant, weil sie die Krittler und Mäkler abweist. Ein altes Sprichwort sagt: „Wer will bauen an die Straffen, muß die Leute reden lassen." Die hier in Betracht kommende Inschrift aber sagt:
„Ist dieses Haus Dir zu höfisch oder zu schlecht, So mach', wenn Du kannst, es Jedem recht. Es ist gebaut nach meines Sinnes Gestalt, Gottlob! daß es nicht Jedem gefallt".
Vermischte*.
*△ Mainz, 28. October. Am verflossenen Sonntag tagte hier eine Conserenz des deutschen Schneider- und Schneiderinnen-Verbaudes, welcher zu dem Zwecke zusammengetreten war, um gegenüber der ländlichen Con- currenz, die das Schneidergewerbe bedrückt, Stellung zu nehmen. Es wurde beschlossen, das Augenmerk darauf zu richten, durch lebhafte Agitation die Gewerbs- und Berufsgenossen und Genossinnen auf dem Lande zu dem Beitritt zu dem Verbände zu bewegen und so eine Solidarität der gemeinsamen Interessen anzubahuen.
* Frankfurt a. M., 28. October. Ein auf der Hochzeitsreise befindliches Ehepaar aus Köln machte gestern hier die unangenehme Entdeckung, daß während der Reise aus dem Reisekoffer Schmucksachen im Wcrthe von 1300 Mark gestohlen waren. Unter den gestohlenen Schmucksachen befand sich ein Armband mit Saphiren und Brillanten, eine Damen- vorstecknadel mit Brillanten, ein Kettenarmband mit Saphire, ein Diamantring, eine Vorstecknadel mit zwei Smaragden und zwei Rubinen.
* Berlin, 27. October. Malheur beim Moltke- Fackelzug. Beim großen Fackelzuge in Berlin ist es leider ohne Unfälle und Raufereien nicht abgegangen. Eine große Anzahl Theilnehmer hat sich die Kleidung ruinirt, indem die im Winde umherwirbelnden Funken große Löcher in Ueber- zieher und Röcke brannten. Recht schlimm erging es den Zuschauermassen in Folge des colossalen Andranges und die Patrouillen der Sanitätscolonne hatten genug zu thun. Am meisten Arbeit gab es an der Ecke der Friedrichstraße und der Linden. Hier waren die Menschenmassen in zehn- bis sünfzehnfachen Reihen ausgestellt und schoben und drängten nach vorn. Viele Ohnmachtsfälle von Damen und auch Herren kamen vor. Andere hatten Quetschungen der Finger erlitten, als sie zu Boden gefallen waren. Sie mußten verbunden und in ihre Wohnungen geschafft werden. Widerliche Scenen veranlaßten einzelne unter dem Publikum befindliche Raufbolde. Mehrere Male wurde kräftig Lynchjustiz geübt, auch die Polizei nahm viele Verhaftungen vor.
* Zn Angst und Besorgniß ist die Familie des Herrn Stadtmissions-Jnspector Wegner in Berlin durch einen Brief versetzt worden, den sie mit der letzten Post aus Zanzibar erhalten hat. Die Tochter dieses Herrn, die im Mai nach Afrika gegangen und sich dort vor einigen Wochen mit dem Missionar Krämer verehelicht hat, ist von einer Schlange gebissen worden. Die junge Frau ist ins Krankenhaus geschafft worden. Dort hatte sie gerade noch Zeit, einige Zeilen mit Bleistift an ihre Eltern zu schreiben und mit dem gerade abgehenden Dampfer mitzuschicken. Die Ungewißheit über den Verlauf der Krankheit hält natürlich die Eltern in banger Erwartung auf nähere Nachrichten.
* Aus Emden wird gemeldet, zwei aus der Nordsee zurückkehrende deutsche Häringsboote seien von englischen Fischern beraubt worden und hätten ihren gesammten Fang im Werthe von 15,000 Mk. eingebüßt. Näheres wird nicht gemeldet. Falls die Nachricht sich bestätigt, werden die Schuldigen jedenfalls wegen Seeraubs zur Verantwortung gezogen werden. Oberpräsident v. Bennigsen war beim Einlaufen der Boote in Emden anwesend.
*X X Königsberg (Provinz Hessen-Nassau), 28. October. Ueber die am 2. August ds. Js. hier und in der Umgegend tattgefundene Verhagelung gibt das Privat-Hilfs-Comits folgende Statistik heraus. Es sind verhagelt in der Ge-
Summa 50000 Mk. Schaden.
markung Königsberg an Körnern:
1. Korn 130 Morgen mit
8000 Mk. Schaden
2. Weizen 105 „ „
8500 „ „
3. Gerste 60 „ „
3000 „
4. Hafer 265 „ „
10500 „ „
5. Schotenfrüchte mit
4500 „ „
6. Kartoffeln u. Gemüse mit
7500 „
7. Obst mit
2500 „ „
8. Stroh mit
2000 „
9. Futterwachs mit
3500 „ „
Von 77 Bürgern sind 16 unter 100 Mk., die anderen 61 Bürger sind mit 800 Mk. pro Mann im Durchschnitt beschädigt. Durch milde Gaben konnte das Hilfs-Comite bis jetzt 10 pCt. des Schadens auszahlen und vorläufige Noth lindern. Jedoch wird den Winter über noch mancher Bürger der Hilfe bedürfen. Allen Gebern von milden Gaben, die uns letztere gespendet haben, herzlichsten Dank! Weitere Gaben nimmt das Hilfs-Comite mit herzlichstem Danke an.
Literatur «»d ICnnfL
Auf die wichtige, oft gestellte Frage: „Was für Wetter bekommen wir?" erhält man gewöhnlich bei uns zu Lande eine unbestimmte, zweifelhafte Antwort. Unseren Meteorologen geht es nicht so gut wie dem Schiffer auf dem Meere, der seine Uhr nach den Erscheinungen des Himmels conlrolirt, die ihm genau vorausbestimmt werden. Die Bewohner der heißen Zone sind in dieser Hinsicht auch b.sser daran als wir, denn bei ihnen ist das Wetter nicht so launenhaft wie bei uns. Im tropischen Amerika labt man ja seine Nachbarn zum „Kaffee nach dem Gewitter" ein, in der sicheren Erwartung, daß das Wetter zur bestimmten Stunde eintreffen wird, was auch zumeist stattfindet. Ebenso ersetzt, nach Humboldt, das Barometer in den Tropen die Uhr des Reisenden, so regelmäßig stellen sich dort die Veränderungen des Lustdrucks ein. Daß es aber auch bei uns etwas Regelmäßiges in dem Wetter gibt, darüber belehrt uns ein interessant geschriebener Aufsatz von Dr. W. Läska: „Was bekommen wir für Wetter?" in der zweiten Nummer des neuen Jahrgangs 1890/91 von „Ueber Land und 3Reet* (herausgegeben von Prof. Joseph Kürschner, redigier von Otto Baisch, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt). Dieser lesenswerthe Artikel setzt in eingehender und gemeinverständlicher Weise auseinander, daß die Natur, in der sonst alles so regelmäßig ist. auch uns nicht in Bezug auf das Wetter dem launenhaften Spiel des Zufalls überlassen hat.
KatechiSmnS deS Bankwesens von Dr. E. Gleisberg, Lehrer an der öffentlichen Handelstehranstalt zu Dresden. Mit 4 Checkformularen und einer Uebersicht über die deutschen Notenbanken. VIII und 139 Seiten. In Original - Leinenband. Preis 2 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig.
Dieser Katechismus bringt das Bankwesen, wie es sich namentlich im Deutschen Reiche entwickelt hat, in seinen Grundzügen zur volksthümlichen Darstellung. Im ersten Theil sind die Handels-, Hypotheken-, Noten- und Volksbanken, sowie deren Geschäfte, das Geldwechsel-, Depositen-, Dtscont-, Rimessen-, Arbitragen-, Lombard-, Contocorrent-, Giro-, Jncasso-, Effecten- und Gründergeschäft eingehend behandelt, während sich der zweite Theil mit den deutschen Notenbanken, insbesondere der Reichsbank und deren Einrichtungen und Geschäften befaßt. Das mit einem Verzeichniß der bet der Reichsbank beleihbaren Effecten ausgestattete Büchlein ist dem Handelsstande, Kapitalisten und allen denen, die sich über Bank- und Börfen- wesen unterrichten wollen, sehr zu empfehlen.
Verkehr, Land- und wirth schäft.
Darmstadt# 28. October. Die königlich italienische Regierung hat sich bereit erklärt, unter Abänderung des seit dem Jahre 1879 bestehenden Verbots, in Zukunft die Einfuhr von gesalzenem, geräuchertem oder in anderer Weise zubereitetem Schweinefleisch aus Deutschland nach Italien zu gestatten, sofern die Sendungen von einem Seitens oer deutschen Fleischbeschau - Behörde ausgestellten Attest über die Trichinenfreiheit des Fleisches begleitet sind. Interessenten mögen hiervon Kenntniß nehmen.
Frankfurt, 27. October. Viehmarkt. Es waren ange- ttieben 344 Ochsen, 27 Bullen, 435 Kühe, Stiere und Rinder, 214 Kälber, 377 Hämmel und 324 Schweine. Die Preise stellten sich für Ochsen L Qual, auf v4L 69—72 pr. Ctr Schlachtgewicht, 2. Qual. JL 63—66, Bullen «X 55—58, Kühe und Rinder 1. Qual. X 60-63, 2. Qual. JL 52-54, Kälber 1 Qual. 70—75 H, 2. Qual. 60-65 J», Hämmel 1. Qual. 64-66 H, 2. Qual. 48—52 H per Pfd., Schweine 1. Qual. 65—67 H, 2. Qual. 63—64 H pr. Pfd. Schlachtgewicht.
Verfälschte schwarze Seide.
Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidensabrik-Depöt von G. Henne- berg (K. u. K. Hoflies) Zurich versendet gern Muster von feinen ächten Seidenstoffen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und zollftei ins Haus. Doppeltes Briefporto noch der Schweiz. 9067
Man lese die Anerkennungen. Worms. Besckeinig? Ihnen trermn gerne, Duß bte mit ). Z. zugefantten Apotheker Richa 0 Bronvl's Schweizerpttlen (Preis L Schachtel 1 J4) gegen meine Magenbettemmunaen vorzüglich gewirkt haben. Ich o rspürte nach Gebrauch einer halben Schachtel Pillen (regttmä^ig MoigenS nüchtern und Abends vor dem Schtaiengehen genommen) eine wesentliche Besserung und bin jetzt von meinem unangenehmen ßetbm vollständig btfreit, was ich Ihnen mit Vergnügen benötige. Ad. Holter- back. (Unterschritt von der Großb. Bürgermeisterei beaiautigt.) Haupt-Drpol: Adler#Apotheke in Frankfurt a. M., Tttrscher Platz. 9060
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Zu haben bei J. M. Schul hot. 852


