daß, während der Lohnabzug nach dem Gesetzentwurf obligatorisch vorgeschrieben war, der Reichstag einen Antrag aus Umwandlung der Verpflichtung in eine Berechtigung annahm, obschon der Regierungsvertretcr darauf hinwies, daß man gerade die Beitragspflicht der Arbeiter hier besonders habe zum Ausdruck bringen wollen. So sehr auch wir es jederzeit | dankbar anerkennen, wenn wohlwollende Arbeitgeber sich die positive Förderung des Wohles ihrer Arbeiter angelegen sein lassen, so können wir nach dem Gesagten den von jener Firma eingeschlagenen Weg doch nicht billigen und müssen vielmehr an alle Arbeitgeber die dringende Mahnung richten, daß sie durch Abzug der Hälfte des Versicherungsbeitrags dem Arbeiter das Bewußtsein einer sittlichen Pflicht erhalten helfen."
— Der gestrige Sonntag brachte unserer Stadt eine solche Menge auswärtiger Besucher, besonders Landleute, wie dies früher wohl nicht wahrgenommen worden. Bis zum späten Abend herrschte in den Straßen ein reges Leben, in manchen Geschäften war der Andrang so groß, daß viele der Kauflustigen entweder umkehren oder lange warten mußten, bevor sie in Besitz des Gewünschten kommen konnten. Besonders Spielwaaren-, Kurz- und Galanteriewaaren-Geschäfte, Specerei- und Conditoreiwaarenhandlungen mögen eine recht ergiebige Kasse gemacht haben. — Der gestrige Tag galt aber auch der Wiederkehr der alljährlich stattfindenden Weihuachts- bescheerungen. Es muß als erhebend und tröstend für viele mit irdischen Gütern wenig oder gar nicht gesegnete Familien bezeichnet werden, daß sich zur hehren Feier des Weihnachts- sestes alljährlich mitleidige Menschen finden, die durch eine Gabe es ermöglichen helfen, daß audy den Armen eine rechte Weihnachtssreude bereitet werde. Gedenken wir zunächst der Kleinen, so müssen wir auch in diesem Hahre constatiren, daß die Kleinkinder-Bewahranstalt gestern wieder in der Turnhalle an der Süd-Anlage für ihre Zöglinge eine Weihnachtsfeier veranstaltet hatte, die bei allen Anwesenden einen bleibenden erhebenden Eindruck hinterlassen hat. Hoffentlich trägt die in die kleinen Kinderherzen hier gelegte Saat gute Früchte. — Ueber die diesjährige Weihnachtsbescheerung des Vereins „Jugendfreund" ging uns der weiter unten abgedruckte Bericht zu. — Wenn schließlich noch einer Feier gedacht werden soll, die nicht den Armen, wohl aber einer stattlichen Anzahl von Kindern eine Freude bereitet und sicherlich auch aus die anwesenden Erwachsenen freudig eingewirkt hat, so geschieht dies deßhalb, um die mit Kindern gesegneten Familien auf ein recht treffliches Erziehungsinstitut hinzuweisen. Wir meinen die Kleinkinderschule von Frau Wwe. Rothe. Im Saale des Cafe Leib sand gestern Nachmittag die Christbescheerung dieser Kleinkinderschule statt. Wer Gelegenheit hatte, das von den noch nicht schulpflichtigen Kindern Erlernte zu hören und ihren Spielen zuzuschauen und zu beobachten, in welchem Ansehen „Tante Rothe" bei ihren Zöglingen steht, wird zugestehen, daß bei ihr die Kleinen gut ausgehoben sind. Reich beschenkt und begleitet von dem Wunsche, daß am 2. Januar die Kinder wieder gesund und munter in ihre „Schule" zurück- *ehren möchten, zogen die Kleinen in Begleitung ihrer Eltern heim.
— Einer besonderen Beachtung unter den z. Z. hier bestehenden Wohlthärigkeitsvereinen erfreut sich immer noch unser allbewährter „Jugendfreund". Die gestern in der Turnhalle der höheren Mädchenschule abgehaltene Weihnachts- Bescheerung, welcher ein zahlreiches Publikum beiwohnte, gab ein Bild von der segensreichen Wirksamkeit dieses Vereins. Eröffnet wurde die Feier, wie auch in früheren Jahren, durch einen entsprechenden Gesangsvortrag des gemischten Chors der Bürgergesellschaft. Hierauf ergriff Herr Lehrer Franz das Wort zu einer kurzen, aber kernigen Ansprache an die zu bescheerende Jugend. Der Grundsatz: „Viele Wenige gibt ein Viel" habe auch in diesem Jahre wieder schöne Früchte getragen und es dem „Jugendfreund" ermöglicht, am heutigen Tage 15 Kinder (9 Knaben und 6 Mädchen) neu bekleiden zu können. Gegen die Leistungen des Vereins in früheren Jahren sei allerdings ein Rückgang zu verzeichnen, was in den Schwierigkeiten, mit denen der Verein im verflossenen Jahre zu kämpfen gehabt habe, seine Begründung finde. Er ermahnte die Kinder, sich durch Fleiß, Aufmerksamkeit und folgsames Betragen gegen Lehrer und Eltern, durch freundliches und höfliches Wesen gegen Jedermann auszuzeichnen. Dies seien die Grundbedingungen, um ein brauchbares Mitglied der menschlichen Gesellschaft zu werden,- nicht mit hohlen Worten, sondern durch Beherzigung und Befolgung dieser Grundbedingungen sollten sie Denjenigen ihren Dank ausdrücken, welche zu der ihnen heute bereiteten Freude beigetragen haben. In einem nochmaligen Gesangsvortrage der Bürgergesellschaft fand die schöne Feier einen würdigen Abschluß. Sichtlich ergriffen nahmen die Kinder von den Geschenken Besitz und die Anwesenden verließen das Local mit dem Wunsche, daß die gemeinnützigen Bestrebungen dieses Vereins auch ferner von recht guten Erfolgen begleitet sein möchten.
— Theater. Am Freitag gelangte die Sudermann'sche „Ehre" zum vierten Male im „Neuen Theater" zur Aufführung. Diese Thatsache ist gewiß ein erfreulicher Beweis dafür, daß die mit „sinnender Stirn durchs Leben schreitende Kunst" (wie man sich neuerdings in literarisch höher gebildeten und einsichtsvollen Kreisen ausdrückt, wenn man Stücke von — Scribe empfehlen will) auch seither schon in Gießen mit der ihr gebührenden Hochachtung behandelt wird. Freilich war das Haus, wie in der Zeit vor Weihnachten an einem Werktage nicht anders zu erwarten, nicht gerade glänzend besetzt, aber öie Wenigen, die erschienen waren, nahmen das Gebotene mit um so größerer Empfänglichkeit hin. Namentlich schlug wieder der dritte Act durch, in dem der Dichter auch in der Thal eine Höhe realistischer Darstellungskunst einnimmt, wie keiner der Lebenden neben ihm; der wunderbare Contrast zwischen den hochfliegenden Empfindungen und Anschauungen des jungen Heinecke zu der alltäglichen, von fortwährendem Kampfe um das liebe Brot bestimmten Denk
weise seiner Familie, die den aus glänzenden Verhältnissen wieder zu ihr gekommenen Sohn mit all seiner Kindesltebc der Natur der Verhältnisse nach nicht verstehen kann, hat kein Gegenstück in der neueren deutschen Bühnenliteratur. — Die Darstellung des Schauspiels, das bekanntlich im „Neuen Theater" so vortheilhaft in allen Rollen besetzt werden konnte, wie wenig andere, zeigte diejenigen Züge, die eine vierte Wiederholung gemeinhin zu besitzen pflegt. Alle Mitwirkenden waren in ihren Rollen trefflich zu Hause — die Sousfleuse hätte ihre Lungen schon etwas weniger abzustrapaziren brauchen — aber sie ließen sich dadurch verführen, ein derart beschleunigtes Tempo im Dialog anzuschlagen, daß wenigstens im ersten und zweiten Act die größte Aufmerksamkeit nöthig war, um die geistreichen Sätze Sudermanns auch nur gerade noch zu verstehen. Namentlich haben sich- Fräulein Antonie Roland und Herr Rudolph Biebrach in dieser Hinsicht vergangen. Der letztere indessen erreichte im dritten und vierten Acte wiederum vmlig die Höhe seiner Aufgabe und gefiel uns gestern mit feinem ergreifenden Spiel noch besser, als zum ersten Male. Ebenso war auch die treffliche Darstellung von Frau Anui Reiners gestern vielleicht noch schärfer gefaßt und herzbewegender als bei der ersten Aufführung. Herr Reiners nndFrl. Unger waren vorzüglich, die Herren Schreiner und Winolt gut. Frl. Elisabeth Bischofs hatte ihre von Anbeginn an so sympathische und poetische Auffassung der Leonore nod; verinnerlicht und vergeistigt und gefiel allgemein ganz ausnehmend. Einen Wermuthstropsen in den Becher vollen Genusses bildete nur die Darstellung des Herrn Karl Rupp, die selbst für eine Fastnachtsposse zu arg übertrieben gewesen wäre.
— Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht:
Am 17. December den Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Büdingen, Dr. Carl Brette l., zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Offenbach,
den Arzt am Landeszuchthause zu Marienschloß, Medi- cinalrath Dr. Ludwig Hauser, zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Büdingen,
den Kreisassistenzarzt des Kreisgesundheitsamts Schotten, Dr. Otto Wiesner zu Gedern, zum Arzte an dem Landeszuchthause zu Marienschloß, und
den practischen Arzt Dr. Wilhelm Johann Dörinkel zu Neu-Isenburg zum Kreisassistenzarzt des Kreisgesundheitsamts Schotten mit dem Amtssitze in Gedern, sämmtlich mit Wirkung vom 1. Januar 1891 an — zu ernennen.
8. Aus dem Kreise Alsfeld, 21. December. Es macht in der That einen wohlthuenden Eindruck, wenn man den löblichen Wetteifer der Gemeinden unseres Kreises wie auch anderer Kreise in der Gründung von Spar- und Darlehn skassen beobachtet. Fast keine Woche vergeht, in der nicht ans der einen oder anderen Gemeinde die Gründung einer solchen Kasse gemeldet wird. Die Landleute haben endlich den wunden Fleck eingesehen, der sie am landwirth- schastlichen Fortschritt hemmt und überall sind sie bereit, dem Princip der Selbsthilfe gerecht zu werden. In dankens- werther Weise fördert und unterstützt die oberste Kreisbehörde nach allen Richtungen diesen frischen, gesunden Zug im Kreise der Landwirthe. Bereitwilligst stehen die beiden Ackerbaulehrer Herren Leithiger und Spieß zur Hand, wo eine Gemeinde Belehrung und Aufschluß über den Werth und die Erfordernisse zur Bildung einer solchen Kasse begehrt. Dazu verfügt das Großh. Kreisamt an die Bürgermeistereien: Da die Pflege und Ausbildung des Genossenschaftswesens, eines der wichtigsten Mittel zur Förderung des landwirthschaftlichen Fortschritts, sowie zur Hebung der Wohlhabenheit der ländlichen Bevölkerung ist, so empfiehlt es sich, die auf Errichtung landwirthschastlicher Genossenschaften abzielenden Bestrebungen thatkrästig zu unterstützen und zu fördern. Gleichzeitig stellt Großh. Kreisamt Statuten-Entwürse, Protocollsormulare für die Gründungsverhandlungen und alle übrigen erforderlichen Formulare bereitwilligst zur Verfügung. Wenn Schulze- Delitzsch, der Vater des Genossenschaftswesens, noch lebte, er würde seine Freude an der practischen Gestaltung seiner Lehren haben.
DermtWe».
* Darmstadt, 15. December. Seine Königl. Hoheit der Großherzog habenAllergnädigst geruht: Am 17. December den Kreisarzt des Kreisgesundheitsamts Offenbach, Medicinal- rath Dr. Johannes Jh ring, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit mit Wirkung vom 1. Januar 1891 an in den Ruhestand zu versetzen.
*△ Mainz, 21. December. In der letzten Sitzung der hiesigen Handelskammer wurde angeregt, dem Beispiele von Mannheim folgend, hier in Mainz eine Schifferschule zu gründen. Das Project fand allseitigen Anklang und ernannte die Handelskammer eine Commission zur Ausarbeitung der geeigneten Vorarbeiten. — In der gleichen Sitzung ernannte die Handelskammer die Delegirten für die von der Wiesbadener Handelskammer zur Regelung der Wein frage einberufene Jnteressentenversammlung. Der Standpunkt, den die Mainzer Handelskammer in der Weinfrage einnimmt, läßt sich kurz dahin ausdrücken: „Ausdrückliche Gestattung des Zusatzes von reinem Zucker bezw. von einer Lösung desselben mit Wasser zu dem Most, ohne daß dieser Zusatz bei dem Verkaufe des Weines Erwähnung zu finden hat, der Wein also ohne Beschränkung in den Consum übergehen kann.
fiterahu ttixö llttnft.
— Ein bekanntes deutsches Scherzwort lautet: „Bescheidenheit, Bescheidenheit, verlaß mich nicht bei L sche und gib, daß ch zu jeder Zeit das größte Suck crrottche". So wenig lobensanrth dec in diesen Worten enthaltene Wunsch auch fein mag, so wohnt er doch ’ unausgesprochen in den Herzen gar Mancher, die sich an einem
wohlbesetzten Tische niederlaffen. Unbekümmert um Alles, was sic umgibt und was um sie herum vorgeht, haben sie ihre Auimerksam- keit einzig und allein auf die herumqereichten Schüsseln gerichtet und suchen sich schon von Weitem das Stück aus, auf das sie sich dann, wenn die Reihe an sie kommt, mit wahrer Wuth losstürzen. Wie wenig achten solche Leute auf die doch zu jedem Verkehr nothwendtge gesellschaftliche Form! Mit fast jeder ihrer Bewegungen beim Effm verletzen sie die einfachsten Regeln des Anstandes bei Tische, die eigentlich in jeder geordneten Haushaltung den Kindern schon von der frühesten Jugend an eingeprägt werden sollten. Wenn Lord Byron schließlich keinen Menschen mehr essen sehen mochte, so ist das eine geistreiche Ueberspanntheit, die 'man einem Genie verzeiht. Es ist jedoch in Wirklichkeit für einen Halbwegs feinsuhlendl-n Menschen peinlich, einen andern mit Hintansetzung alles Anstandes effen zu sehen. Der Regeln sind in dieser Beziehung allerdings sehr viele geworden, aber wie leicht und eigentlich ganz selbstverständlich fie sind, das zeigt der hübsch geschriebene Aufsatz von Wilh. F. Brandt: „Anstand bei Tische" im 10. Heft des Jahrgangs 1891 der beliebten illustrirten Familienzeitung MJllnstrirte 28t lt* (herausgegeben von Prof. Joseph Kürschner, reoig.rt von Wilh. Wetter, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt). Die Lectüre des Artikels ist sowohl zur Unterhaltung als besonders zur Belehrung sehr empsehlenswerth.
Landwirthschaftliche Winke und Rathschläge.
△ AuS Oberhessen, 20. December.
Meine heutigen Zeilen gelten einem Hausthtere, das in fruchtbaren, ebenen und reichen Gegenden wenig beachtet, in gebirgigen, ärmeren Gegenden aber sehr geschätzt wird: -er Ziege. Es möge gestattet fein, im Hinblick auf den Vogelsberg einige Winke und Bemerkungen hier folgen zu lassen, denn die Ziege .ist die Kuh des Unbemittelten und den Letzteren öffnet diese Zeitung ihre Spalten stets gerne. Hierzu kommt, daß die Deutsche Landwirthschastb- gesellschaft die Ziegen nun in ihr Ausstellung-Programm ausgenommen hat, sie verdient daher auch schon deshalb eine kurz» Notiz.
Allgemein ist bekannt, daß die Ziege zwar naschhaft, dabei aber doch sehr genügsam ist; sie übertrifft an Genügsamkeit alle anderen Hausthtere. Aus diesem Grunde ist ihre Ernährung und Unterhaltung ungemein leicht. Von hoher Bedeutung ist die ausgezeichnete Gesundheit der Ziege. Man liest heutzutage und tagtäglich in allen Blättern von Bacillen, Bocterien und Lungentuberkulose und weiß, daß diese Erscheinungen bei Menschen und Thier en, besonders auch unter dem Milchvieh ungemein häufig vorkommen; man weiß, daß die ansteckenden Krankheiten durch Kuhmilch aus die Säuglinge, die die Kiankhcitskeime besonders leicht aufnehmen, übertragen werden. Bei der Ziege kommen diese Krankheiten üntzerst selten vor; ihre Milch ist deshalb zur Ernährung von kleinen Kindern sehr geeignet; da sie aber einen hohen Fettgehalt besitzt, ist es nöthig, daß sie durch Zusatz von Wasser, unter Umständen auch von Milchzucker, leichter verdaulich, d. h. der Muttermilch ziemlich ähnlich gemacht wird.
In manchen Gegenden ist der Glaube verbreitet, die Ziege besäße die Eigenschaft, alle möglichen Krankheiten der übrigen Haus- tbiere auf sich zu ziehen, ohne daß sie dadurch Schaden nähme. Man findet deshalb in Süddeutschland in vielen Ställen, auch auf großen Pachthofen, eine Ziege in den Rindviehställen.
Zum Schluffe noch ein Wink in Bezug auf die Ziegenzucht. Wenn man hier und da Ziegen sieht, kommt einem unwillkürlich das Gefühl des Mitleids, denn die Tdtere sehen verkrüppelt und trostlos aus. Es fehlt eben an gutem Zuchtmaterial; mit der Ziege geht es, wie mit dcm nützlichen, aber mißhandelten und verspotteten Esel, Niemand thut etwas für ihn. Für unsere Gebirgsgegenden würde es aber eine sehr große Wshlthat sein, wenn in Bezug auf die Ziegenzucht tüchtige ZnchtbSSe angeschafft würden; auch Mutter- thiere sollte man einfuhren. Da und dort hat Einsender gelesen, daß etwas in Bezug auf Ziegenzucht 'gethan worden ist. Wir find überzeugt, daß sich Derjenige em großes Verdienst um die ärmeren Klassen erwerben würde, welcher der Ziegenzucht etwaS Zeit und Interesse zu widmen in der Lage fein sollte.
Bremen, 20. December. sPer transatlantischen Telegraph^ Der Schnelldampfer Lahn, Eapt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. December von Bremen und am 12. December von Southampton abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
waltnng Frankfurt a.M> ist ein Italien. BermorrtH-
ä Vtt. LOO pr. Vi Masche ä , 1.- , V* ,
Spielplan der vereinigten Frankfurter Llaüttheatrr.
Opernhaus»
Dienstag den 23. December: Glöckchen des Eremiten- Gewöhnliche Preise.
Mittwoch den 24. December geschloffen.
Donnerstag den 25. Decemver, Nachmittags 3«/e ubr: Jteu einstudirt: Prinzessin Goldhaar. Ermäßigte Preise. Außer Abonnement. Abends 7 Uhr: Der schwarze Domino. Große
Freitag den 26. December, Nachmittags 3>/s Uhr: Prinzessin
Goldhaar. Ermäßigte Preise. Außer Abonnement. AbendS 7Uhr: Mignon. Große Preise. Außer Abonnement.
Samstag den 27. December, Nachmittags 3»/, Uhr: Prinzess»» Goldhaar. Ermäßigte Preise. Außer Abonnement. Abmds 7 Uhr: Carmen. Gewöhnliche Preise. ...
Sonntag den 28. December, Nachmittags 3'/-Uhr: Prinzess in Goldhaar. Ermagigte Preise. Außer Abonnement. Abends 7 Uhrr Tannhäuser. Große Preise.
Schauspielhaus.
Dienstag den 23. Drcemoer: Eure. Gewöhnliche Preise.
Mittwoch den 24. December geschlossen.
Donnerstag den 25. December: Zum ersten Male: Künstlernamen. Lustspiel in 3 Acten von Sckönthan und Schönfeld. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Anfang 7.Uhr.
Freitag den 26. December, Nachmittags 3Vs Ubr: Haubenlerche. Außer Abonnement. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Ihr Corporal. Gewöhnliche Preise. n . . ...
Samstag den 27. December: Zum ersten Male wiederholt.
Künstlernamen. Gewöhnliche Preise. Anfang 7 Uhr.
Sonntag den 28. December: Künstlernamen. Gewöhnliche Preise. Anfang 7 Uhr.
Der Poftdampfer „Belgenland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 18. December wohlbehalten in New- poif angekommen. _________________
■--;— _ ; Marke Nr. 30 der Deutsch*
Vermonth di Torino Italien. Wein-Import* V CI 1UUUU1 ui 1 ui 1UU G.seaschast (Eentratver.
wein, welcher aus Trarrvensaft feinster Moscateller Lranpea und Vermouthkraut hergestellt ist; derselbe befördert den Appetit, ohne zu erhitzen und ist als diätetisches Mittel ganz besonders zu empfehlen; da durch königl. ital. StaatHeontrole Garantie für absolute Reinheit geboten ist. Ganz besonders wird daraus ausmcrkiam gemacht, vatz dieser italienische Vermoulhlvein aus sehr gehalibollem extractreichen und garantirt reinem Wein barßefteü.t ®trb, und daher nicht rote b« vielen ähnlichen Fabnketen, durch Zusätze die geringe Qualität des Weines verdeckt zu werden braucht. Die «er. kanfsstellen werden durch Annoncen bekannt gegeben. j10574
Grünberg, 20. Decbr. Fruchtpreise. Weizen A 19.00, Korn A 17.-, Gerste A 15—, Hafer A 14.-, Erbsen A Linien —, Lein , Wicken ——, Samen —Kartoffeln
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