Ausgabe 
25.5.1890 Drittes Blatt
 
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Tödes - Anzeige.

Statt besonderer Anzeige allen Freunden und Bekannten die Mittheilung, dass es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigst geliebte treue Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester

Frau Bürgermeister Bender,

geb. Futh,

heute Abend 8*|2 Uhr nach langem schweren Leiden im Alter von 53 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen.

Um stille Theiinahme bitten Oj<> trmiernaen Hinterbliebenen

Hungen, den 23. Mai 1890.

Die Beerdigung findet Pfingst-Sonntag, Nachmittags 3^2 Uhr statt.

4610

4581

4594

Am 3. Pfingstfeiertage r

PH Weller Wwe.

wozu ergebenst einladet

<6

4157

Answ briefl.

[1836

Die Selbsthilfe

1124

Diverse Obligationen,

Wirtz»

Drr Rentenmarkt wurde im jVorhergehenden schon berührt. Die höchsten Course wurden nicht behauptet, theils wegen der beträchtlichen Geldoersteifung des heimischen Marktes, ihllls weil in Paris bte Angelegenheit des CrSdit Foncier die Börse bedrückt. Immerhin sind Ungarn und Italiener nicht unbedeutend besser. Türken gehen sitzt nach dem glänzenden Resultat der Conversion procentweise zurück, ein gleiches Schicksal werden in Kürze Egypter und auch Russen thetlen, mit Aus- nahine vielleicht der Orientanleihen, bet welchen die Steigerung der Valuta mit- sprtcht; diese sowohl wie die der österreichischen dauert an und ein Ende ist nicht abzusehen.

Gelsenkirchener stiegen, da sie bei dem erwähnten Abschluß zu günstigen Preisen dtrect mitbetheiligt sind, 4%; Laura ca. 2i/3°/o, außer diesen sind Alprne Montan 3>/2°/o l/a°/o besser. Die übrigen Jndustrtewerthe sind still, nur Lloyd sind noch erwähnenswerth, die auf den Verlust eines Procrsses nicht unbedeutend zurückgingen, sich aber zu Ende der Woche wieder erholt haben.

I 4r/L0/oGrafHenkelv.Don- I | nersmark, rückz. L 105 |

106.10 | 106.10

Trunksucht ist ohne jede Berufsstörung' heilbar. Zum Beweise hierfür liefere ich auf Ver­langen ganz umsonst gerichtlich geprüfte und eidlich erhärtete Zeugnisse. Weinhold*Retzlaff in Dresden. 10.

Nach Amerika

mit den vorzüglichen

Schnelldampfern de»H

NorddeutschenLloyd

in Bremen

befördert Paffagiere der concessionirte Agent [1317

Carl Loos in Gießen.

Zur Stadt Marburg«

Am 2. Pfingstfeiertage:

Tanz-Musik.

Heinrich Carle.

treuer Rathaeber für alte u. junge Personen, die in Folge übler Jugendgewobnheiten sich ge­schwächt fühlen. ES lese eS auch Jeder, der an Nervosität, Herzklopfen, VerdauungSbeschwer- i den, Hömorrhoiden leidet, seine aufrichtige Be- lehrun^»hilft jährlich vielen Tausenden zur i Gesundheit und Kraft. Gegen Einsendung, von 1 Mark in Briefmarken zu beziehen von llr.med. L.Ernst, $0011'0^^, Wien, Gisela­strasse Nr. 11. Wird in Sou», verschl. überschickt..

5v/g Buderus-Obligat. . 1104.1104.-

Scliloss-Hötel Braunfels a. d. L.

Wir bringen bei Beginn der wärmeren Jahreszeit unser reizend gelegenes Schloss-Hotel zu längerem Landaufenthalt und für Touristen in empfehlende Erinnerung.

Anerkannt feine Küche.

Gute Weine.

Diners zu jeder Tageszeit.

Münchener JBtndings und Neuwieder Mier.

Billige Preise. Aufmerksame Bedienung.

Grössere Gesellschaften werden gebeten, ihre Ankunft vorher anzumelden.

Hochachtungsvoll

Börsevwoehersbericht

von JE. Wasser scM.efoeia, Bankgeschäft.

Unzweifelhaft macht die Börse Fortschritte in ihrem Gesundungsprozeß; die Course steigen, das Geschäft ist lebhafter als seither und die Anzahl der neuen Ftnanzprojecte, über welche verhandelt wird, und von welchen die Börse eine nicht au unterschätzende Anregung empfängt, ist bedeutend. Die Frage freilich, in welchem Maße das Ouvlckum an der Eoursentmicklung sick bethetltgl, ist vorläufig noch schwer zu beantworten, allem Anschem nach beschränkt sich aber auch jetzt noch diese B.theiUgung auf ein Minimum und die Kosten des lebhafteren Geschäftes werden lediglich von der Börse bestritten. Welche Bedeutung diese Frage für die Dauer der Bewegung besitzt, darauf ist so oft hingewiesen worden, dag es müßig erscheint, noch weiter darauf einzugehen. Ein anderes Moment verdient außerdem gegen- wärtta lebhaftere Beachtung. Seit Wochen erhoffte die Boise von dec herrschenden Geldflüssigkeit eine Belebung des Geschäftes. Diese Hoffnung erwies sich jedoch als trügerisch, weil die Geldflüssigkett nur eine Folge der geringen Ausdehnung des Börsengeschäftes mar und darum nicht ihrerseils dre Ursache einer Belebung werden tonnte. Heute vollzieht sich eine Besserung der Markttendenz unter steigenden Geld­fätzen. Eine solche Erscheinung mitten im Monat Mai, der geidreichnen Zeil des Jahres, ist so ungewöhnlich, daß man unwillkürlich darauf verfällt, beide Erschei­nungen ursächlich mit einander zu verknüpfen. Entspricht dies der Wirklichkeit, daß also die kurze Zett einer lebhafteren Geschäflsthätigkeit eine merkbare Versteifung des Geldmarktes Hervorrufen konnte, so erbellt daraus, wie wenig gegenwärtig die Verhältnisse zur Wieder auinahme der Haussecampagne geeignet sind, und es liegt darin eine eindringliche Warnung, nicht mit künstlichen Mitteln eine Geschäfts­tätigkeit Hervorrufen zu wollen, für welche die Bedingungen nicht vorhanden sind.

Reben Remen, welche auch in dieser Woche die Führung behalten haben, sind Banken und Montanwerthe wieder mehr in den Vordergrund getreten. Nament­lich haben sich die Course der letzteren kräftig erholt, aus Anlaß einzelner Abschlüsse sowohl von Kohlen- wie von Eisenlieferungen, bei welchen die bisher notnien Preise voll behauptet blieben. Der Proceß der Emancipirung dts Marktes von dem Ein­fluß des Montanmarktes erscheint dadurch verzögert, wenn auch nicht thatsächlich gestört, denn es ist nicht zweifelhaft, daß die Reprise auf Deckungen der Eontrenune zurückzuführen ist, und Meinungskäufe nur einen geringen Antheil daran haben. In wie weit man berechtigt ist, aus den obigen Abschlüssen und Angesichts einzelner besserer ausländischer Berichte auf günstigere Aussichten in der Conjectur des Montanmarktes zu schließen, mag heute unentschieden bleiben; sicherlich ist nach den bisherigen Erfahrungen auch jetzt noch größte Vorsicht am Platze und ein Zurück- flietzen der beute noch weitverbreiteten Actien des Montanmarkics in capitalkraftige und sachkundige Hände, wie es in dem vorigen Bericht angedeutet wurde, bleibt auch bei günstiger Conjectur im Interesse der Stabilität des Markies wünfchens- werth. Uebrigens stehen die deutschen Börsen nicht so gänzlich auf eigenen Füßen, wie es den Anschein haben mag. Em gut Theil der Anregung geben die Pariser und die Londoner Börse. Die großen Steigerungen dec internationalen Fonds gehen sämmtlich von dort aus, wo allerdings die Geldverhältnisse ungleich günstiger liegen als bei uns, wo aber so wenig wie hier die Schatten fehlen, welche die günstige Tendenz des Mackies von Zeit zu Zeit unterbrechen. Nrchtsdestoweniger ist die Unterstützung, welche den deutschen Börsen von dort gewährt wird, außer- orbenllid) werthvoll und es bleibt auch aus diesem Grunde wünschenswerth, daß der maßgebende Einfluß der Montanwerthe auf die Dauer gebrochen bleibt. Die Prolongation hat begonnen. Geld stellt sich auf circa 4%, aber eine ganze Reihe von Werlhen, wie Russen, Egypter, Türken, Veloce und einige Bahnen werden unter Satz prolongirt, d. h. die Speculation erachtet deren Course zu hoch und hat die­selben in Blanco begeben. v p

Wie schon bemerkt, war auch der Bankenmarkt in dieser Woche lebhafter. Namentlich erscheinen Deutsche Bank gebessert (+ 5%), therls unter Hinweis auf die Steigerung der italienischenWerthe, an derenRegelung die Bank bekanntlich hervorragend betheiligt ist, theils auf Verhandlungen über ein neues Geschäft auf industriellem Gebiet. Es geht das Gerücht, die Bank beabsichtige die Ausbeutung des Manes- mann'schen Walzverfahrens, einer Erfindung, die innerhalb der Eisenbranche be­rechtigtes Aufsehen erregt und eine große Zukunft zu haben scheint- Bei den anderen Banken sind die Steigerungen geringer, Handelsgesellschaft 3 ü/o, Darm­städter 2%, Disconto l/2 °/o, Dresdener 2%, nur Nationalbank kommt der ersten gleich.

Ausländische Bahnen bleiben nach wie vor die Günstlinge der Speculation. Nur bei Lombarden zeigt sich auf die vorhergegangene große Anspannung ein mäßiger Rückschlag; im Uebrigen brachte die Woche die erheblichsten Coursbesserungen. Böhmische Westbahn sprangen an einem Tag 10 fl. aufwärts, wovon allerdings im Verlauf ein Theil wieder verloren ging, Duxer gewannen 12 fl, Prag-Duxer 0V2 fl. In letzteren Actien entwickeln sich außerordentlich rege Umsätze die Börse träumt schon aus Anlaß der gegenwärtig erzielten 3°/0 Dividende und der fortgesetzten Mehreinnahmen von 51% Dividende und sieht schon die Verstaatlichung dieser Bahn, die Jahrelang zu den Nonvaleurs zählte, mit zu Grundelegung einer solchen Rente. Schweizer Bahnen fest, trotz nicht völlig befriedigender Ausweise, auf die Erklärung der Gotthardtdividende, welche um eine Kleinigkeit über das Taxat hinausgeht. Meridionavx gewannen 3,20 %, Mittelmeer 1%. Deutsche Bahnen erwecken aus sich heraus kein Interesse, das stellt sich immer nur dann ein, wenn die Verstaatlichungs­frage zur Discussion gebracht wird.

Musikal. Hausfreund

Plätter f. ausgewiihtteSalonmusik.

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Course der Frankfurter Börse

Staat-arrleihe«.

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4477] Ich suche für mein Manufactur- waaren-Geschäft einen

mit outen Schulkcnntnissen und aus guter Familie.

Butzbach, 17. Mai 1890.

«. K r a f i.

4544] Ein braves Dienstmädchen gesucht_______Marktplatz 2.__

2052] EinSchreinerlchrling gesucbt. ______Nordanlage 28.

4070] Ein Aküserlehrlling gesucht. L. Nohlermann, Bleichstraße 12.

Spengler gesucht.

4565 F. Hadenicht, Larnpenfabrik.

4556] Ein Schreinergeselle erhält Arbeitßei_ H. Sack, Schreinermeister. ZMmschuldete Sdjmiidff der Männer, Pollut., sämmtl. <S>t» schlechtskrankh. heilt sicher n 25jäbr. pract Erf. Dr. Mentzel, nicht appro- birter Arzt, Hamburg, Kielerstraße zti.

Cours vom

16./V.

24./V.

Cours vom

16./V.

24./V.

40/g Hessische Obligation.

105

105.30

4VL0/oPortug.-A. 88 u.89

92.10

93 60

Bayern ....

106.10

106.

5% amort. ©erb. Gold-

Baöen.....

104.05

103.95

Rente ....

86.50

87.10

Zo'/c. Sächsische Rente. .

.

.-

5o/oSerbischeEisenbahn-

31/9°/o BremerStaatsaul.

.

.

Hyp.-Odl. L. A. .

89.20

89.30

Hamb.Staatsrente

100.40

4o/ySchwed.Oblig.l880c

102.80

102.90

40/gOkstr. Goldrente .

94.90

95.20

lo/o Türken conv. .

19.

18.70

GriechischeMonopol-

50/0 priv. Egypter. . .

104.80

105.20

Anleihe . . .

78.80

79.55

Argent. Gold - Anl.

50/0 Rumänische Rente .

98.70

88.85

0. 1887 . . .

88.05

87.50

W/o Russische Anl.. .

102.20 1

102.60

(

Gisenbah«-^

örtoritäten.

4o/y Pfälz. Ludwigsbahn

5% Südbahn Lombarden

104.20

104.45

(Bexbach) . . .

102.90

102 95

4% do. do.

98.30

98.50

Hessische Ludwigsb.

30/0 do. do.

65.05

65.50

68/69 Garant. .

102.80

40/0 Prag-Duxer Gold .

100.95

100.95

Elisabethb. steuerfrei

Rudolf Gold (Salzk.)

100.75

101.

Gold ....

101.40

101.30

Franz-Josef Silber

84.70

84.50

50/0 Oeftr. Staatsbahn.

107.20

107.

3% ftaatl. ßarant. Jial.

4% do. do.

100.75

100.90

Eisenbahn . .

57.90

58.80

3% do. do.

3% Livorneser . . .

64 70

64.90

i.vm. Emiff.

83.30

83.45

40/0 Rusf.Südw Cisenb.

94.30

94.40

30/0 do. Ergänzungsnetz

80.

80.20

40/g Wladikawkas garnt.

93.80

94.10

5% Nordwestbahn Gold

108.10

107.60

4°/0 gar. Saldin.Sec.stfr.

86.50

87 20

Jndnfteie-Papieee.

Binding-Brauerei . .

166.50

166.50

Deutsche Verlagsanstalt

270.50

273.90

Stern- do. (Oberrad)

132.80

133.50

Farbwerke,vorm.Meister,

Bad. Anilin- u. Soda-

Lucius & Brüning.

269.70

270.

fabrik ....

271.40

271.25

Riebeck'scheMontanwerle

183.

184.50

Pfandbriefe.

40/0 Franks. Hyp.-Pfdbr.

40/gDeutfcheGrundschld.-

0. 86 ab . . .

102.

102.

Bk.-Pfandbr. .

101.60

101 60

3Vr0/oFrnkf.Hyp.-Pfdbr.

98

98.

31/2% do......

98.

98.

4o/yPreutz.HyP.-Act.-Bk.-

31/2% Rhein. Hyp.-Bank-

Pfandbr. . . .

101.70

101.70

Pfandbr. . . .

96.20

96.20

3V2°/o do......

98.

99 80

40/0 Meininger Pfandbr.

101.50

101.50

40/oPreuß. Centr.-Bod.-

Cred.-Pfandbr. bis

1885 .....

101.10

101 40

Loose.

Oestr.l860rfl.500-Loose

123.10

124.20

Braunschweig. 20 Thlr.-

1854rfl. 250-

120.50

120.80

Loose ....

105

105.-

4«/o Meininger Prämien-

3°/0 Oldenburger Loose .

132.50

132.25

Pfandbr. . . .

132.20

131.55

3V,o/vKöln-NUndn.Loose

141.

140.10

«merttanische «tsenbahn-Bond-.

6o/oChic.Milw.f.St.Paul

4% Chicago Burlington

Prt., rückzahlb. 1910 .

114.80

114.25

9lebraska 1927 . .

90.60

90.70

5o/oCbic.MUw.f.St.Paul

4Va% California Pacif.

Prt., rückzahlb. 1921 .

105.05

104.90

I. M., rückzahlb. 1912

107

-.

6% Centr. Pacif. I.Mrtg.

60/gPacif.ofMissouri con-

rückzahlb. 1896 . .

111.10

109.50

solidated I. M. r. 1920

108.45

108.55

Redactton; A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.