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Summa: 12 (4)

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40jährigen Künstler- (Kean: Herr Roll.)

Gewöhnliche Preise, von Saba. Große

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1 1

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Freitag den 28. November geschlossen.

Samstag den 29. November: Undine.

Sonntag den 30. November: Königin

Mittwoch den 26. November geschlossen.

Donnerstag den 27. November: Zum Jubiläum des Herrn Anton Roll. Kean.

Zoll fr. Versandt durch W. II. Mieick, Frankfurt a. M.

Special-Preisliste in verschloss. Couvert ohne Firma geg. Eins, g. 20 Pfg. in Briefm.

K. Nidda, 24. November. Vor etwa 10 bis 14 Tagen brachte Ihre Zeitung einen Aussatz über sog. Verstell- o ber Einstellvieh, welche Mittheilung von vielen Seiten mit großem Interesse gelesen wurde. Ich kann Ihnen nun von hier aus berichten, daß in der oben bezeichneten Sache ein Schritt vorwärts gethan wurde und zwar von Seiten des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Büdingen. Der genannte Verein hielt dieser Tage (am 20. l. M.) seine Herbst-Generalversammlung hier in Nidda ab, wobei Herr Landwirthschastslehrer Andrae einen Vortrag hielt, in welchem das, was Ihre Zeitung vor längerer Zeit brachte, bestätigt wurde und weiter verfolgt werden soll. Man hält die Sache für so wichtig, daß sie an eine Commission verwiesen wurde, welche weitere Untersuchungen anzustellen und Vorschläge zu machen hat. Besonders ist die Herbeiziehung von Spar- und Creditkassen, unter Umständen die Creirung von sog. Vieh­einstellungskassen als durchaus nothwendig zur Beseitigung des Uebels anerkannt worden, wie dies Ihr Herr Bericht­erstatter schon vor längerer Zeit als unumgänglich nothwendig bezeichnete.

§ Bermuthshain, 22. November. Bei der diesjährigen Fasel sch au im Kreise Lauterbach erhielt der hiesige Bullen­halter Heinrich Schultheis für einen l^^jährigen Simmen- thaler Bullen die höchste Prämie.

Lpitlplan der vereinigten frankfurter Ltadttheater.

Opernhaus.

Mittwoch den 26. November: Vorstellung bei ermäßigten Preism Aus Verlangen: Wilhelm Tell. Außer Abonnement.

Donnerstag den 27. November: Luccia. Hierauf: Im Balletsaal. Gewöhnliche Preise.

Gewöhnliche Preise. Außer Abonnement.

Freitag den 28. November geschlossen.

Samstag den 29. November: Kaufmann von Venedig. Gewöhnliche Preise.

Sonntag den 30. November, Nachmittags 31/» Uhr: Alt- Frankfurt. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Das verlorene Paradies. Gewöhnliche Preise.

Montag den 1. December: In eiserner Zeit. Gewöhn­liche Preise.

und Sachsenhausens magisch beleuchten, und es ist somit an­zunehmen, daß auch dieser Theil der Ausstelluug aus der Mainterrasse eine außerordentliche Anziehungskraft aus daS Publikum ausüben wird.

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebm an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen

Diphtherie

Masern

Scharlach Lungenschwindsucht Lungenödem

Organ. Herzkrankheit Darmentzündung Krämpfen Altersschwäche Wirbelbruch

Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen.

47. Woche. Vom 16. November bis 22. November 1890.

Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär).

Sterbltchkeitsziffer: 30,4 °/oo.

Kinder

Zusammen: Erwachsene: im vom

l.Lebmsjahr: 2.-15.Jahr:

Dermtfe^te».

Mainz, 24. November. Der Rhein und seine Neben­flüsse, besonders aber der Neckar, steigen in Folge der andauernden Regengüsse sehr stark.

*== Frankfurt a. M., 24. November. Orkanartiger Sturm. Verwichene Nacht und heute den ganzen Tag tobte hier und in der ganzen Umgegend ein fürchterlicher Sturm, der von heftigem Regen begleitet war. Derselbe hat an Gebäuden und Pflanzen großen Schaden angerichtet und seine Spur bezeichnen zertrümmerte Fensterscheiben, entwurzelte Bäume, abgedeckte Dächer, umgestürzte Schornsteine u. dgl. schöne Dinge. Den größten Schaden hat der Orkan ver- muthlich auf dem Terrain der ehemaligen Westbahnhöse Hier­selbst angerichtet, woselbst er die für die nächstjährige eleetro- technische Ausstellung im Bau begriffene große Maschinenhalle vollständig zusammenriß. Der Schaden wird aus ea. 15000 Mk. geschätzt. Auf der Bockenheimer Landstraße wurde ein Kastanien­baum entwurzelt. Man kann sich hiernach eine Vorstellung von der Gewalt des Sturmes machen. Infolge der gefallenen großen Regenmenge steigt der Main sehr schnell. Der Gen.-Anz." will wissen, die Bestätigung des Herrn Adickes zum Oberbürgermeister Frankfurts stehe dicht bevor. Herr Dr. Miquel soll sich einem hiesigen, z. Zt. in Berlin weilenden Herrn gegenüber dahin geäußert haben.

* Frankfurt a. M., 22. November. Anläßlich der nächst­jährigen eleetrischen Ausstellung wird bekanntlich am Mainufer eine besondereMainausstellung" errichtet werden, die mit dem Hauptausstellungseomplexe durch eine elec- trische Bahn verbunden im Wesentlichen die aus die Marine bezüglichen Ausstellungsobjeete enthalten wird. Es sollen dort die außerordentlich interessanten eleetrischen Signal-, Commando- und Steuerapparate, deren man sich jetzt zur Sicherung der Seefahrt bedient, zur Ausstellung kommen; an Modellen und in vollständig ausgestatteten Cabinen wird die eleetrische Beleuchtung unserer Seedampser ersichtlich sein und Modelle von Kabelschiffen re. werden die Verlegung der großen Oeeankabel veranschaulichen. Außerdem wird dieMain­ausstellung" den Landungsplatz zweier electrischer Boote bil­den, die den Verkehr stromauf- und abwärts, sowie nach Sachsenhausen vermitteln sollen, und ein Taucher wird an geeigneter Stelle seine Thätigkeit ausüben. Ein Leuchtthurm, mit eleetrischen Scheinwerfern ausgerüstet, soll Nachts das längs des Maines sich hinziehende Häusermeer Frankfurts

1 Hl)

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verkehr, Ctmö« und Vettstt'iribfdbafr.

Sietzen, 25. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JL 0,951,00, Hühnereier 1 St. 8-, 2 St. Enteneier 1 St.--H, 2 Et. - H,

Käse pr. St. 48H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 4, Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Paar 0,590,65, Hühner pr. Stück JL 0,85-1,00, Hahnen pr. St- X 0,60-0,90, Enten pr. Stück X 1,501,80, Ochsenfletsch pr. Pfd 7074 H, Kuh- und Rindfleisch 6064 Schweinefleisch 70-80 H, Hammelfleisch 62-68 Kalb­fleisch 60-64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 3,50-5,50, Weißkraut pr. St. 37 Zwiebeln per Centner X 5,000,00, Milch per Liter 1218 Häufe pr. Pfd. 45-56

Kaiserpanorama. Wohl selten war der Besuch ein so reger, wie bei der dieswöchentlichen Serie: Uosemite- Thal, Sierra-Nevada, Calisornien. Der bekannte Amerika- Reisende Ernst von Hesse-Wartegg nennt dieses Thal das Wunderthal, einzig dastehend hinsichtlich seiner jungfräulichen großartigen Romantik. Er nennt es weiterhin das Mekka der Amerikaner und zwar mit Recht. Entdeckt wurde dieses Thal in den fünfziger Jahren und zwar durch Verfolgung der YosemitcJndianer. Auch jetzt noch kommen öfters Nach­richten, daß die Indianer sich empören, so schreibt die Frank­furter Zeitung vom 20. d. M. im Abendblatt: Die Sioux- Indianer in Nord-Dakota kaufen Munition und erklären offen, daß sie die Weißen tödten wollen. Der Messias würde ihr Führer sein. Es heißt, ein großer Haufe indianischer Krieger sei von Standing Rock nach der Nördlichen Pacific- bahn gezogen. Die Einwohner von Mandan haben sich orga- msirt und den Gouverneur telegraphisch um Waffen und Munition gebeten. Nach den letzten Nachrichten rückten die Sioux-Indianer über Pine Ridge vor. Nach der New-Dorker Sun" beträgt die Anzahl der indianischen Krieger 1500, während die Anzahl der Unionstruppen und der Grenzpolizei nicht 500 übersteigt. Selbst von Europa aus wird dieses herrliche Stück Erde ausgesucht. Besonders hervorzuheben sind zuerst die Riesenbäume des Mariposa-Hains mit einer Höhe von 450530 Fuß bei einem Durchmesser von 35 bis 40 Fuß, Umfang bis 120 Fuß englisch, also beiläufig 37 Meter. Weitere hauptsächliche Punkte sind El Capitan, der verlorene Pfeil, die Schildwacht, drei Brüder, Kathedrale ober Dom, Tenegarsee und Fall, Vernal-Fall, Nevada-Fall, Uosemite^Fall, welcher in seinen drei Sprüngen über 3000 Fuß herunterstürzt. Weiterhin der Spiegelsee mit seiner groß­artigen Reflexion. Von der Sierra-Nevada sind hauptsäch­liche Punkte Gebirgslandschaft, Hoffmannsthurm, vuleanische Berge, Pacifie-Eisenbahn, Mississippi-Dampfer rc. Außerdem sind interessant die verschiedenen Indianer-Typen.

Ein längerer Artikel über das Versammlungsrecht im Großherzogthum Hessen in derZeitschrift für Staats- und Gemeindeverwaltung im Großherzogthum Hessen" aus der Feder des Herrn Polizeiraths Morneweg in Darmstadt.gelangt zu dem Schluffe, daß eine gesetzliche Regelung besagter Materie, die bis jetzt fehlt, erforderlich sei. Die Entwickelung unseres politischen Lebens und die wachsende Bedeutung der öffent­lichen Versammlung, als Organs desselben, machten den Erlaß eines Versammlungsgesetzes im Regierungs- und Staatsbürger­interesse nachgerade zum Bedürsniß. Der Art. 4, Ziffer 16 der Reichsverfassung, welcher die Bestimmungen über das Vereinswesen in das Bereich der Reichsgesetzgebung gezogen, bilde für das Vorschreiben der Landesgesetzgebung kein Hinderniß, denn einmal begründe die eitirte Verfassungs­bestimmung nur ein eoncurrirendes Recht der Gesetzgebung zwischen Reich und Einzelstaaten, derart, daß es den letzteren freistehe, bis das Reich dies gethan, Gesetze über derartige Gegenstände zu erlassen, und dann würde die Gesetzgebung des Reichs event. nur mit dem Versammlungsrecht der Vereine sich zu befassen haben. Die im Interesse der Einheitlichkeit wünschenswertheste Erledigung würde die Angelegenheit durch Erlaß eines das Versammlungswesen gleichzeitig mit dem Vereinswesen erschöpfend regelnden Reichsgesetzes finden.

Zum Bau der von dem Landtag genehmigten Neben­bahnen soll in geeigneten Zeitabschnitten ein zu höchstens 3^/zpCt. verzinsliches Anlehen im Gesammtbetrage von 23 500000 Mk. ausgenommen werden.

Rüddingshausen, 20. November. Heute wurden ein von auswärts hierher verheiratheter junger Mann und ein vor Jahresfrist ans dem aetiven Militärdienst entlassener Bursche dahier nach einem Verhör durch den Untersuchungsrichter verhaftet und nach Gießen eseortirt, weil sie im Verdachte der Wilddieberei stehen sollen.

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Gießen, den 25. November 1890.

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