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Forstivart Jäger von )-Kohtrabe, welche 1 hatte.
CiteratnY unb Ktmfc
— Der Pfarrer von Helgoland. Als im Jahre 1314 durch den Frtedensschluß mit Dänemark das Felsenetland Helgoland an England abgetreten wurde, herrschte darüber bet den Engländern die größte Freude. Kein Wunder! Hatten sie doch wieder einmal eine Insel annectirt, was ja bekanntlich das Hauptvergnugen dieses Jnselvolkes ist. Auf Helgoland amttrte nun damgjs ein alter würdiger Pastor, der von der dänischen Regierung nur ein geringes Gehalt empfangen batte, 300 oder 400 „Rigsdaler", wir wissen nicht genau, wie viel. Der brave Mann kam nun auf den gescheidten Gedanken, doch auch etwas zu profitiren bei Gelegenheit der großen politischen Umwälzung, welche ihn und seine Gemeinde betroffen. Er setzte sich also hin und verfaßte eine ganz gehorsamste Bittschrift, in welcher er um Zulage von 100 Rtgsdaler bat. Run pflegte man damals in Dänemark und Schleswig-Holstein für „Rigsdaler" ein
1 eigenthümltches Zeichen zu machen, nämlich ein kleines „r" mit ^igen Strichen darunter oder daran, nach eines Jeden Belieben, und gewöhnlich wurde dies Zeichen sehr flüchtig und oft kaum erkennbar gemacht, was aber nicht störte, da aus alter Gewohnheit Jedermann im Lande stets sicher die Hieroglyphe zu errathen vermochte. Richt so in London im Ministerium, als das Schreiben
i des Helgoländer Pastors dort anlangte. Man kannte dort gar nicht 1 das Rigsdalerzeichen, welches der Pastor, wenn auch unabsichtlich, noch ganz besonders unleserlich gemacht zu haben scheint. Auch der Uebersetzer im Ministerium, der das deutsche Schriftstück ins Englische übertrug, wußte das Zeichen nicht zu enträtseln, aber er dachte sich, es solle wohl die Chiffre für „Pfund Sterling" bedeuten, für dessen regelrechte mustergiltige Schreibung es dem Pastor dec ganz neu annectirten. Insel noch an der nöthigen Hebung fehle. In ! England rechnet man ja nach Pfund Sterling, und England war i schon damals sehr reich, 100 Pfund Sterling erschienen einem englischen Minister als eine wahre Lappalie. Stach einigen Wochen erhielt also unser Pastor auf Helgoland ein amtliches Schreiben aus London, wodurch ihm huldvollst mirgetheilt wurde, daß die Regierung seine Ausführungen in Erwägung gezogen habe und denselben zu- fttmme — man bewillige in Gnaden seine Bitte und gewähre ihm eine Zulage von 100 Pfund Sterling. Der brave Pastor machte große Augen, als er dies las. Denn das war ein ganz unverhofftes Glück. Um 100 Rigsdaler (1 — 2 Mark 25 Pfennig), also um i 225 Mark hatte er bescheiden gebeten, nun erhielt er fast das Zehn- ! fache, reichlich 2000 Mark.
Diese hübsche Anecdote entnehmen wir dem soeben den 26. Jabr- aang beginnenden iUuftrirten Familienjournal »DaS Buch für Alle", aus dessen sonstigem, überaus fesselndem Inhalt wir nur noch den in weitesten Kreisen Aufsehen erregenden Zeitroman „Die Hexe von Pera" von dem bekannten Romanschriftsteller Johannes Emmer hervorheben wollen. Wir verfehlen nicht, Allen denen, die gern einmal „etwas Anderes" lesen wollen als die gewöhnliche Romankost, die Lectüre der „Hexe von Pera" zu empfehlen. Ein Preisrathsel, dessen Löser das humoristische Prachtwerk „Der Sonnenschein von Lothar Meggendorfer erhalten, übt besondere Anziehungskraft.
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Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
21. Sonntag nach Trinitatis, 26. October:
Ernte-Dankfest.
Vormittags 8Vr Uhr: Pfarrer Schlosser.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Collecte nach den Gottesdiensten für den Kirchbaufonds.
Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Bibelstunde am Montag den 27. October, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Jakobusbries Cap. 1, von Vers 19 an: das seligmachende Gotteswort, Hören und Thun desselben. Pfarrer vr. Naumann. ,
Am Sonntag den 2. November feiern wir das Ref ormations- fest; an diesem Sonntag wird Beichte und heiliges Abendmahl gehalten im Vormittagsgottesdienst; nach den Gottesdiensten wird eine Collecte erhoben für die Gustav-Adolf-Stiftung.
Die Psarrgeschüfte in der Woche vom 26. October bis 1. November besorgt Pfarrer Schlosser.
Katholische Gemeinde.
22. Sonntag nach Pfingsten, 26. October:
Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um W Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.
Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl Beichte; um V27 Uhr Austheilung der hl. Communion; um V-8 Uhr Frühmesse; um 8/JO Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um V-3 Uhr Christenlehre und darauf Andacht für die Abgestorbenen der Gemeinde. Abends um 6 Uhr Rosenkranzandacht.
Dienstag und Freitag: Abends um 6 Uhr Rosenkranzandacht. _____________
Gottesdienst in der Synagoge.
Samstag, 25. October.
Freitag Abend 445 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3*> Uhr, Samstag Abend 530 Uhr.
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dm Zwecke der desmi- ischen Psarrvereins Üen" findet im Laufe a. M. eine Peffamrn- en Geistlichen statt. In ehaltenen Versammlung weder eine Oppositionseine Strebe- und Agi- iin wolle lediglich unter igungen und Lebensauf- wechtiglen Anliegen des- >ar in den Grenzen und ! Eigenart einer, freien m.
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BeLanntrnachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Bellersheim für 1891/92 liegt vom 27. d. M an 8 Tage lang zur Einsicht aller Betheiligten aus unserem Bureau offen.
Bellersheim, den 23 October 1890.
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Rechtsgeschäfte mit demselben können gültig nur unter Zustimmung seines Curators, des Philipp Schmidt III. vonGroßen-Buseckabgeschloffen werden.
Gießen, 18. October 1890.
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