Ausgabe 
23.9.1890
 
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Wien, 20. September. Die Blätter melden: Kaiser Franz Josef empfing gestern Nachmittag in Rohnstock den Reichskanzler Caprivi und überreichte ihm das Großkreuz des Stesansordens mit Brillanten. Kaiser Wilhelm empfing zu der gleichen Zeit den Grasen Kalnoky.

Paris, 20. September. Nachrichten aus Yokohama zu­folge sind beim Untergange des türkischen Panzerschiffes Ertrogul" ertrunken 589, gerettet 66 Mann.

Calais, 20. September. Achtzig Tüllfabrikanten schloffen in Folge von Differenzen mit den Arbeitern ihre Werk­stätten- 5000 Arbeiter sind arbeitslos.

Loudon, 20. September. Der Verband der Schisfs- eigenthümer beschloß, jedweder Arbeitervereinigung,welche seinen Interessen schädlich wäre, um jeden Preis entgegen­zutreten. Viele Commis sind bereits unter Androhung der Entlassung aufgefordert worden, aus dem Schiffscommis- Verband auszutreten.

Liffabon, 20. September. Der König betraute nach Anhörung der Mitglieder des Staatsraths den Kammerpräsi­denten Marteno Ferras mir der Cabinetsbildung.

Lissabon, 20. September. Es verlautet über das neue Kab in et, Mendez Ferrao sei zum Ministerpräsidenten und Minister des Auswärtigen, Cazal Ribeiro zum Minister des Innern, General Abreasanza zum Kriegsminister ausersehen. Bestimmtes über die Zusammensetzung des neuen Ministeriums ist vor Dienstag kaum zu erwarten. Gegen den englisch­portugiesischen Vertrag sind von zahlreichen Munizipalräthen und anderen Corporationen bei den Cortes Proteste ein­gegangen. Die Ruhe wurde im Lande nirgends weiter gestört.

Rom, 20. September. Der heutige zwanzigste Jahres­tag des Einzuges der italienischen Truppen in Rom wurde hier, in den Provinzen und in den Colonien festlich begangen. Auf Befehl des Königs wurde im Beisein einer Deputation der Armee ein Kranz am Grabe Victor Emanuels niedergelegt und später im Namen Roms ein Kranz an der Porta Pia. _

Washington, 20. September. Die Tarifconferenz genehmigte die Senats-Amendements zu den Paragraphen über Chemikalien und Wollstoffe und setzte die vom Repräsen­tantenhause angenommenen höheren Zölle aus Hanf und Flachs fest. Ferner wurden die vom Repräsentantenhüuse festgesetzten Zölle aus Landwirthschaftsprodukte genehmigt.

Neueste Nachrichten.

WolffS telegraphifcheS Torrespondenz-Bureau.

Kiel, 21. September. Als die Schiffe des öster­reichischen Geschwaders heute früh Dampf ausmachten, sprang ein Kesjelrohr auf dem PanzerschiffKronprinz Erz­herzog Rudolf". Wegen der nothwendigen Reperatur ist die Abfahrt des Geschwaders um zwei Tage verschoben worden.

Tilsit, 21. September. Heute fand hidr die feierliche Enthüllung des Denkmals für Max von Schenckendorf statt.

Würzburg, 21. September. Die hier tagende zwölfte Gene­ralversammlung der Volkspartei hat unter Vorsitz Kroeber- München die Abänderung der Statuten genehmigt und die Ausschußwahlen vollzogen. Als Vorort wurde Stuttgart und für die nächste Versammlung Pforzheim bestimmt.

Wien, 21. September. DasFremdenblatt" sagt in einer Besprechung der Entrevue in Rohnstock: Die an­gesichts eines stattlichen Theiles der deutschen Armee von den beiden Monarchen ausgesprochene Bekräftigung treuer Waffen­brüderschaft habe eine hohe friedliche Bedeutung. Die hohe Auszeichnung, welche der Kaiser Franz Josef dem Reichs­kanzler v. Caprivi verlieh, werde in Deutschland gewiß als Beweis dafür betrachtet werden, welches Vertrauen der Herrscher Oesterreich-Ungarns dem Nachfolger des Fürsten Bismarck entgegenbringe. Der Minister des Aeußeren, Gras Kalnoky, ist hier eingetroffen.

Wien, 21. September. Der Kaiser Franz Jose ist mit seinem Gefolge hier wieder eingetroffen.

Spezia, 21. September. Der Herzog von Genua hat heute in Vertretung des Königs den Grundstein für den neuen Handelshafen gelegt.

Lissabon, 21. September. Wie es heißt, ist das Befinden des Königs wieder weniger gut. Es ist noch nicht ab­zusehen, wann die Bildung des Cab in et s beendet sein wird.

Sofia, 21. September. Nach Beendigung der Manöver im Feldlager bei Kula wohnte Fürst Ferdinand einem Offiziersdiner bei und brachte daselbst einen Toast aus die Armee aus. Von dort reiste Fürst Ferdinand nach Turn- Severin, traf daselbst mit seiner Schwester, der Prinzessin Maximilian von Bayern, zusammen, und begab sich in Ge­meinschaft mit derselben nach Sandrowo, wo die Prinzessin Clementine bereits verweilt.

Sydney, 21. September. Die Arbeitsconferenz hat den bekannten Führer der Londoner Arbeiter John Burns mittelst Kabeldepesche ersucht, d:e Anwerbung von Arbeitern in England und deren Zuzug nach Australien zu verhindern. Die Con- ferenz hat ferner den Erzbischof von Sydney Kardinal Moran, den Oberrichter von Victoria Higinbotham und den Pre­mierminister von Queensland Sir Samuel Griffith zu Schieds­richtern zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern vorgeschlagen und sich verpflichtet, deren Entscheidung Gehorsam zu ver­schaffen.

Frankfurt a. M., 22. September. Soeben wurde die 7. Hauptversammlung des deutschen Vereins gegen den Miß­brauch geistiger Getränke eröffnet. Zahlreiche Vertreter auswärtiger Bezirksvereine find anwesend, der Besuch aus Frank­furt ist schwach. Vor Eintritt in die Tagesordnung wird be­schlossen, ein Begrüßungstelegramm an Dr. Miquel, das ver­dienstvolle frühere Mitglied, abzusenden.

Cocalcs «nd -promptestes»

. (Ziegen, 2'2. September.

Unsere Garnison ist am Samstag Abend mittelst Extrazügen wieder aus dem Manöver zurückgekehrt. Die Reservisten wurden gestern entlassen und marschirten um 11 Uhr mit klingendem Spiel der Regimentsmusik und in vergnügter Stimmung, durchgängig mit den äußeren Abzeichen des Reservemanns: gerollten Achselklappen, Feldflasche und Re­servestock versehen, nach dem Bahnhofe. Die zwischen 11 und 12 Uhr nach allen Richtungen gehenden Eisenbahnzüge entführten die wackeren Reservisten in ihre Heimath und wieder ihrem bürgerlichen Berufe entgegen.

x Ein schönes Fest, welches Zeugniß aolegte von dem guten Ein­vernehmen, das zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer herrscht, wurde am Freitag Nachmittag aus der der Firma Buderus'sche Eisenwerke gehörigen Main-Weser-Hütte bet Lollar gefeiert. Das Fest wurde von der Firma aus Anlaß des von der Eisengießeretabtheilung ge­nannten Werkes zum Versandt gebrachten Lvvvvsten Amerikaner OfenS (Loerrholdt'S System) veranstaltet und waren auf dem festlich geschmückten Hüttenhofe Arbeiter, Meister und Beamte zu einer kleinen Feier vereinigt. Unter Reden ernsten und heiteren Inhaltes, Gesangsoorträgen usw. verliefen die Stunden sehr rasch und werden allen Theilnehmern unvergeßlich bleiben.

Es dürfte allgemein von Interesse sein, zu vernehmen, daß gegen Ende des Jahres 1878 ein Buderus'sches Werk im Nassauischen, weil abseits von Verkehrswegen gelegen und nicht mehr der Neuzeit entsprechend, den Betrieb einstellte und nach Lollar verlegt, wo man bis dahin nur Roheisen erzeugt hatte. Mustergültige Einrichtungen ermöglichten es, einen Guß herzustellen, der flotten Abgang fand, sodaß ständige Vergrößerungen der Anlagen erforderlich waren, namentlich aber seit der Erwerbung des Patentes Loenholdt auf Oefen mit amerikanischer Feuerung. Unter Benutzung eigener Patente und Aufwendung eines enormen Betriebscapitals wurde gemeinsam mit dem Werke zu Hirzenhain mit der Herstellung dieser Oefen im Jahre 1881 begonnen. Bis dahin waren in Deutschland nur Amerikaner Oefen in der bekannten runden Form im Handel und ist es das Verdienst der Buderus'schen Eisenwerke, ein Fabrikat ge­schaffen zu haben, dessen Formen dem deutschen Geschmack mehr zusagten und das dadurch bahnbrechend auf die ganze Ofenfabrtkation Deutschlands eingewirkt hat. Infolge der tadellosen Ausführung fanden die Oefen in Deutschland und weit über dessen Grenzen hinaus ungeteilten Beifall und erzielten einen durchschlagenden Erfolg. Auf vielen Ausstellungen des In- und Auslandes wurden dem Fabrikate beider Werke die höchsten Auszeichnungen zu Theil.

Ueber die Bedeutung des Betriebes der Eisengießerei kann man sich einigermaßen einen Begriff machen, wenn man berücksichtigt, daß derselbe 1878 mit 40 Arbeitern eröffnet wurde und heute deren circa 500 beschäftigt, was gewiß von einer ganz colossalen Vergrößerung spricht.

Zu diesem großartigen Erfolge hat außer dem einträchtigen Zusammenwirken der Beamten, Meister und Arbeiter in erster Linie der Leiter der Eisengießerei, unser geehrter Mitbürger, Herr Carl Buderus, beigetragen, dessen unermüdlichen Bestrebungen und genialen Schöpfungen es zu verdanken ist, daß die Eisengießerei in so kurzer Zeit zu solch großer, nie geahnter Blüthe gelangte.

Kr. Lang-Göus, 19. September. Gestern fand hier das Missionsfest des Decanates Gießen statt, begünstigt von herrlichem Septemberwetter. Es war ein Festtag für die ganze Gemeinde. Alle Arbeit ruhte. Von nah und fern waren die Festgäste gekommen. Die Kirche war viel zu klein, um die Festtheilnehmer alle zu fassen. Deßhalb fand der Gottesdienst auf dem Kirchenplatz statt. Hier hatte in dankens- werthester Weise der Gemeinderath eine große Zahl Bänke und eine provisorische Kanzel unter den schönen Lindenbäumen des Platzes aufschlagen lassen. Die Zahl der Festtheilnehmer belief sich des Vormittags auf ungefähr 1200. Um 10l/zUhr begann der Gottesdienst mit dem Gesang des LiedesHerr Jesu Christ". Den Altardienst versah der Ortsgeistliche, Pfarrverwalter Koehler. Nach Absingung einiger Verse des LandesWach' auft du Geist der ersten Zeugen" bestieg Missionar Thumm von Frankfurt die Kanzel und hielt die Festpredigt über Marc. 16, 1415. In klarer die Zuhörer fesselnden Worten führte er aus, warum wir Mission treiben ! sollen. Auf Grund der angezogenen Schriftstelle schilderte er zuerst den Missionsbefehl unseres Herrn, der uns die hl. Pflicht auferlegt, nun auch das Werk der Mission zu treiben. Dann schilderte er die Missionsinstruction unseres Herrn wir sollen zu allen Völkern ohne Unterschied gehen und Niemand von der Gnade Jesu Christi ausschließen- endlich zeigte er uns das Missionsziel Es wird ein Hirt und eine Heerde werden. In ergreifenden Worten führte er aus, wie gerade in unseren Tagen ein mächtiges Sehnen durch die Heidenwelt gehe nach der Gnade Gottes m Christo. Nach der Predigt sang der hiesige Gesangverein ,/Frohsinn" das LiedZu Gottes Preise tönt das Lied", das schön und sicher gesungen wurde. Dann sprach der Ortsgeistliche das Schlußgebet. Mit dem Gesang der letzten Verse des Hauptliedes und Ertheilung des Segens schloß die Vormittagsseier.

Um ^2 Uhr begann der Nachmittagsgottesdienst, eröffnet mit dem Gesang des Liedes:Herr, wir singen deiner Ehren". Dann predigte Pfarrer Dietz-Messel unter zu Grundelegung von Marc. 7, 3135 über die socialen Nothstände unserer Zeit. Er führte unter Anderem in echt volksthümlicher Weise aus, daß die Heilung der socialen Nothstände im letzten Grunde nur erfolgen könne durch das Evangelium. Da sei es denn vor allem nöthig, daß ein Jeder streng seine Pflicht thue, ein Jeder in dem Berufe, darinnen er berufen ist. Die Haupt­sünde unserer Zeit, woran alle krankten, sei die, daß Jeder­mann überall besser zu Hause sei, als in seinem eigenen Herzen, daß Niemand die eigenen Fehler erkennen wolle. Würde ein Jeder anfangen, sich selbst zu erkennen und zu bessern, so würde vieles besser bei uns werden. Damit sei der erste und wichtigste Schritt zur Lösung der jetzigen Uebelstände geschehen. Wohl werde es noch einen schweren Kamps kosten mit den finsteren Mächten des Umsturzes und Unglaubens, aber endlich werden dieselben doch vor der Macht des Evangeliums die Waffen strecken müssen. Mit großer Aufmerksamkeit folgten die zahl­reichen, sich nunmehr auf ungefähr 1500 belaufenden Zuhörer dieser ernsten und auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck machenden Predig:. Mit dem LiedeAch bleib' mit deiner Gnade" schloß der Gottesdienst.

Sämmtliche Gesänge des Vor- und Nachmittagsgottes­dienstes begleitete in exacter Weise der Klein-Lindener Posaunen­chor, der dadurch sehr zur Verschönerung des Festes betrug.

Unmittelbar nach dem zweiten Gottesdienst fand bie Nach­versammlung statt, die eingeleitet wurde durch Gesang des hiesigenGesangvereins.Dann sprachPfarrerDeggau-Heuchelheim im Anschluß an A.-G. 8, 2729 über den rechten Gebrauch der hl. Schrift. Er zeigte, von welch unendlichem Segen es sei, wenn in jedem Hause nicht nur eine Bibel sei, sondern wenn womöglich jedes Familienglied eine solche oder doch wenigstes ein neues Testament besitze. Ein jeder Hausvater habe denn auch die hl. Pflicht, die Seinen zum Lesen der Schrift anzuhatten und ihnen in schlichter, einfacher Weise dieselbe zu erklären. Gerade in unserer Zeit sei es Noth, die Bibel immer mehr zu verbreiten - dies könne besonders ge­schehen durch Vertheilung von Neuen Testamenten an die Con- firmanden am Confirmationstage oder an die Schulkinder bei besonderen Gelegenheiten, etwa bei Schulprüfungen als Prämien, ferner durch Schenkung von Traubibeln bei kirchlicher Ehe­schließung.

Ein ganz besonderer Genuß wurde daun der Festver­sammlung noch durch zwei Gesangesvorträge des Klein-Lindener Kirchenversangvereines geboten, die durch die Reinheit des Vortrages und präcise Ausführung bei allen Theilnehmern Beifall und Bewunderung hervorriefen.

Nachdem noch Missionar Thumm einige Mittheilungen aus dem Gebiet der Heidenmission gemacht und Decan Wahl Schlußgebet und Segen gesprochen hatte, schloß die Feier mit dem LiedeNun danket alle Gott".

Die erhobene Collecte, die für die Heidenmission und innere Mission bestimmt wurde, belief sich auf 140 Mk. 45 Pf.

Schließlich sei Allen, die zur Verherrlichung des Festes mit beigetragen haben, hier nochmals herzlich Dank gesagt.

Butzbach, 20. September. Am Donnerstag fand dahier die Wahl eines Beigeordneten der Stadt Butzbach statt. In Anbetracht der verschiedenen Wahlen, die in diesem Jahre hier schon* stattfanden, war die Bethetlignug an der dies­maligen Wahl seitens der Wahlberechtigten eine verhältniß- mäßig schwache. Von 391 Abstimmungsberechtigten machten nur 191 von ihrem Rechte Gebrauch. Es erhielten Stimmen: Herr Gemeinderath Gernand Wilhelm Küchel 103, Herr Nicolaus Spiegelberger 49 rnd Herr Carl Kalbfleisch 37. Da nach vorstehendem Stimmresultat sich mehr als die ab­solute Stimmenmajorität auf Herrn G. W. Küchel vereinigt hatte, so ist derselbe somit auf die Dauer von 9 Jahren zum Beigeordneten der Stadt Butzbach gewählt.

* Mainz, 20. September. (Fortsetzung und Schluß der Prämiirungen bei der landwirthschastlichen Ausstellung.) 5. Abtheilung: ,,T h i e r h a l t u n g" (Gruppe Rindvieh). Ehrenpreis von Mainz: Gemeinde Guntersblum, Ehrenpreis der Landsparkasse: Gemeinde Waldülversheim, Ehrenpreis des Kreises Mainz: Kraft-Hof Grübenbuch, Ehrenpreis der Pro­vinz Rheinhessen: Zuchtgenoffenschaft Eimsheim. I. Pre'se: Staufer-Flomborn, Zuchtgenoffenschaft Monzenhain, Zucht- genossenschaftEimsheim,Dudershöser-Hangenwahlheim,Stender- Bretzenheim, Rümpling-Finthen. (Gruppe Schweine und Ziegen.) Ehrenpreis von Oppenheim: Jungkeim II.-Als- heim. I. Preise: Hammann-Biebesheim, Wirthwein-Biebes- heim, Henn-Gonsenheim. (Gruppe N utz g e s l ü g e l.) Ehren­preis des Mainzer Geflügelvereins: Kranzbühler-Worms, Lohe-Mainz, Ehrenpreis des Vogelzüchtervereins Worms: Racke-Mainz, Ehrenpreis von Heidelberg: Schwemmler- Worms. Für beste Gesammtleistung: Goldene Medaille: Kranzbühler-Worms. I. Preise: Juxbach-Offenbach, Luft- Felsenberg, Reininger-Bretzenheim, Selzer-Worms. (Gruppe Fischerei.) Ehrenpreis des Freiherrn von Heyl: Firma F. C. Hänlein Sohn-Mainz. Für beste Gesammtleistung: Goldene Medaille: Fischereiverein des Großherzogthums Hessen in Worms. (Gruppe Bienen.) Ehrenpreis des Kreises Bingen: Weyl & Breidecker-Sauerschwabenheim. Goldene Medaille: Bürgermeister Dörr-Mettenheim. I. Preise: Metz- Lorsch. Für Honig: I. Preis: Krick-Osthofen. 6. Abthei­lung: Molkerei. Ehrenpreis der Stadt Oppenheim: Sieger & Fröhlich-Frankfurt a. M. Goldene Medaille für Molkereimaschinen und Geräthe: Bergncr & v. Stein-Frank­furt a. M.

* Mainz, 21. September. Gestern wurde hier aber­mals ein Fremder verhaftet der zweite innerhalb weniger Tage in welchem man einen Spion wittert. Dieses Mal war es ein harmloser Holländer, der sich vergnügens­halber hier aufhält und bei einem Spaziergang um die Stadt auf einen verbotenen Weg gerieth. D^ Verhaftung erfolgte hier aber nicht aus dem Uebereifer einer Militärpatrouille, sondern ein anderer Spaziergänger hat den Holländer aus dem verbotenen Weg kommen sehen und darauf nichts eiligeres zu thun gewußt, als bei der Thorwache Anzeige zu erheben, infolge dessen alsdann die Festnahme des Fremden geschah. Auf dem Polizeibureau konnte sich der Holländer ausreichend legitimiren, sodaß dessen sofortige Freilassung erfolgte. Bei dieser sortwährendenSpionenricherei" verdient das besonnene Vorgehen der hiesigen Polizeibehörde volle Anerkennung In den vielen Fällen, die sich in der letzten Zeit in ähnlicher Weise wiederholt haben, ist die Polizeibehörde den betreffenden Fremden immer mit der größten Zuvorkommenheit entgegen­gekommen und immer war sie bemüht, mit thunlichfter Schnelligkeit Aufklärung herbeizuführen. Alle Fremde und Reisende, die von dem Schicksal heimgesucht wurden, hier als Spion verhaftet zu werden, haben der hiesigen Polizeibehörde dieses Lob unumwunden zugestanden.

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Special-Preisliste in verschloss. Couvert ohne Firma geg. Eins, v. 20 Pfg. in Briefm.

Grüriberg, 20. September. (Fruchtpreise). Wetzen X 1920, Korn X 10.60, Gerste X 15.00, Hafer X 12.80, Erbsen X--,

Linsen, Lein, Wicken, Samen 26., Kartoffeln.

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