Ausgabe 
26.2.1890
 
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Belgrad, 24. Februar. Die Skupschtina lehnte mit großer Majorität den Antrag Gjuric ab, welcher gewaltsame oder sonstige Versuche, die Ausführung der Beschlüsse der Großen Skupschtina zu verhindern, mit dem Tode be­strafen wollte.

Zanzibar, 24. Februar. Der Vertreter der British East-Africa-Companß und Wißmann einigten sich über die Einfuhr von Waffen und Munition.

Newyork, 24. Februar. Nach weiteren Meldungen über den Dammbruch am Flusse Hassayampa (Arizona) steht die benachbarte Stadt Wickenburg unter Wasser; nur wenige Einwohner entkamen. In Folge einer Unterbrechung des Telegraphen sind genaue Angaben über die Verluste an Menschenleben und den Schaden an Eigenthum nicht zu er­langen Dieselben sollen enorm sein.

Darmstadt, 25. Februar. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog wird am 10. März wieder hier eintreffen.

Locales und provinzielles.

Gießen, 24. Februar.

Sitzung Großh. Handelskammer vom 18. Februar 1890. Gegenwärtig waren die Herren Koch, Klingspor, Gail, Heichelheim, Homberger, Kraatz, Wortmann.

Es liegt die Wahlbestätigungsurkunde Großherzvglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vor, wonach die am 17. December 1889 erfolgte Elgänznngswahl der Kammer, in welcher die Herren Koch und Gail wieder- und Herr- Wortman n neugewählt wurden, bestätigt worden ist.

Bei der von der Kammer vorgenommenen Wahl eines Vorsitzenden und dessen Stellvertreters wurde Herr F. C. B. Koch als Vorsitzender und Herr L. Klingspor als dessen Stellvertreter gewählt.

Seitens Großh Ministeriums des Innern und der Justiz ist der Kammer eine Eingabe der Großh. Handelskammer in Offenbach, betr. die Aushebung der Kohlenausfuhrtarife, mit dem Ersuchen, über die Stellungnahme der Kammer in dieser Frage zu berichten, zugegangen. Diesem Ersuchen wurde dadurch entsprochen, daß die Kammer Großh. Ministerium ihre bereits unter dem 3. October 1889 an den Herrn Minister für öffentliche Arbeiten gerichtete Eingabe, worin sich die Kammer auf das Entschiedenste für Aufhebung der Exporttarife für Steinkohlen ausgesprochen hat, mittheilte.

Von der Großh. Handelskammer Worms ist der Kammer eine Eingabe an die zweite Kammer der Stände zur Unter­stützung zugegangen, welche sich gegen die Einführung eines Zolls auf Lohrinde ausspricht. Die Kammer beschließt, über diese Frage vor definitiver Beschlußfassung eine Aeußerung der hiesigen Interessenten zu veranlassen.

Nach einer uns zugegangenen Mittheilung hält sich der zu Guatemala ansässige deutsche Kaufmann Eduard Rott­mann den - an dem Bezug von Asbest und Speckstein in- teressirten Gewerbetreibenden zur Verfügung.

Für die am 17. März d. I. beginnende Sitzungs­periode des Schwurgerichts der Provinz Oberheffen wurden heute folgende Hauptgeschworene ausgeloost: Heinrich Leon­hard in Wisselsheim, Georg Lotz in Echzell, Christoph Schwalb II. in Rödgen, Georg Geck in Melbach, Johann Wagner in Reiskirchen, Johann Braun V. in Staufenberg, Wilhelm Benner in Treis a. d. Lda., Johann Gottwalz in Burkhardsfelden, Ludwig Loth in Beltershain, Gustav Krempel in Eckartsborn, Jakob Koch II. in Langenbergheim, Heinrich Schmidt X. in Queckborn, Adam Reiber in Ruppertenrod, Peter Graulich in Reinhardshain, Julius Fischer in Nidda, Karl Stein in Ober-Breidenbach, Samuel Baum in Kessel­bach, Johannes Grauling III. in Bleichenbach, Christian Frank in Grünberg, Johannes Klug II. in Gedern, Christian Rein in Allendorf a. d. Lda., Oberförster Friedrich Bücking in Romrod, August Reitz in Södel, Johann Heinrich Kröll in Altenstadt, Heinrich Eisländer II. in Rainrod, Daniel Appel in Grünberg, Konrad Koch II. in Michelnau, Professor Dr. Friedrich Eichbaum in Gießen, Adam Seum II. in Wallernhausen, Adam Kühn I. in Ober-Bessingen.

Das vom Akademischen Gesangverein am letzten Sonntag veranstaltete Concert, mit dem Herr Musikdirector Adolf Felchner zugleich sein sünfundzwanzigjähriges Jubiläum beging, nahm einen vorzüglichen Verlaus und ge­staltete sich zu einer glänzenden und von Herzen kommenden Kundgebung für den in weitesten Kreisen hochverehrten und angesehenen Leiter des Akademischen Vereins und der sog. Elub - Concerte. Nur der Dolmetscher der einstimmigen Meinung aller Anwesenden war Herr Geheime Hofrath Prof. Dr. Oncken, als er in seiner Eigenschaft als Präsi­dent des Vereins bei der Ueberreichung eines von den Mit­gliedern ihrem hochverdienten Dirigenten gewidmeten Lorbeer­kranzes etwa die folgenden Worte sprach:Wir benutzen die Gelegenheit, die sich uns heute bietet, um Ihnen, verehrter Herr Musikdirector, von Herzen zu danken für die Treue und aufopfernde Hingebung, die Sie in der Leitung unseres Vereins nun schon so lange Jahre unablässig an den Tag gelegt haben mit glänzendem Ersolg. Der Lorbeer, den wir Ihnen überreichen, ist ein redlich verdienter. Zugleich betheuern wir, daß wir Treue mit Treue zu lohnen gewillt sind, und wir wünschen, daß es unserem Vereine noch lange vergönnt sein möge, Ihrer hingebenden und ersolggekrönten Leitung zu unterstehen!" Zur Aussührung gelangte in erster Linie Thierselders Zlatorog, ein Chorwerk, das an reizenden lyrischen Stellen ebenso reich ist wie an packenden dramatischen Partien und wohl nur darum seinen Weg in die Concertsäle bei Musiksesten und größeren Ausführungen nicht gefunden hat, weil die Musiknummern durch die Reci- tation der umfangreichen nicht componirten Theile der Baumbach'schen Dichtung getrennt werden müssen. Das Studium der Composition ist in Folge der oft schwierigen Harmouisirung und der zahlreichen schweren Rhythmen und Einsätze sehr mühevoll und stellt an die Ausdauer und Schlag­

fertigkeit des Dirigenten und des Chores besondere An­forderungen. Um so höher ist die vortreffliche Ausführung des interessanten Werkes am letzten Sonntage anzuschlagen, die, von ganz wenigen, einfach unvermeidlichen Unebenheiten abgesehen, mit großer Präcision, sorgfältigster Nuancirung und feinem, eindringendem Vcrständniß erfolgte. Die weniger erheblichen Solostellen wurden von einigen bekannten Gießener Dilettanten gesungen. In der Sopranpartie hatte Fräulein Mali Oppenheimer leider nicht in dem Umfange, wie wir gewünscht hätten - Gelegenheit, ihr namentlich in der Höhe treffliches und ausgiebiges Organ mit gutem Erfolg zur Geltung zu bringen. Eine dankbarere Ausgabe war Fräulein Emma Weiffenbach zugefatlen, die als Spela mit ihrer weichen, modulationsfähigen Stimme und ihrer sinnigen Auffassung besonders in dem ersten Liede leb­haften Beifall hervorrief. Aus der ganz zurücktretenden Tenorpartie verstand Herr Oncken alles zu machen, was überhaupt daraus zu machen ist, wie auch Herr Friedrich Weiffenbach, der wie seine Schwester eine weiche und höchst ansprechende Stimme besitzt, die Rolle des Trentajägers mit vollem Gelingen durchführte. In der Recitation der gesprochenen Theile des Zlatorog be­währte sich Herr cand. math. Karl Hensing als der tüchtige und gewandte Declamator, den wir in ihm seit dem Luthersestspiele und den vorjährigen Wohlthätigkeitsvorstellungen schätzen. Die Begleitung am Clavier hatte Fräulein Gr oo s übernommen. Sie überwand die zahlreichen Schwierigkeiten mit großer Leichtigkeit und war auch wiederholt da, wo der Clavierpart eine selbstständige Bedeutung gewinnt, in der Lage, ihr ausdrucksvolles und wirksames Spiel erkennen zu lassen. Weit ärmer an technischen Schwierigkeiten, aber darum nicht weniger wirkungsvoll als der Zlatorog ist das Loreley-Finale von Felix Mendelssohn-Bar­tholdy, das ebenfalls schwungvoll und packend wieder- gegeben wurde. Die Loreley sang die Frankfurter Concert- sängerin Fräulein Küchler, deren energische und dramatisch bewegte, von einem mächtigen und dabei äußerst wohllautenden Sopran getragene Darstellung einen bedeutenden Eindruck hinterließ.

Lebensmittel Preise Ende Januar 1890. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landes­statistik kosteten:

Stadl- mtt

Octrot Darmstadt Mainz Cffenbad) ASoimö Gießen S'adle ohne

Octrot Bingen Bensheim Alzey Friedberg Affeld Lauterbach

I

70

64

70

72

60

14

12

72

50

70

75

65

15

13

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66

70

65

14

13,5

70

64

68

72

60

13

12

!| 70

60

58

69

62

14

12,5

| i-, S=

i

TS^-

|

l 82-1001 93-102 407-117' ! 82 - 90 | 79 91;

17

19

22

16

17

8-10 7-8 7-10 7-9 |89

60

64

70

60

55

50

65

56

60

60

55

56

70

70

75

66

60

64

70

64

65

70

60

56

60

60

70

50

50

13

10

12

13,51

12 [

11,5

>13,5 12,5 15

14

114

115

90- 99, 90-100' 77- 90 90-100

100

100

19

17

17

16

14

14

6-10

7-8 8-9

7-8

6

6

Aus Oberheffen, 21. Februar. Aus dem nach Art. 1 des Gesetzes vom 10. September 1878, die Landes-Ver­sicherungsanstalt betr., zur Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz stehenden Fonds, welcher zur Unterstützung von Personen, die infolge ihrer Theilnahme an den Löschanstalten verunglückt sind, und ihrer Hinterbliebenen, sowie zur Förderung des Feuerlöschwesens, insbesondere zu Beiträgen für Feuerwehren und Gemeinden verwendet werden soll, hat das genannte Ministerium im Jahre 1889 folgende Beträge verwilligt:

I. Zur Unterstützung von Personen, welche infolge ihrer Theilnahme an den Löschanstalten verunglückt sind, und ihrer Hinterbliebenen 722.20 Mk.

II. Zur Förderung des Feuerlöschwesens durch Beiträge

an Gemeinden und Feuerwehren:

Im Allgemeinen:

Dem Landesausschuß des Hessischen Feuerwehr­verbandes als Beitrag zu den Verwaltungs­kosten .............300 Mk.

1. In der Provinz Oberhessen: Kreis Gießen.

Der Gemeinde Steinheim.......150 Mk.

freiwilligen Feuerwehr zu Hungen . . . 200

Kreis Friedberg.

Der freiwilligen Feuerwehr in Vilbel ... 175

Gemeinde Rodheim v. d. H...... 400

Kreis Alsfeld.

Der Gemeinde Kirtorf........ 200

Kreis Schotten.

Der Gemeinde Ober-Seibertenrod..... 500

zusammen 1625 Mk.

2. In der Provinz Starkenburg . . 3522

3. In der Provinz Rheinhessen . . . 1000

oder für alle 3 Provinzen 6147 Mk.

Salz (Kr. Lauterbach), 23. Februar. Bon Sr. König!. Hoheit dem Großherzvg wurde am 22. Februar unserem Würgermeister Christoph Muth das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für langjährige treue Dienste" verliehen.

Entlassen wurde: am 18. Februar der Gefangen­aufseher am Landeszuchthaus Marienschloß Kaspar Heilos auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom Dienstantritt seines Nachfolgers.

Alsfeld, 24. Februar. Nach der im heutigen Kreisblatt erschienenen Bekanntmachung des Wahlcommissärs für den 3. hessischen Wahlkreis ist das Ergebniß der Wahl vom 20. Februar wie folgt festgestellt worden. Es erhielten: Oswald Zimmermann (Antisemit) 5000 St., Dr. v. Kalckstein

(dsr.) 3369, Fritz Kalle (natl.) 3304,. Dr. Windthorst (Ctr.) 225, Oberlandesgerichtsrath Franck in Darmstadt 137, andere Personen 6 St. Eine absolute Mehrheit hat sich also nicht ergeben, weshalb auf Samstag den 1. März eine Stichwahl zwischen Zimmermann und v. Kalckstein anberaumt wurde. Mit Hinweis auf die in der vor. Nr. gebrachte Aufstellung der im Großherzogthum Hessen Gewählten berichtigen wir den auf Alsfeld bezüglichen Theil dieser Alifstellung, nach welchem Zimmermann bereits als gewählt aufgeführt ist. Bis zum Tage der Stichwahl finden von deutschfreisinniger Seite einberufene Wühleruersammlungen noch in folgenden Orten statt: Lauterbach, Schlitz, Alsfeld, Homberg, Laubach und Schotten.

Dcrmijd^tes.

* Darmstadt, 24. Februar. Das heute Mittag officiell festgestellte Resultat der R e i ch s t a g s w a h l im Wahlkreise Darmstadt-Groß-Gerau ist wie folgt: Bon 24 785 Wahl­berechtigten gaben 19054 ihre Stimmen ab; von diesen fielen auf Osann 9240, auf Müller 6069, auf Munckel 3660, 23 Stimmen zersplitterten sich und 62 waren ungültig. Die Stichwahl zwischen Osann und Müller findet Freitag den 28. Februar statt.

Gestern sah man in verschiedenen Riedorten zwei Belocipedisten, wovon der eine ein großes Plakat auf dem Rücken trug mit der Inschrift:Wählt Philipp Müller."

* Mainz, 24. Februar. Wie verlautet, sollen zwischen Führern der nationalliberalen Partei und maßgebenden Centrumspersonen Unterhandlungen schweben, die daraus hinauslausen, daß bei der bevorstehenden Stichwahl die Centrumswähler im Wahlkreis Offenbach-Dieburg für den Candidaten der nationalliberalen Partei eintreten, wogegen im Wahlkreis Mainz-Oppenheim die Nationalliberalen den Centrumscandidaten wählen sollen. Eine Bestätigung dieser Mittheilung bleibt abzuwarten. Die Socialdemokraten sind schon wieder in rührigster Agitation. Nächsten Mittwoch haben sie in derStadthalle" wieder eine große Versamm­lung, in welcher Bebel sprechen wird.

* Berlin, 22. Februar. Aus Flensburg wird dem Tageblatt" gemeldet:Die Personenpost von Sonder­burg nach Flensburg wurde gestern Abend 10 Uhr bei Gravenstein beraubt. Die Räuber hatten die Chaussee durch Bäume gesperrt, schlugen den Postillon nieber und erbrachen das Werthgelaß, aus dem sie Werthe in der Höhe von etwa 10000 Mk. entroenbetcci. Die Genbarmerie ist in voller Thätigkeit, um der Räuber habhaft zu werben.

Verkehr, Land« un6 Volkswirthschaft.

Gießen, 25. Februar. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pst. x. 0,951,05, Hühnertter 1 St. 5-6, 2 St. Enteneier 1 St. 6-7 2 St. - H,

Gänseeier 1011 H, Käse vr St. 58 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 19 Linsen vr. Liter 30 Tauben pr. Paar 0,700,00, Hübner pr. Stück 1,36180, Hahnen pr. St. JL 1,602,00, Enten pr. Stück JL 2,002,30, Gänse pr. Pfd. 5060 H, Ochsenfletsch pr. Pfd 6672 H, Kuh- und Rindfleisch 5660 ät, Schweinefleisch 6070 H, Hammelfleisch 5668 Kalb­fleisch 52-60 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 4,30-4,50, Weißkraut pr. St. 68 4, Zwiebeln per Centner Jt, 10,0012,00, Milch pr. Liter 12-18 H.

Mit welchem Alter sollen die Rinder gemästet werde«. (Nachdruck verboten.) Hierüber sind viele Versuche auf der Mast­vieh-Ausstellung in Chicago ausgeführt. Es wurden Concurrenzen für ausgeschlachtete Thiere und solche für die Kosten der Production und Frühreife ausgestellt, denn sie nahmen mtt Recht an, daß es nicht allein darauf ankäme, welches das schwerste und best gemästete Thier, sondern darauf, welches das größte Gewicht an ausgeschlach­tetem Fleisch liefere und solches am billigsten producirt habe. Man kam zu dem Resultat, daß die Production von 1 Pfund Fleisch durch einen 3^/2jährigen Stier (35,09 Pfg) mehr als das Doppelte wie durch einen l^iäbrtgcn Stier (17 Pfg.) kostete. Das Aus- stellungs-EomilS schloß daher, und gewiß mit Berechtigung, seinen Preisbericht mit den Worten:Wir können nicht dringend genug den Züchtern empfehlen, das Kalb von der Geburt an freigebig zu ernähren und ihre ganze Aufmerksamkeit dem wichtigen Gegenstände der Frühreife zuzuwenden. Die unserer Prämiirung zu Grunde liegenden Zahlen beweisen klar, daß große pecuniäre Erfolge vom Züchter nur erzielt werden können, wenn er seine Thiere im Alter von nicht über zwei Jahren für den Markt reif hat." Wir können diesem Urtheil auf Grund wiederholter Erfahrungen und Berech­nungen vollständig beistimmen.

Rademanns Kindermehl, der goldenen Medaille, unerreicht i. Nährwerth und Leichtoerdaulichkeit, ist nächst der Muttermilch thatsächlich die beste und zuträglichste Nahrung für Säuglinge. Zu haben ä 3L 1.20 pro Büchse in allen Apotheken, Drogen- und Eolonialwaarenhandlungen. [7

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Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Metzen.

8. Woche. Vom 16. Februar bis 22. Februar 1890. Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär).

Sterblichkeitsziffer: 20,3 J/oo-

Kinder

Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1.Lebensjahr: 2.15.Jahn

Lungenschwindsucht 4 (1) 4 (1)

Lungenentzündung 11

Tuberkulöser Hirnhaut-

entzündung 1 1

Altersschwäche 11

Unbekannter Ursache 1 1

Summa: 8 (1) 6 (1) 1 1

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Kramhett auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.