es mit Stolz und Freude, daß ihm die Königin die Würde eines Admirals der englischen Marine, welche England groß gemacht, verliehen habe. Er sei erfreut, einen Vertreter der englischen Armee vor sich zu sehen in der Uniform des Regiments Blücher, welcher im Verein mit Wellington deutsches und englisches Blut im Miuupf gemischt habe. Er trinke ans daS fernere Fortbestehen der guten Beziehungen zwischen den Regierungen beider Länder; er hoffe, daß die englische Flotte mit der deutschen Armee und Flotte ferner zusammenstehen für den Frieden Europas. Der Prinz von Wales erwiderte in deutscher Sprache: Er danke für diese herzlichen Worte und den schönen Empfang. Er habe dies der Königin, seiner Mutter, telegraphirt und bemerkt, wie schön' ihr Regiment aussah. Er habe es immer für ein Glück erachtet, hierherzukommen. 32 Jahre seien es her, daß er zum ersten Mal hier gewesen- er hoffe, noch oft Gelegenheit zu Besuchen zu haben. Gleichzeitig sprach er den Wunsch aus, daß der Kaiser England wieder besuchen möge. Er trinke aus das Wohl des Kaisers und des deutschen Reiches.
Berlin, 21. März. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Zusammentritt des neuen Reichtags soll, wie dermalen äußerlich verlautet, für Montag, den 14 April, in Aussicht genommen sein.
Berlin, 21. März. Die „Post" meldet: Der Reichskanzler Caprivi besuchte bald nach seiner Rückkehr von Hannover Mittags um 2 Uhr den Fürsten Bismarck sowie dessen Familie im Reichkanzlerpalais. „Post" und „National- Ztg." nennen als späteren Leiter des Auswärtigen den Grasen Hatzfeldt, von anderer Seite wird versichert, daß für die definitive Uebernahme des Auswärtigen nod) nichts feststehe. Damit fallen auch die Gerüchte für jetzt ütier Revirements der Botschafterposten.
Barmen, 21. März. In Anbetracht, daß nur noch 170 Gesellen die Arbeit nicht wieder ausgenommen haben, beschloß eine Versammlung von Ricmendrehereibesitzern, die auf heute angekündigtc Betriebssperre nicht eintreten zu lassen.
Braunschweig, 21. März. Dem „Tagebl." zufolge ist der Strike in den Prinz Wilhelm- und Nordschacht-Gruben nach Lohnaufbesserungen und Entlassung einer Anzahl fremder Arbeiter beseitigt. Auf allen Braunkohlengruben herrscht Ruhe und ungestörter Betrieb.
London, 21. März. Im Oberhaus beantragte Salisbury die bekannte Resolution betr. den Bericht der Parnellcommission - er protestirt gegen die neue Lehre, daß ein Verbrechen kein Verbrechen, wenn es begangen ist, um die bestehenden Institutionen umzustoßen. Gegenwärtig genüge der Wunsch Irlands, mittelst Verletzung der Gesetze sich von England loszureißen, um jedem zu diesem Zweck verübten Verbrechen die Sympathien der Exminister, selbst des Exlordkanzlers, zu sichern. Wenn das Verbrechen aushörc ein Verbrechen zu sein, weil es die Revolution fördere, dann werde das ganze Gebäude der Moral, selbst in wichtigeren Angelegenheiten als der Jrensrage, untergraben. Der Bericht verpflichtet England mehr als je, zu verhüten, daß die loyalen Bürger Irlands den Händen einer verbrecherischen Verschwörung ausgeliefert würden.
Rom, 21. März. In Calatasimi (Sicilien) wurde das Versatzamt mit Nachschlüsseln geöffnet und Werthsachen im Betrage von 80000 Lire entwendet.
Newyork, 21. März. Die „Newyork Times" bespricht den Rücktritt des Fürsten Bismarck, welcher in Deutschland Niemanden seines Gleichen hinterlasse. Er sei der große Deutsche, aus welchen alle Deutschen mit Stolz blickten. Am Anfänge seiner Laufbahn sei Preußen nur die fünfte europäische Macht gewesen, bei seinem Rücktritt hinter lasse er Deutschland als die erste Macht der Welt. Der „New york-Herald" sagt, Bismarck hlnterlasse durch seine Thaten ein ewiges Monument. Das Blatt hofft, Deutschland werde, wie Amerika, nie Mangel an Staatsmännern haben, wenn die Verhältnisse sie fordern. Auch andere Organe werden der Bedeutung Bismarcks gerecht.
servativen seine Kopfbedeckung herunter, um den voranreitenden Herrscher zu grüßen. Das Militär bleibt nun einmal, wenigstens in Berlin, in der Erscheinungen Flucht des revo lutionären Geistes der ruhende Pol. Einen Pohl haben sie hier kürzlich im Moabiter Untersuchungsgesängniß zur Ruhe gesetzt. Es ist das ein Gerichtsvollzieher, welcher bei einem Jahreseinkommen von 11,000 Mk. der verschiedensten Unterschlagungen sich schuldig gemacht. Bereits im vorigen Jahre wurde Pohl wiederholt wegen Vergehen im Amte angeklagt, aber jedesmal theils außer Strafverfolgung gelassen, theils von der gegen ihn erhobenen Anklage freigesprochen. Seine Behörde ordnete nichtsdestoweniger eine Disciplinar-Unter- suchung gegen ihn an, in Folge dessen er am Samstag voriger Woche seiner dienstlichen Obliegenheiten enthoben wurde. Bei der Uebergabe der von ihm bis dahin bearbeiteten Vollstrecknngssachen stellte sich das Fehlen von vielen kleinen Geldbeträgen und Pfandstücken heraus, so daß Pohl wegen Amtsverbrechen auf Antrag seiner Behörde in Untersuchungshaft genommen werden mußte. Dabei hat dieser Beamte, dessen Einkünfte sich auf Tausende beliefen, nur mit „Kleinigkeiten sich abgegeben". Denn die Gesammt- summe der Unterschlagungen beträgt nur wenige hundert Mark. Da lobe ich mir denn doch unseren Magistrat. Er hat sich nie mit Kleinigkeiten abgegeben, und so that er es
auch nicht, als um die Neuvervachtnng des Rathhauskellers
es sich handelte. 30,000 Mk. hat der Keller bisher Pacht
gebracht. Vom 1. October wird er dagegen 46,000 Mk
jährliche Miethe bringen. 16,000 Mk. mehr? Das nenne
ich noch eine Steigerung, die um so bemerkenswerther
ist, als hier ein Keller in Frage kommt, bei dem es doch
eigentlich hinabgeht.
Heinrich Blankenburg.
Cocale* und provinzielles.
Gieße«, 22. März.
— Mit Herannahen des Frühlings werden auch unsere städtischen Anlagen wieder in Stand gesetzt und den Spaziergängern nut) Freunden der Anlagen, zu denen sich wohl jeder Einwohner der Stadt rechnet, Gelegenheit gegeben, zu beobachten, wie Bäume und Sträucher, Blumenbeete und Grasflächen sich zu sommerlicher, das Ange entzückender Fülle entwickeln. Es ist daher nichts natürlicher, als daß nun auch alle berufenen Organe, das Publikum nicht zum wenigsten, daranf zu achten haben, daß unseren Anlagen der nöthige Schutz vor Zerstörung zu Theil werde. Zu den Geschöpfen, die für die Schönheit unserer Anlagen gar keinen Sinn haben, gehören die Hunde- ihnen gewähren die Anlagen einen willkommenen Tummelplatz, sie setzen über frische Beete, Pflänzchen n. s. w. hinweg lind vernichten mit Wohlgefallen, was des Gärtners kunstgeübte Hand geschaffen. Die Polizei wird deshalb in erster Linie ihr Augenmerk aus die in den Anlagen frei herumlaufenden Hnnde richten und die Besitzer derselben, kraft des bestehenden diesbezüglichen Verbotes, zur Anzeige bringen. Wer also nicht will, daß sein vierfüßiger Freund, der Hund, die Ursache eines Strafbefehls wird, der führe ihn, sofern er feine Gesellschaft and) bei Spaziergängen in den Anlagen nicht entbehren zu können glaubt, hübsch an der Leine. Eine weitere Art von Störenfrieden in der Entwickelung des Pflanzenwuchses unserer Anlagen sind die kleinen Kinder. Trotz zahlreiä) vorhandener Kindermädchen vielfach ohne Aufsicht, buddeln, zupfen und pflücken die Kleinen in den Anlagen herum, daß es eine Art hat- läßt sich ein Blümchen oder eine Knospe blicken, flugs wird sie zum Gemeingut derjenigen, so sechsjährig und darunter sind, sie verrichten ihre Gartenarbeit mitunter so gewissenhaft, daß ihre Beschützerinnen ihre Helle Freude daran haben, soweit sie nicht anderweitig so beschäftigt sind, daß ihnen eine Beobachtung der Beschäftigung der Kleinen überhaupt unmöglich. Aber auch die größeren Kinder können, wenn sie ohne Aufsicht uud ohne strenge Mahnung von Seiten ihrer Eltern die Anlagen betreten, Schaden an-, richten. Das Abreißen von Zweigen, das Werfen mit Steinen, das Rütteln an Schutzgeländern u. s. w. wirkt auf den Naturfreund gerade so unangenehm ein, wie die Wahrnehm ung, daß die Kinder ihren Bedarf an Stöckchen, Pfeilen und Bogen aus den Sträuchern der Anlagen decken. Es seien deshalb hiermit die Eltern und Erzieher der Kinder darauf aufmerksam gemacht, daß sie für allen Schaden, den ihre Kinder in den Anlagen anrichten, verantwortlich gemacht, d. h. bestraft werden.
— Die Schlußseier des Realgymnasiums und der Realschule sand heute Vormittag um 11 Uhr statt. Nach einem kräftigen Chor der Sänger wurden passende patriotische Gedichte vorgetragen, worauf Herr Direetor Weihriä; die Abiturienten mit einer zu Herzen gehenden Anrede entließ. Alsdann fand die Preisvertheilung aus der Heyer-Hanstein-Stiftung an die fleißigsten und würdigsten Schüler statt, worauf ein recht gut eingeübter Chor die würdige Feier schloß.
— Frau Commerzienrath Noll stiftete für die Krankenkasse der I. B. Noll'schen Cigarrenfabrikeu 1000 Mk., die neuen Inhaber der Firma I. B. Noll den Betrag von 300 Mk.
t Mordprozeß Häuser und Kretschmar. Die gestrige Vernehmung der Angeklagten gibt einen Einblick in die tieftraurigen Verhältnisse einer Familie, deren Oberhaupt dem Trunk geneigt, in stetem Hader mit den Seinen lebt und die rohesten Mißhandlungen an ihnen begeht - deren Kinder, bösartig veranlagt, auch noch durch eine gänzlich vernachlässigte und fehlgeleitete Erziehung schon frühe den Weg des Bösen betreten, der nolhgedrungen nur im Zuchthaufe endigen wird. Johann Georg Häuser, der sofort den Eindruck eines rasfinirten Verbrechers macht, ist 27 Jahre alt, als der voreheliche Sohn der Dorothea Häuser, der jetzigen Wittwe des ermordeten Heinrich Kretschmar von Bobenhausen geboren. — Sein Vorleben ist nicht makellos, mehrfach ist er wegen Bettelns, zweimal wegen Diebstahls und einmal wegen Raubs bestraft worden, im letzten Falle mit 3 Jahren Zuchthaus, welche Strafen er sämmtlich verbüßt hat. Der andere Angeklagte, der Sohn der Heinrich Kretschmar Eheleute, ist noch nicht 18 Jahre alt und unbestraft- sein keckes Auftreten und das cynische Lächeln, welches zeitweilig bei ihm bemerkbar ist, lassen erkennen, daß es eine gute Schule war, in welche er gerathen, als ihn sein Mitangeklagter Stiefbruder in seine Obhut nahm. Häuser wohnte zuletzt in Hochheim a. M., wo er als Heizer in der Zuckerfabrik beschäftigt war und sich im October v. I. verheirathete. Seine gestern als Zeugin erschienene Ehefrau hatte von dem Vorleben des Angeklagten keine Kenntniß, er bezeichnete die Zeit, welche er in Gesäng Nissen und Zuchthäusern zubringen mußte, ihr gegenüber als „Militärzeit". Zn seiner Hochzeit hatte er auch seine in Bobenhausen wohnhaften Angehörigen eingeladen, von denen auch Mutter und Stiefbruder erschienen. And) Heinrich Kretsch mar, der Stiefvater resp. Vater der Angeklagten, traf später in Hochheim ein, aber jedenfalls nicht zu freundschaftlichem Besuche, sondern zur Wiedererlangung einer größeren Geldsumme, die seine Frau gegen seinen Willen mit auf die Reise genommen haben soll. Wahrscheinlich, jedoch nicht erwiesen ist, daß schon bei diesem Besuche zwischen Häuser und seinem Stiefvater es zu einem Auftritt kam- ersterer sagte jedoch aus, der letztere habe ihm 50 Mk. Unterstützung versprochen, die er später in Empfang zu nehmen gedachte. Der junge Kretschmar blieb bei seinem Stiefbruder in Hochheim und nahm dort Beschäftigung in der Zuckersabrik. Erst auf Drängen seines Vaters kehrte er nach Bobenhausen zurück. Am 10. Decem- ber reiste er in Begleitung seines Stiefbruders, der seiner Ehesrau die unwahre Angabe machte, er gehe mit einem Collegen nach Darmstadt, um diesem bei einer dort abzulegenden Prüfung als Heizer an die Hand zu gehen, ab. Nachdem die beiden Brüder sich noch in Gießen fast einen Tag lang
anfgehalten, kamen sie am Abend des 11. December bei iß Angehörigen in Bobenhausen an, wo Alles „Liebs und gewesen sei, wie die Angeklagten sowohl wie ihre ebenen vernommene Mutter versichern. Am folgenden Tage Ä sichtigte der alte Kretschmar, der das Gewerbe eines Spenal«>i im Umherziehen betrieb, in Geschäftssachen nach Zeflbach gehen, er gab jedoch diesen Plan wieder ans, indem er Müd^ keit und die vorgeschrittene Tageszeit vorschützte, schliesflj? fügte er sich dem Drängen seines Stiefsohns und machte mit den beiden Söhnen aus, Jeder mit einem handses-. Stecken versehen. Nach Erledigung der Geschäfte und h > üblichen Stärkung fetzten sic ihren Weg von Zeilbach llQd. Ober-Ohmen fort, auch hier kehrten sie ein und es kam bam in der Krebs'schen Wirtschaft zu Auseinandersetzungen die schon hier zu Thätlichkeiten übergegangen wären, wenn ^nicki Wirth und Gäste der lärmenden Gesellschaft das Haus bei wiesen hätten. Jetzt erklärte der alte Kretschmar, er bleibe l)ier über Nacht, er wolle sich von seinen Söhnen nicht tobt Klagen lassen. Er ging darauf weg nach der Horst'schc» Wirtschaft. Dorthin folgten ihm seine Söhne und als ec ihrer Aufforderung nicht Folge leistete, zerrten sie ihn Qllr die Straße, worauf man sich gegenseitig stieß und schließlich Häuser seinen Stiefvater mehrmals mit dem Stock schlug ober „abschmierte", wie er sich gerne auszudrücken beliebt.' tzj„ Menschenhaufe sammelte sich an, dem gegenüber Häuser die freundschaftlichen Gefühle, die er für seinen Stiefvater W aus dessen Bemerken, sie wollten ihn umbringen, mit den Worten ausdrückte: Früher hast Du mich mißhanbelt jetzt lassen wir uns nichts mehr gefallen. Ich l0 Mk. den Armen, wenn Du bis morgen früh crepirt wärst." Obgleich der Mißhandelte sich sträubte, mit seinen Peinigern zu gehen, führten sie ihn fort auf dem Wege nach Boden Hausen zu. Zeugen, welche bei dem ersten Vorfall in der Krebs'schen Wirtschaft zugegen waren und sich kurze Zeit danach auf dem Wege nach Ruppertenrod befanden, hörten in der Richtung des Weges, den die Angeklagten eingefchlagen hatten, einen Schuß fallen, und einer derselben sagte hieraus „Eben werden sie (die Sohne) den alten Kretschmar tobt geschossen haben". Die Angeklagten geben übereinstimmend an, daß ihr Vater, als sie etwa 10 Minuten von Ober- Ohmen entfernt gewesen seien, nicht mehr habe mitgehen, sondern in Ober-Ohmen „beim Spengler" übernachten wollen, sie hätten ihn gehen lassen und wären nach Bobenhausen marschirt. Der Ehefrau des Ermordeten scheint das Aus bleiben ihres Mannes wenig Unruhe verursacht zu haben, sie fei gewöhnt gewesen, daß er öfters über Nacht weggeblieben, erklärt dieselbe bet ihrer heutigen Vernehmung und sie erzählt unter Thränen, was Alles sie während ihres Ehestandes und ebenso ihre Kinder von ihrem Mann zu erdulden gehabt hätten, wenn er betrunken nach Hause gekommen sei. Ausfallend ist, daß die Sohne des Ermordeten ihrer Mutter gegenüber voll- stäitdig über das zwischen ihnen und ihrem Vater Vorgefallem schwiegen- am andern Morgen begaben sie sich auf Geheif ihrer Mutter, als der Mamt noch nicht zurückgekehrt war, ans die Suche nach Ober-Ohmen und zwar auf einem anderen als dem in der Nacht zurückgelegten Wege, den sie als näher bezeichnen. Mittlerweile hatte man den alten Kretschmar, ettoe 1/2 Stunde vom Orte Ober-Ohmen entfernt, tobt aufgefunden und zwar mit einem Schuß im Kopf, der die Todesursache gewesen ist. Die Angeklagten wurden, kaum in Ober-Ohmen angekommen, schon verhaftet und an den Thatort geführt, wo die sofort angestellten Ermittelungen zu dem Resultat führten, daß das Schuhwerk der Beiden genau in die am Thatort int Schnee zurückgebliebenen Fnßtapsen paßte. Die Angeklagten leugnen entschieden, die That begangen zu haben. In der Nähe des Thatortes wurde noch ein Stück eines von Häuser oder dessen Stiefvater mitgeführten Stockes gefunden, der andere Stock sowie das fehlende Stück sind nicht mehr zum Vorschein gekommen. — Die Zeugenvernehmung wurde heule Vormittag fortgesetzt. — Um 2 Uhr Nachmittags waren die Plaidoyers noch nicht beendigt, doch steht der Urtheilsspruch heute noch zu erwarten.
— In der um 4 Uhr beendigten Sitzung des Schwurgerichts wurden nach ca. einstündiger Berathnng des Gerichtshofes der Angeklagte Joh. Gg. Häuser wegen Mocks zum Tode und dauernde Aberkennung der bürgerlichen Ehren rechte, der Angeklagte Johannes Kretschmar zu einer Gesängnißstrafe von 12 Jahren verurtheilt.
Außerdem werden die Kosten den Angeklagten je zur Hälfte auferlegt. Strafmildernd kam für den Angeklagten Häuser dessen schlechte Erziehung, straferschwerend feine Vorstrafen, die Brutalität bei Ausführung des Verbrechens wie jeglicher Mangel an Reue, sowie dessen hartnäckiges Leugnen in Betracht.
Langgöns, 21. März. Pfarrvicar Otto Köhler hier wurde zum Pfarrverwalter in der Gemeinde LanggönS ernannt.
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Vermischtes.
* Darmstadt, 21. März. Heute starb hier der Großh- Oberstkammerherr und Generallieutenant ä la suite, ehemaliger hessischer Kriegsminister Eduard v. Grolman.
Univeriitäts - Nachrichten.
Der Professor der Augenheilkunde in Göttingen, Gehet«" Medictnalrath Dr. Theodor Leber, ist als Nachfolger deS verstorb- Prof. Becker nach Heidelberg berufen worden und hat den "W angenommen.
Der Prtvatdocent Dr. Escherich in München ist zum Professor für Kinderheilkunde an der Universität Graz ernannt.
Der bisherige Prtvatdocent an der Greifswalder UntoerWl, Dr. Behrens, ist, wie uns von dort berichtet wird, alS «utzer- ordentlicher Professor der romanischen Philologie an die Universum Jena berufen worden, und wird diesem Rufe mit Beginn nächsten Semesters Folge leisten.
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