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denn schnell fuhr er unter das Sopha, apportirtc die Geld lasche und ließ 'sie sich willig von dem Gerichtsvollzieher abnehmen. Als der Beamte den verdutzten Meister verlassen hatte, soll dieser seinem gelehrigen Pndel eine hübsche $e< lohnnng zuerkannt haben, deren Empfang von dem Vierfüßler mit lautem Geheul quittirt wurde.

* Metz, 23. Februar. Bei einer heute stattgehabten Fenerwehrübnng brach eine Rettungsleiter, wobei sechs Mann verunglückten. Einer ist tobt, zwei sind schwer und drei leichter verletzt. _______________________________________

Univerfitäts«Nachrichten.

Aus Götttnqen schreibt man: Professor v. Wtlamo- witz-Moelendorff, Lehrer der classischen Philologie an unserer llnioerfität, wird in den nächsten Tagen eine mehrmonatltche Studien­reise nach Griechenland antreten.

Nachdem Professor Dr. theol. Hofm ann sich in Folge Krankheit von dem Amte des ersten Universitätslehrers und Leiters des Homiletischen Seminars an der Universität ß?ipnp hat ent­binden lassen, ist an seine Stelle Professor Dr. theol. Rietfchel getreten, dessen Stelle als zwUter Universitätsprediger und Leiter des Katechettschen Seminars dem außerordentlichen Professor Licentiat Dr. Ewald übertragen ist.

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Siteratur und "Kunft.

Das soeben erschienene Heft 14 der illustrirten Familien­zeitschrift »Univetfum* enthält: Sophie Ir .iqhaus, Eine Ver­suchung. Roman (Fortsetzung). Helene Prchler, Der deutsche Netchspostdampfer Kaiser Wilhelm II. Mil Illustrationen von W. Gause. August Stlberstein, Das Richtigmachen. Eine weitere Dorfgeschichte (Schluß.) Otto Waldau/ Londoner Ver- Inchrsmittel. Josef Herrings. Meine Erbschaft. Eine humoristische Schilderung aue dem deutsch - amerikanischen Leben. Carl 1-. Vincenti, Kaiser Josef II. Zur Sacularfeier feines Todes am 2:0. Februar. Eufemia Gräfin Ballestrem, Die Falkner vom Falkenhof. Roman. (Fortsetzung.) Otto Waldau: John Burns. Vom rauchschwachen Pulver. Adolf Feldmann, ^gnaz von Döllinger. Das königliche Residenzschloß Laeken bei Brüssel. Adolf Feldmann, Der Georgsritterorden in Bayern. G. van Muyden, Automatische Photographie. Ferner die Kunstbeilagen: L. Ferrari, Mein Herzblatt. (Lichtdruck.) SI. Kowalski-Wierusz, Lustige Fahrt. I. F. Gretsch, Das Tisch­gebet. W. I. Martens, Blumenkenner. A. Schröder, Der Trinker. Pieiö des Heftes 50

Schiff-nachrichten.

Bremen, 24. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.] Oer fL-chnelldampfer Saale, Capitän H. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 12. Februar von Bremen und am 14. Februar von Southampton abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 24. Februar. sPer transatlantischen Telegraph.] Oer Postdampfer Wefer, Capitän H. Bruns, vom Norddeuschen L loyd in Bremen, welcher am 6. Februar von Bremen abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore an- xiekommen.

Der PostdampferPennland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 23. Februar wohlbehalten in Newyork rngekommen.

verkehr, Land- nnd DolCswirttyfc^aft«

- Der Hafer als diätetisches Heilmittel. Machdruck verboten.) Als diäletttches Hettmutel finü Du jpiferförner ganz besonders zu empfehlen bei G.r efenden. I sie wegen rarer leichten Verdaulichk.it die Verdauui'gsorgar e nicht belästigen, nicht blähen, keine Säurebtldung v ranlossm unb ca< t vorzüglich nähren. Die Samenschalen sollen einen die Verdaue g bt leben''en Stoff enthalten. Braungeröttelen Haier gibt^ man mit g-ngein Nutze-- herunter: gekommenen, bletchsüchtigen ZoiC'Cn, feriui g uen Durchfall, win derfeli c in Schwäche der Verdauungso'gone b.gründet ist. Ganz besonders wi-d er für Schafe (mit ein Drittel gerösteter Linsen, Wachholderbeeren, Eisen, Wermut d) aerühmt. Hafergrütze (40 Gramm in zwei Liter Wasser gttvchl) ist für Thtere, die an Durchfällen und leichten Darmentzündungen leiden, ein reizmilderndes und e,«bullendes Mittel. Mit wenig Wasser gekocht, verwendet man die Hafergrütze zum erwerchcnden Umschlag. Aehnliche Wirkung haben die Hasirmchlsuppen.

DieDeutsche B6n6dictine-$iqueur= Jabrik Maidttwurg i. Schl." und ihre

KiedaiUe.

In einemgut Abwckr" über sch riebsnen Zeitungs­artikel versucht die »Deutsche Benedictine-Liqueur-Fabrik Waldenburg i. Schl." unserer Behauptung, dutz sie auf der letztjährtgrn Pariser Weltausstellung weder vertreten gewesen, noch prämiirt worden sei durch die Erklärung austzuweichen es habe neben jener noch eine andere Aus­stellung unter der BezeichnungExposition inter­nationale de produits aliinentaires et hygie- niqnese<, nach ihrer Ur Versetzung »Special-Welt- ausstellun« (!) von Nahrungsmitteln und hygienischen Erzeugnissen", stattgefundsn, von welcher ihr die goldene Medaille zuerkauut worden sei. Das dieser Erklärung angefügte notarielle Zeugnitz wiederum nennt einen Concours (Wettbewerb) international de produits alimentaires et hygieniques alS Verleiher dieser Auszeichnung.

Wie immer diese auffallende Differenz zu erklären sein mag r in jedem Kalle steht fest, daß die Ankündigungen und Reclameartikel des Waldenburger Destillateurs weder jener »Special-Weltausstellung", noch dieses »Wettbewerbes irgendwie Erwähnung thun; vielmehr lauten die ersteren schlechthin:

Benedictine Waldenburg. Preisgekrönt mit der goldenen Medaille Paris 1889"

und die letztere entweder:

»Die Ausstellungs-Jury Paris 1889 hat den Benedictine Waldenburg als den vorzüglichsten bezeichnet", oder

»Die Jury der Internationalen Ausstellung PariS 1889 hat einstimmig dem Benedictine Wal­denburg den ersten Preis in Form einer goldenen Medaille zuerkannt."

Man beabfichtigt also einfach, dem Publikum vorzu­spiegeln, datz das Waldenburger Erzeugnitz auf der Pariser Weltausstellung die goldene Medaille erhalten habe, sowie datz das letztere mit dem franzöfischen Benedictine auf dieser Ausstellung in Concurrenz getreten und von deren Jury demselben vorgezogen worden sei.

Allein auch eine Internationale Ausstellung (Special-Weltausstellung) von Nahrungsmitteln u. s. w. hat im Jahre 1889 neben der Weltausstellung Nicht statt­gefunden. und waS es mit dem sogenannten »internatio­nalen Wettbewerbe" (Concours international), welcher al» ote Bezugsquelle der Waldenburger Medaille allein noch übrig bleibt, für eine Bewandtnitz habe, ergibt sich aus Folgendem:

Nachdem eifrige Nachforschungen uns auf die Spur dieses in Pariser industriellen Kreisen völlig unbekannten Unternehmens geführt und wir uns an drffen «.Director mit dem Ersuchen um Aufschlutz über den Concours1' und über die von demselben der ^Waloenburgee Benediotine- Ltqueurfabrir" verliehene Auszeichnung gewendet, theilte uns dieser Herr unter dem 3. Februar dieses Jahres brief­lich mit, .

der von ihm und Anderen veranstaltet gewesene Concours International, für welchen die demselben durch einen bel­gischen Agenten »zugeführte" »Walden- vurger Liqueurfavrik" einige Flaschen sogenannten »Schlesischen Gevirgs- Lräuterliqueur", aber keinen Benedic- tine-Liqueur ein gesendet, habe einen absolut privaten Character gehabt; die Thüren seien stets verschlossen gewesen nnd man habe dem Publikum den Ein­tritt nicht gestaltet.

Für den streng »vriva-en" Eharacter dieses eigen­artigenConcours spricht freilich nicht minder der Umstand, -atz die onf den auch Deutschland verthcilten Prospccten alS »Comite Mitglieder" namhaft gemachten Herren, ins­besondere der an der Spitze des »Comite" genannte Herr General Henrion-Bertier, die Herren Generalkonsul Houle, Generalkonsul Meulemans, Consul Bresson, Consul De Costa de Moraes, H. Roederer (vom Hause Theophile Roederer & Co ) und Director A. Cazaux uns schriftlich erklärt haben, ihre Namen seien gänzlich ohne ihr Wissen und ohne ihre Genehmigung auf den Profpect des ihnen vollständig unbekanntenConcours international de produits alimentaires et hygieniques gesetzt worden.

Die »Deutsche Benedictine-Liqueur-Fabrik Waldenburg i. Schl." hat also weder von der »Pariser Ausstellung 1889", noch von einer Internationalen »Special-Welt­ausstellung" eine Medaille ober irgend welche sonstige Auszeichnung erhalten und der sogenannteConcours inter­national. welchem sie ihre »Prämiirung" verdankt, war ttt Wirklichkeit nichts als eins jener »Privatrtabl.ffements", welche es sich zur Aufgabe machen, auszeichnungobedürfttgen Jndusirietteu die Erlangung von Medaillen und Ehren­diplomen zu erleichtern.

Fecamp, den 8. Februar 1890.

Der Generaldirector der SociSte Anonyme de la Distillerie de la Liquem* Benedictine de lAbbaye de fecamp.

1662 A. Legrand alne.

Briefkasten.

Mehrere Anfragende, vpa Volapük.

Herrn C. W., Darmstadt. Soll geschehen Gruß.

Betamrtmachmlg.

Damit die zum weiteren Ausbau der Stadtfernsprech - Ein­richtung in GieHen erforderlichen Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig in Angriff genommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen, bez Geschäftsräume rc. im Laufe dieses Jahres mit der ge­mannten Stadtiernsprech-Einrichtung verbinden wollen, ersucht, ihre Anmel­dungen recht bald, fpäiesteuS bis zum 1. März d. Is. an das Kaiserliche Postamt in Gießen eiuzusenden. Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse Kr den ersten Bauabschnitt des laufenden Jahres in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüffe können erst im nächsten Bauabschnitt zur Ausführung gelangen.

Darmstadt, 4. Februar 1890.

Der Kaiserliche Ober-Postdirector.

____________________ Clav el.____________________________

Bekanntmachung.

Betr.: Die R-ichstagswahlen.

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Kauf­mann Karl Loos dahier zum Stellvertreter des Wahlvorstehers des II. Wahlbezirks der Stadt Gießen für die bevorstehende engere Wahl zum Iieichstage ernannt worden ist.

Gießen, den 25 Februar 1890.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 1684

Bekanntmachung.

Das HebregiKev pro 1890 liegt beim Unterzeichneten für jeden Jntereffenten 8 Tage zur Einsicht offen und können nach Ablauf dieser Frist spätere Reklamationen nicht mehr berücksichtigt werden.

Gießen, den 26. Februar 1890.

Der Vorstand der israelitischen Religionsgesellschaft.

____A. Marcus.____________________1671

Holzverstetgerung

im M Pichen Schuhdrfirk Langsdorf.

Montag den 3. März d. I», Morgens 10 Uhr- sollen in obigem Bezirk:

1 Eichen-Schnittholzstamm 1,34 fm, 12 Eichen, Schwellen- und Wagnerholz 7 fm, t Linde 0,55 fm, 11 Buchen-Stämme von 3849 cm Durchm. 9,14 fm, 3 Fichten von 5 m Länge = 2,33 fm, 539 Fichten-Stangen, zu Latten, Leiterbäumen und dergl. geeignet,

jvwie gleichzeitig je nach der Nummernfolge:

76 Raummeter Buchen-Scheitholz,

163 Eichen- und Buchen-Prügelholz,

362 Buchen-Reiser,

61 Buchen-Stockholz,

1 Eichen-Stock, zum Ambos geeignet, öffentlich verkauft werden. Zusammenkunft am LangsdorfNonnen- rother Weg.

Hungen, den 25. Februar 1890. <

Fürstliches Rentamt.

Demme. 1669

Bekanntmachung.

Die in Nr. 48 d. Bl auf den 1» März er. verlegte Holzversteigerung b<t Wirtd Kahlere in Krofdorf wird nunmehr doch

Freitag den 28. Februar er«,

Vormittags 9 Uhr, abgehalten.

Krofdorf, 23» Febr. 1890.

Der König!. Oberförster: Müller. 1680

Bau- und Nutzholz- Versteigerung.

Montag den 3. März d. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Alten - Busecker Gemeinde­wald in den Districten Geisberg, Struth und Seewald nachverzeichnete Holzsortimente meistbietend versteigert werden:

53 Eichenstämme von 5 bis 15 Mr. Län e, von 20 bis 55 Ctm. Durchmesser,

137 Fichtenstämme von 15 bis 20 Mr. Länge, von 20 bis 47 Ctm. Durchmesser,

72 Kiefernstämme von 14 bis 20Mtr. Länge, von 20 bis 25 Ctm. Durchmesser,

2 Buchenstämme von 5 Mtr Länge, von 55 Ctm. Durchmesser,

37 Eichendeibftangen,

42 Nadeloerbftangen.

Alten-Buseck, 25. Februar 1890. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck.

Krämer. 1681

Donnerstag d. 10. April l. A, Nachmittags 2'/r Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Georg Dietrich Dörner Ehelenten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur I Nr. 33 10b Meter Hofraum in der Mühlgasse,

Flur I Nr. 33 b 25 Meter Grabgarten daselbst,

Flur l Nr. 43 62 Meter Hofraithe in der Neustadt,

Flur 33 Nr. 153 - 1475 Meter Acker am Nahrungsberg und dem Steinbacherweg

öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 26. Februar 1890

Großh. Ortsgericht Gießen- Bogt. 1687

Holzversteigerung.

Montag den 3. März

Vormittags 10 Uhr, werden im Birklarer Markwald, V» Stunde von der Bahnstation Lich entfernt, ver­steigert :

1) Schnittholz: 6 Eichenstämme, 43 bis 80 Ctm. Durchm., 2 bis 9 Meter Länge 7,05 Festmeter,

2) Schwellenholz: 7 Eichen von 30 bis 40 Ctm- Durchm., 57 Meter Länge 4,42 Festmeter,

3) Nutzholz: Hainbuchen, 28 Ctm Durchm, 7 Meter Länge 0,85 Festmeter, 1 Rüster von 28 Ctm. Durchmesser, 11 Meter Länge ----- 0,68 Festmeter.

Birklar, den 25. Februar 1890.

Der Markoorstand:

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