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den 2. Februar sindek - zum Deutschen Hans" r Vertrauensmänner
tt, welche über die Auf- chsteismigen Partei 6c raiiiberalen Wahl-Comitö eisblatt erlassener Wahles seitherigen Reichstags- iiesbaden.
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iie benimmt verlautet, hat M ÄvistoN/ Se. Excellenz ' die Absicht, um ferne suchen.
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*△ Mainz, 26. Januar. Unter der Anklage der S ach- beschädigung standen gestern die zwei Zuchthaussträftinge vor Gericht, die in verflossener Woche einen beinahe geglwcktcn Fluchtversuch aus dem hiesigen Untersuchungsgesängniß genuacht haben. Wie aus der Berhandlung hervorging, war es den beiden Gaunern trotz scharfer Ueberwachung gelungen, die mit- gehendsteu Vorbereitungen zu ihrer Flucht zu treffen und sligar mit Personen außerhalb des Gefängnisses Verbindungen zu urtter- halten. Nach allen Regeln der Knnst waren zwei Feirster- stäbe an ihrer Zelle durchsägt und zum Herablassen in den Hof hatten sie aus zerrissenen Betttüchern, Hemden und Brettern eine ganz regelrechte Strickleiter wie auch ein Gestell, das sie §um Aussteigen aus eine Mauer benutzen wölbten, hergestellt. Wo sie das in dem Bett eines der beiden Gauner Vorgefundene Werkzeug zu den Arbeiten hergenommen, wurde nicht ermittelt, doch gab einer der Sträflinge, der über seine Personalien jede Auskunft verweigert, an, daß er die Kunst zum Ansertigen von Strickleitern sich als ehemaliger Theater- arbeiter angeeignet hatte. Das Gericht wollte diese Kunst indeß nicht gewürdigt wissen nni) verurtheilte den Künstler zu 4 Wochen Gefängnis;.
* Berlin, 25. Januar. Der 21 jährige Neffe des Königs Bell war am Sonntag, wie der Fraukf.-Oder-Ztg. geschrieben wird, von Berlin, wo er sich seit dem Mai aufhält, nach Luckenwalde gefahren und hielt Abends int Versammlungssaal der dortigen Baptistengemeinde einen Vortrag über Kameruner Leben und Verhältnisse. Besonders sprach er über die dortige Mission. Seit drei Jahren beftnbet sich der Prinz in Deutschland, um praetische und theoretische Kenntnisse zur Verwerthuug in seiner Heimath zu sammeln. Insbesondere widmet er sich jetzt dem Eisenbahnbau, nachdem er im ersten Jahre seines Aufenthaltes in Deutschland in Hamburg, im zweiten in Bremen den Schiffsbau studirt hatte.
Univerfitäts«Nachricht en.
— Dr. Julius Kaftan, Professor der Theologie an der Friedrtch-Wtlhelms-Universität in Berlin, beabsichtigt, wie der Vossischen Zeitung mitgetheilt wird, die Fortsetzung seiner Untersuchungen über Glaube und Dogma in einer neuen Schrift heraus-- zugeben, worin er die Frage: „Brauchen wir ei.n neues Dogma?" behandelt. Kaftan will damit zu der im vorigen Jahre von ihm herausgegebenen Broschüre „Glaube und Dogma" gleichsam dn.cn zweiten Theil liefern und zu der wichtigen Frage eine feste Stelltmg nehmen.
— Aus Zürich, 24. Januar, wird geschrieben: Zum Rector der Züricher Universität wuide der SOjäbrige, aus seinen re.orrn- theologischen Streitschriften und kritischen Arbeiten bekannte Dr. Gustav Volkmar, ein geborener Kurhesse, aber seit Jahren Schweizer Bürger, bereits 1858 außerordentlicher und 1864 ordentlicher Professor unserer Hochschule, gewählt. Volkmar lehnte jedoch mit Rücksicht auf seine Stellung als Kirchenrath und wegen Alters ab.
Würzburg, 27. Januar. Der Prälat Professor Dr. Franz Hetlinger ist gestern Nachmittag gestorben.
verkehr, Land- tinb volkswirthschaft.
Gießen, 28. Januar. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. * 0,86—0,95, Hühnereier 1 St. 7-9, 2 St. — H, Enteneier 1 St. 9 H, 2 St. - H, Gänseeier 13—14 H, Käse pr. St. 4—7 H, Käsematte pr. St. 3 3i, Erbsen pr. Liter 18 3, Linsen vr. Liter 30 3, Tauben pr. Paar JL 0,70 —0,00, Hühner pr. Stück 1,50—1,70, Hahnen pr. St. v4L 1,6'0-2,00, Enten pr. Stück JC 2,00—2,20, Gänse pr. Pfd 50—60 H, Ochsenfteisch pr. Pfd 66—72 H, Kuh- und Rindfleisch 56-60 H, Schweinefleisch 60-70 H, Hammelfleisch 50—66,3, Kalbfleisch 56-60 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 4,00-4,50, Weißkraut pr. St. 6—8 3), Zwiebeln per Centner JL. 9,00—10,00, Milch vr. Liter 12—18 H.
Frankfurt, 27. Januar. (Viehmarkt). Anaetrieben waren: 400 Ochsen, 19 Bullen, 483 Kühe, Sttere und Rinder, 258 Kälber, 231 Hämmel, 365 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1- Qual. JL 66—68, 2. Qual. 59—62, Bul len 1. Qual. JL 48—50, 2. Qual JL 44—46, Kühe, Stiere und Rimder 1. Qual. JL 57—59, 2. Qual- JC 42—46, Kälber 1. Qual, pro Pfund Schlachtgewicht 65—70 H, 2. Qual. 55—60 H, Hämmel 1. Qual. 58—60 2. Qual- 40—45 3i, Schweine 1. Qual. 68—69 H,
2. Qual. 65-66
Frankfurt, 27. Januar. [Getreidemarkt). Weizen hiesiger JfL 20,25—20,50, fremder JL 20,50—22,50, Roggen hiesiger JL 18,00 b is 18,25, fremder JL 18,25—18,50, Gerste, Brauerwaare 20,23 bcks 23,00, do- zu Mahlzwecken —,—, Hafer hiesiger JL 16,00—16,50, s.remder v4t —,--,—.
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Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen.
4. Woche. Vom 19. Januar bis 25. Januar 1890. Einwohnerzahl: 20 200 (incl. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitsziffer: 36Vco-
Kinder
Es ftarben an: Zusammen:
Erwachsene:
im
VOM
1. Lebensjahr: 2.
-15. Jahr:
Influenza
3
3
—
—
Lungenschwindsucht
2 (2)
2 (2)
—
—
Lungenentzündung
1
1
—
—
Lungenödem
1
1
—
—
Luftrohrcnenlzündung
; 1
1
—
—
Gehicnschlagfluß
1
1
—
—
Krebs
2
2
—
—
Gelbsucht
1
—
1
—
Rachitis
1
—
—
1
Altersschwäche
1
1
—
—
Summa:
14 (2)
12 (2)
1
1
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts uach Gießen gebrachte Kranke kommen
Die Todesfälle an Influenza betrafen: 56jäbrige Frau, die an Lungenerweiterung litt, 64jährigen Pensionär, dessen Lungenerweiterung und chronische Bronchitis durch Influenza verschlimmert worden war, und 75jährige Frau, welche hinzugetretenem Lungenödem erlag. Der letzte Sterbesall an Influenza ereignete sich in der Berichtswoche am 21. b. M.
Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.
Bibelstunde am Mittwoch den 29. Januar, Abends8Uhr, in der Kleinkinderschule, Offenbarung Johannis, Cap. 1, von Vers 9 an, Berufung und Beauftragung des neutestamentlichen Propheten. Pfarrer Dr. Naumann.
Sbkthksßslhk Aseubahim.
Die Lieferung non Betriebs- und Werkstättematerialten für die Zeit vom 1. April 1890 bis 1. April 1891 soll vergeben werden.
Lieferungsangebote sind spätestens bis zum 15. Februar L I , Vormittags 10 Uhr, portofrei, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns einzusenden.
Bedingungen nebst Materialien - Ver- zeichniß können gegen Franco-Einsendung von 65 3> durch unsere Kanzlei bezogen werden
Gießen, den 21. Januar 1890.
743 Großherzogliche Direktion.
Oeffrtttitlhe Aufforderung.
Die Erbschaft des kürzlich verstorbenen Gr. Reallehrers Reinhssd Dietz zu Gießen ist unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten worden. Es werden daher Alle, welche Ansprüche an fraglichen Nachlaß zu bildet, haben, hiermit auf- gesordert, solche binnen acht Tagen dahier in der Gerichtsschreiberei anzumelden, anderenfalls sie bei Ordnung des Nachlasses Berücksichtigung nicht finden können.
Gießen, 24. Januar 1890.
Großh. Amtsgericht Gießen.
_______Stammler._____&)9
IaBvrrpschlmkg.
Samstag den 1. Februar !♦ 2., Nachmittags um 1 Uhr, soll die hiesige Gemeindejagd auf weitere sechs Jahre in dem Schulsale öffentlich verpachtet werden.
Rödgen, am 27. Januar 1890.
Großh. Bürgermeisterei Rödgen.
________Jnderthal.______854
Holzversteigerung
im Gießener Stadtwal'oe.
Monrag den 3. Februar 1S90, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Di- stricten Rehschlag und Langetrifft nach- verzeichnetes Holz versteigert w«»rden:
A Bau-, Werk- und Nutzholz.
3 Fichtenstämme mit 0,89 Festmtr., 547 Fichtenstangen mit 37,16 „
B. Brennholz.
Scheith. KnüHpelh Stockh. Re
Rrntr. Rrntr. Rmtr. Wellen. Eichen- 361 156,5 126 4200 Nadel- — 5 3 1090
Die Zusammenkunft ist an den Ochsenwiesen (Rödgerstraßa).
Gießen, am 28. Januar 1890.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 864
Holzversteigerung
im Mrstlichen Thiergarten bei Hungen.
Mo atag den 3. k. M., Vormittags 10 Uhr, sollen
27 Stämme Eichen-Schnittholz von 40—60 cm Durchm. = 32 fm, 85 Stamme Eichen-Schwell- und Wagnerholz — 35 fm, 10 Buchen- Stämr/ie von 34—42 cm Durchm. — 5,62 fm, 4 Elsbeeren — 0,60 fm, 5 Linven = 1,60 fm, 2 Aspen — 0,77 fm und 2 Eichen-Stöcke, zu Ambos tauglich^
sodann OeenStag ben 4. k. M., Vormittags 10 Uhr, ebendaselbst:
124 rm Buchen-Schntholz,
243 „ „ -Prügelholz
686 „ Eichen-, Buchen- und gemischte Ast-Reiser,
98 „ „ „ „ „ Stockholz,
285 Buchen- und gemischte Durchforstungs-Reiser, zu Bohnenstangen, Erbsenreiser geeignet,
öffentlich «erkauft werden.
Zusammenkunft jedesmal vor dem Thiergarten am Langder Pfad.
Hungen, den 23. Januar 1890. Fürstl Rentamt:
732_______
Da die am 23. d. Mts. anberaumte H-rlzversteigerung im Ltcher Stadtwald w^gen ungünstiger Witterung nicht zur Ausführung kommen konnte, foll dieselbe nächsten Donnerstag den 3,0. d. MrS., Borwittags um
Uhr anfangend, abgehalten rserden.
Holzversteigerung
im Sicher Gemeindewalde.
Donnerstag den 3v. d. M., Vormittags um 9 Uhr anfangend, kommen in den Districten Vorderwald und Kronau folgende Holzsortimente zur Versteigerung:
1) 264,4 Rmtr. Buchen-Scheiter,
2) 164 „ Buchen-, Eichen-,
Nadel- und Weichholz- Knüppel,
3) 5392 Buchen-, Eichen-, Nadel- und Weichholz-Wellen,
4) 375 Stück FichtenreisstangeR,
5) 370 Rmtr. Buchen-, Eichen- und Nadel-Stöcke.
Die Zusammenkunft ist in der Steinbruchsschneise am Hattenröder Vicinalweg-
Lich, am 14. Januar 1990.
Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.
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G. Mohrmann, Vet.-Änstalt-
______Demme.__
Pferdevcrsteigerung
SamStag den 1» k. Mts., Vormittags 9V2 Ahr, wird in dem Hofe der Gendarmerie-Kaserne zu Gießen ein ausrangirtes Dienst- pferd gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert.
Gießen, den 25. Januar 1890. Gr. Gendarmerie-Districr Oberhessen.
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