Bern, 22. September. Der Nationalrath und der Ständerath wurden heute durch Ansprachen ihrer Präsidenten eröffnet, worin dem Vorgehen des Bundesraths im Canton Tessin volle Anerkennung gezollt wird.
St. Gallen, 22. September. In der vergangenen Nacht ist das Dors Rüthi und der Weiler Rehag im Nheinthale bei heftigen Föhr gänzlich niedergebrannt. Nähere Angaben fehlen.
Paris, 22. September. Die Sitzungen des hier tagenden Anti-Sclaverei-Congresses wurden heute eröffnet. Zum Präsidenten wurde gewählt Keller, der Präsident des Pariser Comites, zu Vicepräsidenten Sieger, der Präsident des Kölner Comites, und die Präsidenten der verschiedenen Nationalcomites. Die meritorischen Berathungen haben begonnen. In seiner Ansprache bewillkommnete der Präsident Keller die fremdländischen Delegirten, rühmte die Verdienste des Cardinals Lagerie und hob hervor, daß sich die muha- medanische Religion unfähig erwiesen habe, die Zivilisation unter den Negern zu verbreiten, was nur christliche Missionäre könnten. Morgen werden Lavigerie und Livinhac sprechen.
Rom, 22. September. Ein Telegramm der „Agenzia Stefani" aus Massauah besagt, daß die Cholera-Epidemie sortdauere, wenn auch nicht heftig. Auch unter den Truppen seien einige Cholerafälle vorgekommen.
Lissabon, 22. September. Die Unpäßlichkeit des Königs ist beseitigt,- er befindet sich wieder vollkommen wohl.
Belgrad, 22. September. In der Versammlung der radikalen Partei legte Paschic das Programm für die neue Skupschtina dar, welches auf die Durchführung politischer Reformen, namentlich zum Zwecke der wirthschaftlichen Entwickelung des Landes, gerichtet sein müsse. Die Partei wünsche Frieden mit allen Nachbarn und werde die dargebotene Hand stets freundlich ergreifen.
Bombay, 22. September. Reutermeldung. Wie die „Jndia Times" erfährt, sind bei den Wahlen in Goa Unruhen ausgebrochen. Siebzehn Wähler wurden durch Flintenschüsse getödtet, viele verwundet.
Frankfurt a. M., 23. September. Der 11. Congreß ^sür Armenpflege und Wohlthätigkeit ist heute hier unter dem Vorsitz von Seyfardt-Creseld zusammengetreten. Die zahlreiche Versammlung wurde von Vertretern der Stadt begrüßt. Viele Autoritäten auf dem Gebiete der Armenpflege sind anwesend, u. A. Geheimrath Böhmert-Dresden, Stadt- syndicus Eberth, Geh. Oberregierungsrath Blenk rc.
LoeeU.es ttnö Krovtznziettes.
Gießen, 23. September.
— In der gestrigen ersten Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen wurde unter Ausschluß der Oeffent- lichkeit wider Peter Küster von Ilbenstadt wegen Sittlichkeitsvergehen verhandelt. Der Angeklagte wurde des ihm zur Last gelegten Verbrechens für schuldig erachtet und zu einer Gefängnißstrafe von 1 Jahr 6 Monaten verurtheilt.
— Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Todt- geborenen, betrug in der Woche vom 7. bis 13. September in Mainz mit Castel 26, in Darmstadt 16, in Offenbach 6, in Worms 17, in Gießen 5, zusammen 70, darunter 29 im ersten Lebensjahre. — Die Todesursache anlangend, ver- starben an Keuchhusten 3 (Mainz 2, Darmstadt 1), an Unterleibstyphus 1 (Mainz), an Diarrhöe und Brechdurchfall 8 (Mainz 6, Darmstadt und Offenbach je 1), an Lungenschwindsucht 5 (Mainz 2, Offenbach 1, Worms 2), an akuten und entzündlichen Krankheiten der Athmungsorgane, einschließlich Influenza 5 (Mainz und Offenbach je 1, Gießen 3), an Gehirn-Apoplexie 4 (Mainz und Offenbach je 1, Darmstadt 2), an akutem Gelenkrheumatismus 1 (Worms), gewaltsamen Tod 3 Personen (Mainz 2, Worms 1).
„Ist sie schon lange da? Fehlt ihr nichts?"
„Nicht, daß ich wüßte, gnädige Frau. Sie ist vor etwa einer Stunde mit Fräulein Berger nach Hause gekommen."
Sie ging rasch an ihm vorbei und ries laut ins Haus hinein:
„Lisbeth, Lisbeth 1"
Ein etwa achtjähriges, reizendes Kind mit langen blonden Haaren und zartem rosigem Teint sprang ihr entgegen, die dunklen Blauaugen strahlend vor Glück.
„Mama, liebe Mama, bist Du wieder da? Ich habe mich so nach Dir gesehnt."
„Mein armes Kind!"
Sie schloß es lebhaft in ihre Arme und küßte es aus die vollen, wunderbar frisch rothen Lippen.
„Ei, Lisbeth, wo hast Du denn die schöne Ros? her?" fragte sie dann und deutete auf eine prachtvolle gelbe Thee- rose, die das Kind an der Brust trug.
„Von Herrn Zimmermann, Mama."
„Herr Zimmermann? Wer ist denn das?"
„Aber, Mama! Kennst Du denn Herrn Zimmermann nicht? In Papas Comptoir."
„In Papas Comptoir, Lisbeth? Nein, wirklich, ich kenne ihn nicht. Ich kenne von all den Herren nur Herrn Börner, den Buchhalter. Welcher von den übrigen ist denn Dein freundlicher Herr Zimmermann?"
„Der neben dem Mann ohne Kopf sitzt."
„Neben dem Mann ohne Kopf? Aber, Lisbeth, es gibt doch keine Männer ohne Kopf."
„Ja, Mama, aber der neben Herrn Zimmermann sitzt, der hat keinen. Wo oben der Rockkragen ist, da guckt nichts heraus, da ist es alle."
„Kind, Kind, was hast Du denn gesehen? Das ist doch 'gewiß nicht wahr."
(Fortsetzung folgt.)
z Lich, 22. September. Ein junger Schreinergcselle von hier wurde heute durch das hiesige Schöffengericht in eine Gefängnißstrafe von 7 Tagen verurtheilt, weil er vor einiger Zeit, an einem Sonntag Nachmittag, angeblich in trunkenem Zustande, verschiedene Gartenthüren beschädigt hatte, indem er die Schlösser abriß, die Thüren gewaltsam zerschlug u. s. w. Seine Kameraden, ein Dachdecker- und ein Schreinergeselle, erhielten je 3 Tage Haft, weil sie zu derselben Zeit wider die Gartenthüren getreten und dergleichen Unfug verübt hatten. — Möge dies Anderen zur Warnung tonen!
Schotten, 22. September. Vogelsberger Höhenclub. Aus den Herbstausflug nach Gedern am 24. September sei hierdurch nochmals aufmerksam gemacht. Anfang der geselligen Vereinigung um 2 Uhr im Bergwirthshause. Bei günstiger Witterung ist ein Spaziergang im Schloßgarten, event. auch Restauration dortselbst, vorgesehen. Für gute Speisen und Getränke ist Sorge getragen.
8 Lauterbach, 22. September. Auf der Heppenheimer Ausstellung erhielten die Wagenfabrikanten Gebr. Eifert hier für einen ausgestellten Jagdwagen das vom Local-Gewerb- verein-Heppenheim gestiftete Anerkennungsdiplom.
x Birklar, 22. September. Herr Lehrer Seipp dahier ist mit Wirkung vom 1. November in den Ruhestand versetzt worden.
Z Herbstein, 22. September. Als eine Seltenheit ist es jedenfalls zu bezeichnen, daß in dem hiesigen Kapellenwald die Heidelbeer ft räucher zum zweiten Male blühen und einige bereits Beeren angesetzt haben.
Z Herbstein, 22. September. Die Brombeersträucher tragen in diesem Jahre dahier vollkommen ausgewachsene reife Beeren, es ist dies jedenfalls der seither herrschenden milden Witterung zu verdanken. Seit langen Jahren war dies hier nicht der Fall, die Beeren wurden selten reif und waren klein infolge des eingetretenen frühen Winters.
Z Herbstein, 22. September. In Hopfmannsfeld hat sich ein Kriegerverein gebildet, welcher zur Zeit aus 28 Mitgliedern besteht.
vermischtes.
* Darmstadt, 20. September. Der in Frankfurt verunglückte Schutzmann Franz Wex wurde gestern Nachmittag auf dem hiesigen Friedhof unter großer Betheiligung feiner Collegen und der hiesigen Einwohnerschaft beerdigt. Demselben wurden neben vielen anderen Bouquets auch ein prachtvoller Lorbeerkranz von Seiten der Schutzmannschaft des 11. Polizei-Reviers zu Frankfurt gewidmet. Die Ehefrau des Verunglückten, welche in letzterer Zeit mehrmals an Geistesgestörtheit litt, mußte heute in eine Irrenanstalt verbracht werden. Wex ist aus Niedermörlen bei Friedberg gebürtig.
* Darmstadt, 22. September. Das Großh. Garde- Dragon er-Regiment Nr. 23, welches bekanntlich an den großen Cavallerie-Manövern bei Metz Theil nahm, hat den Rückmarsch angetreten und ist bereits in der Nähe der Pfalz. Die Ankunft dahier wird kommenden Sonntag Vormittag erfolgen. — Die dem neu errichteten 34. Feldartillerie- Regiment zugetheilte 6. fahrende Batterie unseres 25. Artillerie- Regiments kommt am 1. October d. I. nach Mörchingen in Lothringen in Garnison.
*= Frankfurt a. M., 22. September. Heute Morgen wurde im Viehhof an einem Transport Ochsen aus Bamberg die Maul- und Klauenseuche durch Herrn Kreisphysicus Prof. Dr. Leonhard conftatirt.
* Frankfurt a. M., 22. September. Gestern gingen Schutzleute in den Cigarren-Geschäften umher und forderten die Inhaber auf, alle Bilder, die Frauenzimmer darstellen, aus den Erkern zu entfernen. Es geschah dies auf Verfügung des Herrn Polizeipräsidenten.
— Gestern Nacht erwischte der Polizeisergeant Müller von Griesheim einen Knecht am Goldstein, der einen Nachen losmachte. Er wollte ihn verhaften, der Knecht aber, ein herkulischer Mensch, riß ihn zu Boden und versetzte ihm mit einem Messer einen Stich in den Hals und in die Schulter. Die Verletzungen sind schwere. Der Thäter ist verhaftet.
— Die in einem Gasthause an der Zeil wohnenden Mitglieder der schwedischen Dragoner - Capelle, die in dem Zoologischen Garten concertirt, sind in verflossener Nacht nicht unerheblich bestohlen worden. Einige Gauner haben die Schlafzimmer der Herren geöffnet und Geldbörsen mit Inhalt (in einem Falle 70 Mk.), sowie Wäsche sich angeeignet. Nicht weniger als 8 Zimmer haben die Spitzbuben durchsucht.
— Frankfurt a. M., 22. September. Siebente Hauptversammlung des Deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geiftiger Getränke. Nachdem gestern Abend im „Palais-Restaurant" eine gut besuchte Versammlung stattgefunden, in welcher Herr Lammers-Bremen einen Vortrag über die Ziele des Vereins hielt, wurde heute Vormittag lO1^ Uhr in der Loge Sokrates die 7. Hauptversammlung eröffnet, welche, wie ich Ihnen schon telegraphisch meldete, sich keines besonders regen Besuches, wenigstens was unsere Stadt anbetrifft, erfreute. Den Vorsitz führte Herr v. Keudell. Vor Eingang in die Tagesordnung gab Herr Geh.-Rath Mär klin einen Ueberblick über die Lage des Vereins und gedachte dabei des Verlustes, den der Verein durch den Tod seines Begründers Nasse, sowie durch die Ernennung Dr. Miquels zum Finanzminister erlitten habe. Diese Verluste seien unersetzlich. An Herrn Dr. Miquel wurde ein Begrüßungstelegramm abgesandt. Herr Lammers- Bremen erstattete alsdann den Rechenschaftsbericht, und machte interessante Mittheilungen über den Aufschwung der Voiks- kaffeehallen in Hamburg. Hierauf sprach Herr Oberbürgermeister Str uckmann-Hildesheim über die Stellung der Mäßigkeitssache zur Sozialreform. Aus feinen Ausführungen sei hervorgehoben, daß die Ziffer Derjenigen, welche an chronischem Alkoholismus und Säuferwahnsinn leiden, stetig wächst. Redner belegte diese Behauptung mit Ziffern, welche aus der Schrift Dr. Beers die sich mit dem Elend, das die
Trunksucht verursacht, beschäftigt, entnommen waren. ES wurde schließlich folgender Antrag angenommen:
„Die von dem Verein schon mehrfach beantragte Gesetzgebung zur Bekämpfung des Mißbrauchs geistiger Getränke bildet eine nothwendige und bedeutungsvolle Ergänzung der socialpolitischen Gesetzgebung der letzten Jahre. Das Interesse weiter Kreise des deutschen Volkes erfordert die auch bereits vom Reichstage und der Reichsregierung als dringend anerkannte gesetzgeberische Regelung dieser Angelegenheit und das deutsche Reich darf damit um so weniger: zögern, nachdem eine Reihe anderer Staaten mit Erfolg darin Dorangegangen sind. Die diesjährige Versammlung des Vereins beauftragt daher den Vorstand, wiederholt und eindringlich bei den gesetzgebenden Gewalten des Reichs vorstellig zu werden, damit thunlichst schon in der nächsten Session des Reichstages ein diesen Gegenstand erschöpfend behandelndes Gesetz im Sinne der Beschlüsse der Vereinsversammtung bora Darmstadt vom 14, September 1887 zur Vorlage und Ver-^ abjchiedung gelange."
An zweiter Stelle berichtete Herr Geheimrath Professor Dr. Böhmert-Dresden über das Branntweintrinken aust dem Lande. Es ist in dieser Beziehung eine Enquete veranstaltet worden. 246 Fragebogen sind beantwortet eingelaufen. Die Antworten lauten, je nach dem Standpunkt des Berichterstatters, verschieden. Sie ergeben, daß, von Ostpreußen abgesehen, die Trunksucht unter dem weiblichen Geschlecht weniger verbreitet ist, als unter dem männlichen. Das kräftige Mannesalter ist vornehmlich dem Trünke ergeben. Beruf und Stand machen in dieser Beziehung keinen Unterschied. Die Trunksucht hat nach den eingelaufenen Antworten im Allgemeinen abgenommen und zwar infolge Ver- theuerung des Branntweins und Zunahme des Bierconsums. Bemerkenswerth ist noch die Bejahung der Frage, ob Arbeiter seitens ihrer Arbeitgeber regelmäßig Branntwein erhalten.. Als Maßregeln zur Bekämpfung der Trunksucht bezeichnet Redner Verminderung der Schankstätten, Wohnungsverbefferung, Verteuerung des Branntweins, Polizeistunde, Uneinklagbarkeit der Zechschuld, Einführung einer Säuferliste. Es wurde die Fortsetzung der Enquete und Drucklegung des Vortrags beschlossen. — An letzter Stelle berichtete Herr Pastor Hirsch-Leutorf über den Internationalen Mäßig- keits-Congreß zu Chriftiania am 3. und 4. September. Gegen 4 Uhr wurde die siebente Hauptversammlung geschloffen. Kurz vor Schluß traf folgendes Antwort-Telegramm Miquels ein t „Besten Dank und herzliche Wünsche für das Gedeihen des Vereins und kräftige Fortsetzung feiner Bestrebungen." Um. 4 Uhr versammelten sich die Theilnehmer im „Hotel Jacobi" zu einem gemeinsamen Essen.
unö Ustkswirthschaft.
— Alle Diejenigen, welche Arbeiter-Wochensahrlkarten benutzen, seien darauf aufmerksam gemacht, daß dieselben nicht für die Zeitdauer einer Woche, lonbern nur für die betreffende Kalenderwoche, in welcher sie gelöst sind, Giltigkeit haben. So läuft z. B. eine Mittwochs gelöste Wochenfahrkarte mit dem darauffolgenden Samstag ab und gilt nicht mehr für den nächsten Montag und Dienstage Da in Arbeiterkreisen diese Bestimmung nicht bekannt zu sein scheint, so sei hiermit besonders darauf hingewiesen. Allwöchentlich kommt es, nach Aussage der betheiligten Beamten, vor, daß Dienstags, Mittwochs und Donnerstags gelöste Wochenfahrkarten noch in der darauf folgenden Kalenderwoche versuchsweise zur Verwendung gebracht werden.
— Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Roheiserrprodrretiow des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat August 1890 auf 371 102 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 163 867 Tonnen, Bessemerroheisen 33 504 Tonnen, Thomasroheisen 126 767 Tonnen und Gießereiroheisen 46 964 Tonnen. — Die Production im August 1889 betrug 378 500 Tonnen, im Juli 1890 391982 Tonnen. - Vom 1. Januar bis 31. August 1890 wurden producirt 3102 667 Tonnen gegen 2 842 343 Tonnen im gleichen Zeiträume des Vorjahres.
Gieren, 23. September. (Marktbericht). Aus dem heutigen Wochenmarn kostete: Butter pr. Pfd. X. 0,80—0,95, Hühnereier 1 St. 7, 2 St 13— H, Enteneier 1 St.--2 St. —
Käse pr St. 5—8 H, Käscmatte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 16 Linsen ir Liter 28 5,, Tauben pr. Paar 0,50—0,65, Hühner pr. Stück v*. 0,90-1 GO, pabnen pr. St JL 0,60—0,90, Enten pr. Stück JL 1,50—1,8g, OchsenfirOch pr. Pfd 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60—64 Schweinefleisch 70—80 H, Hammelfleisch 58—68 Kalbfleisch 60— H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00—8,00, Weißkraut pr. St.--Zwiebeln per Centner JC 5,00—0,00, Milch per
Liter 12-18 H.
S. Hungen, 22. September. Vieh- und Krämermarkt. Der heutige „September-Markt", welcher zum zweiten Male mit Rindoiehmarkl verbunden war, war gleich dem vorjährigen gut besucht.. Aufgetrieben waren ca. 30 Stück Zuchtochsen und etwa 200 Stuck Kühe und Rinder. Es wurden hter zahlreiche Handel abgeschlossen und von den Verkäufern gute Preise erzielt. Auch der Schweinemarkt war besonders mit Ferkeln gut befahren, doch war hier, namentlich bei letzteren, ein Rückgang der Preise zu bemerken. Bezahlt wurde das Paar Ferkel mit 20—40 Mk. je nach Alter und Qualität, Springer kosteten 40—70 Mk. — Gegen 1 Uhr des Mittags fand die Prämiirung des Rindviehes statt, und wurde vieles Vieh prämiirt. Auch der des Nachmittags stattfindende Krämer-Markt war ziemlich gut besucht.
Friedberg, 20. September. Buttermarkt. Butter kostet per Pfd. JL 0.95-1.10, Eier 1 St. 7 H, 2 St. 13 H.
Marktpreise in Berlin, am 20. Septbr., nach Ermittelungen des Königlichen Polizei-Präsidiums. Weizen per 100 kg guter von 19,60—19,20 Mk., mittlerer von 19,10—19,00 Mk., geringer von 18,90-18,50 Mk. Roggen per 100 kg guter von 17,30-17,10 Mk.. mittlerer von 17,00-16,80 Mk., geringer von 16,70-16,50 Mk. Gerste per 100 kg gute von 20,50—18,30 Mk., mittlere von 17,50 bis 16,00 Mk., geringe von 15,80—14,80 Mk. Hafer ver 100 kg guter von 15,50—14,80 Mk., mittlerer von 14,50—14,00 Mk., geringer von 13,80—13,50 Mk. Stroh, Richt- per 100 kg von 4,80—4,00 Mk. Heu per 100 kg von 6,60—3,60 Mk. Erbsen per 100 kg von 30,00 bis 22,00 Mk. Speisebohnen, weiße per 100 kg von 30,00-22,00 Mk., Linsen ver 100 kg von 56,00—26,00 Mk. Kartoffeln per 100 kg von 7,50—3,75 Mk. Rindfleisch von der Keule per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Bauchfleisch per 1 kg von 1,40—1,00 Mk. Schweinefleisch per 1 kg von 1,80—1,30 Mk. Kalbfleisch per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Hammelfleisch per 1 kg von 1,60—1,20 Mk. Butter per 1 kg von 2,80—1,80 Mk. Eier per 60 Stück von 4.40—2,80 Mk.
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