Ausgabe 
28.9.1890 Erstes Blatt
 
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Hauptmann, dieselben könnten in socialpolitischer Hinsicht mehr wirken als kleine Landgemeinden. Er erinnert an die Worte, welche unser Kaiser jüngst in Schlesien gesprochen, daß die Staatsbürger, namentlich die dazu Berufenen mit Hand an­legen sollten zur Besserung. Vor Allem gehöre dahin der Eintritt der Gutsbezirke in die Communalverbände. Als noch patriarchalische Zustände herrschten, die man so oft anziehe, habe der Arbeiter die Füße unter den Tisch seines Herrn gesteckt, d. h. er habe bei seinem Herrn Kost und Logis ge­habt. Jetzt bekomme er baares Geld, trinke Morgens einen Schnaps, Mittags esse er schlecht und Abends sei er Social­demokrat. Liebknecht und Bebel hätten es jüngst in großen Volksversammlungen offen ausgesprochen, daß sie die Städte und die Jndustriebezirke in der Tasche hätten, die Agitation müsse nun aufs Land verpflanzt werden. Es sei Zeit, der drohenden Gefahr entgegen zu treten. Er sage mit Bodel- schwingh: Ein Häuschen ist schön, gebt ihr dem Bauer noch einen Lappen Land dazu, dann wird er kein Socialdemokrat. Die 2 Millionen besitzloser Landarbeiter sollte man mit einem kleinen Grundbesitz bedenken, sie seßhaft machen. Leider habe er hierzu in den maßgebenden Kreisen nur ganz wenig Neig­ung gefunden, nur der alte Kleist-Retzow habe ihm zugestimmt. Das sei noch ein Mann, der ein warmes Herz habe. Das Seßhaftmachen des Arbeiters sei aber das beste Mittel, der Socialdemokratie zu begegnen.

Correferent Herr v. Ernsthaufen-Berlin ist mit den Ansichten des Vorredners durchweg nicht einverstanden. Vor Allem will er die Gutsbezirke nicht angerührt haben, man könne nicht so ohne Weiteres Althergebrachtes umwerfen, auch fei der Bauer des Ostens damit durchaus nicht so einver­standen, wie man zu glauben scheint. In den östlichen Pro­vinzen kämen übrigens auf 100 Landgemeinden nur 0,6 Guts­bezirke. Die selbständigen Gutsbezirke seien zahlreich, als eine Anomalie vermöge er sie nicht zu betrachten. Die Um­wandlung leistungsfähiger Gutsbezirke in Gemeinden würde nur Scheingebilde Hervorrufen. Auch gegen Sammtgemeinden spricht sich Redner aus; dieselben seien in den östlichen Pro­vinzen sehr unbeliebt; bei Gutsbesitzern und Bauern würden sie auf Widerstand stoßen. Der Schwerpunkt liege in dem Kreise. Zweckverbände will Correferent nur für die Armen- laften gelten lassen, nicht aber für Wegebau und Schulwesen. Für die Gemeindewahlen sei ein Census erforderlich, der sich an den Grundbesitz knüpfe. Das Dreiklassen-Wahlsystem ent­spricht Redners Wünschen, gleichberechtigt sollen Stimmrecht uni) Steuern sein. Die Selbstverwaltung sei eine segens­reiche Einrichtung und eine unserer großen Errungenschaften, an ihr dürfe nicht gerüttelt werden. Die Landgemeinde- Ordnung bedürfe einer Revision, die Verhältnisse in den öst­lichen Provinzen müßten jedoch gebührend berücksichtigt werden.

An der sich hieran knüpfenden Discussion betheilig- ten sich noch die Herren Wisfer-Windischholz, Staatsanwalt Dr. Keil-Bochum, Freiherr v. Reitz en st ein, Geheimrath Görke, Abg. Sombart, Geheimrath Thiel-Berlin, Abg. v. Ernsthausen u. A. Nach dem Resume des Vor­sitzenden wird um 31/2 Uhr die Sitzung geschlossen. Um 5 Uhr Festessen imFrankfurterhof". Morgen: Arbeits­einstellungen und Fortbildung des Arbeitsvertreges. Refe­renten: Prof. Brentano, General-Secretär Bueck und Abg. Stötzel-Essen, wahrscheinlich spricht auch Abg. Gril­lenberger auf besonderen Wunsch.

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Gießen, 27. September.

Wie wir hören, besteht in den Kreisen der hiesigen Freunde der colonialen Bewegung die Absicht, in unserer Stadt einen Vortrag über ein colonialpolitisches Thema zu veranstalten, wozu die Deutsche Colonialgesellschafr im Interesse der guten Sache einen namhaften Redner zur Verfügung zu stellen sich bereit erklärt hat. Bei dem warmen Interesse, welches den uneigennützigen, der Reichsregierung im besonderen Maße sympathischen Bestrebungen der genannten Gesellschaft in allen Schichten der Bevölkerung entgegengebracht wird, kann kein Zweifel daran fein, daß die Absicht der genannten Gesellschaft auch an unserem Orte der größten Theilnahme begegnen und zu einer regeren Bethätigung des Interesses für coloniale Dinge führen wird. Mit Unrecht ist an manchen Stellen im Reiche die Colonialpolitik als eine Parteisache aufgesaßt und dadurch den größten Mißdeutungen ausgesetzt worden. Nicht als das Werk einzelner Männer oder der einen und anderen Partei kann man die colonialpolitischen Bestrebungen bezeichnen; sie sind vielmehr die natürliche Folge der Bedürfnisse unserer Nation, die allein auf dem angebahnten Wege ihre Wirthschast und ihren Absatz zu erweitern vermag. Wir dürfen hoffen, daß für diese Ziele auch bei unseren Mit­bürgern es an Verständniß nicht fehlen wird. Bestehen doch bereits in der Mehrzahl der Städte, die sich überhaupt einer gewissen geistigen Atmosphäre rühmen dürfen, Abtheilungen der Deutschen Colonialgesellschaft, sodaß das ganze Deutsche Reich von einem Netz von gegen 160 Zweigvereinen mit einem Mitgliederstande von mehr als 17 000 überspannt wird. Ein jeder Stand hat an dem erfolgreichen Bemühen der Gesell­schaft ein natürliches Interesse, denn Jeden muß es interessiren, daß der Schutz und die Entwickelung deutscher Auslands­interessen unserm vaterländischen Handel und unserer heimischen Industrie zum Besten gereiche, die Schaffung eigenen Colonial­besitzes gelinge und die Förderung und Mehrung des Deutsch- thums im Auslande mit bestem Erfolge sich entwickeln möge. Wir wünschen, daß die Deutsche Colonialgesellschaft ihre oben erwähnte Absicht recht bald verwirklichen möchte und können wir ihrem Redner bei der hohen Bedeutung der Sache ein zahlreiches Auditorium zweifellos in Aussicht stellen.

Wie wir erfahren, gedenkt der kgl. württemb. Hof­schauspieler Herr A. Junkermann kommenden Monat einen seiner berühmten Reuter-Vorträge im Saale desGe­sellschafts-Vereins" abzuhalten. Der glänzende Erfolg, wel­chen der Künstler allerorten damit erzielte, dürste demselben üuch in unserer Stadt getreu bleiben und machen wir heute

schon auf diesenAbend" aufmerksam, dessen Arrangement die Ricker'sche Buchhandlung übernommen.

Wie aus dem heutigen Jnseratentheil ersichtlich, werden Sonntag zwei Concerte im Lenz'schen Felsenkeller und Montag ein Concerr in Lonys Bierkeller, gegeben von dem rühmlichst be­kannten Rhein. Quartett' und Concertfänger-Eusemble, (Schneider, Köhler, Berghaus) stattsinden. Wie aus uns vorliegenden Berichten ersichtlich, ist die Gesellschaft überall mit dem größten Beifall ausgenommen worden. Der humoristische Gesang besteht in Quartetten, Terzetten, Soloscenen und Couplets, vorgetragen von den vorzüglichen Humoristen Köhler und Berghaus. Außerdem wirken noch zwei Damen mit.

vermischter.

-r Darmstadt, 26. September. sJ.ustizdienstnach- richte n.] Versetzt wurden: die Hülfsgerichtsschreiber Dosch von Mainz nach Gießen, Schubert von Worms nach Mainz und Haubach vom Amtsgericht zu den Untersuchungsrichtern in Mainz. Bestellt wurden: Gerichtsschreiber-Aspirant Göbel in Darmstadt als Hülfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Lorsch und Gerichtsschreiber-Aspirant Geiger in Worms als Hülfsgerichtsschreiber bei dem dortigen Amtsgericht.

Xtertdp?, rrnö

Gießen, 27. September. Aus dem am 23. dss. Mts. dahier abgehaltenen Vieh markte waren ausgewieben: 409 Stück Rind­vieh und 890 Schweine. Der Handel war lebhaft und wurden in Folge israelitischen Feiertags schon Tags vorher viele Käufe ab- geschlosfen. Die Preise hielten sich auf gleicher Höhe wie bei dem vorhergehenden Markte. Nächster Markt Dienstag den 21. und Mittwoch den 22. October d. Js., am letzteren Tage auch Krämer­markt (Zwiebelmarkt). Das Verlesen der Stände beginnt um 8 Uhr Morgens.

Gießen, 27. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0,780,90, Hühnereier 1 St. , 2 St. 13-15 H, Enteneier 1 St.--H, 2 St.

Käse pr. St. 58 Käfematte pr. St. 3 H, Erbsen pr. Liter 17 Ä.

Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Paar JL 0,500,60, Hühner pr. Stück JL 0,851,00, Hahnen pr. St 0,501,00, Enten pr. Stück JL 1,601,80, Ochsenfleisch pr. Pfd 7074 H, Kuh- und Rindfleisch 60-64 H, Schweinefleisch 70-80 H, Hammelfleisch 58-68 H, Kalb­fleisch 60- H, Kartoffeln pr. 100 Kilo v* 4,50-7,00, Weißkraut pr. St.--<$, Zwiebeln per Centner JL 5,000,00, Milch per

Liter 12-18 H.

Marktpreise in Berlin, am 25. Septbr., nach Ermittelungen des Königlichen Polizei-Präsidiums. Weizen per 100 kg guter von 19,6019,20 Mk., mittlerer von 19,1019,00 Mk., geringer von 18,90-18,50 Mk. Roggen per 100 kg guter von 17,30-17,10 Mk., mittlerer von 17,0016,80 Mk., geringer von 16,7016,50 Mk. Gerste per 100 kg gute von 20,5018,30 Mk., mittlere von 17,60 bis 16,00 Mk., geringe von 15,8014,80 Mk. Hafer per 100 kg guter von 15,5015,00 Mk., mittlerer von 14,7014,00 Mk., geringer von 13,80-13,50 Mk. Stroh, Richt- per 100 kg von 0,000,00 Mk. Heu per 100 kg von 0,000.00 Mk. Erbsen per 100 kg von 35,00 bis 22,00 Mk. Speisebohnen, weiße per 100 kg von 45,0020,00 Mk., Linsen per 100 kg von 62,0026,00 Mk. Kartoffeln per 100 kg von 7,504,40 Mk. Rindfleisch von der Keule per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Bauchfleisch per 1 kg von 1,401,00 Mk. Schweine­fleisch per 1 kg von 1,801,20 Mk. Kalbfleisch per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Hammelfleisch per 1 kg von 1,601,20 Nit. Butter per 1 kg von 2,801,80 Mk. Eier per 60 Stück von 5.002,80 Mk.

Berlin, 26. September. Amtliche Preisfeststellung für Butter, Käse und Schmalz. Butter. Hof- und Genossenschafts-Butter la pro 50 kg 103 bis 107 M., do. Ha 100 bis 102 M., do. Illa 000 bis 000 M., abfallende 93-97 M., Land-, Preuß. 78-82 M., Netz- brücher 78-82 M., Pommersche 78-82 M., Polnische 75-82 M., Bayer. Senn- bis M., do. Land- bis M., Schlesische 80-85 M., Galizische bis M., Margarine 40-70 M. Käse, Schweizer Emmenthaler 9398 M., Bayerischer 7580 M., Ost- und Westpreutzischer la 7580 M., do. Ila 6570 M., Holländer 80-90 M., Limburger 42-48 M., Quadratmagettäse 25-30 M., Schmalz, Prima Western 17 pEt., Ta. 40,00 M., reines, in Deutsch­land raff. 43,0046,50 M., Berliner Bratenschmalz 47,0050,00 M. Fett, in Amerika raff. 38,50 M., in Deutschland raff. 41,50-43,50 M.

Im Monat October 1890 finden in Oberhessen folgende Märkte statt:

Den 1. in Friedberg Vieh- und Krämermarkt.

Den 6. in Echzell Vieh- und Krämermarkt.

Den 6. in Lißberg Viehmarkt.

Den 8. in Ober-Seemen Vieh- und Krämermarkt.

Den 14. in Gedern Vieh-, 15. Krämermarkt.

Den 15. und 16. in Grünberg Vieh- und Krämermarkt.

Den 21. und 22. in Gießen Vieh- und Krämermarkt.

Den 21. in Schotten Vieh-, 22. Krämermarkt.

Den 27. und 28. in Ortenberg Pferdemarkt, 28. Rindoieh- und Schwetnemarkt, 28. bis 30. Krämermarkt.

Den 28. in Friedberg Pferde-, 29. Vieh- und Krämermarkt.

Selbst ein verwöhnter Raucher dürste nach einmaligem Versuch ein treuer Kunde des Berfandt Geschäfts Mey & Edlich, Leipzig Plagwitz, werden, was sich einfach schon daraus erklärt, daß Die bekannte Wellfirma ausschließlich mit den anerkannt ersten Fabrikanten Deutschlands in Verbindung steht. Zu einem Versuche ist nur zu rathen; näheren Aufschluß über die reiche, jeden Anspruch befriedigende Auswahl giebt der illustrirte Special »Catalog über Cigarren, der neben einer Menge billigster bis hochfeinster Tabak- rmb Cigarren - Sorten eine besondere Auslese von Pfeifen und Cigarren-Spitzen aufzählt. Den Catalog erhält man auf Ver­langen unberechnet und portofrei. 7187

- .Germania«, Lebens Berfichernngs - Actien -Gesell- schast zu Stettin. In der Zeit vom L Januar bis Ende August ds. Js. gingen ein: 9913 neue Anträge über 33,805,893 Capital, von denen 7688 Anträge über JL 24 741,149 Capital zur Annahme gelangten. Der Gesammt - Vcrsicherungsbestand belief sich Ende August 1890 auf 161,910 Policen über Jt 40^674,317 Capital, so daß der Reinzuwacks für die verflossenen 8 Monate 3295 Policen über JL 14 074,663 Capital betrug. An oersichetten Summen wurden bisher im Ganzen 103,8 Millionen ausgezahlt, während an die mit Gewinnantheil Versicherten seit 1871 vA 18,544,542 vergütet wurden. Das Gesammtvermögen derGermania" betrug Ende 1889 v*L 114,810,982, wovon JL 6,294,314 auf die Dividenden-Referve der mit Gewinnantheil Versicherten unb 104,683,627 auf die Prämien- referoe und die sonstigen Sicherheitsfonds der Gesellschaft entfallen.

Milde, wohlschmeckend und feit zehn Jahren bewahrt ist der

Holländ. Tabak von B. Becker in Seesen a. Harz, 10 Pfd.

8 vH. 156

Schiff-nachrichten.

Bremen, 26. September. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Lahn, Capt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. September von Bremen und am 18. September von Southampton abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.

Arr-zttg aus den Standesamtsregisteim

der Stadt Gieße«.

Aufgebote.

September: 22. Heinrich Weber, Schlosser von hier, mit Margarethe Schreiner zu Nieder-Ohmen. 22. Jacob Scheuer, Restaurateur dahier, mit Mina Ansbacher zu Schopfloch. 22. Bern­hard Hermann Friedrich Jordan, Premierlieutenant zu Graudenz, mit Wilhelmine Julie Katharine Krausgrill von hier. 24. Heinrich Weber von Flensungen, Diener am chem. Laboratorium dahier, mit Elisabethe Schomber von Kesselbach, wohnhaft dahier. 25. August Will, Gastwirth zu Bonarnes, mit Luise Katharine Roth zu Lich. 25. Karl Gottlob Hölderle, Bäcker zu Wetzlar, mit Anna Marte Reußwig daselbst. 25. Christoph Gans von Grotzen-Buseck, Tag­löhner dahier, mit Katharine Lepper von Alten-Buseck. 25. Ernst Karl Ferdinand Schott, Kaufmann dahier, mit Maria Katharine Friederike Pauline Hermine Wenzel zu Rüdesheim.

Eheschließungen.

Septembcr: 24. Heinrich Fuchs, Schuhmacher zu Grimberg, mit Maria Friederike Georgine Louise Schmitz von hier. 24. Wilhelm Heinrich Carl Philipp Wagner, Buchhalter dahier, mit Elise Auguste Groth Hierselbst.

Geborene.

September: 15. Dem Schneidermeister Philipp Horeyseck ein Sohn. 19. Dem Kaufmann Hermann Zülch eine Tochter. 20. Dem Schriftsetzer Wilhelm Röderer ein Sohn, Friedrich Wilhelm. 20. Dem Schuhmacher Carl Bonarius eine Tochter. 21. Dem Jnspector Julius Wilhelm Löbermann eine Tochter. 21. Dem Kaufmann Heinrich Boller eine Tochter. 21. Dem Fabrikarbeiter Ludwig Betmborn eine Tochter. 21. Dem Schlosser Karl Melchior eine Tochter. 23. Dem Schlosser Josef Berber eine Tochter, Antonie Elisabeth. 26. Dem Taglöhner Ernst Kratz ein Sohn. 29. Dem Bahnarbetter Heinrich Hof ein Sohn, Richard.

Gestorbene.

September: 20 Johann Friedrich Lotz, 26 Jahre alt, Weiß­binder von Wieseck. 21. Elisabethe Backhaus, geb. Krapp, 65 Jahre alt, Ehefrau von Landgerichts-Canzlist Friedrich Backhaus dahier. 21. Christoph Heinrich Bonarius, 45 Jahre alt, Schreinermeister von Großen-Buseck. 23. Karoline Henry, 86 Jahre alt, Lehrerin i. P. dahier. 23. Elisabethe Wacker, geb. Ochse, 32 Jahre alt, Ehefrau von Schreiner Wilhelm Wacker dahier. 24. Elisabethe Kinkel, geb. Kalberlah, 74 Jahre alt, Ehefrau von Locomotivführer i. P. Karl Kinkel I. dahier. 26. Karoline Tschan, 7 Monate alt, Tochter von Schlosser Theodor Tschan dahier. 26. Carl Klein, 38 Jahre alt, Landwirth von Gilsbach.

Auszug aus den Kirchenbüchern de» Stadt Wietze«.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 20. September. Hermann Franz Adolf Muller, Photo­graph in Gießen, und Susanne Margarethe Emilie Leyerzapf, Tochter des verstorbenen Kappenmachers Wilhelm Leyerzapf in Butzbach.

Den 24. September. Heinrich Fuchs, Schuhmacher in Grünberg, unb Marie Frieberike Georgine Luise Schmitz, Tochter des Bleichers Johann Schmitz in Gießen.

Denselben. Wilhelm Heinrich Karl Philipp Wagner, Buchhalter in Gießen, unb Elise Auguste Groth, Tochter des Zugführers August Groth in Gießen.

Getaufte.

Den 21. September. Dem Glasermeister Balthasar Bierau ein Sohn, Karl Ludwig, geboren den 31. August.

Denselben. Dem Schreinermeister Wilhelm Wack eine Tochter, Margarethe, geboren ben 10. Juli.

Denselben. Dem Dachdeckermeister Ph'lipp Kröck eine Tochter, Katharine Elisabeth, geboren den 26. August.

Denselben. Dem Glasermeister Georg Luh eine Tochter, Helene, geboren den 5. August.

Denselben. Dem Lacksieder Friedrich Wilhelm Vetter ein Sohn, Friedrich Karl Andreas, geboren ben 27. Juni.

Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich Babuin eine Tochter, Auguste Dorothea, geboren ben 15. August.

Denselben. Dem Bahnarbeiter Philipp Deibel eine Tochter, Katharine Margarethe, geboren den 13. August.

Den 26. September. Ein unehelicher Sohn, Jean Wilhelm, geboren ben 28. August.

Denselben. Dem Wirth Heinrich Reh ein Sohn, Karl, geboren den 10. Juli.

Beerdigte.

Den 20. September. Henriette Jung, Tochter des verstorbenen Obersteigers Friedrich Jung in Bollberg, alt 24 Jahre, gestorben den 18. September.

Den 24. September. Elisabeth Backhaus, geb. Krapp, Ehefrau des Canzliften Friedrich Backhaus, alt 65 Jahre, gestorben ben 21. September.

Den 25. September. Karoline Henry, Hanbarbeitslehrerin i. P. Tochter beö verstorbenen Premierlreutenants Friedrich Henry, alt 86 Jahre, gestorben ben 21. September.

Den 26. September. Elisabeth Kinkel, geb. Kalberlah, Ehefrau des Locomotivführers i. P. Karl Kinkel, alt 74 Jahre, gestorben ben 24. September.

Denselben. Elisabeth Wacker, geb. Ochse, Ehefrau des Schreiners Wilhelm Wacker, alt 32 Jahre, gestorben ben 23. September.

Gottesdienst in der Synagoge.

Laubhüttenfest, 29 und 30. September.

Sonntag Abend 5« Uhr, Montag Morgen 8 Uhr, Montag Mittag 4°° Uhr, Montag Abend 6^ Uhr, Dienstag Morgen 8°o Uhr» Dienstag Mittag 4°o Uhr, Dienstag Abend 6»v Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft.

Laubhüttenfest: Montag den 29. und Dienstag den dO. September.

Sonntag Abend 5» Uhr, Montag Vormittag 8°° Uhr, Montag 3 x Montag Abend 6«o Uhr, Dienstag Vormittag 800 Uhr, Dienstag Nachmittag 33° Uhr, Dienstag Abend 615 Uhr.

Vrodpreise

vom 28. September bis 12. October 1890.

Ä x Bei den Bäckern. 4

1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod..............29

2 ,

? :

x *

2

3

' bei H. Vogt und L. Kammerer 28

(4 Pfd.) Weißbrod 58

bei H. Vogt und L. Kämmerer 56

(2 Pfd.) Schwarzbrot» 1. Sorte.........27

(4 Pfd.) Schwarzbrot) 1. Sorte 54 (2 Pfd.) Schwarzbrot) 2. Sorte 25

bei K. Lenz Wwe. 24

(4 Pfd.) Schmarzbrod 2. Sorte.........50

bei K. Lenz Wwe. 48

(6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte

bei K. Haas, I. Lein, L. Keil 75

Bei den Brodverkänfer«. 4

1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod 29

2 (4 ) 68

1 « (2 ) Schwarzbrod 1. Sorte 27

2 r (4 w ) Schwarzbrod 1. Sorte 54

Y » (6 h ) Schwarzbrod 1. Sorte

J n (2 ) Schwarzbrod 2. Sorte . 25

2 w (4 , ) schwarzbrod 2. Sorte 50

3 (6 * ) Schwarzbrod 2. Sorte

Meße», den 26. Sept. 1890. Großh. Polizeiamt Gießen. Fresenius.

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