Ausgabe 
26.10.1890 Erstes Blatt
 
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guten Vorstellung, die wieder­erregte. In erster Linie ver- Herrn Reiners Erwähnung, eine unwiderstehliche Komik an

Seite läßt. Das zeigte sich im Großen und Ganzen reckt holt die stürmischste Heiterkeit dient das treffliche Spiel des

Univorsitäts 2lad? richten.

Halle, 22. October. Zum Leiter der hiesigen medicinifchen Universitätspolikltntk soll, wie verlautet, Professor v. Mehring aus Straßburg berufen werden.

der in seiner dankbaren Rolle

den Tag legte. Schlecht hatte sich dagegen Frl. Martin in ihre allerdings wenig lohnende Parthie gefunden- schon in ihrer Erscheinung war sie viel zu jung und sympathisch- so sieht die Frau nicht aus, dieüber die Jahre der Eifersucht" hinaus ist, und nach F. Narstedt einen bitterbösen Eindruck macht. Im Spiel war Frl. Martin ebeusalls zu angenehm und hängte die rechthaberische Manier der alles todtschwätzen- den Frau längst nicht genug heraus. Auch Herr Biebrach war als Fuhrström mit seiner Uebertreibung nicht nach unserm Sinn. Ausgezeichnet characterisirten dagegen Herr Winolt seinen brummigen Eckendahl und Frl. Elisabeth Bischof das Modell Amanda, eine Rolle, deren Steinliches sie mit freundlicher Schalkhaftigkeit vergessen zu macken wußte. Die nichts sagende Parthie der Elisabeth wurde von Frau Anni Reiners sehr niedlich gespielt, während wir dem Narstedt des Herrn Fritschler bei aller Anerkennung einzelner guter Momente kein Lob im Ganzen zu Theil wer­den lassen können. In Bezug auf Äußerlichkeiten muß sich der Herr namentlich das schreckliche Aufziehen der Augen­brauen abgewöhnen, da dieses seinem Gesichte immer einen äußerst zerstreuten und unbeholfenen Ausdruck giebt. Als Emilie spielte Frl. Hermann sehr gewandt, während Herr- Schreiner seine kleine Rolle nicht genügend ausgearbeitet

und protrtnsteIle*.

Gießen, 25. Oct ob er.

Moltkeseier. Die Moltkeseier wurde heute Morgen auch in den hiesigen städtischen Schulen und zwar in beiden Gruppen gesondert begangen. Da für die Knabenschule keine ausreichende Localität zu einer gemeinsamen Feier zu be­schaffen war, so veranstalteten Elementar- und Oberklassen je eine gesonderte Feierlichkeit und zwar die ersteren im Schulhause in der Schulstraße um 8 Uhr Morgens, letztere um 11 Uhr im Schulhause in der Neustadt. Eingeleitet wurde die Feier durch Absingen eines Chorals, woraus in erhebendem, den Kindern verständlichen, etwa */,stündlichen Vortrage die Bedeutung des Tages besprochen, Moltkes Jugend-, Mannes- und Greisenalter knapp und treffend ge- I zeichnet und seine großen Thaten und Erfolge geschildert wurden. Sodann kam der Redner noch darauf, daß der I greise Held auch ein besonderer Freund der Kinder sei und wie er eine bei Creisau befindliche Volksschule sehr häufig mit seinem hohen Besuche beehre. Er freue sich da ganz besonders der Fleißigen und gebe seiner Freude hierüber ost I genug beredten Ausdruck. Zum Schluffe dankt der Vor- I rragende Gott für die große Gnade, die er dem Gefeierten I und uns in ihm habe zu Theil werden lassen und schloß mit der Bitte, Gott möge uns diesen seltenen Mann noch lange Jahre erhalten. Ein Choral beendete die Feier.

Kaiser-Panorama. Der Besitzer desKaiser-Pano­ramas", Herr Schmidt, wird am Sonntag den 26. October sein Kunst-Institut im Ladenlocal, Mäusburg 12, parterre, eröffnen. In Cassel, wo Herr Schmidt seit ca. einem Jahre sein Kaiser-Panorama ausgestellt hatte, erfreute sich dasselbe jederzeit eines lebhaften Besuches und was von dort 'über dasselbe berichtet worden, läßt uns hoffen, daß auch hierorts das Unternehmen des Herrn Schmidt lebhaften Zuspruch finden wird. Indem wir wegen des weiteren aus die im Jnseratentheil unseres Blattes befindliche Anzeige verweisen,

knüpfen wir hieran noch eine Notiz desCasseler Tagebl." I Nr. 9. Das Panorama hatte gestern wieder so starken Be­such, daß zeitweise nur mit Geduld zur Besichtigung der wunderbaren Wandelbilder zu gelangen war. Es kann dieser immer zunehmende große Zuspruch als der beste Beweis da­für gelten, daß die Empfehlung dieser Weltansichten eine wohlverdiente ist und auch durch die Besucher des Pano­ramas aus voller Ueberzeugung weiter verbreitet wird. Es | trifft bei diesem Panorama alles zusammen, um den Besuch sowohl angenehm als nützlich und lehrreich zu machen. Die Nalurtreue der Bilder, die Pracht der Farbengebung, die vorzügliche Deutlichkeit und der Reiz der Ansichten ist bei diesem Panorama wirklich eigenartig und unübertroffen. Nach­dem das Unternehmen sich schon vier Monate hindurch wie in anderen Städten so auch hier aufs vollkommenste bewährt hat, dürste genügende Veranlassung gegeben sein, dasselbe auch den Leitern unserer Lehr-Anstalten und Schulen zur sorgsamsten Beachtung zu empfehlen, denn die Anschauung dieser Bilder darf mit Recht als von bedeutendstem Nutzen für die lernende Jugend erachtet werden- zudem kann ihr eine Freude bereitet werden, die zugleich nachhaltigen guten Eindruck macht. Die Bilder sind im ganzen äußerst in­teressant und verdienen zahlreichen Besuch, wie wir denn auch nur wiederholt darauf Hinweisen können, daß es sich bei dem Unternehmen des Herrn Schmidt um ein wahres Kunst-In­stitut handelt, das unserer Stadt möglichst lange zu erhalten, der Wunsch eines jeden Gebildeten sein muß.

w. Theater.Professor Klint", Schwank in vier Acten von Geijerstam. Wer sich durch die fremden Namen des Dichters und der austretenden Personen unseres Stückes hatte verleiten lassen, zu glauben, daß seiner im Prosessor Klint" irgend welche exotischen Genüsse harrten, der wird heute eingestehen, daß er sich gründlich geirrt hat. Der Geijerstam'sche Schwank könnte ebensowohl aus Berlin von der Firma SchönthamKadelburg oder Moser bezogen sein: denn er hat dieselben typischen Vorzüge und Schatten­seiten, wie die Erzeugnisse dieser einheimischen Lustspieldichter, d. h. eine lose Handlung wickelt sich zwischen ziemlich ober­flächlich und schablonenmäßig characterisirten Menschen ab, dabei aber ereignen sich eine solche Menge ergötzlicher Einzel­heiten, ergiebt sich eine so wirkungsvolle, wenn auch manch-

Schweiduitz, 24. October. Gras Moltke ist mit seinen Adjutanten Vormittags unter enthusiastischen Ovationen des zahlreichen Publikums nach Berlin abgereist.

Hamburg, 24. October. DerBörsenhalle" zufolge sand Nachts um zwet Uhr ein Zusammenstoß zweier hinter- einandersahrender Güterzüge bei Boitzeuburg statt. Cls Wagen mit Frachtgütern wurden total zertrümmert. Menschen wurden nicht verletzt. Das Geleise für den Pers^Ttenverkehr soll bereits frei sein.

Malmoe, 24. October. Es wird beabsichtigt, eine Telegraphenstation am Nordcap während der Reffe­saison anzulegen.

Bern, 24. Octaber. Das Jnsanteriebataillon Nr. 28 (aus Stadt Bern) ist zum nächsten Dienstag aufgeboten, um nach dem Tessin befördert zu werden. Die im Tessin stehenden Infanterie-Bataillone Nr. 40 und 42 kehren am 24. d. M. zurück und werden am 31. entlassen. Die Parat­haltung der Bataillone 29 und 30 dauert fort.

Moskau, 24. October. Die hiesige deutsche Colonie übersandte Moltke zu feinem 90. Geburtstage in einem Prachtbande Ansichten von Moskau und Aquarelle über den Besuch Moltkes in Moskau.

Das Comite der hiesigen französischen Aus­stellung verpflichtet die französischen Restaurateure der Ausstellung, die üblichen russischen Steuern zu entrichten und ausschließlich russische Producte und Weine zu führen.

Belgrad, 24. October. Die hiesige deutsche Colonie ver­anstaltet Sonntag ein Fe st bank et zur Feier des Geburts­tages Moltkes.

Vermiete*.

* Mainz, 24. October. Der Rechtsausschuß der I hiesigen Stadtverordnetenversammlung hatte sich letzthin mit I der wichtigen Frage zu beschäftigen, inwieweit das von der I Neichstelegraphen - Verwaltung zur Herstellung von Fern- I sprech leitun gen beanspruchte Monopol rechtlich begründet I ist. Der Referent des Ausschusses, Rechtsanwalt Dr. Horch, I hat in einem ausführlichen Rechtsgutachten die Frage ein- I gehend geprüft und ist dabei zu dem von dem gesammter. I Ausschuß getheilten Schluß gekommen, daß nach Gesetz, I Doctrin und Praxis, die Befugniß, von Privatpersonen tele- I phonische Verbindungen herzustellen, im vollen Umfange be- I steht und die von dem Telegraphenfiscus beanspruchte Regalität I durchaus zu denegiren sei. Die Prüfung der Frage war für I den städtischen Rechtsausschuß dadurch erwachsen, daß das I hiesige Kreisamt mit Rücksicht auf das von der Reichspost- I Verwaltung beanspruchte Monopol einen Stadtverordneten- I beschluß beanstandet hatte, durch welchen die Bedingungen für I Herstellung von Privatfernsprechleitungen in hiesiger Stadt geregelt werden sollten.

* Frankfurt a. M., 24. October. Im Etablissement Neue Börse" findet auf vielseitiges Verlangen während der ganzen Saison jeden Sonntag Nachmittag eine große I Kinder- und Familien-Vorstellung statt, in der I sämmtliche Specialitäten, welche in den Abendvorstellungen auftreten, mitwirken.

Breslau, 23. October. Der Stockmachergeselle Hermann Roder, der vom Schwurgericht wegen des an der acht­jährigen Klara Besser verübten Lustmordes zum Tode ver- urtheilt worden war, ist heute früh durch den Scharfrichter Reindcl aus Magdeburg hingerichtet worden.

* Heber die Eisen- und Stahl-Interessen der Welt hat der bekannte amerikanische NationaOOeconom in Boston, Herr Edward Atkinson, kürzlich eine Abhandlung veröffentlicht, der folgende Angaben entnommen sind: Herr Aktinson weist nach, daß die Ver. Staaten der größte Consument von Eisen und Stahl in der ganzen Welt sind. Da die Erz- und Kohlenlager in vielen Theilen des Landes so nahe bei­einander befindlich sind, während Großbritannien sein Erz aus Spanien und Afrika beziehen muß und die Tiefe und Hitze der englifchen Kohlenbergwerke immer mehr zunimmt,

hatte.

Theater. Am Sonntag wird die Direction den im Gießener Anzeiger" geäußerten Wünschen entsprechend eine ; höchst amüsante Posse mit Gesang geben (Unruhige Zeiten"), in der namentlich auch Herr Director Re i ners 1 und unsere Soubrette Fräulein Martin in famosen Partien beschäftigt sind.

Butzbach, 23. October. Die neue Wasserleitung wurde gestern auch hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit bei Bränden geprüft und es fand zu diesem Zwecke eine Hebung der freiwilligen Feuerwehr statt. Das Resultat war laut W. B." ein sehr zufriedenstellendes.

Aus Oberheffen, 24. October. An der Chaussee von Assenheim nach Dorn-Assenheim sind kürzlich 37 Stück junge Aepselbänme dicht unter der Krone ab geschnitten worden. Auf die Entdeckung des Frevlers sind 100 Mk. Belohnung gesetzt.

% Berstadt, 24. October. Betreffs der bereits mit» getheilten Schlägerei in den Tanzlocalitäten anläßlich des hiesigen Kirchweihfestes sei erwähnt, daß es später beim Nachhausegehen auf der Ortsstraße unter jungen Burschen nochmals zu einer Schlägerei kam, an deren Folgen einer der Betheiligten schwer verletzt darnieder liegt und sich seit­dem in ärztlicher -Behandlung befindet. Anzeige bei Großh. Staatsanwaltschaft ist bereits erhoben worden.

F. Büdingen, 24. October. Ein hier bestehendes Comitö ladet zu einer am Sonntag den 26. dss. Mts. im Stern" zu Büdingen stattfindenden Versammlung ein, in welcher über dieErbauung einer Eisenbahn von Büdingen über Rinderbügen, mit Anschluß an geeigneter Stelle der bereits genehmigten Linie Stockheim - Lauterbach, mit Fort­setzung von Büdingen über die bereits bestehende Linie Büdingen-Büches über Düdelsheim zum Anschluß in Lmd- i heim an die Linie Stockheim - Frankfurt a. M." bcrathen I werden soll. '

glaubt Herr A., daß Eisen und Stahl in den Der. Staaten schließlich ebenso billig hergestellt werden können wie in Eng­land, trotz der höheren Arbeitslöhne im ersteren Lande. Er ist ferner der Ansicht, daß der Eisen- und Stahl-Consum der Welt, welcher so rapide zunimmt, während der nächsten zehn Jahre die größten Ansprüche an die Productionskrair der Der. Staaten und alle anderen Eisen producirenden Länder stellen wird und daß deßhalb, obwohl Schwankungen stattfinden durften, Preise in der ganzen Welt im großen Ganzen stetig eine steigende Tendenz verfolgen müssen. Auf Grund sorgfältiger Berechnungen schätzt Herr Aktinson, daß die diesjährige Roh­eisen-Production in der ganzen Welt im Betrage von 28 000 000 Netto-Tons, wovon ca.' 10 000000 Tons aus die Vcr. Staaten entfallen, im Jahre 1900 die Höhe von 41000 000 Tons erreichen wird, während dem gegenüber ein Bedarf für 56 000 000 Tons vorhanden fein wird. Diese Berechnungen sind auf der normalen Rate des Wachsthums dieser Industrie während der letzten fünfzig Jahre bafirt und ist dabei nicht die Möglichkeit oder besser die Gewißheit einer bedeutenden Zunahme des Begehrs in Folge der fortschreitenden Ent­wickelung Afrikas und Asiens ausgeschlossen. Diese enorme Zunahme des Begehrs für Eifen und Stahl wird eine ebenso enorme Zunahme der Production im Gefolge haben und nach Ansicht des Herrn Aktinson wird sich die Hauptproduction auf den Süden der Vereinigten Staaten concentriren.

* Petersburg, 20. October. Selbstmord eines Pro­fessors vor seinen Schülern. Von hier wird nach­stehender, über alle Maßen frivoler Selbstmord gemeldet: Dr. Kucharsky, ein junger Professor der Medicin, hat sich im Laboratorium der Universität in Gegenwart feiner Hörer getöbtet, noch ehe ihn diese daran verhindern konnten. Dr. Kucharsky hatte eben einen Vortrag über Säuren beendet, als er eine Phiole zur Hand nahm und indem er einige Tropfen daraus in ein Gläschen goß, den Anwefenden zurief: Sie werden in zwei Minuten einen Mann vor ihren Augen sterben sehen. Meine Herren ich.sage Ihnen Lebewohl." Hierauf trank er die Flüssigkeit aus, zog die Uhr aus der Tasche und begann die Sekunden zu zählen, die ihm noch zu leben vergönnt waren. Die Studenten stürzten herbei, und wollten thm Gegengift reichen. Doch war es zu spät.

i Professor Kucharsky war in zwei Minuten todt.

£iteratur unö Wmft

Welche Stellung auch der Einzelne zur socialen Frage einnehmen mag, eins läßt sich nicht leugnen: es gibt auf der Welt noch viel Noth und Elend zu lindern, viel vnzukömmltche Zustande zu verbessern, unzuretchenve Einrichtungen zu ergänzen. Wie tief die Empfindung dafür in den Gemüthern Platz gegriffen, dafür finden wir ein beredtes Zeugnitz in dem Umstand, daß sie in der neueren Literatur wtderkltngt, wohin wir auch blicken. Nicht nur die jüngste Schule schöpft vermöge der Eigenart ihrer naturaliftffchen Grundsätze ihre Stoffe fast ausschließlich aus dem Leben der Stiefkinder der Gesellschaft, auch altbewährte Koryphäen, die sich auf den verschieden­artigsten Gebieten mit außergewöhnlichem Gelingen bewegt, neigen mehr und mehr zur Beschäftigung mit denen hin, die bet der Ver- theilung des Lebensglückes zu kurz gekommen sind. Das bekundet sich aufs Neue, wenn wir die erste Nummer des soeben beginnenden neuen Jahrgangs der stets auf der Höhe der Zett sich haltenden billigsten und reichhaltigsten deutschen Romanzettung, der »Deutsche« Roma«l»ibliothek" (herausgegeben von Joseph Kürschner, redtgtrt von Otto Bätsch, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) zur Hand nehmen. Gleich auf der ersten Seite begrüßt uns der jüngste Roman Rudolf von Gottschalls, der schon durch seine Aufschrift:Ver­kümmerte Existenzen" darthut, nach welcher Richtung hin der berühmte Verfasser diesmal sein Interesse wendet. Sein Name bürgt uns dafür, daß es sich hier nicht um einfeitige Tendenzenreiteret handelt,, fondern um ein mit positiver Wahrheit gesättigtes Lebensbild. Schon die ersten Capttel bestätigen das denn auch. L>te zeichnen mit realistischer Kraft zunächst bas bescheidene, sorgenreiche Leben in einer ärmlichen Dachstube, in der neben der kranken Mutter ein hold erblühtes Mädchen eifrig der erwachsenden schweren Aufgaben wallet, und knüpfen daran sofort die Beziehungen dieser von der Glücks­göttin Vergessenen zu den Salons, in denen sich Retchthum und Wohlleben bewegen. Daß aus dem Herüber und Hinüber zwischen den beiden Polen sich interessante Verwickelungen eigenartiger Natur ergeben werden, lassen die fesselnd geschriebenen Anfangscapttel bereits zur Genüge erkennen. In dem gleichzeitig beginnenden zweiten Roman der Deutschen Romanbibliothek:Wahre Liebe" von A. von der Elbe begegnen wir einer Schöpfung, die um so sonniger

anhebt. Auch in der Nebenetnanderstellung dieser beiden gleich trefflich angelegten, aber doch in Ton und Haltung so verschieden­artigen, gewissermaßen sich gegenserttg ergänzenden Werke bekundet sich wieder die altbewährte Art derDeutschen Romanbtbliothek", die jeder innerhalb der Grenzen des guten Geschmacks sich bewegenden Richtung gerecht wird. Nur ihre dadurch begründete große Beliebt­heit und weite Verbreitung macht es erklärlich, wie es ihr möglich ist, bei dem ohnehin fabelhaft billigen Preis von 2 Mk. für das Quartal, das den Inhalt einer Reihe stattlicher Romanbände um­faßt, nunmehr auch noch mit Beigabe einer Porträtgalerte deutscher Romanschriftsteller zu beginnen. Als erste P^be davon

I liegt der Eröffnungsnummer des neuen Jahrgangs das Btloniß. Rudolf von Gottschalls bet, in einer Ausführung, deren Lebendigkeit

I und künstlerische Schönheit auf der Stufe höchster Vollendung steht.

£>erfeüyr, fand» unö Volkswirt«fr.

Patente von im Grotzherzogthum Hesse« wohnende« | Erfindern. Paten t-Erthetiungen. Kl. 26, F. 54 404. Gas- druckregulator; I. Goebel in Darmstadt, Waldstr. 49; vom 9. März 1890 ab. Kl. 30, Nr. 54358. Verfahren zur Herstellung von I elastischen Pelotten für Bandagen; I. Schwarz in Mainz, Gr. Bleiche Nr. 41; vom 2. Februar 1890 ab. - Kl. 34 Nr. S3403 Doppel- k-rzenhatt-r für Christbäume. G. Gürtler in Offenbach ,. M.. Effen- badnstr. 24; vom 7. März 1890 ab. KI. 55, Nr. 54427. Vor, I richtung zum Schneiden schmaler Streifen; Ferdinand Flinsch, Acltengcsellschaft für Maschinenbau und Eisengießerei in Offenbach; vom 4. Juni 1800 ab. ____________

Siehe«, 25. October. Marktbericht Auf dem heutige« Mochenmarkt kostete: Butter pr. W 0,90-100 Wnerek» 1 SU 7, 2 St. 15 H, Enteneier 1 St. A, 2 St. Käse pr. St. 5-8 H, Käsematte pr. St. 3 A, Wsenpr. Liter lb A, Linsen pr. Liter 28 A. Tauben p*$««-* 0.50-0^0, Hühner Stück A 0,85-100, Hahnen pr. St 0,60-1,00, Enten pr- Stück A 1,401,60, Ochsenfleisch pr. Pfd 7074 A, Kuh- und Rindfleisch 6064 A. Schweinefleisch 70-80 A, Hammelfleisch 6268 H, Kalb­fleisch 60 64^, Kartoffeln pr. 100 Kilo A 4,006,00, Weißkraut pr. St. 5-8 A, 8wiebelr> per Centner A 6,006,00, Milch p« Liter 12-18 A> Gänse pr. Pfd. 50-60 A.

mal etwas faltige Komik, daß man seine Scrupel gern bei auch bei der gestern erfolgten,

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