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Militärattaches Deutschlands, Rußlands und Frankreichs in großer Uniform bei. Der französische Gesandte Arago brachte .den Toast auf die Schweiz aus.

Lauterberg, 24. Juli. Bei Major v. Wißmann hat sich Abnahme der örtlichen Kränkheitserfcheinungen bei befriedigen­dem Appetit und Schlaf eingestellt. Die Aerzte halten aber die weitere Bettruhe noch für erforderlich. Freiherr v. Gra- venreuth ist abgereist und Dr. Bumiller wieder hier.

Wien, 24. Juli. Laut Meldung derPolit. Corresp." aus Karlsbald reist Prinz Ferdinand von Coburg morgen Mittag nach Coburg.

Cannes, 24. Juli. Exkaiser Dom Pedro, sowie Graf und Gräfin von Eu reisten nach Boiron ab.

London, 24. Juli. Dem Bureau Reuter wird aus Canea (Kreta) gemeldet: Djevad Pascha erließ eine Proclamation, welche den in den Bergen versteckten Flüchtlingen einen letzten 15tägigen Aufschub zur Rückkehr in die Heimath ge­währt. In letzter Zeit sind zahlreiche bewaffnete Banditen verhaftet werden.

Aus Buenos Aires wird derTimes" gemeldet, daß Nachrichten aus Chile zufolge in Valparaiso viele Läden geplündert wurden. In Santiago seien Truppen eingerückt. Die Lage habe sich dort verbessert.

Loudon, 24. Juli. Zwischen den Directoren der London- Docks- und St. Katharin-Docks - Dockarbeitern sind Streitigkeiten entstanden, weil die Directoren sich weigerten, den Delegirten des Dockarbeiterverein zu gestatten, im Dock von den Hilfsarbeitern die Vorzeigung der Vereins­mitgliedskarte zu verlangen. Deswegen stellten heute 2000 Arbeiter die Arbeit ein. Gegenwärtig finden Verhandlnngen zwischen den Directoren und dem Verein statt.

Ein Lloyddepesche aus Athen meldet, daß gestern bei Cerigo ein Z u s a m m e n st o ß zwischen dem DampferBerenice" vom Oesterreichischen Lloyd und dem englischen Dampfer Holway" stattgefunden hat. DieBerenice" mußte bei Cap Spati aufs Land laufen. Der MessageriedampserDouro" ist mit 57 Passagieren von dem Wrack derBerenice" in Shra eingetroffen.

London, 24. Juli. Die internationale parla­mentarische Friedensconserenz, welche gestern ihre Arbeiten beendete, faßte die Resolution zu Gunsten des Ab­schlusses von Schiedsgerichtsverträgen in etwas veränderter Fassung- ferner wurden Beschlüsse gefaßt für die Einschaltung von Schiedsgerichtsklauseln in Handels- und anderen Ver­trägen, sowie für die Bildung von Parlamentsausschüssen in jedem Lande behufs Ideenaustausches und Erwägung ent­stehender Streitsälle. Aus dem Diner ju Ehren der aus­wärtigen Mitglieder der Conserenz toastete Playfaix auf die Gäste.

London, 24. Juli. Fergusf on theilte in der heutigen Unterhaussitzung mit, Portugal habe eingewilligt die Schweiz aufzufordern, drei Juristen zu Schiedsrichtern, betreffend die Entschädigung wegen der Delagoabahn, zu ernennen. Die englisch-ostafrikanische Gesellschaft unterhandele mit der italieni­schen Regierung über ein Abkommen, betreffend die beider­seitigen Operationssphären. Diese Unterhandlungen dauerten über die Details noch fort. England beabsichtige nicht, Frank­reich das Recht der Besetzung Zeilas zuzugestehen. Er erklärte ferner im Verlaufe seiner Rede, England unterhandle mit Frankreich und Portugal wegen weiterer Gebietsabgrenzungen, die geeignet seien, England gegen mögliche Mißverständnisse und gegen Kriegsgefahr mit irgend einer anderen Macht zu sichern. Er stellte in Abrede, daß hinter dem englisch-deutschen Abkommen ein weiteres geheimes Abkommen bestehe. Obwohl die Regierung ihre Freundschaft mit Deutschland zu befestigen wünsche, sei sie von der bisherigen Politik nicht abgewichen. Die stattgesundene Antisclavereiconserenz sei ein Beweis für die Sorgfalt der europäischen Mächte hinsichtlich der Wohlsahrt Afrikas. Er hoffe zuversichtlich, daß das Werk der Conferenz nicht infolge einer Meinungsverschiedenheit eines der be- theiligten Staaten scheitern werde. Betreffs des Protectorats über Sansibar dauern die Unterhandlungen mit Frankreich fort. England werde durch das Protectorat nicht den Handel irgend einer anderen Macht zu behindern suchen, sondern Sansibar zum Ausgangspunkt für die Unterdrückung des Sclavenhandels machen. Weiter beantragt Fergusfon in zweiter Lesung die Genehmigung der Helgolandbill mit einer Rede, die im Wesentlichen mit Salisburys neulicher Rede im Ober­hause übereinstimmte. Sodann nahm Gladstone das Wort. Der­selbe erklärte, er wolle das Abkommen wegen Helgoland nicht be­kämpfen, weil es für alle interessierten Parteien Vortheilhaft fei. Aber hje Regierung schaffe dadurch, daß sie für die Abtretung des Gebietes die Genehmigung des Parlaments einhole, einen consti- rutionellen Präzedenzfall, der ungeheuere Folgen haben könne. Aus dem Grunde werde er an der Weiterbehandlung dieser Bill nicht theilnehmen. Minister Goschen, der dann sprach, bedauerte, daß Gladstone an der weiteren Berathung der Helgoland-Bill nicht theilnehmen wolle, obwohl er das deutsch- mglische Abkommen so warm billige. Was den constitutionellen Präzedenzfall betreffe, so billige es die Mehrheit des Par­laments und des britischen Volkes, daß die Rgierung das Parlament consultirt habe, wo es sich um die Abtretung eines Gebiets in Fnedenszeiten und nicht etwa unter Kriegs- nothwendigkeit handle. Die Regierung übernehme deßhalb auch die Verantwortlichkeit dafür, obschon sie zugebe, daß ihr Vorgehen eine Abweichung von der bisherigen constitutionellen Hebung sei. Indessen werde keine Prärogative der Krone, selbstständig Verträge abzuschließen, aufgegeben.

Loudon, 24. Juli. DerTimes" wird aus Buenos Aires gemeldet, daß die Veröffentlichung der Namen der be'iden Offiziere, Morosini und Palma, welche dem Präsident Celman die angeblichen Verschwörer denuncirt hatten, einen peinlichen Eindruck gemacht habe. Der Präsident habe durch seine Veröffentlichung augenscheinlich die Mißstimmung der Armee gegen die Polizei beschwichtigen wollen. Die Regierung erkläre, sie zweifle nicht im Geringsten, den Frieden und die öffentliche Ruhe aufrecht erhalten zu können.

Gibraltar, 24. Juli. Der AvisoSurprise" mit der Kaiserin Friedrich an Bord, ist abgesegelt.

Molde, 24. Juli. Der Kaiser verbrachte die letzten Tage wegen andauernden Regens an Bord. Die Rückkehr nach Bergen ist aus heute Abend 8 Uhr festgesetzt.

Rom, 24. Juli. Zum italienischen Gesandten in Kopenhagen wurde Catalnaie ernannt.

Brüssel, 24. Juli. Beim Empfang der wallonischen Deputation sagte der französische Gesandte Bouröe, die belgische Negierung habe Frankreich alle nöthigen beruhigen­den Erklärungen bezüglich der Maasbefestigungen gegeben. Dieselben bedrohten nach diesen Erklärungen Frank­reich nicht, sondern wären nur ein Riegel an den Pforten Belgiens. Belgien würde gegen jede Macht ausstehen, die zuerst in das neutrale Land einfalle. Aber ein solcher An­griff werde niemals von Frankreich kommen, welches ja daran interessiert sei, daß die belgische Vertheidigungskrast so groß als möglich sich gestalte.

Madrid, 24. Juli. Die Nachrichten aus der Provinz Catalonien über die Aus stände lauten sehr ernst. Die Bewegung gefährdet die öffentliche Ordnung. Es verlautet, General Martinez Campos sei mit außerordentlichen Voll­machten zur Beilegung des Conflicts dorthin entsendet. Wahr­scheinlich wird morgen in ganz Catalonien der Belagerungs­zustand proclarnirt werden.

Barcelona, 24. Juli. Ueber 2000 sinkende Fabrik­arbeiter, größtentheils Frauen, dernonstrirten gestern in den Straßen. Zusammenrottungen wurden durch die Bürger­garde zerstreut. Der Gouverneur von Barcelona erließ eine Proclamation, in welcher er Demonstrationen und Ansamm­lungen in den Straßen verbietet. Mehrere Fabriken sind geschlossen.

Konstantinopel, 24. Juli. Mit Rücksicht aus die Un­sicherheit in dem von den anatolischen Bahnen durch­kreuzten Gebiete, sowie auf die diesbezügliche, dem Großvezier vom deutschen Botschafter Radowitz übergebene Note entsendete die Pforte eine größere Truppenzahl zum Schutze der Bahnarbeiter dorthin.

Washington, 24. Juli. Dem Congresse wurde der amt­liche Schriftwechsel über die Behringsmeer-Frage vor­gelegt. Daraus geht hervor, daß auf Anweisung Lord Salis­burys Sir Julian Pauncesote am 14. Juni dem Staats- secretär Plaine einen förmlichen Protest überreicht hat, in welchem das Recht der Unionsstaaten, die Freiheit der Schiff­fahrt im Behringsmeere einzuschränken und britische Schiffe mit Beschlag zu belegen, bestritten und erklärt wird, die eng­lische Regierung müsse die Unionsregierung für die Folgen aus Handlungen, welche den bestehenden Grundsätzen des Völkerrechts zuwiderlausen, verantwortlich halten.

Auckland, 24. Juli. Nach einer Meldung desBureau Reuter" hat der englische Commissar für das westliche Pacific- Gebiet, Thurston, mit Genehmigung des Königs Georg von Tonga den Engländer Baker ausgewiesen, welcher früher großen Einfluß beim Könige und auf der Insel besaß.

Locale» n»6> provinzielle»

Gießen, 25. Juli.

-h. Das neue Bootshaus der Nudergesellschast ist soweit hergestellt, daß im Lause des nächsten Monats die feierliche Einweihung vorgenommen werden kann. Die inneren Ein­richtungen sind in recht bescheidener Weise vorgesehen, indem die vorhandenen Mittel nicht ausreichend sind und die Leitung der Gesellschaft dieselbe nicht durch Schulden belasten möchte. Umsomehr findet es allgemeine Anerkennung, daß Herr Heinrich Zimmer, Uhrenhandlung am Kreuz dahier, für das Gesellschaftszimmer eine sehr schöne Wanduhr in cuivre poli gestiftet hat, wofür dem freundlichen Geber der herz­lichste Dank gebührt. Der in Mannheim errungene Ehrenpreis ist in den Schaufenstern des Herrn W. Reiber ausgestellt.

Der Bernbeck'sche Familientag wurde am 22. d. M. in Steins Garten zum zehnten Male feit 14 Jahren festlich begangen. Es hatten sich zum frohen Feste die stattliche An­zahl von über 120 Familienangehörigen aus allen Theilen des engeren Vaterlandes und sogar etwelche Mitglieder aus Amerika eingefunden, um das von jeher in dieser Familie gepflegte innige Verwandtschastsverhältniß aufs Neue zu be­kräftigen und weiter zu befördern. Schon am Vorabende war ein großer Theil der älteren Mitglieder angekommen, um die Tagesordnung für die aus dem Familientage zu be- rathenden Punkte endgiltig festzustellen, worauf dann die Stunden bis Mitternacht bei einem guten Gläschen edlen Gerstensaftes rasch entflohen. Mit den ersten Morgenzügen wurden nun die neuen Gäste empfangen und in Steins Garten geleitet, wo nach eingenommenem Imbiß und Er­frischung gegen 10 Uhr die Familicnberathungen anfingen und dann später das gemeinschaftliche Mittagsmahl, mit vielen kräftigen, von inniger Liebe zeugenden Reden gewürzt, ein­genommen wurde. Die engagirte Musik spielte recht wacker dazu und auch später, als die Jugend sich am Tanz erfreute, der bis in die späten Abendstunden andauerte. Am zweiten Festtage um 1 Uhr wurde von den noch Anwesenden ein Aus­flug theils zu Wagen, theils zu Fuß auf den Schiffenberg unternommen und kehrten dieselben erst Abends zurück, um die Züge zu erreichen, welche die Festtheilnehmer wieder ihrem alten Heime nach so schön verlebten Stunden zusühren sollten, wo dieselben dann durch das alle Monate erscheinende Familienblatt in allen Familienangelegenheiten stets unter­richtet werden. Möchte dieses schöne Verhältniß, wie es hier besteht, in vielen Familien kräftiges Echo finden und zur Nachahmung ermuntern.

Grünberg, 23. Juli. Als Wahlmänner zur Wahl eines Landtagsabgeordneten wurden hier gewählt: Ober­amtsrichter Mickel, Pfarrer Koch, Bürgermeister Pracht, Fabrikant Stammler.

S. Hungen, 24. Juli. Der hiesige Maurer Heinrich Falk begab sich heute Mittag, von seinem Geschäfte heim- kehrend, in seine Scheuer, um Stroh zu holen, fiel dabei aber herunter und zwar so unglücklich aus den Kopf, daß er sofort eine Leiche war. Falk war ein in den vierziger Jahren stehender, unverheiratheter, beliebter und fleißiger Mann und erregt feine Verunglückung hier allgemeines Bedauern.

8. Hungen, 24. Juli. Der hiesige Gesangverein besteht nunmehr seit 50 Jahren und wird aus diesem Anlasse Sonntag den 27. Juli eine Festlichkeit auf dem unweit unserer Stadt gelegenenGalgenberge" stattfinden. Von einem ge­planten größeren Feste mußte aus verschiedenen Gründen Abstand genommen werden, es werden deshalb an dieser Festlichkeit, außer dem festgebenden Gesangvereine nur die hiesigen Vereine theilnehmen.

* Butzbach, 24. Juli. Der Steuercommissär des Steuer- Commissariats Ober-Ingelheim, Karl Klingelhösser, wurde in gleicher Diensteigenschaft in das Steuer-Commissariat Butzbach versetzt.

* Friedberg, 24. Juli. In das hiesige Stener-Com- missariat wurde der seitherige Steuer-Commissär des Steuer- Commissariats Wörrstadt, Steuerrath Ludwig Deibel versetzt.

-n. Trais-Horloff, 24. Juli. Aus der hiesigen Braun­kohlengrube und Brikett-FabrikFriedrich" ereignete sich heute Nachmittag ein bedauerlicher Unglücks sall. Ein Arbeiter gerieth mit der Hand in die Brikett-Presse und zerquetschte sich dermaßen, daß er heute noch nach Gießen in die Klinik über­führt wurde.

Laubach, 23. Juli. Unter sehr schwacher Betheiligung fand heute die Wahlmännerwahl statt. Es stimmten nur 67 Wähler ab. Gewählt wurden: Bürgermeister Jochem, Fried. Rud. Kratz und Karl Kircher.

§ Wenings, 23. Juli. In Erledigung von Geschäften waren heute die Bürgermeister von Hitzkirchen, Böß-Gesäß und Burgbracht hier. Auf dem Heimwege scheuten plötzlich die Pferde des gemeinsamen Gefährtes, infolge dessen der Wagen umfiel und die Insassen auf die Straße geschleudert wurden. Zwei derselben erhielten nicht unbedeutende Ver­letzungen, während der dritte, welcher auf den hinteren Theil des Wagens gesessen hatte, mit heiler Haut davon kam.

Vom Vogelsberg, 24. Juli. Die optimistische Hoff­nung, welche man an die sonnenhellen Tage der vorigen Woche, die wir wahrscheinlich nur der amerikanischen Hitzwelle zu verdanken hatten, knüpfte, ist wieder zu Wasser geworden und die Witterung ist wieder in '»ihr berüchtigtes Stadium getreten. Nur zu sehrhält der Sommer große Wäsche". Das Korn ist reif und müßte geschnitten werden, denn es droht auf dem Stande zu wachsen und faul zu werden. Hoch wächst das Unkraut, namentlich die Vogelwicke, zwischen den säst den Boden berührenden Halmen auf. Wenn das Wetter so anhält, dann steht in der That großer Schaden für die Ernte in Aussicht. Wann will es endlich Sommer werden? Noch vier Wochen und der Herbstmonat beginnt. Schlechte Aussichten!

Ulrichstein, 24. Juli. Der auf den 14.16. d. M. kalendarisch festgesetzte sogenannte Jacobimarkt, welcher der Klauenseuche wegen nicht abgehalten werden durfte, findet nun kreisamtlicher Verfügung gemäß am 28. und 29. d. M. statt, indem die Maul- und Klauenseuche in Helpershain als erloschen zu betrachten ist. Dessenungeachtet ist das Aus­treiben von Klauenvieh auf den Markt, der lediglich Vieh­markt ist, nur gestattet, wenn der Führer desselben mit einem thierärztlichen Gesundheitsschein versehen ist. Ebenso müssen die Schweine vor dem Marktplatz abgeladen und an der Unter­suchungsstelle vorbeigetrieben werden.

vermischte».

Frankfurt a. M., 24. Juli. Zum Müller'schen Mord. Der Fuhrknecht Christian Hauser, welcher, wie ich Ihnen gestern meldete, in der Mordaffaire Müller verhaftet worden war, ist demF. G.-A." zufolge wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da sich nichts Belastendes gegen ihn er­geben habe. Dasselbe Blatt berichtet, der Bruder des er­stochenen Müller habe auf der Redaction mitgetheilt, daß in der kritischen Nacht sein Bruder meuchlings erstochen worden sei, ohne daß er erst nach Hause gegangen war. Uebrigens soll eine zweite Verhaftung in dieser Angelegenheit erfolgt fein. DieKl. Pr." will wissen, die Acten seien bereits der Staatsanwaltschaft übergeben und es werde sich baldigst zeigen, ob die Ergebnisse der Untersuchung eine Anklage zur Folge hätten. ,

* Frankfurt a. M., 24. Juli. Das hiesige Schau­spielhaus wird (wie bereits bestimmt gewesen) übermorgen Samstag, den 26. d. Mts., mit dem SchauspielFedora" von Victorien Sardou wieder eröffnet. Die Wiedereröffnung der Vorstellungen im Opernhause findet am darauffolgenden Sonntag statt.

* Berlin, 22. Juli. Eine 20 jährige Erinnerungsfeier an den deutsch-französischen Krieg wird, wie eine Localcorre- spondenz meldet, Seitens hervorragender hiesiger Persönlich­keiten, welche jenen Krieg als Soldaten mitgemacht haben, für diesen Herbst geplant. Die Feier soll glänzend werden, und man hat in erster Linie dabei eine Zusammenkunft aller Ritter des Eisernen Kreuzes für den 2. September, den Sedantag, geplant. Die Einladungen sollen an der Hand der militärbehördlichen Listen von Kämpfern, die mit dem Kreuze ausgezeichnet sind, erlassen werden, und man trägt sich mit der Hoffnung, daß die Inhaber, welche noch am Leben sind, ausnahmslos erscheinen werden. Die Zahl der Ritter des Eisernen Kreuzes dürste, trotz der vielen Abgänge in den letzten 20 Jahren, noch immer sehr beträchtlich sein.

* Zwei merkwürdige Löfchmaschineu besitzen in dem Amts­bezirk Pirmasenz die Gemeinden Donsiders und Zesel-Wesel- berg. Jene der ersteren Gemeinde ist ein Geschenk des letzten Landgrafen Ludwig und so klein wie eine Gartenspritze- die

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