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Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Dorn- Asfenheim tm Kreise Friedberg, in Gelvbaar, Bergheim und Usenborn im Kreise Büdingen, und in Schlechtenwegen im Kreise Lauterbach.
Scbisfrnachvichte«.
Ter Postdampfer „Noordlcmd" der ^Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 23. März wohlbehalten in Newyork angenommen.
Bremen, 23. März. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Saale, Capitän H. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 12. März von Bremen und am 13. März von Southampton abgegangen war, ifi gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.
verkehr, fand« «nd Volkrrvirthschaft
Gießen, 25. März. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. jl 1,05—0,00, Hühnereier 1 St. 5-6, 2 St. — 4, Enteneier 1 ©L 6- 4, 2 St. - 4, Gänseeier 10-12 4, Käse pr. St. 5—9 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen vr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar JL 0,60—1,00, Hübner pr. Stück Jt 1,20—1.70, Hahnen pr. St.
1,60-2,00, Enten pr. Stück JL 2,00—2,50, Gänse pr. Pfd. 50—60 4, Ochsenfleisch pr. Pfd 66—72 4, Kuh- und Rindfleisch 56-60 4, Schweinefleisch 60-70 4, Hammelfleisch 56—68 4, Kalbfleisch 52-60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 4,20-4,50, Weißkraut vr- St. 6-8 4, Zwiebeln per Gentner 12,00—00,00, Milch per Liter 12-18 4-
bei Okarben - Schmidt, Beiträge zur Rechtögeschichte der Provinz Oberhessen.
t Nach sechsstündiger Verhandlung endigte gestern Abend 91/< Uhr die Sitzung des Schwurgerichts mit Schuldigsprechung der angeklagten Heinrich Reibeling II. Wittwe von Ober-Breidenbach. Das Gericht erkannte auf eine Zuchthausstrafe von 4 Jahr 6 Monaten, indem es als straferhöhend die geradezu unmenschliche Behandlung in Betracht zog, welche die Angeklagte dem kränklichen Kinde, dem sie eine ganz besondere Fürsorge zu widmen verpflichtet gewesen wäre, zu Theil werden ließ, strafmildernd wurde angenommen, daß Angeklagte noch nicht bestraft und sich bei Verübung der einzelnen Mißhandlungen durch die häufig Seitens des Kindes vorgekommenen Verunreinigungen der Kleider in hochgradiger Aufregung befunden habe. Der Staatsanwalt hatte eine Zuchthausstrafe von 5 Jahren beantragt.
schotten, 24. März. Der Vorstand des Vereinigten Turn- und Gesangvereins harte die Bewohner von Scholten auf vergangenen Samstag zu einer Besprechung betr. des am . ur|b 21. Juli d. I. in Schotten startfindenden Turn- s e ft es des Gaues Hessen in der Turnhalle eingeladen. Herr Kreisrath Schönfeld, sowie Herr Bürgermeister Fendt übernahmen in dankenswerther Weise das Ehren-Festpräsidium. >lls Festplatz wurden die oberen Weiherwiesen als am gceig- rnetsten angenommen. Durch die auf dem Turntag am 16. März in Gießen stattgefundene Vereinigung des Lahn- Weiter-Gaues mit dem Gau Hessen zählt letzterer, dessen Name weitergeführt wird, über 4000 Mitglieder in ca. 3 6 Vereinen und steht bei einer so großen Mitgliederzahl Dohl auch ein starker Besuch in Aussicht. Die Bewohner Ler Stadt Schotten haben von jeher den in Schotten abge- hnlrenen Festen ihre volle Sympathie entgegengebracht und glauben wir daher den fremden Turnern ein schönes Fest versprechen zu können.
schölten, 24. März. Aus einem Circular des Vorstandes des Gesammrvereins des Vogelsberger Höhen-Clubs iü zu entnehmen, daß gemäß den neuen Satzungen die dies- lährige Hauptversammlung am Donnerstag den 29. Mai in jungen stattfindet. Anträge der Zweigvereine sind bis zum in. März zu stellen. — Das Clubwirthshaus auf dem Hoherodskopf wird Sonntag den 20. April wieder eröffnet: die Wirthschaft führt, wie seither, Johs. Stein V. von Rudingshain. Die Logiseinrichtungen im Clubhause werden möglichste Verbesserung erfahren und wird dem Bezüge von Speisen und Getränken besondere Sorgfalt gewidmet werden. Ter Wirth wird einen kleinen Stall für eine Kuh und zum Ailfbewahren von Holz errichten. — Herr, Fabrikant Glück m Friedberg hat in dankenswerther Weise ein Clavier für dLs Clubhaus geschenkt und letzteres dadurch eine wesentliche, str die Besucher angenehme Bereicherung erfahren. — Die Besucher des Bilstein seien auf die dort errichtete Schutzhütte „Darmstadt" aufmerksam gemacht. Der Vorstand beabsichtigt eine Wegbezeichnung der Strecken Busenborn—Bilstein — Hoherodskopf, Bilstein—Breungeshain und Bilstein—Felsen- m?er. Das am südwestlichen Abhange des Bilstein ca. drei Di iuuten entfernt in schönem Walde gelegene Felsenmeer ist noch so wenig bekannt, daß hierdurch auf dasselbe besonders aulmerksam gemacht wird; das leichte ♦luffinbe» desselben wird durch Wegweiser ermöglicht werden.
— Im „Anzeigeblatt für den Kreis Schotten" findet sich folgende „Ehrenerklärung": „Traurige Mittheilung. ®ir machen das Publikum aufmerksam, daß unsere gemessene Miädchen ihre Beleidigung von Weihnachten wegen Kaffee int Deutschen wieder zurückziehen. Und schließen sich bei der Tamzbelustigung als am Sonntag den 16. März wieder als solide Dame bei ihren erstliebenden Burschen an. Nähere Auskunft erteihlt die Gesellschaft Heinrich Kaiser. Feldkrücken, den 16. März 1890.
vermischtes.
Humoristisches. In einer Kaserne wird Nachsuchung nach verbotenen soeialdemokratischen Schriften gehalten. Die ganze Mannschaft ist aufgestellt. — Oberst und Adjutanten untersuchen, ohne etwas Auffälliges zu finden. Da — bei der zwölften Compagnie entdeckt der Oberst in einer Schublade ein Viertel Laib Commisbrod und darauf gesteckt eine kleine rothe Fahne. — „Aha! Da haben wir schon Einen", meint der Oberst, „wem gehört dieses Brod?" — „Mir, Gefreiten Edel, zu Befehl, Herr Oberst!" — Oberst: „Verfluchter Kerl — und was soll diese rothe Fahne auf dem Brod — He ? Heraus mit der Sprache!" — Gefreiter Edel: „Herr Oberst — die soll die Wurscht markiren!"
* Ein fideles Gefängniß. Vor einiger Zeit deckte der „Newyork Herald" die Mißverwaltung des Ludlow-Straf- gefängnisses zu Newyork auf, in welchem die Gefangenen für Geld eigentlich Alles haben konnten. Ein Berichterstatter des Blattes ließ sich wegen Unterschlagung einsperren und erzählte in dem Blatte, wie er mit den Beamten des Gefängnisses sogar das Theater besucht habe. Hazardspiel war etwas Tägliches. Die Großjury hat jetzt eine Untersuchung gegen die Beamten des lustigen Gefängnisses eingeleitet. Aehnliche Zustände herrschen übrigens in säst sämmtlichen amerikanischen Gefängnissen, werden auch in denselben herrschen, so lange der jetzige Verwaltungsrath derselben beibehalten wird. Die obersten Beamten werden nämlich alle paar Jahre vom Volke, d. h. bald von dieser, bald von jener Partei erwählt und diese ernennen dann wieder die Unterbeamten aus der Zahl ihrer persönlichen oder politischen Freunde. Jeder Beamte ist daher seines Amtes eigentlich nur bis zur nächsten Wahl sicher und sucht deshalb so viel Nutzen aus demselben heraus- zuschlagen, als es ihm irgend möglich ist.
Das Dorkowmen von Viehseuchen in Hessen
während des Monats Februar 1890.
Milzbrand wurde festgestellt in den Orten des Kreises Friedberg Wisselsheim am 13. bei einem nothgeschlachteten, Wick- stadt am 15. und Gambach am 17. Februar bei je einem crepirten Rinde.
Rotz. In Offenbach stehen drei Pferde eines Besitzers wegen Verdachts der Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung und ein Pferd desselben Besitzers wegen Verdachts der Seuche isolirt unter Stallsperre.
Der ersteren Maßnahme sind auch zwei Pferde eines anderen Besitzers in Offenbach, sowie ein Pferd in Lengfeld und Habitzheim, Kreis Dieburg, unterstellt.
Die Maul- pnd Klauenseuche in Darmstadt und in Rieder-Ramstadt, Kreis Darmstadt, ferner in Nieder-Jngelbeim, Gau-Algesheim und Ober-Ingelheim tm Kreise Bingen und in Ueberau, Kreis Dieburg, ist erloschen. Festgestellt wurde am 13. Februar nachträglich noch in Darmstadt in einem Gehöfte mit 60 Stück Rindvieh, daß die Seuche unter demselben geherrscht hatte, aber bereits wieder erloschen war.
Das Auftreten der Seuche wurde constatirt in Hechtsheim, Kreis Mainz, am 6. in zwei Gehöften mit 10 Stück Rindvieh, in Krtegsheim, Kreis Worms, am 6. in einem Gehöfte mit 35 Stück Rindvieh, in Eich, in demselben Kreise, am 21. in einem Gehöfte mit 9 Stück Rindvieh, in Flonheim Kreis Alzey, am 7. in einem Gehöfte mit 6 Stück Rindvieh, in Viernheim. Kreis Bensheim, am 14. in einem Gehöfte mtt 2 'Stück Rindvieh, in Rimbach, Kreis Heppenheim, am 20. in einem Gehöfte mit einem Stück Rindvieh, und in Nidda, Kreis Büdingen am 27. Februar in 3 Gehöften mit 6 Schweinen, 15 Stück Rindvieh, 16 Schafen und 3 Ziegen-
In Flonheim, Kreis Aley, in Kriegsheim, Kreis Worms, und in Hechtsheim, Kreis Mainz, ist die Seuche bereits wieder für erloschen erklärt.
Der Bläschen aus schlag unter dem Rindvieh in Wall- . bach, Kreis Erbach, in Rohrbach, Kreis Dieburg, in Geiß-Nidda, 1 Kreis Büdingen, und in Udenhausen und Zell, Kreis Alsfeld, ist l erloschen. — In Laubach, Kreis Schotten, herrscht die Seuche 1 noch fort.
Festgestellt wurde die Seuche in Oberndorf, Kreis Alsfeld, am 2. und in Nieder-Gemünden in demselben Kreise am 26., in Götzenhain, im Kreise Offenbach, am 19., in Kaichen, im Kreise Friedberg, am 26., und in Ossenheim in demselben Kreise, am 28. Februar.
Farbige Seidenstoffe von 95 Pfge. bis 12.55 p. Met. — glatt gestreift, karrirt und gemustert, (ca. । 2500 versch. Farben und Dessins) — vers. roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-Döpöt G. Henneberg (K. u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pfg. 1 Porto. 15
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Frankfurter Stadttheater.
Im Schauspielhause findet am kommenden Donnerstag, den 27. d. Mts., zum Besten des Penfionsfonds deutscher Bühnen-An- gehöriger, eine Aufführung des Laube'schen Trauerspiels „Graf Essex" statt, die dadurch ein ganz besonderes Interesse gewinnt, daß (und zwar nur an diesem einen Abende) die bekannte dramatische Künstlerin Fräulein Bognar vom K. K. Hofburgthealer in Wien, die Rolle der Königin Elisabeth von England, und das frühere beliebte Mitglied des Frankfurter Stadttheaters, der jetzige König!. Württembergifche Hofschauspieler Herr Karl Salomon die Nolle des Essex spielen wird.
Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen.
12. Woche. Born 16. März bis 22. März 1890. Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 22,8 %o.
r, , „ , „ Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
Diphtherie Croup
2 (1)
1 —
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahn
2 (1)
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Lungenschwindsucht
3 (1) 2 (1)
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Lungenentzündung
1 (1) 1 (1)
Gehirnentzündung
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Krebs
1 (1) 1 (1)
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Summa: 9 (4) 5"(3) 1 - 3 H)—"
. r Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie
1 der TodcssSll- m der betreffenden Krankheit aus von Auswärts nach Greßen gebrachte Kranke kommen
Bekanntmachung,
die Heichelheim'sche Stiftung betreffend.
Aus obiger Stiftung sind am 27. April d. I. die halbjährigen Zinsen ml 525 JC. an eine in Gießen wohnhafte würdige und bedürftige israelitische Familie oder Person zu vergeben und zwar sollen vorzugsweise Gesuche von solchen Israeliten berücksichtigt werden, die ihre birecte Abstammung von den Eheleuten Aron Heichelheim nachweisen, auch wenn sie nicht in Gießen wohnen-
Anmeldungen werden von heute an bis 15. April d. I. auf unserem Nu ceau entgegengenommen
Gießen, am 24. März 1890.
Grcßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2669
Gnauth.
Bekanntmachung.
In unserem Genoffenschastsregister ist eingetrag n, daß der Vorstand des landwirthschastlichen ConsumvereinS Großen-Buseck (eingetr Gen- mit unbeschr. Haftpflicht) aus folgenden Personen besteht:
1) Heinrich Meyer in Großen-Buseck, Direttor,
2) Philipp Frank daselbst, Stellvertreter des Directors,
31 Wilhelm Rühl daselbst, Lager- Halter,
Ji Balthasar Wagner VIII. daselbst, b) Christoph Seipp II. daselbst.
Gießen, 21. März 1890.
Großh. Amtsgericht.
Kullmann. 2639
2618] Ein schöner Bernhardiner« humd, 1 Jahr alt, ist preiswürdig zu ^taufen. Neuen Bäue 16 I.
Bekanntmachung.
Die am 20. und 21. März d. I. in den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a/Lda. stattgefun- dene Holzversteigerung ist genehmigt.
Benner, 2637 Bürgermeister.
Donnerstag den 27. Mär), Nachmittags 2 Uhr, werden im „Adler" dahier — Marktplatz Nr- 20 — gegen Baarzahlung versteigert:
1 goldene Uhr, 1 gold. Ring, 2 Revolver, 1 gr. Retsekoffer, 1 schwarzer Anzug, 1 dunkler Sommerüberzieher, 1 noch neue Hose, 2 Westen, 6 Hemden, i2 Kragen, Halsbinden, 6 WirthschaftS. lampen 1 runder Tisch 1 viereckiger Tisch u. a Sachen.
Versteigerung ganz bestimmt.
Geißler,
2656 Gr. Gerichtsvollzieher
Dienstag den 1. April,
Nachmittags 2Vz Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht auf frei- willigesAnsuchendas der KaSparKappes Wittwe und Kinder in Gießen gehörige WohuhauS (die Liebigshöhe) in der Nähe der neuen Kaserne, worin schon länger als 40 Jahre eine gut gehende Wirthschaft betrieben wird, nebst Oeco- nomiegebäuden und circa 15 Morgen Garten und Ackerland, um die Gebäude herumliegend und eingezäunt, öffentlich meistbietend mit dem Bemerken versteigert werden, daß bei annehmbarem Gebot der Zuschlag sofort ertheilt wird.
Nähere Auskunft ertheilt Herr Karl Brück. Kreuzplatz 8.
Gießen, 24. März 1890. Großherzogliches Ortsgericht.
I. A:
Bogt. 2665
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Eltern! Vormünder!
Bezugnehmend auf die in Nr. 66 bis. Blatte« veröffentlichte Bekannt- machung der Vorstanoe des Prmzipalvereins und des Gedilie>verein» betr
@tlernuni; der »uchdruckerffunst und Durchfiibtuna her von Prinzipal- und Gedülfenvertretern am 14, Sevt ^E^uSt-tttn gefaßten Resolution (Einstellung von Gehilfen' welche in Tarlsdruckereien^ gelernt, bezw, zu tarifnEhigen Bedingungen gearbeitet haben), sind die Unterzeichneien zur Auskunft über die Verhältnisse in den Buchdruckereien des hiesigen Bezirks jederzeit gerne bereit (2532 Unterstützungsverein Deutscher Buchdrucker (Bezirk Gießen).
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