Ausgabe 
22.10.1890
 
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A Mainz, 20. October. Die Speculation hat bereits ihr Augenmerk nach Wörrishofen zu der Kaltwasser-Cur- anstalt des Herrn Pfarrer Kneipp gerichtet. Wie nämlich der M. A." mittheilt, hat sich ein Consortium von hiesigen Herren gebildet, um in Wörrishofen ein großes mit allen Bequemlichkeiten eingerichtetes Hotel zu errichten, woran es bekanntlich in Wörrishofen noch vollständig fehlt. Die be­treffenden Herren sollen bereits mit einem hiesigen Architecten dorthin gereist sein, um sich über das Terrain, Lage und Bauart des Hotels mit den Gemeindebehörden zu verständigen.

++ Aus dem Fiirstenthum Waldeck, 19. October. In dem Dorfe Bringhausen bei Wildlingen hat sich in gestriger Nacht ein schreckliches Brandunglück ereignet, bei welchem eine ganze Familie lebensgefährliche Brandwunden erlitten hat und zwei Knaben in den Flammen umgekommen sind. Die noch in vielen Gegenden trotz strengen Verbotes herrschende Unsitte, den zum Brechen" bestimmten Flachs um den geheizten Ofen zu stellen, um zu trocknen, hat den höchst bedauerlichen Unglücksfall ver­schuldet. Mitten in der Nacht, um 3 Uhr, läuteten die Sturmglocken und brachten Dorf und Umgegend aus die Beine- in dem Hause des Landwirihs Stöckel war in der Wohnstube Feuer ausgebrochen. Die Frauen hatten rings um den Ofen Flachs aufgestellt, dieser hatte sich entzündet und Wohnstube und die anstoßende Schlaskammer, wo der Hausbesitzer mit Frau und Kindern schlief, standen im Nu in hellen Flammen. In der Aufregung sprangen Mann und Frau aus dem Bette unangekleidet in die brennende Stube, um das Feuer zu löschen, was natürlich beim Brande von Flachs, das wie Zunder brennt, vergeblich war. Hierbei erlitten die Beiden schwere Brandwunden, umsomehr der Vater, welcher, um die in der Schlafstube entsetzlich aus­schreienden Kinder zu retten, welche in den in Flammen stehenden Betten hülstos lagen, durch die brennende Wohn­stube springen mußte. Es gelang ihm auch unter Gefahr seines Lebens die drei Kinder aus den Betten zu holen und zum Fenster hinauszuspringen, indessen alle drei erlitten lebens­gefährliche Brandwunden und die zwei Jungen starben alsbald unter entsetzlichen Qualen. Das dritte Kind, ein Mädchen, liegt hoffnungslos darnieder.

* Gegenwärtig dürste es an der Zeit sein, ein ebenso einfaches wie erprobtes Mittel gegen erfrorene Glieder wieder in Erinnerung zu bringen. Noch ehe die Kälte eintritt, reibe man die zu Frost geneigten Stellen des Körpers all­abendlich mit Glycerin ein, und je früher man damit be-

das Local vier Monate gemiethet hat, so ist wohl zu erwarten, Eßaß die Bewohner unserer Stadt und Umgegend dieses Unter­nehmen durch öfteren Besuch unterstützen werden. Die Casseler Allgemeine Zeitung" schreibt am Schluffe eines längeren Artikels:Eine vollständige Aufstellung aller im Panorama, zu sehenden Darstellungen würde zu weit führen, wir beendigen deshalb unsere Betrachtungen, indem wir noch­mals versichern, daß diese Ansichten wirklich einzig dastehen. Das muß eine Künstlerhand in des Wortes vollster Bedeutung gewesen sein, die aus diesen unter bedeutender Vergrößerung erscheinenden kleinen Glasbildern diese wundervolle, natur­wahre Farbenpracht zu entfalten verstand, denn die photo­graphische Ausnahme allein kann das nicht bewirken."

Wir erlauben uns an dieser Stelle nochmals auf den heute, Dienstag Abend 81/2 Uhr, im Kaufmännischen Verein (Restaurant Bavaria) durch Herrn Dr. Pohlmeyer aus Berlin stattfindenden Vortrag über:Der deutsche Kauf­mann in der Vergangenheit und Gegenwart" hinzuweisen.

Herr Gg. Buderus erlegte gestern im Wismarer- Walde einen prächtigen Hirsch (Zehnender).

Die Zahl der Geborenen betrug im Großherzogthum Hessen im Jahre 1889 zusammen 31 958, hierunter 434 Zwillings- und 2 Drillingsgeburten. Lebend geboren waren 15 738 Knaben und 14 991 Mädchen, todtgeboren 676 Knaben und 553 Mädchen. Die Zahl der Gestorbenen (einschl. der Todtgeborenen) war 21 653 (11 095 männlich und 10 558 weiblich). Die Zahl der Eheschließungen war 7512, die Zahl der Ehescheidungen 76.

8. Laubach, 18. October. In der letzten General­versammlung der hiesigen Spar- und Leihkasse wurde beschlossen, den Zinsfuß von 4% pCt. auf 4 PCt. zu er­mäßigen. Auch soll ferner Geld bis zu 100 Mark gegen seinen Bürgen ausgeliehen werden, was bisher nur bis 50 Mk. gestattet war.

** Bönstadt, 18. October. Herr Pfarrer Möbius dahier feierte am 14. October sein 50jähriges Dienstjubiläum. Es wurde dieser Tag von der ganzen Gemeinde festlich gefeiert. Der Kirchenvorstand von Trais-Horloff hat dem Jubilar für dessen 20jähriges Wirken in genannter Gemeinde eine Dankadresse überreicht.

§ Bermuthshain, 20. October. Der hiesige Landwirth Christian Wies hatte dieser Tage das Unglück, mit einer Hand in eine Handdreschmaschine zu gerathen,- es wurden ihm die drei mittleren Finger gänzlich zerquetscht. Möge dieser Vorfall anderen Landwirthen zur Warnung dienen.

E. Mücke, 20. October. Mit dem heutigen Tage ist der gesummte Dienst auf der hiesigen Eisenbahnstation in die neuen Gebäude rechts der Bahn verlegt worden.

E. Brauerfchwend, 20. October. Heute brannten hier zwei der größten Bauerngehöfte vollständig nieder. Ent­stehungsursache noch unbekannt.

ginnt, desto sicherer ist der Erfolg. Dieses kleine Haus­mittelchen, dessen Anwendung sehr geringe Kosten und Mühen verursacht, ersparet Manchem später große Schmerzen. Denn ein Frostballen kann, wie man weiß, recht unangenehm werden; auch sind erfrorene, blauroth angelausene Fingerchen nicht gerade als eine Handzierde zu empfehlen. Drum, Ihr vom Frost Geplagten, unterzieht Euch schleunigst dieser kleinen Unbequemlichkeit, um Euch vor einer größeren zu schützen.

Hntoerfttats - Nachrichten.

Man schreibt derFrkf. Ztg." aus Straßburg: Sicherem Vernehmen nach hat der hiesige autzerordentliche Professor Dr. von Mehring einen ehrenvollen Ruf als ordentlicher Professor der Mc- dtcin und Dtrector der Poliklinik zu Halle erhallen. Man hofft hier jedoch, daß die anerkannt hervorragende Kraft Mehrings der hiesigen Universität, die in der letzten Zett auffallend viele Lehrkräfte nach Auswärts abgeben mußte, erhalten bleiben wird.

Dcrfebr, £a«ö- unö 2>oir»uHrti?fd>aft.

Gießen, 21. October. Marktbericht. Auf dem heuttgen Wochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,901,00, Hühnereier 1 St. 7, 2 St. 15 H, Enteneier 1 St.--2 St.

Käse pr. St. 58 H, Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen pr. Liter 17 Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar X 0,500,70, Hühner pr. Stück X 0,851.00, Hahnen pr. St- X 0,60-1,00, Enten pr. Stück 1301,60, Ochsenfleisch pr. Pfd 7074 Kuh- und Rindfleisch 6064 Schweinefleisch 7080 Hammelfleisch 6268 4, Kalb­fleisch 60-64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 4,00-5,50, Weißkraut pr. St. 58 Zwiebeln per Centner X 5,006,00, Milch per Liter 12-18 Gänse pr. Pfd. 5060

Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen.

42. Woche. Vom 12. October bis 18. October 1890.

Einwohnerzahl: 20 500 (tncl. 1600 Mann Militär).

Sterblichkeitsziffer: 22,8 »/oo.

Kinder

Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr:

Lungenschwindsucht

3 (1)

3 (1)

Keuchhusten

1

1

Organ. Herzkrankheit

1

1

Darmentzünbung

1

1

Lchlagflußb. Gehirns

1

1

>

Angeborener Miß-

bilbung

1 (1)

1

1 (1) -

Unbekannter Ursache

1

1

Summa:

9 (2)

6 (1)

2 (1) 1

ir Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie

viele der Todesfälle in der 6etreffenben Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Berichtigung.

In dem Referat über die Stadtverordneten-Sitzung am 16. d. M

Nr. 243) ist zu berichtigen, daß das Gesuch des Herrn W. Weidtmann um Erlaubniß zum Wirthschaftsbetrieb sich nicht dre Rusingtzche Wirthschaft an den Bahnhöfen, sondern auf die Wer Musstng'sche Wirthschaft an der Frankfurter Straße bezieht. v

Aufgebot.

Die am 18. August 1800 zu Großen-Buseck geborene Margaretha Lemmer ist vor vielen Jahren nach Paris verzogen und verschollen. Auf Antrag der Tochter ihres ver­storbenen Bruders Heinrich Lemmer, Margaretha, verehelichte Schmandt zu Steinberg, wird dieselbe aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin:

Montag,1S.Deeember18V0,

Vormittags 9 Uhr,

unterzeichnetem Gericht Nachricht von ihrem Aufenthalt zu geben, widrigen­falls sie für tobt erklärt und ihr Nach­laß den sich gemeldet habenden nächsten Verwandten überwiesen werden wird.

In demselben Termine sind Erb- und sonstige Ansprüche an den Nachlaß anzumelden und zu begründen bei Meldung Ausschlusses-

Gießen, den 16. October 1890. Großherzogliches Amtsgericht.

Gebhardt. 8779

Donnerstag den 23. Moder,

Nachmittags 21/» Uhr,

wird in meinem Hause ein großer amerif. Ofen (Kronjuwel), eine große Hänge­lampe (für Laden oder Wirthschaft ge­eignet), zwei Koffer, Nachttischchen u. s. w. versteigert.

8806 F. Hoffmann.

Freitag den 24 Drtober,

Nachmittags Va2 Uhr,

werben Orünbergerffraße 13 bi? zur Hinterlassenschaft des Herrn Lehrer Dietz gehörigen Mobilien, als^Sopha, Stühle, Tische, wobei ein großer runber, ein schöner Rauchtisch, Eommode, etntbür. Kleiderschrank. Betten, Weißzeug, Zimmerdouche, Bütten, ferner Bücher, als Brehms Thierleben, Shakespeare, Prochtbanb, Brockhaus EonversationS- lexikon, ältere Ausgabe u. s. w., sowie gut erhaltene Herrenkleider, fast neuer Neberzieher rc. versteigert.

8624 In Auftrag: Hoffmann.

Pateutirter Thür-u.Fensterverschluss (vollständiger Schutz gegen Zugluft) zu haben bei

Heinrich Hochstatter,

-8810] Schloßgasse 19.

Bekanntmachung

zur Er-

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B.

0.

8798

4

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I A.: Schlosser.

X

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3

1

10

10

5

5

X

X

Für lebendes Vieh:

Für 1 Stück Großvieh .

50 H,

- h

30 H,

30 H,

festgesetzt:

18

10

Die jüngeren Mädchen versammeln sich, wie bisher, Freitag Abends von 6 bis 8 Uhr.

Gießen, den 10. October 1890.

Ochsen oder Stiere über 450 kg Lebendgewicht, pro Stück .....

Kühe, Rinder, Faffelochsen oder Stiere unter

450 kg Lebendgewicht pro Stück .

Schweine

Kälber, Hämmel, Schafe, Spanferkel oder Ziegen pro Stück

Pferde .......

Gießen, den 19. October 1890.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.

Tagesordnung:

1) Vorlage der vorgeprüsten Rechnung für das Jahr 1889.

2) Erstattung des Verwaltungsberichts für dasselbe Jahr.

3) Bewilligung von Unterstützungen.

4) Die Pfennigsparkaffe betreffend.

5) Gesuch des Sparkaffedieners um Gehaltserhöhung.

6) Neuwahl von Ausschußmitgliedern.

Gießen, am 17. October 1890.

Die Direction des Spar- und Leihkasse-Vereins. Langsdorfs.

Gießen, den 19. October 1890.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.

A.

Bekanntmachung.

Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 8. September d. I. werden die Schlachtgebühren für die Benutzung des städtischen Schlachthauses dahier mit Wirkung vom 1. Novem­ber l. I. ab wie folgt festgesetzt:

Zander, Hecht, Schellfische, Seezungen, Cabltau eingetroff n in

C. G. Kleinhenns

Delicatessen-, Fisch- unb Geflügelhanblfl., Bahnhofstraße 59. 8817

Zur gefl Beachtung!!!

Unterzeichneter empfiehlt:

Alle Stickereien ^2 Mas, Tuch, Fries, ^3, Seinen Stramm rc., sowie alle in diese« Fach ein schlagende Artikel. 1 ö

Große Auswahl feiner Holzschnitzereien, Korb-, Plüsch und Lederwaaren rc. mit Stickeret.Einrichtung. '

Anfertigung aller Häkelarbeiten und feiner Bunt- und ©olbflicfereun, Fahnen, «andelire, Kiffen, Monogramme, sowie lebe Zeichnung wird bestens unb billigst ausgesührt. ° 8284

H« F»ihr, Sonnenstraße 25.

Samstag den 15 November 1890, Nachmittags 3 Uhr,

ben Saal des alten Rathhauses auf hiesigem Marktplätze eingelaben.

Bekanntmachung.

Die verehrlichen Mitglieder des hiesigen Spar- und Leihkaffe-Vereins werden zu einer Hauptversammlung auf

Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 8. September d. I. sind die im städtischen Schlachthaus Hebung kommenden WLrgegebühre« wie folgt A.

Emaillirtes Kochgeschirr infft b-uteMittwochaufOswalds Garten etn. 18791] Frau Kellner.

Bestellungen auf

Malztreber

EAch angenommen, per Zuber 36 Pfg. [8350

Actiku-Braucrei Gießen.

T* Louis Lony Bän27,r

empfiehlt ein reichhaltiges Lager in

Küchen- und Haushaltartikeln,

Bürsten-, Korb- und Küferwaaren. 5

Drmnataleim-

Drogenhinidlmig Otto Schaaf.

1 Kleinvieh .

Für ausgeschlachtetes Fleisch:

Für V4 Stück Großvieh .

1 Schwein .

1 Kalb, Hammel oder Ziege .

Für eine Haut

Die Nähabende am Dienstag jeder Woche sind ausschließlich fürI I - ---------

Frauen und bereits eonfirmirte Mädcdeu (Dienstmädchens LUUWiQ lilSOtenianil

Fabrikarbeiterinnen u. s. w.) bestimmt und werden daher jT aUtöv ^11 .. ,

Abends von 728 Uhr an Xjenrer £ur Clavier und Violine

gehalten. Anmeldungen dazu werden im Local selbst, im alten Rathhause,' y

entgegengenommen. 8466

(seither Solo-Geiger der hiesigen Regimentscapelle).

IVähere Auskunft ertheilt die Musikalienhandlung von Herrn E- Challier, Neuenweg. 814g