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frage klarlegen, nm dadurch die Debatte möglichst abzukürzen. I Der Regierung kann nichts erwünschter sein, als derartige Anregungen aus dem Hause. Die Negierung stehe keineswegs I diesen Dingenkühl bis ans Herz hinan" gegenüber. Sie könne aber nicht früher Stellung nehmen, bis eine Ver- I ftändigung der verbündeten Regierungen erfolgt ist. Redner glaubt sicher zu sein, daß die verbündeten Regierungen dem I Anträge der Budgetcvmmission, bezüglich der Gehaltserhöhung I der Beamten nachkommen werden. Unzweckmäßig erscheint dagegen der Antrag Banmbach, welcher die Einstellung einer bestimmten Summe in den Etat bezweckt. An Wärme der I Empfindung stehen die verbündeten Regierungen hinter dem Reichstage für die kleinen Beamten nicht zurück. Wenn wirklich die Gehaltszulagen erst im Herbste vom Reichstage bewilligt werden können, so würden die Erhöhungen den Beamten im Herbst nachgezahlt werden.

Abg. Richter (dsr.) hält sofortige Bewilligung für besser, da es ja sehr hübsch, aber doch immer mißlich sei, wenn die Beamten über ein halbes Jahr aus die Gehalts­erhöhung warten müssen.

Abg. Frhr. v. Huene (Ctr.) befiirwortet als Referent der Budgetcommission die von derselben beschlossene Resolution, 1) dem Reichstage spätestens in der nächsten Session einen Nachtrags-Etat vorzulegen, durch welchen bereits für 1890/91 eine angemessene einmalige Erhöhung der Bezüge der unteren und mittleren Beamten herbeigeführt wird, 2) demnächst eine dauernde Aufbesserung von 1891/92 ab zur Durchführung I zu bringen.

Der Antrag Baumbach geht dahin, 6 Millionen in den gegenwärtigen Etat zu Gehaltsaufbesserungen einzustellcn.

Staatssecretär v. Maltzahn-Gültz will nur die Legende widerlegen, als ob die preußische Regierung in der Fürsorge für ihre Beamten weiter gehe als die verbündeten I Regierungen.

Abg. Frhr. v. O w (Rp.) rst erfreut, daß sein früherer Antrag durch die regierungsseitig abgegebenen Erklärungen völlig erledigt sei.

Abg. v. Bennigsen (natl.) glaubt aus finanztechnischen Rücksichten die Initiative den verbündeten Regierungen über­lassen zu sollen, da die Initiative des Reichstages immer mißlich sei.

Abg. Richter (dfr.) muß dies anerkennen und zieht deshalb den Antrag Baumbach zurück.

Abg. Windthorst (Ctr.) spricht seine Freude über die Entschließung der Regierung aus.

Abg. Singer (Soc.) hofft, daß die Erklärung des Ministers v. Boetticher pünktlicher innegehalten werde als | das in Preußen gegebene Bersprechen der Reform der directen Steuern.

Damit ist die Angelegenheit erledigt.

Es wird in der Etatberathung fortgesahren und zunächst ein Antrag Lingens (Ctr.) angenommen, die Regierung wolle auf eine weitere Förderung der Sonntagsruhe und Ermöglichung der Theilnahme am Gottesdienste für alle Reichsbeamte Bedacht nehmen.

Aus eine Anfrage des Abg. Baumbach (dfr.), wie es mit der Frage der Unterstützung der Familien solcher Reser­visten und Landwebrleute stehe, die im Frieden zu militärischen Uebungen eingezogen werden, antwortet Kriegsminister v. Berdy, daß die Erhebungen hierüber noch nicht beendet seien.

Abg. Haarmann (natl.) regt nochmal die Gewährung freier Fahrt auf den Eisenbahnen für beurlaubte Soldaten an.

Von dem Abg. Bau mb ach (dfr.) ist zum Marine-Etat der Antrag gestellt, 2 800 000 Mk. aus dem Extraordinarium, welches durch die Anleihe gedeckt werden soll, abzusetzen und unter die lausenden Ausgaben einzustellen, welche durch die Matricularbeiträge gedeckt werden müssen, die sich dadurch um die erwähnte Summe erhöhen. Der Antrag wird nach kurzer Debatte angenommen.

Beim Postetat bringt Staatssecretär Or. v. Step Han die in zweiter Lesung angeregte Bestrafung eines Zeitungs- laffen und der sich noch einen Funken von Anhänglichkeit an I das alte Vaterland bewahrt hat, überkommt ein ganz eigen­artiges, wehmüthiges Gefühl, wenn die Conturen des festen Landes mehr und mehr verschwinden und sich rings um das Schiff nichts als die weite Wasserwüste ausbreitet. Unwill­kürlich fliegen da die Gedanken zurück an die Stätte der Kindheit, wo man so goldige Tage verlebte, sie fliegen zurück in den Kreis der Lieben, den man soeben verlassen, vielleicht | aus Nimmerwiedersehen, in die Schaar der Freunde, mit denen man eben erst den Abschiedstrunk nahm und den letzten Händedruck wechselte, und traute Bilder der Erinnerung sind es, die da nochmals an unserem geistigen Auge vorüber- zieben und uns schließlich m eine gar elegische und rührselige Stimmung versetzen. Aber die Meereswogen gehen allmälich höher und höher, in breiten, immer kräftiger an den Schiffs­körper anprallenden Linien stürmen sie schäumend heran und heftiger und unregelmäßiger werden nun auch die Beweg­ungen des Schiffes und merkwürdig jetzt verändert sich auch die elegische Stimmung des angehenden Weltumseglers. Das in ihm ganz ungewohnte Senken und Heben des Schiffes läßt auch in seinem Magen eine ganz gleiche Empfindung auskommen, es wird ihm immer elender, immer trister zu Muthe, es ist ihm, als ob sich seiner ein ganz ungeheurer Katzenjammer bemächtigt hätte, und zwar geistig wie physisch genommen . . . jetzt wankt der angehende Seefahrer, von irgend einer mitleidigen Seele der Schiffsbesatzung unter­stützt, zur Brüstung, um Neptun jenes Opfer darzubringen, welches der Meeresgott von fast Jedem fordert, der sich zum ersten Male aus dem salzigen Naß schaukeln läßt, kurz, um es mit dürren Worten zu sagen: Der Unglückliche hat die SeekrankheitDie Seekrankheit ich kann mir nicht denken, daß es eine häßlichere, lästigere, den Menschen mehr erniedrigende Krankheit gibt! Der Seekranke ist einfach kein Mensch mehr, er sinkt zum Thier herab, sein geistiges Em­pfinden ist gleich Null und wenn ihn ein Gefühl beherrscht,

spediteurs nochmals zur Sprache, welche damals von dem Abg. Schmidt-Elberfeld in Gegensatz gebracht war mit dem von derKöln. Ztg." beobachteten Verfahren in den rheinischen Städten. Diese Auffassung sei eine irrthümliche, wie die inzwischen angestellten Ermittelungen ergeben haben.

Abg. Richter (dfr.): Es handelt sich nur darum, sest- zustellen, daß die Vorrechte der Post den großen Unter­nehmern nützen, während sie den kleinen Unternehmern schädlich sind.

Staatssecretär v. Stephan will sich nur gegen den Vorwurf der Parteilichkeit und Ungesetzlichkeit, der gegen die Post erhoben wurde, verwahren.

Zur Vergrößerung des Postgrundstücks und zur Her­stellung eines DienstgebäudeS in Frankfurt a. M. waren statt der geforderten 535 500 Mk. (Kaiserpalast) nur 235 500 Mk. bewilligt.

Die Abgg. Baumbach (dsr.) und Fürst Hatzfeld (Np.) beantragen, die dritte Nate auf 231500 Mk. zu bemessen, außerdem aber noch 150 900 Mk. zur Herstellung von Hinter­gebäuden zu bewilligen.

Dieser Antrag wird angenommen.

Abg. Graf zu D o h n a - F i n ck e n st e i n (cons.) beantragt, den TitelZur Herstellung eines neuen Postdienstgebäudes in Marienburg 70000 Mk." zu streichen und eine Resolution anzunehmen: Da der in Aussicht genommene Bauplatz die Interessen des Schloßbaues in Marienburg erheblich schädigt, die Regierung zu ersuchen, einen anderen Bauplatz in Aussicht zu nehmen.

Staatssecretär Dr. v. Stephan ist mit dem Anträge einverstanden; mau möge aber zeitig aus die Beschaffung eines anderen Bauplatzes Bedacht nehmen.

Abg. v. Puttkamer-Plauth (cons.) befürwortet ebenfalls den Antrag Dohna.

Abg. Rickert (dsr.) ist mit der Streichung einverstanden, ohne sich wegen des Bauplatzes zu engagiren.

Der Antrag Graf Dohna wird angenommen und die Position gestrichen.

In der zweiten Berathung war die Baurate für ein Dienstgebäude in' Zeitz (70000 Mk.) gestrichen.

Abg. Günther (natl.) bittet die Rate zu bewilligen. Staatssecretär Dr. v. Stephan unterstützt diese Bitte. Das Haus bewilligt die geforderte Rate.

Der Rest des Etats wird bis auf dieMatricular-Bei- träge" erledigt.

Nächste Sitzung Mittwoch 2 Uhr. Ergänzungs-Etat. Socialistengesetz.

Schluß Uhr.

Neueste Nachershten.

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Berlin, 21. Januar. In der gestrigen Sitzung des Bundesraths gab Staatsminister Bötticher unter allseitiger Zustimmung der tiefen Trauer der Versammlung über das Hinscheiden des Fürsten von Schwarzburg-Rudol­stadt Ausdruck.

Berlin, 21. Januar. Das Befinden des Abgeordnetem v. Franckenstein hat sich verschlimmert.

Elberfeld, 21. Januar. Der um 2Uhr l5Min. fällige Personenzug Remscheid-Elberfeld stieß vor dem Bahnhofe Ronsdors mit einer Rangirmaschine zusammen. Die Maschine des Personenzuges, der Pack- und Postwagen sollen entgleist und bedeutend beschädig! sein, ein Postbeamter wurde verletzt. Von der Rangirmaschine, welche Contredampf ge­geben, sprang der Führer ab. Die Maschine fuhr darauf eine Strecke weit abwärts in eine Curve, entgleiste daselbst und schlug um, wodurch die Strecke gesperrt ist. Weitere Details fehlen.

Dresden, 21. Januar. Die zweite Brammer hat den Antrag Bebel und Genossen, betreffend die Befreiung der im Staatsbetriebe beschäftigten Arbeiter von der Zahlung der gesetzlichen Beiträge zur Kranken-, Jnvaliditäts- und Altersversicherung, gegen 7 Stimmen ab gelehnt.

so ist es das eines ungeheuren Ekels, den der mit diesem seltsamen liebet Behaftete vor Allem und Jedem und am meisten vor sich selbst empfindet. Dem Seekranken ist alles egal, er erscheint gegen jede Einwirkung abgestumpft- Du kannst ihm die ärgsten Injurien sagen, ihn selbst mißhandeln, er läßt alles regungslos über sich ergehen, ein Stück Holz könnte kaum empfinduugsloser fein.

Es gibt einzelne Glückliche, welche, mögen sie nun zum ersten Male oder wiederholt die See befahren, von dieser^ entwürdigenden Krankheit entweder vollständig verschont bleiben oder mit einem ganz leichten Anfalle davonkommen, aber die große Mehrzahl der Seereisendeu mußdaran glauben". Viele Personen .bekommen die Seekrankheit stets wieder, auch wenn sie schon wiederholte Seereisen gemacht haben- ich selbst gehöre leider zu dieser Klasse, doch tröste ich mich mit den alten Seebären, welche, so oft sie auch eine neue Fahrt antreten, immer wieder von diesem Uebel be­fallen werden- es kommt dies unter den Seeleuten gar nicht so selten vor.

Im Allgemeinen ist die Seekrankheit nicht besonders tragisch zu nehmen und nur verhältnißmäßig wenige Fälle nehmen einen tödtlichen Verlaus. Ein radicales Mittel gegen dieses lästige Uebel gibt es aber nicht, der Seekrankheit kann man weder Vorbeugen, noch läßt sie sich rasch beseitigen und all' die Hunderte von Mittelchen, welche neuerdings zur Be­kämpfung der Seekrankheit empfohlen werden, nützen absolut nichts. Der von ihr Befallene muß eben seine Zeit aus­halten und wenn er sich möglichst an Deck aushält und sich einer angemessenen Diät unterzieht, hat er gethan, was sich vernünftiger Weise überhaupt thun läßt. Bei den meisten vergeht die Seekrankheit gewöhnlich wieder nach einigen Tagen und die scharfe, kräftigende Seeluft, die besonders auf den Appetit anregend einwirkt, besorgt dann gar bald die völlige Genesung. (Fortsetzung folgt.)

Zwickau< 21. Januar. In' der heute hier abgehskteneu Versammlung der Vertreter der Belegschaften aller Schächte des Zwickauer Kohlenreviers zur Regelung der Lohn- und Arbettsfrage wurde beschlossen, an den in den all­gemeinen Bergarbeiterversammlungen ausgestellter! Forderungen der achtstündigen Schichtzeit, achttägigen Lohnauszahlung, 3,50 Mk. Schichtlohn, Wahl der Kaffenärzte durch die Arbei­ter, Aufhebung der Kündigungsfristen rc., festzuhalten. Je. nach dem Ermessen sind auch die Kaffenvertreter zur Regelung der Lohnfrage heranzuziehen. Zu der weiteren Ordnung der Angelegenheiten wurde eine zwölfgliederige Commission gewählt, bestehend aus je einem Vertreter der zwölf Werke. An der Versammlung nahm der Vorstand des Verbandes sächsischer Berg- und Hüttenarbeiter Theil, dessen Vorsitzender die Lei­tung übernommen hatte. Derselbe erklärt am Schlüsse, daß der Verband bei der nunmehrigen Sachlage seine Aufgabe als erfüllt erachte untr von der weiteren Theilnahme an der Ordnung der Sache zurücktrete.

Rudolstadt, 21. Januar. Fürst Günther hat die Regierung angetreten. Die Vereidigung des Militärs hat stattgefunden.

.Hamburg, 21. Januar. Die auf Veranlassung der hiesigen Rhedereien von Antwerpen requirirten, heute hier eingetroffenen Feuer laute weigerten sich, zu dem Lohne von 75 Mk. die Arbeit aufzunehmcn. Als sie von diesen Lohnverhältnissen Kenntniß erhielten, verlangten sie von den Rhedern freie Rückreise und Entschädigung. Auch die Neger­heizer auf derElla Woermann" striken ebenfalls und wollen nur bei einem Lohne von 85 Mk. anmustern. Abends fand eine allgemeine Versammlung der Strikenden statt.

Wien, 21. Januar. DieWiener Zeitung" veröffent­licht ein kaiserliches Patent, welches den böhmischen Landtag auf den 23. Januar zur Wiederaufnahme seiner Thätigkeit einberuft.

Wien, 21.Januar.. Der Reichsrath ist zum 3. Februar einberufen.

London, 21. Januar. Die Leiche des Feldmarschalls Napier wurde heute Morgen vorn Tower feierlich nach der Saint-Paul-Kathedrale übergeführt und dort zwischen den Särgen Nelsons und Wellingtons beigesetzt. In dem feier­lichen Zuge befanden sich zahlreiche Truppen aller Waffen. Auf dem ganzen. Wege stand eine dichtgedrängte Menschen­menge. Bei. der Kathedrale wurde der Sarg vom Prinzen von Wales und dessen Sohne Georg, dem. Herzog v. Cam­bridge, welcher die Königin vertrat, alle in großer Uniform, empfangen. Die übrigen Mitglieder der Königsfamilie, fast alle anwesenden englischen Generale und zahlreiche See- Offiziere wohnten der Feier in der Kathedrale bei. Graf Hatzfeldt legte Namens des Kaisers Wilhelm einen Kranz am Sarge nieder.

Kopenhagen- 21. Januar. Bei den Wahlen zum Folkething wurden drei Minister wicdergswählt, die Rechte verlor vier Sitze, davon drei in Kopenhagen. Drei Socialisten sind gewählt, davon zwei in Kopenhagen. Die intransigente Linke (Bergianer) gewann mehrere Wahlbezirke von der linken Vechandlungspartei.

Rom,. 21. Januar. In Folge des Ablebens des Prinzen Amadeus nahm dessen ältester Sohn Prinz Emanuel Philibert mit Zustimmung des Königs den Titel eines Herzogs von Aosta an.

Rom. 21. Januar.Osservatore" dementirt die Nach­richt, daß die bayerische Regierung dem Vatican ein Expose übermittelt habe, worin sie ihre Haltung in der bayerischen Kirchen frage rechtfertige und daß dasselbe im Vatican mit Befriedigung aufgenommen worden fei. Die Anschauungen des Vaticaus in dieser Beziehung seien in der Encyclika an die bayerischen Bischöfe und in dem vorjährigen Schreiben an den verstorbenen Erzbischof von München-Freising formu- lirt. Das Blatt veröffentlicht ferner ein Collectiv - Hirten schreiben von 236 italienischen Bischöfen. Das­selbe erklärt das Gesetz über die frommen Stiftungen für eine Beleidigung der Religion, Gerechtigkeit und Freiheit der. Gläubigen.

Madrid, 21. Januar. Becerra übernahm die Colonien, der Herzog Verague die öffentlichen Arbeiten und ist nun das neue Ministerium v o llzähli g. Die neuen Münster leisteten heute den Eid.

Liffabon, 21. Januar. Die Cortes wurden aufgelöst, die neuen Kammern treten am 19. April zusammen.

Moskau, 21. Januar. Der archäologische Con- greß wurde heute durch den Großfürsten Sergius Alexau- drowitsch 'eröffnet. Zum Cougresse sind auch die Delegirten vom deutschen, österreichischen und französischen archäologischen Vereinen erschienen.

Konstantinopels 21. Januar. Unterrichtete Kreise sehen Englands Vorgehen in der bulgarischen Angelegenheit als Vorläufer der Uu a bh äu gi g k eit s er klär ring Bul­gariens an. Oesterreich sei im Einverständnisse mit Eng­land. Auch Deutschland sehe das Vorgehen nicht ungern, obwohl es äußerlich vollkommen zurückhalte. Es bestehe die Absicht, Rußland zu treiben, das augenblicklich unfähig sei, über eine diplomatische Gegenaktion hinauszugehen. Die Türkei werde schließlich gute Miene machen, und Rußland, wenn es reagire, in ungünstige Position gerathen.

Kairo, 21. Januar. Die Minister veranstalteten gestern Abend ein Diner zu Ehren Stanleys. Auf einen Toast Riaz Paschas erklärte Stanley, er habe Emin Pascha die Wahl gelassen, in Afrika zu bleiben oder zurückzukehren.

Darmstadt, 22. Januar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, sowie Seine Großh. Hoheit Prinz Wil­helm werden sich zu den Beisetzungsseierlichkeiten nach Rudolstadt begeben.

Berlin, 22. Januar. Der Reichstagsabgeordnete Baron von Franckenstein ist heute Vormittag 11 Uhr 5 Mm. gestorben. Freiherr Georg Arbogast zu Franckenstein wurde am 2. Juli 1825 zu Würzburg geboren und war seit 1872 Mitglied des Reichstags, in welchem er auf Seiten des