Staates Samoa. Die deutsche Regierung hielte cs nicht für den Zweck der Conferenz, für die eingeborenen Samoaner eine passende Regierung zu finden, sondern aus einer festen Grundlage den Schutz des Lebens und des Eigenthums, sowie des' Handels der Unterthanen der vertragschließenden Staaten mit jenem Lande durch ein gemeinsames Vorgehen der Mächte 311 erreichen. Die Beratungen der Conserenz sollten sich allo nur insoweit aus die inneren Angelegenheiten Samoas erstrecken, als nothwendig sei, um die Sicherheit des Lebens und des Eigenthums, sowie des Handels der Unterthanen der vertragschließenden Mächte zu sichern.
Bochum, 27. Januar. Die heute hier abgehaltene DelegirtenVersammlung der Bergleute hielt an den Forderungen des Verbandsvorstandes fest, beschloß aber, wegen der bevorstehenden Reichstagswahl von der Nieder- legung der Arbeit bis zum 1. März abzusehen.
Aachen, 27. Januar. Die gestern in Eschweiler statt- gesundene Bergarbeiterversammlung des Eschweiler Bcrgwerksvereins beschloß, am 1. Februar die Arbeit einzustellen, falls die Verwaltung des Bergwerks bis dahin keine genügende Antwort auf die Forderungen der Arbeiter ertheilt habe. Zu der in Euskirchen stattfindenden Versammlung der Bergarbeiter Rheinlands sollen Deputirte entsandt werden.
Königsberg, 27. Januar. Der Eisbrecher ist nach fünfstündiger Fahrt eingetroffen. Der Seedampser wird demnächst erwartet.
München, 27. Januar. Der Prinzregent ernannte an Stelle des verstorbenen Freiherrn von und zu Franckeu- stein den Grafen T 0 e r r i n g - I e t t e n b a ch zum Präsidenten der Kammer der Reichsrärhe.
»Karlsruhe, 27. Januar. Das Befiuden der Kronprinzessin von Schweden ist zuverlässigen Nachrichten zufolge befriedigend. Der Aufenthalt in Nervi hatte eine sehr wohlthätige Wirkung. Der Katarrh, den sich die Kronprinzessin in Folge einer Erkältung in Meran zngezogen, hat sich wesentlich gebessert.
Wien, 27. Januar. Dem heutigen Diner beim Kaiser Franz Josef anläßlich des Geburtstagsfestes des Kaisers Wilhelm wohnteu der deutsche Botschafter Prinz Renß, das Personal der deutschen Botschaft, die Chefs sämmtlicher Hos- ämter, Graf Kalnoky und Gras Taaffe bei. Der Kaiser brachte einen Toast auf Kaiser Wilhelm aus. — Die „Ab end post" schreibt aus diesem Anlaß: „Auch in Oesterreich-Ungarn gedenk: man heute voll warmer Sympathie des kaiserlichen Freundes und Bundesgenossen unseres erhabenen Monarchen und schließt sich den innigen Wünschen für sein Wohlergehen aus vollem Herzen an.
Prag, 27. Januar. Die Versammlung der deutschen Abgeordneten nahm eine Resolution an, dahingehend, daß sie, falls die Czechenpartei die Ausgleichspunkte an- nchme, wieder in den Landtag eintreten wollen. Ein diesbezüglicher Aufruf an das deutsche Volk in Böhmen, sowie ein Parteitag, der am 9. Februar in Teplitz abgehalten werden soll, wurden einstimmig beschlossen. Die Versammlung des conservativen und verfassungstreuen Großgrundbesitzes nahm einstimmig die Ausgleichspnnkte, sowie das Wahlkreissystem an. Die Altczechen nahmen die Ausgleichspunkte ebenfalls einstimmig an. Die Jungczechcn beschlossen, auf neue meritorische Verhandlung des Materials nicht einzugehen, sondern Berathungssectionen einzusetzen, deren Referat binnen 8 Tagen einer Vertrauensmännerversammlung zur Beschlußfassung vorzulegen ist.
Paris, 27. Januar. Wie der „Temps" mittheilt, habe der Czar die Acten, betreffend den Grenzkon slict zwischen Frankreich und Holland in Guyana, in Händen, das Schiedsrichteramt aber noch nicht angenommen.
London, 27. Januar. Der bekannte Führer der Dockarbeiter, Tom Mann, ist wegen Betriebsverhindernng und Anregung zur Unruhe außerhalb der sogenannten Hays Whars, wo augenblicklich die Dockarbeiter striken, verhaftet worden.
Rom, 27. Januar. Graf Antonelli reist heute mit Makonnen von Massaua ab, um sein diplomatisches Amt bei Menelik anzutreten.
eine Hand wühle in meinen Eingeweiden herum, so stark wirkte die Erschütterung auf mich zurück. Gegen Morgen schien der Sturm nur noch toller zu werden, so daß ich mich aus dringendes Anrathen des Capitäns losbinden und hinunter nach der Cajüte bugsiren ließ, wo ich meine Mitpassagiere antraf, soweit es dieselben nicht vorgezogen hatten, in ihren Cabinen zu verbleiben. Insofern war die Situation in der Cajüte etwas besser als aus dem Verdeck, als mich wenigstens keine Sturzseen und Spritzwellen mehr durchnässen konnten, im Uebrigen aber wurden wir hier unien auf eine entsetzliche Weise durcheinander und gegen die Wände der Coje, gegen die Divans und Tischbeine geworfen und wohl Jeder bekam da ein paar Beulen oder Schrammen als Erinnerung an diese Canalfahrt ab. — Natürlich brachte der Sturm unseren Dampser ganz außer Cours und volle 24 Stunden später, als ursprünglich angesetzt, lief der „Saturn", in seinem Takelwerk tüchtig zerzaust, aber sonst unversehrt, in den Hasen von Havre ein. Uns aber, seinen unglückseligen Passagieren, war sammt und sonders ganz elend zu Muthe — wir hatten die Annehmlichkeiten einer stürmischen Uebersahrt über den Canal zur Genüge genossen.
Nach solchen Sturmnächten begrüßt der Seereisende das Hereinbrechen des nächsten klaren und heiteren Morgens mit doppelt erleichtertem Herzen und noch einmal so freudig schaut er auf das am Horizont leuchtend aus dem Schooße des Meeres aussteigende Tagesgestirn hin, dessen Strahlen zitternde Reflexe aus die vielleicht noch immer hochgehenden Wogen werfen und neuer Muth und neues Vertrauen ziehen in die Seele ein. Indessen, je weiter das Schiff seine Bahn auf der endlosen, bald wieder spiegelglatt daliegenden Fläche dahinzieht, desto mehr verblassen Erinnerungen an jene Nächte
Brüffel, 27. Januar. Die Arbeiten des Antisclaverei I congresses, welche durch die Krankheit und Abwesenheit einiger I Mitglieder um mehrere Tage verzögert worden, sind heute l wieder ausgenommen. Die Commission, welche mit der Prü- * sung der Unterdrückungsmaßregeln zu Lande beauftragt ist, begann ihre Berathung bei dem Artikel bezüglich der Waffeneinfuhr.
Odessa, 27. Januar. General Radetzki ist heute hier gestorben.
Sofia, 27. Januar. Anläßlich des Circulars der russischen Negierung bezüglich der bulgarischen Anleihe sandte die bulgarische Negieruug an ihren Vertreter in Konstantinopel eingehende, die Anschauungen der bulgarischen Negierung klarlegende Weisungen mit dem Auftrage, dieselben eintretenden Falls an compctenter Stelle mitzutheilen.
Tiflis, 27. Januar. Gelegentlich der Ueberreichung der ins Neupersische übersetzten Evangelien an den Schah durch den englischen Gesandten sand durch die Geistlichkeit und eine Volksmenge vor dem Palaste eine feindselige Kundgebung statt. Das augesammelte Volk wurde durch Truppen zerstreut. Der englische Gesandte reiste nach Tauris ab.
Locales und provinzielles.
Gießen, 28. Januar.
— Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 3 0. I a n u a r 1 8 9 0, Nachmittags 4 Uhr:
1. Mittheilungen. 2. Die Wahl der Mitglieder und Ersatzmänner der Einschätzungs-Commission für die erste Abtheilung der Einkommensteuer für die Periode 1890/92. 3. Anfertigung einer neuen Einfriedigung längs der Lenz- schen Besitzung an der Bahnhofstraße. 4. Gesuch des Architecten Stein um Erlaubniß zum Bauen in der Scheppeneck, hier Herstellung der Beleuchtung, Wasserversorgung und Benennung der Straße. 5. Satzungen, betr. die Ausübung der offenen Armenpflege.
— Der „Kl. Presse" wird von hier geschrieben: Es kann nicht oft genug gewarnt werden vor jenen verwerflichen „Scherzen", die lediglich nur darauf gerichtet sind, Anderen Schrecken oder Unbehagen, wenn nicht gar Schlimmeres zu verursachen. Ein solcher Fall mit recht bedauerlichem Ausgang wurde heute vor der Strafkammer in Gießen verhandelt. Ein Arbeiter aus Schwalheim warf beim Dreschen in der Scheuer mit einem Reiserbesen nach einem in derselben beschäftigten Manne und traf diesen so unglücklich in das Auge, daß dasselbe alsbald hcrausgenommen werden mußte. Theil- weiser Verlust des Sehvermögens aui der einen, Bestrafung des Thäters mit 8 Wochen Gesäugniß aus der anderen Seite sind die traurigen Folgen des schlechten Scherzes.
— In Amerika verstorbene Heffen. Die in Newyork erscheinenden „Hessischen Blätter" veröffentlichen unter obiger Rubrik die Namen der in Amerika verstorbenen Hessen; dies zu ermöglichen, hat das Blatt an seine in Amerika lebenden Leser die Bitte gerichtet, ihm die Todesfälle einzelner Hessen mitzutheilen, dabei bemerkend, daß diese Todtenlistc von größeren und kleineren Blättern der alten Heimath mit Vorliebe zum Abdruck gebracht werde. Die uns vorliegende Nr. 2 führt die Namen folgender in Amerika Verstorbenen aus: John W. Reuß, 66 I. alt, aus Lich, gest. in Newyork- Henry Greller, 45 I. alt, aus Horrweiler bei Bingen, gest. in Newark, N.-J.- Adam Krichbaum, 66 I. alt, aus Großhausen bei Bensheim, gest. in Coymans, N.-U.
— Unter der Marke „Probepredigt" bringt der in Baltimore erscheinende „Deutsche Correspondent" eine auch für unsere Leser wissenswcrthe Mittheilung. Herr cand. theol. Julius Hofmann aus Gießen, der, nebenbei bemerkt, vor 2 Jahren gelegentlich des Luthersestspiels die Rolle des „Luther" so vortrefflich zur Geltung brachte, hielt am 5. Januar in der Zionsgemeinde seine Probepredigt, über die gen. Zeitung wie folgt berichtet: „Die Zionsgemeinde an der Nord-Gaystraße sucht schon seit Längerem zur Stütze ihres allverehrten hvchbetagten Pastors H. Scheib einen Hülssprediger und hat in verschiedenen Zeitungen diesbezügliche Ausschreibungen erlassen. Da wurde jüngst durch den
und ihre Schrecken, je mehr sich das Schiffseinerlei, das schließlich doch trotz aller Zerstreuungen an Bord seine Rechte geltend macht, desto größer packt den Reisenden, der nun vielleicht schon Wochen auf der salzigen Fluth schwimmt, die Sehnsucht, wieder einmal festen Boden unter die Füße zu bekommen und wieder unter Bäumen dahinwandeln zu können und einen Freudeurnf stößt er aus, wenn die Stimme des Matrosen aus dem Auslug endlich verkündigt: „Land, Land!" Da richten sich die Blicke in fiebernder Erwartung nach der Richtung, wo die ersehnte Küste liegen soll, aber in neunzig von hundert Fällen ist mit Sicherheit darauf zu rechnen, daß der Passagier noch nicht das Mindeste von dem angekündigten Laude erblickt, denn hierzu gehören schon die geübten und scharfen Augen der Seeleute. Selbst wenn man durch ein GlaS nach der betreffenden Richtung ausspäht, sieht' man meistens zunächst nur ein kleines Wölkchen oder einen dunklen Streifen, der zumal bei unsicherem, nicht ganz klarem Wetter ebenso gut eine Nebelwand als das gesuchte Land sein kann. Indessen, die Matrosen bleiben bei ihrer Behauptung, daß die Küste nahe sei und wenn man dem Capitän seine Zweifel ausdrückt, so antwortet dieser nur mit einem bezeichnenden behaglichen Schmunzeln — die Sache muß also doch wohl ihre Nichtigkeit haben. Und wirklich — jetzt erweitert sich zusehends der zuerst entdeckte und beargwöhnte Streifen, er vergrößert sich immer mehr, je mehr das Schiff darauf zuhält und nun kann man auch mit bloßen Augen die immer schärfer hervortretenden Umrisse der Küste erkennen und fröhlich jauchzend ruft man in dem Bewußtsein, nach langer und ost gefahrvoller Fahrt das ersehnte Ziel erreicht zu haben, aus: „Land! Land!"
bekannten Chemiker Pros. Simon ein junger Candidat der Theologie, Herr Julius Hofmann, welcher erst kürzlich aus Deutschland hierher kam, der Gemeinde aufs Wärmste empfohlen. Derselbe hielt nun gestern Vormittag 1/211 Uhr seine Probepredigt und hat allgemein gefallen. Als Thema hatte er sich „das Christenthum und seine Entwickelung" gewählt. Redner bekundete große Geistesschärfe mit einer seltenen rhetorischen Begabung und besitzt ein kräftiges, wohlklingendes Organ.
— Lebensmittel-Preise Ende December 1889. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik kosteten:
Ochsenfleisch per Pfund
Rindfleisch per Pfund
! Kalbfleisch ! per Pfund
Schwetnefl. per Pfund
Hammelfleisch per Pfund
Gemischtes Brod
Roggen- Brod
Butter per Pfund
Milch 1 Liter
Eier
1 Stück
Städte mit
Octrot Darmstadt
70
64
70
72
60
14
12
110-120
17
8-9
Mainz
72
50
70
75
65
15
13
103-114
19
6-7
Offenbach
70
60
66
70
65
14
13,5
118-130
22
6-10
Worms
72
64
67.
72
60
12
11
123-131
16
7-9
Gießen
Städte ohne
69
60
60
69
62
14
12
98-109
17
7-9
Octrot Bingen
70
65
60^
70
60
13,5
13
104-126
17
8-10
Bensheim
64
56
64
70
60
12,5
10
90-110
17
7-8
Alzey
65
60
70
75
70
14,5
11,5
111-120
17
10
Friedberg
70
60
60
64
50
14
13,5
105-110
16
8-9
Alsfeld
60
55
55
60
—
14
12
100
14
6
Lauterbach
56
56
50
64
50
15
11,5
100
14
6
Lich, 26. Januar. Durch die orkanartigen Stürme der letzten Woche ,ist auch in den Waldungen durch Windbruch großer Schaden angerichtet worden, wie aus einer dem „Gr. A." gewordenen Mittheilung hervorgeht. So werden in Folge dessen z. B. bei der nächsten Montag abzuhaltenden Holzversteigerung der fürstlichen Oberförsterei 200 Fichtenabschnitte statt der vorgesehenen 150 versteigert.
Grimberg, 27. Januar. Nächsten Sonntag den 2. Februar, Nachmittags 3 Uhr, findet hier selbst im „Gasthause zum Hirsch" auf Einladung des Herrn Provinzialdirectors Frhrn. v. Gagern eine Versammlung von Gewerbetreibenden und Freunden des Gewerbestandes statt, in welcher über die Neubildung eines Local-Gewerbevereins be- rathen werden soll. Bei der Wichtigkeit dieses Gegenstandes wird auf eine zahlreiche Betheiligung, namentlich aus den Kreisen des Grünberger Gewerbestandes, gerechnet.
Bad-Rauheim, 26. Januar. Auf das benachbarte Ober- Mörlen scheint die sonst so launische Göttin Fortuna das Füllhorn ihrer Gaben im reichsten Maße auszuschütten. Freiherr v. Wetzel aus Frankfurt hat letztwillig 9000 Mk., der Ortspfarrer Helferich unter Lebenden 16,000 Mk. der Kirche zur Erbauung eines Hospitals für alte und kranke Leute zugewendet.
Alsfeld, 27. Januar. Sonntag den 2. Februar findet hier im kleinen Saale des „Gasthofs zum Deutschen Haus" eine Versammlung freisinniger Vertrauensmänner des Wahlkreises Alsfeld statt, welche über die Aufstellung des Candidatcn der deutschsreisinnigen Partei beschließen soll. — Ein vom nationalliberalen Wahl-Comitö für den hiesigen Wahlkreis im Kreisblatt erlassener Wahlaufruf empfiehlt die Wiederwahl des seitherigen Reichstagsabgeordneten Fritz Kalle aus Wiesbaden.
vermischtes.
* Darmstadt, 27. Januar. Wie bestimmt verlautet, hat der Commandeur der Großherzoglichen Division, Se. Excellenz Generallieutenant v. Wißmann, die Absicht, um seine Versetzung in den Ruhestand nachzusuchen.
— Aus guter Quelle erfahren die „N. Hess. Volksbl.", daß die Firma Krupp zu Essen beabsichtigt, den Major und Abtheilungs-Commandeur im 27. Feld-Artillerie-Regiment, Herrn Leydhecker, unter überaus glänzenden Bedingungen als Director für ihr Etablissement zu gewiunen. Herr Leydhecker ist bekanntlich ein geborener Darmstädter und stand zuerst im 2. Großh. Infanterie-Regiment, dessen damalige Garnison Friedberg war. Nach glänzend bestandenem Offizierexamen wurde er in das Großh. Artillerie-Regiment versetzt, dem er längere Zeit angehörte. Als Hauptmann wurde er dann Adjutant des Gencral-Jnspecteurs der Artillerie und auch Mitglied der Artillerieprüfnngscommission. Vor Kurzem wurde er dann als Abtheilungscommandeur in das,27. Feld- Art.-Regiment versetzt. Herr Leydhecker ist ein wissenschaftlich hochgebildeter Offizier, in dem die Weltfirma Krupp eine außerordentlich tüchtige Kraft gewinnen würde. Bei dieser Gelegenheit möchten wir noch erwähnen, daß eine ganze Anzahl hessischer Offiziere in der Waffentechnik sich bedeutenden Rus erworben haben. Von älteren nennen wir den 1871 verstorbenen Major v. Plönnies, sowie den noch lebenden Major i. P. Weygand. Ferner sind Major Goes (früher im Feld-Artillcrie-Regiment Nr. 25), dermalen Director der Geschützgießereien zu Spandau, und Major Menges vom Kriegsministerium, dermalen Director der Schicßschule zu Spandau, geborene Hessen. Major Goes ist zu Rimbach geboren, Major Menges geborener Darmstädter. Außerdem sind in den verschiedenen Militärinstituten in Spandau, zu denen bekanntlich nur sehr tüchtige Männer herangezogen werden, noch eine Anzahl hessischer Offiziere angestellt.
*△ Mainz, 26. Januar. Die von der Verwaltung der Hessischen Ludwigsbahu zur Einführung des Perrot'schen Zonentarifs bei einzelnen Strecken vorgenommenen Berechnungen haben zu dem Resultat geführt, die die Einführung der neuen Tarifart für die Bahn sehr Vortheilhaft erscheinen lassen. Nachdem die schwebenden Verstaatlichungsfragen erledigt sind, wird die Ludwigsbahu jedenfalls der Sache näher treten.


