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ors, ebenfalls unweit Stock- > bis in die romanische geit iconomiegut. Buchner erzählt darüber, aber auch in Wagner wenig über Konradsdors er- che stehen jetzt die Pferde unb die Knechte, während unter ter ruhen, von denen jetzt die ifi. Drei alte Grabsteine arunter ein Ritter mit dem der alte Konrad gewesen sein, längerem Ausenthalt in der latschen und die gewonnene

Im Geschichtsmuseum za ewonnener Abguß des Grab- tiosters Steinbach im Oden-

- und Zeitungspapier reichlich n Pinsel und einer Kleider- ite Arbeit. Zuerst wird der lafietn Löschapi« » Verüesungenhmewgeklij-lt- den abermals mit Heinere« eckt unb diese -b-»M mit jnn folgt die erste L-g- mit z dann die zweite,dr«e tt w. L behandelt.

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Gießen, 26. September.

Schwurgerichtsfitzung vom 25. September. Der wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit angeklagte Joseph Müller von Bönstadt wurde von diesem Vergehen freigesprochen, da­gegen wegen thätlicher Beleidigung zu drei Wochen Gesängniß verurtheilt, welche durch Untersuchungshaft verbüßt sind.

Bon 27 jungen Leuten, welche sich in Darmstadt dem schriftlichen Examen zur Erwerbung des Berechtigungs­scheines zum einj'ährig.freiwilligen Militärdienst unterzogen, wurden nur 11 zur mündlichen Prüfung zugelassen. Die Anforderungen sind eben beträchtlich erhöht.

Auch die hiesige Spar- und Leihkasse ist unter Nr. 64 an das Fernsprechnetz angeschlossen worden, was wir in Er­gänzung unserer gestrigen Notiz hierdurch mittheilen.

Grünberg, 25. September. Sämmtliche von der Zucht­genossenschaft Grünberg unter Leitung von dem Vorsitzenden derselben, Herrn Baurath Dieffenbach, vorgesührten Thiere Vogelsberger Rindviehrasse erregten durch ihr gleichmäßig schönes und rassiges Aussehen bei der am 22. d. M. in Hungen stattgehabten Vieh aus stell ung schon bei ihrem Aufrücken in Colonne auf dem Festplatz das größte Aufsehen, sowie die höchste Bewunderung und wurden infolge dessen sämmtliche Thiere, mit Ausnahme eines schon früher prämiirten, prämiirt. Man ist nun durch die beiden Ausstellungen des Landwirthschaftlichen Bezirksvereins vom 28. August in Grün- berg und die oben erwähnte in Hungen endlich auch in weiteren Kreisen zu der Einsicht und Ueberzeugung gekommen, daß die für Gebirgsgegenden so nützliche und edle Vogelsberger Rindvieh­rasse noch nicht ausgestorben ist und bei der ihr von Regie­rungskreisen gewidmeten Aufmerksamkeit und dankenswerthen Beihilfe bald wieder zur Blüthe gelangen und gerade für die ärmeren Klassen auch bald wieder einen werthvollen Ausfuhrartikel und eine gute Erwerbsquelle abgeben kann und wird.

Schotten, 25. September. Gestern fanden sich zum Herbstausfluge des Vogelsberger Höhen-Clubs zahlreiche Theilnehmer (Damen und Herren) aus den Nachbar­zweigvereinen in Gedern ein. Nach gemeinschaftlich ein­genommenem Kaffee vereinigte sich die Gesellschaft im Schloß­garten bei echtem Bayerischen, hier begrüßte Herr Oberförster Kirchner, Vorsitzender des Zweigvereins Gedern, die Fest- theilnehmer. Gesellschaftsspiele und gemeinsame Gesänge rc. machten die schönen Nachmittagsstunden schnell vorübergehen. Am Abend wurde im Saale des Bergwirthshauses, nach statt­gehabter Abendtafel, ein Tänzchen arrangirt, das sich lebhaften Zuspruchs flotter Tänzerinnen und Tänzer erfreute. Zur Erhöhung der fröhlichen Feststimmung trugen ungemein einige wohlgelungene, theils comische Soli und Duette, sowie zwei Liedervorträge bei, die ein Mitglied zum Ausfluge gewidmet. Ob der Begeisterung mußte dasselbe es sich denn auch gefallen lassen, daß man es im wahrsten Sinne des Wortes hoch leben ließ. Auch der Sänger des Vogelsbergs sandte einen Festgruß, worauf die Versammlung ihren Dank, ebenfalls in gelungenen Versen, aussprach. Der Ausflug nahm in jeder Beziehung einen recht schönen Verlauf und trennte man sich Pohl mit dem Gedanken des Dichters:Das nächst' Mal sind wir wieder da."

Queckborn, 25. September. An einem Abend der vorigen Woche entstand in einer hiesigen Wirtschaft zwischen hier im Quartier liegenden Husaren und hiesigen Einwohnern ein Streit, der in Thätlichkeit ausartete. Hierbei zogen aber die Civilisteu den Kürzeren. Zerbrochene Fensterscheiben, die es dabei gegeben, wurden durch die Freigebigkeit eines Husaren beglichen.

Atzenhain, 25. September. Die Dirigenten der Ge­sangvereine unserer nächsten Umgegend versammelten sich am verflossenen Sonntag in einer hiesigen Wirtschaft aus vorher an dieselben engangene Einladung durch den Lehrer Krauß zur Gründung eines Gesangverein-Bundes. Mit wenig Aus­nahmen waren die Geladenen erschienen und bekundeten alle ein reges Interesse an dem Zustandekommen des Bundes. Die entworfenen Statuten wurden berathen und mit weniger Abänderung angenommen. Der neu gegründete Bund, zu dem wohl 10 Vereine ihren Beitritt erklärt, führt den Namen: Ohmthal-Sängerbund". Möge er wachsen, blühen und gedeihen!

Vermischtes.

* Darmstadt, 23.Septbr. Militärdienstnachrichten. Frhr. v. Manteuffel, Hauptmann und Comp.-Chef vom Füsilier-Regiment Generalfeldmarschall Prinz Albrecht von Preußen (Hannover) Nr. 73 unter Beförderung zum Major und unter Überweisung zum Generalstab der Großh. Hess. (25.) Division in den Generalstab der Armee zurückversetzt. Gutberlet, See.-Lt. vom 4. Großh. Hess. Inf.-Regt. (Prinz Carl) Nr. 118, zum Prem.-Lieutn., vorläufig ohne Patent, befördert. Jockusch, See.-Lt. ä. la suite des 2. Großh. Hess. Jns.-Negts. (Großherzog) Nr. 116, zum 1. Oet. d. I. in das Regiment wieder einrangirt. Bücking, See.-Lt. von der Infanterie 1. Aufgebots des Landw.-Bezirks Mainz, zum Prem.-Lieutn. befördert. Zer bau, See.-Lt. von der Cavallerie 1. Aufgebots des Landw.-Bez. Worms, aus allen Militärverhältnissen entlassen.

* Mainz, 25. September. Bei der gestern in Castel tagenden Synode des evangelischen Deeanats Mainz stand auch die Frage zur Berathung auf der Tagesordnung: Welche Ausgabe hat die evangelische Kirche gegenüber der socialdemokratischen Bewegung zu erfüllen?" Es waren zu der Frage, über welche Pfarramtsassistent Waitz einen kurzen Vortrag hielt, eine größere Anzahl Thesen in Vorschlag gebracht worden, von welchen indeß nur drei, die den Kern der Sache kaum berührten, zur Annahme gelangten. Im Allgemeinen erachtete die Synode die Frage noch nicht für svrnchreis, weshalb auch nur eine kurze Discussion statt­fand und man vorerst von einer Resolution Umgang nahm.

Zu haben bei J. M. Schulhof«

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thue, nicht gleich die ganze Familie seines Nachbars umgebracht zu haben. Mitten in der Rede zogen einige Männer den Strick mit einem Ruck in die Höhe und der Körper des Mörders hing zappelnd in freier Luft. Noch ein Moment dann krachte eine mächtige Gewehrsalve, und Alles ward wieder still. Der Gerichtete regte sich nicht mehr, Hunderte von Kugeln hatten seinen Körper durchbohrt, und die Voll­strecker dieser grausigen Hinrichtung gingen schweigend aus­einander. Die Sheriffs, welche der That ruhig zugesehen hatten und nun die letzten auf dem Platze blieben, nahmen den Leichnam herab und brachten ihn ins Gefängniß zurück.

Perfekt, Land- nnd volksroirthschaft.

24. September. Marktpreise. Heu pro 100 Ko. 4 80-6.60, Stroh 4.20-4 60, Kartoffeln 3.00

bis 3.50, Butter per Pfd. JL 1.(01.15, Eier per St. 4-8 Roggenbrot» 4 Pfd. 45 H, do. feines 48 gemischtes 6 Pfd- 86

* Aus Rheinhessen, 25. September. In Stadecken | und in Essenheim hat man mit der Lese des Frühburgunder begonnen. Man ist über Quantität wie auch über Qualität I durchgängig sehr zufrieden.

Frankfurt a. M., 25. September. Von einem Kettenhunde übel zugerichtet wurde Dienstag Abend der Architect und Stadtverordnete G. Seeger, als er mit | feinem Sohne die Schifferstraße passirte. Das Thier, welches sich losgerissen, fiel die harmlos des Weges Daherkommenden I ganz unerwartet an. Herr Seeger drehte sich um und wollte den Hund, eine Art Wolfshund, mit dem Stock abwehren, I aber da kam er an den Unrechten. Das Thier durchbiß ihm das Handgelenk, riß ihn zu Boden und ließ erst bann von I seinem Opfer ab, als der Sohn der Besitzerin hinzukam. Den Schlägen des 14 jährigen Sohnes des Herrn Seeger wich der Hund nicht. Herr S. ist schwer verletzt. DieKl. Pr." erfährt, es seien ihm in der Dr. Bockenheimer'schen I Klinik 16 Wunden ausgebrannt worden. Man befürchtete I nämlich, der Hund sei wuthkrank gewesen, eine Untersuchung I nach dieser Richtung hat aber glücklicherweise das Gegentheil I ergeben. Der Vorfall erregt Aufsehen und wird die Polizei- I lichen Maßregeln betr. des Haltens und Loslaufens der Hunde I noch verschärfen. Dem Betroffenen wird allerseits größte I Theilnahme entgegengebracht.

* Berlin, 24. September. Ein seltener Congreß hat I am Montag und Dienstag in aller Stille Hierselbst statt- I gefunden. In Kellers Festsälen in der Köpenickerstraße tagte I die erste preußische Hebammen-Versammlung. I 600 Hebammen aus dem Königreich Preußen, darunter die I Vorstände sämmtlicher preußischen Hebammen Vereine, hatten I sich eingefunden. Auch - aus Oesterreich waren einige Ver­treterinnen dieses Berufs anwesend. Am Montag Vormittag fand Empfang und Begrüßung der auswärtigen Hebammen statt. Mittags um 2 Uhr begannen die Vorträge, die am Montag bis 8 Uhr Abends dauerten und am Dienstag in der Zeit von 9 bis 4 Uhr fortgesetzt wurden. Die Vorträge wurden zumeist von Autoritäten auf dem Gebiete der Geburts- hülfe gehalten. Mit dem Congreß war eine Ausstellung von Instrumenten, Hetl- und Ernährungsmitteln verbunden, die am Mittwoch gegen geringes Eintrittsgeld auch dem Publikum | geöffnet war. Den Schluß des Hebammentages bildete, statt des bei Männern üblichen Commerses, ein Familienfest für alle hiesigen und auswärtigen Hebammen, zu welchem auch den Familienmitgliedern der Zutritt gestattet war. Das Programm dieses Festes bestand aus Concert, Theater und Vorführung lebender Bilder.

* Spitzbuben-Keckheit. Große Geistesgegenwart, so schreibt dieK. V.-Z.", bewies kürzlich in Münster ein Mitglied der Langfinger-Zunft. Es war in dämmernder Morgenfrühe, als ein Nachtwächter ans dem Fenster des zu ebener Erde gelegenen Gastzimmers eines bekannten Hotels einen Menschen auf die Straße steigen sah, welcher eine Anzahl Pallete, Ueberzieher, Schirm, schließlich noch einen großen Reisekoffer hinter sich Herzog.Na, was wird denn das?" fragte ver­wundert der Beamte. Der sonderbare Fremde war um die Antwort nicht verlegen: er müsse mit dem Frühzuge nach Bremen, so erzählte er, der Portier habe ihn trotz Auftrags nicht geweckt; dabei schimpfte er herzlich über die lüderliche, verschlafene Wirtschaft und bat schließlich den Nachtwächter, ihm gegen gutes Trinkgeld die Sachen zum Bahnhof schaffen zu Helsen. Der Nachtwächter war denn auch kein Unmensch und sah bald darauf den Herrn Reisenden mit Kisten und Kasten gen Norden fahren. Als es hell geworden war, be­merkte man im Hotel, daß für etliche Hundert Mark Sachen verschwunden waren. Etwas später ging auch dem Nacht­wächter ein Licht auf, was für einem Vogel er zum Davon­fliegen verhalfen hatte.

Richter Lynch. Aus New York wird geschrieben: Am Nachmittag des 18. August lauerte ein in der Gegend von Blair (Nebraska) ansässiger Farmer Namens Charles Pratt seinem Nachbar N. R. Town, ebenfalls einem Farmer, auf und schoß ihn aus dem Hinterhalte nieder. Grenzstreit von geringer Bedeutung war die einzige Ursache der nieder­trächtigen That. Der Mörder, welcher in der Uingegend längst als ein gewaltthätiger Mensch bekannt war, floh zwar in den Wald, wurde jedoch von einer schnell organisirten Posse" von Sheriffsbeamten verfolgt, eingeholt und verhaftet, um noch an demselben Abend im Gesängniß von Blair hinter Schloß und Riegel gesetzt zu werden. Da man von Seiten der aufgeregten Landbevölkerung eine Gewaltthat befürchtete, wurden am nächsten Morgen nicht weniger als zehnDeputies" (Untersherriffs) nach Blair entsandt, die neben dem eigentlichen Sheriff die Bewachung des Gefangenen und im Nothfallc die Vertheidigung des Gefängnisses übernehmen sollten. Diese ganze Schaar von vorzüglich bewaffneten Beamten vermochte indeß dem ungeheuren Volkshaufen keinen Widerstand ent­gegenzusetzen, welcher am Abend aus das Gesängniß eindrang, um den Mörder zu entführen. Vom Lande kamen um sechs Uhr über 200 Männer anmarschirt, jeder einzelne bis an die Zähne bewaffnet, denen sich noch 7580 Städter anschlossen, sodaß das Gesängniß schließlich von nahezu 300 Männern umgeben war. Der Sheriff mit seinen zehn Beamten trat alsbald an die Psorte und ermahnte die Lyncher zum Aus­einandergehen, es wurde ihm jedoch von einem Anführer der letzteren in ruhiger, geschäftsmäßiger Weise auseinandergesetzt, daß im Falle eines ernsten Widerstandes sämmtliche Beamte den Büchsen des Mob znm Opfer fallen würden. Daß es so kommen müßte, war übrigens in Anbetracht der Uebermacht der bewaffneten Volksmenge so klar, daß die Deputysheriffs sich zurückzoLen, ohne einen Schuß zu thun. Im Nu war nun der Sheriff überwältigt und der Gefängnißschlüssel be­raubt. Der Mörder wurde herausgeholt und gefesselt, und dann bewegte sich die Menge gegen den Wald, an dessen Rand Halt gemacht wurde. Erst als dem unseligen Gefangenen ein Strick um den Hals gelegt und dieser am Ast eines Baumes befestigt war, fragte einer der Anführer den Mörder, ob er zu seiner Entschuldigung etwas vorzubringen habe. Er antwortete mit Nein und fügte hinzu, daß es ihm nur leid

Der PostdampferWesternland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 24. September wohlbehalten in New- york angekommen

empfiehlt sich durch Reinheit, Aroma und Ergiebigkeit als die beste und preiM^kehcste A- Zuntz sei. Ww.

Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

17. Sonntag nach Trinitatis, 28. September:

Frühgottesdienst Vormittags 73/< Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Vormittags 11 Uhr in der Friedhofscapelle: Versammlung der neuconfirmirten Mädchen. Pfarrer Dingeldey.

Mittwoch den 1. October, Vormittags 9Vr Uhr: EröffnungS- gottesdienst zur Decanatss ynode Gießen. Pfarrer Vogel aus Beuern.

Von Sonntag den 5. October an fallen die Frühgottesdienste weg; es werden wieder Nachmittagsgott es dien ft e gehalten werden und zwar vorerst Abends 6 Uhr.

Am Sonntag den 5. October wird das heilige Abendmahl im Vormittagsgottesdienst gefeiert werden; die Beichte findet statt am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr.

Am Sonntag den o October wird nach den Gottesdiensten eine Collecte erhoben für die deutsche Jerusalem-Stiftung und für die deutsche evangelische Kirche zu Tokyo in Japan.

Von Sonntag den b. October an findet wieder Kinderkirche statt; die Vorbereitung zu der ersten wird gehalten am Donnerstag den 2. October, Nachmittags 3 Uhr.

Die Pfarrgeichäft- in der Woche vom 28. September bis 4. October besorgt Pfarrer Dr. Naumann.

Katholische Gemeinde.

18. Sonntag nach Pfingsten, 28. September:

Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um ViB Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl Beichte! um Vs7 Uhr Austheilung der hl- Communion; um V,8 Uhr Früh­messe; um 8/<10 Uhr Hochamt mit Predigt- Nachmittags um V,3 Uhr Andacht für die Abgestorbenen der Gemeinde. Abends um V28 Uhr Herz-Mariä-Brüderschaftsandacht mit Predigt.

Gottesdienst in der Synagoge.

27. September.

Freitag Abend ß80 Uhr, Samstag Morgen 8t0 Uhr, SamStag Mittag 4°° Uhr, Samstag Abend 6»" Uhr.

Bekarmtwachitirg.

Aufschrift btr Postsendungen.

Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen muffen auf denselben Empfänger und Bestimmungs­ort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei sind namentlich folgende Punkte zu beachten:

1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichstgenauanzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets an der­selben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmittel­bar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge.

r. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Woh­nung des Empfängers, der Post bezirk (0., N., NO. rc.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Ortsbezeichnung Berlin" zu vermerken. ,

8. Gibt es mit dem Bestimmungsorte glerch oder ähnlich lau­tende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeich­nung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Post, verkehr als maßgebend anzusehen find, ergibt sich aus demVer- zeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Postorte", das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittelung jeder Reichs-Postanstalt bezogen werden kann. ,. ,

4. Wenn der im Reichs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht als all­gemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch des Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe des Staates und bei größeren Staaten des politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestim­mungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Fl üssen l(Oder), (Elbe), (Rhein), (Main) rc.f, oder von Gebirgen l(Larz), (Riesengebirge) rc.s. Nicht minder sind zusätzliche Be» zeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), (Lausitz) 2c.] für den Zweck geeignet.

6. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Post, anstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll.

6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffende Land bez. der Landestheil auf der Sendung anzugeben.

Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleu­nigen Ueberkunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und es liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften der Sendunaen hiernach genau anzufertigen..

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